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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend!, 31. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup (Audio CD)
Ein wenig besorgt war ich ja schon, was das neue Finntroll-Album anbelangte. Zum einen weil die Trolle ihren alten Sänger eingebüßt und durch Vreth ersetzt haben, der wirklich einige Töne höher kreischt. Zum anderen hatte ich im Vorfeld gelesen, dass "Ur Jordens Djup" wesentlich mehr Black Metal-orientiert sein soll und sich von der 'lustigen Saufmusik' entfernt haben soll. Und das wo ich doch gar kein großartiger Black Metal-Fan bin...

Aber alle Sorge verfliegt, wenn man dieses Wahnsinnswerk erstmal in den Player schiebt. Zugegeben, von den drolligen Anfangsjahren ist nicht mehr viel zu hören und von daher können sich diejenigen, die sich schon mit "Nattfödd" nicht anfreunden konnten, schonmal nach einer Alternative umsehen. "Ur Jordens Djup" ist insgesamt nämlich ein ziemlich düsteres und atmosphärisches Werk. Die Einflüsse aus dem Humppa zwar immer noch mal mehr und mal weniger im Hintergrund, aber größtenteils dominieren doch eher atmosphärische Keys und finsterer Kreischgesang von Neusänger Vreth, der seinen Job überraschend gut macht - kein Wunder, seine Stimme passt hervorragend zum neuen Sound.

Generell sind zwei Arten von Songs auf "Ur Jordens Djup": die düsteren, atmosphärischen mit weniger Folk-Einfluss und die halbwegs spaßigen mit mehr Folk-Einfluss. Jedoch sind die Folk-Einflüsse bei beiden Sorten stark eingeschränkt und durch einen dicken Schub Atmosphäre und traumhafte Melodien ergänzt worden.

Hervorzuheben wären die beiden großartigen Stücke "Ur Djupet" und "En Mäktig Här". Letzteres ist das absolute Highlight des Albums. Aber auch "Maktens Spira" und "Korpens Saga", von diesesm völlig irren Hidden Track hinter "Kvällning" mal abgesehen. Aber auch alle anderen Stücke sind mehr als sehr gut und somit ist "Ur Jordens Djup mehr als gelungen.

Mit diesem Album werden Finntroll vielleicht einige ihrer Fans einbüßen, aber sicherlich noch viele dazu bekommen. "Ur Jordens Djup" ist ihr bisher reifstes und bestes Album und potentieller Kandidat auf das Album des Jahres. Absolute Kaufempfehlung!!!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...härter+beser?!?, 25. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup-Limited Edit (Audio CD)
Ein mächtig grollendes Intro führt in die jüngsten Heldensagen von FINNTROLL. Donnernd, brachial und sehr majestätisch ertönt der monströse Opener „Säng“ in all seinem schwarzmetallischen und mit atmosphärischen Keyboardklängen bestücktem Kleide. Die Trolle zeigen sich weit brachialer und dunkler als bisher, beschreiten den logischen Seeweg vom „Midnatten’s Wunder“ hin zum Ufer des beinahe als grandios zu bezeichnenden „Nattföd“. In allerfeinster Rudermanier klopft und stampft besagter Opener in seiner vor Muskeln strotzender Gestalt einher und öffnet die Tore für weitere, sehr knackig, rau und erdig schallende Trollhämmer wie „Korpens Saga“ oder „Nedgang“. Die sympathischen Trolle wuchten eine für ihre Verhältnisse zwar enorm brutale Keule unters hungrige Volk, strapazieren bei keyboarddominierten Krachern der Holzklasse „Slagbröder“ gar extreme Black Metal Wurzeln, lassen all ihrer dunklen Härte jedoch spätestens bei Nummern wie dem fast schon kindlich hochmelodischen Humpagedudel „En Mäktig Här“ oder „Maktens Spira“ wieder ein schelmisches Lächeln durchscheinen um klar zu stellen, das man weder sich selbst, noch den Rest der Welt allzu ernst nimmt. Gut so ihr Trolle, ein Werk wie „Ur Jordens Djup“ beschreitet exakt jenen Raubzug, der mir persönlich für eine Band wie FINNTROLL gefällt. Humpa meets Metal, keine der beiden Zutaten dominiert zu sehr, immer dann, wenn der eine Part gerade in voller Blüte erscheint, holt ihn das nötige Gleichgewicht zurück auf den Boden der Realität all die fett stampfenden Rhythmen und unwiderstehlichen Melodien, die der Haufen Trolle ohne Frage wieder an Bord hat nicht zu aufdringlich, nicht zu eintönig und schon gar nicht zu kitschig klingen zu lassen.

FINNTROLL schmettern uns ein absolut monströses Stück Musik, das die Anfänge der Band ebenso zitiert wie die, fast schon fidelen Töne eines Albums wie „Jaktens Tid“. Die Trolle klingen mehr denn je nach den früheren Glanztaten meinen alten Helden von THYRFING, bieten auf ihrem vierten Album definitiv alles was man sich von ihnen erhofft hat und bringen von ihrem Raubzug ein absolut erhabene Trophäe eines Humpa Black Metal Albums mit, das erwachsener, härter, breitwandtauglicher und intensiver denn je klingt.

Ob „Ur Jordens Djup“ das Zeug zum Höhepunkt des bisherigen Schaffens dieser tollen Band hat, das wird die Zeit zeigen. Die Zeichen dafür stehen jedenfalls recht gut....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Genial...!!!!, 5. August 2007
Von 
H. Djavaher "Wandersmann" (Mainz, Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup-Limited Edit (Audio CD)
Als ich das Album in den CD-Player schob, da war mein erster Eindruck, dass es ein ziemlich schweres, düsteres Album sein muss und ich die Musik innerlich mehr vertiefen müsste. Aber schon nach dem zweiten Lied wusste ich, womit ich hier zu tun hatte. Es sind düstere Riffs und Melodien, die auf der CD dominieren. Aber dieses Düstere wirkt kraftvoll und majestätisch und besitzt im Bezug auf die Texte auch etwas Erzählerisches, wie von einem Roman oder einen Film. Und zwischen diesen düsteren Melodien und dem Troll-Geschrei stechen auch immer wieder fröhliche, folkig angehauchte Melodien und Chorgesänge hervor, die die Lieder nicht zu schweren Klumpen machen und den Hörer die Musik schneller verarbeiten lassen. Es ist wie unter der Erde oder in einem stockdunklen Wald, wenn nur ab und zu mal Sonnenstrahlen dazwischen treffen und dieser düsteren Kälte, die man fühlt, immer wieder angenehme Wärme hinzugefügt wird.
"Ur Jordens Djup" ist ein musikalisches Meisterwerk, womit das finnische Sextett wieder mal bewiesen hat, dass die Band auch mit einem neuen Sänger immer noch damit weitermachen kann, wo sie vor dem Ausstieg des alten Sängers aufgehört hat.
PS: Die Videos auf der DVD haben es auch in sich, allerdings hätte man da noch ein paar Clips mehr hinzufügen können. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, eine DVD mit einer Länge von gerade mal 10 Minuten zur CD beizupacken und es dann zu einem DigiPack hochzuhypen. Die Videos hätte man genauso gut als CD-Rom-Tracks dazumachen können. Vermutlich hatte man bei den Aufnahmen Rücksicht auf den Keyboarder genommen, der fast die ganze Musik auf dem Album geschrieben hat und wegen seiner Bruder-Band "Moonsorrow" auch dieses mal wieder nicht mit auftreten konnte.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Finntroll Album!, 25. April 2007
Von 
Sascha "metalnews.de" (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup-Limited Edit (Audio CD)
Auffallend ist das ca 3 1/2 Minütige Intro (Gryning), das sich anhört, als würde irgendwer schätze doch mal die Trolle) ihr Lager aufschlagen und die Wildsäue im Wald verrückt spielen. Das ganze untermalt mit mystischem Geklimper, das sich am Ende in einen Bombast steigert und abrupt abbricht.

Sång startet spärlich mit Piano, Drums und Bass, bis der Song nach vorne prischt und Vreth brüllt los. Das ganze mit einer ziemlich heimtückischen Melodie unterlegt und im Midtempo, bis der Song ins Lowtempo abbricht und mit den Melodien spielt. Der Song endet beinahe gleich, wie er anfängt.

Korpens Saga, einer der VIELEN "Hits" der Platte, erinnert erst ein wenig an Trollhammaren, ohne dass es langweilig werden würde (das trat leider bei Trollhammaren ein!). Viel Folk, mit einem strunzaggressiven Vreth, der brüllt als gäbe es keine Hoffnung mehr. Der Song steigert sich in der Härte und endet furios mit einem Folk Part, der sich ins Hirn brennt!

Nedgång geht wieder ins Midtempo und kommt leicht majestätisch und mysteriös. Spätestens hier fällt auf, dass sich Trollhorn seitens Melodie und deren Ausbau deutlich gesteigert hat, macht allerdings auch irgendwie stellenweise den Eindruck, als wäre das der Soundtrack zu einem Piratenfilm.

Ur Djupet greift das Prinzip von dem Vorgänger auf, mit viel Melodie und Geschrei geht es rund in dem Song, bis der leicht melancholische Refrain wirklich einen mitreisst und gleichzeitig zum Bangen animiert. Das ganze wird mit allerlei Spielereien verziert.

Bei Slagbroder fällt einem genau das auf, was im Finntroll Studiobericht drinsteht: Es wurden mehrere Amps verwendet. Die Gitarre hier klingt ziemlich nach Röhrenverstärker und lässt den Song mit den vorantreibenden Flötenmelodien und dem kranken Gesang Vreths vorantreiben. Bis der Refrain (mit einem clean singendem Vreth!!) wieder an typische Finntroll-Sachen erinnert und sich in Sachen Melancholie ebenfalls auf Neuland bei Finntroll befindet.

En Mäktig Här stellt den ersten "lustigen" Song auf dem Album dar, den manche wohl schon vermisst haben. Das Intro ist schwer zu beschreiben, aber ich versuchs mal: Finntroll kommen mit dem Visor Um Slotet Aufegbot in die karibik und jammen mit den Einwohnern. Bis das ganze ein wenig an Det Iskalla Trollblodet erinnert. Macht sehr viel Spaß.

Ormhäxan geht in die derb rockige Richtung wie Slagbroder, geht aber immer mehr in Richtung eines typischen Finntroll Songs.

Maktens Spira klingt anfangs recht lustig, steigert sich aber wieder mal in totale Härte.

Under Två Runor ist der typische Midtempo Song am Ende, allerdings ohne viel cleanem Gesang, sondern Vreth brüllt mal wieder rum. Die Melodie ist allerdings recht ungewohnt, vor allem am Ende.

Kvällning lässt das Album gelungen ausklingen, das ganze im Lowtempo. Als Hidden Track findet man nochmals eine Session mit Akustik-Gitarren und besoffenen Gegröhle.

Insgesamt kann man das Album als eine Fusion aller vorigen Werke bezeichnen, allerdings ist es deutlich düsterer. Allerdings hat das ganze stellenweise einen leicht melancholischen Touch erhalten und zudem findet man hauptsächlich im Bereich der Keyboard Melodien viel Verbesserung. Das Album könnte ich mir keinesfalls mit Katla oder Wilska vorstellen, Vreth passt hier zu 100% in das Line-Up.

Ganz großes Kino, keine einzige Nennenswerte Schwäche zwingt mich regelrecht, dem Album 5 volle Sterne zu geben
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5.0 von 5 Sternen Mega geiles Album, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup-Limited Edit (Audio CD)
In diesem Werk von Finntroll geht es wieder um den Wald und dessen Bewohner; Hexen, Trolle, etc.
Natürlich sind die Trolle auch mal wieder auf dem Kriegspfad mit den Christen.
Im Lied 'Trollvisan' geht es um einen Troll, der auf einem Stein sitzt und sauer ist, weil jemand sein Met verschüttet, seine Pilze zertreten und seine Brüder geschlagen hat.
Auf all diese Ungewissheit bekommt er keine Antwort, bis die Ratten sich melden:

'Och råttorna svamlade till trollet;
De kristna har spillt ditt mjöd!
De kristna har trampat dina svampar!
De kristna ha slagit dina bröder!'

In dieser Strophe erzählen sie, dass die Christen all jenes Böse getan haben. Daraufhin wird der Troll sauer, geht in das 'christliche Land' und brennt eine Kirche nieder.
Das ist nur ein Lied von einem grandiosen Album.

In dem Song 'Korpens Saga' wird von Raben berichtet, die als die Herren der Lüfte in viele Kriege verworren sind:
'Sa miste rivarn sin bror av kamp.
De flög sin väg till världens kant.
Av ett glömt och fasligt trolldoms dad.
Det förkolnade sinnet kände ingen nad.'

'Nu faller skyars svarta mästare.
Slagsfältets kall och likets kyla.
Än fulla av slagens rus och svekets hat.
De gnaga utan ära pa krigets ruttna mat. »

Sie werden als Kapitäne des schwarzen Himmels betitelt und der Hörer erfährt, dass sie durch eine Magie vorangetrieben werden, die keine Reue spürt.

Der Vergleich: Die neue Stimme Mathias 'Vreth' Lillmåns, der schon vorher bei einem Auftritt als Ersatzsänger fungierte, macht der Band alle Ehre; er überzeugt mit einer kräftigen, brutalen und aggressiven Stimme, ohne den Finntroll Flair zu vernachlässigen.
Mit den Stücken 'En Mäktig Här' und 'Trollvisan' sind auch ein paar witzige Melodien auf dem Album enthalten.
Wer die anderen Alben schon liebt, wird hier wenig vermissen.
Auch wenn es ihnen ähnelt, ist es etwas ganz anderes und prägt Finntroll durch seinen individuellen Stil ein weiteres mal als eine der besten Folk Metallbands der Welt.

Meine Note für das Album 5 von 5 Punkten
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Komm auf die dunkle Seite. ...Wir haben Kekse !", 7. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup (Audio CD)
Das etwa ist es, was für mich dieses Album im Kern beschreibt. Es ist die perfekte Symbiose aus garstigem Black Metal und fröhlichem finnischen Folk; und zwar ohne dass eine der beiden Stilrichtungen die andere zu irgendeiner Zeit dominiert. Vielmehr sind beide so fest miteinander verwoben, dass eine dritte entsteht, die man vielleicht "Black Folktrollmetal" nennen könnte.

Das Cover ist schwarz/weiß - Dunkelheit und Licht, Härte und Melodie - und es ziert in einem "folktrollischen" Rahmen eine finnische Seenidylle. Sehr schön !

Das Intro (Gryning) baut sehr atmosphärisch Spannung auf und erinnert dabei ein wenig an eine Mischung aus Tim Burton-Film und Schlachtenepos. - Dass Finntroll eine besondere Gabe für solche Einleitungen und für akustische Spielereien haben, weiß man ja bereits von den vergangenen Veröffentlichungen. - Und dieses Intro ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn daraufhin bricht direkt die Hölle los: Trommeln, Schreie und vorwärts preschende Gitarren übernehmen die .

Was der erste Track ("Sång") verspricht, hält der Rest des Albums: Es ist sehr rhythmisch, der Klang ist druckvoll, der Gesang ist sehr Black Metal orientiert und die Melodien sind wahrhaft irre und vor allem wahnsinnig gut!
Neben der kraftvollen (Black) Metal-Instrumentierung finden wie gewohnt auch wieder diverse musikalische Mittel Verwendung, die für den Folk typisch sind - wie Flöten und Ratschen. Unter anderem taucht sogar eine, nicht wirklich finnische aber sehr launige, Caribbean Steel Drum ("En Mäktig Här") auf.
Diese Verbindung des eigentlich unvereinbar Scheinenden macht den für Finntroll seit jeher typischen, sehr eigenständigen Stil aus, der wirklich genial ist.

Anspieltipps sind schwer zu geben, da die Lieder eigentlich durchweg gleich repräsentativ für das Album sind. Vielleicht wäre aber dennoch folgende geeignet:
- Korpens Saga
- Nedgång
- En Mäktig Här

"Ur Jordens Djup" macht einfach durchweg unglaublich viel Spaß! Ich hole mir damit z.B. schon beim Frühstück meine Portion gute Laune und Energie für den Tag. ... Die einzige Nebenwirkung, die ich bisher festgestellt habe ist, dass man - diese CD im Bus oder auf der Straße hörend - komisch angesehen wird, da man beim Genuss des Albums unvermeidlich mit einem beschwingten Dauergrinsen gesegnet ist.

Ich empfehle das Scheibchen uneingeschränkt allen aufgeschlossenen Black Metal-Liebhabern - und Folk Metal-Anhängern sowieso. Ihr werdet viel Spaß haben!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend!, 2. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup-Limited Edit (Audio CD)
Ein wenig besorgt war ich ja schon, was das neue Finntroll-Album anbelangte. Zum einen weil die Trolle ihren alten Sänger eingebüßt und durch Vreth ersetzt haben, der wirklich einige Töne höher kreischt. Zum anderen hatte ich im Vorfeld gelesen, dass "Ur Jordens Djup" wesentlich mehr Black Metal-orientiert sein soll und sich von der 'lustigen Saufmusik' entfernt haben soll. Und das wo ich doch gar kein großartiger Black Metal-Fan bin...

Aber alle Sorge verfliegt, wenn man dieses Wahnsinnswerk erstmal in den Player schiebt. Zugegeben, von den drolligen Anfangsjahren ist nicht mehr viel zu hören und von daher können sich diejenigen, die sich schon mit "Nattfödd" nicht anfreunden konnten, schon mal nach einer Alternative umsehen. "Ur Jordens Djup" ist insgesamt nämlich ein ziemlich düsteres und atmosphärisches Werk. Die Einflüsse aus dem Humppa zwar immer noch mal mehr und mal weniger im Hintergrund, aber größtenteils dominieren doch eher atmosphärische Keys und finsterer Kreischgesang von Neusänger Vreth, der seinen Job überraschend gut macht - kein Wunder, seine Stimme passt hervorragend zum neuen Sound.

Generell sind zwei Arten von Songs auf "Ur Jordens Djup": die düsteren, atmosphärischen mit weniger Folk-Einfluss und die halbwegs spaßigen mit mehr Folk-Einfluss. Jedoch sind die Folk-Einflüsse bei beiden Sorten stark eingeschränkt und durch einen dicken Schub Atmosphäre und traumhafte Melodien ergänzt worden.

Hervorzuheben wären die beiden großartigen Stücke "Ur Djupet" und "En Mäktig Här". Letzteres ist das absolute Highlight des Albums. Aber auch "Maktens Spira", "Ormhäxan" und "Korpens Saga", sowie alle anderen Stücke sind mehr als sehr gut und somit ist "Ur Jordens Djup" richtig gut gelungen.

Auf der Bonus-DVD findet man noch einen Ausschnitt ihres Auftritts beim Wacken, der leider nur aus "Nattfödd" und "Det Iskalla Trollblodet" besteht. Bild und Ton sind okay, auch wenn die Jungs aufgrund der Scheinwerfer oft nur in blau oder rot schimmern und Neusänger Vreth, der hier sein Können an alten Stücken beweist, stellenweise ziemlich außer Atem klingt. Da außer den zwei Songs nichts anderes drauf ist, geht die DVD leider auch nur zehn Minuten, was ziemlich Schade ist, da hätte ich mir mehr Material gewünscht. Aber dafür kommt die Limited Edition in einer schmucken schwarzen Papphülle, die optisch durchaus was hergibt.

Mit diesem Album werden Finntroll vielleicht einige ihrer Fans einbüßen, aber sicherlich noch viele dazu bekommen. "Ur Jordens Djup" ist ihr bisher reifstes und bestes Album und potentieller Kandidat auf das Album des Jahres. Absolute Kaufempfehlung!!!
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4.0 von 5 Sternen Die finnischen Trolle finsterer denn je zuvor!, 23. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup (Audio CD)
Die finnischen Trolle haben mit Ihrem aktuellen Werk ein klares Bekenntnis zu Ihren schwarzmetallischen Wurzeln abgelegt. Sie präsentieren sich düsterer denn je zuvor. Lustigen Humpa-Folk-Metal in Reinform findet man eigentlich nur bei den Songs "Korpens Saga" und "En Mäktig Här". Bei den übrigen Songs herrscht finsterste Black Metal Grundstimmung vor und die Folk-Elemente halten sich eher dezent im Hintergrund. Doch gerade die Art, wie Finntroll Ihre Düstermucke zelebrieren ist eine Klasse für sich. Es handelt sich hier keinesfalls um monotones Geknüppel, sondern um allerfeinste atmosphärische und abwechslungsreiche Klänge, die durch die Finntroll-typischen Folk-Elemente Ihre Einzigartigkeit erlangen. Bei dem letzten Track kann ich allerdings nur den ersten instrumentalen Teil als gelungen betrachten. Dem sich anschließenden minutenlangen Lagerfeuergeknister mit dem Heulen des Windes im Hintergrund kann ich nicht wirklich viel abgewinnen. Und das Durchhalten wird dann auch nicht belohnt, denn der sich anschließende Hidden-Track enthält nur alkoholisiert klingendes Gejaule.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...härter+besser!?!, 25. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup (Audio CD)
Ein mächtig grollendes Intro führt in die jüngsten Heldensagen von FINNTROLL. Donnernd, brachial und sehr majestätisch ertönt der monströse Opener „Säng“ in all seinem schwarzmetallischen und mit atmosphärischen Keyboardklängen bestücktem Kleide. Die Trolle zeigen sich weit brachialer und dunkler als bisher, beschreiten den logischen Seeweg vom „Midnatten’s Wunder“ hin zum Ufer des beinahe als grandios zu bezeichnenden „Nattföd“. In allerfeinster Rudermanier klopft und stampft besagter Opener in seiner vor Muskeln strotzender Gestalt einher und öffnet die Tore für weitere, sehr knackig, rau und erdig schallende Trollhämmer wie „Korpens Saga“ oder „Nedgang“. Die sympathischen Trolle wuchten eine für ihre Verhältnisse zwar enorm brutale Keule unters hungrige Volk, strapazieren bei keyboarddominierten Krachern der Holzklasse „Slagbröder“ gar extreme Black Metal Wurzeln, lassen all ihrer dunklen Härte jedoch spätestens bei Nummern wie dem fast schon kindlich hochmelodischen Humpagedudel „En Mäktig Här“ oder „Maktens Spira“ wieder ein schelmisches Lächeln durchscheinen um klar zu stellen, das man weder sich selbst, noch den Rest der Welt allzu ernst nimmt. Gut so ihr Trolle, ein Werk wie „Ur Jordens Djup“ beschreitet exakt jenen Raubzug, der mir persönlich für eine Band wie FINNTROLL gefällt. Humpa meets Metal, keine der beiden Zutaten dominiert zu sehr, immer dann, wenn der eine Part gerade in voller Blüte erscheint, holt ihn das nötige Gleichgewicht zurück auf den Boden der Realität all die fett stampfenden Rhythmen und unwiderstehlichen Melodien, die der Haufen Trolle ohne Frage wieder an Bord hat nicht zu aufdringlich, nicht zu eintönig und schon gar nicht zu kitschig klingen zu lassen.

FINNTROLL schmettern uns ein absolut monströses Stück Musik, das die Anfänge der Band ebenso zitiert wie die, fast schon fidelen Töne eines Albums wie „Jaktens Tid“. Die Trolle klingen mehr denn je nach den früheren Glanztaten meinen alten Helden von THYRFING, bieten auf ihrem vierten Album definitiv alles was man sich von ihnen erhofft hat und bringen von ihrem Raubzug ein absolut erhabene Trophäe eines Humpa Black Metal Albums mit, das erwachsener, härter, breitwandtauglicher und intensiver denn je klingt.

Ob „Ur Jordens Djup“ das Zeug zum Höhepunkt des bisherigen Schaffens dieser tollen Band hat, das wird die Zeit zeigen. Die Zeichen dafür stehen jedenfalls recht gut....
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5.0 von 5 Sternen Düster, Kraftvoll, Finntroll !, 21. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ur Jordens Djup (Audio CD)
Eins vorweg , Finntroll bleibt auch auf diesem Album Finntroll. Ich verstehe die teilweise doch sehr überzogene Sicht nicht, dass Fans hier schnell "flüchten" könnten. Im Prinzip wird dann meiner Meinung einfach "nicht richtig ins Detail gehört". Ich gehe nicht alle Songs durch, aber ein paar markante Tracks sollten nicht unerwähnt bleiben.

Nach dem recht langen, genretypischen Intro kommt mit "Sång" ein möglicher Vertreter, der auf dem ersten Hörer einigen "Humpa"-Fans der Band eine Sorgenfalte auf die Stirn zaubern könnte: Düster , eher schwarzmetallisch und sehr straight kommt er daher. Keine Spielereien, welche man von Finntroll ja gewohnt ist. Wer aber genau hinhört und auch bis zum Ende des Songs dabei bleibt, merkt dann doch : AHA, FINNTROLL...ohne Zweifel.

Und falls es doch noch Zweifel gibt, enden die spätestens JETZT, denn nun kommt "Korpens Saga". Der Song liebäugelt sehr (und meiner Meinung nach wie kein anderer Song der Band) mit dem grossartigen "Trollhammaren". Lautstärke hoch, Trinkhörner raus, anstossen...TROLLMETAL! Kein fieser Ripp-off der genannten Hymne ,sondern eine äussest gelungene Abwandlung des feucht-fröhlichen Klassiker. Sehr schön !

Slagbroder ... finntrollige Keys und sehr kreischiger Gesang leiten diesen Geheimtipp des Albums sein. Warum Geheimtipp ? Selten haben mir cleane Gesangparts so gut in einem Song dieses Machart gefallen. Nicht getragen, nicht schwülstig...einfach nur melodisch, dezent und sich hervorragend ins hymnische Klangbild einfügend...bitte mehr davon,wenn das dann SO klingt!

Oh Mann, was kommt jetzt ??? En Mäktig Här ??? Bitte verzeiht mir ,wenn ich beim Anfang des Tracks unweigerlich an "Monkey Island" denken muss (in der Mitte auch). Hier is nichts ,aber auch nichts düster, wenn man vom Text absieht.Zu hören ist hier nicht weniger als feinste Finntroll-Humpa-Auslese mit einem ordentlichen Schuss Melodie und Folk in Midtempo. Einfach nur grossartig und für mich einer der besten Finntroll-Songs überhaupt!

Kommen wir nun zu meinem persönlichen Fave auf diesem Album: Maktens Spira. Der Track vereint alles, was Finntroll für mich ausmacht: Folkig, bombastisch und atmosphärisch. Härter als die meisten anderen Sachen von Finntroll, aber trotzdem unverkennbar und vorallem hochmelodisch. Besser kann man kraftvolle Musik nicht mir musikalischer Eingängigkeit kreuzen. Brilliant!

Under Två Runor verdient besondere Beachtung, hier wird teilweise in Versen vorgetragen. Finntroll im Storytelling-Modus ? Kann das gut gehen ? Und wie das kann...sehr schöner, grösstenteils getragener Song mit den bekannten Instrumenten wie Akkordeon und einem kleiner Knüppel-Intermezzo. Toller Abklang zum Schluss, bevor das "Acoustic-Extro" das Ende der Scheibe einläutet.

Schlussworte:

Düsterer ? Tja was soll ich sagen ? Das ist es im Vergleich zu den Vorgängern schon. Aber geht es wirklich darum ,ob dieses Werk düsterer ist als die anderen Alben ? Nein, defintiv nicht. Was ich sagen kann, dass dieses Album ein Meilenstein des nordischen Folk/Trollmetals ist. Finntroll hatten es schon immer drauf, schwarzmetalischer Musik einen besonderen Glanz zu verleihen. Dies gelingt Ihnen hier im besonderen Maße und macht "Ur Jordens Djup" zu einem sehr stimmigen Gesamtwerk ohne (!!!) Ausfälle...und zu meinem persönlichen Lieblingsalbum der Trolle.

In diesem Sinne: Fram, Fram,Fram!
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Ur Jordens Djup
Ur Jordens Djup von Finntroll (Audio CD - 2007)
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