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Eve


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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der kommerzielle Durchbruch von Alan und Eric!
Eve war eines der ersten Alben meiner frühen Jugend überhaupt. Damals war ich total begeistert. Songs wie das instumentale Lucifer (bekannt auch als Titelmelodie des TV-Magazins Monitor) und vor allem Damned If I Do haben mich nicht zuletzt aufgrund ihrer Dynamik total fasziniert. O.k., zwischenzeitlich weiß ich, dass die Vorgängeralben ToMaI, I Robot...
Veröffentlicht am 21. September 2008 von Paddy Sixtythree

versus
3.0 von 5 Sternen Aussetzer - verglichen mit dem, was davor & danach kam
Nach drei größtenteils überzeugenden orchestralen Artrock-Alben ("Tales of Mystery & Imagination"; "I Robot"; "Pyramid") haben sich Produzent Alan Parsons und Songwriter/Konzeptionist Eric Woolfson mit "Eve" ganz schön in die Nesseln gesetzt. Ob es an dem Druck durch die Plattenfirma lag - die Band hätte im Prinzip...
Vor 1 Monat von Julian H. veröffentlicht


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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der kommerzielle Durchbruch von Alan und Eric!, 21. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Eve war eines der ersten Alben meiner frühen Jugend überhaupt. Damals war ich total begeistert. Songs wie das instumentale Lucifer (bekannt auch als Titelmelodie des TV-Magazins Monitor) und vor allem Damned If I Do haben mich nicht zuletzt aufgrund ihrer Dynamik total fasziniert. O.k., zwischenzeitlich weiß ich, dass die Vorgängeralben ToMaI, I Robot und Pyramid durchweg noch mehr Qualität besitzen und in meinem persönlichen Ranking eindeutig vor Eve stehen. Trotzdem will ich Eve eine gewisse Faszination auch heute nicht absprechen. Das Markenzeichen von Alan und Eric, ein opulent in Szene gesetzter Mikrokosmos aus Sinfonik, Elektronik und Rock, klingt bei Eve eben noch ein wenig poppiger als in den Jahren zuvor.

Eve beschäftigt sich thematisch mit den Frauen und ihren Eigenschaften und Stärken im Allgemeinen sowie den Problemen der Frauen in der sogenannten Männerwelt. Es ist das einzige Album überhaupt, auf dem Frauen als Leadsänger(in) zu hören sind. Ansonsten treten die "üblichen Verdächtigen" auf: die Ex-"Pilot" Ian Bairnson und David Paton sowie die Sänger Chris Rainbow und Lenny Zakatek. Der symphonische Klang wird dieses Mal vom Orchester der Münchner Kammeroper unter Mitwirkung von Eberhard Schöner (komponierte u.a. die Titelmelodie der TV-Serien Derrick und Der Alte) erzeugt.

Das Ergebnis des vorliegenden Remasters ist (wie bei den bisherigen Veröffentlichungen der APP-Alben) hervorragend. Das Klangbild besticht durch eine Klarheit und Reinheit ebebnso wie ausgeprägte Basstöne. Das Booklet ist schön aufgemacht und beinhaltet einige interessante Informationen über das Project und sonstige Memorabilia. Dass wie bei den anderen Wiederveröffentlichungen auf die Songtexte verzichtet wurde, mag den einen oder anderen stören. Ich empfehle an dieser Stelle die im Booklet genannte offizielle Homepage, auf der neben weiteren Informationen rund um das Project auch alle Songtexte abgedruckt sind. Klar, über die Sinnhaftigkeit des Bonusmaterials für die Fans kann man geteilter Meinung sein. Ich gehöre der Fraktion an, die sich sehr darüber freut, weil dadurch unterschiedliche Phasen in der Entstehung von verschiedenen Songs sicht-/hörbar werden.

Bezüglich der Bewertung habe ich mich dann doch nicht ganz so schwer getan und 5 Sterne vergeben. Zusammen mit meinem persönlichen Alan&Eric-Bonus sowie der Würdigung des Bonusmaterials sowie des (wie zu erwartenden) hervorragenden Remasters halte ich diese Bewertung für gerechtfertigt. Gut möglich, dass andere die CD damit als etwas zu positiv bewertet betrachten. Für alle Fans des Projects trotzdem jedoch eine klare Kaufempfehlung... und dies nicht nur, um die eigene Sammlung zu vervollständigen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emanzipation mit Morsecode des Teufels, 15. Mai 2011
Von 
Alexander Hoefer "Animus" (Pähkinäkolo) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Ich weiß noch genau wie lange ich - Lucifer - dieses sensationelle Instrumentalstück gesucht habe. Als kleine Junge ohne Englischkenntnisse, war das nämlich besonders schwer, vor allem den Namen der Gruppe - The Alan Parsons Project - zu verstehen. Oft lief dieser Titel damals im Radio. Selten wurde angesagt, wer dieses Lied spielt, und auch meine Eltern konnten mir da nicht viel weiterhelfen, da bei uns zu Hause Tag ein Tag aus Schlagermukke lief. Also ging ich mal wieder, wie so häufig damals, in den Plattenladen, und summte dem Verkäufer die Melodie vor, was keine gute Idee war, denn wenn ich eines nicht kann, dann ist das Singen.

So gingen einige Jahre ins Land, und da meine Eltern auch im Fernsehen, passend zu ihrem Musikgeschmack, ausschließlich Heimat- und Schnulzenfilme konsumierten, kam ich damals leider auch nicht in den Genuss von Monitor. Erst 1988 als ich mir meinen ersten CD-Player kaufte, und es auch in den Plattenläden die Möglichkeit gab in die CD's reinzuhören, witterte ich eine neue Chance. So fragte einfach den Verkäufer, dass ich ganz bekannte elektronische Instrumentalmusik suche, aber die Interpreten nicht kenne. Sofort nannte er mir die Namen - Jean-Michel Jarre, Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis und eben The Alan Parsons Project, von denen er mir die aktuelle - The Best Of Instrumentals - empfahl.

So hörte ich mich den halben Vormittag durch alle Künstler durch, und freute mich natürlich Oxygene, Equinoxe und Magnetic Field von Jean-Michel Jarre - und auch - Chariots of Fire - von Vangelis gefunden zu haben, (mit Tangerine Dream und Klaus Schulze konnte ich damals noch nicht viel anfangen) - aber das Lied Lucifer konnte ich leider nicht finden, zumal es auch auf dem - Best of Instrumentals - nicht drauf war. So ging die spannende Suche nach diesem Lied also weiter, allerdings nicht mehr allzu lange, da ein guter Bekannter von mir sehr viele Schallplatten aus den Siebzigern und frühen Achtzigern hatte. Vielleicht war es Telepathie, aber das erste Lied, das er mir vorspielte war Lucifer von Alan Parsons Project. Noch heute gehört dieses Instrumentallied zu meinen absoluten Favoriten, wobei die Platte EVE im Gegensatz zu den anderen ein bisschen schwächelt. Dennoch enthält EVE mit - You won't be there, Winding me up und Damned if I do - noch drei weitere absolute Supersongs.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass Parsons und Woolfson dieses Mal das Thema Frauen bzw. Emanzipation als Albumkonzept zugrunde legten, und sich erstmals auch zwei von Frauen gesungene Titel auf dem Album befinden. Beide Lieder sind ebenfalls sehr gut.

Die remasterte Version enthält noch das wunderschöne Klavierstück - Elsie's Theme von dem, leider von der Plattenindustrie niemals veröffentlichten Album - The Sicilian Defence - sowie noch sechs Demoversionen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Ergänzung fürs CD-Regal, 15. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Nun, sicher hat Alan Parsons Project bessere CDs herausgebracht als diese. Trotzdem sind manche der Stücke sehr hörenswert!
"Lucifer" werden manche als Titelmusik des Magazins MONITOR kennen, "You won't be there" und "Damned if I do" sind zu Recht auf manchen Best-Of-Zusammenstellungen aufgenommen worden. Eher unüblich für Alan Parsons Project ist, daß ein paar Lieder von Frauen gesungen werden - für mich war das eher ungewohnt, aber "If I could change the World" ist in jedem Fall nett.
Wer einen leichten Zugang zu Alan Parsons Project sucht, kaufe sich "Eye in the Sky", wer sich auf Experimente einlassen mag, dem empfehle ich "Pyramid". Als erste oder gar einzige CD ist Eve nicht unbedingt geeignet.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Klasse!, 3. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Wer APP geliebt hat, muss sich alle Reproduktionen in digitaler Version leisten! Es ist so viel Material drauf, was einen einerseits schmunzeln andererseits erstaunen lässt. Gerade der Kultklassiker Lucifer in Rough Version! Bonustracks lassen einen schwelgen in Zeiten, wo Musik noch ECHT war... Wo sich die Musker noch monatelang Zeit für ihr Werk gelassen haben!
Echt zu empfehlen, wenn ich auch gerade bei APP die alten Großcover der LPs deutlich vermisse. Storm Thorgerson hat so geile Cover gestaltet!!! Die wirken einfach kaum auf einer CD und die Inlays sind auch hier bei den Repros etwas lieblos gestaltet...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als sein Ruf, eher unspektakuläres Album, 11. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Im Zuge der Veröffentlichung der CD-Neuausgaben von The Alan Parsons Project habe ich mich mit deren 10 Alben und Freudiana (gibt es nicht als Remaster, klingt aber auch so gut) auseinandergesetzt. Bisher kannte ich nur die bekannten Songs des Projects aus dem Radio und kaufte mir deshalb die Essential Doppel-CD. Eine hervorragende Auswahl von Songs die mich auf die Alben neugierig machte. Nach dem Hören aller Alben bin ich zum Schluss gekommen, dass alle Alben bis zum 1984er Ammonia Avenue und Freudiana zu empfehlen sind. Von Vulture Culture, Stereotomy und Gaudi braucht man nicht unbedingt viel mehr als auf The Essential drauf ist.
Das 4. Album von The Alan Parsons Project EVE von 1978 befindet sich im Vergleich zu dessen restlichen Alben meiner Einschätzung nach im gehobenen Mittelfeld, in etwa auf einer Stufe mit Ammonia Avenue, aber etwas schlechter als Eye In The Sky. Für mich sind das die 3 "Easy Listening"-Alben des Projects. Rein musikalisch fordern sie die Hörgewohnheiten am wenigsten heraus.
Das Album hat für mich 5 für das TAPP typische Stücke:
Das allseits bekannte Instrumental Lucifer, You Lie Down With Dogs, I'd Rather Be A Man, Damned If I Do und das Quasiinstrumental Secret Garden (es befindet sich Gesang drauf, aber kein Text). Irgendwie erinnert mich Lenny Zakateks Gesang auf Damned If I Do ziemlich an Cliff Richard.
Die restlichen 4 Songs sind eher untypisch für The Alan Parsons Project:
Da ist zunächst die Ballade You Won't Be There. Für mich das schlechteste Stück der Platte. Der Song hätte besser auf eine BeeGees-Platte gepasst. Erinnert mich vom Gesang und der Melodie ziemlich an deren How Can You Mend A Broken Heart. Nichts gegen die Bee Gees, aber auf einer Platte von TAPP möchte ich so etwas nicht hören.
Dann gibt es mit Winding Me Up und Don't Look Back zwei sehr poppige und eingängige Songs. Beide gefallen mir sehr gut. Letzterer hat auch zum ersten Mal bei TAPP eine weibliche Hauptstimme, was zum Konzept der Platte passt. Winding Me Up erinnert mit seinen Oh-Ohs eher an Elton John.
Mit dem letzten Song der Platte If I Could Change Your Mind kommt wieder eine weibliche Stimme zum Vortrag. Von der Komposition und dem Gesang ähnelt mir das sehr einer ABBA-Ballade oder dem späteren 84er-Musical Chess (I Know Him So Well) von den ABBA-Machern.
Immerhin bietet das Album für mich 7 hörbare Songs. Wie gesagt die beiden Balladen mag ich nicht so.
Konzeptionell geht es dieses Mal um die Frau. Konzepte interessieren mich bei Platten aber meistens nicht. Mir geht es eher um die Musik. Wenn es ein Konzept gibt und dieses auch aufgeht, ist das für mich eine schöne Dreingabe. Hier funktionieren die Songs aber auch unabhängig voneinander.
Das Remastering ist in Ordnung. EVE war noch nie eine wirklich gut klingende Platte. Ich habe mittlerweile auch das Vinyl zum Vergleich. Die Platte klingt irgendwie etwas dünn und hat keine richtige Wucht im Bass- und Schlagzeugbereich. Ausnahme hiervon ist vielleicht I'd Rather Be A Man.
Das Bonusmaterial mit seinen Demo-Versionen ist vielleicht für den Hardcorefan interessant. Mit Elsie's Theme ist aber wenigstens noch ein bisher unveröffentlichtes Instrumental drauf.
Insgesamt kann ich EVE im Rahmen der CD-Wiederveröffentlichung von The Alan Parsons Project doch eine klare Empfehlung aussprechen. Nur 4 Sterne gibt es, weil es bessere Platten von TAPP gibt und keine Texte wie bei allen Wiederveröffentlichungen im Booklet abgedruckt sind. Texte gibt es nur bei der Deluxe Edition von Tales Of Mystery & Imagination. Die ist aber auch von einer anderen Plattenfirma veröffentlicht worden.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Parsons vom Feinsten!, 19. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Mit dem 79'er Album "Eve" wendet sich das Projekt zum ersten Mal vom Experimentellen, Orchesterbetonten ab - hin zum Pop-Rock.
Die Songs sind eingängiger, sowohl musikalisch als auch inhaltlich leichter, aber trotzdem erstklassig!
Den Anfang macht mit dem genialen "Lucifer" der wohl (bis auf den Anfang) bekannteste Song des APP.
Es folgen rockige ("You Lie Down With Dogs"), elektronisch-beat-lastige Songs (sehr schön: "I'd Rather Be A Man"), aber auch ruhige Balladen (herzzerreißend: "You Won't Be There").
Im Prinzip sind alle Songs erwähnenswert, da wunderschön und allesamt im einzigartigen Parsons-Sound.
Mit "Don't Hold Back" und "If I Could Change Your Mind" sind zum ersten (und meiner Meinung nach einzigen) Mal zwei Songs mit weiblichem Lead-Vocal vorhanden - sehr hörenswert!
Fazit: Ein geniales Album, 'poppiger' und sehr viel eingängiger als die Vorgänger - aber immer noch eine geniale Mischung aus Rock, Pop, Klassik und Elektronik!
Anspieltipps: Eigentlich alles, v.a. Tracks 1,3,4,6,7.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen La versione rimasterizzata di Eve e' fenomenale!, 20. Oktober 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
A mio parere, la versione rimasterizzata di Eve e' fenomenale. La qualita' del suono e' di gran lunga superiore al cd "originale". Do' cinque stelle a questo album per due motivi:1) contiene un interessante pezzo strumentale inedito di notevole fattura, e mi chiedo per quale motivo l'album The Sicilian Defense non sia mai stato pubblicato; 2) Damned if I do e' e sara' sempre la mia canzone preferita del Project. Melodia magnifica, testo profondissimo.
Complimenti ad Alan Parsons ed Eric Woolfson per aver creato 10 capolavori.

Fernando Simoni
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3.0 von 5 Sternen Aussetzer - verglichen mit dem, was davor & danach kam, 1. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Nach drei größtenteils überzeugenden orchestralen Artrock-Alben ("Tales of Mystery & Imagination"; "I Robot"; "Pyramid") haben sich Produzent Alan Parsons und Songwriter/Konzeptionist Eric Woolfson mit "Eve" ganz schön in die Nesseln gesetzt. Ob es an dem Druck durch die Plattenfirma lag - die Band hätte im Prinzip zu diesem Zeitpunkt zwei Alben abliefern müssen (was sie dann auch tat: Thema "The Sicilian Defence") - weiß ich nicht, aber im Vergleich zu den wunderbar ausgearbeiteten Arrangements und Konzepten der drei Vorgängeralben wirkt "Eve" geradezu hastig zusammengeklatscht. Der ausladende Opener "Lucifer" ist zwar noch recht vielversprechend - Instrumentals waren ja immer die Stärke des Projects - und die Morsecodes ("E V E") deuten auch ein interessantes Konzept an, aber als "Lucifer" dann ausgeblendet wird, fragt man sich schon: Hä??? Auf den vorigen Alben war es immer so, dass das Instrumental am Anfang des Albums nahtlos in das erste Gesangsstück überleitete. Aber hier? Schnöde ausgeblendet. Und noch schlimmer wird es dann, als "You Lie Down With Dogs" anfängt. Alleine der Titel. Die Band versucht sich an muskulösem Rock, aber das funktioniert irgendwie überhaupt nicht. Lenny Zakateks angestrengtes Gesinge nervt mich, und die Megaphon-Backgroundstimmen sind einfach nur noch billig. Nicht einmal die durchaus interessanten Akkorde in den Strophen oder Ian Bairnsons gewohnt hochklassiges Gitarrensolo können das Stück retten. "I'd Rather Be a Man" ist kaum besser. David Patons eigentlich sonst so liebliche Stimme klingt mit diesem Text auch irgendwie unsympathisch, und die "Drama"-Effekte kennt man bereits aus "One More River". Zumindest der Mittelteil mit den wilden Keyboardläufen ist ganz ansprechend. Dennoch wirkt das Album durch den starken Einsatz von Sequencerlinien auch irgendwie "steif". Dazu kommt auch, dass die Produktion deutlich schlechter ist als auf den Alben davor - irgendwie dünn, und die Drums klingen teilweise wie aus einer Tonne (mal auf die Snare achten). "You Won't Be There" ist eine Ballade, die mächtig auf die Tränendrüse drückt, aber musikalisch so gut wie nichts zu bieten hat. Zumindest gibt es endlich wieder einen Übergang - die "Aufziehpuppe", die dann in das entsprechend aufgedrehte "Winding Me Up" überleitet. Hier gibt es zum ersten Mal auf einem Project-Album die göttliche Stimme Chris Rainbows zu hören. Das Stück ist ganz witzig, besonders die wilden Orchester-Breaks, aber ich vermisse nach wie vor tragfähige musikalische Strukturen, und das Stück ist mir letztendlich zu effekthascherisch. Auffällig auch: Das "Konzept" (Frauen und ihre Stellung in einer männerdominierten Welt) hat sich bereits nach zwei Tracks ins Niemandsland befördert. Das Album besteht zu großen Teilen aus Liebesliedern. Das ist nichts Besonderes, das machen viele, aber nur wenige verkaufen das dann als Konzeptalbum (besonders wenn Übergänge oder wiederkehrende Motive fehlen!). Das gilt auch für "Damned If I Do", das zugleich wohl der beste *Song* des Albums ist. Lenny Zakatek klingt zwar immer noch heiser, aber der Song hat wirklich Substanz und (Melo-)Dramatik. Der Anfang von "Don't Hold Back" ist praktisch identisch mit dem von "You Won't Be There", nur schneller. Textlich ist es wohl das beste Stück, da es hier um die (mentale) Befreiung der Frau geht. Das Problem ist aber die musikalische Umsetzung, die wiederum unterdurchschnittlich ausgefallen ist. Anstelle von symphonischem Artrock gibt es hier vor allem 70s-Mainstream. Was ich persönlich eher langweilig finde. Um dem Konzept irgendwie gerecht zu werden, dürfen auch mal Sängerinnen ran. Bei "Don't Hold Back" singt tatsächlich Clare Torry - genau: die von Pink Floyds "Great Gig in the Sky"! Ich hätte sie nicht wiedererkannt. Mit "Secret Garden" gibt es ein weiteres Instrumental, das sich mit seinen sonnendurchfluteten Klangflächen sehr gut in den Gesamtsound einfügt. Am Schluss gibt es eine weitere Nummer mit weiblichem Gesang. "If I Could Change Your Mind" wird von Lesley Duncan gesungen (die ebenfalls auf Pink Floyds "Dark Side of the Moon"-Album zu hören ist, wenn auch nur als Backgroundsängerin). Eine würdige Schlussnummer mit geradezu bittersüßer Melancholie und einen kleinen Ohrwurm-Motiv, auch wenn man dieses vielleicht nicht so oft wiederholen müsste.

"Eve" ist und bleibt das schwächste APP-Album der Siebziger (gut, ich habe "The Sicilian Defence" nicht gehört), da es ziemlich unzusammenhängend ist und neben den Instrumentals "Lucifer" und "Secret Garden" nur noch mit "Damned If I Do" und "If I Could Change Your Mind" aufhorchen lassen kann. Wie alle APP-Alben hat es jedoch einen ganz eigenen Sound - in diesem Fall ein eher unterladener (gibt es das Wort?) mit weniger Düsternis und mehr Pop. Ich finde es aber trotzdem eher verzichtbar. Als Einzel-CD (oder gar mit einem lächerlichen "Alben für die Ewigkeit"-Schuber!!) braucht man es nicht unbedingt zu kaufen, ich habe es als Teil der "5 Original Albums" - und als solches ist es auch in Ordnung.

Die Bonus-Tracks sind auch nicht unbedingt der Rede wert. Am interessantesten ist "Elsie's Theme", ein Stück aus "The Sicilian Defense". Von atonalen Passagen ist hier nichts zu hören, es ist ein Klavier-Solostück (Eric Woolfson?) in leicht impressionistischem/romantischem Stil. Das Demo von "Lucifer" ist auch ganz interessant, die restlichen Tracks sind allesamt Rough Mixes - also Arbeitsversionen, bei denen entweder noch Dinge zu hören sind, die später weggelassen wurden (die Hörner am Ende von "If I Could Change Your Mind") oder Dinge fehlen, die später noch hinzugefügt wurden. Für einen Einblick in die Aufnahmeprozesse ganz nett, aber auf keinen Fall spannend. Schade, dass es wieder kein "Naked"-Medley gibt, "Naked Eve" wäre doch ganz witzig gewesen!
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4.0 von 5 Sternen nicht genial aber immer noch sehr gut, 2. Juni 2014
Von 
Rounder6 (Alpenrand, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Hallo,
ich schließe mich den Meinungen an, die die Eve als eher "zweitrangiges" APP-Album beschreiben ... aber was heißt das schon?
Mir geht es heute noch so wie damals zur Neuerscheinung des Albums, nur dass ich mir eben heute erklären kann warum: Ich habe damals die Eve weitaus weniger oft angehört als die Pyramid, die I Robot und später dann die Turns of a friendly Card - sie war mir irgendwie im vergleich zu den genannten Scheiben zu "banal". Klar, die Tales of Mystery ... war für mich eh immer schon ein Album, das man hören oder besser erleben muss.
"Banal" muss man glaube ich heute übersetzen mit "weg vom Concept-Album", wie es ja dann auch mit den allen Folgealben der Fall war/ist..
Dennoch, die Scheibe hat(te) irgendwo dann doch wieder ihren Reiz und wurde vor allem durch den Opener "Lucifer" dann allgemein bekannt - und spricht man nun Nicht-Kenner auf APP an, dann ist Lucifer irgendwo immer noch in den Ohren.
Ich belasse es deshalb bei einem 4-Sterne-Album, wenn auch eher an 3 Sterne tendierend.
Das Remaster hängt sich locker an die oben genannten Alben dran. AP hat auch hier einen excellenten Job gemacht - alles extrem sauber, wenn nicht sogar "clean" abgemischt, ohne nun dem allgemeinen Trend zu voluminösen Bässen bzw. einem aufgedunsenen Klangbild zu verfallen. Ich mag es so, wie es ist, hab so ziemlich jeden Vergleich zu Hause (CD-Erstausgabe und diverse Vinyl-Varianten).
Gruß, Rounder6
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5.0 von 5 Sternen Eines der genialsten Alben aus dem Gesamtwerk von Alan Parsons Project, 27. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eve (Audio CD)
Für mich zählen Alan Parsons Project, auch wenn Sie heute kaum noch gespielt werden zu einem der Highlights der Musikgeschichte mit einigen der besten je produzierten Main-Stream Alben, die aber in Ihrer Inszenierung über das gewohnte Main-Stream hinausgehen. Wer sich für Alan Parson interessiert sollte die folgenden fünf Alben unbedingt besitzen. I Robot, Turn of a friendly Card, Pyramide, Tales of Mystery and Imgaination und die hier gezeigte EVE. Alle anderen Werke sind damit weitestgehend abgedeckt und haben nie mehr die Faszination dieser 5 Alben erreichen können. Selbst die äußerst erfolgreiche Eye in the Sky mit dem gleichnamigen damaligen Megahit verblasst dagegen. Für erste Hörerfahrungen mit Alan Parsons Project reicht es allerdings sicherlich auch eine der vielen Best of Alben zu kaufen. Allerdings sind die Einzelalben thematisch sortiert wie z.B. Turn of a friendly card, EVE oder die Hommage an Edgar Alan Poe. Dadurch ergibt sich natürlich eine Gesamtatmosphäre, die durch einzelne Auskoppelungen nicht eingefangen werden kann. Vorsicht ist allerdings bei der genialen Hommage an Edgar Alan Poe zu walten, denn hierzu sollte man die Poe Geschichten ein wenig kennen, als auch sich schon vorab mit Alan Parson beschäftigt haben, sonst könnte die Enttäuschung groß sein. Zurück zu EVE, verspricht alleine schon das Cover mit seinem inspirierenden Motiv interessantes hörenswertes. Die Damen habe ich mir oft beim anhören der LP betrachtet und noch heute strahlt das Bild eine gewisse Faszination auf mich aus. Die Songs sind neben dem genialen, aber schon etwas abgegriffenen Luzifer (aus dem TV bekannt), durchweg hörenswert. Damned if i do und DonŽt hold back werden zu Recht auf CD Auskoppelungen benutzt. Der genialste Song befindet sich jedoch am Ende mit dem von Lesley Duncan (normalerweise hauptsächlich als Background Sängerin tätig mit wenigen eigenen Alben) präsentierten "If i could change your mind". Meines Wissens nach ist dies der einzige Song von Alan Parson Alben der von einer Frau performed wird. Eine geniale Stimme, ein genialer Song und Text schließen damit eine hervorragende Platte aus dem Gesamtwerk von Alan Parson ab. Wenn man sich auf diese Art von Musik einläßt wird man in Ihrer Einfachheit und dennoch Komplexität, mit wechselnden ruhigen und dynamischen Passagen auch innerhalb eines Liedes, sehr viel Freude finden.
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Eve
Eve von Alan Parsons Project (Audio CD - 2008)
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