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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz großes Kino!
Dieser Film, basierend auf dem mit dem begehrten Purlitzerpreis ausgezeichnetem Roman von Harper Lee - in den USA ist "Wer die Nachtigall stört" bis heute eines der bestverkauften Bücher aller Zeiten überhaupt - mit Gregory Peck in der Hauptrolle (der wohl eindrucksvollsten seiner Karriere) als engagierter Vater und couragierter Anwalt zählt zu den...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2003 von robotgeorgie

versus
58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Super Film - leider schlechte DVD-Umsetzung
Der Film aus dem Jahre 1962 ist sehr gut und kann uneingeschränkt empfohlen werden. Leider wurde er technisch lieblos auf DVD umgesetzt. Das Bild ist auf einem Fernseher wohl noch gut anzusehen. Auf der Leinwand zeigt sich aber die mangelnde Schärfe deutlich. Da gibt's andere Filme aus dieser Zeit, die über ein hervorragendes Bild verfügen...
Veröffentlicht am 27. Februar 2005 von W. Müller


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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz großes Kino!, 27. Dezember 2003
Von 
robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Dieser Film, basierend auf dem mit dem begehrten Purlitzerpreis ausgezeichnetem Roman von Harper Lee - in den USA ist "Wer die Nachtigall stört" bis heute eines der bestverkauften Bücher aller Zeiten überhaupt - mit Gregory Peck in der Hauptrolle (der wohl eindrucksvollsten seiner Karriere) als engagierter Vater und couragierter Anwalt zählt zu den ganz großen Meisterwerken der Filmgeschichte Hollywoods: In der rennomierten IMDB International Movie Data Base) findet sich "To Kill A Mockingbird" an der Spitze neben anderen zeitlosen Klassikern wie "Die 12 Geschworenen" oder "Sunset Boulevard". Lange vor "Die Jury" von John Grisham (und der gleichnamigen Verfilmung von Joel Schumacher, mit Sandra Bullock) lieferte dieser Film ein grandioses Plädoyer die Toleranz, ein eindrucksvolles Monument für Zivilcourage.
"Wer die Nachtigall stört", angesiedelt im Amerika der 30er Jahre, ist ein Film über ein zentrales, bis heute existierendes Thema der amerikanischen Gesellschaft, des amerikanischen taates: Rassenhaß, dem Haß auf Farbige. Nachdem der Farbige Tom Robinson der Vergewaltigung einer Weißen angeklagt wird, verwandelt sich die bis dazu friedliche und stille Ortschaft in ein Pulverfaß: Blindwütiger Fanatismus, blinder Rassenhaß beginnen die Gemeinde zu zerstören... .
Der sehr stimmige und spannende Film erhielt 1962 sieben Oscar-Nominierungen in den wichtigsten Kategorien (Film, Regie, Drehbuch, Kamera, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin,
Ausstattung) - zwar war man chancenlos gegen den Monumentalfilm "Lawrence of Arabien" (gegen den sich auch "Der längste Tag" und "Meuterei auf der Bounty" geschlagen geben mußten - ein sehr produktives Jahr für Hollywood mit großen Filmen), dennoch wurde "Wer die Nachtigall stört" für bestes Drehbuch und beste Ausstattung sowie Gregory Peck als bester Hauptdarsteller
ausgezeichnet. Den stimmigen Score zu diesem Film lieferte der begabte Komponist Elmar Bernstein, Produzent war der spätere Regiesseur Alan Pakula. Wunderbar wird die Atmosphäre der Handlungsschauplätze vermittelt, exzellent sind die schauspielerischen Leistungen.
Darüber, und über viele andere Facetten des Films berichtet das äußerst umfangreiche (über 90 Minuten) - und kurioserweise nicht am Cover vermerkte - "Making Of" dieses wunderbaren Films.
Das Bild wurde, speziell für die DVD, aus einem neu angefertigten Original-Kameranegativ abgetastet und bietet - angesichts des Alters des Films - einen hervorragenden Kontrastumfang und eine unglaubliche Plastizität. Ton gibts zwar nur in Mono, dafür in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Insgesamt ein cineastisches Meisterwerk, welches Bestandteil jeder anspruchsvollen DVD-Sammlung sein sollte (Hinweis: Diese Neuauflage der DVD ist übrigens völlig ident zur Erstauflage, lediglich mit neuem Cover ohne "Streifen" oben und unter am Bild, und erstmals von Universal direkt vermarktet).
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer die Nachtigall stört..., 8. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wer die Nachtigall stört (DVD)
Meine Mutter gab mir vor Kurzem das Buch "Wer die Nachtigall stört..." von Harper Lee zu lesen. Wie es so ist, lag es eine Weile herum, denn ich fand nicht die Zeit und Muße dafür. Dann brachte sie mir das Video mit. Ich zögerte lange, es mir anzuschauen, denn ich fürchtete, ich war nicht in der Stimmung für Verfilmungen "hoher Literatur". Irgendwann sah ich es mir dann doch an und war von der ersten Minute an begeistert. Ich habe selten einen Film gesehen, der so sanft aber dennoch ehrlich mit Geschichte umgeht. Er schildert die Begebenheiten in einer Kleinstadt in den Südstaaten vor langer, langer Zeit aus der Sicht von Kindern. Ihr Vater, ein Anwalt, bekommt den Auftrag, einen Schwarzen zu verteidigen, der angeblich eine weiße Frau vergewaltigt haben soll. Natürlich ist der Schwarze schuldig in den Augen der Weißen, und sie würden ihn am liebsten ohne Gerichtsverhandlung lynchen. Das läßt sein Anwalt nicht zu, denn er glaubt an Recht und Gesetz. Und seine Kinder glauben an ihn. Der Film zeigt die ihnen oft unverständliche Erwachsenenwelt ebenso wie ihre ganz eigene Kindheitswelt mit all ihren Wundern, Abenteuern, Ängsten und Problemen. Er beschwört Erinnerungen an meine eigene Kindheit herauf, und doch läßt er die Hauptgeschichte keinen Moment aus den Augen. Das beste, was man über einen Film sagen kann, ist, er wurde mit sehr viel Liebe und Verständnis gedreht. Dieser hier wurde es. Man spürt sie in jeder einzelnen Szene. Obwohl Gregory Peck als Anwalt eine sehr wichtige Rolle spielt, sind die eigentlichen Helden dieses Films die Kinder Scout und Jem auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden. Ich kann diesen Film jedem wärmstens empfehlen, der sich im Herzen noch an seine eigene Kindheit erinnert. Ich habe ihn mir gleich selber zugelegt. (Ich werde mir jetzt wohl doch noch einmal das Buch vornehmen..)
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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leinwand-Poesie, 10. März 2001
Von 
Volker Hartung - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wer die Nachtigall stört (DVD)
Literatur zu verfilmen ist schwer genug; Poesie auf die Leinwand zu transportieren fast unmöglich. Auch wenn man den zu Grunde liegenden Roman von Harper Lee nicht kennt, spürt man, daß dies hier gelungen ist. Beginnend mit einer fast magischen Titelsequenz wird langsam eine Kleinstadt in den Südstaaten der 30er Jahre vor uns ausgebreitet, eine Welt aus Kindersicht, die uns immer mehr in ihren Bann zieht. Ruhige Schwarz-Weiß-Bilder und die hypnotische Musik von Elmer Bernstein erzeugen eine ungeheuer dichte Atmosphäre. Erstaunlich hierbei die jungen Schauspieler, die absolut natürlich agieren: sie "spielen", wie es ihrer Natur entspricht. Wir spüren den steten Wechsel von Neugier und Furcht, wenn es an die Erkundung des Nachbarhauses mit dem geheimnisumwitterten, monströsen Bewohner geht. Und wir erkennen die Wichtigkeit einer Identifikationsfigur, wie sie der Vater und Rechtsanwalt Atticus Finch darstellt. Gregory Peck ist auf der einen Seite der Fels des Anstandes in der Brandung des Rassenhasses, auf der anderen Seite sind seine Gefühle (Angst um seine Kinder, Wut, Verzweiflung, Hoffnung, Dankbarkeit) stets sichtbar, selbst wenn er sich nicht von ihnen leiten läßt. Er spielt hier nicht nur die Rolle seines Lebens, sondern zeigt für mich eine der besten schauspielerischen Leistungen überhaupt, auch wenn Pauline Kael hämisch kolportiert, er habe den Oscar nur gewonnen, weil er einen tollwütigen Hund erschossen und einen unschuldigen Schwarzen verteidigt habe. Bevor man nun den Vorwurf erhebt, hier würden (wenn auch edle) Klischees erzeugt, muß man sich überlegen, daß es 1962 tatsächlich ungeheuer war, daß ein Schwarzer "Mitleid" mit einer weißen Frau zeigte; daß seine Chance tatsächlich sehr gering war, in einem Gerichtsverfahren Recht zu bekommen, wenn seine Aussage gegen die Aussage weißer Zeugen stand. Der schwer übersetzbare Titel "To Kill A Mockingbird" deutet auf das Dilemma von "Gut" und "Böse", und daß Kinder diese zu unterscheiden lernen müssen. Klischee ist lediglich eine einfältige Einteilung aller Menschen in diese Kategorien. Ist der Lynchmob, gegen den Attichus Finch antritt, nun gut oder böse? Man achte auf die unschuldige und doch so weise Antwort, die seine Tochter Scott gibt! Wem der couragierte Anwalt immer noch zu eindimensional erscheint, der sei nochmals an die idealisierende Kindersicht erinnert. Kunst ist immer Abstraktion von Wirklichkeit - auf die Sichtweise kommt es an! Es gibt wenige Filme, die in ihrer Aussage so zeitlos und ihrer emotionalen Wirkung so tiefgehend sind.
Die DVD-Ausgabe dieses Klassikers ist grandios. Das Schwarz-Weiß-Bild ist (gemessen am Alter des Films) makellos, der originale Mono-Ton fast rauschfrei, die Dialoge akustisch gut verständlich. Wer Schwierigkeiten hat, den (gemäßigten) Südstaaten-Dialekt zu verstehen, kann englische Untertitel zublenden. Die Mühe lohnt sich allemal; über die Synchronfassung kann ich daher keine Angaben machen. Vorbildlich die ausführlichen Zusatzinformationen über die Beteiligten, die hier nicht nur Alibi-Funktion haben. Dazu kommt eine 90minütige (!) Dokumentation von 1998 (mit Interviews fast aller Beteiligter), die weder als Werbefilmchen noch als Heldenverehrung daherkommt, sondern ein eigenständiger Versuch ist, beiden Meisterwerken (Buch und Film) in Voraussetzung, Bedeutung und Wirkung künstlerisch näherzukommen. Merkwürdigerweise meint Columbia, es nicht nötig zu haben, Sonderausstattungen ihrer Scheiben auf der Verpackung zu vermerken - um so freudiger manchmal die Überraschung...
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gregory Peck in seiner besten Rolle, 26. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wer die Nachtigall stört (DVD)
Zu Recht erhielt Gregory Peck für seine Darstellung in "To Kill a Mockingbird" einen Oscar und einen Golden Globe, verkörpert er doch den Atticus Finch so überzeugend, dass ihm Harper Lee, die Autorin des zugrundeliegenden Buches, die Uhr ihres Vaters, des "echten Atticus", schenkte. Die darstellerische Leistung ist in diesem Film so brilliant, dass man ganz schnell vergessen hat, dass er "nur" in Schwarz-Weiß und "nur" mono ist. Ein Beispiel dafür, wie wenig die Wiedergabetechnik entscheidend ist, wenn der Film gut ist!
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58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Super Film - leider schlechte DVD-Umsetzung, 27. Februar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film aus dem Jahre 1962 ist sehr gut und kann uneingeschränkt empfohlen werden. Leider wurde er technisch lieblos auf DVD umgesetzt. Das Bild ist auf einem Fernseher wohl noch gut anzusehen. Auf der Leinwand zeigt sich aber die mangelnde Schärfe deutlich. Da gibt's andere Filme aus dieser Zeit, die über ein hervorragendes Bild verfügen. Außerdem wurde das Bild nicht besonders aufbereitet oder restauriert. So blitzen u.a. immer wieder diese schwarzen Flecken auf, die als Signal für den Filmvorführer dienen (vgl. auch "Die neuen Pforten"). Außerdem ist das Bild nicht anarmorph codiert, man hat also kein echtes 16:9-Format, obwohl dies auf der Verpackung versprochen wird. Dort steht auch als Zeitangabe: 93 Min. Der Film dauert aber eine halbe Stunde länger! Auf der eigentlichen DVD wird dann die richtige Zeit angegeben. Daneben wird dort auch angegeben, es handele sich um einen Farbfilm, was natürlich falsch ist. All dies dies zeugt von der Lieblosigkeit der Umsetzung. Aber solche Schönheitsfehler könnte man ja noch verschmerzen, würde die Bild- und Tonqualität stimmen. Sehr störend ist beim deutschen Ton, dass während der Gerichtsverhandlung leise im Hintergrund völlig fremde, gar nicht zum Film gehörende Musik zu hören ist. Dies lenkt gerade in dieser eigentlich sehr intensiven Szene sehr ab. Testet man die anderen Sprachen, stellt man fest, dass dort alles o.k. ist. Sehr schade, dass dieser Klassiker durch die schlechte Technik derart beeinträchtigt wird. Eigentlich gilt: Film = 5 Sterne / DVD-Umsetzung = max. 2 Sterne!
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Deutsche Tonspur auch nach Austausch unbrauchbar!!!, 9. November 2012
Beim deutschen Ton gab es in der Erstauflage von "Wer die Nachtigall stört" Tonaussetzer. Diese wurden durch eine Umtauschaktion in der Tat behoben. Nicht behoben hat man allerdings den Tonfehler, dass ca. ab der 80. Filmminute immer wieder nicht zum Film gehörende Walzer- und Marschmusik(!) in der deutschen (und auch nur in dieser) Tonspur im Hintergrund zu hören ist. Dieser Tonspurfehler setzt immer mal wieder für ein paar Minuten aus, zieht sich dann aber sporadisch durch bis fast zum Filmende!!! WAS SOLL DAS? Einer der besten Filme aller Zeiten wird dadurch geradezu lächerlich gemacht! Und dieser unerklärlich dumme Tonfehler wurde auch bei der ausgetauschten Zweitauflage NICHT behoben! Die Blu-ray von "Wer die Nachtigall stört" ist damit für alle, die den Film in deutscher Sprache sehen möchten, vollkommen unbrauchbar!!!
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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wieder keine Endkontrolle beim deutschen Ton!!!, 3. Februar 2012
So langsam möchte man meinen, es läge ein Fluch auf den deutschen Tonspuren. In der allerwichtigsten Szene dieses Klassikers tritt in der deutschen Tonspur (ca. 01 : 49 ' 41 ") ein Tonaussetzer von 11 Sekunden (!) auf. Völlige Stille, obwohl deutlich sichtbar gesprochen wird. (Ist auch kein Stilmittel, denn auf der DVD, in der TV-Ausstrahlung und auf der Originaltonspur sprechen die Protagonisten sehr wohl!) Es ist wirklich zum Haareraufen, dass es in letzter Zeit wirklich kaum noch fehlerfreie Veröffentlichungen gibt. Das Bild schaut übrigens recht ordentlich aus, wenn auch für meinen Geschmack zu sehr gefiltert. Aber das ist von Universal ja leider nichts Neues. Doch damit könnte ich leben, wenn dieses Manko mit dem Ton nicht wäre. Und das bei einem solchen Meisterwerk, sicher einem der zehn besten Filme aller Zeiten. Und ärgern, und ärgern, und ärgern ...
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grossartiger klassiker, 1. Oktober 2003
Depression der 30er, Rassismus, alleinerziehende Väter, beängstigende Gerichtsverhandlungen, Lügen, Loyalität, Gerechtigkeit, Magie und Mythen der Kindheit, Umgang mit Ängsten - das sind u.a. die aufgegriffenen Themen, die in diesem Klassiker gekonnt und zeitlos in Szene gesetzt wurden. man kann nur eines: immer mal wieder ansehen :o)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dafür wurden DVDs erfunden..., 2. März 2008
Von 
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
... denn diese Edition von "Wer die Nachtigall stört" erinnert (sich und uns) daran, dass ein Film ein Ereignis sein kann. Ganz besonders dann, wenn der Film künstlerisch und ethisch so wertvoll ist wie dieser.

Die Geschichte spielt im Alabama der 1930er Jahre: Der Anwalt Atticus Finch (Gregory Peck) erzieht seine beiden Kinder Scout (bemerkenswert: Mary Badham) und Jem (kaum weniger: Phillip Alford) nach dem Tod seiner Frau allein. Eines Tages wird er gebeten, den Schwarzen Tom Robinson (Brock Peters) zu verteidigen, der der Vergewaltigung einer jungen weißen Farmerstochter beschuldigt wird. Die zunehmend rassistisch aufgeheizte Stimmung in der kleinen Südstaatenstadt wendet sich bald gegen ihn.

Die Geschichte ist fast ausschließlich aus der Sicht der Kinder - neben Scout und Jem deren Sommerfreund Dill - geschildert. Dieser Kunstgriff erweist sich als äußerst klug: Durch die unschuldigen Augen der Kinder werden dem Zuschauer die Zusammenhänge und Zustände - die Ungerechtigkeit gegenüber Tom, die standhafte Integrität ihres Vaters, die Borniertheit der Einwohner - besonders eindringlich deutlich, und zwar ohne dass die Botschaft aufdringlich wirkt. Der Zuschauer wird angehalten, eben mit diesen Kinderaugen auf die Welt zu schauen und zu erkennen, dass sie zwar unter der hübschen Oberfläche keine schöne ist, dass aber trotzdem gute Menschen in ihr leben und sie vielleicht ein bisschen besser machen können.

Wenn man sich den Film wegen gar nichts sonst anschauen sollte, dann allein wegen Gregory Peck. Ich mag Peck in vielen verschiedenen Rollen, aber hier ist er mit der Figur des Atticus Finch wahrhaft eins geworden - und hat völlig zu Recht für seine Darbietung einen Oscar erhalten. Pecks Darstellung ist unglaublich intensiv: seine Wut und Enttäuschung angesichts der Unzulänglichkeit seiner Mitmenschen, seine Würde angesichts der Anfeindungen, seine humorvolle Wärme und Weisheit gegenüber den Kindern, seine pure und charismatische Menschlichkeit - all das fließt mit einer selbstverständlichen Sicherheit und Ruhe aus Pecks Gesten und Worten, dass man die anhaltende Faszination besonders der Amerikaner für diesen Charakter absolut nachvollziehen kann.

Dass der Film ein überaus guter ist, davon kann sich jeder selbst überzeugen; es sind in diesem Fall aber auch die Extras, die diese DVD so wertvoll machen und die allemal das überragen, was sich heutzutage so "Extras" schimpft und aus nichtssagenden, zusammengeschnippelten Interviews voller selbstreferentieller Lobhudelei und anderen sinnvollen Dingen besteht: Unter dem bescheidenen "Making Of" verbirgt sich eine geradezu kunstvolle Auseinandersetzung mit dem Entstehungsprozess des Films; Gregory Pecks Dankesrede anlässlich der Academy Awards sowie die Ehrung mit dem AFI Life Achievement Award sind als kleine Zugaben enthalten; es gibt ein Interview mit Peck und eine lange und durchaus auch private Momente einfangende Dokumentation über den Schauspieler, die nebenbei auch noch einmal den Stellenwert von "To Kill A Mockingbird" verdeutlicht; dazu schließlich noch ein Interview mit der Scout-Darstellerin Mary Badham. Kurz: So stelle ich mir eine gelungene DVD-Edition vor.
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51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer die Nachtigal respektiert, 4. April 2007
Scout und Jem sind die Kinder von Atticus Finch (Gregory Peck). Nach dem Tode seiner Frau lebt der Anwalt mit seinen zwei Kindern in der Kleinstadt Macomb, Alabama. Scout erzählt die Geschichte, die in einem Sommer begann und im darauf folgenden Sommer endete.

In den frühen 30er Jahren, zu Zeiten der Depression, wachsen die Kinder trotz der wirtschaftlichen Not im heißen Sommer des amerikanischen Südens vergnügt und behütet auf. Den unheimlichen Boo Radley, der in dem verfallenen Nachbarshaus wohnt, haben die Kinder noch nie zu Gesicht bekommen. Die Nachbarn erzählen sich wahre Horrorgeschichten über den "Irren". Das regt die Phantasien der Kinder an. Als Mutprobe gilt es, an sein Haus anzuklopfen. Doch immer wieder finden sie kleine Geschenke in einem hohlen Baumstamm nahe Boo Haus.

Da wird der Schwarze Tom Robinson angeklagt, die weiße Mayella Ewell vergewaltigt zu haben, Tochter des bitterarmen Landarbeiters Bob Ewell, der aus seiner rassistischen Gesinnung keinen Hehl macht. Atticus übernimmt die Verteidigung von Tom, obwohl er weis, dass ihm das in der kleinen Südstaatengemeinde nicht nur Freunde einbringen wird.

Vor Gericht wird deutlich, dass Tom Robinson völlig unschuldig ist und in Wahrheit ihr Vater selber sie schwer misshandelt hat, nachdem Mayella versucht hatte, den jungen Farbigen zu verführen. Trotz eines flammenden Plädoyers von Atticus spricht die rein weiße Jury Tom Robinson schuldig. Kurz darauf wird er bei einem Fluchtversuch erschossen.

Der eigentlich schuldige Bob Ewell fühlt sich von Atticus Finch bloßgestellt. Nachdem der friedliebende und grundanständige Atticus sich von dem hasserfüllten Mann nicht provozieren läßt, versucht er sich schließlich, an den Kindern zu rächen. Eines Nachts auf dem Nachhauseweg überfällt er Scout und Jem im Wald. Doch plötzlich taucht ein Unbekannter auf, tötet den brutalen Schläger und rettet die Kinder.

Der von allen gefürchtete Arthur "Boo" Radley ist kein böses Monster sondern in Wahrheit ein stiller, menschenscheuer und etwas autistischer junger Mann, der die Kinder beschützt hat als sie in größter Gefahr waren.

Diese warmherzige und anrührend erzählte Geschichte nach dem Roman von Harper Lee wird vor allem geprägt durch die Oskarprämierte Leistung von Gregory Peck. Er spielt Atticus Finch nicht, er ist es. Es ist die Rolle seines Lebens. Großartig sind aber auch die Nebenrollen, besonders die Kinder besetzt. Natürlich sollte man den Film möglichst im Original anschauen, zu Not mit Untertiteln. Auch wenn der Südstaatenslang mancher Darsteller teilweise schwer zu verstehen ist, so macht er doch einen wichtigen Teil des Kolorits des Handlungsortes aus.

Völlig zu Recht gilt der Film vielfach als einer der 100 besten Filme des 20. Jahrhunderts.

Anders als bei vielen anderen DVD Klassikern tragen die Produzenten Universal Pictures diesem Status in ihrer Oskar Edition" Rechnung. Nicht nur, dass der Film in einer guten Bild- und Tonqualität wieder gegeben wird. Kaum ein DVD Klassiker verfügt über so umfangreiches und interessantes Bonusmaterial wie diese äußerst liebevoll gemachte Ausgabe mit 2 Discs.

Es sind ausführliche Dokumentationen enthalten über die Entstehung des Films und über das Leben und Werk von Gregory Peck, in denen er wunderbare Anekdoten aus seinem Leben erzählt und auf Fragen des Publikums antwortet. Auch viele noch lebende Mitwirkende kommen zu Wort. Die anspruchsvolle historische Einordnung des Themas sowie eine angemessene Würdigung des Romans von Harper Lee, der mit einem Pullitzer Preis ausgezeichnet wurde, zeigen, dass Universal dieser wunderbare Filmklassiker scheinbar wirklich am Herzen lag.

Dass das alles noch zu einem günstigen Preis realisiert wurde, beweist dass es möglich ist, würdige Klassiker DVDs herzustellen, die aufzeigen was das Medium wirklich zu leisten vermag.

Deshalb 10 Sterne: 5 für den Film und 5 für die DVD.
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