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  • Epica
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Kundenrezensionen

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am 4. Mai 2005
Das ist wohl das Album der Amerikaner Kamelot mit dem sie den Durchbruch schafften, endlich zur absoluten Elite gehörten. Und das ist richtig so, denn "Epica" bietet alles, was man von einem guten Album erwartet: hervorragende Musiker, ein grandioser Sänger, progressive Parts und Soli, wunderschöne Balladen, kräftige Powernummern und ein intelligentes Konzept, dass sich geschickt und mit Hilfe kurzweiliger Interludes wie ein roter Faden durchs Album zieht (es inspiriert sich an Goethes Faust). Alles beginnt mit dem "Prologue", der mit Streichern und Fackelknistern Spannung aufbaut und -wer hätte das gedacht- in einen Opener regelrecht ausbricht, der schneller hätte nicht sein können. "Center Of The Universe" ist ein wahrhaftiger Killertrack und schon alleine er rechtfertigt den Kauf des Albums. Selten habe ich einen besseren Up-Tempo Banger gehört. "farewell" macht nur unwesentlich langsamer weiter. Die Stimmung, die bei diesem Song aufkommt ist eine "Magie", die auf dem ganzen Album immer wieder hervorgerufen wird. So auch beim langsamen "The Edge Of Paradise", das von "Opiate Soul (Interlude I)" eingeleitet wird. "The Edge Of Paradise" ist langsamer und irgendwie zähflüssig: auf jeden Fall ein Song, an den man sich erstmal rantasten sollte, der aber zweifelsohne grandios ist, sobald man sich reingehört hat. Das nun folgende "Wander" ist die vielleicht beste Ballade, die ich jemals in meinem Leben gehört habe. Schwer beschreiblich, was hier gemacht wurde, aber dieser Song ist Verzauberung pur...und das ohne Kitsch. Absolut genial, da brauch sich garantiert niemand für die Tränen schämen. Aber auch schon darf es weitergehen: "Omen" ist das zweite Interlude und faded in "Descent Of The Archangel", einer progressiven mit Tempiwechsel bestückten Nummer, die den Hörer mit einer mystischen Grundstimmung in den Bann zieht. "At The Banquet (Interlude III)" halte ich für das einzige Interludium, das man ganz klar hervorheben darf. Schuld daran sind die Akkustik-Gitarren und der wirklich atemberaubende Spannungsaubau, der schließlich in "A Feast For The Vain" explodiert. Die angesprochene Stimmung, trocken und doch irgendwie emotional, die auch in "Farewell" auftrat, darf jetzt nochmal voll zulangen. Es ist schwer zu beschreiben, was gemeint ist, aber jeder der die Lieder hören durfte, weiß was ich meine. "On The Coldest Winter Night" ist eine weitere Ballade, die ebenfalls grandios ist, aber nicht die Klasse vom "Wander" erreicht. Muss sie aber auch garnicht, denn mit den bombastischen Orchester gegen Ende hat dieser Song seine ganz eigene Magie. "Lost And Damned" ist dann mal wieder eine schnellere Nummer, die sehr eingängig ist. "Helena's Theme" mit Frauengesang ist viel zu kurz. Diesmal wird in ein Interlude hineingeleitet, nämlich "Dawn (Interlude IV)". "The Mourning After (Carry On)" schließlich ist ein absoluter Killer, im Mid-tempo gehalten und sehr eingängig. Dadurch wird aber nicht die Komplexität des Songs beeinträchtigt. Nein, dieses Lied hat viele Facetten. Damit ist auch schon der Schluss erreicht. "III Ways To Epica" kann durchaus gefallen, aber vollbringt im Vergleich zum Rest des Albums nichts besonderes, Trotzdem ein gelungener Abschluss.
Auf dem "Enhanced Digipack" ist zudem noch der Bonustrack "Snow" enthalten, ein weitere schnellerer Mid-Tempo Track, der im Stile des ganzen Albums gehalten ist und durchaus gefallen kann. Fans sollten unbedingt reinhören.
Letztendlich ist "Epica" ein Werk, das nur von Kamelot selbst getoppt werden kann. Dieses Album ist nicht einfache Musik, es ist ein Kunstwerk. Wären alle Musiker so, würde unser heutiger Musikmarkt deutlich anders aussehen.
5 Sterne, was auch sonst? Punkt!
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am 23. Januar 2003
Es gibt im Bereich Melodic Metal einige Bands, die die Grenze zum Kitsch oftmals überschreiten und deren Sound sich bei mir schon nach wenigen Hördurchgängen abnützt. Ich denke da insbesondere an eine italienische Band, die ihren Stil typischerweise "Hollywood-Metal" nennt, oder auch Exponenten aus Finnland, deren Sänger in der Regel in unsäglicher Stratosphären-Höhe herumkreischt... Das ist selbstverständlich (wie eigentlich alles in der Musik) Geschmacksache, soll aber zeigen, dass ich Veröffentlichungen dieses Genres nicht unkritisch gegenüber eingestellt bin. Das neue Album von Kamelot bewegt sich nämlich in einer absolut anderen Kategorie! Klar, auch die US-Amerikaner produzieren einen bombastischen, epischen Metal-Sound (siehe Albumtitel...), und die Melodien haben in der Regel einen guten Wiedererkennungswert. Dennoch droht nie das Abdriften in den Kitsch, da das Klangbild insgesamt düsterer, aber auch komplexer ist als bei den meisten anderen Bands des Genres. Zudem ist Roy Khan ein wirklich ausgezeichneter Sänger, der viel zur Stimmung beiträgt (wer mehr von Khan hören will, soll mal in ein Album der Band "Conception" reinhören...).
"Epica" ist ein Konzeptalbum, das sich frei nach Goethe mit dem Faust-Thema beschäftigt. Die Story ist interessant und musikalisch ausgezeichnet umgesetzt. Highlights der CD sind die beiden ersten Tracks "Center of the Universe" und "Farewell", die Ballade "On the Coldest Winter Night" und - mein absoluter Favorit - "Lost and Damned", das sogar mit einem Tango-Rythmus aufwartet. Schade ist "Helena's Theme" nicht noch etwas ausgeweitet worden, die 2 Minuten gehören nämlich zum bombastischsten auf dem ganzen Album.
Alles in allem also ein absolut gelungenes Album, für das ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen kann. Nicht nur Melodic Metal Fans werden begeistert sein, auch Fans von progressiveren Bands wie Symphony X oder Dream Theater können mit der neuen Kamelot im Prinzip nicht viel falsch machen.
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am 15. Januar 2003
Die Speed- Metaller aus Florida um die Frontmänner Thomas Youngblood (Gitarre) und den Norweger Roy S. Khan (Vocals) haben die Linie des Vorgängeralbums fortgeführt. Mit "Karma" hatte die Band ein ausgefeiltes und reifes Album ohne Ecken und Kanten abgeliefert - "Epica" ist ebenso perfekt: keine Ausfälle auf der CD, eine glasklare Produktion in gigantischem Sound und Instrumental- und Gesangsleistungen auf allerhöchstem technischen Niveau. Natürlich geht es weiterhin um viele Up- Tempo- Krachern voller Double Bass und blitzschnellen Gitarrenriffs - auf die Frage, wie sich die Bandmitglieder denn vor einem Gig aufwärmten, antwortete Basser Glenn Barry einst mit "Bier", während Drummer Casey Grillo sich mit Gewichten an den Beinen vorbereiten muß.
Kamelot sind also ihrer Linie treu geblieben und werden mit dem neuen Album keinen einzigen Fan enttäuschen - aber viele hinzugewinnen: die epische Komponente (wie der Titel es schon andeutet) spielt eine große Rolle. "Epica" ist ein Konzeptalbum und richtet sich frei nach Goethes "Faust". Hier sucht die Hauptfigur Ariel nach ultimativen Antworten auf Fragen des Seins. Da er von Gott keine Hilfe mehr erwartet, verkauft er seine Seele an Mephisto, den Teufel. Damit verspielt er jedoch auch seine Liebe zu Helena, die das gemeinsame Kind nach der Geburt tötet und mit ihrer Schuld nicht leben kann. Sie stirbt und kommt zu Gott, während Ariel jedoch verdammt ist, die Ewigkeit mit Mephisto zu verbringen und seine menschliche Schwäche vor Augen geführt bekommen - er konnte der Versuchung der Versprechungen Mephistos nicht widerstehen.
Nach dem für Kamelot- Alben obligatorischen Intro eröffnet "Epica" mit "Center Of The Universe" gleich mit einem Brecher in bester "The Fourth Legacy"- und "Forever"- Tradition. Der einprägsame Song mit seinen zerhackten Double Bass- Passagen und melodischem Chorus wird wohl ganz schnell ins Pflichtprogramm für Liveauftritte Einzug halten - nicht zuletzt wegen des verträumten Breaks, bei dem Kahns Stimme durch eine Gastsängerin unterstützt wird, die die Figur der Helena darstellt.
Mit "Farewell" fügt sich gleich der nächste harte Metalsong an, der durch seine durch Keyboardsounds unterkühlte Atmosphäre besticht.
"The Edge Of Paradise" ist einer der stärksten Songs des Albums: Ein treibender und druckvoller Rhythmus in weniger schnellem Tempo, eine mystische Melodielinie der Lead Guitar mit orientalischen Zügen, ein klasse Chorus, der am Schluß sogar hochmoduliert wird - Gänsehautgarantie!
"Wander" ist eine Ballade, die ruhig beginnt und sich episch weiterentwickelt, bis sie kraftvoll von einem Keyboard- Klangteppich getragen wird. Khans Stimme kommt kraftvoll zum Ausdruck kommt - nie war sie besser!
"Descent Of The Archangel", das mit modernen Klängen beginnt und somit die Vielfältigkeit in der Arbeit der Band präsentiert, zeigt lautmalerische Züge: Zum ersten Mal spricht Mephisto und dementsprechend spannend klingt auch die Strophe. Der Chorus unterstreicht mit seiner absteigenden Melodielinie gelungen das Thema des Absteigens des Erzengels.
"A Feast For The Vain" zeigt sich dramatisch und monumental, auch in Bezug auf das Thema: Mephisto und Ariel treffen aufeinander. Mephistos Sprechgesang wird dem melodiebetonten Ausdruck Ariels direkt gegenübergestellt - ein erster dramatischer Höhepunkt des Albums.
"On The Coldest Winter Night" ist wiederum eine verträumte Ballade, typisch für Kamelot mit Khans emotionalen Tonhöhen - fantastisch und gefühlvoll.
"Lost And Damned" gehört zu den stärksten Passagen des Albums: einer einleitenden, unheimlichen Atmosphäre folgt eine Strophe, die - wirklich wahr - von Tango- Klängen begleitet wird - viel gewagt und alles gewonnen: alles paßt, der Song ist fantastisch!
Nach "Helena's Theme", einem kurzen Solosong für die weibliche Gaststimme, folgt "The Mourning After": ein stampfender, schwerfälliger Rhythmus, monströs, fast brutal, straight wie einst "The Spell" - eine gelungene Stimmungsänderung.
"III Ways To Epica" schließt den Kreis zum Opener "Center Of The Universe": Ein schneller Double Bass Song; Khans Parts werden von der Gastsängerin jeweils fortgeführt und so in der Story Ariels Klagerufe durch Helenas Aussagen erwidert.
"Epica" ist präzise, fantastisch, weckt Bilder im Geist des Zuhörers, ist gespickt mit vielen musikalischen Einflüssen, ist leicht verdaulich und dennoch progressiv angehaucht, sitzt schon beim ersten Hördurchlauf und gibt doch bei jedem Mal weitere Details zu erkennen.
Die Limited Edition bringt es mit dem Bonussong "Snow" auf 57 Minuten und liefert ein Tribal- Tattoo mit Kamelot- Symbol sowie ein PC- Programm mit: Man wird grafisch sehr ansprechend ins "Castle of Kamelot" geführt, wo man eine Bedienoberfläche zum Abspielen der CD findet. Außerdem gibt es hier einen Online- Shop, alle Album- Lyrics, eine Gallery, eine Biography und "The Secret Of Epica": Klickt man die Schatztruhe an, so gelangt man nach erfolgreichem Abschneiden bei einem kleinen Quiz zu einem Audio- Interview mit Thomas Youngblood über die Bedeutung des neuen Albums.
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am 24. Januar 2003
Musik ist bekanntlich immer eine subjektive Sache. Darum werde ich mich darauf beschränken, kurz zu beschreiben, was den Käufer hier erwartet.
Mit "Epica" liegt ein sehr sanftes, beinahe schon zu glasklar produziertes Melodic-Metal-Scheibchen vor. Es gibt zwei Balladen, einen Song mit Frauengesang und auch in andere Lieder wurden ruhigere Passagen eingearbeitet.
Der Produktion hört man deutlich an, dass Sascha Paeth/Miro dafür verantwortlich waren (Rhapsody).
Wer erdigere Töne und eine kräftigere Produktion mag, bzw. unter Metal immer noch deftige Musik versteht, sollte von "Epica" auf jeden Fall die Finger lassen.
Wer (auch) sanftere Töne mag, auf Atmosphäre Wert legt und sich nicht davon stört, eventuell auch mehrere Durchläufe für eine Platte aufzuwenden, bis sie vollends zündet, könnte hier richtig liegen. In dem Fall bekommt er eine zauberhafte, vielschichtige und verträumte Musik, die einen nicht mehr so schnell aus ihrem Bann lässt.
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am 3. Januar 2003
Friends, we are with one of the most inmense albums of the last times. Kamelot has known surpass if same, which is not far from easy, if we consider that it's previous cd "Karma" already was a masterpiece.
With "Epica" the class has return, personality, elegance and feeling in maximum potence: all it combined with effectiveness, power, majestic arrangements, the work of fantastic musicians and composers allied with a luxurious vocalist and great charisma. Before adorning in more adjectives, I have to say that the production made by Sascha Paeth and Miro is perfect.
Rafabasa
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am 11. Februar 2003
Mit "Epica" lifern Kamelot wieder mal ein Hammeralbum der allerersten Güteklasse ab. Schon beim eigentlichen Opener "Center Of The Universe" knallt einem der altbewährte Kamelot-Rhythmus so richtig schön aus den Boxen entgegen. Und in dieser Tonart geht es weiter: "Farewell", "Edge Of Paradise", "Wander" (Kilerballade!), "Lost and Damned", um nur einige zu nennen - saustrake Melodien, abwechslungsreiche Tracks und das ganze wieder mal hervorragend abgemischt!
"Epica" ist alles in allem wieder ein sehr abwechslungsreiches Album, bei dem man immer wieder neue Feinheiten entdeckt. Kaum eine Nummer läßt sich durchgehend in eine Schublade stecken, dafür sorgen unzählige Tempi- und Rhythmuswechsel. Da haben Kamelot dem Mitbewerb die Latte mal wieder ganz schön hoch gehängt, Daumen hoch!
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Die US-Prog-Metal-Band Kamelot beglückt uns wieder mit einem neuen Output, produziert von Sascha Paeth und Miro, die ja bekanntermassen auch für Rhapsody hinter dem Studio-Mixer stehen. Zwar ist auch 'Epica' (wie schon der Vorgänger 'Karma') soundmäßig nicht gerade der Brüller (eigentlich komisch, denn bei Rhapsody bekommen es die Jungs ja auch hin), doch musikalisch haben Kamelot noch einen Zahn zugelegt, wobei ich aber ein kleines bißchen negativ anmerken muss, dass sich Sänger Khan zwischenzeitlich ganz schön in den Vordergrund singt. 16 Songs plus ein Bonustrack (inklusive ein paar Zwischenspielen) machen die Scheibe aber zu einer der besten CDs, die die Jungs bis jetzt aufgenommen haben. Kamelot-Fans werden sowieso blind zugreifen (und machen dabei auch wahrlich keinen Fehler) ... und alle die Kamelot bis jetzt noch nicht kennen, könnten mit 'Epica' den richtigen Einstieg schaffen.
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am 24. Januar 2003
Kamelot konnten sich bereits mit ihren ersten Studioalben in der Metalszene etablieren. Mr. Thomas Youngblood (guitars) galt von Beginn an als musikalisches Genie, das immer wieder auf der Suche nach neuen musikalischen Welten war. So traf Thomas folgerichtig auf Sänger Roy Khan, der sich mit seiner früheren Combo CONCEPTION bereits erste Lorbeeren verdient hatte und im Underground daher schnell einen sehr guten Ruf einheimsen konnte. Spätestens seit ihren letzten beiden genialen Studioalben „The Fourth Legacy" und „Karma" sind Thomas und Khan bei Kamelot ein geniales Songwriter-Team und damit nicht mehr aus der Welt der härteren Klangcollagen wegzudenken. Aber selbstverständlich sind auch die anderen Jungs Casey Grillo am Schlagzeug und Glenn Barry am Bass eine sichere Bank und tragen somit genauso zum Erfolg bei. Mit „Epica" beschreiten Kamelot allerdings erstmals neue Wege und legen ein Konzeptalbum in den vorweihnachtlich geschmückten CD-Player. „Epica" ist auf alle Fälle kein Album für eine Nacht. Nein, wer sich mit dem neuen Kamelot-Album einlässt, muss automatisch damit rechnen, eine längere musikalische Beziehung einzugehen. Thomas und seine Jungs erzählen eine schöne Geschichte über unglücklich Verliebte (Ariel und Helena), die es irgendwie nicht schaffen, sich doch zu bekommen und das alles mit tragischem Ausgang. Kamelot nehmen die hohe Kunst der Literatur zum Anlass, denn als Vorlage für „Epica" diente der von mir als Schüler schon nicht gerade umschwärmte „Faust", mit dem sich Johann Wolfgang von Goethe sein künstlerisches Denkmal setzte. Die Umsetzung dieser tragischen Geschichte ist natürlich auch in musikalischer Hinsicht absolut gelungen. Nach einem etwas unheimlichen „Prologue" als Intro strecken Kamelot mit ihrem Opener „Center Of The Universe" das Metalschwert herzerfrischend und voller Power nach vorne. Nach so einem Song, der auch seine ruhigen Momente aufweist und daher mehr als abwechslungsreich ist, dürfte jedem bewusst sein, dass es hier definitiv kein „vorzeitiges unkontrolliertes Drücken der Stop-Taste" geben kann. Auch „Farewell" lässt nichts anbrennen und die tragische Geschichte nimmt seinen Lauf. Ich denke, solch großartige Kompositionen wie „Edge Of Paradise", in der mit einem schönen Chor die Dramatik zusätzlich unterstrichen wird, oder „On The Coldest Winter Night" sprechen eine eindeutige Sprache, was die Klasse und Professionalität angeht, die sich Kamelot in den letzten Jahren hart erarbeitet haben und mit dem Produzentenduo Sascha Paeth und Miro im Rücken kann sowieso nicht viel schief gehen. Wenn bei „Wander" selbst dem wildesten Metalfreak nicht warm ums Herz wird, dann sollte er die Hoffnung auf innere Wärme endgültig aufgeben und sich doch lieber für eine Standheizung von Auto Meier entscheiden. Die stimmliche Darstellung der reinen und (fast) unschuldigen Helena übernimmt eine Lady namens Mari Titania, die ihre Sache mehr als überzeugend macht und die perfekte Ergänzung zu Khan darstellt. „Lost & Damned" besticht vor allem durch die interessante instrumentale Besetzung, die diesem coolen und tragischen Song ein ganz besonderes Flair verleiht. Als Gäste durften Kamelot auch Luca Turilli und Ian Parry (Ian spricht das „Interlude IV") auf „Epica" begrüßen. Nach dem traurigen „Helenas Theme" geht es mit „The Mourning After" wieder zur Sache, einfach wunderschön. Wer sich heutzutage noch länger als eine halbe Stunde für ein Metalalbum Zeit nehmen will, der ist bei Kamelot vollkommen richtig. „Epica" ist mit Sicherheit ein überzeugender Meilenstein in der bisherigen Bandgeschichte von Kamelot. Hätte es dieses Album schon vor etwa zwölf Jahren gegeben, dann hätte ich „Faust" in meiner Schulzeit auch viel lieber genossen. Mit „Epica" ziehen Kamelot an den anderen Veröffentlichungen vorbei und sichern sich die Pole Position
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am 10. Mai 2008
Kamelot wurde bei mir in letzter Zeit wieder aktuell weil ich mir endlich mal die Zeit genommen habe "The Black Halo" mehrere male durch zu hören. Dieses Album stand nämlich schon seit 2-3 Jahren in meinem Schrank rum und staubte (leider) richtig schön ein. Als ich dann erkannte wie gut doch deren Musik wirklich ist begann ich mehr von der Band zu ordern. Heute möchte ich ein paar Zeilen zu meinem derzeitigen Highlight schreiben.

Obwohl ich noch nicht alle Alben der Band besitze denke ich wie viele andere hier dass dieses mit eines der besten sein ist/sein dürfte. Die Songs sind alle komplex & dennoch melodisch aufgebaut. Die Arrangements sitzen, Khans charismatische Stimme sowieso, was will man mehr?Von anfang an bekommt man nahezu ohne Ausfall ein wirklich ausgereiftes & durchdachtes Album geboten. Der Mix zwischen härteren & ruhigeren Tracks ist auch gut gelungen.

Fazit: Man kann "Epica" wunderbar am Stück durchhören und findet es beim nächsten Durchlauf immer noch genial. Was ich Beispielweise von Rhapsody(um jetzt mal eine Vergleichbare Band zu nennen) Songs nicht behaupten kann. Bei denen nerven mich irgendwann einfach nur noch dass rumgfiedel und die Keys. Kamelot spielt da doch schon in einer anderen Liga. Hier kann man die Matte schütteln & auch mal die Seele baumeln lassen, ganz ohne Nervgefiedel und Rumgeleier. Von daher gesehen gibt's von mir auch eine Verneigung & die verdiente Höchstnote: volle 5*****
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am 19. Januar 2003
...ist aufgegangen und erstrahlt in seiner ganzen blendenden Schönheit. Kamlot, die seit "Karma" zum Who's Who der Metalszene gehören, zeigen mit "Epica" entgütlig ihre Klasse. Was hier geboten wird ist einfach unglaublich. Kamelot zelebrieren auf "Epica" progressiven Powermetal erster Klasse. Druckvolle, harte und dabei hochmelodiöse Stücke wie "Center of the universe", "Descent of the archangel", "Farewell", "Lost & damned" und "The mouring after" sind genauso vertreten wie wunderschöne Balladen der Marke "Don't you cry" (von Karma) wie beispielsweise "Wander". Einfach zum Träumen schön. Großen Anteil an dem fantastischen Hörerlebnis hat aber auch der Sänger, dessen Stimme wohl einmalig im Genre ist.
Wer braucht noch Rhapsody wenn es Kamelot gibt? Zumal die Band es versteht ohne penetranten Keyboardeinsatz eingängige Stücke zu komponieren ohne ins Kindergartengenre abzurutschen. Diese Wahnsinnsscheibe ist ein ganz heißer Anwärter auf das Album des Jahres. Kaufen!!!
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