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5.0 von 5 Sternen Industrial at its best, 23. November 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nihil (Audio CD)
Obwohl "NIHIL" das wohl komerziellste Album der Mannen um Mastermind Sascha Konietzko ist, stellt es für mich doch das beste dar, was die Ausnahme- und Kultkombo KMFDM bisher auf den Markt gebracht hat.

Jeder der 10 Songs ist massiv treibend, straight und aggresiv, dabei aber doch so eingängig, daß einem die Melodie im Kopf bleibt und der Wiedererkennungswert sehr hoch ist.
Als bekanntestes Beispiel dürfte hier der bisher größte "Hit" Juke Joint Jezebel dienen.

Die Kommerzialität des Albums zeigt sich unter anderem auch darin, daß diverse Titel für die Soundtracks mancher Filme verwendet wurden wie z.B. Bad Boys, Mortal Kombat und Street Fighter Animatet Movie.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen NIHIL -- Put your cards on the table!, 7. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Nihil [Vinyl LP] (Vinyl)
Wer sind KMFDM? Man weiß es nicht so genau. Fest steht: KMFDM sind nicht irgendwer. KMFDM pendeln irgendwo zwischen wohlbekannt und legendär. KMFDM sind harder than the rest. Und machen verdammt geile Musik. Die Industrial Rock-Truppe um Sascha K., die mittlerweile ihr Lager wieder in Deutschland aufgeschlagen hat, bringt mehr Output als fünf bis zehn andere Bands zusammengenommen und haut im Rahmen dessen stets neue und hochwertige Stücke raus. Und selbst für armselige Schrate wie mich, der ich nicht zuletzt aufgrund der Ungnade der späten Geburt viel zu lange Zeit in Unkenntnis dieser einzigartigen Band lebte, gibt es noch Hoffnung. ;) Mein Glück, die originale '95er-Vinyl der NIHIL günstig zu ergattern, war dahingehend natürlich ein Schritt in die richtige Richtung und hat sich auch voll und ganz ausgezahlt, denn der bisweilen als bestes Werk der Band eingestufte Longplayer macht vieles, aber keine Gefangenen. Insgesamt weiß der knalharte Sound zu gefallen, sowohl Freunden des Elektronischen als auch Metal-Jüngern, sofern man open-minded an das Ganze herangeht. :) Beim ersten Durchhören fällt sicherlich auf, dass die Songs thematisch recht martialisch gehalten sind; und nicht ein einziger "Hey, wir sind voll cool!"-Track im Stile von Sucks, Light, ADAW, Intro usw. findet sich auf der Tracklist. Doch dies soll der Qualität, Markenzeichen hin oder her, keinen Abbruch tun, ist NIHIL doch, obgleich nicht mehr ganz so wunderlich und extrovertiert wie die ganz frühen Stücke, ein innovatives und vielfältiges Album, versehen mit einer guten Portions des sprichwörtlichen inhaltlichen roten Fadens. Doch wie könnte man eine LP besser vorstellen als über ihre Songs? Aus diesem Grunde folgt nun ein maßlos langes Kurzreview der einzelnen Stücke, an dessen Ende hoffentlich für jeden Leser der Kauf des Albums auf dem Plan stehen wird. ;)

-- A-Seite --
Ach du liebe Zeit, da stehe ich am Anfang direkt vor der größten Hürde. ULTRA. Der Opener der Platte ist ein Song, mit dem ich nie so besonders viel anfangen konnte, obwohl ein Freund von mir ihn abgöttisch verehrt-- doch selbst nach intensivem Reinhören kann ich mir nicht mehr als ein "Ganz nett..." entlocken. Wenn ich sehr fies wäre, würde ich sogar sagen: Gut, dass es gleich zu Anfang kommt, dann hat man's schnell hinter sich. Aber ich bin natürlich nett und sage: Es ist ein Song, den ich nicht überragend finde, aber er reicht allemal, um auf das Kommende einzustimmen, denn es folgt die bekannte Single-Auskopplung JUKE JOINT JEZEBEL, an der sich schon mancher Fan der ersten Stunde aufgrund erhöhter Poppigkeit verschluckt haben soll, doch das Stück fügt sich voll und ganz in den inhaltlichen und musikalischen Rahmen ein. Gehypet? Mag sein. Schlecht? Auf keinen Fall! FLESH hingegen geht, wie ich zugeben muss, meist eher an mir vorbei. Es ist hierbei zwar keineswegs ein schlechtes Stück, aber für meine Begriffe der unauffälligste Song, den NIHIL zu bieten hat. Doch das macht Track Nummer Vier, das brutale BEAST, direkt wieder wett: Der leise, unauffällige Anfang schlägt über in eine textliche Glanzleistung, und so sehr manch einer KMFDM auch vorwerfen mag, es mit der Verwendung von Phrasen und Sprichworten in ihren Songs hin und wieder zu übertreiben, mit diesem Song liefern sie einen straffen, vor Kraft nur so strotzenden und gleichzeitig äußerst originellen Text ab, der einen doch sehr dazu verführt, seiner dunklen Seite freien Lauf lassen zu wollen und dessen kompromisslose musikalische Untermalung noch weiter zu diesem Bedürfnis beiträgt. Zählt definitiv zu meinen Favoriten! TERROR bildet dann den Abschluss der ersten Hälfte von NIHIL und weiß das bisherige Hörerlebnis in einer locker-flockigen Polit-Rebellions-Nummer mit schräger Bridge und passenden Samples abzurunden. Halfway through, weiter geht's

-- B-Seite --
Der zweite Teil dieses Machwerks beginnt mit dem sowohl textlich als auch musikalisch äußerst rebellisch voranpreschenden SEARCH & DESTORY, welches seiner relativen Kürze zum Trotz einer der kraftvollsten Songs auf NIHIL ist und den Metaller in mir stark zum Headbangen einlädt. Ein abrupter Wechsel stellt das darauf folgende DISOBEDIENCE dar, in dem KMFDM das Tempo erst einmal gehörig runterschrauben und eine wahrlich groovige Nummer mit wunderbar artikulierten Vocals (vor allem in den Strophen!) darbieten, bei der ich einfach nicht stillsitzen kann und ohne Umschweife mitwippen muss. REVOLUTION glänzt im Anschluss und bietet einen wunderschönen Zwischen- bzw. Endpart (obwohl ich gestehen muss, die spätere B-Seite "Revolution II" noch eine Ecke besser zu finden, aber das tut der Begeisterung selbstverständlich keinen Abbruch). Es folgt: BRUTE. Mensch, da bin ich wirklich hin- und hergerissen. Einerseits zwar ein Song ohne größere musikalische oder textliche Schwächen, aber andererseits nehme ich bis auf den wirklich sehr hübsch getexteten Refrain nichts vom Hören mit. Geht bei mir nicht so unter wie FLESH, ist aber auch nicht das herausragendste Highlight, doch der geneigte Audiophile wird zum Ende hin selbstverständlich nicht enttäuscht. Den offiziell letzten Song mit dem vielsagenden Namen TRUST empfinde ich als einen der besten Tracks der Platte (vielleicht ist es sogar DER beste, wer weiß...?), nicht nur aufgrund der Intonation der Strophen und des coolen Refrains mit hoher Ohrwurm-Gefahr, sondern auch aufgrund der wirklich großartigen Lyrics, des orchestralen Breaks und der famosen Backing Vocals von Dorona Alberti. Ein echter Knaller zum Abschluss, wie man es sich von einem so mächtigen Album auch wünscht. Der eine Weile später folgende, titelgebende Hidden Track NIHIL ist rein instrumental gehalten und bildet einen knackigen, krachig-industriallastigen Ausklang, nach dessen Ende man -- ihr ahnt bestimmt schon, was jetzt kommt -- die Platte direkt wieder umdrehen und noch einmal von vorne anhören möchte. ;)

In diesem Sinne: Volle Punktzahl für NIHIL. Hold on to your trust!
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4.0 von 5 Sternen sehr "böse"! Trotzdem nicht das beste!, 15. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Nihil (Audio CD)
NIHIL ist unbestritten ein gutes KMFDM Album!
Allerdings gibt es von KMFDM kein schlechtes Album, daher ist NIHIL meiner Meinung nach nur ein durchschnittliches KMFDM Werk!
Hört man sich ANGST, XTORT, WWIII, ADIOS oder auch das aktuelle BLITZ an, wird einem schnell bewusst, das die Mischung aus kämpferisch-ungestümen und niederstampfenden-rythmischen Titeln den KMFDM Sound am ehesten ausmachen!
Eine deratige furiose Mischung findet sich auf NIHIL aber nicht wirklich!
Die Ausnahme bietet hier ULTRA, JJJ, FLESH, BEAST (das m. E. beste Stück auf dem Album) und Dis-O-BEDIENCE! Ansonsten klingt die Produktion etwas zu glatt!
NIHIL ist zudem im wahrsten Sinne des Wortes sehr nihilistisch! Ich kenne kein weiteres KMFDM Album das derart humorlos und sarkastisch daherkommt und die für KMFDM so typische Ironie vermissen lässt!
Daß NIHIL ein absolutes Ausnahmewerk von KMFDM ist, merkt man noch daran, dass Konjetzko und Esch die Titel ausschließlich in englischer Sprache gehalten haben!
Ansonsten natürlich ein Meilenstein, das vom ersten bis zum letzten Ton rockt und jeder, der meint sich im Industrial-Rock auszukennen, sollte hier mal reingehört haben!
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Nihil
Nihil von KMFDM (Audio CD - 2007)
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