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VINE-PRODUKTTESTERam 8. September 2007
Seit Mitte der 70er Jahre ist Graham Parker ein Garant für energiegeladenen Rhythm & Blues und seelenvolle Balladen. Er ist ein Überlebender falscher Marketing-Strategien, denn am Anfang seiner Kariere wurde er unter New Wave eingeordnet, obwohl er nie zu dieser Szene gehörte. Aber er blieb am Ball und veröffentlichte mehr oder weniger regelmäßig meistens gute bis sehr gute Alben. Und da sich Qualität früher oder später durchsetzt, ist er heute noch gefragt und hat beim kantigen Americana-Label "Bloodshot Records" eine neue Heimat gefunden. Er passt gar nicht so schlecht zu seinen ruppigen Label-Kollegen wie den Waco Brothers, Yayhoos oder Bottle Rockets, denn er hat sich eine gewisse raue Ungeschliffenheit bewahrt. Seine schnoddrige Stimme beißt sich sehr reizvoll mit den vor hooklines nur so strotzenden Songs. Gleich die ersten beiden Nummern ("I discovered America" und "Englands latest Clown") gehören zum Besten, was Graham Parker je geschrieben hat. Es sind hochmelodische Songs, die sich direkt in die Gehirnwindungen schrauben und dort festsetzen. Im weiteren Verlauf spielt Parker seine ganze Erfahrung und Bandbreite aus. Seine Lieder loten das Spannungsfeld zwischen gefühlvollen Nummern und trockenen Rockern aus, ohne angepasst zu wirken und beliebig zu werden. Dabei bilden Einflüsse aus Soul, Blues und Folk die Basis, auf der Graham Parker seine persönlichen Ausgestaltungen vornimmt. So flirtet "Ambiguous" unbekümmert mit Vorkriegs-Schlagern a la Andrew Sisters. "The other side of the reservoir" ist eine Ballade, auf die Elvis Costello oder Bruce Springsteen stolz wären, hätten sie sie geschrieben. Das eingängige "Hard side of the rain" eignet sich vortrefflich, um damit einen verregneten Vormittag aufzuhellen. Parker ist kein Innovator, aber er bietet Energie, Emotionen, perfektes Handwerk und Kompositionen mit hohem Wiedererkennungswert. Die CD "Don`t tell Columbus" bietet eine willkommene Gelegenheit, Graham Parker neu für sich zu entdecken.
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am 2. November 2009
Noch vor Elvis Costello, Joe Jackson und Paul Wellers The Jam gab es Graham Parker. Er beackerte (durchaus innovativ) das gleiche Feld. Nur vermarktete die Musikindustrie im Jahr 1977 die Erstgenannten unter dem Banner "Punk & New Wave" und damit zeitgemäß.

Mit Ex-Musikern von Brinsley Schwarz und Be-Bop Deluxe als The Rumour glückte Graham Parker mit "Howlin' Wind" bereits im März 1976 ein fulminanter Start. Doch erst die Jack-Nitzsche-Produktion Squeezing Out Sparks" transferierte 1979 die auf schweißtreibenden Tourneen eingeschliffenen R&B- und Pubrock-Riffs auf Parkers viertem Studioalbum zu einem Meisterwerk. Dabei erging es Graham Parker wie in den Sechzigern Van Morrison und The Yardbirds. Vor allem die US-Amerikaner wollten ihn hören, und so verschlug es ihn ab 1980 mehr oder minder dauerhaft über den Atlantik.

Das neue Jahrzehnt hatte mit einem rootsy Old-School-Sound wenig am Hut. Und im Rahmen dessen ging Graham Parker wie andere auch einige faule Kompromisse ein. Mit Beginn der Neunziger besann er sich und kehrte zu alter Form zurück. Seit "Struck By Lightning" (1991) hat er ein beachtliches Werk vorgelegt, das 1995 mit "12 Haunted Episodes" erneut einen großen Akzent setzte. Doch die Resonanz des Publikums und der Kritiker blieb für den ad acta gelegten Pubrocker äußerst spärlich. Es brauchte erneut ein frisches Jahrzehnt, damit ein kreativer Odem den Herrn zum Songschreiben beflügelte.

Doch seit 2004 hat Graham Parker in rascher Folge drei Alben publiziert, die zu den Höhepunkten seiner Laufbahn gerechnet werden müssen - in einer zudem qualitativ ansteigenden Kurve. "Your Country" (2004), "Songs Of No Consequence" (2005) und "Don't Tell Columbus" (2007) zählen zum Besten, was die Riege der in die Jahre gekommenen Stars der Sechziger/Siebziger aktuell abgeliefert hat - Bob Dylan, Loudon Wainwright III und Elvis Costello inbegriffen, die musikalisch ja zur Nachbarschaft zählen. Kompromisslos eigenwillig, textlich brillant und im besten Sinn Dylanesque, energetisch pulsierend wie der gewesene "angry young man" und mit einem seit eh und je gewachsenen Gespür für Arrangements und Songwriting trumpft Graham Parker auf wie kaum jemals zuvor.

Inzwischen kann sich auch die internationale Kritik nicht hinter der üblichen Philisterei verstecken: "Parker is in full smartass mode on these songs, the band is having a rambunctious good time, and Don't Tell Columbus is a very early contender for Album of the Year." So schrieb Andy Whitman im März 2007 gleich nach Erscheinen von Don't Tell Columbus" für das "Paste Magazine".

Die stilsichere Vielfalt und der Reichtum an Themen und Bezügen, zudem der Autor selbst sprechen auf "Don't Tell Columbus" gänzlich für sich: "In a system so advanced/ That it runs on blood/ And it works by chance." Graham Parker, Love Or Delusion, 2007
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