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In den 1950er Jahren waren die Opern-Querschnitte der deutschen Electrola, einer EMI-Tochter, in unserem Sprachraum sehr begehrt. Für Gesamtaufnahmen fehlte den meisten Musikfreunden das nötige Kleingeld, und vor allen Dingen kannte man von den Aufführungen im heimischen Stadttheater die meisten Werke besser in der deutschen Übersetzung als in der Originalsprache.
So erschien 1960 dieser TOSCA-Querschnitt, der im September 1959 in der Berliner Grunewaldkirche, einem damals beliebten Aufnahmestudio, unter der Regie von Fritz Ganss aufgezeichnet wurde. Dankenswerterweise enthält er alle wesentlichen Stücke der Oper und ist streng chronologisch angeordnet.
Zunächst ist die Besetzung der Titelpartie mit Lisa della Casa nicht hoch genug zu loben. Die Schweizer Sängerin, die auch an etlichen hochkarätigen Mozart-Aufnahmen von der Wiener Staatsoper (Decca) mitgewirkt hat, überzeugt auf der ganzen Linie. Sie singt die Partie nicht nur, sondern bringt auch ein spürbares Engagement für die Rolle mit. Das berühmte Gebet aus dem 2. Akt "Nur der Schönheit weiht ich mein Leben" gestaltet sie souverän und rührend zugleich. Für mich ist das die schönste deutsche Version dieser Arie. Aber auch sonst ist Lisa della Casa der Glanz- und Mittelpunkt dieser Zusammenstellung.
Weit weniger gefällt mir Rudolf Schock als Cavaradossi. Er ist zwar, wie immer, um textdeutliches Singen bemüht, aber die hohen Töne kommen doch teilweise sehr gepreßt und gestemmt. Seine beiden berühmten Arien im 1. und 3. Akt bringt er mit Anstand über die Runden, aber insgesamt scheint er mir für die Rolle deutlich überfordert.
Ein wesentlich besseres Bild gibt dagegen Josef Metternich als Scarpia ab. Vielleicht ist sein Porträt ein wenig eindimensional in Richtung Hinterhältigkeit und Bösartigkeit, es fehlen die leiseren Zwischentöne, aber seine Rollengestaltung ist im ganzen überzeugend und stimmlich einwandfrei.
Die übrigen Rollen sind alle ordentlich besetzt. Als Mesner hören wir hier Wilhelm Strienz, der sich zwischen den Weltkriegen vor allen im Berliner Rundfunk auch in der Unterhaltungsbranche einen Namen gemacht hatte. Obwohl stimmlich nicht mehr taufrisch, ist er eine adäquater Vertreter dieser etwas komischen Partie.
Der Chor der Städtischen Oper Berlin (Choreinstudierung: Hermann Lüddecke) ist bestens in Form, das Te Deum zum Ende des ersten Aktes kann zu den Höhepunkten des Querschnitts gezählt werden. Berislav Klobucar dirigiert temperamentvoll und mit hörbarer Opernerfahrung die Berliner Symphoniker, die ihre Sache ebenfalls gut machen.
Klangtechnisch ist nur Positives zu vermelden, wenn man der frühen Stereo-Aufnahme ihr Alter auch anmerkt. Aber alles klingt durchsichtig und recht räumlich. Die Textbeilage glänzt durch ein schönes, ansprechendes Cover, aber leider besteht der ganze Inhalt nur aus Werbung. Kein Wort zu Werk und Aufnahme.
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am 30. Oktober 2007
Dieser Querschnitt ist bestimmt für Anhänger des Operngesanges in Originalsprache nicht geeignet, da die Übersetzung gewöhnungsbedürftig ist. Die künstlerische Leistung ist jedoch, gerade im Fall von della Casa, herausragend. Aber auch Rudolf Schock steht nicht nach und leistet gerade in den Duetten mit ihr hervorragende Arbeit (Dynamik, Ausdruck, Timbre). Da stören auch die zwei etwas gestemmten Töne in den Arien nicht. Wer diese CD bekommen kann, soll schnell zugreifen!
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am 22. Mai 2007
Eine wirklich sehr gute Tosca von Lisa Della Casa, leider mit einem überforderten Rudolf Schock als Cavaradossi und einem sehr rauhen Scarpia von Josef Metternich, was den Gesamteindruck der Aufnahme doch mindert.

Für eingefleischte Fans der Della Casa aber zu empfehlen.
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