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TOP 500 REZENSENTam 26. Februar 2014
Ludwig van Beethovens Egmont-Ouvertüre und Johannes Brahms' erste Sinfonie unter Christian Thielemann, das klingt verlockend. Der Berliner mit der Vorliebe für die deutsche Klassik und Romantik dirigiert die Münchner Philharmoniker, die Werke wurden im Juni 2005 aufgezeichnet. Inzwischen sind beide in neueren Aufnahmen erschienen, Egmont im Rahmen des Wiener Beethoven-Sinfonien-Zyklus' und die Erste im Zusammenhang mit dem Dresdner Brahms-Sinfonien-Zyklus, beide auf DVD.

Für die Besprechung der hier vorliegenden Interpretationen möchte ich einerseits diese neueren Aufnahmen heranziehen, andererseits aber auch mit den Referenzen des größten Romantikers am Pult, Wilhelm Furtwängler, vergleichen – ansatzweise zumindest. Diese Gegenüberstellung scheint mir hier reizvoll.

EGMONT – Thielemanns Einstieg ist wie ein stechender Schmerz, ein Aufschrei. Hier ringt ein Egmont mit seinem Schicksal, Unversöhnlichkeit mit Versöhnung. Am Ende erklingt dann eine strahlende, aber auch erlösende Siegessinfonie. Die Janusköpfigkeit der Ouvertüre wird sehr gut herausgearbeitet, während Thielemann dem Stück zugleich zahlreiche zauberhafte Zwischentöne entlockt, die die Partitur jenseits dieser Zerrissenheit regelrecht aufblühen lassen. (5 Sterne)

Der Münchener ist im Vergleich zum Wiener Mitschnitt von 2009 ein wenig härter, drastischer. Ihm fehlt das Weiche des Klangs der Wiener Philharmoniker, was in diesem Fall kein negatives Moment ist. Furtwänglers legendäre 1947er Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern, die das Drama unerhört und unvergleichlich zuspitzt, wird von Thielemanns Interpretation allerdings nicht erreicht. Sie strebt auch nicht danach. Und dennoch ist der Münchner Egmont eine großartige Interpretation – ausgewogen und herrlich gewaltig.

BRAHMS' ERSTE – Beethovens zehnte Sinfonie sei dieses Werk, meinte der Dirigent Hans von Bülow. Thielemanns Ansatz ist bei Brahms aber ein anderer als bei der Ouvertüre. Die Sinfonie ist breiter und weicher genommen, für meinen Geschmack zu samtig. Das hemmt die Ecken und Kanten des Werks und läßt es ein wenig verschliffen dastehen. Erst der Finalsatz überzeugt mich wirklich und erreicht den aktuellen Thielemann-Brahms. (4 Sterne)

Deutlich gelungener ist dagegen die 2012er Interpretation mit der Dresdner Staatskapelle. Rund fünf Minuten zügiger genommen, werden hier die Feinheiten der Komposition ebenso meisterhaft in Szene gesetzt, wie der klare Dresdner Klang der Sinfonie eine willkommene Frische verleiht. Dieser Ansatz ist dann auch so markant und wohltuend, daß er sich mit Furtwänglers klassischer Aufnahme von 1952 (Berliner Philharmoniker) messen kann – nicht im direkten Vergleich, dafür sind die Sichten zu unterschiedlich, wohl aber im herausragenden und stimmig interpretatorischen Ansatz.

Die CD im Überblick

Die Egmont-Ouvertüre ist Thielemann und den Münchnern vorzüglich gelungen, wohingegen Brahms' Erste, bis auf das Finale, noch nach einem eigenen Charakter zu suchen scheint. Betrachtet man die Aufnahmen als "Vorstudien" zur den jüngeren Mitschnitten, bleibt festzuhalten, daß das bei Brahms nötig war, bei Beethoven aber nicht. Da die Sinfonie mit ihren vier Sternen mehr Raum einnimmt als die Ouvertüre mit ihren fünf Sternen, gebe ich der Masse (52 zu 9 Minuten) vor der einfachen Mathematik den Vorzug und vergebe insgesamt vier Sterne, anstatt die gemittelten 4,5 auf 5 Sterne aufzurunden.

(Das Begleitheft ist in englischer, deutscher und französischer Sprache.)
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am 6. November 2007
"Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen [Beethoven] hinter sich marschieren hört!" schrieb Brahms an den Dirigenten Hermann Levi. Brahms beendete die Partitur der 1. Symphonie erst im Alter von 43 Jahren. Die Entstehungsgeschichte reichte allerdings über zwanzig Jahre zurück. Der Komponist wollte sich erst an die Öffentlichkeit wagen, als er bereits seine Meisterschaft in anderen Gattungen, wie Klavierwerken, Chor- und Kammermusik, demonstriert hatte.

Es liegt nahe, den Live-Mitschnitt von Christian Thielemann und den Münchner Philharmonikern mit dem seines Vorgängers James Levine, der dasselbe Orchester am selben Ort dirigierte, zu vergleichen. Levines Aufnahme entstand nur wenige Jahre früher.

Schon im ersten Satz wird der Unterschied deutlich. Überwiegt bei Thielemann das Mystisch-Suggestive, setzt Levine den Schwerpunkt auf das Stürmische und Dramatische, was sich schon alleine in den extrem unterschiedlichen Tempi ausdrückt (18 vs. 13 Minuten). In den beiden intermezzoartigen Mittelsätzen wirkt Thielemanns romantische Interpretation geschmeidiger, während Levines Ansatz eher konventionell-konservativ ist. Bis es im Schlusssatz "so richtig losgeht" vergehen etwa fünf Minuten. Thielemann gestaltet die lange Einleitung wiederum mystisch-suggestiv, um danach den Hörer spannungsreich zum Schlussfeuerwerk hinzuführen. Im Vergleich dazu erscheint Levines Interpretation etwas weniger homogen.

Eine ideale Überleitung von Beethoven zu Brahms bietet die mit auf dieser CD enthaltene Egmont-Ouvertüre. Insgesamt gelingt es Thielemann, die lange Tradition der Münchner als Meister des "deutschen Klangstils", die unter James Levine etwas vernachlässigt wurde, voll auszuspielen. Die gute technische Qualität beider Aufnahmen straft alle Kritik an der Akustik der Philharmonie im Gasteig Lügen. Zugegebenermaßen hängt das Hörvergnügen in diesem Saal wesentlich vom Sitzplatz ab. Ein persönlicher Tipp: Die vorderen Reihen der Blöcke G und H sind empfehlenswert.
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am 18. April 2007
Christian Thielemann dirigiert zwei Werke, die auf dem Plattenmarkt in verschiedenen exemplarischen Einspielungen vorliegen: Beethovens Egmont-Ouvertüre und Brahms 1. Symphonie.

Wird er den hohen Erwartungen gerecht ? Ja und nein !

Immerhin: Thielemann sucht seinen eigenen Weg und im Verlauf der Symphonie gewinnt man die Überzeugung, dass seine Rechnung an vielen '"schönen'" Stellen aufgeht.

Seine Interpretation ist insbesondere durch individuelle Temporelationen geprägt, die er nachdrücklich mit (zuweilen etwas aufgesetzt wirkenden) Ritardandi unterstreicht. Daraus ergeben sich zwar spannungsreiche Kontraste, die aber letztlich nicht immer überzeugen können.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Konkurrenz nahezu erdrückend ist:

Wer eine leidenschaftlich-emotional dirigierte Version (in diese Richtung tendiert auch Thielemanns Darstellung !) bevorzugt, ist mit der Einspielung Leonard Bernsteins und den brillanten Wiener Philharmonikern wohl wesentlich besser bedient.

Wer dagegen ein nüchtern-sachliches Dirigat wünscht, dem sei die hervorragende, späte Günter Wand-Aufnahme mit dem NDR-Sinfonieorchester dringend ans Herz gelegt.

Zwischen diesen Eckpfeilern sind die ebenso ausgezeichneten Einspielungen von Bruno Walter, Georg Solti oder Christoph von Dohnanyi mit dem Cleveland Orchestra angesiedelt. Selbstverständlich hat auch Karajans Brahms seine Meriten; gewarnt sei an dieser Stelle jedoch ausdrücklich vor seinen späten digitalen Einspielungen, die sich ausschließlich der Ästhetik der Stromlinie verschrieben haben.

Sämtliche zuvor genannten Einspielungen werden von Thielemann weder in Gestaltungskraft noch in der Orchesterqualität (Holz- u. Blechbläser !) erreicht.

Um die Egmont-Ouvertüre ist es etwas segensreicher bestellt.

Klanglich ist die vorliegende Aufnahme dagegen besser als es die Münchener Philharmonie vermuten lässt. Referenzstatus erreicht sie jedoch auch hierbei nicht.
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am 6. Mai 2014
Eine großartige Aufnahme und mit Christian Thielemann als Dirigenten! Es ist eine wunderbare CD, die es sich zu kaufen lohnt
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