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Kundenrezensionen

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am 1. Mai 2008
Grundsätzlich: Man kann die Entscheidung, die Doors-Alben in neuen Abmischungen herauszubringen, kommerziell interpretieren oder auch als Schändung der Originale auffassen. Man kann, wenn man will. Ich will nicht.

Ohne Hi-Fi-Spezialist zu sein - ich besitze auch nur zwei Ohren, ein Herz und eine ganz normale Stereoanlage - stelle ich einmal fest: Der Sound der neuen Fassungen ist wesentlich besser. Man hat das Gefühl, jemand hätte eine Staubschicht von der Musik geblasen oder ein Tuch weggezogen, das drüberlag, oder man hätte frisch vom HNO-Arzt durchgekärcherte Gehörgänge.

Vom Sound zum Inhaltlichen: Die neuen Abmischungen vergrößern für mich die Lieder nicht, aber schon gar nicht verkleinern sie diese. Auch ihr Charakter verändert sich nicht. Die neu hinzugefügten Spuren machen die Musik ein wenig rauer, weniger gepflegt, wenn man will auch ehrlicher, näher, direkter. Ich halte das für legitim: Die Musik der Doors ist längst historisch, Ausgrabungen im Bandmaterial haben daher auch archäologischen Wert, sie zeigen weitere Schattierungen im Werk und gleichzeitig erzählen sie auch etwas über den Arbeitsprozess selbst (siehe die verschiedenen Fassungen von "Whiskey, Mystics And Men").

Am "korrektesten" wäre es gewesen, die bekannte und die neue Variante als Doppel-CD gemeinsam zur Diskussion zu stellen (wie das z. b. Deep Purple gemacht haben), aber wie hätte dann der Preis ausgeschaut ...?

Zum Album selbst: Es ist das am meisten umstrittene der Doors, viele Fans argumentieren, die Klangexperimente mit Bläsern und Streichern hätten die Songs ruiniert. Ich sehe das nicht: Ein guter Song wird durch Sounderweiterungen nicht schlechter, ein schlechter nicht besser. "Touch Me" ist mit oder ohne Getröte (nachzuhören auf den Livemitschnitten) ein typischer, sofort ins Ohr hüpfender Robbie-Krieger-Hit. "Tell All The People" hat ebenfalls diesen Charme, wirkt aber im Vergleich farbenärmer, dünner, durchsichtiger. Und das klänge auch nicht anders, würde man die Orchestrierungen eliminieren.

Fazit: Das ist ein Album mit klassischen, anschmeichelnden Krieger-Melodien ("Wishful, Sinful"), klassischem, metaphorisch wuchernden, musikalisch simpel-kraftstrotzenden, aufbegehrenden Morrison-Blues ("Wild Child", "Shaman's Blues"), drolligen ("Runnin' Blue"), interessanten ("Easy Ride") und eher sinnlosen ("Do It") Experimenten und einem breit wuchernden Großes-Kino-Track ("The Soft Parade") in dem, textlich wie musikalisch, im Prinzip alle Themen der Doors vorkommen.

Das kann man, wenn man's zusammenzählt, schlecht finden. Ich finde das nicht. Und: Man muss jedem Künstler zugestehen, auch einmal Abwege zu versuchen. Umso ehrlicher kann man dann auch wieder zurückkommen. Ohne "The Soft Parade" kein "Morrison Hotel".
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am 23. März 2008
Dieses Album ist sehr polarisierend. Wie schon beschrieben, ist es nicht der gewohnte Doors-Sound und es scheint überfüllt mit vielen Instrumenten. Aber wieso trotzdem 5 Sterne? Weil es sich beinahe schon zu meinem Lieblingsalbum hochgemausert hat. Wie 2 Rezensisten schon zuvor schrieben, muss man sich in dieses Album hereinhören. Und mit jedem weiteren Hören wird es besser.
Wir haben "Tell all the People", einen Aufruf zur Revolte ("Get your Guns, The Time has come, To follow me down"), der vom Text in die Richtung von "Five to One" geht, aber versteckter und mit einer gar fröhlichen Melodie im Hintergrund - Propaganda vom Feinsten!^^
"Touch Me" klingt nach einem peppigen Liebeslied, v.a. durch die Stellen vor dem "Come on, Come on, ..." und dem wunderbarem Saxophon-Solo am Schluss, doch ist die Botschaft um einiges direkter.^^
Bei "Shaman's Blues" hört man wieder den Sound vom "Strange Days"-Album, ein Blues aber irgendwie doch keiner, mal wieder etwas undefiniertes, einerseits voller Trauer eines Verlustes wegen, andererseits aber auch Wut wegen dieser Trauer und diesem Verlust.
"Do It" hat einen tollen Rhythmus, es klingt klasse, obwohl es nur einen mageren Text, der doch eine kräftige Aussage hat - die Doors halt.
In "Easy Ride" hört man den Spaß und die Phasen des Geschlechtsverkehrs, mal schneller, mal langsamer, mal härter, mal sanfter.
"Wild Child" - Grund für den Mythos, Morrison lebe in Afrika. Ein Aufruf zur Rückkehr zur Natur, keine Gesetze mehr, die alles Regeln, sondern Freiheit.
Wenn ich das Lied "Runnin' Blue" wippe ich sofort mit und würde am liebsten mitrennen, zurück nach L.A..^^ Leider kann ich mit dem Text recht wenig anfagen.^^
"Wishful Sinful" ist komplexer als "Spanisch Caravan", drückt aber auch die Sehnsucht nach etwas Verlassenem aus, diesmal aber in Verbindung mit der Magie der Elemente.
Was soll ich nun schreiben? "The Soft Parade" deckt eigentlich alles bis damals von den Doors erschienene ab und fügt noch einiges hinzu.
Was ich gerade merke, ich habe das Album schlecht beschrieben. Vielleicht einfach aus dem Grund, da man das Gefühl beim Klang dieser Musik und der Texte nicht in Worte fassen kann, zumindest nicht richtig. Und das ist meiner Meinung nach die beste Musik, Musik, die einen etwas unbeschreibliches Fühlen lässt, ich nenne es jetzt einfach mal doorsesk (basierend auf dem adjektiv kafkaesk).
Nun aber noch, weshalb ich diese Rezennsion "Nichts für "Anfänger"" genannt habe:
Dieses Album ist grandios, keine Wiederrede. Das Problem ist, dass es einigen gefällt, einigen nicht und die meisten müssen es mehrmals anhören, bevor sie sich eine richtige Meinung darüber bilden können. Deshalb denke ich, dass man zuerst "Soft Parade" auf der Seite liegen lassen sollte, bis man die Doors kennt, um dann dieses Album richtig zu verstehen und fühlen. Liebe Leute, kauft euch "Soft Parade" als eins eurer letzten Doors-Alben, es könnte euch ansonsten eventuell von den übrigen abschrecken, was euer Pech wäre. Und lasst euch Zeit damit, dieses Album zu bewerten, es wäre Schade, würdet ihr es nach dem ersten Reinhören verstauben lassen.
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am 8. Juli 2001
The Softparade ist für mich die herausragendste Platte der Doors. Neben dem wohlbekannten Song "Touch Me" findet man keine weiteren bekannten Doors-Stücke auf diesem Album. Und gerade das zeichnet diese CD aus, denn es kommen untypische Stilrichtungen vor. So ist der Song "Runnin' Blue" eine Ode an Otis Redding und seinem Song "Sittin' On The Dock Of The Bay" mit Country-Einlage. Der faszinierende Song "Wild Child" mag zwar beim ersten Mal ein bißchen komisch klingen, entpuppt sich aber schnell als echter Ohrwurm. Herausragend ist auch der "Easy Ride"-Song, der auf seiner verspielten Country-Blues-Art einen unverwechselbaren Sound schafft. Und als i-Tüpfelchen gibt's dann noch den Song "The Softparade", der innerhalb seiner 8:36 Minuten mehrere Metamorphosen durchlebt und schließlich in seinem tranceähnlichen Zustand seinen Höhepunkt erlebt... ich sag nur: "A cobra on my left; Leopard on my right".
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TOP 500 REZENSENTam 11. September 2009
Zunächst einmal:
zu welchen, fast vinylartigen, höheren Weihen die moderne Remastertechnik in der Lage ist, das konnte man bereits beim Backkatalog von Can und jüngst auch Neil Young erfahren! Näher an das Schallplattenfeeling kann man nicht mehr kommen.
So finde ich die Anwendung dieser Errungenschaft auch bei den Doors Alben begrüssenswert und der Tiefe zuträglich, die diese Musik auch braucht um voll aufzublühen.

Zu Soft Parade:
von Vielen geschmäht oder übersehen bietet es ein Bild von der Gruppe, das in der Tat ungewöhnlich, aber keinen deut durchschnittlich daherkommt.
Ich finde es eher erstaunlich, wie sie auch die, normalerweise, schmalzigsten Zutaten in die Knie zwingen und ihnen ihren ureigenen Stempel aufdrücken. Sowohl in Sachen Wahnsinn als auch melodisch. Auch Ironie kommt hier zwischen den Zeilen vor, und wenn Frank Zappa das darf, warum dann nicht auch diese Legende?
Bei allem Respekt vorm Mythos Morrison und der Band. Aber sie waren oft genug im Keller um zu lachen. Da kommt mir diese Platte gerade recht... Und Jim wirft sich teils mit einer ironischen Grandezza und Intensität in jene Schmonzetten und macht ihnen natürlich den Gar aus. Er war seiner Zeit voraus und demonstriert damit die geläufige "Werner Herzog These", dass L.A. der Ort schlechthin sei - da sich hinter soviel Glamour und falscher Fassade auch enorme Abgründe und Substanz verbergen. Und genau das wird hier, zum Teil, aus diesen scheinbaren "Un-Songs" gnadenlos herausgepresst und schonungslos offengelegt. Und die Wahrheit hat letztlich immer ihre Schönheit; sei sie auch noch so "grausam".
Unter dem Aspekt läuft das öfters hier.
Aber auch die gewohnte Essenz und das Schamanische werden geboten. Es ist eine Frage der Wahrnehmung und des Schalterumlegens. Wer es beherrscht bekommt die Doors in full cinemascope hier und das ist wundervoll!!!
Gebt der Platte eine Chance und etwas mehr Zeit. Sie wird euch nicht enttäuschen!
Grüße und viel Freude damit!
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am 6. September 2003
OK,zugegeben. The Soft Parade ist nicht das beste Doors Album, aber auf jeden Fall ein Juwel der 60er. Nach den 2 Robby Krieger Songs Tell All The People und Touch Me, die mit ungewöhnlichem Text für Doors Verhältnisse aufwarten(Get your guns...and follow me down), ist der 3 Song Shaman's Blues ein perfekter Grower. 6/8tel Takt und ein Morrison in Höchstform. Dieser Song allein ist den Kauf schon wert. Do It ist belanglos, Easy Ride textlich genial. Wild Child kommt ohne Orchester aus und zeigt die kraftvollen Doors. Runnin'Blue ist ungewöhnlich aber ziemlich genial, und Jims kleine Ode an Otis Redding sitzt perfekt. Wishful Sinful ist vielleicht vom Sound her zu soft aber das geilste kommt natürlich zum Schluß: Das Titelstück deckt den ganzen Doors-Kosmos perfekt ab. Poetischer Text, umwerfende Melodien am Anfang und die dunklen Doors im Hauptteil. Alles in allem sicher ein Wendepunkt, aber viel zu unterbewertet und mitnichten nur für Fans! CALLIN'ON THE DOGS...
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am 2. Dezember 2004
Es wäre undankbar,dieser Platte weniger als 5 Sterne zu geben,
auch wenn sie beim ersten Hören ungewohnt,ja enttäuschend klin-
gen mag.Ich war geradezu verärgert,als ich sie zum ersten Mal
hörte.Sie ist bei weitem nicht so eingängig wie die anderen
Alben,doch gerade darin liegt ihr wahres Potential.Man muß ihr
eine Chance geben,dann wird man sie lieben!Sie ist eine der
wenigen der Rockgeschichte,die von Mal zu Mal besser wird.Erst
beim hundertsten Hören kann man sagen,man hätte sie auch nur
ansatzweise verstanden und in sich aufgenommen.Für mich eine der
besten der Doors.
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am 22. August 2007
...und schon sind viele 'Fans' genervt, die ewig nur 'The End' oder Vergleichbares in möglichst vielen Variationen hören wollen.
'The Soft Parade' ist schon vom Titel her eine klare Ansage. Musikalisch umgesetzt heißt das: Bekannter Doors-Sound kombiniert mit Pop, Jazz, Country-Elementen und starken Bläsereinsätzen - und einem Jim Morisson, der es trotz vieler Anläufe im Studio geschafft hat, den facettenreichsten Gesang bislang abzuliefern.
Viele 'Fans' haben dieses Album in meinen Augen zu Unrecht als zu kommerziell und vor allem als völlig überproduziert bezeichnet. Für mich hingegen ist 'The Soft Parade' ein großartiges Juwel einer einzigartigen Band !!
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am 25. Mai 2016
Ich fühle mich schuldig, wenn ich eine Doors-Rezension abgebe. The Soft Parade isr der intelektuelle Versuch, die Doors in andere Dimenionen zu führen. Die Arrangements sind nur ein Zeichen der versuchten Erweiterung. Das ist gut so. Erweiterung ist gut. Und Hick-Hack hin und her, allein der Track Soft Parade ist ein Wahnsinn! Auch Touch Me und Wishful Sinful.... tolle Songs! Give the Music a Chance to believe!
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am 2. Juni 2004
Das geniale Album "The Soft Parade" von der Band "The Doors" wird wohl auf immer und ewig unterbewertet bleiben. Das liegt höchstwahrscheinlich an der Experimentierfreude, unter der dieses Meisterwerk entstand: Streicher wurden gegen Bläser ausgewechselt! Die Bläser unterstützen gekonnt die exquisiten Dialoge, die ohne weiteres Poesie genannt werden können......"I`m gonna love you `til the heaven stops the rain, I`m gonna love you `til the stars upon the sky are you and I"......Einfach super, vor allem wenn man mitten in der Nacht unterm offenen Sternenhimmel liegt und sich mal wieder die Frage stellt, was hier auf der Welt eigentlich los ist! Besorgen Sie sich diese Platte, legen Sie sie in ihren Player und geniessen Sie - nachdem sich auf majestätische Weise die ersten Bläser gemeldet haben - die wunderbare Stimme des großartigen Rockpoeten Jim Morrison, wie er singt......"Tell all the people..."......
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am 14. Oktober 2015
Ein Jahr nach 'Waiting For The Sun', welches von vielen Kritikern bereits als schwach angesehen wurde, kam 1969 'The Soft Parade' von den Doors. Und besonders dieses Album heimste viel Kritik ein, wurde sogar von Fans schlecht geredet, weil es den 'typischen' Doors-Sound vermisste. Dabei war das größte Problem an dieser Platte sicherlich die Produktion und ihre Aufnahmen: Morrison kam immer wieder betrunken zu den Proben und im Gegensatz zu den vorherigen Alben, die in recht kurzen Zeiträumen aufgenommen wurden ('The Doors' gerade mal in einer Woche!), benötigte 'The Soft Parade' fast ein ganzes Jahr' Ich kann mir vorstellen, wie schwierig es sein musste mit einem unzurechnungsfähigen und betrunkenen Frontsänger, an dem der ganze Erfolg abhängt, gezielte Aufnahmen zu machen. Natürlich liebe ich Morrison, aber ich kann auch gut den Druck und die Probleme, der anderen Mitglieder und besonders der Produzenten nachempfinden. Doch was ist mit der Musik und der Platte selbst?

Die wurde vor allem dafür kritisiert, dass die Doors mit Streichern und Bläsern arbeiteten. Und ich persönlich liebe es! Gerade 'Touch Me' könnte ich mir ohne Streicher im Hintergrund kaum noch vorstellen. Und gerade dieses Mal ist der Zuwachs an Musikern gewaltig: Neben Douglass Lubahn und Harvey Brooks am Bass, kam zum Beispiel Curtis Amy fürs Saxophonsolo in 'Touch Me' dazu.

'The Soft Parade' beginnt mit dem wundervollen 'Tell All The People', welches von Krieger geschrieben wurde. Und Lieder schreiben kann er und Morrison kann diese auch wundervoll performen. Einer meiner Lieblinge der Platte!
Und dann kommt mein Favorit: 'Touch Me'. Vielleicht sogar mein Lieblings-Doors-Song neben 'Riders On The Storm', 'L.A. Woman' und 'Light My Fire'. Die Streicher, der simple, aber wunderbare Text und besonders der Refrain' herrlich! Mir gefällt die 'softe', mainstream-artige Richtung, die die Doors hier gegangen sind.
'Shamans Blues' ist, wie der Titel schon sagt, ein toller Blues!
'Do It' beginnt sehr locker, richtet sich mit dem Text aber an ein deutlich ernsteres Thema. Wieder einer dieser Songs, die mit jedem Hören besser werden. Hier schrieben Krieger und Morrison zusammen am Song.
'Easy Ride' wird dann wieder schnell, fetzig und hat sogar einige Country-Elemente in sich.
'Wild Child' hat in seiner Atmosphäre etwas von Black Sabbath, wie ich finde. Die Doors gehen hier in den Hardrock, behalten aber ihren Stil trotzdem bei.
Weiter geht's mit 'Runnin' Blue', ein Track der wieder sehr locker und heiter in seiner Klangart daher kommt und vor allem im Refrain durch seine skurrile Anleihe an Country-Musik markant wird. Mir gefallen aber auch die Saxophon- und Bläserparts in dem Stück! Auch dieses Stück geht auf die Kappe von Krieger.
'Wishful Sinful' ist der erste Track auf dem Album, der ruhiger und gefühlvoller daherkommt. Und das schafft das Stück auch super! Ein weiterer Höhepunkt auf der Platte, besonders durch den erneuten Einsatz der Streicher. Beim Refrain bekomme ich immer wieder Gänsehaut. Ebenfalls wieder Kriegers Werk.
'The Soft Parade' ist dann sehr experimentell und erinnert stark an 'The End' oder 'When The Musics Over', zeichnet sich aber durch seine häufigen Wendungen und Tempi-Wechsel aus. Besonders markerschütternd ist Morrisons 'Petition The Lord With Prayer' am Anfang!

Wie auch 'Waiting For The Sun' ist 'The Soft Parade' sehr kurz in seiner Gesamtlänge (35 Minuten), ohne die Boni und die additional Takes gerechnet.

Fazit: Ich verstehe die Kritik an der Platte überhaupt nicht. Wieder mal beweisen die Doors, dass sie viele musikalische Facetten hatten und trotzdem ihren besonderen Stil beibehalten konnten. Man merkt 'The Soft Parade' nicht an, was für Schwierigkeiten die Aufnahmen gewesen sein mussten. Die Songs sind wieder absolute Klasse, mit einigen Megahits, wie ich finde und auch die Atmosphäre ist wieder da. Ich liebe diese softe Parade!
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