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4.0 von 5 Sternen Leicht verkannter Drittling der Doors
Gerade bei den Alben der Doors ist es unerlässlich, einmal über den musikalischen Tellerrand hinaus zu schauen und die Platte in den gesamtgesellschaftlichen Kontext einzuordnen. Was im Falle von "Waiting For The Sun" bedeutet: 1968. Studentenrevolte weltweit. Vietnamkrieg eskaliert durch die Tet-Offensive. Martin Luther King und Robert Kennedy werden ermordet...
Veröffentlicht am 16. März 2010 von Muggenhorst

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das "Dritte Album-Syndrom" - 2006 Remix
Als die Single Hello, I love you 1968 Nr. 1 in Amerika wurde - wie viele Plattenfirmenbosse haben den Song wohl von dem Demoband bzw. der Acetatpressung wiedererkannt, mit dem die Doors drei Jahre zuvor - damals noch ohne Robbie Krieger - bei ihnen vergeblich die Klinken putzen gingen, geschweige denn sich eingestanden, dass ihnen damals ein Nr. 1-Hit vor der Nase lag...
Veröffentlicht am 10. März 2010 von Toby Tambourine


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leicht verkannter Drittling der Doors, 16. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
Gerade bei den Alben der Doors ist es unerlässlich, einmal über den musikalischen Tellerrand hinaus zu schauen und die Platte in den gesamtgesellschaftlichen Kontext einzuordnen. Was im Falle von "Waiting For The Sun" bedeutet: 1968. Studentenrevolte weltweit. Vietnamkrieg eskaliert durch die Tet-Offensive. Martin Luther King und Robert Kennedy werden ermordet. Und, und, und.

In solch unruhige Zeiten scheint das nach den teilweise schwer sperrigen Meisterwerken "The Doors" und "Strange Days" aus dem Vorjahr in weiten Teilen geradezu weichgespült wirkende dritte Album der Amerikaner nicht recht zu passen, wie von einem anderen Planeten wirken verträumt vor sich hin mäandernde Songs wie "Love Street", "Summer's Almost Gone", "Wintertime Love" oder "Yes, The River Knows".

Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich auf diesem Album einige geradezu zur Legende gereifte Stücke des Quartetts Morrison, Manzarek, Krieger und Densmore befinden. "The Unknown Soldier" jagt dem Zuhörer in seiner zupackenden Intensität den einen oder anderen Schauer über den Rücken, "Spanish Caravan" nimmt einen mit auf die Reise (unglaublich wieviel Lebensgefühl man in gerade einmal drei Minuten packen kann!). Doch auch der Rest ist alles andere als Füllmaterial. "Hello, I Love You" ist eine herrlich direkte in Notenform gegossene Liebeserklärung, das meditative "My Wild Love" läd förmlich zu einer Prozession unter Anführung von "Mr. Mojo Risin'" ein und "Five To One" ist in seiner dreckigen Obszönität einfach ein erdiges und rotzig-besoffen gesungenes Stück Blues, dessen Textzeile "No One Here Gets Out Alive" immerhin der bekanntesten Morrison-Biografie ihren Namen gab. Einzig und allein "We Could Be So Good Together" lässt mich in seiner Unentschlossenheit relativ kalt.

Sicherlich kann "Waiting For The Sun" nicht mit seinen beiden Vorläufern mithalten, es beinhaltet trotzdem die eine oder andere Entdeckung, gerade, wenn man sich etwas länger mit den 33 Minuten Musik beschäftigt. Mag man einigen Songs auch die damaligen Alkohol- und Drogen-Eskapaden Morrisons
mehr als deutlich anhören, wie schrieb der "American Poet" im vielleicht stärksten Song des Albums, "Not To Touch The Earth"?

I Am The Lizard King.
I Can Do Anything.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen I hate to say it but this is the "mellow" album by the Doors, 7. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
"Waiting for the Sun," all things considered, represents the softer side of the doors. Just come the difference in tone of both the music and the lyrics of "Light My Fire," the first song most people remember hearing by the Doors, and "Hello, I Love You," the hit single off of this third album. For the most part "Waiting for the Sun" was something of a disappointment after the first two albums, but whereas "The Doors" hit #2 on the Billboard charts and "Strange Days" made it to #3, this one made it all the way to #1. Go figure, boys and girls. But in the end this might be a lesser album by the Doors but it still has its moments.
The word that really describes the difference between this album and the rest of the Doors' oeuvre is, believe or not, "mellow." Listen to the rock ballads "Love Street," "Wintertime Love," "Summer's Almost Gone," and "Yes the River Knows" and you will quickly get the point. Jim Morrison's lyrics for "Love Street" are pretty autobiographical in terms of his budding romance with Pamela Courson and fans can still check out some of the locations alluded to in the song, which is a lot less expensive than going on a pilgrimage to Paris to see Morrison's grave.
But while mellow might be a dominant element it is the eerie sounding song "The Unknown Solider," with its anti-war lyrics, that is the standout piece on the album. I am always amazed this song is only 3:10 long because it has so many parts that you think it goes on longer: Ray Manzarack provides a spooky organ intro (the man is one of my top three organ players of all-time in rock 'n' roll), the first verse has jazz elements, there is a firing squad in the middle, then the verse repeats in more of a rock style, and the song ends with the sounds of celebration. This was not a prominent anti-war song, but it is hard to find one this literate or musically ambitious.
"Hello, I Love You" was the hit single, but I always found it rather bland for a Doors song and at odds with pretty much everything else they did. The explanation is that this song actually predates their self-titled debut album, so there is a reason it sounds so outdated and out of place (face it, this is a pop song). I like Robby Krieger's flamenco guitar on "Spanish Caravan" and that song a lot more. "Not to Touch the Earth" is part of the legendary uncompleted work "The Celebration of the Lizard," and the final track "Five to One," driven by John Densmore's drumming, has some interesting lyrics attacking the flower children for failing to organize into a political power. With the heavy guitar and organ playing this last song is decidedly not in the mellow mode. The mix is a bit unsettling, but just proves the point that there is always something worth listening to on a Door's album.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende DOORS LP Neuveröffentlichungen von RHINO/Elektra, 6. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun [Vinyl LP] (Vinyl)
Die Musik der DOORS steht für sich und ist entsprechend gewürdigt.

Meine Bewertung gilt der LP Edition RHINO Elektra.

Die LP- Neuauflage von Elektra bietet hervorragende Qualität mit 180 g Rhino Vinyl.

Die Pressqualität, das Remastering, sich daraus ergebend der glasklare, detailierte Klang,
mit der LP typischen Räumlichkeit und Wärme macht richtig Spass.
Abgerundet, geerdet mit entsprechendem Baßfundament, absolut erstklassig.
Besonders überrascht hat mich die originale Stereoabmischung.
Bisher habe ich habe ich das musikalische Wechselspiel so ( deutlich) nicht erleben können.
Einfach Klasse !
Dies gilt für dieses, wie gleichermaßen für alle anderen fünf Lps der DOORS aus der RHINO/ELektra Edition.
Für mich vom Höhrerlebnis, kein Vergleich zur CD.
Lediglich die sündhaft teure 24 Karat Gold DCC CD kommt Beschriebenem sehr Nahe.

Klare Kaufempfehlung mit fünf Sternen für jeden Vinyl-Liebhaber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sanfter als die beiden Vorgänger, aber wunderschön, 9. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
Es wird ja im allgemeinen - auch hier - gerne vom "softesten" Doors-Album gesprochen, wenn man auf "Waiting For The Sun" zu sprechen kommt.
In jedem Fall ist es natürlich sanfter als die beiden vorigen Werke, vor allem aber in der Atmosphäre etwas heller. Melancholie schwebt immer noch über dem Ganzen, aber die Musik klingt nicht mehr ganz so düster.
Zum Glück aber bedeutet dies nicht, dass man sich in kommerzieller Hinsicht anbiedert (das würde dann schon eher auf "The Soft Parade" zutreffen) oder schwächere Songs geschrieben hätte. Ganz im Gegenteil: Die Tracks auf "Waiting For The Sun" enthalten einige der schönsten Gesangslinien, die die Band je verfasst hat: Das wundervoll schwelgerische "Summer's Almost Gone", das kurze, aber mitsingkompatible und mit Cembalo ausgestattete "Wintertime Love", das amtlich groovende "We Could Be So Good Together" und ganz besonders das göttliche "Yes, The River Knows": Einfach herrlich mit Densmores Jazz-Drums, Morrisons sanfter Stimme, Robby Kriegers gefühlvoll gespielter Gitarre und Manzareks Pianospiel.
Wunderbar ist auch das naiv klingende "Love Street" und "Spanish Caravan" - ein Stück, bei dem Krieger zeigen kann, was er als Flamenco-Gitarrist so draufhat.
Mit dem Antikriegs-Song "The Unknown Soldier" leistet die Gruppe dann ihren Beitrag zum Thema Vietnam-Krieg, mit dem wilden, sich genial steigernden "Not To Touch The Earth" wird ein Ausschnitt aus Morrisons Gedicht "The Celebration Of The Lizard" präsentiert, sowie mit "Hello, I Love You" ein echter Ohrwurm und das Alkohol-schwangere "Five To One" ist ebenso einer der bekanntesten und besten Doors-Songs.
Fazit: Auf ihrem dritten Album schrecken die Doors nicht vor Experimenten zurück, was übrigens auch das verrückte "My Wild Love" zeigt - Abwechslung wird wie immer groß geschrieben. Insgesamt ist die Band etwas ruhiger, was ihr genauso gut zu Gesicht steht wie die etwas härtere, düsterere Ausrichtung zuvor.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das "Dritte Album-Syndrom" - 2006 Remix, 10. März 2010
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
Als die Single Hello, I love you 1968 Nr. 1 in Amerika wurde - wie viele Plattenfirmenbosse haben den Song wohl von dem Demoband bzw. der Acetatpressung wiedererkannt, mit dem die Doors drei Jahre zuvor - damals noch ohne Robbie Krieger - bei ihnen vergeblich die Klinken putzen gingen, geschweige denn sich eingestanden, dass ihnen damals ein Nr. 1-Hit vor der Nase lag? Man mag es ihnen nachsehen, denn diese Demos - zu hören auf dem "Doors Box Set" ('98) - lassen derlei Schlüsse wirklich noch nicht zu. Selbst John Densmore war überrascht.

Dass die Doors auf diesen Song als Single zurückgriffen, belegte die Notwendigkeit des Recycelns des eigenen Songmaterials, oder wie Robbie Krieger es seinerzeit im Interview nannte, das "Syndrom des dritten Albums": man hat jahrelang am Sound gefeilt und genügend Songs für zwei Alben fertig. Das erste Album entsteht, der erste Hit kommt (Light my Fire), dann der Erfolg, schnell ein zweites Album - und als es Zeit fürs dritte Album wird, sind alle Songs verbraucht, und man hat vor lauter Fernseh- und Liveauftritten keine Zeit gehabt, in Ruhe neues Material zu entwickeln. "Waiting for the Sun" (sogar der Titelsong erschien erst zwei Alben später) belegt dies exemplarisch: Hello, I love you ist zwar ein netter Ohrwurm, aber selbst hierfür bedienten sich die Doors offenkundig bei All Day and all of the Night von den Kinks, und man darf bezweifeln, dass der Song es ohne den Berühmtheitsgrad der Doors überhaupt je geschafft hätte. (Auf dem Remix hört man vorab etwas Studioatmosphäre und eine längere Ausblende).

Im angejazzten, verträumten Yes, the River knows hält Robbie sich wiederholt an Jims Rat, doch einfach über die vier Elemente zu schreiben; der Song hat sehr schöne Harmoniewechsel. Spanish Caravan mit Robbies Flamenco-Gitarrenkünsten und Love Street (im Doors-Film durch die Szene verewigt, in der Jim Pamela kennenlernt) gehören zu den besseren Songs, ebenso Summer's almost gone (ebenfalls vom '65er Demo) und Wintertime Love, ohne allerdings das Potenzial der Doors zu erschöpfen. Five to one ist nicht schön, aber stark, ebenso wie The Unknown Soldier: man muss den Doors den Mut und das Rückgrat attestieren, diese offene und bitterböse Kritik am Vietnamkrieg als Single auszukoppeln.

My wild Love aber bleibt, trotz seines an Stammesriten gemahnenden Chorgesangs, Füllmaterial, und We could be so good together scheint eher aus einer Notwendigkeit als aus Inspiration heraus entstanden. Auch scheiterten die Doors trotz Live-Routine offenbar an dem Versuch, mit Celebration of the Lizard ihr drittes Albumepos in Folge auf Band zu bekommen, dessen Text sie auf der Albumhülle abdruckten (s.u.); sie schafften vorerst nur das Fragment Not to touch the Earth als ganzen Song aufzunehmen.

"Waiting for the Sun" klingt in meinen Ohren etwas müde, es bleibt für mich das schwächste und am wenigsten überzeugende Doors-Album. Das nächste, "The Soft Parade", hatte zwar auch teilweise durchwachsene Kompositionen, aber die Herangehensweise an die Arrangements war überzeugender.

Wie bei allen Doors-Alben (außer dem ersten) legte Bruce Botnick beim Remix 2006 das Schlagzeug leicht nach rechts, den Bass leicht nach links, Robbies Gitarre ganz nach rechts und Rays Tastenarbeit ganz nach links, und die weiteren Overdubs wurden um diese Grundpositionen herum verteilt, was glücklicherweise keine völlig neuen Alben erschuf, aber mehr Details und Raum zum Atmen freigab.

Zu den Bonustracks: Albinoni's Adagio in G Minor fällt als Instrumental, das die Rest-Doors Mitte der Neunziger mit einem Orchesteroverdub für das "Box Set" aufbereitet hatten, stilistisch, aber auch klanglich etwas aus dem Rahmen. Die beiden ersten Takes von Not to touch the Earth zeigen, dass die Band schon sehr genau wusste, was sie wollte, aber auch, was Overdubs noch alles bewirken können. Die interessante, siebzehnminütige Arbeitsversion von Celebration of the Lizard (bereits 2003 auf "Legacy - The absolute Best of The Doors" erschienen) ist noch etwas unorganisiert und für Doors-Verhältnisse ungewohnt unfokussiert; es war die richtige Entscheidung, es in der Liveversion auf "In Concert" zu veröffentlichen. Thema Songverwertung: Go insane vom Doors-Demo (s.o.) fand sich ebenfalls in Celebration of the Lizard wieder.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Kritik, 14. Januar 2008
Natürlich nicht an dem Album, v.a. mein Lieblingslied der Band darauf vertreten ist und mich eigentlich jedes Lied (außer vielleicht "Horse Latitudes") mitreist, sowohl zum Mitsingen als auch Tanzen.
Ich möchte die Rezension von Darkness etwas kritisieren:
1. "Waiting for the Sun" war zu der Zeit der Aufnahmen des Albums nicht zufriedenstellend, weshalb es damals noch nicht veröffentlicht wurde.
2. Die Textbelege sind öfters nicht einwandfrei:
- "She holds her Head so high" heißt es in "Hello, I Love You", nicht "...her Hair..."
- "Not to Touch the Earth" ist an sich kein einzelnes Lied, sondern ein Überbleibsel des vertonten Gedichtes Morrisons "Celebration of the Lizard" (findet man auf div. anderen Veröffentlichungen in Gänze) und "I'm the Lizard King, I can do anything" ist nicht unbedingt sein Motto, sondern eher eine seiner am häufigsten zitierten Zeilen.
- Das im Mittelteil von "The Unknown Soldier" ist eine Exekutionsszene, die die Sinnlosigkeit hervorheben soll (immerhin kommt erst nach "Make a Grave for the Unknown Soldier" vor "The War is over").
- Morrison oder Krieger sehnen sich nicht nach Spanien aufgrund der Äcker voller Hirn, sondern wegen den Äcker voller Getreide ("Fields full of Grain").
- Schließlich "Five To One" mit einem der größten Textfehler:
"The Old get old and the Young get stronger,
May take a week and it may take longer,
They got the Guns but we got the Numbers,
Gonna win, yeah! We're takin' over! Come on!"

Also wie gesagt, das Album ist genial, auch jeder einzelne Song (es wurde wegen der Unterschiede zum Debüt-Album kritisiert, aber nicht so sehr wie "Soft Parade") und ich kann es jedem nur empfehlen - egal ob Vinyl, Kassette oder gar Gold CD.
Und tut mir Leid für den langen kritischen Part, aber solche groben Fehler regen mich einfach auf.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen very clear..., 8. Mai 2013
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
das dritte innerhalb von zwei jahren erschienene album der vor kreativität übersprudelnden vier, die hier alle songs gemeinsam verfassten.

vielleicht nicht ganz so griffig wie das debut oder "strange days", trotzdem das einzige #1-album der band in den USA und auch ein großer erfolg in UK.

auch die single "hello, i love you" kam zu höchsten charts-ehren. ja, das war damals noch möglich, erfolg mit qualität zu verbinden...

trotzdem sind die restlichen zehn songs ernsthafter und düsterer mit vielen für die doors typischen schwebungen und versatzstücken, kein einziger song sackt auf füller-niveau ab.

das soll über vierzig jahre alt sein? man glaubt es kaum.
wer es noch nicht hat oder kennt: ein stück musikgeschichte, grandios, gänsehauterzeugend, gültig, großartig gealtert.

das remaster ist rundum gelungen, die aufnahmen klingen frisch und entstaubt, wohl besser als die originale LP (die ich mal hatte), über einzelheiten des mixes will ich mich hier nicht weiter verbreiten, geschweige denn meckern: es passt einfach, good job!

dazu gibt's auch noch fünf bonustracks!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spätsommer forever!, 30. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
das von der band nicht geliebte album also. wieder einmal eine krass subjektive sichtweise. so, wie sie "strange days" mochten, weil die arbeit im studio so viel spaß machte, haben sie "waiting for the sun" nicht lieb, weil die aufnahmen so quälend waren. hören kann man beides nicht.

"waiting for the sun" ist das letzte doors-album, das im wesentlichen mit songs befüllt wurde, die aus den glorreichen club-tagen der band stammen. "summer's almost gone" ist eines ihrer ältesten stücke, ebenso "hello i love you".

"hello i love you": es ist für den staatlich geprüften doors-auskenner schwierig, dieses stück zu lieben, weil es so krass "pop", so kommerziell, so leichtgewichtig ist (auch die hart mahlende gitarre macht den song nicht schwerer, nur lauter). es ist für den doors-auskenner aber mindestens genauso schwierig, es NICHT zu lieben - weil es eben so krass "pop", so kommerziell, so un-schwer ist.

diese grundfarbe hält das gesamte album über an. so morbid, so abgründig manche texte hier im raum stehen (zb "the unknown soldier" oder "five to one"), die musik behält auch in härteren momenten etwas spielerisches. die stimmung bleibt stets spätsommerlich - "summer's" eben nur "almost gone", noch bleibt ein bisschen zeit. dieses album klingt - "love street", "wintertime love", "yes, the river knows" - unbeschwert. eine unbeschwertheit, die ihre kraft aus der erkenntnis bezieht, dass sie nicht mehr lange anhalten wird.

wunderbar, stark und frisch klingt der ethno-folk-rock von "spanish caravan". schade eigentlich, dass sie nie geschaut haben, wie der weg in dieser richtung weitergehen könnte.

das perfekte gegenstück zur gamsigen, hungrigen, sonnendurchfluteten eröffnung mit "hello i love you" ist der abschluss mit "five to one". jetzt ist der sommer vorbei, morrison kann nicht mehr singen, nur noch gröhlen, denn er muss jetzt dringend eine spritztour in diesem auto mit diesen typen unternehmen und sich einmal wirklich zuschütten.

bemerkenswert, dass es der titelsong nicht auf das album schaffte und erst auf "morrison hotel" erschien (eine lustige paralelle zu "sheer heart attack" von queen). der song mit seiner wilden lebensgier hätte großartig gepasst, als zentrales stück.

natürlich hätte auch "celebration of the lizzard" - in der form der späteren konzertmitschnitte - dieses album wunderbar geschmückt (und wohl kommerziel versenkt). in der fassung, die jetzt der jubiläumsedition hinzugefügt wurde, war es wirklich nicht mehr als ein ehrenwerter, aber in die irre führender versuch. für mehr reichte die konzentration wohl nicht mehr.

die neuabmischung macht die songs - wie bei allen neu aufgelegten doors-studioalben - weder größer noch kleiner, sondern ein bisschen wilder, ungepflegter und damit - aus der sicht eines fans - vielleicht authentischer. jetzt klingt morrison bei "five to one" halt noch betrunkener, neue erkenntnisse gewinnt man dadurch nicht, aber man fühlt sich näher dran.

ein hinreißendes album, lebenswichtig, irgendwie. spätsommer forever!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....warten auf die sonne...., 14. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
wieder the doors und wieder große klasse.....

nicht besonders geliebt von der band, für mich nicht ganz verständlich, ist es doch ein absolutes meisterwerk...
mit dem etwas poppigen "hello i love you" erzielten sie ihren zweiten no. 1 hit, das album war auch das erste wirklich erfolgreiche hit album in uk....

öfters von freunden als zu weich kritisiert. ich bin anderer meinung- sehr lyrisch, teils düster- ein morrison wie er mir gefällt....

manzarek stieg hier von seiner vox-orgel auf eine gibson orgel um, welche live meist zum einsatz kommt. meiner meinung ist der veränderte klang deutlich zu hören... (gut hab jede doors-scheibe sicherlich schon 100 mal gehört....)

ich find die mischung aus recht heitern pop "hello i love you" und düster depressiven ala "summers almost gone" einfach große klasse....

hier liebling herauszupicken fällt mir recht schwer aber:

"not to touch the earth"- episch, schleppend, ausbrechend.... irgendwie angsteinflössend.... grandios kriegers gitarre, der mann konnte was...
die sich irgendwie im kreis drehende manzerek-orgel, das monotone densmore gedrumme- eine nummer für die ewigkeit...

"summers almost gone"- so herrlich depressiv, ein klassiker....

"spanish caravan"- das intro, vor allem die gitarre- alles sehr untypisch für die doors-mucke- schlecht deshalb? keineswegs-herrlich....

"my wild love"- diese sprechgesangnummer verkörpert den shamanen in morrison- gänsehaut...

"five to one"- ein klassiker,einer der nachhaltigsten krieger-riffs, ein hysterisch brüllender jim- er klingt hier so betrunken... pure kraft, kombiniert mit den von mir so sehr geliebten kräftigen ausbrüchen...

als bonus dann auch noch studio-takes von "not to touch the earth" sowie das 17minütige "celebration of the lizard"- sehr interessant....

das remaster sowieso den kauf wert, auch wenn man die platte besitzt....

fazit. so wie alle doors scheiben ein absolutes muss!!! r.i.p lizard king.....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Softeres, aber starkes Psychedelic-Album der Doors, 10. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Waiting for the Sun (Audio CD)
"Waiting for the sun" erschien erstmals 1968 und wurde in der Formation Jim Morrison (Vocals), Robby Krieger (Guitar), Ray Manzarek (Organ) und John Densmore (Drums) eingespielt. Produziert wurde abermals von Paul Rothchild.

Nach den ersten beiden Alben, dem selbstbetitelten Debütwerk und dem starken Nachfolger "Strange Days", waren die Erwartungen an die dritte Scheibe "Waiting for the Sun" dementsprechend hoch. Irgendwie war es an der Doors-Front aber hier zu einem kleineren Richtungswechsel ihres hoch und heilig zelebrierten Stiles gekommen, so dass nunmehr weichere Melodien im Vordergrund standen, und Morrison eigentlich die ryhtmische Lyrik der Songs mit seinem fortan im Vordergrund stehenden Gesang alleinig anführte. Weiters war es auch Robbie Krieger der viel zum Sound der Doors dieses Albums beigetragen hatte, wohingegen Ray Manzarek's Keyboardspiel und besonders John Densmore eher eine untergeordnete Rolle spielten. Trotzdem ist das Album sehr stark geworden, sind es hier doch die - wie oben erwähnt - sehr interessanten, kontrastreichen Melodiebögen, die dem Album eine bisher nicht dagewesene, angenehm ruhige Atmosphäre verschaffen. Als Anspieltipps kann man "Hello i love you" (was für ein Text, was für ein Rythmus, was für eine Stimme Morrison's), "Love street", "Not to touch the earth", "Spanish caravan", "We could be so good together" und "My Wild love" empfehlen. "Hello...." zählt heute noch - nicht ohne Grund - zu einem Klassiker der Gruppe in der leider zu früh endeten Karriere einer jungen und aufstrebenden Band, die meines Erachtens vermutlich trotz Morrisons' Tod Anfang der Siebziger auf diesem Niveau geblieben wäre. Leider wurde letzterer dann aber immer mehr zu einem Konzert-Schreck, so dass das Grundkonzept der Band und Auftritte nicht mehr funktionierten, wie in Tagen dieses Klassikers. Trotz des "soften" Richtungswechsels ein Höhepunkt im kleineren Doors-Katalog.

Fazit: Softeres, aber starkes Psychedelic-Album der Doors. 5 Sterne!
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Waiting for the Sun
Waiting for the Sun von The Doors (Audio CD - 2007)
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