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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen9
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Die 12-jährige Sara lebt mit ihrer Mutter Esma in Bosnien und Herzegowina. Von klein auf lebt sie in dem Glauben ihr Vater sei ein Kriegsheld gewesen, der im Bosnienkrieg umgekommen ist. Bald geht sie auf Klassenfahrt und benötigt die Bestätigung, dass ihr Vater ein Ehrenmann war, um eine Ermäßigung für die Fahrt zu bekommen. Esma kann dieses Papier nicht auftreiben, da sie Opfer einer Vergewaltigung durch einen Tschetnik wurde. Sara muss nun mit der Situation klarkommen, Frucht eines Kriegsverbrechers zu sein...

Der Film umspannt das intime Verhältnis zwischen Mutter und Tochter, das dennoch immer wieder durch die Erinnerungen der Mutter an die Vergewaltigung gestört wird und so sieht sie in Sara oft ihren Peiniger. Der Krieg selbst wird im Film nicht gezeigt, der Fokus liegt nämlich auf den Folgen des Krieges und das bedeutet: Angstzustände, Schande und kein normales Leben mehr für die Opfer. Die Geschichte von Esma und Sara steht für viele Frauen stellvertretend, die während des Bosnienkrieges vergewaltigt wurden und dies erkennt man auch in den Szenen, in denen die Figur Esma an einer Gruppentherapie gemeinsam mit anderen Opfern teilnimmt. Der Film ist absolut empfehlenswert allein schon wegen der verschiedenen kunstvoll eingestrickten Elemente, die die Regisseurin ganz bewusst zu setzen wusste und die einem als Zuschauer nicht entgehen. Selbst wenn ein Krieg zu Ende scheint, so bleibt das Leid der Überlebenden ein Leben lang erhalten.

~Bücher-Liebhaberin~
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Esma ist alleinerziehend und hat es nicht leicht im heutigen Sarajevo. Ihre Tochter Sara ist stark pubertierend und soll demnächst auf eine Klassenfahrt gehen. All die Jahre hatte Esma ihr erzählt, dass ihr Vater im Krieg als Martyrer gestorben ist. Das würde sie auch berechtigen, eine großzügige Ermäßigung zu erhalten. Denn so kostet die Fahrt 200 Euro, die Esma nicht hat und verzweifelt versucht aufzutreiben. Denn mit der Bestätigung des Status des verstorbenen Vaters scheint es schwierig zu sein.
Unterdessen fängt Esma in einem Nachtclub als Bedienung zu arbeiten an. Dort macht ihr einer der Handlanger des Besitzers den Hof. Doch Esma tut sich sehr schwer, sich wieder einem Mann anzunähern. Man ahnt, dass das mit ihrer Vergangenheit in den Kriegsjahren zu tun hat. Denn sie ist auch in einer Art Selbsthilfegruppe für Bosnische Frauen, die Schreckliches erlebt haben....

Die Geschichte von Esma ist spielerisch gut umgesetzt, nahe am Leben, authentisch und nachvollziehbar. Sie lässt nicht unberührt. Der Zuschauer erhält Einblick in das nicht leichte Leben im Nachkriegs-Bosnien. Darüber hinaus ist es auch als Alleinerziehende generell mit einer pubertierenden Tochter nicht einfach, die für sich auch gerade erst die erste Verliebtheit erlebt. Immer wieder erahnt man die Schatten, die der Krieg über diese Menschen gelegt hat. Scheinbar ist man zur Normalität zurückgekehrt, aber die geschlagenen Wunden sind anscheinend noch nicht vernarbt. Esma versucht die Normalität zu leben, sich durchzuschlagen, ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen, obwohl sie von ihr wenig Dank zu erwarten hat.
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am 17. September 2009
Ein Film der schmerzt, der einem mit Brutalität das wahre Leben zeigt. Was abseits von uns passiert, was Politiker in feine Sätze packen. Es macht wütend und traurig dass so etwas immer nocht Realität sein kann, werden kann, IST in Europa...
denken wir nun an die Fratzen händeschüttelnd, besorgt über alles: Genscher, Milosevic, Holbrooke, Izetbegovic, Clinton, Karadzic, Tudjman und allen ein herzliches: **** Politics!
Diese Begehrlichkeiten, dieser Machtwillen lässt das Schicksal, dass in diesem Film gezeigt wird erwachen. Von dummen kleinen Menschen die auf die vermeintlich großen hören.
Manchmal widert es mich an Mensch zu sein, Serbe zu sein...und doch bleibt die Hoffnung auf den Funken Gutes in jedem und das der Funke ein Feuer wird. Doch um dieses Feuer zu schüren muss jeder an sich arbeiten und klipp und klar sagen: ich bin der Herr meines Feuers und kein Politiker und kein Machtinteresse und dann irgendwann werden alle Esma's dieser Welt glücklich sein. So lang, bis dahin, sind wir Marionetten der Mächtigen...und dumme, kleine Handlanger! Wenn ich doch so gerne glücklich bin, muss ich doch den Mut haben alle glücklich machen zu wollen. Ach Mann, der Film bewegt...bewegen sollten sich alle...was bleibt ist Hoffnung...
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am 13. Februar 2009
Man ahnt schon sehr bald, was Esmas Geheimnis ist. Aber als es dann endlich aus ihr herausbricht, kommt es doch wie ein Schock. Die Regisseurin Jasmila Zbanic hat einen beeindruckenden Film über die Verzweiflung traumatisierter Frauen des Serbienkrieges abgeliefert. Besonders der zutiefst traurige, leere Blick der Hauptdarstellerin Mirjana Karanovic bleibt noch lange im visuellen Gedächtnis. Sie bringt es auf den Punkt 'Männer sind Tiere.' Die Message des Films wird in ihrer Wirkung einerseits noch durch die eigentlich unmögliche, zart inszenierte Love Story zwischen Esma und Pelda verstärkt, andererseits durch das Klagelied der Frauen, das den stimmungsvollen Rahmen bildet.
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am 22. Juli 2013
Ich fand den Film ziehmlich sehenswert obwohl mir doch eine Art Rückblende in die Vergangenheit Esmas gefehlt hat die ihr Unglück bildlich darstellt.

+ Die Schauspieler überzeugen durch intensive Emotion wie gut dargestellte Wur, Trauer, Verzweiflung, Angst.

- Die Figur der Tochter wurde fdurch ihre verbalen Ausfälle für meinen Geschmack ein wenig zu extrem dargestellt.

Absolut sehenswert für Familiendrama-Fans, jedoch alles Andere als Mainstream.
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am 5. Mai 2007
Ein bewegender Film ohne falschen Pathos. Einprägsame Bilder und gute Schauspieler. "Esmas Geheimnis" hat den Goldenen Bären redlich verdient!

Filmausstattung:

Sprachen: Bosnisch (wahlweise mit deutschen Untertiteln), Deutsch, plus deutsche Hörfilmfassung

Extras: Verleihung des "Goldenen Bären" auf der Berlinale plus Interviews mit Regisseurin Zbanic und den Schauspielern Karanovic und Mijovic (jeweils in O-ton mit deutschen Untertiteln), Trailer, Filmografie der Mitwirkenden
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am 8. Dezember 2014
...sehenswert. Sensibel entwickelte Geschichte, super gespielt, tolle Regie. Sehr empfehlenswert gerade für Jugendliche UND Erwachsene, schade, dass dieser Film so selten im Kino gelaufen ist. Ein weiterer kluger und menschlicher Blick auf eine (Kriegs-) Tragödie.
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am 18. November 2009
ich fand den Film wirklich super, eine Geschichte, die jeden berührt! Die Schauschpieler leisten eine tolle Arbeit, auf jeden Fall empfehlenswert!
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am 11. Mai 2007
Als alleinerziehende Mutter lebt Esma mit ihrer Tochter Sara in Bosnien. Die pubertierende Sara stellt immer häufiger Fragen nach ihrem Vater, auf die Esma nur unwillig eingeht. Nur einmal sagt sie ihrer Tochter, die Haare hätte sie vom Vater. Esma arbeitet in einem Lokal und hat Schwierigkeiten die notwendigen zweihundert Euro für Saras Klassenfahrt zusammenzubringen. Es gibt bei der Klassenfahrt eine finanzielle Vergünstigung für im Krieg gefallene Bosnier und Sara glaubt aufgrund der Geschichten über ihren Vater diese erhalten zu können. Doch dazu ist eine Bescheinigung notwendig, um die sich ihre Mutter nicht kümmern will. Die Situation spitzt sich zu. Die Fragen der Beteiligten werden drängender. Letztendlich erklärt Esma Sara die Umstände ihrer Zeugung. Sara schneidet sich daraufhin die Haare ab. Auch das Verhältnis zur Mutter ist getrübt. Doch die beiden finden einen Weg die Versöhnung einzuleiten.

Der Film kommt leise daher. Der Zuschauer sieht ein armes vom Bürgerkrieg zerstörtes Land in dem die Menschen einen Neuanfang wagen und zurück in eine Normalität möchten. Geld ist knapp, Arbeitsplätze sind rar. Alles geht immer geradeso hin. Ein kleines Stück aktuelle europäische Zeitgeschichte.
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