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am 22. August 2011
In Zeiten wahrer Reizüberflutung neigen wir dazu auch in Sachen Musik 'noch einen draufzusetzen', ' unsere Sinne mit Signalen zu stimulieren, die noch einmal deutlich über der ohnehin schon weit gespannten Bandbreite, dem hohen 'Grundrauschen' unserer Wahrnehmung liegen. Allzu leicht tauschen wir den einen Reiz gegen den nächst größeren aus ' und wundern uns, wo die Ruhe in der Welt und in uns geblieben ist.

Hier setzt David Fray einen willkommenen Kontrapunkt. Für weniger geübte Klassik-Freunde oder all jene, die Bach intuitiv mit gewaltigen Orgelwerken verbinden, könnte das eine völlig neue Erfahrung werden. Bachs Partita BWV 828 ist nicht gewaltig monströs, viel mehr ruhig elegant. Und eben so spielt sie Fray.

In den ersten Augenblicken, ja Minuten, mag man eine Unruhe feststellen ' nicht in der Musik, nicht im Spiel. Viel mehr in sich selbst, kaum merklich anschwellend zu einer Ungeduld. Die Diskrepanz zwischen benanntem Grundrauschen und der plötzlich einwirkenden Gemächlichkeit, lässt unseren Geist schnell nach 'stärkeren' Reizen suchen. Auf dieser Sinnesreise werden wir uns dessen wie aus dem Nichts bewusst ' da hat Fray schon eine Weile gespielt.

Sein Spiel ist dabei alles andere als belanglos, im Gegenteil; es wirkt in sich ruhend und zugleich so leicht, dass uns das Fehlen jeglicher 'Effekte' irritiert. Die Musik schwebt förmlich vorüber, besser, durch uns hindurch, perfekt austariert und formvollendet; in einer organischen Reinheit, der man erst nach und nach wirklich gewahr wird.

Die hohe Qualität der Aufnahme unterstreicht das. Gerade die sanften Anschläge, die fein- und feinstdynamischen Schattierungen, die die Klangfarben-Palette weit auffächern, belegen das hohe Niveau und stellen das Auflösungsvermögen eines HiFi-Systems auf die Probe.

Dass Fray auch die kantigen, harten und rassigen Töne beherrscht, beweist der junge Künstler in den Notations und Incises von Boulez. Sich selbst bleibt er dabei treu, auch hier gelingt es ihm bei allem Tempo feinsten Klangfarbenunterschieden und insbesondere den Pausen, die wie ein Katalysator wirken, ein spürbares Gewicht zu geben.

Zum Einstieg in die klassische Musik eignet sich das Album weniger, man könnte dazu verleitet werden, die Musik als angenehme Hintergrundbeschallung anzusehen, die die Spannweite unseres 'Grundrauschens' verringert. Das wäre doppelt fatal, denn die Virtuosität, die dem Flug eines Schmetterlings gleiche Leichtigkeit in Frays Spiel, und nicht zuletzt seine neue, junge Innenansicht der Werke von Bach und Boulez blieben verborgen. Und ebenso verborgen bliebe uns die Chance auf innere Stille und Neukalibrierung unserer Sinne. Fray gibt mit diesem Album alten Worten neuen Glanz: in der Ruhe liegt die Kraft. (ki)
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am 22. Oktober 2011
In Zeiten wahrer Reizüberflutung neigen wir dazu auch in Sachen Musik 'noch einen draufzusetzen', ' unsere Sinne mit Signalen zu stimulieren, die noch einmal deutlich über der ohnehin schon weit gespannten Bandbreite, dem hohen 'Grundrauschen' unserer Wahrnehmung liegen. Allzu leicht tauschen wir den einen Reiz gegen den nächst größeren aus ' und wundern uns, wo die Ruhe in der Welt und in uns geblieben ist.

Hier setzt David Fray einen willkommenen Kontrapunkt. Für weniger geübte Klassik-Freunde oder all jene, die Bach intuitiv mit gewaltigen Orgelwerken verbinden, könnte das eine völlig neue Erfahrung werden. Bachs Partita BWV 828 ist nicht gewaltig monströs, viel mehr ruhig elegant. Und eben so spielt sie Fray.

In den ersten Augenblicken, ja Minuten, mag man eine Unruhe feststellen ' nicht in der Musik, nicht im Spiel. Viel mehr in sich selbst, kaum merklich anschwellend zu einer Ungeduld. Die Diskrepanz zwischen benanntem Grundrauschen und der plötzlich einwirkenden Gemächlichkeit, lässt unseren Geist schnell nach 'stärkeren' Reizen suchen. Auf dieser Sinnesreise werden wir uns dessen wie aus dem Nichts bewusst ' da hat Fray schon eine Weile gespielt.

Sein Spiel ist dabei alles andere als belanglos, im Gegenteil; es wirkt in sich ruhend und zugleich so leicht, dass uns das Fehlen jeglicher 'Effekte' irritiert. Die Musik schwebt förmlich vorüber, besser, durch uns hindurch, perfekt austariert und formvollendet; in einer organischen Reinheit, der man erst nach und nach wirklich gewahr wird.

Die hohe Qualität der Aufnahme unterstreicht das. Gerade die sanften Anschläge, die fein- und feinstdynamischen Schattierungen, die die Klangfarben-Palette weit auffächern, belegen das hohe Niveau und stellen das Auflösungsvermögen eines HiFi-Systems auf die Probe.

Dass Fray auch die kantigen, harten und rassigen Töne beherrscht, beweist der junge Künstler in den Notations und Incises von Boulez. Sich selbst bleibt er dabei treu, auch hier gelingt es ihm bei allem Tempo feinsten Klangfarbenunterschieden und insbesondere den Pausen, die wie ein Katalysator wirken, ein spürbares Gewicht zu geben.

Zum Einstieg in die klassische Musik eignet sich das Album weniger, man könnte dazu verleitet werden, die Musik als angenehme Hintergrundbeschallung anzusehen, die die Spannweite unseres 'Grundrauschens' verringert. Das wäre doppelt fatal, denn die Virtuosität, die dem Flug eines Schmetterlings gleiche Leichtigkeit in Frays Spiel, und nicht zuletzt seine neue, junge Innenansicht der Werke von Bach und Boulez blieben verborgen. Und ebenso verborgen bliebe uns die Chance auf innere Stille und Neukalibrierung unserer Sinne. Fray gibt mit diesem Album alten Worten neuen Glanz: in der Ruhe liegt die Kraft. (knut isberner)
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am 17. Oktober 2011
Ich tauche bereits einige Zeit in den unterschiedlichen BACHinterpretationen ab und muss sagen, dass
mich vor allem David Fray's Bach meine Sinne vorzüglich schmeichelt. Ein reines Bach-Album hätte mir
jedoch mehr gefallen. Ich klicke daher meist weiter... nun denn, sei es so.

Doch diese ganz besondere Leichtigkeit und Sinnlichkeit seines BACHs, aber auch diese gewisse Monotonie, nutze ich
vor allem dazu, um vom Alltag und um von der Hässlichkeit dieser Welt Abstand zu gewinnen.
Danke David!
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am 7. Februar 2009
Partita 4/Notations/+
Wieder ein junger Pianist, der Bach ganz neu spielt (zum wievielten Mal?)und der historischen Aufführungspraxis ein Schnippchen schlägt. Dazu sieht er auf dem Cover hinreissend gut aus, was heute für auch für Pianisten Vorbedingung zum Erfolg zu sein scheint. Interessant ist die Mischung von Bach Partiten und den "Notations" von Boulez. Und die Notations sind hervorragend gespielt, das sei zugegeben. Aber der Bach scheint mir reichlich maniriert und ausgetüftelt. Fray ist höchstens ein weiterer Beweis, dass man Bach heute auf tausend Arten spielen kann, und er wird momentan hochgejubelt. Es gibt noch andere junge Franzosen, die mehr überzeugen aber weniger gepusht werden. (s.Neugebauer u.a.)
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