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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein genialer Mystery-Thriller à la Francaise
Eines Tages passiert etwas absolut sonderbares im Hause Getty. Alain (Laurent Lucas), ein wirtschaftlich erfolgreicher Ingenieur und verheiratet mit der bezaubernden Bénédicte (Charlotte Gainsbourg), findet im verstopften Abflussrohr seiner Spüle ein kleines Nagetier, welches später vom Tierarzt als Lemming identifiziert wird. Lemminge gibt es nur...
Vor 15 Monaten von OldboY veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Haustier im Siphon
Es beginnt mit einer Reihe von unerwarteten, peinlichen Situationen und endet in einer Katastrophe. Auch wenn am Schluss wie immer der Garten gewässert wird und das Pärchen so tut, als sei nichts geschehen. Wenn der Boden der Realität verlassen wird, die beiden Charlotte (Gainsbourg und Rampling) die Personen vertauschen wird es grotesk im positiven Sinne...
Veröffentlicht am 6. Mai 2011 von zopmar


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein genialer Mystery-Thriller à la Francaise, 1. September 2013
Von 
OldboY - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Eines Tages passiert etwas absolut sonderbares im Hause Getty. Alain (Laurent Lucas), ein wirtschaftlich erfolgreicher Ingenieur und verheiratet mit der bezaubernden Bénédicte (Charlotte Gainsbourg), findet im verstopften Abflussrohr seiner Spüle ein kleines Nagetier, welches später vom Tierarzt als Lemming identifiziert wird. Lemminge gibt es nur in Schweden. Noch nie zuvor ist ein Lemming in Frankreich in freier Wildbahn gesehen worden. Der Fund des Lemmings ist ein Vorbote für das, was im Laufe dieses Films noch so alles auf Alain zukommen wird. Die wundersame Alice (genial wie immer: Chrlotte Rampling), Frau von Alans Chef Pollock (André Dussolier) spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie ist so sonderbar wie der Fund eines Lemmings in einem Abflussrohr in Frankreich. Mit dem Auftritt des Lemmings und von Alice entgleitet dem rational denkenden Alain langsam aber sicher die Herrschaft über sein Leben, wie es bisher war. Er gerät hinein in einen Strudel aus Absurditäten und Mysteriösem. Die Menschen um ihn herum verhalten sich allesamt merkwürdig. In wenigen Tagen zerbröselt seine bis dahin tadellose Existenz. Übrig bleibt ein Häufchen Elend.

"Lemming" ist einer der besten Mystery-Thriller der letzten Jahre. Seine Stärke ist die Subtilität in der sich die absurde Handlung entwickelt. Regisseur Domink Moll setzt "erfrischenderweise" nicht auf Schockmomente oder oberflächlich induzierte Spannung. Die Tatsache, dass oft gerade nichts passiert lässt die Spannung in unerwartet Höhen steigen. Wenn Bénédicte eines Nachts alleine die Treppe in das Gästezimmer hochsteigt, in dem sich wenige Stunden zuvor Alice mit einem Kopfschuss das Leben genommen hat, kostet allein das den Zuschauer ein ganzen Bündel Nerven, gerade weil nichts Übersinnliches passiert. Oder wenn Alain am andern Tage seine Frau anruft und plötzlich jemanden am Telefon hat, der mit leicht verzerrter Stimme "Verpiss Dich, Du Arsch!" ins Telefon brüllt, erzeugt das mehr Grusel, als alle "Paranormal Activity" und "Poltergeist" Filme zusammen. Der Zuschauer fragt sich dann unweigerlich: War das Bénédicte am Telefon? Oder hat sich Alain nur einfach verwählt? Domink Moll lässt diese und andere Fragen offen für die Imagination seiner Zuschauer. Das ist es, was aus einem wirklichen guten Gruselfilm etwas ganz Großes macht!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dream a little dream of me...., 11. Oktober 2007
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Im Abspann läuft dieser Klassiker von Mama Cass und er deutet an, was die 120 Minuten vorher vielleicht passiert sein könnte. Oder auch nicht...Ja, ja, das ist wieder so ein Film, der uns Rätsel hinterlässt.
Über die Handlung sollte man wirklich nicht so viel verraten, denn es wäre schade, wenn man die ganzen überraschenden Wendungen, die der Film nimmt, dann doch schon kennen würde.
Belassen wir es mal dabei, dass zeitgleich mit dem Fund eines Lemmings im Abfluss, sehr suspekte Dinge passieren.
Es soll aber angemerkt werden, dass dieser französiche Suspence-Mix ein brillianter Film ist. Er ist trotz seiner Bedrohlichkeit ruhig, aber nie langweilig inszeniert und wartet mit klasse Dialogen auf, die die Geschichte zusätzlich sehr interessant macht.
Und vier markante Charaktere...eine davon, obwohl sie schon sehr früh die Szene verlässt und als Tote dominant bleibt, spätestens da sind dann Verweise zu "Vertigo" nicht mehr ganz so verwegen...allerdings ein französisches Drehgefühl.
Den Vergleich mit manchen Lynch Filmen sehe ich jetzt auch nicht so, obwohl, je weiter wir in die Geschichte eintauchen, sehr viel Mystery gegeben ist. Man kann aber mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass die, die Lynch gut finden, auch an diesem Film Gefallen finden könnten.
Andererseits könnte ich mir aber auch vorstellen, dass man nicht zwangsläufig Fan von Lynch sein muss, um zu diesem Film Zugang zu finden.
Erinnert hat mich der Film in seiner Machart auch an "Cache" von Haneke, zumindest im ersten Teil des Films, wobei "Lemming" für viele Zuschauer sicherlich zugänglicher ist, vielleicht liegts an der durchgehend geheimnisvollen Atmosphäre, die die Story zu vermitteln weiss und die sich sogar kontinuierlich steigert. Die Machart des Spannungsbogens ist sicherlich sehr traditionell, also weniger surreal und abstrakt, wie bei David Lynch.
Also wer an einem noch unbekannten, guten, spannenden Mystery-Thriller mit Wendungen interessiert ist, der kann hier beim Zugreifen möglicherweise auf ein überraschendes Juwel stossen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alptraumhafter Psychothriller aus Frankreich, 10. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Es dauert keine fünf Minuten, ehe der Film eine radikale Wendung vollzieht: Weg vom beschaulichen Familienfilm hin zum ungemein düsteren Psychothriller, der durch immer unglaublichere Entwicklungen verstört. Man weiß bald nicht mehr, ob es noch Thriller oder schon eher Horror ist, denn Monster oder stupide Schockeffekte gibt es keine, aber der Schauer ist ähnlich. Man ist als Zuschauer permanent befangen von der düsteren Aura, die die Hauptprotagonisten umgibt.

Auf den Inhalt selbst möchte ich nur vage eingehen, da man diesen Film mit möglichst wenig Vorwissen sehen sollte. Als Aufhänger sei nur soviel gesagt: Ein scheinbares "Bilderbuchehepaar" hat den Chef des Mannes und dessen Frau zum Abendessen zu Gast. Was als harmonischer Abend geplant ist, endet in einem feindseligen Zerwürfnis, da die Frau des Chefs mit nur wenigen Worten den trügerischen Frieden einreißt, und Gewalt in das Haus bringt.

Ich musste während des Films immerzu an ein Gedicht von Dylan Thomas denken:

A stranger has come
To share my room in the house not right in the head,
A girl mad as birds

Die 4 Hauptdarsteller des Films sind alle exzellent besetzt. Charlotte Rampling ist vielleicht am bekanntesten, und sie gibt die dämonische Ehefrau vortrefflich, es ist geradezu eine Paraderolle für sie. Persönliches Highlight für mich war Charlotte Gainsbourg, die spätestens in Antichrist - Single Versiongezeigt hat, was für eine großartige Schauspielerin sie ist, und in diesem Film von allen Figuren den schwersten Part zu meistern hat.

Ansonsten? Ich bin, was Horrorfilme und Psychothriller anbelangt, relativ seherfahren und abgeklärt. Trotzdem hat mich "Lemming" durch seine düstere, abgründige Spannung von Beginn an fasziniert und stellenweise haben mir Szenen wirklichen Grusel beschert. "Lemming" spielt hierbei mit einem Grundmotiv, das schon immer wirkungsvoll war: In eine scheinbare friedliche Welt bricht das Dunkle herein; etwas Rätselhaftes und Unerklärliches, dass einen an den Rande der Verzweiflung treibt.

Fazit: Gelungener, düsterer Psychothriller aus Frankreich, der einen dank anspruchsvoller, wendungsreicher Story bis zum Schluss hin den Atem verschlägt - all das unterstützt von einem hervorragenden Cast und einer kargen Inszenierung, die ohne Effekthascherei auskommt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diabolisch-albtraumhafte Verzweiflung pur - einer der besten Psychothriller aller Zeiten !, 29. August 2012
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
DVD Bewertung (Review):

- BILD: durchschnittliches, aber sehr natürlich wirkendes Bild ohne Schwächen
- TON: klare und gute verständliche Dialoge, wenige, aber sehr pointierte Soundeffekte, nur DD 2.0 in Deutsch, DD 5.1 im französischen Original
- EXTRAS: leider keine
- SONSTIGES: Neuauflage der ursprünglichen DVD ohne Extras, kein Wendecover.

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Es ist unglaublich wie relativ unbekannt dieses einmalige Filmjuwel von Regisseur Dominik Moll ist. Ich halte LEMMING nicht mehr und nicht weniger für einen der besten Psychothriller aller Zeiten, wobei der Begriff diesen so vielschichtigen Film eher einengt, den er ist viel mehr, Drama, Psycho-Horror, Mystery, von vielem etwas und doch etwas ganz eigenes. Selten wurde man so hypnotisch in eine albtraumhafte Handlung hineingezogen aus der kein Entrinnen scheint. Diese suggestive Kraft sorgt für eine nachhaltige Identifizierung mit der Hauptfigur Alain mit der man bis zum äußersten mitleidet und den nicht enden wollenden Albtraum durchlebt.

Die Story ist relativ komplex und hier nur die Grundzüge (OHNE SPOILER!) ohne etwas zu verraten: Alain (Laurent Lucas) ist Ingenieur und erhält einen guten Job bei seinem Chef Richard Pollock in Südfrankreich. Er ist sehr glücklich mit seiner Frau Benedicte (Charlotte Gainsbourg) und alles läuft bestens. Das Essen im Hause Alains mit seinem Chef und seiner Frau Alice (Charlotte Rampling) gerät allerdings wg. ihrem Benehmen zum Eklat und dann findet sich auch noch ein nordeuropäischer Lemming im Abfluss. Ab diesem Zeitpunkt verliert Alain die Kontrolle und es geschehen unglaubliche Dinge........

LEMMING zitiert auf dieser Reise vor allem David Lynch, aber auch Hitchcocks (DIE VÖGEL oder VERTIGO) erhalten eine Hommage genauso wie David Cronenberg oder Lars von Trier. All das erfolgt aber nicht vordergründig, sondern subtil und unterschwellig und der Film versteht es durchgängig eine eigene Filmsprache zu finden die fasziniert und versteht, stets fest verankertes und verstandenes wieder aus den Fugen zu reißen. Es werden Lösungswege angeboten und wieder verworfen, es werden Pfade aufgezeigt aber diese stellen sich als Sackgassen heraus.

Selbst in der Schlussszene führt Regisseur Dominik Moll den Zuschauer an der Nase herum wenn er eine letzte Metapher des Films förmlich diabolisch lachend zerbröselt. Diese Rücksichtslosigkeit gegenüber gewohnter Denkschemata und die Radikalität Molls mit der er jeglichen inhaltlichen Halt des Zuschauers immer wieder untergräbt ist einfach phantastisch. Die schauspielerischen Leistungen kann man durchweg als hochwertig und extrem intensiv erachten und kein Darsteller muss besonders herausgehoben werden, auch wenn die Hauptlast auf Alain und seinem gekonnt verzweifelten Spiel liegt. Dazu kommt ein zurückhaltender, aber wenn gefordert sehr pointierter Einsatz von teils atonal wirkender Filmmusik.

Man könnte die ein oder andere Storywendung auch als überzogen abtun, aber mir hat der unbarmherzige Strudel der Ereignisse, das "nie wissen was passiert" und der "alles ist möglich" -Aspekt des Films extrem gut gefallen. Selten wurde mit so wenigen optischen Mitteln so eine hohe und nachhaltige Spannung erzeugt und auch immer wieder im Laufe der Handlung gesteigert und auch das Horror Genre wird stark gestreift. Nach dem sehr guten Vorläufer HARRY MEINT ES GUT MIT DIR und den zuletzt beeindruckenden DER MÖNCH hat sich Dominik Moll als Top Regisseur empfohlen. Ich würde den Film von der Wirkung her ohne zu zögern in eine Reihe mit zuletzt MELANCHOLIA oder ANTICHRIST stellen.

Es wird das permanente Unwohlgefühl geradezu über zwei Stunden lang ausgekostet und zelebriert. In unglaublich innovativer Weise und durch äußerlich zurückhaltende, aber in der Wirkung sehr tief gehenden Bildern gleitet man in den Sog des Albtraums und verliert jegliche Bodenhaftung in einer diabolisch-nihilistischen Ereignisspirale die keine Grenzen zu kennen scheint. Über LEMMING kann man hinterher noch viel diskutieren, intensiv nachdenken wird man allemal, so nachhaltig ist der Eindruck des Gesehenen. Dafür kann ich ohne nachzudenken selten verteilte

5/5 Flugcams....äh,....Sternen vergeben
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Albtraumhaftes Spiel mit den Wirklichkeiten, 5. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Fans von David Lynch werden diesen Film mögen, aber auch Freunde japanischer Geistergeschichten, denn "Lemming" hat von beiden was.

Erzählt wird die Geschichte von Alain Getty (Laurent Lucas), einem jungen Techniker, der eine fliegende Webcam erfunden hat. Mit seiner hübschen Frau Bénédicte (Charlotte Gainsbourg) bewohnt er ein schmuckes Haus in einem Vorort von Toulouse. Eines Abends ist sein Boss nebst Gattin Alice zum Essen geladen. Es kommt zum Eklat als Alice einen Streit vom Zaun bricht. Tags darauf versucht sie Alain im Büro zu verführen. Dieser gerät bei der älteren, undurchschaubaren Dame zwar ins Wanken, fällt aber nicht. Alice legt noch eins drauf als sie Bénédicte besucht und ihr erzählt, welche Avancen sie Alain gemacht hatte. Wenig später erschießt sich die Chefgattin im Gästezimmer der Gettys. Spoiler? Nein, keineswegs, denn jetzt nimmt die Story erst so richtig ihren Lauf.

Aus dem Abflussrohr der Gettys klettert ein Lemming, ein Nager, der normalerweise nur im hohen Norden Europas zu finden ist. Seltsam, aber noch nicht seltsam genug. Alain wacht im Spital auf. Man sagt ihm, er habe einen Autounfall gehabt, er selbst glaubt nicht daran, sondern hält eine merkwürdige Vision mit hunderten Lemmingen für ursächlich. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Albtraum verschwimmen (ähnlich wie in Lynchs "Lost Highway"). Zu allem Überdruss scheint Bénédicte wie ausgewechselt, sie ist still und kalt und lässt sich von Alains Boss den Hof machen. Der Showdown der Geschichte ist spannend inszeniert. Das Gute an "Lemming": es bleibt dem Zuseher überlassen, für welche Wirklichkeit er sich entscheidet, für die übernatürliche oder die rationale, denn der Film macht beides plausibel.

Schauspielerisch stechen beide weiblichen Rollen heraus. Charlotte Gainsbourg als auch Charlotte Rampling verstehen es, eine knisternde Erotik zu erzeugen, ohne nackte Haut zu zeigen. Die beiden Männer wirken da nur mehr wie von Pheromonen und Hormonen umnachtete Trieblinge. Regie führte Dominik Moll. Nie zuvor gehört, ist aber nach "Lemming" ein Geheimtipp.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderne Ehekrise wird zum Albtraum, 13. August 2007
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Alain ist mit Benedicte verheiratet und beruflich erfolgreich. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit seinem Chef Richard Pollack und dessen Frau Alice kommt es zu einem peinlichen Vorfall. Alice verletzt die Etikette und macht ihrem Mann schwere Vorwürfe.

Da der Abfluss nicht mehr funktioniert, beauftragen Alain und Benedicte die örtlichen Stadtwerke nachzuschauen. Mit großem technischen Aufwand findet man einen Lemming. Ein Tier das in den skandinavischen Ländern lebt und in Frankreich nicht vorkommt. Ein Biologe stellt Nachforschungen über die Herkunft des Tieres an.

Tage danach versucht Alice sich Alain zu näher. Als Alain sie zurück weist, erzählt sie den Vorfall Benedicte. Diese ist wiederum über ihren Mann verärgert und wendet sich Richard zu. Nach einer Dienstreise scheint Alains Ehe am Ende.

Der Film kommt leise daher und lässt dem Zuschauer viel Raum für Spekulationen. Die einzelnen Szenen kommen authentisch rüber, wirken nach einiger Zeit aber wie ein Traum und es entstehen Zweifel am Gesehenen und Gehörten. Gute Dialoge und überraschende Wendungen beanspruchen ständige Aufmerksamkeit. Ein raffiniertes französisches Filmwerk auf höchstem Niveau.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Haustier im Siphon, 6. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Es beginnt mit einer Reihe von unerwarteten, peinlichen Situationen und endet in einer Katastrophe. Auch wenn am Schluss wie immer der Garten gewässert wird und das Pärchen so tut, als sei nichts geschehen. Wenn der Boden der Realität verlassen wird, die beiden Charlotte (Gainsbourg und Rampling) die Personen vertauschen wird es grotesk im positiven Sinne. Der Lemming im Siphon ist nur symbolisch gemeint, wenn auch real vorhanden. Zwischen Selbstmord und Mord, der wie Selbstmord aussieht, liegen zwei kommunikative Brüche der beiden Paare: beim jüngeren glaubt sie unberechtigterweise an seinen Seitensprung. Sie dagegen tut es wahrscheinlich. Keiner redet mit dem anderes darüber. Jeder weiß, was er getan oder nicht getan hat. Die Nerven spielen verrückt, der Zuschauer weiß nicht, was er glauben soll. Wir sehen Situationen, die es gar nicht gegeben haben kann. Vielleicht ist es der erneute Einsatz der fliegenden Webcam, der das Ende erträglich macht. Dieses Gerät erfüllt hier quasi seine Bestimmung auf eine nachvollziehbare aber überraschende Art und Weise. Ungewöhnlich aber gut.
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14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Art-House, 16. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
"Lemming" ist ein anspruchsvoller Thriller, spannend, wirkungsvoll inszeniert, erfrischend anders, wunderbar gespielt. Er erinnert streckenweise an David Lynch. Diese "Geistergeschichte" wird ein großes Publikum wahrscheinlich wenig begeistern trotz großartiger Besetzung. Gepflegte Art-House-Unterhaltung!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...braucht nur die Fiktion (k)einen Sinn?, 5. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Dominik Molls "Lemming" aus dem Jahr 2005 ist einer meiner absoluten All-Time Faves, geht es um das Spiel zwischen Realität und Fiktion und um die düsteren Abgründe menschlicher Existenz.

Alain ist ein zufriedener Mensch. Alles läuft so, wie man es sich nicht besser vorstellen könnte. Er lebt mit seiner attraktiven Frau Benedicte in einem schönen Haus, ist erfolgreich in seinem Beruf als Ingenieur, man könnte annehmen er stünde auf der Sonnenseite des Lebens. Zwei einschneidende Erlebnisse werden aber im folgenden das Leben des scheinbar glücklichen Paares schlagartig verändern. Die Verstopfung des Abflusses in der Küche kann durch einen totem Lemming im Abwasserrohr erklärt werden. Wie dieses exotische Tier dort hin gelangte, bleibt zunächst ungeklärt. Das gemeinsame Abendessen mit Alains Chef Pollock und seiner Frau Alice eskaliert aufgrund der übelst gelaunten Frau des Chefs indes mächtig. Sie verteilt Unverschämtheiten der untersten Kategorie und sprengt somit den gesamten Abend. Sie ist es auch, die Alain am nächsten Abend am Arbeitsplatz ein eindeutiges sexuelles Angebot macht und obwohl sie ihm anbietet, mit ihr alles machen zu können, was er möchte, lehnt er nach einem Zögern ab.
Am nächsten Tag taucht Alice unvermittelt an der Haustür des jungen Paares auf und bittet darum, sich kurz hinlegen zu können, allerdings begeht sie im Gästezimmer Selbstmord.

Soweit zur Einleitung des Filmes welcher sich in ähnlich konstruierter Weise fortsetzt und den Zuschauer fassungslos und verstört zurücklässt. Auch wenn der Geschichtsbogen teilweise schwer nach zu vollziehen ist, übt er durch die düstere und mystische Grundstimmung der präzis künstlerischen Bilder eine ganz besondere Atmosphäre aus, der man sich schwer entziehen kann. Dabei stehen bei Moll, im Gegensatz zu vielen Werken eines David Lynch allerdings nicht nur die Bilder und Symbole im Vordergrund, sondern der gesamte Filmverlauf wird in einzelne Segmente aufgteilt, die einzeln betrachtet in sich logisch erscheinen. Eine Interpretation der komplex erzählten Geschichte unterliegt schlussendlich dem Zuschauer, auch wenn diese unter Umständen schwieriger ausfallen dürfte als bei Molls voherigem Werk namens "Harry meint es gut mit dir", welcher eher einem klassisch-konventionellen Thriller-Erzählbogen folgt.

"Lemming" ist ein bedrückendes Stück Filmkunst, über Begierde, Lüge, Obsession, Verlangen und Sehnsucht. Abgrundtief, bedrohlich, alptraumhaft und voller Metaphern und Zeichen. Auch wenn sämtliche schauspielerischen Leistungen zu würdigen sind, sind es meiner Meinung nach mal wieder Charlotte Rampling in der Rolle der kühlen, schon fast dämonisch anmutenden Alice und Laurent Lucas, der als Alain ver- und zerstört einem Rätsel hinterherrennend das besondere dieses Filmes ausmachen. Eines Filmes den man als Homage an Hitchcock und Lynch betrachten kann.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mich nicht begeistert, 7. November 2013
Von 
Waldfee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lemming (DVD)
Ich fand den Film so ein wenig plätschernd. Am Ende wurde es etwas gruselig. Aber die Story hat mich nicht so mitgerissen. Er ist schon gut gemacht, irgendwie, aber das Salz in der Suppe, das, was die Geschichte zur starken Geschichte machte, fehlte mir.
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Lemming
Lemming von Dominik Moll (DVD - 2007)
EUR 12,49
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