Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel indie-bücher Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More sommer2016 roesle Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen27
4,0 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:21,93 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 20. Juli 2009
Oper auf Blu-Ray: Sofern die Audio-Anlage in entsprechender Qualität zur Verfügung steht, nicht zögern, kaufen und geniessen.

Figaro: Nachdem mich Netrebko auf den Blu-Rays "La Traviata" und "Manon" absolut überzeugt hat, hatte ich eigentlich keine Wahl, ich musste diese Oper mit Netrebko auf Blu-Ray haben.
Bild- und Tonqualität sind hervorragend, Harnoncourts Dirigat und alle Sänger gefallen mir in dieser meiner vierten Gesamtaufnahme des "Figaro" ausgezeichnet.

Die Aufführung: Oper ist Musiktheater, und im Theater wird gespielt und nicht nur herumgestanden. Die oben erwähnten Aufnahmen sind zwei hervorragende Beispiele echten Musiktheaters, während in dieser Aufführung die Protagonisten weit unterhalb Ihrers (schauspielerischen, nicht gesanglichen) Könnens und vielleicht sogar Wollens bleiben (müssen), meist eben nur herumstehen oder sich (scheint jetzt Mode zu sein), unmotiviert auf dem Boden wälzen. Nun gut, allein das ist aber noch kein Grund, die Blu-Ray zu verschmähen und die CD-Ausgabe zu bevorzugen.

Unser Regisseur erfindet in dieser Aufführung einen neuen Protagonisten, einen sogenannten "Cherub", der, je nach subjektivem Verständnis, sinnlos oder bedeutungsschwanger durch die Gegend und auf die Sänger tanzt, letztere beim Singen deutlich stört (wer singt schon gern Oper mit 65 Kilo Affe oder Engel auf dem Rücken...?) und dessen stupides Grinsen (oder vielleicht doch engelhaftes Lächeln?) dann auch noch in HD-Qualität als Grossaufnahme gezeigt wird.
Beim ersten Anschauen verwundert, beim zweiten verärgert, beim dritten dann den Fernseher abgeschaltet und nur noch der wunderbaren Musik gelauscht.

Also: Blu-Ray oder CD? Wer den DTS HD 5.1 sound geniessen will und kann, kommt um die Blu-Ray nicht herum, auch wenn er vielleicht wie ich irgendwann das Bild einfach abschaltet. Alle anderen sind mit der CD - Ausgabe bestens bedient.
33 Kommentare|22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Oktober 2008
....und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Ein für meine Begriffe schlichtes elegantes Bühnenbild ohne ablenkenden Schnickschnack, das einen schönen Hintergrund liefert für eine sehr dynamische Dramaturgie, die getragen wird von hervorragenden singenden Schauspielern bzw. spielenden Sängern! Großes Kino!

Meine persönlichen Höhepunkte sind zum einen der Cherubino von Christine Schäfer (wirklich ergreifend, wie ihr Gesang in "Non so piu cosa son, cosa faccio" immer langsamer werdend fast erstirbt!), zum anderen die Arien der Gräfin, gesungen von Dorothea Röschmann. Letztere übertrifft sich selbst in der Schlußszene in ihrer gefühlvollen Replik auf das "Comtessa perdono" des Grafen.

Musikalisch finde ich die Interpretation von Nikolaus Harnoncourt sehr interessant. Ich persönlich mag die Tempovariationen, wobei das Tempo insgesamt eher langsam ist. Aber dafür gibt es dann ja auch andere Aufnahmen (z.B. die von Rene Jacobs).
11 Kommentar|27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eine moderne Klaus Guth Inszenierung in schlicht strukturiertem Ambiente, daß nicht jedermanns Geschmack trifft. Die singschauspielerische Umsetzung ist ensemblemäßig insgesamt hervorragend, wobei hier sehr viel Lob für den Cherubino von Christine Schäfer gespendet wurde, was ich einerseits verstehen kann, allerdings ziehe ich doch die Besetzung mit einem Mezzo vor. Ich möchte in diesem Zusammenhang mal beispielhaft auf Elisabeth Steiner verweisen, die in der Studioeinspielung aus Hamburg von 1967 einen wundervoll timbrierten Cherubino gesungen hat. Doch das nur als subjektive Anmerkung. Anna Netrebko interpretiert die Susanna gut, kann mich aber in dieser Rolle nicht so begeistern. Sie aber nur auf Optik zu reduzieren, wird ihrem Niveau auch nicht gerecht. Dorothea Röschmann überzeugt als Countess. Ildebranco d`Arcangelo gestaltet einen glaubwürdigen Figaro.
Vom Dirigat überzeugt Nikolaus Harnoncourt.

Insgesamt eine gute Aufführung, die allerdings Akzeptanz gegenüber modernen Inszenierungen verlangt.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2008
Ich habe eben die Aufführung aus Salzburg im Bayrischen Fernsehen gesehen und war auf Anhieb begeistert. Eine klasse Inszenierung mit viel Witz und Ideen (z. B. Cherub), gut gespielt und gesungen. Ein so geniales und vielschichtiges Stück in Text und Musik verdient auch eine gemäße Umsetzung (bis in die Kameraeinstellung hinein). Selten mit so viel Spannung (gute Dramaturgie!) und Lust eine Oper genossen.
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juli 2008
Von dieser Sternstunde der Oper wird man noch in Jahrzehnten schwärmen. Mozart in Salzburg, die Wiener Philharmoniker und Anna Netrebko - mehr braucht es nicht? Doch, es muss alles zusammen passen wie an diesem Abend. Ein sachkundiges Publikum gehört auch dazu, es begriff spontan, dass ein unerwartetes Ereignis hinzukam: Christine Schäfer als Cherubino.
1111 Kommentare|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 27. August 2012
Diesem Figaro haben DIrigent und Regisseur jedwede Komik und Leichtigkeit gründlich ausgetrieben. So bleiern muss der Figaro nicht sein, bei allem Verständnis für die Auffassung, dass es beileibe nicht nur komisch ist, was im Figaro verhandelt wird. Aber Mozart verstand es (eigentlich), es trotzdem leicht zu nehmen. Nichts davon hier.
Harnoncourt zerdehnt die Tempi und verzichtet auf jeden Buffo-Charakter, man vermag allenfalls noch grimmigen Humor zu vernehmen - aber auch das nur sehr vereinzelt. Immer wieder geht der musikalische Zusammenhang verloren, es fehlt am Atem für diese so wundervolle Musik. Als ob Harnoncourt viel zu viel will, anstatt der Musik zu vertrauen.
Auch die Inszenierung ist merkwürdig gewollt und intellektualsierend, was nicht wirklich zu Mozart passen will. Auch der Regisseur scheint der Musik nicht zu vertrauen und setzt so viele Ideen, dass man kaum mehr der Geschichte folgen kann (und will). Und er macht aus dem Figaro fast schon ein Drama Ibsen'sches Ausmaß - und das gibt die Musik nur wirklich nicht her.

Entsprechend schwer ist es auch für die Sänger: Netrebko ist keine wirkliche Susanna und kann ihre Stärken (auch ihren Charme) in diesr Aufführung nicht ausspielen (letztlich ist sie von der Stimme her auch eher eine Gräfin). Und D. Röschmann ist eine gute, aber sicherlich keine exeptionelle Gräfin, in den Arien singt sie zu unstet. I. d'Arcangelo ist ein sehr guter Figaro, kann aber seine Stärken (seine fließende Stimme, seine Virilität) hier auch nicht wirklich ausspielen. Das gelingt Skovhus besser als Graf, weil in der Rolle vielleicht auch weniger buffo-Charakter angelegt ist.
Ein Ereignis allerdings ist C. Schäfer als Cherubino, die absolut mitreißend ist und die Jugendlichkeit und Leidenschaftlichkeit der Rolle fulminant über die Rampe bringt. Und somit für willkommene Abwechslung im ansonsten doch ehre bleiernen musikalischen und szenischen Ablauf sorgt. Für sie v.a. gibt es 2 Sterne, ansonsten kann ich in dieser Aufführung nichts wirklich Gutes finden. Da gibt es Gott sei Dank deutlich bessere Alternativen (angefangen bei der Ponnell'schen Film-Inszenierung mit Böhm).
11 Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2011
Musikalisch erstklassig - kein Wunder bei dieser Besetzung. Großartig Ildebrando d'Archangelo als symathischer Figaro, Anna Netrebko als kokette Susanna, Dorothea Röschmann als leidende Contessa, und Bo Skovhus als kraftvoller (aber vor Unsicherheit schwitzender) Conte. Zurecht den meisten Applaus aber erhält Christine Schäfer als Cherubino. Sehr stimmig die etwas eigenwilligen Tempi von Maestro Harnoncourt. Die Inszenierung wird nicht jedem gefallen, aber für mich war sie fast noch mehr als die Besetzung ein Grund, mich für diese Produktion zu entscheiden. Speziell die Idee, einen Cherub als stumme Verkörperung "höherer Mächte" dazuzuerfinden finde ich genial. Das Biedermeier-Ambiente finde ich auch wesentlich stimmiger als barocke Roben.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. August 2014
Für mich eine sehr glaubhafte Inszenierung, die auch berücksichtigt, dass Susanna nicht unempfänglich dem Werben des Grafen gegenüber steht. - Die Stimmen der ausgewählten Sängerinnen und Sänger bilden vom Timbre her eine wohlklingende Einheit, und das ist bei Mozarts Ensembletechnick besonders wichtig. Auch als SchauspielerInnen sind die Protagonisten hervorzuheben - es sind singende SchauspielerInnen bzw. schauspielernde SängerInnen. Das Orchester klingt in allen Phasen mozartisch.
Insgesamt eine sehr zu empfehlende Darbietung
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Dezember 2013
Die Wiener Philharmoniker musizieren tadellos (so wie viele andere Orchester auch), aber das Tempo der Ouvertüre ist leider programmatisch für den weiteren Verlauf: diese Hochzeit des Figaro ist die langsamste, die ich je gehört habe. Es kommt kein richtiger Schwung auf, das passt zu den gewöhnlich griesgrämigen Gesichtern der Beteiligten: hier wird dieses Stück eher als Opera Seria verstanden denn als Opera Buffa. Insbesondere der Graf läuft ständig mit einem gequälten Gesichtsausdruck herum, meist mit einem schweißabwischenden Taschentuch in der Hand, denn das Scheinwerferlicht scheint so stark zu sein (warum eigentlich? wegen der Filmaufnahme?), dass ihm und anderen Akteuren schon nach kurzer Zeit die Schweißtropfen vom Gesicht herunterkullern, was auf den vielen Nahaufnahmen so deutlich zu sehen ist.
Die sängerischen Leistungen sind durchschnittlich. Christine Schäfer, die nach ihren beiden Arien deutlich den längsten Szenenapplaus bekommt, ist eher ein Indiz dafür, dass es danach nichts besonders Schönes mehr zu berichten gibt. D'Arcangelo ist an manchen Stellen zu laut, Röschmann im letzten Teil ihrer zweiten Arie ebenfalls und dazu noch zu pathetisch verkrampft, was gar nicht zum Text passt. Das geht wohl auf das Konto der Regie: in einer anderen Inszenierung im selben Jahr (Februar 2006) Mozart - Le Nozze di Figaro [2 DVDs] singt sie deutlich entspannter.
Anna Netrebko habe ich bisher in tragischen Rollen (La Traviata, Lucia di Lammermoor) besser gehört und gesehen. Die Susanna-Rolle passt nicht zu ihr. Bei mir ist da kein Funke übergesprungen. Reri Grist z.B. singt und spielt die Susanna ein oder zwei Klassen besser, ebenso Patricia Ciofi auf ihre Art und Weise.

Das Bühnenbild besteht aus einem Fenster mit Vorhang (der später als Versteck Cherubinos dient), einer Treppe und einem völlig leeren großen Flur, dessen begrenzende Wand verschiedene Türen hat. Dieser Flur dient im 4. Akt auch als Garten.
Am Anfang der Oper knutschen sich Susanna und der Graf oben auf der Treppe während Figaro "Se a caso madama la notte ti chiama" singt. Die Gräfin (nach Cherubinos Ständchen) und Susanna in der Verkleidungsszene knutschen ausgiebig den Cherubino. Und das Busengrabschen darf auch nicht fehlen, vom Grafen nicht nur bei Susanna, sondern die Gräfin bekommt es auch auf rabiate Weise zu fühlen.
Und nach und nach legen sich alle Hauptdarsteller mindestens einmal auf den Boden während sie singen. Kein Wunder, wenn nicht ein einziger Stuhl, geschweige denn ein Sessel auf der Bühne stehen. Der einzige Stuhl ist der unnötige Rollstuhl, auf dem Bartolo von Marcellina im 1.Akt hereingefahren wird. Aber auch Bartolo fällt während seiner Vendetta-Arie aus seinem Rollstuhl und wälzt sich mit hassverzerrtem Gesicht auf dem Boden, singt dabei aber ganz gut. Alle Achtung!
Keine Achtung habe ich vor der Regie, die m.E. teilweise unverständlich sein muss für die, die Figaros Hochzeit zum ersten Mal sehen. Manche Einfälle sind eher harmlos: statt eines Huts (il mio cappello) legt Susanna sich den Fenstervorhang auf dem Kopf. Der Graf nimmt von einer Gruppe Mädchen Blumen entgegen, wirft sie aber gleich danach (“Cos’è questa commedia”) im Beisein der Mädchen verächtlich zu Boden - das ist schon weniger harmlos. Diese Art der Regie mag man oder man mag sie nicht. Manche sagen: naja, wenn dafür der Gesang großartig ist......aber das ist hier nicht der Fall.

Die Idee des Engels hat mich prinzipiell nicht gestört, aber manchmal agiert der Engel zu hektisch - würde er doch immer ruhig und gelassen bleiben! An der Bildregie gefällt mir nicht, dass die Kamera oft die Sprünge und Drehungen und sonstigen Aktionen des Engels zeigen, während wir die gerade singende Person nicht mehr sehen.

Bild- und Tonqualität sind sehr gut, so wie bei den anderen mir bekannten Aufnahmen aus der M22-Serie.
22 Kommentare|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2010
Eine wirklich schöne Aufnahme mit alles in allem sehr guten Sängern. Hervorzuheben ist, dass es sich hier um eine KOMPLETT-Fassung handelt. Es ist zweckdienlich, hier sowohl die Marzellinenarie als auch die wunderbare Basilio-Arie hören zu können, wenn auch der Tenor hier nicht an etwa Ugo Benelli heranreichen kann. Ich will ihm dies aber nicht anlasten, diese Arie wird aus Gründen ihrer Schwierigkeiten meistens gestrichen. Also ein dickes Lob für den Sänger! Netrebko ist hier ihren stimmlichen Fähigkeiten gemäß treffend eingesetzt, hier passt sie, im Gegensatz zu ihrer Violetta in Salzburg ein Jahr vorher. Ein guter Partner auch d'Arcangelo als Figaro. Der absolute Kulminationspunkt aber ist wie schon so oft Christine Schäfer als Cherubino. Eine maßstäbliche Leistung über alle Cherubinos früherer Tage hinweg, wenn ich in dieser Hosen-Rolle ansonsten eigentlich einen Mezzosopran bevorzuge. Fazit: eine ganz dicke Kaufempfehlung an alle die einen Figaro nicht nur hören sondern auch sehen wollen, an Stimmen-Fanatiker wegen Christine Schäfer. Und vor allem an alle diejenigen, die keinen abgespeckten sondern den Original-Figaro von Mozart erleben wollen.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden