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Kundenrezensionen

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am 15. Dezember 2015
Weihnachtszeit -Zeit des Wünschens.
Wenn das Christkind nächstes Jahr das Käuferveräppelungs Label schlechthin ' New Vision" für immer aus den Warenhausregalen wegzaubern könnte, oder vielleicht gleich mit einem Silvesterböller die unnützen Scheiben auf alle Zeit zu Konfetti zerbröselt , wäre mir recht warm und besinnlich ums Herz.
New Vision hintergeht ahnungslose Kunden mit voller Absicht und mit einer Dreistigkeit, die schwer zu überbieten ist.
In der sogenannten "Dario Argento Collection" finden sich viele Werke des Italo Meisters , angefangen von " Suspiria" über " Two evil eyes" , " Phenomena' , " Tenebre" , "Dämonen" nur in GESCHNITTENER und damit absolut unbrauchbarer Version. Ein schlechter Witz, da einige Werke wie " Suspiria" mittlerweile auch hier in Deutschland ungekürzt verkäuflich sind.
NIRGENDWO auf dem Cover werden die Kürzungen deutlich gekennzeichnet. Es prangt heuchlerisch der rote FSK Flatschen auf dem Vorderbild, es wird scheinheilig eine Sammler Collection suggeriert und dem nichts ahnenden Kunden ohne Skrupel das Geld für einen Filmtorso aus der Tasche gezogen. Ein Fall für den Verbraucherschutz, der diesen unlauteren Wettbewerb endlich ahnden sollte.
Fehlen in Werken wie " Dämonen" und " Tenebre " -zig Minuten, halten sich die Kürzungen bei " Deep Red" mit unter einer Minute noch in Grenzen. Aber auch einige Sekunden sind schon unakzeptabel. ( Ich muss da gerade an eine alte spaßige Veröffentlichung von Hitchcocks " Psycho" denken, die mir einmal in die Hände fiel, und in der der gesamte Duschmord herausgeschnippelt wurde ) .
Wenige Sekunden können ein Werk vollkommen verändern. Hier geht es auch um das Prinzip und um die Unverfrorenheit mit der hier ein Label auf Kundenfang geht.
AUF KEINEN FALL ERWERBEN, lieber Interessent. Es stellt keine große Mühe da, sich diesen und andere Filme legal über sehr gute und preisgünstige österreichische Versandhändler zu bestellen. Dann können sie mit Genuss die Werke so erleben, wie der Regisseur die Filme auch inszenierte.
Diese DVD jedoch ,wie alle anderen New Vision Veröffentlichungen taugt höchstens als hässlicher Christbaumschmuck oder Bierdeckelersatz und dafür , mal ehrlich, sind die Silberlinge dann doch zu kostspielig.
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am 5. Februar 2014
Das macht in drei Worten Argento aus: ein bissel Krimi,etwas Horror der meist aus surrealen Kamerafahrten und krassen Mordszenen herrührt und eine mordsmäßig spannende Atmosphäre.
Mit DEEP RED machte sich der Meister des italienischen Terrorkinos endgültig unsterblich und legte die Messlatte für alles Folgende kilometerweit nach oben.
DEEP RED ist ein genialer Thriller,der gekonnt mit abstrakten Kamerafahrten,Farbgebungen und der morbiden Musik von Goblin spielt um eine Filmszenerie zu schaffen,wie sie eben NUR von Argento sein kann. Ohne Übertreibung würde ich behaupten,dass es keinen Regisseur gibt,der etwas vergleichbares gedreht hat.
FAZIT: wer ihn noch nicht hat,sollte schleunigst zugreifen. Tip für unentschlossene wenns um Zensur geht:wer auf Nummer sicher gehen will holt sich die Pappbox von DRAGON.Die ist uncut und dazu noch schick verpackt.
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TOP 500 REZENSENTam 21. November 2014
Das Litauische Medium Helga Ullmann weilt bezüglich eines Parapsychologischen Kongresses in Rom und zeigt ihre Fähigkeiten.
Dummerweise befindet sich im Publikum ein Mörder und Helga erkennt ihn.
Dieses bezahlt sie mit ihrem Leben.
der Englische Pianist Marcus Daley, der neben Helga in einem Wohnkomplex lebt, wird Zeuge der Bluttat und gerät damit ins Visier des sinisteren Killers.
Da von der Polizei keine Hilfe zu erwarten ist bedient er sich der Hilfe der Reporterin Gianna Brezzi die ebenfalls an der Sache dran ist.
Aber auch der Killer bleibt nicht untätig und es scheint als wäre er überall und immer einen Schritt voraus....während er eine blutige Spur hinterlässt.

Profondo Rosso, oder auch Deep Red, aus dem Jahr 1975 ist einer DER prägenden Gialli.
Dario Argento schuf hier ein Meisterwerk auf vielen Ebenen.
Auch Heute noch hat man das Gefühl das der Film gar nicht in die 70er Jahre passt sondern das er eigentlich viel später gedreht wurde....sieht man mal von Frisuren, Kleidung, Autos etc. ab.
Dieses visionäre Meisterstück des Genre überrascht mit einer Farbgebung die auch in späteren Werken von Argento maßgeblich werden soll.
Auch Erzählstruktur und natürlich die Gewaltszenen sind herausragend.
Argento findet immer das richtige Tempo und setzt die Gewaltspitzen perfekt dosiert aber roh und ungefiltert ein...nicht ohne dabei ab und an in einen Farbrausch zu verfallen.
Der Plot dagegen wirkt hier und da etwas dünn aber das gehört einfach zum Genre.
Bei einem Giallo handelt es sich halt um einen ins cineastische geholten Groschenroman.
Das es auch hier an einem behandschuhten Killer nicht fehlt der via Messer und stets im Schatten wandelnd seinen morbiden Gelüsten frönt dürfte klar sein.

Neben den Farben ist übrigens die Kameraführung nahezu perfekt....gerade sie vermittelt das oben beschriebene Gefühl das der Film eigentlich etwas aus der Zeit gefallen ist.
Einhergehend mit der Handlung sind die Dialoge dann auch recht Naiv und rutschen leicht mal ins Slapstick mäßige ab was den Gesamteindruck allerdings nicht schmälert.
Zudem macht auch nicht alles Sinn was man sieht, aber Argento versteht es aus diesem Manko etwas mystisches zu schaffen so das man den Eindruck hat diese vermeintliche Schwäche ist ein Stärke.
Überhaupt die Mystik: Die Bildsprache ist zwar opulent und darauf bedacht perfekt ausgeleuchtet und coloriert alles zu Zeigen, aber letztendlich werfen viele Passagen mehr Fragen als Antworten auf was man dann durchaus als mystisch bezeichnen kann.
Man muss sich halt auf Argento-Filme einlassen und Logik nebst heutigen Sehgewohnheiten etwas verdrängen.

Sei noch der brillante Soundtrack zu erwähnen:
Die Band "Goblin" zeichnet für viele Argento-Filme verantwortlich aber auch andere Filme dieser Zeit (und darüber hinaus) wurden mit ihren Elektro-Sounds veredelt.
Final ein Satz zur Atmosphäre: Was bei der Handlung und den Dialogen auf der Strecke bleibt wird mit selbiger völlig ausgeglichen.
Man hat ständig ein bedrückendes Gefühl und die Gefahr ist immer und trotz der humorigen Zwischenszenen greifbar.
Darsteller sind u.a.: David Hemmings, Daria Nicolodi, Macha Meril, Gabriele Lavia, Giuliana Calandra und Eros Pagni.
Fazit: Dario Argento hat das Giallo-Genre zwar nicht erfunden, das war Mario Bava, aber mit seiner Tier-Trilogie ( Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe, Die neunschwänzige Katze,Vier Fliegen auf grauem Samt) und eben Profondo Rosso hat es perfektioniert.
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am 13. Juli 2011
"Profondo Rosso" zählt neben "L'uccello dalle piume die cristallo" zu den Klassikern des italienischen Giallo. Inhaltlich geht es um einen Mörder, der eine Reihe von Morden begeht und einem Paar (er Musiker/ sie Giornalistin), die versuchen die Mordserie aufzudecken. Ansich ein Krimi von der Stange könnte man denken. Das ist "Profondo Rosso" bei Weitem nicht! Der Film besticht vor allem durch seine Machart, die heute nach 36 Jahren ein bisschen nostalgisch anmutet. Hauptschauplatz des Films sind die Piazza CLN und Teile der Via Roma in Turin. Gerade dieses Setting macht einen großen Teil der Stimmung des Films aus. Die Atmosphäre ist genauso so streng und eisig, wie die Architektur des Ventennios, die den Rahmen für den Film bildet. Dadurch wird allerdings eine unglaubliche Spannung erzeugt und teilweise wikt "Profondo Rosso" auch wie ein gefilmtes Hooper-Gemälde, voller undurchsichtiger Personen und einer absoluten Großstadtkälte. Neben der Piazza CLN nehmen eine alte Jugendstilvilla und eine verfallende Schule noch eine wichtige Rolle ein und gerade bei diesen Szenen übertrifft sich D'Argento und dem Zuschauer beschleichen Angst und Gänsehaut alleine durch diese Schauplätze. Auf die Verwicklungen der Handlung will ich gar nicht eingehen, da ich nichts von der Spannung verraten will. Es bleibt nur zu sagen, jeden Krimiliebhaber erwartet mit "Profondo Rosso" ein wirklich erstklassiger Film, der nicht so sehr durch seine Schauspieler und seine Handlung, aber durch seine Stimmung lebt! 1-A-Spannung mit Sternchen garantiert!
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Dario Argentos Deep Red ist definitiv ein klasse Thriller, der in einigen Zügen an einen richtig guten Hitchcock erinnert, vor allem aber in Sachen Blutlachen und Gewaltdarstellung deutlich über das Maß hinaus geht, welches man von Hitchcock gewöhnt ist. Für einen Film aus der Mitte der 70er Jahre ist so manche Szene wahrlich starker Tobak, auch wenn man es dem Regisseur wirklich lassen muss, diese Szenen gekonnt umgesetzt und ins Gesamtgeschehen eingebunden zu haben (auch wenn die Darstellung aus technischer Sicht für das digitalisierte 21. Jahrhundert etwas antiquiert wirken mag).

Einen einzigen Schnitzer hat das Ganze: Argento führt bei aller Spannung die er so gekonnt aufbaut, allen Thriller-Effekten und einer wahrlich gelungenen Schaueratmosphäre einfach zu wenige Personen ein. Folglich ist die Zahl der potentiellen Täter recht begrenzt, man hat schnell einen Verdacht und der Überraschungseffekt am Ende hält sich in wenig Grenzen. Ein bisschen schade.

Doch abgesehen davon wird hier wirklich packende und mitreißende Unterhaltung geboten - auf der hier angebotenen Scheibe allerdings nur in Englisch, deutsche Untertitel gibt es keine. Einige Szenen sind auf Italienisch mit englischen Untertiteln.

Es handelt sich zudem um den rund 20 Minuten längeren Directors Cut. Die Version ist meines Erachtens ungeschnitten. Die Lauflänge beträgt 126 Minuten was (u.a. laut Angeben in der IMDB) der offiziellen und ungekürzte Lauflänge der Directors Cut-Fassung entspricht (Kinofassung 106 Minuten, geschnittene Kinofassung 98 Minuten). Fazit - ein prima Streifen für Thriller-Fans, die auf Klassiker von Hitchcock und Co. stehen, die ein paar krassere Szene nicht abschrecken und die sich spannende und packende Abendunterhaltung wünschen.
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Vorbemerkung: Bei Amazon kursiert eine deutsche Veröffentlichung, bei der die meisten Rezensenten Schnitte beklagen, sowie eine US-Version, bei der dies nicht geschieht. Beide sind mit 126 Minuten Laufzeit ausgewiesen. Ich habe eine knapp 127minütige Version gesehen und vermute daher, dass dies die ungeschnittene Version ist bzw. dass sich die Schnitte nur auf die wenigen Sekunden der schlimmsten Gewaltszenen beziehen. Im Folgenden gehe ich daher auf diese Diskussion nicht ein und bewerte ausschließlich den Film, nicht die DVD.

Was für ein herrlich perverser Beginn: Ein Kindergesang (mit einer etwas seltsam aus dem eingängigen Duktus fallenden in Halbtönen absteigenden Melodie am Ende); dazu als Schatten ein Messer, das in einen Körper fährt. Dann fällt das blutige Messer auf den Boden; Kinderschuhe und -strümpfe nähern sich; ein Kind hat also alles gesehen. Dann folgt erst einmal der Rest der Credits, aber die Kindermelodie wird uns den ganzen Film über begleiten. Sowie Kinderzeichnungen - sie zeigen ein Kind, das einen Erwachsenen mit dem Messer abgestochen hat und fröhlich-triumphierend grinst. Wobei begleitet uns dies? Bei einer geheimnisvollen Mordserie, in die der englischer Musiker Marcus (David Hemmings) und die italienische Journalistin Gianna (Daria Nicolodi) hineingezogen werden. Das ist manchmal etwas verwirrend (zum Beispiel arbeitet Regisseur Dario Argento fast immer ohne Informationsvorsprünge). In seiner Mischung aus expressiver Farbdramaturgie, teilweise brutaler Effekthascherei und verstörendem Psychothriller mit Gothic-Elementen hat es aber etwas Faszinierendes. So sind die Morde nicht nur blutig (und teils sadistisch), sondern reflektieren eben auch das schockierende Kindheitserlebnis, welches uns erst am Schluss offenbart wird. So wird in der zweiten Hälfte nicht nur eine Art verwunschenes Horrorhaus eingeführt, sondern dient diese Gothic-Reverenz auch einer psychologischen Metapher: Das Böse muss erst unter der Oberfläche hervorgeholt werden; aus der Vergangenheit auch, und zu diesem Zweck kann hier schon einmal der Putz der alten Fassaden bröckeln und schließlich freigelegt werden, was auch unter der metaphorischen Fassade verborgen war. Zudem ist das alles teilweise höchst spannend und visuell aufregend, mit dem stellenweise dissonanten, klangexperimentellen Pop von "Goblin" auch reichlich beunruhigend. Argento kommt durch all dies über reine Filmreverenzen hinaus. Zwar erinnert die Auflösung an klassisches freudianisches Kino mit dem typischen Kindheitstrauma; motivisch und stilistisch vermag man ein Stück "Marnie" zu erkennen. Das vielfach verwendete Bild von beschädigten Kinderpuppen wiederum mag auf "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" zurückzuführen sein, ebenfalls ein Psychothriller mit dem Motiv, dass ein lange zurückliegendes Erlebnis entschlüsselt werden muss. Aber Argento kopiert diese Dinge nicht nur, sondern schafft ein höchst eigenwilliges und dennoch schlüssiges freudianisches Angstkino. In seiner Neigung, aus eklektizistischer Übertreibung etwas Eigenes zu schaffen, mag Argento etwas von Brian de Palma haben (dass in einer Szene die blutige Gewalt ausgerechnet am und im Mund des Opfers ausgeführt wird, hat mich kurz an de Palmas "Sisters" erinnert). Ein manchmal etwas heftiger und roher, aber auf jeden Fall interessanter Film.

Das klassische Motiv, dass wir vorschnellen Erklärungen nicht trauen dürfen, hat Argento am Ende konsequent ausgeführt und uns wird wieder einmal vor Augen geführt, dass wir nur etwas genauer hätten aufpassen müssen (etwas, das auch über "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" gesagt werden kann). Argentos Kino ist immer auch Kino über das Sehen selbst. Der verbotene Blick bei dem zurückliegenden Mord, der Blick hinter die Fassade, der genaue Blick des Zuschauers, die Großaufnahmen von Augen; er setzt das auf verschiedenen Ebenen um. Und diese Augen blicken oft direkt in das, was Angst macht (kurz vor Schluss wähnen wir einen bereits arg geschundenen Menschen noch nicht ganz tot und sehen seine Augen offen, bevor ihm etwas WIRKLICH Ekelhaftes passiert, das wir zusammen mit ihm kommen sehen). Argentos Kino ist effizientes Kino der Angst. Und der Angstlust, denn es ist hier vor allem eine nicht immer ganz rationale Neugier, die zu gefährlichen Situationen führt. Das Zusammenspiel zwischen Marcus und Gianna illustriert dies sehr schön. Sie sind beide ab und an ein wenig überheblich; David Hemmings gibt mal wieder den selbstgefälligen Macho; Daria Nicolodi eine zumindest am Anfang hemmungslose Fotojournalistin, die mit völlig ungerührtem auftrumpfendem Aktivismus am ersten Tatort auftaucht. In ihrer Mischung aus emanzipiert und in die eigene Schönheit selbstverliebt ist sie auf jeden Fall eine Steigerung gegenüber der schwachen Frauenrolle im Argento-Film "Die neunschwänzige Katze". Und wie sich die beiden zusammenraufen, führt zu ein paar herrlichen Dialogen wie demjenigen über die Frage, ob das "elefantendicke Fell" einer Journalistin im Widerspruch zu der Tatsache stehe, dass Gianna, wie sie betont, eine wunderschöne zarte Haut habe. Da sind zwei Querköpfe einander im Grunde ähnlich, da können sich die Hände erstmals beim Wettstreit im Armdrücken berühren, da glauben wir aber auch dieser frischen, unkonventionellen Kabbelromanze und merken sehr bald: Die sind nicht so hartgesotten, wie es scheint, die können durchaus Empfindungen hegen - aber auch Verantwortung übernehmen? Ihrer beider Hobbydetektivspiel ist nicht nur dem sozialen Impuls geschuldet, dass irgendjemand ja die Arbeit machen müsse, die zu leisten eine (wie im Genre gewohnt wenig präsente) Polizei offenbar nicht in der Lage ist. Es dient eben auch einer unsäglichen Lust des Schauens, des Wühlens im Verborgenen, so wie ein Kind garantiert eine Kiste aufmachen wird, wenn wir ihm sagen, dass es in einem Raum ALLES tun dürfe, außer eben diese eine Kiste aufzumachen. Wieder einmal Neugier und Angstlust. Und was in der Büchse der Pandora steckt, ist ... auf jeden Fall deep red. "Giallo" heißt nicht rot, sondern gelb, ist aber auch eine Bezeichnung für den italienischen expressiven Thriller, der in den 1970er Jahren seine Blütezeit hatte (benannt nach dem gelben Einband der Groschenromane, die als literarisches Vorbild gelten). Argento bedient das Genre hervorragend und kann es noch um eine interessante psychologische Komponente ergänzen, ohne es zu verwässern und vollständig einer beruhigenden Rationalität zuzuführen. Also hervorragender Giallo Freudianico.
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am 13. April 2012
Diese Frage sollte man sich wirklich stellen. Seitdem ich Deep Red gesehen habe, hat mich kein weiterer Giallo derart beeindruckt. Die Bildsprache Argentos ist grandios, die Story ist spannend und nicht wirklich vorhersehbar, der Soundtrack von Goblin ROCKT und überhaupt. Ganz großes Kino, bester Giallo ever!

KAUFEN!
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am 29. Oktober 2012
Einer der besten Giallo-Filme überhaupt - und nun endlich auf Blu-ray...da freut sich der Sammler! Zum Film an sich muss ich nicht sagen, wer "Deep Red" nicht kennt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Kult! Die technischen Daten der Blu-ray haben mich auch überzeugt, sowohl Bild als auch Ton kommen sehr gut rüber. Somit für Fans absolut zu empfehlen.
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