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5.0 von 5 Sternen
Ironisches Frühwerk mit Tiefgang!, 24. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Endlich sind wir reich (DVD)
Dieser 1932 entstandene Film sticht gegenüber anderen frühen Hitchcock-Werken ("Blackmail", "Murder", "Number Seventeen") vor allem dadurch hervor, daß es sich um keinen Thriller handelt: Vielmehr liegt hier ein nettes, leicht poetisches autobiographisches Kleinod vor, das sich mit Hitchcocks noch junger Ehe beschäftigt: Ein vom Alltag gelangweiltes Paar ist plötzlich in der Lage, sich sämtliche Wünsche zu erfüllen und geht auf Weltreise. Im Laufe der Zeit erliegen beide ihren romantischen (nicht-ehelichen) Illusionen und finden sich, ausgebrannt und menschlich enttäuscht, auf einem sinkenden Frachtschiff wieder, wo sie schließlich nicht nur das Leben neu zu schätzen lernen - auf wundersame Weise lernen sie endlich ihre gegenseitige Abhängigkeit zu akzeptieren und entdecken ihre Liebe neu; dies alles wird in einem zauberhaften, wunderbar pfiffigen Rahmen rübergebracht, der sich ideal mit dem Stil kommender Thriller wie "Der Mann, der zuviel wußte" (Frühfassung) und "39 Stufen" ergänzt. Eine Dreingabe ist der Stummfilm "Champagne" aus dem Jahre 1928, eine Art moralisches Lehrstück über ein leichtfertiges Mädchen, das irrtümlich annimmt, ihr Vater sei bankrott gegangen, und sich daraufhin in ein fragwürdiges Milieu begibt...
Fazit: Für Hitchcock-Fans ist diese Zusammenstellung ein Muß, und man kann nur hoffen, daß auch Filme wie "The Manxman" (1929) oder "Number Seventeen" (1932) bald auf deutscher DVD vorliegen!
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