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3.0 von 5 Sternen Ein Muss für Affenbabyfans, 17. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Affentraum (DVD)
Zu diesem Film kursieren im Internet die abstrusesten Inhaltsangaben. Auch die obige ist eher mit einem effekthascherischen Trailer zu vergleichen.

New York ist von Ratten verseucht. Das muss nicht unbedingt in der Zukunft gelegen haben, sondern kann auch als surrealistische Gegenwartswahrnehmung aufgefasst werden. Auch dass New York bis auf ein paar schräge fellinihafte Figuren bemerkenswert menschenleer ist, scheint mir eher einem Traum entsprungen zu sein als einer wann auch immer anzusetzenden Zukunft. Lafayette, der in einem geräumigen Keller-"Loft" wohnende junge Franzose, der sich mit undurchsichtigen Gelegenheitsarbeiten durchschlägt, verständigt sich nicht ausschließlich durch den ausdrucksvollen Gebrauch seiner Trillerpfeife, sondern nur, wenn ihm die Sprache fehlt, seine Gefühle auszudrücken.

1978 war dieser Film womöglich sensationell - er besteht aus vielen Klischeeumkehrungen, die damals gefielen. Es war gerade Mode, dass Frauen sich herausnahmen, was sonst nur Männer taten, und umgekehrt. Also wählen die Frauen der Theatertruppe das nächstbeste männliche Objekt, ihren Laufburschen Lafayette, als Opfer einer akademischen Vergewaltigung aus, weil sie eine Erfahrung für den Stoff ihres laufenden Theaterprojekts brauchen. Er bekommt eine Flasche über den Kopf geschlagen und eine der Frauen (die in ihn verliebt ist), muss das Geschäft verrichten. Dem dabei wieder zu sich kommenden Opfer gefällt aber die Sache bis auf den rauchenden Schädel ganz gut, es entwickelt sich sogar eine Art Liebesbeziehung, über deren Höhen und Tiefen wir aber nichts mehr erfahren.

Die "Liebesszene" mit der 60jährigen Frau entpuppt sich als harmlose Küsserei Marke Teenager, zu der sich Lafayette, halb aus Bewunderung, halb aus Mitleid hinreißen lässt.

Mehr jedoch liebt Lafayette das Affenbaby, das sein Kumpel Luigi seltsamerweise am Strand in den steinernen Fängen eines riesigen Objekts gefunden hat, das wohl den gefallenen King Kong darstellen soll.

Der Direktor des römisch/griechischen Wachsfigurenkabinetts, in dem Lafayette ebenfalls jobbt, rät ihm eindringlich dazu, das Affenbaby unbedingt loszuwerden, um seine Freiheit nicht aufs Spiel zu setzen, aber Lafayette will nicht hören.

Als seine Freundin ihm mitteilt, dass sie schwanger ist (der Zuschauer ahnt das natürlich schon viel früher), ist er verstört und treibt sich ratlos herum. Das verlassene Affenkind wird derweil zu Hause (reichlich unglaubwürdig, dass es jetzt erst passiert, denn es wurde öfters allein zu Hause gelassen) von den Ratten getötet und angefressen.

Als Lafayette dies entdeckt, inszeniert er mehr oder weniger unbeabsichtigt ein Miniatur-Inferno im mittlerweile korrumpierten Wachsfigurenmuseum, in dem er umkommt.

Der Film ist von (zumindest aus heutiger Sicht reichlich platter) Symbolik so überladen, dass man gar keine Lust hat, irgendwas tiefer entschlüsseln zu wollen als bis zum Thema Widerborst. Man kann dem Film seine Entstehungszeit deutlich ansehen, und eine über seine Zeit hinausweisende inhaltliche Bedeutung hat er nicht. Es ist einer von diesen Filmen, bei denen man immer denkt, "vielleicht kommt noch was".

Aber das Schimpansenbaby (das noch dazu äußerst brav ist und fast immer schläft), das ist wirklich entzückend.
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Affentraum
Affentraum von Gérard Depardieu (DVD - 2007)
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