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5.0 von 5 Sternen Die beste Fledermaus, 24. August 2009
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Die Fledermaus (Audio CD)
Herbert von Karajan hatte schon 1955 bei der EMI eine Aufnahme der Fledermaus eingespielt, die noch dazu sehr prominent und in den Hauptrollen mit Elisabeth Schwarzkopf, Nicolai Gedda und Rita Streich auch sehr gut besetzt war. Dass er dann nur fünf Jahre später eine zweite Einspielung produzierte, war selbst für ihn ungewöhnlich und dürfte mehrere Gründe gehabt haben. Zum einen war er inzwischen zur Firma Decca gewechselt, zum anderen brachte er 1960 als Direktor der Wiener Staatsoper eine Inszenierung mit weitgehend ähnlicher Besetzung heraus. Vor allem aber dürfte eine gewisse Unzufriedenheit mit dem ersten Versuch eine Rolle gespielt haben. Um es gleich zu sagen: Die zweite Aufnahme vermeidet nicht nur alle Fehler der Ersten, sie ist m. E. bis heute die beste Fledermaus überhaupt geblieben.

Das fängt an mit einer unschlagbaren Besetzung - alle Sänger gehörten dem Ensemble der Wiener Staatsoper an und sind deshalb fantastisch aufeinander eingespielt, aber auch einzeln jedem Vergleich gewachsen:

Allen voran Hilde Güden, die die Technik einer Koloratursoubrette (die sie im Czardas dringend braucht) mit dem Stimmcharakter einer lyrischen Sopranistin und einem sehr charakteristischen Timbre verband - eine ideale Rosalinde. Waldemar Kmentt ist der dazu passende Eisenstein - sein kerniger Tenor verleiht der Rolle den nötigen Biss für den Jähzorn, aber auch für den etwas schmierigen Charme des notorischen Schwerenöters.

Erika Köth ist eine herrlich quecksilbrige Adele. Walter Berry (Dr. Falke) und Eberhard Waechter (Gefängnisdirektor Frank) machen aus den beiden Bariton-Partien des Stückes hinreißende Charakterstudien.

Giuseppe Zampieri singt den Alfred mit schmelzendem Tenor - sein starker Akzent stört nicht weiter, weil er im Text als "italienischer Tenor" vorgestellt wird. Endlich einmal in Alfred(o), dessen erotische Anziehungskraft glaubhaft ist. Regina Resniks Prinz Orlofsky hat stimmlich nicht den Charme einer Christa Ludwig oder die jugendliche Aura einer Brigitte Fassbaender, sie überzeugt aber als übersättigter, gelangweilter Playboy durchaus.

Damit bleibt noch ein Name auf dem Cover, der Rätsel aufgibt: Wen singt der große Bassbariton Erich Kunz, wenn der Frank schon vergeben ist? Die Lösung: Er SPRICHT den Frosch, und das wahnsinnig komisch (und mit kleiner Gesangseinlage). Güden, Kmentt, Berry, Waechter und Kunz waren übrigens alle gebürtige Wiener, hatten ihren Strauss also quasi mit der Muttermilch aufgesogen.

Karajan lässt die Wiener Philharmoniker so spielen, wie eine Fledermaus klingen muss: Für seine Verhältnisse ungewohnt leicht, hell, spritzig, energisch und temperamentvoll.

Als wenn das nicht schon genug wäre, hatte sich die Produktionsfirma noch einen besonderen Coup ausgedacht: Wie auf der Bühne üblich gibt es auf dem Ball des Prinzen Orlowsky "Zugaben". Dafür hatte die Decca alle ihre großen Opernstars (u. a. Tebaldi, Price, Nilsson, Sutherland, Berganza, Björling, del Monaco, Bastianini, ...) versammelt und ließ sie Schlager, Operetten- und Musical-Nummern singen - teils umwerfend komisch, teils sehr charmant. Ein echtes Highlight!

Der einzige ganz kleine Wermutstropfen ist die teilweise etwas steife Dialogregie in der Ballszene, aber darüber sieht man angesichts der übrigen Qualitäten gern hinweg.

Sicher haben auch andere Aufnahmen viel für sich (Clemens Krauss, Carlos Kleiber), aber keine verbindet so viele Vorteile mit so wenig Nachteilen. Und damit bleibt Karajans zweite als einsame Spitze übrig.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Fledermaus stammt aus 1960 und aus Wien,, 22. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Die Fledermaus (Audio CD)
und ist hervorragend.
Hilde Güden hatte damals die Rosalinde, am Sylvesterabend 1960 in der Staatsoper, gesungen, und auch hier ist sie immer Dame.
Erika Köth ist ein bezaubernde Adele und Waldemar Kmentt der Eisenstein. (Er hat schon alle Tenorparts gesungen, auch auf LP/CD, vom Alfred bis zum Dr. Blind.
Eberhard Wächter ist hier der Falke und Regina Resnik die/der Orlofsky (diese Sängerin war an der MET einmal Rosalinde, nur ihre Stimme wurde dunkler, die zu einem Fach- und Stimmwechsel zum Alt führte) Giuseppe Zampieri ist der Alfred und Erich Kunz (auch er konnte 3 Baritonrollen in der Fledermaus Falke, Frank und Frosch). Die Einlagen sind so wie es sich kein Opernhaus hätte leisten können, sie werden auch nicht von Herbert v. Karajan dirigiert, wie die sonstige Operette. Renate Tebaldi mit dem Vilja Lied, am Anfang, Birgit Nilsson mit der "Fair Lady", und zum Schluß Ljuba Welitsch mit "Wien, Wien nur du allein". Also eine Fledermaus im "Luxuspaket". Immer wieder hörenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein strahlender Kristallkronleuchter, 9. Juni 2014
Von 
Klassikfreund (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: The Originals - Die Fledermaus (Audio CD)
Wie ein strahlender Kristallkronleuchter

Federnd, leicht, schwungvoll, brillant – all diese Beschreibungen treffen zweifelsohne auf Herbert von Karajans "Die Fledermaus" von 1960 zu. Ich habe die Operette von Johann Strauss schon (ein wenig zu) feurig unter Carlos Kleiber, gezügelt und voller Schmelz unter Karl Böhm und zähflüssig (live) unter Zubin Mehta gehört. Nach diesen durchaus sehr unterschiedlichen Erfahrungen bin ich mit Karajan endlich bei etwas angelegt, was zu Recht als DIE Fledermaus gelten kann.

In dieser Phase seines Schaffens hat Karajan einige Opern-Meilensteine hinterlassen, darunter Wagners "Tristan und Isolde" (1952), Strauss' "Ariadne auf Naxos" (1954), Verdis "Il Trovatore" (1956) und "Aida" (1959) sowie Wagners Ring (1966-70). Ein Umstand, der in seiner späten Schaffensphase nicht mehr selbstverständlich war, denn während er bspw. mit Strauss' "Salome" (1977/78) begeisterte, wurde sein "Parsifal" (1981) schon differenzierter gesehen. Aber das war lange nach dieser Aufnahme!

Hier stimmt einfach noch alles: Die Interpretation verbindet Schwung und Schmelz in einer seltenen Weise und besticht durch einen wunderbar feinen wie klaren Klang. Ausnahmslos fabelhaft: die Wiener Philharmoniker und der Wiener Staatsopernchor. Diese Einspielung strahlt hell wie ein Kristallkronleuchter und funkelt in den buntesten Farben.

Die Sänger sind eine wahre Freude: Waldemar Kmentt (Eisenstein), Hilde Gueden (Rosalinde), Erika Köth (Adel), Walter Berry (Falke), Eberhard Wächter (Frank) und Regina Resnik (Orlofsky) bilden ein erstklassiges und äußerst homogenes Ensemble. Sie sind die gleißenden Lichter auf dem Kristalleuchter – in gegenseitiger Wechselwirkung durchfluten sie den Raum in einzigartiger Weise. Als Hörer fühlt man sich sofort am rechten Platz.

Etwas mißtrauisch war ich jedoch wegen der Gala im zweiten Akt. Meine Sorge war, daß das Potpourri bekannter Melodien den Fluß zerreißen könnte. Zu Gehör gebracht werden:
- Die lustige Witwe: Vilja-Lied (Renata Tebaldi)
- Ferari: Domino (Fernando Corena)
- My Fair Lady: I could have danced all night (Birgit Nilsson)
- Valente: Passione (Mario del Monaco)
- Lavilla: Lullaby (Teresa Berganza)
- Arditi: Il bacio (Joan Sutherland)
- Das Land des Lächelns: Dein ist mein ganzes Herz (Jussi Björnling)
- Porgy & Bess: Summertime (Leontyne Price)
- Annie get your gun: Anything you can do (Giulietta Simionato & Ettore Bastianini)
- Sieczyński: Wien, Wien, nur du allein (Ljuba Welitsch)

"Genug damit, genug!", beendet Orlofsky diese Leistungsschau hochkarätiger Stimmen. Meine Befürchtung war allerdings unbegründet, denn die Stücke sind wunderbar eingebunden und hinreißend dargeboten.

Viel mehr Worte möchte ich nun gar nicht weiter verlieren. Diese Fledermaus macht ungeheuer viel Spaß und kann gut für sich selbst sprechen, denn "die Majestät wird anerkannt"!

(Das Begleitheft ist in englischer, französischer und deutscher Sprache.)
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde für Karajan, 3. April 2007
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Die Fledermaus (Audio CD)
Silvester 1955 an der Wiener Staatsoper: Da gab es natürlich die "Fledermaus" mit einer Spitzenbesetzung. Die ist hier auf CD festgehalten, und die Namen sprechen für sich: Karajan am Dirigentenpult, Hilde Güden als Rosalinde, Waldemar Kmentt als Eisenstein, Eberhard Wächter als Frank, Erika Köth als Adele, Walter Berry als Dr Falke, Giuseppe Zampieri als Alfred, Regina Resnik als Orlofsky, Erich Kunz als Frosch ..... Da ist höchste Qualität garantiert. Hinzu ein paar hervorragende Einlagen von Gaststars wie Joan Sutherland, Teresa Berganza, Ljuba Welitsch, Birgit Nilsson, Jussi Björling, Mario del Monaco u. a. Mehr kann wirklich nicht geboten werden.
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5.0 von 5 Sternen Fledermaus, 16. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: The Originals - Die Fledermaus (Audio CD)
Ist genau die Version der Fledermaus, die ich mir nach langer Auswahl vorgestellt habe - schon 10 mal gehört - prima!
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5.0 von 5 Sternen Die Fledermaus, 30. März 2013
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Rezension bezieht sich auf: The Originals - Die Fledermaus (Audio CD)
Jaren geleden had ik deze opname op LP, is compleet grijs gedraaid. Was ik blij dat ik me dit kon aanschaffen, en dan nog tegen een redelijke prijs. Von Karajan, met een fantastische bezetting.
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5.0 von 5 Sternen Wer die Wahl hat, hat die Qual ..., 30. März 2011
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Die Fledermaus (Audio CD)
... zwischen dieser Einspielung und der Live-Aufnahme vom Silvester 1960 ...
Johann Strauß: Die Fledermaus (Gesamtaufnahme) - Wiener Staatsoper Live - Silvester-Vorstellung 1960
Gesagt und geschrieben haben schon alles meine Vorrezensenten, da gibt es nichts hinzuzufügen,
ausser dass man beide Fledermäuse haben muss !
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The Originals - Die Fledermaus
The Originals - Die Fledermaus von Hilde Gueden (Audio CD - 2007)
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