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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....wenigstens auf DVD
Ich war sehr enttäuscht, dass Mozart and the Whale nicht ins Kino kam. Ich hatte das Glück den Film auf Englisch sehen zu können und ich war begeistert! Jetzt bin ich froh, dass er wenigstens auf DVD erscheint.

Zum Inhalt:

Donald leidet am Asperger-Syndrom, eine Art von Autismus. Er mag seine Vögel, Routine und Zahlen. Eines...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2006 von Bücherwürmchen

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Autistic Lovebirds
Petter Næss, der uns 2001 mit der schrägen nowegischen Tragikkomödie '"Elling'" beglückt hat, hat sich 2005 nach Amerika vorgewagt und dort einen ähnlichen Film abseits des Massengeschmacks gedreht. Doch leider ist ihm '"Mozart und der Wal'" nicht so gut gelungen wie '"Ellling'", trotz prominentem Cast und einer auf wahren Begebenheiten beruhenden...
Veröffentlicht am 13. Juli 2012 von MissVega


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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....wenigstens auf DVD, 7. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
Ich war sehr enttäuscht, dass Mozart and the Whale nicht ins Kino kam. Ich hatte das Glück den Film auf Englisch sehen zu können und ich war begeistert! Jetzt bin ich froh, dass er wenigstens auf DVD erscheint.

Zum Inhalt:

Donald leidet am Asperger-Syndrom, eine Art von Autismus. Er mag seine Vögel, Routine und Zahlen. Eines Tages lernt er Isabel in seiner Selbsthilfegruppe kennen. Isabel verunsichert Donald mit ihrer direkten und auch spontanen Art, aber nach einer Halloweenparty kommen sie sich näher. Ihre Beziehung braucht mehr als einen guten Willen, denn was der eine gut meint, kann für den anderen sehr schlimm sein. Isabel akzeptiert ihr Leben so wie es ist, Donald hingegen will 'normal' sein und daran zerbricht fast ihre Liebe......

Zum Titel:

Auf den ersten Blick erscheint der Titel etwas komisch, aber wer den Film gesehen hat, weiß warum er gewählt wurde.

Ich gebe diesem Film 5 Sterne weil er sehr liebenswert und emotional ist. Er zeigt, nach meiner Meinung, sehr gut die Alltagsprobleme von Menschen mit Asperger-Syndrom.

Wer gute Filme mag, sollte diesen nicht verpassen!
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informative Love-Story über autistische Menschen, 12. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
Donald leidet am Asperger Syndrom, das eine abgeschwächte Form des Autismus ist. Da Menschen mit Asperger Syndrom bzw. Autisten in ihrer eigenen Welt leben und kaum Kontakt zu normal gesunden Menschen haben, weil sie nicht wissen wie das geht, gründet Donald eine Gruppe um einfach nicht mehr allein zu sein. Er kämpft darum so normal wie möglich zu sein, hat eine eigene Wohnung, nimmt Jobs an, die er immer wieder vermasselt und versucht ein normales Leben zu führen. Als er Isabel kennenlernt, die ebenfalls Asperger hat, ändert sich sein Leben grundsätzlich. In der Begegnung mit ihr lernt er, dass es nicht wichtig ist so normal wie möglich zu erscheinen, sondern dass es wichtig ist zu sich und seiner Krankheit zu stehen, so zu sein wie man ist und zu lernen damit umzugehen.

Isabel und Donald nehmen alles wortwörtlich was andere sagen. Außerdem ist Donald besessen von Zahlen und rechnet ständig alles aus. Isabel hingegen schockiert Menschen mit ihrer direkten,offenen Art. Sie sagt alles was sie denkt. Als beide an Halloween miteinander ausgehen ist das der Beginn Ihrer Beziehung. Beide tragen das Kostüm, dass ihre wahre Identität verrät. Isabel ist Mozart, Donald ist der Wal. Isabel überrascht Donald immer wieder mit Ihrer Offenheit und will ihm ganz nah sein.. Nähe ist für Donald was schwieriges, unbekanntes jedoch lässt er sich mit Isabel darauf ein. Das gemeinsames Verständnis ihrer Krankheit lässt diese Annäherung zu.

Sie ziehen zusammen. Isabel verschafft Donald einen Job und sie scheinen ein geregeltes Leben zu führen. Bis Donald eines Tages seinen Chef zu sich nach Hause einlädt und Isabel bittet so normal" wie möglich zu sein. Hier flippt Isabel total aus und die Situation eskaliert.

Fast zu spät erkennt Donald dass Isabel nur eines will, sie will so angenommen werden wie sie ist.

Der Film hat mich sehr beschäftigt und die Probleme dieser Menschen wurden mir aufgezeigt. Ich frage mich, wo diese Menschen in unserer Gesellschaft versteckt werden und warum? Es muss schrecklich sein so anders zu sein und sich doch für ein normales" Leben zu bemühen.

Zur Unterstützung des Filmteams wurde ein Autismusberater herangezogen, Jerry der selbst Asperger hat und der den Schauspielern mit Rat und Tat zur Seite gestanden um die Geschichte so authentisch wie möglich darzustellen. Die Interviews mit diesem Mann sind sehr berührend und interessant. Er meinte Autisten sind Menschen, die keiner mag, weil sie so anders sind. Aber Autisten sind auch Menschen die geliebt und akzeptiert werden wollen, eben so wie sie sind. Der Film möge ein besseres Verständnis für diese Krankheit hervorrufen und an alle Menschen appellieren tolerant zu sein. Denn jeder Mensch hat seine Lebensberechtigung und verdient es mit Respekt behandelt zu werden.

Ich finde dass alle Darsteller sich mit viel Liebe zum Detail bemüht haben das Leben autistischer Menschen darzustellen. Alle haben mit Passion und Leidenschaft mitgewirkt, das kommt im Film rüber. Der Regisseur von Elling hat wieder mal sein soziales Engagement bewiesen. Deswegen von mir für alles höchste Punktzahl.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ungewöhnliche Liebesromanze mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten, 1. Februar 2009
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
Dieser Film ist keine Dokumentation über das Asperger-Syndrom. Es ist ein Liebesfilm nach dem üblichen Strickmuster, jedoch mit außergewöhnlichen Menschen, die sich treffen, Probleme zu bewältigen haben, so dass ihre Beziehung auf Messers Schneide steht und sie dann doch wieder zueinander finden.....
Bei solch einem Film sollte man dann auch nicht alle Einzelheiten auf die Goldwaage legen. Die Film möchte unterhalten und das gelingt ihm auf wunderbare Art und Weise.

Donald ist mathematisch hochintelligent; in punkto menschlichen Kontakt aber umfassend hilflos. Ein verschrobener Freak, der andere Menschen mit autistischen Zügen zu einer Gruppe zusammenfügt, damit sie gemeinsam ihre Einsamkeit ein Stück überwinden können. Zu solch einem Treffen taucht Isabelle auf, deren Emotionen direkt auf ihrer Zunge liegen und sie damit die meisten Menschen sehr verschreckt. Donald ist sofort von ihr fasziniert und versucht sich in seiner unbeholfenen Art, ihr näher zu kommen. Doch er kann dabei offene Türen einrennen, denn auch Isabelle ist im überaus freundlich gewogen.
Doch bei zwei solch unterschiedlichen Menschen bleiben die Missverständnisse und Schwierigkeiten nicht aus. Das unterscheidet sich nicht von anderen Paaren. Wohl aber, wie unsagbar unkonventionell sie ihre Beziehung zu gestalten versuchen und sich dabei immer wieder etwas Ungewöhnliches einfallen lassen.

Unter der Diagnose "Autismus" werden Menschen zusammengefasst, die viel unterschiedlicher untereinander sind, als das in der 'normalen' Bevölkerung der Fall ist. Das ist beim Asperger Syndrom (einer leichten Variante des Autismus) nicht anders. Der Film zeigt das sehr schön bei den Gruppentreffen auf, bei denen jeder der Teilnehmer wunderbar "verrückt" wirkt, aber jeder auf seine ganz besondere eigene Art.
Vor allem Josh Harnett kommt sehr glaubhaft in seiner Rolle als Donald herüber. Aber auch die Nebenrollen sind fantastisch besetzt.

Vergleiche mit "Rain man" hinken irgendwie; insgesamt ist es ein furchtbar romantischer Film. Wer das mag, ist bei Mozart und dem Wal gut aufgehoben.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paßt pefekt...toller Film, 31. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
Unser Sohn (8) ist ein Asperger Autist .

Wir erkennen ihn absolut wieder in diesem Film.

Er hat von beiden (Isabel und Donald)etwa je 50%.

Für Eltern eines Aspies ist dieser Film sehr gut gemacht,man versucht den Asperger irgendwie zu erklären und man trifft es auf den Punkt.

Menschen die den Film sehen,die noch nichts von Asperger gehört haben ..können wir uns vorstellen,interessieren sich entweder dafür oder sagen,kann ich nichts mit anfangen.

Man sollte ihn sich aber ansehen um auch die Aspies kennenzulernen.

Es sind tolle Menschen.Es sind keine vorlauten Trottel,die man eher auslacht (auch das wird kurz gezeigt)als zu verstehen versucht.

TOP FILM.Sehr zu empfehlen,nicht nur für Aspies.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mozart & The Whale, 22. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Mozart & The Whale (DVD)
Ein wirklich schöner Film, der die Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich von Asberger Autisten wiederspiegelt. Mit sehr viel Gefühl ist dieser Film aufgebaut, und rührend geschildert, wie die Sichtweise und andere Wahrnehmung eines Asbergers ist. Ein toller Film für Betroffene und Familienangehörige und Menschen, die sich für das Thema Autismus interessiern!Mir hat der Film Mut gemacht, da ich selber eine 6 jährige Tochter habe, die das Asberger-Syndrom hat. Ich habe meine Tochter wirklich in diesem Film wiedergesehen.Der Film zeigt auch, das es ein Mythos ist, das Menschen mit dem Asberger-Syndrom nicht darunter leiden, alleine zu sein. Und sie sind sehr wohl in der Lage, eine Beziehung mit anderen Menschen einzugehen. Diese Beziehungen sind halt anders, aber deswegen nicht weniger schön und wichtig;-)Sehr schöner Film! Kann ich nur empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, 30. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
"Mozart & the Wale" ist ein Film der eine Beziehung zwischen zwei Autisten zeigt. Er ist zugleich zum Lachen und hin und wieder auch etwas traurig, aber einfach super!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen leider nur auf DVD diese Perle, 1. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
Diesen Streifen gab es schon vor einigen Jahren von EMS auf DVD, nun hat ihn KNM wieder herausgebracht, leider nicht auf Blu Ray. Trotzdem soll dieser tolle Film hier keineswegs unerwähnt bleiben.

Donald leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer besonderen Form des Autismus. Darum hat er eine besondere Liebe für Zahlen. Insbesondere wenn er sich aufregt oder verunsichert ist, rechnet er zum Beispiel die Nummern aller Autoschilder der Tiefgarage zusammen, multipliziert oder dividiert sie. Um anderen Autisten zu helfen, die in der realen Welt nur schwer zurechtkommen, hat er eine Selbsthilfegruppe gegründet. Eines Tages stößt die Friseuse Isabelle dazu. Gehört Donald doch eher zu schweigsameren Sorte, redet sie ununterbrochen und hat oft das Problem alles herauszuposaunen, was ihr gerade einfällt und dies ist in vielen Fällen peinlich oder auch verletzend für. Mit der Zeit kommen die beiden sich aber näher und gehen eine Beziehung ein. Doch diese ist eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Als sie ihm zum Beispiel seine Wohnung aufräumt, dreht er total durch, weil ihn durch seine Krankheit jegliche Änderung eines für ihn gewohnten Zustandes total aus der Bahn wirft. So kommt es zur Trennung, doch gibt es für diese beiden wirklich keine Chance auf ein „normales” Leben, das sich insbesondere Donald so sehr wünscht?

Das Drehbuch zu diesem kleinen Meisterwerk stammt von Ronald Bass, der bekanntlich auch für „Rain Man” verantwortlich zeichnete, bei dem es auch um das Thema Autismus ging.

Die schauspielerischen Leistungen sind absolut überragend. Ich hatte erst Bedenken, dass eine Liaison zwischen Radha Mitchell und Josh Hartnett eher unglaubwürdig wirken könnte, da letzterer immer noch problemlos einen Mittzwanziger verkörpern kann, während seine Filmpartnerin vom Äußeren doch eher ihrem wahren Alter entspricht. Aber die Lösung ist ganz einfach – man verpasst Frau Mitchell einfach ein paar schräge Klamotten und eine flippige Frisur, und schon hätten wir dieses Problem auch gelöst. Sie spielt die Rolle der spleenigen Isabelle mit Bravour und man freut sich immer wieder aufs Neue, wenn man ihr herzhaftes „haa” hört, DEN Running Gag dieses Films, der auch in der zehnten Wiederholung noch amüsiert. Josh Hartnett, beweist einmal mehr, dass er durchaus mehr kann als nur gut aussehen, und spielt, insbesondere wenn er die unsichere und leicht verletzbaren Seite von Donald darstellen muss, grandios auf. Mir scheint beide Darsteller haben für ihre Rollen sehr intensive Recherche im Vorfeld des Drehs betrieben.

Die Regie von Peter Naess bleibt relativ unauffällig, und das ist auch in Ordnung, da sich dadurch alles auf die Darsteller fokussiert. Höhepunkte sind für mich die Szenen im Vergnügungspark. Besonders die optische Darstellung von Donalds Zahlenmanie hat man wunderbar gelöst, genauso wie den ersten sexuellen Kontakt zwischen beiden, bei dem man die ganze Unsicherheit von Hartnetts Charakter vollkommen klischeefrei aufzeigt.

Insgesamt ein wunderschöner, einfühlsamer und herzerwärmender Streifen, der von seinen fantastischen Darstellern getragen wird. (mehr aauf videotie.de)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genau hinschauen und verstehen!, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Mozart & the Whale (DVD)
Ich habe mir viel Zeit genommen, diesen Film in Ruhe anzusehen. Das kann man nicht zwischen Tür und Angel. Ist keine leichte Lektüre. Der Film ist interessant für Menschen, die sich mit dem Asperger Syndrom beschäftigen oder gar selbst betroffen sind. Aber auch für die, die sich dafür interessieren und gewillt sind, diese Menschen mit ihren Problemen in der heutigen Welt anzunehmen. Für mich war es ein großartiges Erlebnis, der extrovertierten Isabelle und dem introvertierten Donald dabei zuzusehen, wie sie sich in ihrer Verschiedenheit annähern, sich miteinander auseinandersetzen und ihren Weg finden. Der Film zeigt die gewaltigen Gefühlsaufwallungen von Aspergern, wenn sie mit emotionalen Gefühlen und dem sozialen Interagieren in der Gesellschaft konfrontiert werden. Aber auch die große Einsamkeit, mit der sie sich durchs Leben schlagen. Isabelle, die gerne ohne Plan durch Leben geht und Donald, der jedes Detail bis ins kleineste plant, haben es wahrlich nicht einfach, sich aufeinander einzulassen. Eine großartige Leistung der Schauspieler, die mit großer Sympathie beide Charakteren auf den Punkt brachten.
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3.0 von 5 Sternen Autistic Lovebirds, 13. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
Petter Næss, der uns 2001 mit der schrägen nowegischen Tragikkomödie '"Elling'" beglückt hat, hat sich 2005 nach Amerika vorgewagt und dort einen ähnlichen Film abseits des Massengeschmacks gedreht. Doch leider ist ihm '"Mozart und der Wal'" nicht so gut gelungen wie '"Ellling'", trotz prominentem Cast und einer auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte zweier Sonderlinge. Das Asperger-Syndrom, welches hier zentrales Thema des Films ist, erlebt ja seit einigen Jahren einen regelrechten Boom in der Filmlandschaft, doch neben großartigen Filmen wie '"Im Weltraum gibt es keine Gefühle'" und auch dem guten alten "'Rain Man"' bleibt "'Mozart und der Wal"' seltsam blass und unausgegoren und vermag keine gelungene Bindung zwischen Protagonisten und Zuschauern herzustellen.

Ausstattung: Ton in deutsch und englisch in DD 5.1. Extras: Trailer des Films in deutsch und englisch, Making-of, Behind the Scenes, Interviews mit Cast & Crew sowie sechs weitere Trailer.

Donald Morton (Josh Hartnett, '"30 Days of Night"') leidet unter dem Asperger Syndrom, einer 'leichten' Form des Autismus. Es fällt ihm schwer, seine Gefühle auszudrücken oder mit Emotionen Anderer umzugehen. Er ist ein Zahlengenie, arbeitet aber als Taxifahrer, hat eine Vorliebe für Vögel und ist Leiter einer Autismus-Selbsthilfegruppe. Eines Tages stößt Isabelle (Radha Mitchell, '"Silent Hill'") zur Gruppe und wirbelt diese mit ihrer extrovertierten Art gehörig durcheinander. Donald fühlt sich dennoch hingezogen zu der verrückten Frisörin und auch Isabelle beginnt, sich für Donald zu interessieren. Dass es für zwei Menschen mit Asperger Syndrom ziemlich schwierig ist, eine Beziehung einzugehen, ist den Beiden klar, dennoch wollen sie es versuchen. Doch die emotionalen Defizite, die ihre Krankheit mit sich bringt, scheinen schon bald die Oberhand über die Gefühle zu gewinnen, die die Beiden füreinander entwickeln. Hat ihre Liebe überhaupt eine Chance oder bleiben die Beiden gefangen in ihren Zwängen und Verhaltensweisen, die eine 'normale' Beziehung nahezu unmöglich machen?

Nun bin ich zugegebenermaßen kein Experte, was das Krankheitsbild von an Asperger Erkrankten angeht, dennoch stößt mir die Darstellung, die Næss hier für seine Protagonisten gewählt hat, sauer auf. In der Regel sind an Asperger Erkrankte kaum zu sozialer Interaktion fähig und haben mehr oder weniger massive Kommunikationsprobleme mit ihrer Umwelt. Sie sind oft überdurchschnittlich intelligent und ihr Leben ist gekennzeichnet von stereotypen Abläufen, die strikt eingehalten werden. Viele von ihnen verfügen über so genannte Inselbegabungen, heißt, sie sind auf einem speziellen Gebiet überdurchschnittlich begabt, während sie im normalen Leben oft nur schwer zurechtkommen. All dies macht sie für ihre Umwelt oft zu wunderlichen Außenseitern, die aber nicht wirklich psychisch krank sind.

Næss hingegen stellt seine Autisten-Truppe als einen Haufen psychisch Gestörter da, die eher wirken, als wären sie schizophren oder würden am Tourette-Syndrom leiden. Die eine brüllt ständig, anstatt in normaler Lautstärke zu sprechen, die andere ist hysterisch gutgelaunt, der nächste klaut manisch Nahrungsmittel, wo immer er welche findet. Donald wirkt da noch am authentischsten, auch wenn seine Inselbegabung, Zahlen, hier sehr simplifiziert dargestellt wird. Denn eigentlich addiert oder subtrahiert er nur ständig kleinere Zahlen oder bildet Quersummen aus der Zeitanzeige der Mikrowelle. Dennoch gelingt Hartnett die Darstellung eines Autisten recht gut. Er hat Sammelzwänge, kann Menschen kaum direkt ansehen, ist verklemmt, verschroben, schüchtern und in der Regel mit seiner Umwelt überfordert.

Radha Mitchell hingegen wirkt total unglaubwürdig. Ihre emotionalen Ausraster, ihr permanentes, lautes Auflachen, ihre Darstellung einer durchgeknallten, verhaltensauffälligen Künstlerin in komischen Klamotten wirken aufgesetzt, nervtötend und überhaupt nicht authentisch. Man nimmt ihr zu keinem Zeitpunkt die Asperger-Kranke ab, sie wirkt eher wie eine schizophrene Lebenskünstlerin, bei der man leider die Medikation falsch eingestellt hat.

Der restliche Cast hat wenig Chancen zu zeigen, was er drauf hat. Gary Cole ('"Good Wife"') versucht sich als Donalds neuer Chef an der Universität, aber seine Rolle bleibt zu klein, um nachhaltig zu sein. Sheila Kelley ('"Lost'") brüllt nur ab und an unmotiviert in der Gegend rum. Einzig John Carroll Lynch ('"Crazy, Stupid, Love'") als ebenfalls an Asperger Erkrankter liefert hier glaubwürdig ab.

Ronald Bass, der damals erstaunlicherweise auch das Drehbuch zu "'Rain Man'" geschrieben hat, gelingt es bei '"Mozart und der Wal'" leider nicht, seine Geschichte glaubhaft und emotional zu erzählen. In der Kombination mit Næss' Regie verkommt der Film zu einem wenig zugänglichen, ungelenk erzählten und kaum Sympathien erzeugenden Drama mit humorvollen Sprenkeln, dessen 92 Minuten einem manchmal ganz schön lang vorkommen. Dennoch kann man dem Film einige schöne Ideen, die einem das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubern, nicht absprechen. In der Summe macht das aber aus '"Mozart und der Wal'" leider nicht mehr als ein seltsam erzähltes Außenseiter-Drama mit verquerem Humor, das weit hinter seinen emotionalen Möglichkeiten zurückbleibt. Der Soundtrack allerdings ist wunderschön und begeistert mit eingängigem Indie-Pop und gefühlvollen Balladen, die dem Film etwas von seiner skurrilen Kühle nehmen. Somit ganz knappe drei von fünf Quersummen, die zu einer Gleichung führen, die nicht aufgeht.
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4.0 von 5 Sternen Interessant, einfühlsam, realistisch, 30. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Mozart and the Whale (DVD)
"Mozart und der Wal" behandelt das Thema Autismus einmal aus einem Blickwinkel, auf den die meisten vermutlich nicht tippen würden, nämlich in Form einer Liebesgeschichte. Die beiden Protagonisten dieses Films sind von einer leichteren Form des Autismus, dem Asperger-Syndrom, betroffen. Der Film widmet sich zum einen den Versuchen der beiden, zueinander zu finden, und zeigt die geteilten atypischen Persönlichkeitsmerkmale der beiden dabei sowohl als Hindernis wie auch als Chance - man ist gemeinsam anders, aber zu diesem Anderssein zählen eben auch gewisse Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion. Darüber hinaus widmet sich der Film auch dem Alltagsleben der Protagonisten, und behält auch hier einen realistischen, differenzierten Blick auf ihre Art, zu denken und zu sein.

Auch und vielleicht noch mehr gerade, wer "Rain Man" kennt, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen. Was "Mozart und der Wal" nämlich nicht bietet, ist die Autismus-Freakshow mit Savants, die binnen Sekundenbruchteilen die exakte Anzahl zufällig aus einer Schachtel gefallener Streichhölzer beziffern, mitten auf einer mehrspurigen Straße anhalten, weil die Ampel rot wird, und über Nacht ganze Telefonbücher auswendig lernen. Zwar kann Autismus im Extremfall auch all das bedeuten, und "Rain Man" soll an dieser Stelle auch keinesfalls als eine voyeuristische Zurschaustellung gebrandmarkt werden, die er nicht ist, doch kann einem Autismus genauso gut in Form unnahbarer, Routinen liebender Sonderlinge begegnen, die den so genannten normalen Menschen ähnlicher sind als dem Protagonisten aus "Rain Man" und mitten unter uns leben - vielleicht auch im eigenen Umfeld. Diese Art des Autismus bringt dem Zuschauer der vorliegende Film auf unaufdringliche, einfühlsame Art und Weise näher. Dass man obendrein noch mit dieser DVD einen trotz des im Grunde konventionellen Plotschemas erfrischend andersartigen, nie in Kitsch oder überbordende Sentimentalität abgleitenden Liebesfilm in den Händen hält, rundet einen Film ab, auf den das Prädikat "wichtig" einmal tatsächlich zutrifft.
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Mozart and the Whale
Mozart and the Whale von Petter Næss (DVD - 2007)
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