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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme unserer Zeit
In vielen Passagen anders vom Verlauf her als das Buch von P. Süßkind, jedoch super gelöst.
Man bemerkt die Seelenverwandschaft der Autoren.
Man ist ständig von den Bildern berauscht, die Leidenschaft der Charaktere überzeugt und zieht einen in den Bann.
Auch wenn natürlich das Kino zuerst den Vorrang hatte, auf keinen Fall...
Vor 14 Monaten von Isolde Ebert veröffentlicht

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Eau de Toilette
Die Intensität von Tykwer's Film nimmt sich gegenüber der Buchvorlage aus wie Eau de Toilette zu unverdünntem Parfum: Der Geist des Stoffes wurde zwar einigermaßen gut destilliert, doch der volle Duft des Romans kommt nicht zur Entfaltung. Liegt es, wie häufig bei deutschen Produktionen, an der "Kopfnote"?

Die Herangehensweise von...
Veröffentlicht am 21. Mai 2007 von Klaus Stocker


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme unserer Zeit, 2. September 2013
Von 
Isolde Ebert (Alsfeld, Oberhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD) (DVD)
In vielen Passagen anders vom Verlauf her als das Buch von P. Süßkind, jedoch super gelöst.
Man bemerkt die Seelenverwandschaft der Autoren.
Man ist ständig von den Bildern berauscht, die Leidenschaft der Charaktere überzeugt und zieht einen in den Bann.
Auch wenn natürlich das Kino zuerst den Vorrang hatte, auf keinen Fall enttäuschend.
Ein Meisterwerk!

Da ich eine bebilderte Ausgabe des Drehbuchs besitze, bin ich auch mit dem vielleicht etwas kargen Bonusmateriel zufrieden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum, 12. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kein Film der Welt ist so nah am Buch. Eine wunderschöne Erfahrung und fabelhafte Darsteller. danke Tom Twyker und Danke Bernd Eichinger, Ruhe in Frieden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein guter Film aus Deutschland!, 10. Oktober 2012
Einer der wenigen deutschen Filmproduktionen, die ich mag.
Vom Roman ist er hervorragend adaptiert, die geschilderten Gerüche werden in Bildern sehr gut "eingefangen".
Bild und Ton sind auf gutem bis sehr gutem Niveau.
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42 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz, ganz großes Kino, 20. November 2006
Frankreich, Paris im 18. Jahrhundert. Inmitten des stinkenden Fischmarkes in Paris bringt eine Frau ein Kind zu Welt – den kleinen Jean-Baptiste Grenouille, der eine außergewöhnliche Gabe hat: eine unglaublich feinen Geruchssinn.

Von der Mutter verstoßen erlebt er eine harte Kindheit. Zuerst im Waisenhaus, wird er im Alter von 13 Jahren an einen Gerber verkauft, um zu arbeiten.

Dort kommt er in Verbindung mit dem alternden Parfumeur Baldini (Dustin Hofmann), der ihn in die Kunst der Parfum-Herstellung einweist.

In Jean-Baptiste regt sich der Wunsch, das perfekte Parfum herzustellen. Jedoch nicht aus Ingredienzien wie Zitronengras oder Rosenöl – sondern aus dem Duft von hübschen, jungen Mädchen… die er für die Duftgewinnung umbringt…

Nachdem ich bereits das Buch gelesen habe, war ich vom Film absolut begeistert. Obwohl ich anfangs etwas skeptisch war, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie man das Buch in Bilder verwandeln könnte, wurde ich schnell eines besseren belehrt.

Mir ging es tatsächlich so, dass ich meinte, jeden Duft, jeden Geruch tatsächlich auch riechen zu können. Die musikalische Untermalung sowie die Bildgewalt tun ihr übriges.

Und die hervorragenden schauspielerischen Leistungen nicht zu vergessen. Neben Hollywood-Größen wie Dustin Hofmann und Allan Rickman muss sich der Newcomer Ben Wishaw (Rolle Grenouille) nicht verstecken. Er hat eine Meisterleistung gebracht.

Zur Handlung brauche ich nicht mehr viel sagen. Tom Tykwer hat sich nah an die Vorlage gehalten – jedoch sterben im Buch mehr junge Frauen. Und jeder Leser, für den im Buch bisschen viel „bla bla“ war, kann sich getrost an den Film wagen. Von Langeweile ist hier keine Spur.

Fazit: Das Buch hervorragend umgesetzt – ich bin wirklich schwer beeindruckt. Unbedingt ansehen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Literatur wird großes Kino !, 26. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Das Parfum" ist einfach ein ausnehmend guter, von brillanten Darstellern getragener Film mit viel Anspruch, ebensoviel Unterhaltung, wunderschönen Bildern und ebensolcher Musik. Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen und erspart sich zutreffende doch banale Plattitüden wie "dufte Film", "Kino mit dem richtigen Riecher", "alles andere als stinklangweilig" etcetera. Sicher wird, wer das Buch kennt, des Films wegen ins (Heim)Kino gehen um die Unterschiede zu entdecken. Denen sei zugerufen "come in and find out"! Na ja, zugegeben doch noch ein flacher Kalauer.

Als bekennender Nicht- oder Noch-Nicht-Leser des Buches sieht man den Film natürlich mit anderen, unvoreingenommen Augen. So gesehen begeistert er natürlich durch seine ungewöhnliche Geschichte, die vor dem Zuschauer von einer sehr gut gewählten "Off"-Stimme ausgebreitet wird. Dann zieht einen zum anderen die ausgesprochen ästhetische Bildsprache in den Bann - mit mal zurückgenommenen, mal effektvoll betonten Farben, mit schönen Schwenks, brillanten close ups, wundervollen Totalen. Das Ganze akzentuiert von einem erstklassigen Soundtrack, der immer da ist aber sich nie in den Vordergrund drängt. Surroundeffekte werden bewusst sparsam eingesetzt und nur da, wo sie auch wirklich Sinn machen.

Kritikpunkte? Na ja, die Altersfreigabe ab 12 scheint mir ein wenig niedrig angesetzt. Meinem Kind käme der Film nicht vor 16 in den Player, soweit ich dazusehe :-). Und: Ist die Geschichte zwar schrecklich, doch irgendwie noch glaubhaft nachvollziehbar, geht es ab der Szene am Richtplatz in Grasse doch sehr ins Fantastische, ja Unglaubwürdige. Das Ende ist so zwar sehr poetisch und literarisch - eben Kunst - verlässt jedoch die sonstige Realitätsnähe. Aber gerade damit erhält "Das Parfum" ja andererseits wieder seinen finalen Höhepunkt mit unvergesslich ausdrucksstarken Bildern. Wer wollte da richten?

Mit Sicherheit ist "Das Parfum" ein künftiger Klassiker, der auch noch in 20-30 Jahren in der x-ten Wiederholung auf irgendendeinem Bananensender gespielt werden wird. Muss man nicht nur gesehen haben um mitreden zu können. Muss man gesehen haben weil man sonst einen ausnehmend guten Film versäumt hätte!
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37 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für die Nase..., 19. März 2007
Von 
Oliver Knieps "soul4rock" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
sondern besonders für die Augen....denn ich teile die Meinung des Vor-Rezensenten nur bedingt.

Ich habe bereits einige HD-DVDs und kann daher durchaus zutreffende Vergleiche führen: Das Bild der HD-DVD von "Das Parfum" ist durchweg exzellent! Weder kann ich ein störendes Bildrauschen permanent ausmachen (nur in einigen sehr kurzen Momenten, aber dann muss man auch danach suchen!), noch kann ich die Kritik über die Bildschärfe teilen, diese ist nämlich über jeden Zweifel erhaben: Baldinis Haus auf der Brücke, die schmutzigen Gassen von Paris, die Landschaftsaufnahmen - all das präsentiert sich in solch einer Pracht, dass man unweigerlich bemerkt, welche kostenaufwendige Produktion hier stattfand.

Der Film erstrahlt in einer vorbildlichen Farbpräsenz, die Kontraste sind sehr gut, ja fast meint man ebenfalls Zeitgenosse zu sein und die Handlung unmittelbar mitzuverfolgen. Szenen im Dunklen haben einen sehr schönen Kontrast, Details sind gut auszumachen.

Die Komprimierung leistet exzellente Arbeit und fällt über den ganzen Film hinweg kaum auf. Besonders bei den extreme Close-Ups auf die Parfumflasche, Grenouilles Nase und die Haut des Mirabellen-Mädchens lässt die HD-Version ihre Muskeln spielen: Fantastisch, hier erkennt man erneut welch ein Segen HD doch ist.

Ich wage es einmal, "Das Parfum" in der hier vorliegenden HD-DVD-Version mit zu den Referenz-Bild-HD-DVDs wie "King Kong" und "Batman Begins" zu zählen. Ich weiß, das sind grosse klingende Namen, aber wer Tom Tykwers Meisterwerk mal als HD-Version gesehen hat, der weiß wovon ich rede!

Der Ton ist sehr gut, ihm fehlt manchmal der nötige Druck, verfügt aber über eine gute Räumlichkeit und liegt als english/bzw. deutsche Version vor.

Auf der HD-DVD befinden sich neben einem Making Of und Interviews noch der Original Kinotrailer in HD

Bild: 9.8 / 10 Ton 8/10 Extras 6/10
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Eau de Toilette, 21. Mai 2007
Von 
Klaus Stocker "wunderklaus" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD) (DVD)
Die Intensität von Tykwer's Film nimmt sich gegenüber der Buchvorlage aus wie Eau de Toilette zu unverdünntem Parfum: Der Geist des Stoffes wurde zwar einigermaßen gut destilliert, doch der volle Duft des Romans kommt nicht zur Entfaltung. Liegt es, wie häufig bei deutschen Produktionen, an der "Kopfnote"?

Die Herangehensweise von Tykwer an den abseitigen Charakter Grenouille ist meines Erachtens eine unsorgfältige. Im Süskind-Roman ereilt den Leser sofort das kalte Gruseln, wenn das Kind im Jahr 1738 völlig ohne Eigengeruch geboren wird. Süskind beschreibt einen Außenseiter, der von seinen Mitmenschen stigmatisiert wird. Frauen, Männer und Kinder reagieren, bewusst oder unbewusst, ablehnend auf ihn. Seine verzehrende Sehnsucht, ja, die Besessenheit nach einem Eigengodeur ist psychologisch schlüssig, die sich steigernde Obsession, Düfte jedweder Herkunft (auch menschlicher) konservieren zu können, ist eine ebenso verständliche wie unheimliche Sehnsucht nach Identität und Liebe. Im Film wird dieser wichtige Aspekt lange Zeit vernachlässigt. Zwar wird der Säugling als Wesen mit einem erstaunlichen Geruchssinn geschildert, doch das Fehlen eines menschlichen Eigengeruchs wird erst viel später vom Erzähler erwähnt, mehr oder weniger in einem Nebensatz. So bleibt der Film-Grenouille zwangsläufig hauptsächlich ein schräger Düfte-Fetischist. Getrieben wovon? Beinah fehlt der Filmfigur eine ganze Dimension. Und die Art, wie Ben Whishaw in dieser Rolle inszeniert ist, lässt obendrein viel von der kalten Mystique des Buch-Charakters vermissen. Whishaw ist ein neutraler, gar nicht mal unsympathisch aussehender junger Mann, dessen gesellschaftliche Isolation nie so wirklich plausibel ist. Innere Kämpfe (oder auch die Abwesenheit dieser, also innere Leere), Obsession oder Berechnung, also eine irgendwie motivierte Stellungnahme (oder eben deren totalitäre, kalte Verweigerung) - all das vermisst man in der Rollenauffassung Whishaws. Sein Massenmörder ist schlicht und ergreifend nicht wirklich interessant und selbst in seiner psychopathologischen Kälte nicht mitreißend.

Die Schauwerte des Films hingegen sind beträchtlich: Das alte Paris und seine Gerüche, sie wurden sehr plastisch in Szene gesetzt. Fast so perfekt, dass die wuchtige Potenz der Vergangenheitsästhetik beinah schon wieder etwas Überperfektes und Musicalhaftes erhält. "Les miserables meets Massenmörder". Kamerafahrten, Ausstattung und Ton schweben zweifellos in gehobenen Duftsphären - insgesamt jedoch fehlt dem Film der dämonische kompromisslose Sog, die kühne Absonderlichkeit des Romans.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bild- und Musikkompositionen anstelle "vielfältigster Düfte", 8. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD) (DVD)
Die Bewertung über Film und Buch habe ich aus folgenden Gründen gleichlautend geschrieben: Erst nachdem ich den faszinierenden, ein ungewöhnliches Thema darstellenden Film gesehen habe, kaufte ich mir das Buch. Die unglaubliche Ausdruckskraft, die außergewöhnliche Schilderungsdynamik von P. Süskind ließen mich den Roman in einem Stück durchlesen. Wobei die bizarre Geschichte des "monströsen Riech-Genies" Jean-Baptiste Grenouille nicht allein der ausschlaggebende Punkt war, dass ich es voller Spannung gelesen habe, sondern die schier unglaubliche, beeindruckende Sprachgewalt Süskinds über Gerüche. Manchmal hat man das Gefühl, als steigen Düfte aus den Buchseiten heraus. Ein für mich in der heutigen Zeit literarisches Phänomen. Fast ohne wörtliche Reden oder Dialoge, wie dies so häufig in zeitgemäßer Belletristik praktiziert wird, schaffte es der Roman, mich in seinen Bann zu ziehen. Allerdings hatte mich die Anhäufung zahlreicher ungewöhnlicher Begriffe und Fremdwörter ein klein wenig gehemmt; musste oft über deren Bedeutung in Wörter - und Sachbüchern nachschlagen.

Nachdem ich nun beides "erlebt" habe, Film und Buch, ist es für mich eigentlich unmöglich, getrennte Bewertungen zu schreiben. Denn vor meinen Augen vermischen sich sowohl im Buch als auch im Film meine Vorstellungen der jeweiligen Ereignisse und Personen miteinander.
So schwebte mir beim nochmaligen Lesen statt des als verwachsenen und missgestaltet geschilderten Grenouille die schmächtige, mit unschönen Hautverfärbungen versehene, in schlau-verschlagener Art dargestellte Gestalt des genialen, mit übersinnlichen Riech-Fähigkeiten ausgestatteten Hauptdarstellers vor Augen. Eine hervorragende schauspielerische Leistung von Ben Wishaw, dessen Darstellung für mich deshalb sogar glaubwürdiger wirkte als die Romanfigur. Doch der gealterte Parfumeur Baldini war für mich sowohl im Buch als auch im Film ein und dieselbe Person. Eine absolute Glanzleistung von Dustin Hoffman. Im Grunde genommen hatte ich das natürlich von ihm erwartet, wie auch die Rolle des Kaufmanns Antoine Richis, gespielt von Alan Rickman.

Um die Grundgeschichte im Film anzudeuten, wird vor Filmbeginn eine aus dem Dunkel sich langsam heraushebende Nase gezeigt, deren Nasenflügel sich witternd blähen. Etwas grotesk zwar, aber wie sonst könnte man in einem Film wohl Geruchsempfindungen einprägsamer darstellen. Nach der Urteilsverkündung über den mehrfachen Mörder Grenouille, die im Film aus dramaturgischen Gründen vorangestellt, also nicht wie im Roman zum Schluss geschildert wird, erfolgt der eigentliche Beginn des Films mit der einprägsamen, wunderbaren Stimme des deutschen Erzählers Otto Sander, der wortgleich wie im Roman den Film mit den Worten einleitet: "... weil sich sein Genie und sein einziger Ehrgeiz auf ein Gebiet beschränkte, welches in der Geschichte keine Spuren hinterlässt: auf das flüchtige Reich der Gerüche."

Das Filmdrehbuch erzählt die Geschichte im Vergleich zum Roman wesentlich straffer und lässt einige Romanparts vollkommen beiseite. So wurde auch der äußerst amüsant geschilderte Romanabschnitt des Paters Terrier, der die Aufmerksamkeit des Kleinkinds Jean-Baptist mit geradezu närrischem Kosen, ein "Duzzi, duzzi", zu erringen versucht, ausgelassen.
Bis zu seiner Begegnung mit dem Mirabellenmädchen schildert der Erzähler Otto Sanders den Lebensweg Jean-Baptiste Grenouilles im Film. Hierzu wird die bildliche Darstellung von Paris in recht beeindruckend düsteren, regelrecht "schmutzigen" Bildern gezeigt, so wie es auch Süskind so drastisch-plastisch in unnachahmlicher Art zu schildern vermag.

Die Schlüsselszene mit dem Mirabellenmädchen, in der Grenouille ihren überirdischen Duft wahrnimmt, sie ungewollt tötet, sich an ihrem Geruch berauscht und dann verzweifelt feststellt, dass dieser himmlische Duft sich schnell verflüchtigt, ist das eigentliche Grundmotiv von Buch und Film. Hier erwacht Grenouilles Wunsch, Parfumeur zu werden, um Düfte konservieren zu können. Er beginnt deshalb eine Lehre bei dem Parfumeur Guiseppe Baldini. Das Resümee des gealterten, einst erfolgreichen, nun aber erfolglosen Parfumeurs, der in weinerlichen, vorwurfsvollen Selbstmitleid in seinen Erinnerungen an die "gute alte Zeit" schwelgt - wunderbar erzählt von P.Süskind - wird zwar im Film ausgelassen, doch Dustin Hoffmans glänzende Darstellung dieses schrulligen Mannes gleicht das in höchstem Maße wieder aus. Auch wird im Film etwas hinzugefügt, was die Ambitionen Grenouilles folgerichtiger als die im Roman geschilderten Gründe erscheinen lassen. Baldini erklärt Grenouille die Zusammensetzung eines "perfekten Parfüms", welches aus zwölf Noten besteht, und aus den 3 Akkorden - Kopf-, Herz- und Basisakkord. Die 13.te Essenz, deren Geruch Menschen ins Paradies zu versetzen vermag, hat man nie gefunden.
Möglicherweise hat P. Süskind das Drehbuch beeinflusst bzw. hat im Nachhinein diese Änderung befürwortet, denn seine Version, den "himmlischen Duft" der jungen Frau Laure, Tochter des verwitweten Kaufmanns Antoine Richis, in Grasse mit einem "Duftdiadem" von 24 getöteten Jungfrauen zu umwinden und damit gewissermaßen zu krönen, empfand ich persönlich doch ein wenig zu "obskur".

Grenouilles Entsetzen, dass er Düfte von Lebewesen bei Baldini nicht destillieren kann, wird durch Baldini besänftigt, indem er dem Verzweifelten erklärt, dass durch Enfleurage (Ein Verfahren zur Duftgewinnung) in Grasse so etwas realisiert werden kann.

Grenouille macht sich auf die Reise dorthin. Im Film wird Grenouilles Aufenthalt auf dem "größtmöglichen Punkt der Einsamkeit", der Erhebung Plomb du Catal, stark verkürzt. Hier an dieser Stelle möchte ich hinzufügen, dass im Film zu meiner persönlichen Erleichterung auf Süskinds geschilderter Nahrungsaufnahme Grenouilles von "kleinen Salamandern und Ringelnattern, die er roh und mit Haut und Haaren verschlang ..." verzichtet wird. Und während P. Süskind philosophisch-esotherisch die Einsamkeit des "Großen Grenouille", dessen Träume der tief im Inneren gespeicherten Düfte mit ungeheurer Wortgewalt ausführlich beschreibt, beschränkt sich der Film auf eine weitere Schlüsselszene aus dem Roman: In einem Albtraum erscheint das Mirabellenmädchen, welches ihn gar nicht wahrnimmt. Erschüttert stellt Grenouille fest, dass er über keinen Eigengeruch verfügt. P. Süskinds Schilderung dieser Erkenntnis ist derartig einprägsam, dass man unwillkürlich beim Lesen dazu neigt, kurz an seiner eigenen Hand "schnuppern" zu wollen.
Das Drehbuch überspringt wahrscheinlich aus dramaturgischen Gründen den Aufenthalt Grenouilles in Montpellier, beim Marquis Taillade- Espinasse, einem Wissenschaftler aus Liebhaberei, dessen Erdfluidumstheorie, dessen Revitalisierungskur im Vitalluftventilationsapparat er sich unterzieht. Auch die Anfertigung eines künstlichen Eigengeruchs durch Grenouille wird übersprungen.
Im Roman selbst wird dieser Abschnitt sehr ausführlich geschildert, natürlich sprachrhythmisch überragend und vor allem stilistisch äußerst amüsant- interessant.

Die dritte Schlüsselszene ist Grenouilles Begegnung mit Laure Richis in Grasse, deren Duft ihn in "göttliche" Wonnen versetzt.
Und hier macht er sich im Gegensatz zum Roman, wo er zwei Jahre warten muss, um diesen Duft in seiner Vollendung "ernten" zu können, sofort daran, den perfekten Duft zu kreieren.
Und anhand Baldinis Schilderung der benötigten Essenzen für ein "perfektes Parfum" tötet Grenouille zunächst 12 jungfräuliche Mädchen, um dann seine Schöpfung mit dem himmlisch-verführerischen Duft der getöteten Laure Richis zur absoluten Vollkommenheit mischen zu können.

Die Romanverfilmung ist meines Erachtens ausgezeichnet gelungen, auch wenn das Drehbuch den Romaninhalt stark verkürzt und gerafft hat. Allein die Bild- und Musikkompositionen, die exzellenten schauspielerischen Leistungen von Ben Wishaw, Dustin Hoffman und Alan Rickman machen den Film zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Für mich einer der einprägsamsten und gelungensten Filme der vergangenen acht Jahre, den man sich immer wieder anschauen kann.
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30 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen toller Film in mäßiger Verpackung, 22. März 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD) (DVD)
Über den Film will ich eigentlich nicht viele Worte verlieren - ich finde ihn großartig. Grandiose Optik, toller Sound, gute Atmosphäre. Deswegen habe ich ihn mir ja auch gekauft.

Wie der Film auf DVD serviert wird, ist jedoch teilweise eine Unverschämtheit!

Nicht nur, daß eine alberne Trailershow draufgepackt wird, die ich garantiert nicht anschauen will und die in ein paar Monaten komplett uninteressant ist, nein - man wird genötigt, sich einen Anti-Raubkopierer-Clip anschauen zu müssen! Hallo?? Ich habe die DVD GEKAUFT, nicht geliehen oder sonstiges... Raubkopierer entfernen diesen clip doch sowieso mit geeigneten Mitteln.

Deswegen gibt's gleich 2 Sterne Abzug von mir.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse, 18. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders (Einzel-DVD) (DVD)
Als einer der größten Fans des Romans sowie des Filmes bin ich schwer begeistert. Eine wahrhaft gelungene Umsetzung der Geschichte und empfehlenswert für jeden Frankreich-Liebhaber mit den schönen Aufnahmen und dem Duft des Lavendels der quasi durch den TV in die Seele fließt
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