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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassend, spannend, ausgewogen
"1491" schließt eine große Lücke. Anekdoten und halbwahre Geschichten über die Menschen, die vor der Kolumbus-Überfahrt 1492 in Amerika lebten, gibt es massenhaft. Sie passen zwar nicht übermäßig gut zu den Erkenntnissen der Wissenschaft, aber diese Erkenntnisse haben sich bisher weder hier noch in Amerika zu einer breiteren...
Veröffentlicht am 26. November 2007 von El flaco

versus
0 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es ist ok
Es ist o.k aber das Interesse läßt nach man kann es nicht auf einmal lesen und ist ziemlich trocken
Veröffentlicht am 3. Juli 2009 von Irene Atkins


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassend, spannend, ausgewogen, 26. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"1491" schließt eine große Lücke. Anekdoten und halbwahre Geschichten über die Menschen, die vor der Kolumbus-Überfahrt 1492 in Amerika lebten, gibt es massenhaft. Sie passen zwar nicht übermäßig gut zu den Erkenntnissen der Wissenschaft, aber diese Erkenntnisse haben sich bisher weder hier noch in Amerika zu einer breiteren Öffentlichkeit herumgesprochen. Um das zu ändern, hat Charles Mann sich die Arbeit gemacht, den neuesten Stand der Forschung zusammenzutragen und daraus ein umfassendes, spannendes und ausgewogenes Buch zu stricken. Die wichtigste Aussage: Amerika war mit großer Sicherheit kein dünn besiedelter, unberührter Kontinent, als Kolumbus in der Karibik vor Anker ging. Erst Krankheitserreger wie Pocken und Masern, die die Europäer unbeabsichtigt mit sich brachten, gaben im Kampf um den Kontinent den entscheidenden Ausschlag zugunsten der Neuankömmlinge. Natürlich ist diese Zusammenfassung grob vereinfacht, aber sie verdeutlicht den roten Faden des Buches: Amerika war anders, als wir dachten.

Mann geht glücklicherweise ganz und gar nicht übertrieben vereinfachend vor. Die größte Stärke des Buches ist es gerade, dass er seine Aussagen und seine eigene Meinung zu strittigen Fragen nicht einfach in den Raum stellt, sondern gewissenhaft erläutert. So können vielleicht sogar Fachleute darüber hinwegsehen, dass er selbst kein Wissenschaftler ist, sondern Wissenschaftsjournalist. Dabei bleibt das Buch trotz der Detailfülle bis auf einige Seiten gut lesbar. Das liegt nicht zuletzt an den hier und da eingestreuten Anekdoten und Einzelschicksalen. Im Gegensatz zu den populären Geschichten über "die Indianer" (einschließlich der Inka, Maya und Azteken) sind diese Geschichten aber gewissenhaft recherchiert und vermutlich so nah an der Wahrheit, wie es nach so vielen Jahrhunderten nur möglich ist.

"1491" hat ganz zurecht eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Wenn es mal Kritik gegeben hat, dann vor allem für das Kapitel über den Amazonas-Regenwald. Mann schließt sich dort jenen Forschern an, die vermuten, dass ein erheblicher Teil des Waldes ein vom Menschen geprägter "Obstwald" ist, den man nicht unberührt lassen muss, sondern ruhig auf nachhaltige Weise nutzen sollte. In meinen Augen widerspricht das gar nicht den Forderungen von Autoren und Organisationen, deren Hauptanliegen der Schutz der natürlichen Ressourcen ist. Vielmehr geht Mann das Thema mit der erforderlichen Nüchternheit an, die sowohl ausgewiesenen Umweltschützern als auch ihren Gegnern oft fehlt.

Insgesamt jedem zu empfehlen, der Interesse für das Thema mitbringt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Blick auf Amerika, 24. Mai 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Charles C. Mann ist Journalist und Schriftsteller, und widmet sich in seiner Arbeit gerne wissenschaftlichen Themen, die er in gut aufbereiteter Form der Öffentlichkeit zugänglich macht. Als er 1983 zum ersten Mal die Halbinsel Yucatán besuchte, und dort die Maya-Ruinen besichtigte, wurde er in den Bann der untergegangenen mesoamerikanischen Kulturen gezogen. Dieses, zunächst persönliche Interesse, führte schließlich zu dem vorliegenden Buch, "1491", das 2006 auf dem amerikanischen Markt veröffentlicht wurde.

Gegliedert in drei Teile, gibt "1491" Einblicke in ein Amerika vor dessen Entdeckung durch Columbus, eben im Jahr 1491. Wie der Untertitel "New revelations of the Americas before Columbus" schon andeutet, geht es dem Autor dabei primär auch darum, das allgemein verbreitete Bild der Amerikas (Nord, Mittel und Süd) vor 1491 zu widerlegen. Dieses allgemein vorherrschende Bild beschreibt den Erdteil als größtenteils unberührte Wildnis, mit vereinzelten Indianerdörfern und ihren primitiven Einwohnern, den zeitgenössischen Europäern in jeder Hinsicht unterlegen. Mittlerweile deuten die Erkenntnisse jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit jedoch auf ein ganz anderes Amerika hin: Dicht besiedelt mit teilweise weit entwickelten und viele tausende von Jahren alten Kulturen, Städten, größer als das Paris der damaligen Zeit, und einer Natur, die weniger eine Wildnis, als eine gezielt von den Menschen gestaltete und gepflegte Umwelt ist.

Im ersten Teil des Buches beschreibt Mann das Leben der Einwohner der Nordamerikanischen Ostküste, die den ersten Kontakt zu den europäischen Eroberern hatten. Dabei beginnt er eben mit diesem Kontakt, und beschreibt dann das bisherige Leben der Indianer. Es folgt eine Beschreibung des Inkareiches Tawantinsuyu. Hier in diesem ersten Teil geht Mann zudem auf die Folgen der Entdeckung Amerikas durch die Spanier für die bisherigen Einwohner ein.
Im zweiten Teil werden die großen mesoamerikanischen Zivilisationen, die Dreier-Allianz (Mexica/Azteken), die Maya und die kleineren Stämme genauer betrachtet.
Im dritten und letzten Teil des Buches, geht es schließlich um die Moundbuilders Nordamerikas, sowie die Bewohner Amazoniens. In diesem Teil widmet sich Mann außerdem dem Thema der "unberührten Wildnis". Es folgt eine kurze Koda.
Im Anhang des Buches befindet sich ein Appendix, in dem auf vier im Verlauf des Buches angerissene Themen (Der Begriff "Indianer", die Knotensprache, europäische Krankheiten und indianische Kalender) genauer eingegangen wird, ausführliche Anmerkungen und eine umfangreiche Bibliografie.

Das Ziel des Buches "1491" ist es, ein neues, besseres Licht auf die ursprünglichen Einwohner der Amerikas zu werfen. Und das gelingt dem Autor Charles Mann auch sehr gut. Auf den rund 350 Seiten beschreibt er einen Kontinent voller Leben und verschiedenen Kulturen, dass sich fundamental von der vorherrschenden Sicht unterscheidet. In der Wissenschaft hat sich dieser Trend zur Revision des veralteten Bildes Amerikas schon durchgesetzt, die große Masse der Allgemeinheit folgt hoffentlich. Bücher wie das hier besprochene, können ihren Teil dazu beitragen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Westen viel Neues, 17. Februar 2014
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Amerika vor Kolumbus - Ein Forschungsgebiet, das in den letzten Jahren kräftig aufgemischt wurde. Vor allen zu drei Themenkomplexen hat sich die Mehrheitsmeinung der Forscher deutlich verschoben:

1. Die erste Besiedlung Amerikas liegt viel länger zurück und die entstandenen Gesellschaften sowohl in Nord- als auch in Südamerika waren schon vor Jahrtausenden viel weiter entwickelt als gemeinhin angenommen.

2. die Bevölkerungsdichte war erheblich größer und stand der in europäischen und asiatischen Zivilisationszentren in keiner Weise nach;

3. die Uramerikaner haben ihre Umwelt ganz erheblich mitgestaltet; der vorkolumbianische edle Wilde in unberührter Natur ist ein schöner, aber leider unzutreffender Mythos.

Auch wenn neue Funde und Techniken, hier vor allem die Radiokarbonmethode, einiges Licht in das Halbdunkel der Historie gebracht haben, werden dennoch alle diese Fragen bis heute kontrovers und emotional diskutiert, wobei Empfindlichkeiten der Forscher ebenso eine Rolle spielen wie Empfindlichkeiten der Beforschten. Zum Beispiel die Größe der Völker, die damals von den eingeschleppten Seuchen Europas nahezu ausgelöscht wurden: Je nach angenommener Mortalitätsrate liegt man schnell mal 100% auseinander, und als Nachkomme von Einwanderern fühlt man sich natürlich besser, wenn man überzeugt ist, dass die Vorfahren einen nahezu unbewohnten Kontinent besiedelt haben.

Charles C. Mann versucht stets, sämtliche Seiten zu Wort kommen zu lassen, und scheut sich auch nicht, offene Fragen als solche stehen zu lassen. So fühlt man sich als Leser mitten in der Diskussion, mit anderen Worten auf den Stand der Wissenschaft; zu diesem Eindruck trägt auch bei, dass Mann das Buch fünf Jahre nach dem Erscheinen 2006 noch einmal gründlich überarbeitet hat.

Für mich waren einige faszinierende Neuigkeiten dabei - ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass, als die Sumerer die ersten Städte der "alten" (!) Welt gründeten, an der peruanischen Küste Vergleichbares geschah. "1491" ist voll von solchen Überraschungen, die zumindest meine Vorstellungen vom präkolumbianischen Amerika ziemlich über den Haufen geworfen haben.

Erstaunlicherweise ist das Buch noch nicht auf Deutsch erschienen, im Gegensatz zu Manns 2012 erschienenen Komplemetärwerk "1493" (Kolumbus' Erbe), in dem er die dramatischen globalen Veränderungen beschreibt, die die Entdeckung Amerikas ausgelöst hat.

Wenn es im Übrigen etwas zu bemängeln gibt, dann ist es zum einen die äußerst mäßige Wiedergabequalität der Fotos (von denen ich mir auch einige mehr gewünscht hätte, jedenfalls wenn sie besser und nicht nur schwarz-weiß gewesen wären), zum anderen, dass das Taschenbuch am Ende der Lektüre in mehrere Teile zerfallen war. Da hat der Buchbinder wohl am Leim gespart. An den fünf Sternen soll das aber nichts ändern.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beware of Extrapolating Conclusions without Adequately Examining the Necessary Evidence, 10. Januar 2012
Von 
Donald Mitchell "Jesus Loves You!" (Thanks for Providing My Reviews over 124,000 Helpful Votes Globally) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
"What is the conclusion then?" -- 1 Corinthians 14:15 (NKJV)

Accurately describing the past is tricky business. Part of the problem comes in being unaware of our own thinking habits that stall our ability to perceive accurately what is in front of us. More significantly, lots of partial evidence can point in a variety of directions, many of which may be ignored. Further, there's a tendency to pick a view that will draw attention . . . causing "spectacular" explanations over more cautiously chosen ones. Ultimately, it's just that the past is so large, complex, and shifting that it's beyond our power to capture.

1491 is not so much about what life was like before Columbus in North and South America as it is about the methodological and intellectual problems with identifying what has gone before us . . . particularly in the absence of written records that we can decipher and understand. In the course of exploring this broad theme, Charles C. Mann does a solid job of contrasting traditional beliefs about pre-Columbian times (small populations of "uncivilized" people who lived in the middle of a nearly pristine environment, little changed over thousands of years) with more recent scholarship that suggests the Americas may have had enormous populations relative to Europe that were soon decimated by disease from Europeans, very sophisticated civilizations, and advanced practices for controlling the environment that we would do well to emulate today. I came away with an appreciation that tracking down what really happened is probably the work of many future centuries of research. In any event, those who "assume" European superiority in 1491 can learn a lot from reading about the contrary evidence as described by Mr. Mann.

The book's main weakness is that it doesn't have a simple thesis and structure. Ostensibly focused on new research, the book often tells about the new findings in such a leisurely and anecdotal way that what you learn is more at the factoid level than in fleshing out a picture of what happened. As a result, there's a lot of "what if" information here that's not likely to be fully confirmed or denied anytime soon. You'll come away realizing the you need to keep an open mind about many aspects of life in the Americas before 1492 without being able to firmly state what did occur . . . with the exception of descriptions of conquests among some of the larger empires. I found the book's photographs and maps greatly helped to make the scientific studies come to life so I could integrate what was being said into a personal perspective.

Mr. Mann is very fair in presenting questions and rebuttals from scholars about hypotheses and competing conclusions so that you won't feel as though you only have the choice of accepting all the latest studies without question.

My overall reaction to the book was to want to learn more about these studies. I hope that scholars in these subjects will be encouraged to publish well-illustrated books at the popular science reading level for those who would like to know more about the lessons from earlier civilizations that we should be applying today. Inquiring minds will be interested, I'm sure.
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5.0 von 5 Sternen America older, complexer as taught habitually, 1. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1491 (Second Edition): New Revelations of the Americas Before Columbus (Kindle Edition)
A comprehensive overview of a complex cultural landscape in pre-Columbian Americas. Insight into how complex Indian cultures developed and why they perished "at encounter".
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen What's the lesson?, 3. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Very nice book. Very interesting and good to read.

And what's the lesson? Uniformity isn't good for you. Neither is isolation. On any level, from genetics to society.
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0 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es ist ok, 3. Juli 2009
Von 
Irene Atkins "sunwind" (ludwigsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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