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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blu-ray: Bonus
Da es bei den Rezensionen hier oftmals mehr um Kinski/Herzog geht, als um die Story selbst, möchte ich auf das Bonus-Material der BluRay hinweisen. Da gibt es einmal den Audiokommentar Herzogs, durch den man sehr viel über die Dreharbeiten und die Hintergründe des Films erfährt. Zum anderen gibt es als Bonus den Film „Mein liebster Feind“...
Vor 16 Monaten von enzian21 veröffentlicht

versus
26 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zusammenbruch der Vernunft
Filme des Duos Herzog/Kinski verleiten oft zu einem Zusammenbruch jeglicher cineastischer Kritik und Vernunft. Und was gibt es dann nicht für schöne und griffige Formeln: "Genialer Film", "Kinski das Genie" etc. Ich kann es nicht mehr hören und lesen.

In der Tat ist "Aguirre" ein typischer Herzog-Film mit dem typischen Herzog-Dilemma: Die Idee...
Veröffentlicht am 21. März 2011 von Billy Budd


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blu-ray: Bonus, 22. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Aguirre - Der Zorn Gottes [Blu-ray] (Blu-ray)
Da es bei den Rezensionen hier oftmals mehr um Kinski/Herzog geht, als um die Story selbst, möchte ich auf das Bonus-Material der BluRay hinweisen. Da gibt es einmal den Audiokommentar Herzogs, durch den man sehr viel über die Dreharbeiten und die Hintergründe des Films erfährt. Zum anderen gibt es als Bonus den Film „Mein liebster Feind“ (den es auch als Solo-DVD zu kaufen gibt), in dem Herzog die Hassliebe Kinski/Herzog beschreibt mittels Erinnerungen, Filmmaterial von den Dreharbeiten und durch Aufsuchen alter Drehorte und Zeitzeugen. Zusammen, also die Konquistadoren-Geschichte, Geschichte der (oftmals improvisierten) Dreharbeiten im Dschungel und das explosive Gemisch Kinski/Herzog machen die BluRay zu einem sehr vielschichtigen und unterhaltsamen Filmerlebnis. Wer sich für Aguirre selbst interessiert, dem sei das Buch „Aguirre“ von Stephen Minta empfohlen, der vor 30 Jahren die Route Aguirres nachgereist ist und in seinen Ortsbeschreibungen immer wieder die geschichtlichen Ereignisse einblendet.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An Intensität nicht zu überbieten!, 4. Juni 2002
Von 
Fozzie (Werdohl, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Dieser Film verkörpert wie kein anderer die Magie der Zusammenarbeit von Herzog und Kinski. Die ständige unterschwellige Bedrohung des Dschungels, dessen schwüle Hitze man förmlich zu spüren scheint, und das beständige abgleiten Aguirres in immer tiefere Regionen des Wahsinns fesseln ungemein! Fitzcarraldo mag spektakulärer sein, doch Aguirre ist ein Film, der einen noch nach seinem Ende gefangen hält. Unvergesslich Kinskis Monolog mit dem Äffchen, der seinen ganzen Wahsinn offenbart - " [...]und dann werden wir Trinidad der spanischen Krone entreißen!" Ein Meisterwerk des Erlebniskinos und eine beklemmende Studie einer Menschengruppe, die durch einen Einzelnen langsam, aber sicher ins Verderben gestürzt wird...
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abzug wegen der Technik, 16. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Aguirre - Wrath Of God [UK Import] (DVD)
Nach dem Einlegen der DVD gab es zwei Überraschungen:
1) Der Soundtrack ist in Deutsch - war mir recht
2) Die englischen Untertitel sind nicht abschaltbar - weniger schön
Von einer Umsetzung auf DVD hatte ich mir in dieser Hinsicht
mehr versprochen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klaus Kinski als tragische Hauptfigur in einem verstörenden Film!, 24. März 2010
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Trotz eines ziemlich niedrigen Budgets (von dem der größte Teil für Kinskis Gage eingesetzt wurde), hat Werner Herzog einen beeindruckenden Film gezaubert. Klaus Kinski finde ich persönlich in dem Film gar nicht so überragend, er ist eher nur ein Baustein, der im Gesamtgefüge einen einzigartigen Film repräsentiert.

Psychopathen und Wahnsinnge kann Klaus Kinski wie kein anderer überzeugend darstellen, so Geschehen auch mit dem wahnsinnigen Konquistatoren "Aguirre". Der erst die Meuterei wagt und anschließend mit seinem Trupp auf einem Floss den Amazonas entlang reist, um dass sagenumworbene "El Dorado" zu finden. Indianerangriffe, das Klima und die schlechte Ernährung sorgen dafür, dass Aguirre am Ende alleine auf dem Floss steht, umgeben von Leichen und seinem "Wahnsinn" freien Lauf lässt.

All dies ist in wunderschönen Bildern festgehalten worden. Auch eine regelmäßige Stille verleiht dem Film eine gewisse Intensität, so dass man die Strapazen dieser "Abenteurer" förmlich spüren kann.

Obwohl sich der Dreh als ziemlich schwierig erwiesen hat - musste Kinski doch mit Waffengewalt zum schauspielern gezwungen werden - so hatte ich irgendwie den Eindruck, dass man die Spannungen zwischen ihm und Werner Herzog bis auf die Leinwand spüren konnte. Was dem Film aber eine passende Würze gibt. 5 Sterne.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten deutschen Filme aller Zeiten..., 1. Juli 2008
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aguirre - Der Zorn Gottes - FOCUS-Edition (DVD)
In fünf seiner Filme (Aguirre, Nosferatu, Woyzeck, Fitzcarraldo, Cobra Verde) besetzte Werner Herzog die Hauptrolle mit seinem Jugendfreund Klaus Kinski. Über die oftmals schwierige Beziehung der Männer drehte er 1999 den Dokumentarfilm Mein liebster Feind.
Aguirre ist die erste Arbeit der beiden Egozentriker, entstand 1972 und avancierte sehr schnell zum Kultfilm, vor allem in Frankreich und in den USA. Er taucht regelmässig in vielen Best of Listen auf.
16. Jahrhundert...Erzählt wird von einer fiktiven Expedition spanischer Eroberer durch den Dschungel des Amazonas, welche das Goldland Eldorado ausfindig machen soll.
Nachdem die Expedition zu Lande kaum mehr vorankommt und sich eine Odyssee ohne Rückkehr anbahnt, wird eine 40 Mann starke Gruppe zusammengestellt, die per Floß weitersuchen soll. Unter ihnen befinden sich ein christlicher Missionar und zwei Frauen.
Aber auch diese Mission steht unter schlechten Sternen, nach diversen Fehlschlägen befiehlt der Anführer Don Pedro die Rückkehr zum vielleicht noch wartenden Basislager, deshalb meutert aber der stellvertretende Befehlshaber Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski), setzt nach der erfolgreichen Meuterei einen Marionettenführer ein und treibt das merkwürdige Himmelfahrtskommando weiter in Richtung unbekannter Dschungel an.
Innere Konflikte, Fieber, Krankheit...aber auch kriegerische bis kanibalische Eingeborene dezimieren die Mannschaft. Am Ende bleibt nur noch der wahnsinnig gewordene Conqusitator Aguirre übrig und erklärt einer Meute von kleinen Affen, die inzwischen das Floß übernommen haben, seine Eroberungspläne von Süd- und Mittelamerika.
Tatsächlich sind gewisse Ähnlichkeiten zu "Apocalypse Now" vorhanden,beide Verfilmungen sind wohl inspiriert von Joseph Conrads Erzählung "Herz der Finsternis".
Aguirre ist ein Verwandter von diesem Colonel Walter Kurtz. Im Dschungel wahnsinnig geworden, das humanistische Denken über Bord geworfen und zum Tier des Dschungels geworden.
Allerdings ist der Herzog Film sehr suggestiv, mental und unglaublich ruhig. Er fliesst sozusagen wie ein ruhiger langer Fluss, kein klassischer Aufbau einer Dramaturgie mit einem Höhepunkt...der Film steuert ohne Rücksicht fast emotionslos dem Untergang entgegen. Die 70s Psychedelic Mucke von Popol Vuh verstärkt diesen Charakter. Action gibt es bei Herzogs Abenteuer natürlich keine, allerdings sind die 90 Minuten (nach meinem Empfinden) durchgehend faszinierend...
Kann mir aber gut vorstellen, dass viele Zuschauer den Film als kalt und langweilig empfinden. Ein Film, der sicherlich polarisiert.
Es ist m.E. Herzogs bestes Werk, allerdings muss man sich auf die eigenwillige Inszenierung mit viel Bildsprache einlassen können.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich, 12. Oktober 2006
Von 
Dominic Berlemann "luhdieu72" (Outpost of Progress) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Aguirre, der Zorn Gottes (DVD)
Dieser Werner Herzog-Streifen, der von der Suche der Conquistadoren nach dem legendären Goldland El Dorado im 16. Jahrhundert handelt, ist m.E. einzigartig. Schon die Eingangssequenz, die den Abstieg der spanischen Expedition vom Andenplateu in die damals völlig unbekannte Amazonassenke beschreibt, ist symbolhaft zu verstehen: Es steht eine Reise in den menschlichen Abgrund bevor, die ein wenig an Joseph Conrads berühmte Novelle "Heart of Darkness" erinnert, nicht nur, weil sie das Motiv der Flussfahrt ins Innere eines Kontinents aufgreift. Es geht um die dünne Schicht Zivilisation, die den Menschen ausmacht. Macht- und Geldgier treiben die Spanier in das unbekannte Land, ihre mangelnde Ehrfurcht vor der Natur und fremden Kulturen, die sich aus dem jahrhundertelangen Kampf gegen die Mauren speist, bringt sie dazu, selbst in Momenten höchster Bedrohung und absoluter Orientierungslosigkeit die neu entdeckten Lande ihren Vorstellungen von Politik gemäß zu einem neuen Staat zu erklären, lange bevor die eigentliche Lebensgrundlage überhaupt gesichert ist. Anstatt Solidarität zu üben werden Ränke nach dem Vorbild europäischer Fürstenhäuser geschmiedet, an der Behandlung der Indios zeigt sich bereits die Menschenverachtung europäischer Kolonisatoren und Faschisten, die die Weltgeschichte vom 16. bis ins 20. Jahrhundert prägen sollte. Und am Schluss sterben natürlich alle, und verdient haben sie's irgendwie auch. Die Szene, die den sterbenden Kinski, umgeben von wilden Äffchen zeigt, bringt es wunderbar auf den Punkt: Evolutionär ist es nur ein Steinwurf vom Homo sapiens sapiens zu seinen tierischen Vettern, die schnell die Position des Menschen auf dem Floß einzunehmen verstehen und es nicht schlechter machen als diese "Krone der Schöpfung" - der Mensch, das Schwein.
Offensichtlich inspirierte der Film Francis Ford Coppolas "Apocalypse Now", ebenfalls ein fantastischer Streifen. Aber der Herzog-Film ist einfach wesentlich poetischer, weniger effekthascherisch und erlangt m.E. durch die größere historische Distanz zum Dargestellten fast schon archetypische Wucht. Absolut empfehlenswert! Kauft ihn Euch!
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38 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brilliantes Epos mit einem der Besten Darsteller!, 7. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Aguirre, der Zorn Gottes (DVD)
Der 1. Film den Werner Herzog mit Klaus Kinski drehte, es sollten 4 weitere Folgen (Nosferatu, Woyzeck, Fitzcarraldo + Cobra Verde).
Ein hypnotisches Kunstwerk mit sphärischen Klängen von Popol Vuh.
Zwar nicht die beste der fünf Herzog/Kinski-Zusammenarbeiten, aber mein persönlich liebster.
Kinski besticht in der Titelrolle des spanischen Eroberers Lope de Aguirre. Jeder Gesichtsmuskel, jedes zucken sitzt perfekt und sorgt für Gänsehaut.

Tolle und längst überfällige DVD-Umsetzung eines Kult-Klassikers
des sogenannten "neuen deutschen Films" mit Audiokommentar von Werner Herzog.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich bin der Zorn Gottes. Wer sonst ist mit mir?", 6. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Aguirre, der Zorn Gottes (DVD)
Dieser Film zeichnet sich vor allem durch den bewussten Einsatz der Stille aus. Viele Szenen erlangen so eine erstaunliche Wirkungskraft. Kinski spielt wie immer genial und Herzogs Regiearbeit gibt dem Film einen mystisch-religiösen Touch. Dialoge wurden sehr sparsam eingesetzt.
Interessant ist auch, dass der Angriff auf das Indiodorf in Wirklichkeit vollkommen improvisiert war: Die Crew war damals während der Dreharbeiten an einem Dorf der Ureinwohner vorbeigekommen, und hatte dann bemerkt, dass ein paar der Hütten brannten...
In Sachen Intensität, Atmosphäre und der Ausdrucksstärke der Bilder kann man sich kaum mehr wünschen. Die unmenschlichen Strapazen der Dreharbeiten haben sich jedenfalls gelohnt: "Aguirre" ist und bleibt ein zeitloses Meisterwerk.
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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Prototyp, 17. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Aguirre, der Zorn Gottes (DVD)
Eines vorneweg- man braucht diesen Film nicht zu schauen, wenn man:
1. ein im Vorhinein genau geschriebenes Drehbuch als Voraussetzung für einen guten Film ansieht
2. als Schauspielerei nur die Übertreibung von natürlicher Mimik und Gestik und deren Anpassung an mainstreamfilmische Inszenierungs- und Interpretationsschemata zulässt
3. die natürlichen Unzulänglichkeiten einer Low-Budget-Produktion der damaligen Zeit nicht akzeptieren will (z.B. Musik, Amateurschauspieler von der Straße)
Diesen Film macht gerade aus, dass er sich aus seiner eigenen Inszenierung heraus entwickelte. Die zugegebenermaßen wenig komplexe Handlung war einerseits Voraussetzung, unter diesen Umständen überhaupt drehen zu können, andererseits ließ sie dem Zufall freie Hand. In zahlreichen Szenen (z.B. Eingangssequenz, Schmetterling, Maus, Herzogs Hand an der Lade) konnte so dem Zufall Eingang in den Film verschafft werden. "Aguirre" wird so zur Dokumentation seiner eigenen Inszenierung. Die beschwerliche Andenwanderung, die waghalsige Floßfahrt über die Stromschnellen, das Gefangensein im Flußstrudel - all das mussten das 30-Mann-Team und die 300 Indianer wirklich auf sich nehmen, teilweise in Lebensgefahr! Der Film gewinnt so eine unvergleichliche Authentizität, deren Voraussetzung und Folge die Absenz eines klaren Drehbuchs und einer komplexen Handlung sind. Belohnt wird man mit dieser authentischen angespannten Stimmung und unglaublichen Bildern durch die geniale Kameraführung. Authentizität und Kameraführung machen diesen Film zum Prototypen, dessen Sequenzen nicht nur in "Apocalypse Now" imitiert wurden. Unabhängig vom Geschmack ist es absolut legitim, diesen Film zu den einzigartigsten der Welt zu zählen. Anschauen und eigenes Urteil bilden!!
PS Auch das Audiokommentar Herzogs ist in vollem Umfang hochinteressant!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mensch, 12. April 2012
Der Film hat mich total begeistert. Er gibt in vielen Facetten unsere Menschheit aber nicht Menschlichkeit wieder. Das schönste ist der Gang durch die Anden, durch die Wolken, wo wir exemplarisch nachvollziehen, wie wir getrieben werden durch Wünsche, Machthaber und eigenes Unvermögen; die Wolken reißen auf, die Wünsche werden stärker als das Profane, substantiell werden Beine schwer, der Magen der Hunger nach Befriedigung und körperlicher Befriedigung werden und bleiben so groß, dass keine Möglichkeit bleibt an das Substantielle wie Nachsichtigkeit, Teilen, Altruismus, alles geht den Berg herunter.
Wahnsinnig gehen wir herunter in das Eldorado.
Alles wird der Machtgier untergeordnet,so wie wir auch heute alles dem Kapitalen unterordnen. Die Zeitzeugen sterben wie die Fliegen, aber sie sind christlich getauft und dürfen auf ein Himmelreich hoffen in einer anderen Welt; nur nicht jetzt. Sie dürfen die Welt so einehmen wie es ihnen bestimmt ist im hier und jetzt; ähnlich der Hartz 4 Empfänger. Lasse mit dir machen so lange Du lebst und abhängig bleibst, so wirst du missbraucht, ohne fürchten zu müssen , dass Du auffälst oder gar vor Gericht stehst. Der Richter wird dich wissen lassen, wie es ist satt zu sein; nimmt keine Rücksicht weiter satt zu sein, wird sein Napf weiter verteidigen mit allen Mitteln die Ihm zur Verfügung stehen. Diese Mittel wird Träger, Diener nie und nimmer jemals haben und das ist auch nicht erwünscht. Wer soll den bitte das Geld das Gold verdienen?
Gold, Geld, Eldorado, wer soll den nicht verrückt sein, nach dem Eldorado? Alles löst sich auf mit der Formel: Glück hat der, der stark genug ist, alles zu unterdrücken, dass ihm der größte Freßnapf und die sinnlichste Erfüllung an Heim stehen.
Prost Mahlzeit!
Doch der Film zeigt dass verrückte Leben, wie es sich ständig verschiebt, zwischen Glück, kuzfristigem Erfolg und kurzfristiger Gewalt die nötig ist, so wie es scheint halten alle es für notwendig. Wir ignorieren den Tod, damit wir leben können,solange wir ihm nicht zu nahe kommen. Danach fahren wir mit dem Floß dahin, wo wir meinen, dass es gut geht,gutes Ende ? Nein, wir alle sind besessen von dem Wunsch: Eldorado finden! Lassen uns weiter dirigieren von denen, die uns vieles versprechen. Wir benötigen Schutz und erhalten nichts als Schmutz. Yeeeeah. Gut gemacht Kinski und Herzog und alle Helfeshelfer; ihr hattet einen interessanten Ausflug! Respekt!!!
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Aguirre - Der Zorn Gottes - FOCUS-Edition
Aguirre - Der Zorn Gottes - FOCUS-Edition von Klaus Kinski (DVD - 2007)
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