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5.0 von 5 Sternen Damit hat niemand gerechnet ......
.... das The Who nochmals ein neues Album auf den Markt werfen. Klar war hingegen das es große Diskussionen über dieses Album geben würde.

Natürlich ist eine unglaublich lange Zeit seit dem letzten Album vergangen - 24 Jahre verändern auch Musiker und sie entwickeln sich weiter. Das sie nicht wie 1982 klingen würden war also zu...
Veröffentlicht am 18. April 2009 von Karlheinz

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The WHO, halbiert und immer noch hörenswert!
Selbst wenn man - so wie ich - ein großer Freund von THE WHO ist, kann man den Werken nach WHO ARE YOU (das letzte mit Keith Moon) durchaus kritisch gegenüberstehen ohne sich gleich mit sämtlichen anderen Who-Anhängern verfeinden zu müssen...

Doch zunächst einmal zur positiven Seite von ENDLESS WIRE, dem üppig bestückten...
Veröffentlicht am 27. April 2011 von Michael Krautschneider


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Damit hat niemand gerechnet ......, 18. April 2009
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Audio CD)
.... das The Who nochmals ein neues Album auf den Markt werfen. Klar war hingegen das es große Diskussionen über dieses Album geben würde.

Natürlich ist eine unglaublich lange Zeit seit dem letzten Album vergangen - 24 Jahre verändern auch Musiker und sie entwickeln sich weiter. Das sie nicht wie 1982 klingen würden war also zu erwarten und mich hätte es auch enttäuscht. Nicht weil sie damals eine schlechte Musik machten, sondern waren The Who noch nie eine Band die still stand.

Was sie hier abliefern ist ein reifes und gutes "Alterswerk". Mit würde sind sie gealtert und das Album spiegelt das auch wieder. Klar ist der Gesang von Rager Daltrey nicht mehr so stark wie früher und auch klar das Pete Tohnshends Gitarre ein wenig ruhiger ist, aber dennoch können sich viele Band auch von heute noch ein Beispiel daran nehmen.

Es ist ein abwechslungsreiches Album mit vielen starken Titeln entstanden und dem Versuch mit Wire und Glass eine kleine Rockoper zu erschaffen. Es gibt viele sehr gute Titel, auch wenn sie insgesamt alle ein wenig ruhiger sind. Ich möchte auch hier keinen Titel groß herausnehmen, denn fast alle haben was und wenn ich drei Titel auswählen müßte, dann würde ich mir schwer tun.

Ok, ein Titel überragt für mich und das ist "We got a hit", denn der ist wirklich ein Hit. Sehr eingängig, so dass er gar nicht mehr aus dem Ohr geht und für mich ein ganz großer Song und erinnert an die großen Hits der Band.

Ich habe lange mit dem Kauf gezögert und muß sagen das ich das Album gleich nach seinem erscheinen hätte kaufen sollen, denn es ist einfach stark. Ich würde mich auf ein weiteres Album freuen.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Meilenstein, aber trotzdem groß!, 4. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD)
Nur mal um dem Eindruck vorzubeugen, der in den letzten Rezensionen aufgetaucht ist, "Endless Wire" wäre totaler Schrott...

Die Who sind deshalb so eine Klasse-Combo, weil sich eben jede ihrer Platten komplett anders anhört. Das ist hier genau so...

Na klar, die Scheibe ist keine "Who's Next", keine "Quadrophenia" und vielleicht noch nicht einmal eine "Who are you", aber mal ehrlich, wer hätte das auch erwarten wollen? Niemand. Und Townshend und Daltrey versuchen auch erst gar nicht, das zu verbergen. Und deshalb sollte man das Album nicht bemüht musikhistorisch vor dem Kontext der Bandgeschichte betrachten.

Klar, gerade der erste Teil des Albums ist teilweise etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man mal unvoreingenommen zuhört, kann man einigen Spaß haben. Folkige, balladeske Klänge klingen nunmal nicht nach zertümmerten Gitarren, aber das kann ja wohl kaum ein Kritikpunkt sein, "Who by Numbers" war auch ein wenig laid-back und introspektiv. "You stand by me" ist schlicht großartig, bei "Man in a purple dress" sollte man mal auf den Text hören und "In the Ether" ist Pete, der aus der Perspektive eines Charakters seiner diversen Opern/Projekten singt. Nicht mein Ding, aber peinlich?

Wers gerne rockig hat, wird im zweiten Teil übrigens mehr als entschädigt: Sound Round, Mirror Door, Endless Wire, We got a hit sind potentielle Ohrwürmer und der Who-typische raggadang-Gitarrensound ist auch an Bord...

Und zitiert haben die Who sich seit eh und je. Im Gegensatz zu vielen anderen, die einfach nur stumpfsinnig das gleiche seit Jahrzehnten recyclen (Jagger/Richards anyone?) tun sie das allerdings in vollem Bewußtsein und thematisieren das auch noch in Themen und Texten.

Ob Daltreys Stimme inzwischen ein wenig beschädigt ist, Townshends Gitarre vermeintlich nicht mehr so nach vorne geht, Pino Palladino John Entwhistle ersetzen kann, Zak Starkey auf mehr Tracks hätte spielen sollen, wenn er nicht grad mit Oasis unterwegs gewesen wäre, ist mir grad wurscht. Hätte, wenn und aber zählen nicht. Die Platte für sich ist klasse, besonders nach mehrmaligem Hören.

Man sollte sich allerdings unbedingt die Import-Ltd.-Edition zulegen, die neben einer Live-DVD (vom selben Konzert wie die Live-CD der deutschen Ltd.-Ed., allerdings andere Tracks) noch die langen Versionen von Endless Wire (mit Daltrey) und We got a hit enthält...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The WHO, halbiert und immer noch hörenswert!, 27. April 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Audio CD)
Selbst wenn man - so wie ich - ein großer Freund von THE WHO ist, kann man den Werken nach WHO ARE YOU (das letzte mit Keith Moon) durchaus kritisch gegenüberstehen ohne sich gleich mit sämtlichen anderen Who-Anhängern verfeinden zu müssen...

Doch zunächst einmal zur positiven Seite von ENDLESS WIRE, dem üppig bestückten Letztwerk von Townshend:
Erstens einmal ist es natürlich grundsätzlich positiv, dass sich Mr. Daltrey und Townshend auch nach dem Tod Entwistles noch einmal zusammengefunden haben, um ein neues Who-Werk zu schaffen! Dass sie dabei nicht mehr so energetisch klingen wie in frühen Tagen ist wohl logisch (nun spielen nicht mehr alles Beteiligten Lead-Stil mit Leadgitarre, Leadgesang, Leadschlagzeug und Leadbass). Und der ruhige, etwas besonnenere Anzug passt den leicht ergrauten Herren gar nicht so schlecht. Eröffnet ENDLESS WIRE noch mit "Fragments", das sämtliche Bruchstücke alter Who-Nummern (vor allem das legendäre "Baba O'Riley" ist deutlich herauszuhören) auf den in Nostalgie schwebenden Hörer zuwirft, so geht es in weiterer Folge verhältnismäßig ruhig weiter. Pianoklänge stehen im Vordergrund, kaum Rockriffs oder aufrüttelnde Synthesizerklänge sind zu hören... Aber: Mr. Daltreys Stimme ist gereift und gewachsen und er verleiht Townshends Worten authentisch Aus- und Nachdruck. Auch insgesamt ist die Scheibe recht gut abgestimmt. Obwohl nach den ersten 9 Titeln ein Kleinbruch eingeleitet und mit dem passenden "Sound Round" die Mini-Rock-Oper WIRE & GLASS eröffnet wird, ist das Gesamtklangbild der Scheibe sehr harmonisch...

Nun zum weniger Schönen (hängt sicher auch - wie immer eigentlich - mit Geschmack zusammen): Man könnte der Scheibe als Kritiker durchaus vorwerfen etwas öde und einfallslos zu klingen. Hier und da sind tatsächlich (auch für meinen Geschmack) einige Überlängen auszumachen. Hier stellt sich wieder einmal die berühmt-berüchtigte Frage, ob denn weniger nicht letztendlich dann doch mehr ist!
Auch die musikalische Virtuosität auf ENDLESS WIRE ist nicht überwältigend. Vor allem die Rhythmusgruppe (also Bass und Schlagzeug) spielen sehr geradlinig (wennauch passend) und fad jeweils ihr Programm herunter... Ja, man merkt schon dass Entwistle und Moon sehr wichtig für die Band waren - durchaus auch bei ruhigeren Nummern...
So ein bisschen fehlt auch der Überdrübersong (der auf dieses Album aber vermutlich eh nicht so gut gepasst hätte). Wenn ich mich an dieser Stelle ein wenig hinauslehnen darf, denke ich da beispielsweise an "Real Good Looking Boy", das auf der 2004 erschienen Best-of-CD THEN AND NOW erschienen ist und das beweist, dass Townshend und Daltrey immer noch ein Gespür dafür haben, echte Perlen aus dem Hut zu zaubern (Tipp: UNBEDINGT anhören!!).
Was ich jedenfalls sagen wollte: Auf ENDLESS WIRE fehlt ein Song von ähnlichem Kaliber und ich glaube durchaus, dass ein solches Kaliber der Scheibe insgesamt recht gut getan hätte...

Natürlich sind trotzdem ein paar ganz hübsche Songs auf dem Album zu finden. Meine Favoriten wären da z.B. "Black Widow's Eyes" oder auch "Two Thousand Years" oder das zuvor schon angesprochene "Sound Round".
Ein bisschen störend finde ich (jetzt komm ich aber schon zum Schluss) den für meinen Geschmack etwas flachen, kühlen Sound, der zwar sehr gut auf viele Who-Platten gepasst hat, sich aber mit der Songauswahl auf ENDLESS WIRE nur schwer vereinbaren lässt. Ich denke, ein etwas wärmerer Gesamtklang (da spielt z.B. sicher auch der Bass eine gewichtige Rolle) hätte der ganzen Angelegenheit ganz gut getan...

So, jetzt bin ich mit meinen Weisheiten schon am Ende ;)

Fazit: ENDLESS WIRE ist ein ambitioniertes Alterswerk von Townshend und Daltrey, die - so denke ich - nicht nur sich selbst, sondern auch den Fans, die schon über ein Vierteljahrhundert (!) auf ein neues Studioalbum gewartet haben, ein Geschenk machen und sich selber bestätigen wollten. Sie haben mit Sicherheit nichts von ihrem Können eingebüßt, vor allem Daltreys Stimme klingt souverän und abgebrüht. Nüchtern betrachtet - meiner Meinung nach hängt das eben vor allem auch mit dem Klangbild der Scheibe zusammen - ist ENDLESS WIRE aber keines der großen Who-Alben. Es ist zu befürchten, dass ein solches auch nicht mehr zu erwarten sein wird... Ich lasse mich in diesem Fall aber natürlich gerne eines Besseren belehren!!

Also: Verdiente 3 STERNE geradeaus. (Mit viel Sympathie für die Band könnte man als Fan wohl auch 4 Sterne vergeben. Da ich trotz aller Liebe zur Band aber dennoch halbwegs objektiv bleiben möchte, belass ich's jetzt einfach mal dabei).

Eine Kaufempfehlung für alle Who-Fans! Alle anderen sollten sich erst mal einhören. Als Einstiegs-CD für werdende Who-Verehrer würde ich ENDLESS WIRE auch nicht unbedingt empfehlen. Hierzu bieten sich zunächst einmal vor allem WHO'S NEXT, TOMMY und/oder MY GENERATION an (THE WHO BY NUMBERS eigentlich auch - das wird viel zu oft unterschätzt, finde ich!).

SOUVERÄNES ALTERSWERK zweier Rocklegenden + neuem Anhang!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlose Rockmusik völlig überraschend, 13. November 2006
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Audio CD)
Ich war zugegebenerweise sehr skeptisch, was das neue Werk der mittlerweile mehr als 60 jährigen Daltrey und Townshend, also dem Rest der legendären WHO, angeht. Das Ergebnis hat mich allerdings mehr als nur überzeugt. Der typische WHO Sound, der endgültig durch das Jahrhundertalbum Who'next begründet wurde, konnte erstaunlich modernisiert in die Neuzeit entwicklet werden. Anders als bei den Rolling Stones, die leider seit einigen Veröffentlichungen eine Endloskopie ihrer selbst sind, endeckt man an Endless Wire immer neue Aspekte gegenüber dem bisherigen kreativen Schaffen der WHO, als auch den am Markt erhältichen Alternativen. Endless Wire ist schon heute ein zeitloser Klassiker in meiner Sammlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In der fünften Dekade, 7. November 2006
Von 
OZW "Zetti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Audio CD)
Um Gottes Willen, nicht noch eine Rock-Opa-Reunion! - Das könnte man dazu sagen und das geschieht auch. Doch bei genauerer Betrachtung trifft es das natürlich nicht. Hier wird weder am alten, positiven Bild der Band herumgepinselt. Noch wird versucht mit einem alten Kahn auf moderne Züge aufzuspringen oder bloße Nostalgie zu schüren. Was den Rock betrifft waren die Who schon immer postmodern und werden immer von Nostalgiegefühlen getragen werden. Die beiden überlebenden Who-Mannen machen wieder zusammen Musik. Nichts weiter. Und das können sie und dürfen sie auch nach wie vor.

Klar, es sind das nicht mehr die Who der 70er. Allein schon weil wir nicht mehr in den 70ern leben. Und das hat im Gegensatz zu anderen seiner Generation gerade Herr Townshend begriffen und sich daher oft rar gemacht. Er meldet sich nur noch, wenn er was Neues zu sagen hat. Und dies tut er außerhalb des Rock Biz durchaus zeitgemäß per Verlagstätigkeit, via Internet, bei speziellen Benefizveranstaltungen und in Multimedia-Shows. Seit 1993 hat Townshend solo nichts Neues mehr verlauten lassen, seit 1982 hat es kein neues Who-Studio-Album mehr gegeben. So kommt "Endless Wire" wie eine Art Synthese daher.

Den Wegfall von Drummerlegende Keith Moon hatte man inzwischen verwunden. Vor allem weil man in Zak Starkey einen adäquaten Drummer finden konnte. Doch seit Ende 2002, seitdem das Rest-Trio wieder verstärkt tourte, fehlt nun auch noch Bassisten-Unikat John Entwhistle. Das macht sich natürlich bemerkbar.

Tja. Und nun?

Die Songs, die Townshend in den letzten Jahren wie immer alleine erwerkelte wanderten nun in dieses vermeintlich neue Who-Album. Das Positive daran: es ist kraftvoller als alles seit "The Who By Numbers" (1975), ambitionierter und frischer als Townshends Solomeldungen seit "White City" (1985). Man hört seine Gitarre wieder lauter und prägender und erlebt auch Sänger Daltrey in (fast) alter Form und Energie. Es gibt dazu Gastsänger und -musiker, die üblichen Arrangements, die seit "Tommy" den Rock erweitert haben und bunter werden ließen. Also nichts wirklich Neues.

Alles in Allem hat man zudem den Eindruck, das Album kommt erst mit der zweiten Hälfte, also mit der "mini opera" Wire & Glass in Gang. (Townshend kann seine Liebe zum Konzeptalbum und zu durchgängigen Storys einfach nicht lassen!) Hier wird es richtig kurzweilig, während die ersten Tracks eher bemüht klingen und zeitweise nur dahin plätschern. Die Who waren live immer stärker als auf Platte. Und das ändert auch diese Platte nicht mehr.

Was soll das also nun alles? Das Album ist vor allem das was es ist: ein neues Townshend-Projekt. Auch wenn Sänger Roger Daltrey im Booklet beschwört, dass der alte Bandgeist nach wie vor Bestand habe. Dennoch sagt auch er, dass er selbst in erster Linie ein Interpret des großen Pete Townshends sei. Voilá! Man ist also angekommen. Im neuen Jahrtausend, in teilweise altem Glanz, bei sich selbst.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gutes Alterswerk, 23. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Audio CD)
Ich habe diese CD sehr günstig bei Saturn erworben nach dem Motto "bei fünf Euronen kannste nicht viel falsch machen", meine Erwartungen daran waren auch nicht besonders hoch. Ich bin nicht im Besitz vieler "The Who"-Alben. Neben einer Greatest Hits habe ich noch "Who's next", "The kids are alright" sowie "Quadrophenia" und ein Solo-Album von Pete Townsend "White City".

Entsprechend vorurteilsfrei konnte ich mir die CD auch anhören und ich muss sagen: Ich bin sehr froh, sie zu besitzen! Neben The Who-typischen rockigeren Parts finden sich auch "dylanesque" Passagen, teils im rotzig-bluesigen, teils im sanftmütigen Stil, aber unverkennbar The Who. Immer wieder begegnet man Songideen, auf die man selbst gern gekommen wäre und allmählich verstehe ich, warum Pete Townsend vielen als der eigentliche Kopf der Band galt. Die verschiedenen Tracks harmonieren gut miteinander, man merkt kaum, dass die CD konzeptionell eigentlich in zwei Teile aufgeteilt ist.

Auch über den Gesang kann ich kein schlechtes Wort verlieren. Mag sein dass Roger Daltrey nur noch gelegentlich höhere Passagen stemmt und sich auf ein rauheres Timbre verlagert. Doch wessen Stimme bleibt schon gleich (man denke da nur an Jon Anderson von Yes oder Fish von Marillion)?

Alles in allem ein absoluter Glücksfall, dass ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit einfach mal zugegriffen habe ohne auf dem Smartphone (in diesem Fall ungerechtfertigte) Rezensionen aufgerufen zu haben. Ich bin mir sicher, in 10 oder 15 Jahren gilt "Endless Wire" als solides Alterswerk von The Who, wenn nicht sogar als richtiger Klassiker. John Entwistle und Keith Moon hätten beide Daumen hoch gezeigt!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Comeback, aber die ganz großen Highlights fehlen, 9. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD)
„Endless Wire“ ist bekanntermaßen das erste Studioalbum seit 24 Jahren von den nun auch personell nochmals dezimierten The Who (nur Townshend und Daltrey sind noch an Bord). Entsprechend groß ist natürlich die Erwartungshaltung! Die ersten Töne von“Fragments“ erinnern auch gleich ein wenig an das seelige „Baba O` Riley“, ansonsten muß man den Altrockern aber durchaus bescheinigen nicht einfach alte Großtaten zu kopieren. Stilistisch orientiert sich die Scheibe eher an Tommy oder dem Iron-Man – Konzept (Townshend – Solo – Projekt). Die darauf folgenden Songs sind eher verhalten und ruhig. Mit den Songs der Mini-Oper „Wire And Glass“ wird die Musik (endlich) kraftvoller (Sound Round) und die Scheibe steuert auf ihren musikalischen Höhepunkt (We Got A Hit, Mirror Door) zu.

Die Deluxe-Edition präsentiert zudem sieben live mitgeschnittene Songs vom Sommer 2006 aus Lyon. Der Sound ist ordentlich, offenbar wurden keine Overdubs gemacht. Kleinere Schnitzer(Gesang bei "Who Are You" oder "Won`t Get Fooled Again") belegen die Authentizität.

Highlights: die von Townshend alleine mit Akustik-Gitarre vorgetragene Ballade „Greyhound Girl“ sowie „Won`t Get Fooled Again“ in einer sehr ruppigen, dynamischen Version.

Fazit: ein absolut gelungenes Comeback, The Who 2006 klingen immer noch nach The Who ohne alte Hits zu kopieren. Die neuen Songs erschließen sich aber oft erst nach mehrmaligem Hören. Neue „Jahrhundertsongs“ wie Pinball Wizard oder Substitute sind –erwartungsgemäß- nicht dabei.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Positive Ueberraschung!, 20. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Audio CD)
Gerade fuer alte Who-Fans (und so einer bin ich) hat die

CD viel zu bieten! Zum Glueck kein blosses Aufwaermen der

alten Who, sondern ueberraschender Stilmix; trotzdem mit

wohltuend hohem Wiedererkennungswert.

Mein Tipp: mehrmals anhoeren, dann bewerten!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur ein Townshend-Album mit Daltrey's Stimme?, 7. November 2006
Von 
OZW "Zetti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD)
Um Gottes Willen, nicht noch eine Rock-Opa-Reunion! - Das könnte man dazu sagen und das geschieht auch. Doch bei genauerer Betrachtung trifft es das natürlich nicht. Hier wird weder am alten, positiven Bild der Band herumgepinselt. Noch wird versucht mit einem alten Kahn auf moderne Züge aufzuspringen oder bloße Nostalgie zu schüren. Was den Rock betrifft waren die Who schon immer postmodern und werden immer von Nostalgiegefühlen getragen werden. Die beiden überlebenden Who-Mannen machen wieder zusammen Musik. Nichts weiter. Und das können sie und dürfen sie auch nach wie vor.

Klar, es sind das nicht mehr die Who der 70er. Allein schon weil wir nicht mehr in den 70ern leben. Und das hat im Gegensatz zu anderen seiner Generation gerade Herr Townshend begriffen und sich daher oft rar gemacht. Er meldet sich nur noch, wenn er was Neues zu sagen hat. Und dies tut er außerhalb des Rock Biz durchaus zeitgemäß per Verlagstätigkeit, via Internet, bei speziellen Benefizveranstaltungen und in Multimedia-Shows. Seit 1993 hat Townshend solo nichts Neues mehr verlauten lassen, seit 1982 hat es kein neues Who-Studio-Album mehr gegeben. So kommt "Endless Wire" wie eine Art Synthese daher.

Den Wegfall von Drummerlegende Keith Moon hatte man inzwischen verwunden. Vor allem weil man in Zak Starkey einen adäquaten Drummer finden konnte. Doch seit Ende 2002, seitdem das Rest-Trio wieder verstärkt tourte, fehlt nun auch noch Bassisten-Unikat John Entwhistle. Das macht sich natürlich bemerkbar.

Tja. Und nun?

Die Songs, die Townshend in den letzten Jahren wie immer alleine erwerkelte wanderten nun in dieses vermeintlich neue Who-Album. Das Positive daran: es ist kraftvoller als alles seit "The Who By Numbers" (1975), ambitionierter und frischer als Townshends Solomeldungen seit "White City" (1985). Man hört seine Gitarre wieder lauter und prägender und erlebt auch Sänger Daltrey in (fast) alter Form und Energie. Es gibt dazu Gastsänger und -musiker, die üblichen Arrangements, die seit "Tommy" den Rock erweitert haben und bunter werden ließen. Also nichts wirklich Neues.

Alles in Allem hat man zudem den Eindruck, das Album kommt erst mit der zweiten Hälfte, also mit der "mini opera" Wire & Glass in Gang. (Townshend kann seine Liebe zum Konzeptalbum und zu durchgängigen Storys einfach nicht lassen!) Hier wird es richtig kurzweilig, während die ersten Tracks eher bemüht klingen und zeitweise nur dahin plätschern. Die Who waren live immer stärker als auf Platte. Und das ändert auch diese Platte nicht mehr. Insofern ist die Beigabe diese Edition, eine DVD mit Live-Ausschnitten aus Lyon von diesem Sommer, beredtes Zeugnis.

Was soll das also nun alles? Das Album ist vor allem das was es ist: ein neues Townshend-Projekt. Auch wenn Sänger Roger Daltrey im Booklet beschwört, dass der alte Bandgeist nach wie vor Bestand habe. Dennoch sagt auch er, dass er selbst in erster Linie ein Interpret des großen Pete Townshends sei. Voilá! Man ist also angekommen. Im neuen Jahrtausend, in teilweise altem Glanz, bei sich selbst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Who "Two", 12. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Endless Wire (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD)
Um ganz ehrlich zu sein. Ich bin froh, dass ich mir als alter eingefleichster WHO-Fan die De Luxe-Version gegönnt habe; auf der Bonus Disc gibt es einen Live-Mitschnitt "The Who Live At Lyon". Und genau dieser Live-Mitschnitt ist der Grund, warum ich der neuen WHO-CD überhaupt 4 Sterne geben kann. Live kommen "The Who" eben doch am Besten.

Was die erste CD "Endless Wire" angeht, wäre es meiner Meinung ehrlicher gewesen, Pete Townshend hätte sie unter seinem Namen -vielleicht mit dem Zusatz "...and best friends" veröffentlicht. Keine Frage, seine Texte waren und sind das Salz in der Suppe. Er trifft immer den Kern der Sache. Aber musikalisch bleibt der typisch, rockige WHO-Sound (The Who Waren und sind -wenn man dem Guinnes Buch der Rekorde glauben darf, die lauteste Rockgruppe der Welt) leider auf der Strecke.

Das Keith Moon "The Who" leider viel zu früh verlassen hat, ist vielleicht dadurch zu verschmerzen, das mittlerweile insbesondere Drummer wie Zak Starkey, eine ähnliche Kreativität an den Tag legen wie Moon. Aber einen John Entwistle am Bass kann der wirklich gute Pino Palladino einfach nicht ersetzen. Zumal John Entwistle bei den früheren WHO-Scheiben immer ein, zwei Songs beigesteuert hat -wie z.B. "Boris The Spider" oder "My Wife", die, mit ihrem besonderen Witz, einen guten Kontrast zu den Townshend-Songs bildeten.

Mein abschließendes Resumee lautet daher, die neue CD ist ein wunderbarer Pete Townshend-Longplayer -und genau dort, bei den übrigen Townshend-CD's in meinem CD-Regal wird sie einen würdigen Platz erhalten-, aber auf eine wirklich gute "The Who"-Scheibe werde ich wohl warten müssen, bis alle alten vier "Who"-Mitglieder dereinst im Rock 'n Roll-Olymp wiedervereinigt sein werden.
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Endless Wire
Endless Wire von The Who (Audio CD - 2006)
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