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5.0 von 5 Sternen Krawattenmörder...
Die Rückkehr von Alfred Hitchcock nach England wird im Vorspann von "Frenzy" auf eindrückliche Weise zelebriert, der Zuschauer erlebt den Einzug in die Metropole aus der Vogelperspektive, die Stadt an der Themse wird bei wunderbarem und überhaupt nicht nebligem Wetter aus der Luft gezeigt. Nach der Towerbridge folgen wir in Richtung Parlamentsgebäude,...
Veröffentlicht am 13. November 2011 von Ray

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der vorletzte Film des Masters Of Suspense
"Frenzy" wurde 1972 uraufgeführt. Vier Jahre später kam Hitchcock's letzter Film "Familiengrab" in die Kinos.

Ich habe mal bei mir selbst geschaut, wann genau mein Interesse für Hitch erlahmte.

Es war das Jahr 1964. Alles nach "Marnie" war nicht halb so gut, dafür entweder zu gewalttätig oder politisch oder zu freizügig...
Vor 19 Monaten von movie victim veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krawattenmörder..., 13. November 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Die Rückkehr von Alfred Hitchcock nach England wird im Vorspann von "Frenzy" auf eindrückliche Weise zelebriert, der Zuschauer erlebt den Einzug in die Metropole aus der Vogelperspektive, die Stadt an der Themse wird bei wunderbarem und überhaupt nicht nebligem Wetter aus der Luft gezeigt. Nach der Towerbridge folgen wir in Richtung Parlamentsgebäude, dort steht eine Menschenmenge und hört einem Politiker zu, der sich für eine saubere Themse ausspricht und das Gewässer wieder klar und rein machen will. Doch die Zuschauer werden plötzlich unaufmerksam, denn am Themseufer wird etwas angespült - es ist der Leichman einer nackten Frau, an ihrem Hals eine Krawatte, mit der sie wohl erwürgt wurde.
Ein Raunen geht durch die Menge "Der Krawattenmörder hat wieder zugeschlagen". In den Pubs in London unterhält man sich über diese Schreckenstaten und über den noch nicht gefassten neuen "Jack the Ripper", aber es gibt auch Stimmen, die finden, dass London immer einen solchen unheimlichen Serienkiller braucht, er lockt den Tourismus in die Stadt.
In einem solchen Pub arbeitet der ehemalige Air-Force-Pilot und Offizier Richard Blaney (Jon Finch) als Barmann. Er hat schon bessere Tage gesehen und wirkt leicht abgrebrannt und mittellos.
Als sein Boss Forsythe (Bernard Cribbins) bemerkt, dass er sich am Whisky bereichert, feuert er ihn kurzerhand - sehr zum Leidwesen von Blaneys Kollegin Babs (Anna Massey), die ein Verhältnis mit dem smarten Ex-Pilot hat.
Blaney streift mittellos durch Londons Märkte und trifft seinen Kumpel, den Gemüse - und Obsthändler Robert Rusk (Barry Foster), der ihm seine Hilfe anbietet.
Doch Blaney lehnt ab und entscheidet sich ganz spontan seine Ex-Frau Brenda (Barbara Leigh Hunt) zu besuchen, die es durch eine seriöse Partnervermittlung zu gutem Wohlstand gebracht hat.
Deren Sekretärin Monica Barling (Jean Marsh) bekommt mit, dass nach der kurzen Wiedersehensfreude ein Streit zwischen den Beiden entbrennt, sie wird nach Blaneys Wutausbruch von Brenda heimgeschickt. Brenda lädt ihren Exmann zum Abendessen ein, dieser übernachtet dann bei der Heilsarmee.
Am anderen Tag versucht er seine Frau noch einmal zu besuchen, doch diese öffnet nicht. Kein Wunder - der Krawattenmörder hat während der Mittagspause zugeschlagen. Nur dumm, dass Miss Barling ihn aus dem Haus kommen sieht, somit wird Blaney von Inspektor Oxford (Alex McCowen) schnell als der Krawattenmörder ausgemacht und man fahndet mit Hochdruck nach ihm...
Hitchcocks 1972 entstandener Thriller "Frenzy" ist m.E. ein grandioses Alterswerk des Meisterregisseurs und einer seiner besten Filme.
Hitchs Blick auf London ist atmosphärisch großartig gelungen, auch die unverbrauchten Gesichter der Schauspieler Jon Finch und Barry Foster, der etwas an den jungen Michael Caine erinnert, sind exzellent gecastet.
Auch die Frauenfiguren sind echt und wirken authentisch - Barbara Leigh Hunt als Frau, die es aus eigenem Antrieb zu etwas gebracht hat oder Anna Massey als etwas naive und sexuell sehr aktive Kellnerin.
Hitchs fieser Humor lockert die spannende Serienkillersuche auf, indem er zeigt, dass Chief Inspector Oxford von seiner Frau (Vivien Merchant - klasse) neuerdings mit Gournetessen aus der französischen Küche verwöhnt wird. Doch die Fischköpfe in der Suppe oder das Hühnchen mit sehr wenig Fleisch sind nicht sein Ding. Deshalb isst er sein nahrhaftes typsich englisches Frühstück Ei mit Würstchen oder Porridge auf dem Revier.
Seine Frau ist es aber, die in Sachen Ermittlung den richtigen Riecher hat, denn der Inspektor befindet sich natürlich auf der falschen Fährte - dies weiss der Zuschauer ziemlich schnell. Aber trotz der Kentniss um die wahre Identität des Krawattenmörders bleibt der sehr britische Film hochspannend und wartet mit einigen unvergesslichen Szenen auf - zum Beispiel die Suche im Kartoffelsack.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frenzy - wie im Rausch, 30. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Mit 'Frenzy' kehrte Alfred Hitchcock nach rund zwanzig Jahren in Amerika in das heimatliche England zurück. Diese Rückkehr ist dem Film in vielerlei Weise eingeschrieben: Nicht nur spielt die Handlung vorwiegend in London, sondern auch in der aus eher jungen Schauspielern bestehenden Crew pulsiert englisches Blut und, last but not least, englischer Humor. Dass Spannung und Humor für Hitchcock keine Gegensätze sondern zwei sich ergänzende Pole seiner Leinwandkunst sind, hat er auch in Amerika immer wieder vorgeführt. Spannung kunstvoll aufbauen und sie dann wieder kurzfristig in Lachen auflösen ist der Trick, mit dem Hitchcock sein Publikum immer wieder gewinnt. Slapstickartige Einlagen sind der Zucker auf Filmen wie 'Der Mann, der zuviel wusste', verbale Fechterein machen den Reiz von 'Familiengrab' aus. In 'Frenzy' ist es der spezifisch britische Humor, den eine gute Portion Sprachwitz, eine reichliche Prise Comedy und einige heftige Szenen am Rande des guten Geschmacks ausmachen. In keinem anderen Film Hitchcocks wird Brutalität und Tod derart direkt inszeniert wie in 'Frenzy'. Und die Londoner Alltagswelt, ihre Pubs und der Obstmarkt in Covent Garden, die vollen engen Strassen und schmalen Wohnungen, wird mit viel Realismus dargestellt, wie er so für den grossen Bühnenerzähler Hitchcock fast ungewöhnlich ist.

Bereits der Anfang des Films macht Hitchcocks Rückkehr deutlich: Die Kamera schwebt über der Themse und senkt sich dann, bis sie knapp über dem Wasser auf die Tower Bridge zugleitet. Am Parlament kommt sie zur Ruhe und fängt eine Versammlung ein, in der ein Redner, in Anwesenheit des Bürgermeisters, die erfreulichen Ausichten auf eine wieder reine Themse rhethorischer kunstvoll anpreist. Weniger erfreulich ist der Anblick der Toten, die während der Rede angespült wird: Sie ist nackt bis auf eine Kravatte, und diese trägt sie um den Hals geschlungen - der Kravattenmörder hat wieder zugeschlagen. Während dieses grosse Drama seinen schnellen Weg in die Boulevardblätter findet, erfährt Richard Blaney sein kleines Drama nicht minder schnell: Einmal zu viel an die Flasche gegangen, und schon ist er seinen Job als Barkeeper los. Nahezu mittellos steht er auf der Strasse. Die eizigen, die ihm helfen können, sind der Rotschopf Robert Rusk (Barry Foster) und Blaneys ehemalige Frau Branda (Barbara Leigh-Hunt). Letztere hat sich zwar von Blaney auf Grund dessen vorgeblich exzessiver Gewalt gegen sie scheiden lassen, doch trotz seiner Unbeherrschtheit war dies nur ein Trick, um die Scheidung schneller durchbringen zu können, ein Trick, der Blaney in der Folge noch teuer zu stehen kommen wird. Branda mag ihren Exgatten trotz seiner Macken, und so lädt sie ihn nicht nur zum Essen ein sondern steckt ihm heimlich Geld zu. Die dritte Stütze in Blaneys tristem Leben is seine Kollegin Babs (Anna Massey). Doch meint es just dieses Leben nicht gut mit ihm. Beide Frauen sterben unter der Hand des Kravattenmörders. Typisch Hitchcok wird die Identität des Mörders auch von vorneherein offengelegt (wodurch der Zuschauer auch in den fraglichen Genuss erheblicher Gewaltszenen kommt). Nun wird Blaney zum Gejagten. Anders als dem typischen Hitchcock-Helden ist es ihm aber nicht gestattet, selbst Rache zu nehmen - er bleibt bis zu letzt Spielball der Ereignisse. Wahrer Held der Verfolger wird in der zweiten Filmhälfte der wie aus einer britischen Comedy geschnittene Chief Inspector Oxford (Alec McCowen). Nachdem er zunächst der falschen Fährte folgte und Blaney vor Gericht bringt, schlägt sein Gewissen und das Zureden (vielleicht auch die göttlich-komödiantischen Kochversuche) seiner Frau durch - er rollt den Fall nochmals auf. Es kommt schliesslich zum Showdown, der aber denkbar unamerikanisch mit kühlem britischen Understatement abgewickelt wird.

Was 'Frenzy' von anderen Hitchcockfilmen deutlich absetzt, ist die Wahl unbekannter Schauspieler aus der Londoner Theaterszene. Gewohnt ist man, in seinen Filmen grosse Namen zu sehen. Doch tut die Wahl dem Film keinen Abbruch, im Gegenteil. Die junge Schauspielercrew spielt erfrischend, und die Gesichter, die allesamt wie aus London geboren scheinen, geben dem Film erst den richtigen Lokalkolorit. Einzig Jon Finch gelingt es als dem unschuldig Verfolgten nicht wie z.B. seiner Gefährtin Anna Massey zum Sympathieträger zu werden. Dies mag sogar in der Absicht des Regisseurs liegen, denn schliesslich ist die Figur des Richard Blaney wenigstens eine problematische, manch ein Zuschauer mag es jedoch irritieren, den Helden nicht wirklich mögen (oder hassen) zu können.

'Frenzy' ist ein wunderbares Alterswerk Hitchcocks. Der Film zeigt, wie viel englisches Blut doch noch in ihm steckte. Man wird sich diesen Film gerne anschauen, wenn man sich nicht an der relativ flachen Spannungskurve stört sondern Gefallen hat an einem bunten, unterhaltsamen Potpourri aus britischem Humor, Comedy, Splatter und London Life. Der Film ist reich an bitter-komischen Szenen, von denen jene, in der der Mörder ein Opfer aus einem Kartoffelsack befreien muss, als Höhepunkt gelten darf. Trotz der Groteske darf gelacht werden - we are british, aren't we.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen heute immer noch sehenswert, 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Marnie hat mich positiv überrascht und war gar nicht mal schlecht. Frenzy hat mich auch überrascht und mir sogar ein bisschen besser gefallen als Marnie.

Der Krawattenmörder tötet in London junge Frauen, nachdem er sie vergewaltigt hat. Die Polizei sucht den Mörder, verdächtigt aber die ganze Zeit den Falschen.

Ich hatte mir ja nur eine Alfred Hitchcock Collection mit Marnie und Frenzy ausgeliehen, um mal zu sehen, wie der Altmeister des Suspense seine Filme gemacht hat. Marnie war gar nicht schlecht und hat auch heute noch durchaus seinen Reiz. Frenzy hat mir sogar noch ein bisschen besser gefallen und ist zeitloser als Marnie.
Alfred Hitchcock (Psycho,Die Vögel) drehte diesen Film, nicht wie Marnie, in London, seiner Heimat. Und das merkt man. Der Film hat nicht nur rein atmosphärisch einen anderen Ton. London ist ein schöner Hintergrund, den Hitchcock ohne viel Aufwand inszenierte, aber dennoch einige stimmungsvolle Bilder schuf. Er hat einige schöne Kameraeinstellungen eingebaut, die selbst heute, 40 Jahre später, immer noch ihre Wirkung haben.
Auch rein inhaltlich hat Hitchcock einiges geändert, im Vergleich zu Marnie. Der Film ist durchaus ernst, vor allem die Ermordungsszenen haben es immer noch in sich und haben mich in ihrer Konsequenz überrascht. Trotz der Ernsthaftigkeit hat es Hitchcock aber geschafft, den typisch trockenen, britischen Humor einzubauen, ohne das er befremdlich wirkt. Was mir aber aufgefallen ist, womit ich gar nicht gerechnet hätte, war, dass Hitchcock etwas geschafft hat, was viele Filmemacher, meiner Meinung nach, heute nicht schaffen. Er hat es geschafft, 3 verschiedene Erzählstränge flüssig miteinander zu verbinden. Der Erzählstrang des Unschuldigen geht flüssig in den des Mörders über und von dem geht es weiter zum Polizisten. Eine Meisterleistung des Altmeisters.
Die Geschichte, mit den 3 Erzählsträngen, ist spannend gehalten und wird auch mit stetigem Voranschreiten immer interessanter. Einen großen Appeal des Films macht auch aus, wie gekonnt Herr Hitchcock den Mörder immer wieder geradeso aus der Affäre zieht, und der Verdacht auf den Unschuldigen fällt. Man hofft die ganze Zeit, dass der Mörder mal nicht davon und endlich seine gerechte Strafe bekommt.

Fazit:
Frenzy ist auch heute noch ein spannender Thriller, der vor allem mit einer interessanten Geschichte punkten kann und einige schöne Kameraeinstellungen bietet. Ein Film an dem der Zahn der Zeit sehr großzügig vorbeigegangen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Krawattenmörder, 25. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Obwohl man den Mörder Bob Rusk (Barry Foster) kennt und beim ersten Mord zuschauen kann, bleibt dieser Klassiker bis zum Ende spannend. Das liegt an der Erzählweise des Meisters. ‘Die Polizei (Alec McCowen als Chief Inspector Oxford) ist wie immer auf dem Holzweg‘ und die Regie setzt uns auf die falsche Fährte von Dick Blayney (Jon Finch). Drei Männer drehen sich um zwei ermordete Frauen. Ein Höhepunkt ist der Mord an Brenda (Barbara Leigh-Hunt). Hier wird deutlich, dass ‘Onkel Bob‘ ein impotenter Psychopath ist, der bei Mutti lebt. Es geht ihm nicht um Penetration, sondern um den Genuss der Macht und den Todeskampf des Opfers. Eine für Hitch auch optisch untypisch freizügige Einstellung. Der zweite Höhepunkt ist die Fahrt auf dem Laster zwischen Kartoffelsäcken. Großartiger Schnitt mit einem armseligen Mörder.
Das ist der humorvollste der Hitchcock-Filme. Gleich zu Anfang ist wegweisend ‘Hier ist Covent Garden, kein Lustgarten.‘ Und wenn Frau Oxford die feine französische Küche pflegt (Fischköpfe oder Schweinefüße), bleibt kein Auge trocken. (‘Damen verzichten heute eher auf ihre Unschuld, als auf ihre Klamotten‘.) Dabei hilft sie ihm noch bei der Lösung des Falles. Gradlinige Logik gegen schlichte Intuition. Der Mörder knackt die Finger der Toten, Mrs. Oxford ein Salzstängli. Er vertritt hingegen eher die Meinung ‘Es geht nichts über ein gutes englisches Frühstück – und das dreimal am Tag.‘
Das spannende Finale hat dann noch eine Überraschung parat ehe Oxford den Mörder darauf hinweist ‘Sie haben ihre Krawatte nicht an‘. Ein Klassiker also in mehrfacher Hinsicht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hitchcocks letzter Klassiker, sehr gutes Bild auf Blu-ray, 31. Mai 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frenzy [Blu-ray] (Blu-ray)
Frenzy ist Alfred Hitchcocks vorletzter Film und stammt aus dem Jahr 1972. Für mich ist es sein bester Film seit Die Vögel und sein letzter Klassiker. Mit Marnie, Topas und Der Zerrissene Vorhang hatte er 3 relative (zumindest kommerziell gesehen) Flops in Folge geliefert. Schlecht sind die Filme zwar auch nicht, aber speziell die Filme aus den 50ern bis Die Vögel haben doch eine andere Qualität.

In Frenzy geht es um einen Krawattenmörder und den für Hitchcockfilme typischen unschuldig gejagten Verdächtigten, der seine Unschuld beweisen muss.
Frenzy ist der erste Film seit Ewigkeiten den Hitchcock in England drehte und der vollkommen ohne Stars auskommt. Mit Frenzy kam Hitchcock auch filmisch in den 70ern an. Seine Filme aus den 60ern sahen zum größten Teil mit ihren billigen Studiokulissen, Rückprojektionen und der Mode immer noch aus wie aus den 50ern. Das lässt sie zwar irgendwie zeitloser wirken, aber dafür auch künstlicher. Frenzy wurde zumeist in London vor Ort gedreht. Der Film sieht echter und auch dreckiger aus. Die Mode und Frisuren stammen aus den 70ern. Dazu wird Gewalt gezeigt und nicht nur angedeutet und der Film ist freizügiger. Optisch ist Frenzy kein typischer Hitchcock, vom Spannungsaufbau und Thema aber schon.
Hitchcock spart auch wieder nicht an Humor, was sich vor allem bei den Mahlzeiten des Inspektors zeigt.

Zur Blu-ray:
Das Bild ist im Vergleich zur alten DVD und den meisten anderen Hitchcock-Blu-rays hervorragend. Das Bild ist scharf, die sind Farben natürlich und Filmkorn ist auch kaum zu sehen. Schon allein dafür lohnt die Blu-ray.
Der deutsche Ton kommt in DTS 2.0 klar und deutlich rüber.
Das Bonusmaterial (Doku und Trailer) wurde von der DVD übernommen und ist nicht HD. Neues Bonusmaterial gibt es nicht.

Fazit:
Hitchcocks letzter großer Film mit hervorragendem Bild zum günstigen Preis von knapp 7 Euro (Stand Ende Mai 2014). Klare Empfehlung und volle Sternezahl in der Bewertung.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film- Frenzy -, 3. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Der Film ist super- spannender Krimi der alten Schule.der Krawattenmörder ermordet junge hübsche Frauen und läßt als seine "Marke" eine Krawatte um den Hald des Opfers zurück. Doch wie ärgerlich-als er eine der toten Damen auf die Ladefläche eines Transporters gehievt hatte, der Kartoffeln geladen hatte, stellte er fest, dass diese Dame ihm eine Anstecknadel aberissen hatte und er darüber identifiziert werden könne. Also hinterher und die Leiche unter den Kartoffeln wieder ausgebuddelt und die Nadel in der Hand gefunden. Dennoch begann hiermit sein Unglück. Zu lachen gibt es auch genug trotz Tod, Mord und Leichen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister..., 25. Februar 2013
Von 
Big Daddy (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
..wollte es noch einmal wissen. Bei der Premiere war der Meister 73 Jahre alt. "Frenzy" war der vorletzte Film des Regie-Meisters. Von Altersschwäche kann man allenfalls insofern sprechen, als die Darstellung des Obstmarktes in Covent Garden etwas altmodisch
geraten ist. Aber vielleicht macht dies auch den bestimmten Reiz von "Frenzy" aus.
Die Geschichte ist eigentlich Hitchcock-typisch. Jemand ist zur falschen Zeit am falschen Ort und wird unschuldig verfolgt. Hier ist kein Spoiler erforderlich, lässt Hitchcock den Zuschauer darüber doch keine Sekunde
im Unklaren.
"Hitch" versteht es wieder einmal meisterlich, den Zuschauer mitleiden zu sehen, wie der Verfolgte seiner Verhaftung zu entgehen sucht. Und dies, ohne den Zuschauer auch nur eine Sekunde zu langweilen.
Das kann heute kaum noch jemand, ohne in die Standard-Klischee-Kiste zu greifen.
Trotz der bereits angesprochenen Holperigkeit mit dem Obstmarkt, transportiert der Film die Atmosphäre Londons in den frühen Siebzigern grandios.
Das Salz in der Suppe von "Frenzy" sind die kleinen humoristischen Zugaben, beispielsweise, wenn die Frau des Ermittlers ihren Gatten mit allerlei sonderbaren französischen Spezialitäten zu bekochen versucht.
Diese Beigaben sucht man bei "Psycho" vergeblich. Dort wären sie auch unpassend gewesen. "Frenzy" runden sie so zu einer Köstlichkeit der Filmgeschichte ab.
Die schauspielerischen Leistungen sind über jeden Zweifel erhaben, kommen jedoch erst richtig zur Geltung, wenn man den Film in der Originalsprache anschaut.
Das selbe empfehle ich für die am 14.03.2013 in Deutschland anlaufende Biographie "Hitchcock" mit Anthony Hopkins als "Hitch" und Helen Mirren, als seine Frau Alma.
Der Film ist zwar von Filmen, wie sie Alfred Hitchcock der Welt schenkte, weit entfernt. Die schauspielerischen Leistungen der genannten Darsteller nicht! Grandios!

Frenzy ist nach Psycho mein liebster Hitchcock-Film. Bei seinem letzten Film, "Familiengrab", konnte den hohen Standard leider nicht halten. Schlecht ist aber auch dieser nicht.

Hier geht es um Frenzy und dieser Film hat die volle Bewertung mehr als verdient: 5 Sterne
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... Hitchcocks grausamstes Werk ... aber guuut ..., 19. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Zugegeben, alle Filme des "Master Of Suspense" habe ich nicht gesehen. Vor allen die älteren (oder ältesten) Werke sind mir nicht alle bekannt. Die Neueren kenne ich jedoch alle.

Verglichen mit allen diesen, fällt mir an "Frenzy" vor allem eines auf: Die absolute Härte, die Brutalität (ja schon manchmal eine gewisse Perversität).

Unter anderem mag ich auch "Horror-Filme" und bin daher einigermaßen "abgebrüht". "Frenzy" aus dem Jahre 1972 lässt jedoch selbst mich erschaudern, da er einfach total krass ist.

Die Story ist denkbar einfach: Ein Unbekannter, mordet scheinbar wahllos in ganz London. Jedoch kommt das Opfer stets auf die gleiche Art und Weise ums Leben; erdrosselt mit "seiner" Krawatte.

Der Exmann eines dieser Opfer gerät unter Verdacht. Eigentlich spricht alles gegen ihn. Auf der Flucht vor der Polizei macht er sich selbst auf die Suche nach dem "Krawattenmörder".

Die einzelnen Tötungsszenen werden dabei äußerst brutal dargestellt (jedenfalls für die damalige Zeit).

In Bildern: Der Mörder findet sein Opfer; er umschlingt den Hals des Opfers mit seiner Krawatte, drückt zu und stöhnt dabei lustvoll; das Opfer ist sich bewusst, dass es dem wahnsinnigen Mörder in die Hände gefallen ist und nun sterben muss, und spricht sogar im Todeskampf (der sehr eindrucksvoll dargestellt wird) noch ein letztes Gebet...

Auch begegegnet einem in diesem vorletztem Hitchcock-Film eine recht frivole sprachliche Darstellung. Sprüche, wie "F... mich" oder ähnliches sind allgegenwärtig. Eigentlich sehr überrraschend für einen Hitchcock-Film.

Spannend ist "Frenzy" jedoch allemal, ein klasse Thriller, jedoch nichts für schwache Nerven. Ansonsten volle Punktzahl.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfreuliches Spätwerk, 2. Juni 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Es ist natürlich klar, dass dieser Film nicht die Klasse der großen Hitchcock-Filme erreicht. Ab "Marnie" lässt die inszenatorische Kraft des großen Regisseurs sukzessive nach. Für seine Rückkehr nach England gelang ihm aber noch einmal ein exzellenter Streich. Der Film ist stark gespielt, hat Humor und eine spannende Handlung. Eigentlich vier Sterne, aber es gibt hier soviele Bewertungen, bei denen bei guten Filmen wegen der DVD-Ausstattung und Qualität Sterne abgezogen werden (zu recht!), deshalb gibt es in Umekehrung dessen hier einen extra Stern: Bei mir läuft der Film gestochen scharf mit ganz frischen Farben.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Hitchcock, 11. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Frenzy (DVD)
Für mich der beste aller Hitchcocks! Ich liebe diesen Film, da er einfach so total britisch ist. Die Darsteller sind alle miteinander authentisch und spielfreudig. Auch die kleine Story um den leitenden Ermittler, dessen Ehefrau gerade kochtechnisch auf einem Frankreichtrip ist und ihrem "english food"-liebenden Gatten ziemlich skurrile Menüs auftischt, ist absolut genial!!! Der Ärmste macht gute Miene zum bösen Spiel und geniesst sein original englisches Frühstück (Schinken, Speck und Würstchen) in seinem Büro ;-). Da man bei Hitch ja immer von Anfang an weiss, wer der Mörder ist, leidet man hier natürlich mit dem unschuldigen Verdächtigen mal wieder mit. Ich finde den Hauptdarsteller hier übrigens trotz seiner schnoddrigen und schnell aufbrausenden Art sehr sympathisch (vielleicht, weil ich da sehr ähnlich bin), da man merkt, dass er ansonsten doch echt in Ordnung ist. Jedoch selbst über den wirklichen Mörder kann man hier noch schmunzeln und ihn nicht wirlich hassen. Der ganze Film besitzt hier einfach sehr viel des britischen Humors, das macht ihn auch so unterhaltsam und sehenswert. Wie gesagt,ich liebe ihn und werde ihn mir weiterhin bestimmt 2-3mal jährlich ansehen, er verliert dabei nichts von seinem Charme. Übrigens läuft er gerade im ZDF in HD und ich muss sagen, dass ich so einen himmelweiten Unterschied in Sachen Bildqualität noch nie gesehen habe!!! Das übertrifft für mich jede Blu-ray, die ich besitze. Jedes noch so kleine Detail, egal was, ist hier zu erkennen, mir kommt es vor, als wenn ich diesen Film das erste Mal richtig sehe. Auf der DVD ist der Film, wie sonst ja auch im Fernsehen sehr dunkel, jetzt in HD ist er glockenhell und die Farben absolut brilliant, einfach wahnsinn!!! Habe aber gerade gesehen, dass es ihn, zumindest in deutsch, nicht auf Blu-ray gibt. Schade, den hätte ich sofort bestellt. Leider wird er auch nicht wiederholt, so dass ich ihn aufnehmen könnte :-(. Na ja, ich liebe ihn so oder so!!!
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Frenzy von Jon Finch (DVD - 2006)
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