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50 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düster und teilweise grotesk
Die Regisseurin Margarethe von Trotta hat mit "Ich bin die andere" nach dem gleichnamigen Roman von Peter Märthesheimer einen wahrlich düsteren und teilweise grotesken Film über ein ernstes Thema erschaffen.

Der Ingenieur Robert Fabry (gespielt von August Diehl) trifft eines Abends in einem Frankfurter Hotel auf Carlotta (Katja Riemann), die in...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2006 von Katja Kaygin

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein konstruiertes Drama
Die Geschichte ist völlig durchkonstruiert: Die Tochter Caroline Winter (Katja Riemann) weist eine gespaltene Persönlichkeit auf, welche mindestens zum Teil auf ein traumatisches Jugenderlebnis zurückzuführen ist. Sie ist zum Ersten im Beruf als Anwältin erfolgreich, führt zum Zweiten ein Doppel- und Drittleben als Kurtisane und zu guten...
Veröffentlicht am 21. November 2007 von Finström


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50 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düster und teilweise grotesk, 15. Oktober 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Die Regisseurin Margarethe von Trotta hat mit "Ich bin die andere" nach dem gleichnamigen Roman von Peter Märthesheimer einen wahrlich düsteren und teilweise grotesken Film über ein ernstes Thema erschaffen.

Der Ingenieur Robert Fabry (gespielt von August Diehl) trifft eines Abends in einem Frankfurter Hotel auf Carlotta (Katja Riemann), die in einem aufreizenden Kleid und hellblonder Perücke auf Männerjagd ist. Und so nimmt er die vermeintliche Prostituierte ("Nackt kostet extra") mit auf sein Zimmer und verbringt eine wilde Nacht mit ihr. Am nächsten Morgen ist Charlotta weg, aber das Geld hat sie nicht mitgenommen. Kaum kann Robert wieder einigermaßen klar denken, so sieht er sich plötzlich der vermeintlichen Carlotta in einer Anwaltskanzlei, als Anwältin Doktor Carolin Winter, gegenüber. Abends gehen sie zusammen essen und Robert glaubt immer noch, Carolin würde mit ihm spielen und würde sich bewusst nicht erinnern wollen. Als er in einem Nebenzimmer über sie herfällt und sie plötzlich wimmernd vor ihm niederkniet (die dritte Persönlichkeit), versteht er die Welt nicht mehr und beherzigt den Rat des Anwalts "Fahren Sie zurück zu ihrer Freundin und heiraten Sie sie.".

Aber Robert bekommt seinen Job nicht mehr auf die Reihe und ist seiner Freundin (Bernadette Heerwagen) gegenüber auch völlig geistesabwesend. Und so erhält er von seiner Freundin die Adresse von Carolin bzw. Carlotta, um die Sache mit ihr zu klären. Das Aufeinandertreffen mit der Familie Winter ist nahezu grotesk: Carolin's Vater (Armin Mueller-Stahl) sitzt im Rollstuhl und spielt einen machtbessessenen reichen Vater, der die Domina-Haushälterin "Fräulein" Schäfer (Barbara Auer), seine alkoholkranke Frau (Karin Dor) und seine Tochter nach Beliebem herumkommandiert. Erst nach und nach erfährt man, was der Nährboden für Carolin's multiple Persönlichkeitsstörung ist: Der Vater hat sie als Kind mißbraucht (das wird allerdings nicht offen gesagt), seine Frau hatte früher eine Affäre mit dem Hausdiener Bruno (Dieter Laser), der sich die Zunge abgebissen hat, um ein Geheimnis zu bewahren und das Fräulein Schäfer hat er im zarten Alter von fünfzehn Jahren aufgelesen, um mit ihr eine Affäre zu beginnen, die von seiner Tochter entdeckt wurde. Wer würde in so einer Familie nicht gestört werden?

Aber trotz alledem ist Robert nicht geschockt. Er will Carolin / Carlotta heiraten und so grenzt seine Liebe langsam an Bessessenheit. Als Carolin plötzlich nach Marokko flieht, fährt er ihr hinterher. In der Wüste kommt es zu einer folgeschweren Situation...

Der Film ist in seinen Bildern sehr düster gehalten und mit einer einer ebensolchen Klangabfolge hinterlegt, die es einem unmöglich machen, ein bischen zu entspannen. Manchmal fühlte ich mich an Filme von David Lynch erinnert, besonders auch bei den Aufnahmen in der Wüste, die dann farblich völlig verändert wurden. Armin Mueller-Stahl spielt seine Rolle so gut, dass man ihm permanent eine reinhauen möchte. Alles in allem ein lohnenswerter, aber sehr düsterer Film. Also Nichts für zarte Gemüter.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wodurch kommt es zu einer Persönlichkeitsspaltung?, 6. Dezember 2007
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Handlungsorte dieses Filmes sind Frankfurt, der Rheingau und Marokko.

Der junge Ingenieur R. Fabry lernt in einem Frankfurter Hotel eine junge Frau kennen, die er zunächst für eine Prostituierte hält. Er nimmt sie mit auf sein Zimmer, schläft mit ihr bei und stellt am folgenden Morgen fest, dass sie für ihren Liebesdienst kein Geld genommen hat. Das irritiert ihn.

Noch am gleichen Tag begegnet er in einer Frankfurter Anwaltskanzlei Carolin Winter(K. Riemann). Sie ist dort als Rechtsanwältin tätig. Fabry ist sich sicher, dass es die gleiche Frau ist, mit der er nachts zuvor Sex hatte. Er ist fasziniert von dieser Frau, die sich allerdings nicht als jene outet, die er in ihr vermutet.

Er verabredet sich mit der Anwältin , mit der er beizuschlafen versucht und die aufgrund dessen hysterisch reagiert und wegläuft.

Fabry, der kurz vor der Eheschließung mit einer jungen Ingenieurin steht, kann Carolin nicht vergessen. Er beginnt sich nach ihr zu sehnen, sucht und findet sie schließlich, nachdem seine Verlobte nach ihr recherchiert hat, bei ihrem Vater(Armin Müller-Stahl), der ein großes Weingut besitzt, in dessen Anwesen im Rheingau. Dieser Vater sitzt im Rollstuhl, ist ein furchtbarer Despot, der die gesamte Familie tyrannisiert. Sein dezidiertes Ziel ist es allen Menschen den Willen zu brechen. Carolins Willen hat er vor Jahren schon vollständig gebrochen. Sie kann sich deshalb auch von ihrem Vater nicht lösen und erlaubt sich nicht emotional erwachsen zu werden.

Um ihre Sexualität ausleben zu können, hat sie diese unbewusst abgespalten und lebt sie als vermeintliche Prostituierte aus. In ihrem anderen Ich ist sie das kleine Mädchen ihres Vaters geblieben, dem sie sich ergeben unterordnet.

Als Halbwüchsige hat Carolin ihren Vater beim Beischlaf mit seiner Geliebten, einer ehemaligen Hafennutte, die später Hausmädchen im Weingut wurde, obschon sie zwei Staatsexamen vorzuweisen hatte, beobachtet. Das hat Carolin ebenso wenig verkraftet, wie die Tatsache, dass sie Schuld daran trägt, dass ihr Vater im Rollstuhl sitzt. Offenbar hat dies ihre Persönlichkeitsspaltung ausgelöst.

Fabry ist fest entschlossen Carolin trotz aller Misslichkeiten zu heiraten. Er reist ihr bis nach Marokko nach, wo ein gemeinsames Erlebnis sie einander näher bringt und auch bei Carolin den Entschluss zur Eheschließung reifen lässt.
Der unnachgiebige Vater allerdings ist nicht bereit seine Tochter freizugeben....

Ein unglaublich beeindruckender Film, über den man noch stundenlang nachdenkt.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katja Riemann mal wieder grandios..., 20. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Es handelt sich zwar einerseits um einen verstörenden Film, aber dieser ist interessant inszeniert und vor allem ein Film, bei dem einem wirklich auffällt, was für gute Schauspieler es doch auch in Deutschland gibt, auch wenn der Film wie so oft unbegründet untergeht in den Kinos.

Katja Riemann ist glänzend in ihrer 3fach gespalteten Persönlichkeit und der Zuschauer wird von Minute zu Minute neugieriger, was hinter dieser/n Frau/en steckt. Genauso ergeht es dem verfallenen jungen Mann (August Diehl) im Film, der vor lauter Leidenschaft alles andere um sich herum vergisst und nur noch Augen für die schöne Katja Riemann hat, was man zum Teil zwar nachvollziehen kann, andererseits kommt einem manchmal der Gedanke, dass sich da vielleicht sogar zwei Kranke gefunden haben.

Hervorragend auch die undurchsichtige Darstellung des Vaters (Armin Müller-Stahl) und der Haushälterin (Barbara Auer).

Ein Film, den man so schnell nicht vergisst auch dank überraschender Wendungen, bei denen man manchmal schockiert die Hände vor’s Gesicht hält.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Macht der Ohnmacht., 11. Juni 2007
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Der erfolgreiche Ingenieur Robert Fabry braucht eine neue Rechtsform für sein aufstrebendes Unternehmen. Er reist in die Stadt zu seinem Anwalt, um sich entsprechende Vorschläge unterbreiten zu lassen. Kurz nach der Ankunft im Hotel hilft Fabry einer auffällig gekleideten Frau und verbringt mit ihr die Nacht. Am nächsten Morgen ist Carlotta verschwunden ohne das vereinbarte Geld mit zunehmen.

In der Anwaltskanzlei erfolgt dann die Überraschung, Carlotta alias Carolin ist eine tüchtige Anwältin, die seinen Fall bearbeitet. Von der vergangenen Nacht möchte sie nichts wissen. Robert ist fasziniert von dieser Frau und stellt er anlässlich eines Banketts nach. Carolin wehr sich, weint, kniet vor ihm nieder. Irritiert verlässt Robert die Stadt. Ein freundschaftliches Gespräch mit seinem Anwalt führt ihn nicht weiter.

Zuhause ermittelt Roberts Exverlobte die Privatadresse von Carolin. Robert besucht Carolin und ihre Familie. Die reiche Winzerfamilie wird von einem alten, im Rollstuhl sitzenden Patriarchen unterdrückt. Während seines Aufenthalts erfährt Robert die vielen kleinen hässlichen Geheimnisse dieser Familie und entwickelt Verständnis für das Verhalten von Carolin. Er möchte sie heiraten.

Die Geschichte wird spannend erzählt und hält zahlreiche Überraschungen bereit. Wie eine Zwiebel muss Robert eine Schale nach der anderen von Carolin und ihrer Familie schälen, um an das letzte Geheimnis zu gelangen. Pittoreske Landschaftsbilder, fein ausgewogene Szenen und ausgeprägte mächtige Charakteren erschaffen einen kafkaesken Film mit Nachwirkung.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein konstruiertes Drama, 21. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Die Geschichte ist völlig durchkonstruiert: Die Tochter Caroline Winter (Katja Riemann) weist eine gespaltene Persönlichkeit auf, welche mindestens zum Teil auf ein traumatisches Jugenderlebnis zurückzuführen ist. Sie ist zum Ersten im Beruf als Anwältin erfolgreich, führt zum Zweiten ein Doppel- und Drittleben als Kurtisane und zu guten Zeiten auch als ehrlich liebende Frau, kann sich aber zum Dritten nicht vom seine ganze Umgebung dominierenden und schikanierenden Vater (Armin Mueller-Stahl) lösen. Auch die anderen Rollen in diesem Film ähneln mehr Schachfiguren, die herumgeschoben werden, um bestimmte Ziele zu erreichen, als Menschen mit eigenem Willen und Innenleben. Der Ingenieur Robert Fabry, welcher sich in Caroline Winter verliebt und letztlich vergebens versucht, sie aus ihrer Persönlichkeitsspaltung zu befreien und zu retten, wird konturlos und blutleer durch August Diehl gespielt. Katja Riemann wirkt eher nervös und fahrig, wenig eindrücklich. Dass sie eine attraktive Frau ist und nach wie vor bereit ist, ihren entblössten Körper vor der Kamera einzusetzen, macht noch keine schauspielerische Spitzenleistung aus. Immerhin spielt sie ihre Rolle konzentriert und handwerklich solide, doch ein emotionaler Funke zum Publikum springt kaum einmal hinüber. Armin Mueller-Stahl hat mich als einziger überzeugt. Er spielt die Rolle des herrischen Familienvaters präzise und lässt auch erkennen, dass er sich in die Rolle eingedacht und eingefühlt hat. Gesamthaft ist der Film reichlich realitätsfremd und enttäuschend.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das große Nichts und Ratlosigkeit, 30. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Zugegeben, ich habe nicht gedacht, dass ich mit einem Katja-Riemann-Film viel falsch machen kann. Und ich weiß sehr wohl, dass Frau Riemann auch gern in ernsthaftem Sujet brilliert. Trotzdem hat mich der Film enttäuscht. Obwohl ich auf ernsthaft-dramatisches und somit verhaltenes Tempo eingestellt war, hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, der Film liefe mit halber Geschwindigkeit ab. Die Story wird recht konfus erzählt, so dass man sich hier und da schon mal fragt, in welcher Beziehung die Figuren denn überhaupt zueinander stehen. Dazu kommt, dass eigentlich keine Figur meine Sympathie einfangen konnte und eigentlich von allen Akteuren permanent recht unglaubwürdig gehandelt wird. Da verliebt sich ein Jungspund ganz zufällig in eine vermeintlich Prostituierte und trifft dann später geschäftlich auf sie. Dass mit der Frau etwas nicht stimmt, merkt er spätestens nach einem gemeinsamen Essen, als er sie sexuell anfällt und nicht die gewünschte Reaktion kommt. Natürlich verschwindet die Frau dann spurlos, weshalb der Protagonist sich die Erlaubnis seiner absolut verständnisvollen Verlobten einholt, ihr nachzuspüren. So kann er dann die verkorkste Familie kennen lernen und kommt langsam dem geheimnisvollen Schizophrenie auf die Spur. Aber worauf der Film nun wirklich hinaus möchte, das ist mir nach der äußerst zähen Laufzeit nicht klar geworden. Das Thema einer Liebe trotz psychischer Erkrankung hätte meiner Meinung nach ganz anders eingefangen werden müssen. Die Darstellung einer kaputten Familie wurde ebenfalls schon viel eindrucksvoller verfilmt. Aber was bleibt dann noch? Das unmotivierte Streben eines Kerlchens nach der Zuneigung einer erwachsenen Schizophrenen in den Klauen ihres rachsüchtigen Vaters, der sich als erster Mann seiner Tochter sieht? Und was sucht Marokko in dem Film? Hatte man zu viel Geld übrig und wollte noch schnell eine Wüstenkulisse? Für mich will der Film einfach zu viel und erreicht doch so erschreckend wenig. Das nenne ich Stillstand, das ist fast so erdrückend, wie die Stimmung des Filmes - und vielleicht somit wieder stimmig. Wenn ich mir da das Cover anschaue, fühle ich mich schon fast betrogen, weil es ganz andere Assoziationen weckt (wohl, um den Krampf doch noch irgendwie zu verkaufen). Aber immerhin dürfte man wohl besser unterhalten sein, wenn man sich 100 Minuten lang das Cover anschaut anstatt den Film ;o)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unrezensierbar !?, 16. September 2008
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Wie bewertet man nur einen solchen Film ???

"Ich bin die Andere" - Katja Riemann und Armin Mueller-Stahl "pflegen" ein
ausgesprochen devotes Vater-Tochter-Verhältnis, die zurückgezogen lebende
Winzerfamilie ist in vielen Bereichen mehr als seltsam - zwischen deren
Fronten gerät der junge Techniker Robert Fabry (gespielt von August Diehl),
welcher seine Verlobte aufgibt, um seiner faszinierenden Neuentdeckung, der
Winzerstochter Carolin (Katja Riemann), den Hof zu machen - er ist drauf
und dran dieser Frau zu verfallen und die Kontrolle über sein bislang
geordnet verlaufenes Leben zu verlieren.

"Ich bin die Andere" - der Titel passt und ist zugleich Programm, bedenkt
man die Persönlichkeitsstörung der geheimnisvollen Carolin, wie die
sprichwörtliche Faust aufs Auge - so lernen sich Robert und Carolin unter
delikaten Umständen kennen - Carolin ist nach Einbruch der Dunkelheit als
Prostituierte "Alice" unterwegs, kann sich an diesen Teil ihres Lebens
jedoch nach Tagesanbruch nicht mehr erinnern - so geht sie bei Tageslicht
ihrer Arbeit als erfolgreicher Juristin nach ... - die Überraschung ist für
Robert dementsprechend groß, als er seiner Zufallsbekanntschaft des
Vorabends am nächsten Tag in der Anwaltskanzlei gegenübersitzt...

Ein wahrhaft groteskes Schauspiel wird dem Zuschauer hier geboten, die Idee
zu diesem Film hätte durchaus von Franz Kafka stammen können - erstaunt
habe ich festgestellt, dass dieser Film die Altersfreigabe ab 12 erhalten
hat, frage mich nun die ganze Zeit schon, wie sich wohl ein kleiner Mensch
nach diesem Film fühlen mag, wenn dessen Handlung mich mit meinen 32 Jahren
innerhalb der 104 gebotenen Minuten in eine fast schon bedrückende
Sprachlosigkeit hineingezogen hat.... - empfinde die Altersfreigabe als
fragwürdig !

Warum ich letztlich einen Sterne einbehalten habe? O.k., die Grundidee ist
zwar wirklich gut, mir persönlich war der Film jedoch über weite Strecken
hinweg ganz einfach zu schwere Kost, zu düster entwickelte sich diese
merkwürdige Geschichte, deren vorhersehbares Ende eben keine Überraschung
bot, sondern nur "konsequent", als Höhepunkt der bisherigen Handlung,
inszeniert wurde - der Film ist anspruchsvoll, nichts womit man sich
treiben lassen kann, um vor dem TV-Gerät zu entspannen - vielmehr wird man
von der Handlung getrieben...

Die schauspielerischen Einzelleistungen - gerade von Katja Riemann (u.a.
hervorragende Nacktszenen!) und Armin Mueller-Stahl als herrschsüchtiges
Familienoberhaupt sind grandios - Katja Riemann beherrscht den Zuschauer
fast schon alleine mit ihren Augen und Mueller-Stahl würde man tatsächlich
am liebsten aus seinem Rollstuhl kippen, um ihn somit im übertragenen Sinne
von seinem unerträglich hohen Ross zu stoßen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diehl und Riemann in Bestform, 7. November 2013
Von 
Waldfee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
August Diehl und Katja Riemann in Bestform.
`Ich bin die Andere` erzählt von einer fatalen Liebe. Eigentlich sogar von vielen fatalen Lieben. Die Liebe einer Tochter zum Vater spielt eine Schlüsselrolle in der Geschichte. Viele psychologische Feinheiten und Facetten der Liebe werden auf tragische und melancholische Weise beleuchtet.
Der Film ist kurzweilig, sehr spannend und reisst einen mit in die Emotionen.
Ein Meisterwerk
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schuld und Sühne - so geht's in vielen dekadenten Familien zu!, 26. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Kaum ein anderer Film in den vergangenen Jahren zeigt so ungemein realistisch die eisige Gefühlskälte, die perfiden Machtgelüste, die geheimsten Obsessionen, die sarkastischen und zynischen Kommentare der Familienmitglieder und die Hoffnungslosigkeit, Sprachlosigkeit und regelrechte Sucht nach Anerkennung und Wärme, die in so vielen dekadenten Familien dieser Republik herrscht, wie dieses grandiose Meisterwerk!

In Armin Müller-Stahl habe ich in jeder Sekunde meinen widerwärtigen Bruder bzw. meinen psychopathischen Vater und in Karin Dor seine extrem dummdreiste Ehefrau erkannt. Katja Riemann spielt in beeindruckender Weise die nach Anerkennung und Nähe lächzende Tochter, die alles tun würde, um geliebt zu werden. - Natürlich ist sie psychisch derart gestört, dass es kaum verstehbar ist, das Robert Fabry (mimisch besonders stark gespielt von August Diehl) diese gespaltende Persönlichkeitsstruktur nicht (oder erst zu spät) erkennt. Doch in wie vielen Familien traut sich jahrelang niemand die Wahrheiten beim Wort zu nennen? Wie sehr sind Tyrannei, Misshandlungen, Erniedrigungen und Werteverfall an der Tagesordnung, bis einer einmal den Mut besitzt, auszubrechen und sich aufzulehnen? - All Ihr, die Ihr diesen Film negativ bewertet habt - schaut einfach einmal in den Spiegel!

Dieser Film zeigt (sicher ein wenig überzogen) nichts weiter als die Realität. Schauspielerisch grandios. In wunderbaren Bildern und eindringlichen Dialogen.

Ein Sternstunde des deutschen Films, für die es nur 5 Sterne geben kann!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend!, 2. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Andere (DVD)
Dieser Film ist wirklich spannend bis auf die letzte Minute, und schwer verdauliche Themen. Man muß auch sehr zuschauen und hören, damit man die makanten Stellen versteht.
Es ist schon ein Film den ich gerne angeschaut habe, so ist es nicht. Aber wer einen Liebesfilm sucht oder etwas in der Art ist bei diesem Film falsch. Er handelt von einer jungen Frau die auch als Erwachsene mit einem Anteil immer noch in der Macht ihres Vaters festhängt und auch von ihm abhängig ist. Der andere Anteil ihrer Persönlichkeit möchte ausbrechen und tut genau das.

Ich würde ihn jedem Empfehlen der etwas über multiple Persönlichkeitsstörung ansehen möchte. Es gibt leider so viele Bücher zu diesem Thema aber fast keine Filme.
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Ich bin die Andere
Ich bin die Andere von Margarethe von Trotta (DVD - 2007)
EUR 10,99
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