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208 von 239 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helden für Aventurien gesucht........
1. Kritische Betrachtung (Grafik)
Erst mal der negativ Aspekt der für mich nicht unbedingt einer ist. Die Grafik könnte besser sein siehe heutige Möglichkeiten einer Ego Perspektivensicht und so weiter, aber das ist für mich in Rollenspielen nicht zwangsweise erforderlich also für echte Fans kein Malus.

2. Untersuchung der Dialoge...
Veröffentlicht am 1. August 2008 von Alexander Kügler

versus
340 von 379 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Drakensang ist wie eine Medaille
Das Genre Rollenspiel steht bei mir an erster Stelle und so habe ich mich wie auch viele andere auf die Veröffentlichung von Drakensang gefreut. Endlich mal wieder ein klassisches Rollenspiel, dass den Screenshots und Trailern nach den Eindruck machte, als könne es in die Fußstapfen von Baldurs Gate oder KOTOR treten.

Das Intro begeistert trotz...
Veröffentlicht am 8. August 2008 von Benny


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340 von 379 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Drakensang ist wie eine Medaille, 8. August 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
Das Genre Rollenspiel steht bei mir an erster Stelle und so habe ich mich wie auch viele andere auf die Veröffentlichung von Drakensang gefreut. Endlich mal wieder ein klassisches Rollenspiel, dass den Screenshots und Trailern nach den Eindruck machte, als könne es in die Fußstapfen von Baldurs Gate oder KOTOR treten.

Das Intro begeistert trotz schlechter Auflösung und wurde nicht zuletzt dank es Sprechers sehr stimmig inszeniert und weiß durchaus für Gänsehaut zu sorgen.

Doch dann kam schon eine herbe Enttäuschung. Während man bei Genre-Vertretern wie KOTOR, NWN etc. seinen Charakter aus einem mehr oder minder größerem Repertoire aus einzelnen Modellen (verschiedene Frisuren, Köpfe etc.) frei gestalten und auch Haarfarbe und Stimme wählen darf, hat man hier lediglich die Wahl zwischen den Archetypen und dem Geschlecht. Die Rasse wurde direkt mit den Archetypen verknüpft. Aber gut dachte ich mir, 'The Witcher' gibt mit Gerald von Riva gerade mal einen einzigen Charakter vor, der dank des Spielverlaufes und der Entscheidungsfreiheit sehr sympathisch ist.

Das Spiel gestartet, macht Drakensang zu Beginn im kleinen Dorf Avestreu einen sehr atmosphärischen Eindruck, man fühlt sich als Rollenspieler gleich zu Beginn heimisch und erkundet die Umgebung. Die Grafik ist zwar nicht die Wucht und muss sich hinter 'The Witcher' beispielsweise verstecken, punktet aber mit seinem ganz eigenen Stil und Charme. Die Grafik reicht völlig und ist dank ausbleibenden Rucklern und großen Grafikfehlern schön anzusehen.

Überhaupt war der Einstieg mit Avestreu sehr gut in Szene gesetzt und schon bald kam ich nach Ferdok und von dort an wurde Drakensang mehr und mehr zu einer Medaille. Denn viele Punkte des Spiels haben ihre tolle, aber auch ihre Kehrseite und das ziemlich konsequent bei fast allen Punkten. Und eben diese möchte ich nun aufzählen.

- Die Dialoge sind sehr schön und ausführlich geschrieben, leider sind die Dialoge überwiegend sehr eingleisig und lesen sich mehr wie ein Buch ohne Auswahlmöglichkeiten. Es kommt nicht selten vor, dass man sich wirklich über fehlende Antwortmöglichkeiten ärgert und das ganze sogar ziemlich billig wirkt.

Ausführliches Beispiel (ACHTUNG, der folgende Absatz spoilert eine vollständige Subquest, wenn Sie sich den Spaß an dieser Quest nicht nehmen wollen, überspringen Sie den Absatz bitte!)

Beispiel: Für einen Wirten soll man einer Diebin in ein anderes Dorf folgen, um seine Wertgegenstände wieder zu erlangen. Dort aufgestöbert erzählt sie von einem Fluch, den sie nur in einer Gruft wieder brechen kann, vorher aber paar Untote aus dem Weg geräumt werden müssen, da sie sich sonst nicht hintraut. Für unsere Hilfe bekommen wir die Wertgegenstände des Wirten zurück. Nachdem das erledigt und der Fluch gebrochen ist, soll man zurück zum Gasthaus, wo sie übernachtet hat. Angekommen erzählt der dortige Wirt, dass die Diebin ausgerissen ist und ihm seine Kohle geklaut hat. Sie lief zu einer Mühle. Nichts wie hinterher. Dort angekommen erzählt sie uns, dass sie die Wertgegenstände des ersten Wirten verloren hat, als Entschädigung den zweiten beraubte und es uns geben möchte. Natürlich kann man das Diebesgut nur annehmen, keine andere Möglichkeit. Zusätzlich fragt die Diebin, wie man heißt und wo man wohnt, da sie uns gerne mal besuchen möchte. Und was kann man als einziges auswählen? Ich meine, diese Diebin ist ja sehr vertrauenserweckend... natürlich den richtigen Namen, die Adresse und sogar die Aufforderung, dass sie ja schon einmal zur unserer Bleibe gehen kann, unser Bediensteter wird sie freundlichst empfangen... AUTSCH!!!! Wie gerne würde ich so einer Dahergelaufenen vorlügen, dass ich fünf Büsche weiter in einer Höhle hause.... SCHLECHT!!!! Und solche Situationen wiederholen sich ständig. Wenn man natürlich nicht den Wunsch hat selbst etwas zu bestimmen und man mit der Story so zufrieden ist, gut.

Und das ist auch der wichtigste Punkt überhaupt. Man hat meist absolut keine Freiheiten in Dialogen und klickt sich durch diese eingleisigen Dialoge durch. Das ist ein Punkt, der das Rollenspiel überhaupt erst möglich macht. So verhält sich das Spiel mehr oder weniger wie ein interaktives Buch und von daher möchte ich einfach mal zu sagen wagen, dass dieses Spiel kritisch betrachtet KEIN Rollenspiel ist. Zu vieles wird dem Spieler an Entscheidungen und Möglichkeiten abgenommen. Nur weil es ein Mittelalter-Setting mit vielen Ausrüstungsgegenständen und Kämpfen, Talenten und Fertigkeiten ist, bedeutet es nicht, dass es deswegen auch sofort ein Rollenspiel ist.

- Die Städte sehen sehr hübsch aus. Die Entwickler haben sich bei der Gestaltung wirklich Mühe gegeben, gleichzeitig aber an der Möglichkeit gespart, Häuser auch betreten zu können. Gut, wieso sollte man in jedes Haus wollen, es gäbe dafür nicht wirklich eine Motivation (ausgenommen, man spielt einen Dieb). Die Anzahl der betretbaren Häuser ist aber derart gering, dass man nur etwa eine Hand voll in ganzen Abschnitten der Stadt betreten kann. Dies sind meist Tavernen, die sogar vollkommen gleich aufgebaut sind und in ihnen eine Atmosphäre wie in einer Kneipe Montags um 09:00 Uhr morgens herrscht. Nicht selten stehen wichtige NPCs vor ihren Häusern, damit man sie ansprechen kann. Das zerrt ziemlich an der Atmosphäre.

- Es wurden viele gute Sprecher gewählt. Leider wurden nur die ersten Kommentare der Charaktere vertont. Der Rest muss gelesen werden. Abgesehen von Quest-Charakteren oder Video-Sequenzen.

- Die Subquests sind größtenteils interessant und auch hier und da lustig, leider durch die Dialoge total eingleisig. Selten hat man die Wahl und entscheidet man sich hier und da anders als vorgegeben, kann man zwar mit netten Gegenständen belohnt werden, die Quest wird allerdings als misslungen im Quest-Buch eingetragen. WIESO?! Viel schöner wäre ein Eintrag vom Hauptcharakter, dass man sich so und so entschieden hat. Damit würde man sich auch mal ENDLICH mit dem stummen Hauptcharakter identifizieren. (SPOILER! z.B. beim Auftrag von einer Hexe, einem Koch Kräuter zu übergeben, da für Übelkeit sorgt)

Einige Punkte sind gänzlich schlecht:

- Es gibt keinen Tag- und Nachtwechsel. Entweder es scheint pro Gebiet ständig die Sonne, oder es ist dunkel. Kleinere Ausnahmen gibt es jedoch, wie in einem 'Gebirge', wo trotz bewölktem Himmel auf einer Anhöhe die Gegend wie in Sonnenlicht getaucht aussieht. Wie gesagt, trotz dicken Wolken am Himmel...

- Keine Möglichkeit in Tavernen zu rasten um Lebens- und Magiepunkte zu regenerieren. Ein wichtiger Bestandteil in Rollenspielen. Zumindest meiner Meinung nach. Stattdessen verfügen alle Charaktere automatisch über die Fähigkeit 'Regeneration', mit der sie sehr schnell wieder fit sind.

- Kaum Komfort. Hat man zum Beispiel einen Bogenschützen in der Gruppe und hat dieser alle Pfeile aus seinem Pfeil-Slot verschossen, ist er nicht in der Lage, selbst einen Stapel Pfeile aus seinem Inventar ins Pfeil-Slot zu packen, um weiter mit dem Bogen schießen zu können.

- Die Kamera ist schlecht umgesetzt, eine Steuerung nur mit der Maus ist eine Qual. Um dem entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, mit den Tastatur-Tasten 'WASD' zu laufen und mit gedrückter rechter Maustaste die Kamera zu drehen. Dann geht es ganz gut von der Hand.

- zu geringe Auswahl an Party-Mitgliedern. Im Laufe des Spiels findet man mehrere, auch sehr sympathische NPCs, die sich anschließen möchten. Bei maximal drei zusätzlichen Mitgliedern hat man oft die Qual der Wahl. Der Rest bleibt zu Haus und wartet, bis ich sie abhole, einen anderen dafür zurück lasse. Dies ist zwar leider in allen Rollenspielen so, doch hat man bei Baldurs Gate oder Icewind Dale immerhin eine Gruppe aus insgesamt 6 Charakteren

- Eine Identifizierung mit dem Hauptcharakter ist sehr schwer. Er ist stumm, er ist ohne Geschichte, er ist kurz gesagt langweilig! Wie gerne würde ich meinen Hauptcharakter mit einem der NPCs ersetzen. Und das ist traurig aber wahr... Die Charakterauswahl wird im Spielverlauf in Dialogen völlig ignoriert. Ebenso entfällt die Wahl, seinen Charakter gut oder böse auszuspielen. Während man bei vielen Genrevertretern auf Hilferufe von NPCs meist mit mehreren Antwortmöglichkeiten reagieren kann (1. Ja ich helfe, 2. Ich helfe Dir, aber was gibst Du mir dafür? 3. Ich überlege es mir 4. Ich helfe Dir nicht 5. Dein Problem ist mir egal, gib mir all Deine Kohle her). Bei Drakensang ist es quasi immer die Möglichkeit, seine Hilfe gegen eine Belohnung anzubieten. Gerade es Elfe völlig unpassend, da einer Elfe materielle Güter wenig kümmern.

Andere sind wiederum wirklich gut:

- Die Musik ist super

- Die Kleidungen sehen toll aus. Allein die Auswahl an Hüten ist erstaunlich

- Das Questbuch ist super

Insgesamt ist das Spiel ok, für Rollenspielfans mit Abstrichen dennoch geeignet. Drakensang wirkt leider eher so, als hätten DSA-Fans eine bestehende Grafikengine samt fertigem Regelwerk genommen und eine Mod (eigenes Abenteuer) gemacht und stießen schnell an zeitliche und finanzielle Grenzen und setzten das möglichste um.

Dass das Spiel bei besonders großen DSA-Fans natürlich für Freude sorgt, ist klar. Aber zu behaupten, dass Drakensang beispielsweise den beiden Baldurs Gate -Teilen überlegen wäre, ist einfach nur Blödsinn, bzw. Wunschdenken.

Erwarten Sie kein Meisterwerk, denn das ist es bei weitem nicht.
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208 von 239 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helden für Aventurien gesucht........, 1. August 2008
Von 
Alexander Kügler (Gröbenzell Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
1. Kritische Betrachtung (Grafik)
Erst mal der negativ Aspekt der für mich nicht unbedingt einer ist. Die Grafik könnte besser sein siehe heutige Möglichkeiten einer Ego Perspektivensicht und so weiter, aber das ist für mich in Rollenspielen nicht zwangsweise erforderlich also für echte Fans kein Malus.

2. Untersuchung der Dialoge des Spiels
Wenn man das Spiel eine Weile spielt merkt man sehr schnell das fähige Leute am Werk waren die dem ganzen Spiel durch geniale Dialoge viel tiefe gegeben haben die andere Rollenspiele zur Zeit nicht aufweisen. Aufgaben wie: "Gehe in den Sumpf töte 20 Mücken." Held geht in den Sumpf tötet 20 Mücken "Danke hier hast du 20 Gold." Sowas gibt es in diesem DSA Spiel nicht, alles ist rollenspieltechnisch sehr gut ausgearbeitet und die Quests sind logisch aufgebaut und lassen sich teilweise auch auf mehrere Arten lösen was ich ich für einen sehr positiven Effekt bei heutigen Rollenspielen empfinde. Es stehen euch in Gesprächen Möglichkeiten offen das Gespräch zu beeinflussen wenn ihr gewisse Talente in genügendem Masse gesteigert habt. So könnt ihr Leute betören, bestechen, bedrohen. Wenn euer Charakter gewisses Hintergrundwissen über bestimmte Dinge besitzt stehen ihm aber noch ganz andere Möglichkeiten offen, aber die bleiben euch selbst überlassen diese herauszufinden.

3. Beurteilung des Levelsystems und der Ausbaumöglichkeiten der Helden
Das Spiel gibt einem mit vielen vorgenerierten Charakterarchetypen die Möglichkeit sich schnell in das Spiel einzufinden. Anzumerken ist hierbei aber das das DSA Heldenausbausystem nicht gerade eines der am leichtesten verständlichen ist, ich glaube aber wenn man sich die Fähigkeiten und Zaubersprüche die alle per Rechtsklick ein Infofenster bereit halten durchliest sollte auch ein Laie mit gutem Willen sich in dem Spiel einleben können. Bei Drakensang gibt es Erfahrungspunkte und Steigerungspunkte. Wenn ihr genug Erfahrungspunkte habt steigt ihr ein Level auf dadurch steigen aber nicht eure Talente. Steigerungspunkte bekommt ihr auch nicht durch das aufsteigen sondern dadurch das ihr gewisse Aufgaben im Spiel erfüllt (Anmerkung es wäre in einem DSA Spiel möglich einen Charakter mit Stufe 1 zu haben der Talentmässig sehr gut dasteht aber....) Das Level schränkt die Höchststufe der Talentwerte ein euer Charakter kann zum Beispiel auf Level 1 Naturkunde auf 6 haben, dann kann er es mit Level 2 schon auf 8 erhöhen usw. Desto höher die Talentwerte dann im Endeffekt sind desto wahrscheinlicher wird ein Erfolg zum Beispiel bei Naturkunde (abernten von Kräutern am Wegesrand) aber ein 100 % iger Erfolg wird nie gewährleistet sein.
Wer die alten DSA Computer Teile kennt wird von den "wenigen" Fähigkeiten und Zaubersprüchen ein klein wenig enttäuscht sein. Sie sind aber trotzdem mehr als ausreichend um einem Spieler die Möglichkeit der Individualisierung seines Charakters zu gewährleisten.

4. KI und Wegführungsprobleme
Die Gegner benutzen ihre Fähigkeiten also sind sie zumindest schon mal nicht ganz doof. Bisher konnte ich aber noch nicht feststellen ob diese zum Beispiel in der Lage sind sich gegenseitig mit Heilzaubern oder Verstärkungszaubern zu unterstützen. Die Gegner kamen mir bisher aber nicht zu dumm für ein Rollenspiel vor. Wegen der Wegführung einmal in meinen 10 Stunden Spielzeit bisher ist es mir passiert das meine Leute ein paar Sekunden gegen eine Wand gelaufen sind und nicht wussten wie sie dran vorbei kommen, aber immerhin habe ich noch keine Fehler in Richtung Charakter oder Gegner steckt in einer Wand fest oder ähnliches festgestellt. Ich habe bisher auf meinem Computer auch noch keinerlei Bugs im Spiel festgestellt was ich diesem zu gute halten muss.

5. Quests und Questtagebuch
Die Quests sind übersichtlich und logisch gestaltet man weiss eigentlich immer wo man hin muss. Wenn man mal nicht mehr weiter weiss weil man mal eine längere Pause bei einer Quest eingelegt hat oder ähnliches gibt einem das Questtagebuch einige gute Hinweise darauf was man als nächstes erledigen wollte. Questpersonen und Questorte sofern bekannt werden auf der Karte mit einem Fragezeichen markiert sind also auch offensichtlich genug dargestellt. Die Quests im einzelnen sind nicht allzu lang aber haben einen gewissen Effekt auf den Spieler der einfach zur Rollenspielwelt passt. (So versteckt sich ein Zwerg zum Beispiel in einem Fass weil ihm ein Hund seinen Bart abgebissen hat und er sich jetzt nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen lassen kann. Bei dieser Quest ist es eure Aufgabe eine Bartprothese *g* für den Zwerg zu beschaffen) ist ein Beispiel für eine der Nebenquests die zwar schnell erledigt ist aber doch irgendwie in das ganze passt und sehr stimmig wirkt. (inzwischen nach rund 30 Stunden Spielzeit wird das Spiel immer noch nicht langweilig. Die Quests reissen nicht ab und die "doppelte" Hauptstory weiss auch zu überzeugen. Ardo vs. Drachenqueste.)

6. Charaktere des Spiels
Die Charaktere die im Spiel vorkommen sind charakterlich sehr gut dargestellt zumindest so weit ich ihnen bisher begegnen konnte. Jeder Typ auf der Welt scheint eine Macke zu haben so wie im echten Leben halt auch :) Man erstellt am Anfang nur einen Hauptcharakter findet aber im Laufe der Zeit treue Mitstreiter die man im Spiel jederzeit gegen andere auswechseln kann, wieviele es insgesamt gibt ist mir leider oder auch den göttern sei dank nicht bekannt. Die Gruppencharaktere haben alle ein sehr ausgeprägte Persönlichkeit, was sie mit der Zeit irgendwie liebenswert und teuer für einen machen. (In den Anmerkungen habe ich jetzt eine Beschreibung der bisher von mir gefundenen Gruppencharaktere und ihre Fundorte gepostet. Ich habe es absichtlich in den Anmerkungen getan damit die neugierigen nachschauen können und den anderen die es nicht wissen wollen der Spass beim suchen nicht genommen wird.)

7. Tag-, Nacht- und Wetterwechsel
Da einige Spieler Interesse zeigten ob es Tag- und Nachtwechsel oder Wetterwechsel gäbe hier meine Erfahrungen nach ich schätze 30 Stunden Spielzeit. In den Moorbrücker Sümpfen kam ich anscheinend storytechnisch in der Nacht an das erste mal das ich eine Nacht in dem Spiel erlebt hatte. Das wandelte sich dann in Morgengrauen bis hin zum Tag und wieder zurück zur Nacht. Ich bin mir nicht sicher ob andere Gebiete nicht auch Tag und Nachtwechsel haben das in dem Spiel wie in der realen Welt halt einfach nur sehr lange dauert..... Unwetter habe ich bisher nur in einem Spezialgebiet erlebt also denke Unwetter sind nur vorgesehen sofern "storyrelevant", aber zufallsmässig nicht enthalten.

8. Bewegungsfreiheit im Spiel
Ist mir bisher positiv und negativ zu gleich aufgefallen denn........ Es gibt eine Weltkarte auf der man Punkte anklicken kann und dann zwischen diesen reist. Das ist einerseits gut andererseits schlecht, gut weil man nicht durch noch mehr Landschaft und Entdeckungswahn abgelenkt wird. Andererseits schlecht weil man vielleicht gerne mehr von der Gegend sehen und erkunden können würde.
Und wo wir gerade beim einschränken sind, Gebiete die hauptstorytechnisch abgeschlossen sind werden GESCHLOSSEN und sind NICHT MEHR ZUGÄNGLICH was ich persönlich als sehr schade empfunden habe. Wenn ihr die Hauptstory im Gebiet beendet habt erhaltet ihr eine Meldung das ihr nicht mehr zurückkehren können werdet. Wenn ihr hingegen die Hauptstory des Gebietes noch nicht beendet habt könnt ihr jederzeit raus und wieder rein. Andererseits erspart es einem auch später noch 200000 mal nachzuschauen ob es dort neue Quests gibt. Aber trotzdem irgendwie schade.

Ich gebe dem Spiel eine Wertung von 5 Sternen da es ein 100 % stimmiges Rollenspiel ist und es ihm an nichts mangelt. Ich könnte wegen der Grafik und kleineren Sachen einen Stern abziehen, aber diesen Stern müsste ich wieder dazu addieren für den Fleiss und den Mut die DSA Reihe nach 12 Jahren erneut auf dem PC wiederzubeleben. In diesen 12 Jahren sind 2 Firmen an dem Versuch einen neuen DSA Teil zu machen gescheitert und zugrunde gegangen. Nicht weil DSA schlecht wäre sondern weil jeder versucht hat eine perfekte Umsetzung des Spiels auf dem PC wiederzugeben. Perfekt umsetzen kann man es auf dem PC aber nicht was eingefleischte DSA Pen % Paper Fans unter Umständen verärgern wird aber das lässt sich leider nicht ändern.

Wer also ein Spiel für aufregende lange Abende sucht ist hier genau richtig. Wer hingegen ein Spiel für einen eher kurzen Zeitvertreib sucht sollte sich vielleicht eher weniger mit Rollenspielen beschäftigen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aventurien endlich wieder auf den PC zurückgekehrt, 22. Oktober 2008
Von 
Chris Drees "Obama-Wähler" (Oftersheim, BW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
Vorab, ich spiele schon seit Jahren Das Schwarze Auge als Pen and Paper und muss sagen, die neueste Umsetzung auf den PC ist ihr Geld wert.

Als alter Rollenspielhase war für mich der eigentlich wichtigste Punkt die Welt in der ich schon hunderte von malen gekämpft, geliebt und abenteuer bestritten habe, angemessen auf dem PC zu erleben und ich wurde nicht enttäuscht. Ferdok und die Umgebung in der man sich die meiste Zeit des Spiels bewegt sind absolut gelungen und man merkt, dass sich die Entwickler viel Mühe gegeben haben das DSA flair einzufangen.
NPCs reden wie man es von Aventuriern erwartet, lassen Sprüche ab und erzählen über die Götter und die Welt. Dabei gefällt mir auch die Umsetzung der 12 Götter in Drakensang, vorallem wie die Tempel gestaltet sind gab mir schon Anstöße meine eigenen Ideen einmal zu überdenken.

Aber genug davon wie schneidet Drakensang als Spiel an sich ab?
Man befehligt ein Gruppe aus 4 Helden von denen einer der Hauptheld ist, den man, bis auf das Aussehen, sehr frei gestalten kann. Vorallem gefällt mir, dass man, falls man dies wünscht, mit dem Expertenmodus seinen Anfangshelden wie im Pen and Paper selbst erstellen kann. Für Spieler mit weniger Erfahrung ist dies allerdings weder zu empfehlen noch notwendig, da jeder Held mit einer passenden Grundeinstellung kommt. Im Laufe des Spiels schließen sich dann immer mehr Helden der Gruppe an, sodass genug Kämpfer/Magier/Diebe usw. vorhanden sind um seine Gruppe je nach Hauptheld und persöhnlichen Vorlieben zu gestalten.
Der Kampf ist rundenbasiert, bzw. läuft auch in Echtzeit ab jenachdem wie man es lieber mag. Man kann einstellen, dass nach jeder Kampfrunde pausiert wird oder aber, dass der Kampf völlig in Echtzeit abläuft jenachdem was einem eher liegt. Kenner des Pen and Paper werden auch im Kampf merken, dass sehr viel Wert darauf gelegt wurde DSA umzusetzen denn die Sonderfertigkeiten, durch den der Kampf hauptsächlich geprägt wird, sind fast vollständig die Sonderfertigkeiten aus DSA.
Für meinen Geschmack ist der Schwierigkeitsgrad etwas zu einfach gehalten und die meisten Kämpfe sind mit ein wenig Taktik zu gewinnen. Taktik bedeutet schlicht und ergreifend die richtigen Sonderfertigkeiten und Items im richtigen Moment zu benutzen und die 4 Helden richtig einsetzen. Die 3 restlichen Helden der Gruppe verhalten sich von der Steuerung wie der Hauptheld und sind bekanntermaßen ausrüst- und skillbar.

Grafisch sieht Drakensang gut aus, auch wenn es keine High-End Ultra Grafik vorzuweisen hat und der eine oder andere Grafikfehler sich schonmal einschleicht.
Wo wir doch gleich zu den Bugs kommen können. Als ich mir Drakensang zum release gekauft habe waren einige Quests und Monster verbuggt aber inzwischen sind alle Spielbehindernden Probleme entfernt worden.

Die Story ist OK, nichts weltbewegendes aber spannend und sehr stimmig zum DSA Hintergrund.

Fazit:
Alles in allem ist DSA ein gutes Rollenspiel und eine hervorragende Umsetzung des Pen and Papers. Kein Top-Rollenspiel aber für alle DSA fans ein muss (vorallem wer die Nordland Trilogie mochte) und auch für Neueinsteiger geeignet.
Hardcore Rollenspieler werden Drakensang leider sehr schnell durch haben und da die Story nicht viel Handlungsspielraum neben der Hauptquest und den dazugehörigen Nebenquests lässt, meiner Meinung nach wenig Wiederspielwert. Auch nicht mit einem anderen Hauptheld denn das Meiste hat man durch die Helden die sich einem anschließen bereits gesehen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt Hoffnung für das Rollenspiel-Genre, 23. Dezember 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
Seit Gothic 1 & 2 sind mir kaum mehr gescheite Fantasy-Rollenspiele über den Weg gelaufen.

Drakensang beweist auch, dass es möglich ist, ein Spiel auf den Markt zu bringen, das die Nerven nicht mit Bugs und Abstürzen strapaziert.

Wer Gothic 3 oder noch schlimmer - das Addon gespielt hat, weiss wovon ich spreche. Erst nach x Patches (z.t. von der Community - nicht vom Hersteller) hatte man ein einigermassen spielbares Game - und erst noch ein langweiliges dazu.

Die Story und Dialoge von Drakensang reichen meines Erachtens jedoch nicht an den Witz und die Tiefe von Gothic 1 (und zt. 2) heran. Dazu bleibt der Hauptcharakter in Drakensang zu sehr ein austauschbarer Avatar, der keine eigene Geschichte hat.

Ansonsten finde ich das Game sehr gelungen, wenn man sich an die Steuerung und das etwas andere Kampfsystem gewöhnt hat.

Grafisch ist das Game sicherlich nicht state-of-the-art, ist aber meines Erachtens bei Rollenspielen nicht unbedingt das Wichtigste.

Schade fand ich, dass die Dialoge nicht komplett vertont sind und hielt es erst für einen Bug.

Generell sollten die Hersteller wieder vermehrt von Riesenwelten mit Grafikwunder wegkommen und gute Stories mit kultigen Charakteren und witzigen Dialogen bringen, die auf einem normalen Compi noch spielbar sind. Das bringt unter dem Strich wesentlich längeren Spielspass als sterile Grafikwelten mit endlosem Monstertöten.
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83 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große, alte Tugenden im atmosphärischen Gewand, 4. August 2008
Von 
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
EINLEITUNG
Seit mehr als zehn Jahren wagt sich nun wieder ein Eintwickler an die Umsetzung eines Rollenspiels im DSA-Universum, welches als einer der Väter des Pen&Paper-Rollenspiels in Deutschland gilt. Was erwartet den Spieler, sowohl den DSA-erfahrenen als auch den Rollenspiel-Neuling? In erster Linie eine für dieses Spiel angepasste Umsetzung des aktuellen Regelwerks der Vorlage, das trotz der Reduktion eine umfangreiche Komplexität bietet. Genau diese Komplexität führt dazu, dass sich Spieler, die ihre Rollenspielerfahrungen aus Spielen wie Gothic oder gar Diablo ziehen, schnell überfordert vorkommen mögen. Gleichzeitig führt das durchdachte und stringent angewandte Regelwerk jedoch auch dazu, dass das Spiel auf eine solide und durchdachte Grundstruktur zurückgreifen kann und (nach einer gewissen Einarbeitungszeit) nachvollziehbar, motivierend und einfach stabil reagiert.
Doch macht das Spiel Spaß? Wie sieht es aus?

PRÄSENTATION/ATMOSPHÄRE:
Die Präsentation des Spiels scheint auf einem Grundsatz zu basieren: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Sowohl im Bereich der Grafik als auch der Soundkulisse wurden alle Register gezogen, um eine ganzheitliche Erfahrung der Spielwelt-Atmosphäre aufzubauen und verzichtet dabei auf allen technischen Krimskrams, der Grafik photorealistisch macht und ansonsten nicht zur Atmosphäre beiträgt. Die Folgen: Das Spiel hört sich gut an, es sieht stimmig (und sicherlich nicht hässlich) aus und läuft dabei auch auf moderat ausgestatteten Rechner wunderbar flüssig. Umherschwirrender Löwenzahn, Schmetterlinge oder dank Bloom-Effekt grell strahlendes Sonnenlicht am sicherheitversprechenden Ausgang eines Kellergewölbes erschaffen ein dichtes Gefühl der Nähe zu dieser Welt aus gut und böse. Sehr schön auch, wie die Umgebung außerhalb der Gebietsgrenzen zwar schlicht, aber stimmig modelliert wurde, sodass der Spieler auch auf einem hochgelegenen Aussichtspunkt ein schönes Gefühl für Weite bekommt.
Es sind die kleinen Dinge, die mir gefallen: Nach einem Streifzug im Wald, dem zahlreiche Wölfe zum Opfer gefallen sind (als erfahrener Rollenspieler versucht man gründlich zu sein, um alle Erfahrungspunkte abzugrasen), schimpft eine alte Frau im angrenzenden Dorf, dass irgendwelche Trottel wieder ohne Rücksicht auf die Balance der Natur einfach alle Wölfe totschlagen. Betrete ich ein neues Gebiet oder besiege einen wichtigen Gegner, kommentiert meine Gruppe passend das aktuelle Geschehen. Betrete ich den Wald, verändert sich die Lichtfarbe in ein tiefes Grün und gibt mir das Gefühl, im Dickicht zu stehen. Ist ein Bär erschlagen und der Kopf als Trophähe dem Wirt übergeben, prangt dieser an der Wand des Gasthauses - was wiederum von der oben erwähnten alten Frau mit dem Kommentar versehen wird, der alte geschmacklose Trottel solle doch gleich seinen eigenen Kopf daneben hängen.
Das Spiel versucht zu keiner Zeit, durch ultrascharfe Texturen, effektgeladenen DirectX-Overkill oder sonstigen Spielereien zu protzen - ich persönlich bin dankbar um die Erfahrung, trotz des Verzichts auf neueste Technik ein Spiel zu hören und zu sehen, dass Dank seiner Detailverliebtheit, seinen schönen Architekturen und den vielen kleinen Einfällen schön und stimmig ist, und dafür auf die Notwendigkeit nach anstrengendem Tuning und Reglerspielchen im Optionsmenü verzichtet.

SPIELFLUSS:
Eine bis zu vier Charaktere starke Party steuert der Spieler durch die Spielwelt, die sich dank ihrer Fülle an Details, Aufgaben und Möglichkeiten groß anfühlt. Ein sehr übersichtliches Questbuch beinhaltet alle wichtigen Informationen und bereitet sie thematisch auf und gibt so die Möglichkeit, ohne sich im Wust der vielen Aufgaben zu verlieren, einen Schritt nach dem anderen zu tun und wirklich - sofern man das möchte - alles zu tun, was es zu tun gibt. Eine ebenso übersichtliche und schön gezeichnete, stimmungsvolle Karte der Umgebung hilft dabei, jederzeit zu wissen, wo man ist, was sich in der Umgebung befindet und wo man noch nicht war.
Brilliant ist die Einbindung des anfangs erwähnten Regelwerks: Das Talent "Wildnisleben" führt dazu, Tiere in der Übersichtskarte anzuzeigen. Das Talent "Pflanzenkunde" zeigt verwertbare Kräuter an. Der Sichtradius der Übersichtskarte wird durch die Sinnesschärfe bestimmt, ebenso werden Fallen in der Nähe sichtbar - und so geht es weiter. Man sieht: sehr viele Talente stecken wie Schräubchen in der Spielmechanik und können vom Spieler gedreht werden, um das zu verbessern, was ihnen wichtig ist. Wer darüber hinaus mit dem Vorwissen des Regelwerks gesegnet ist, oder sich die Müher einer vollständigen Einarbeitung macht, kann aus der Mechanik "mehr rausholen", die geeignetsten Schrauben drehen und somit schlichtweg effizienter sein. Und das ist tatsächlich der einzige Knackpunkt der Komplexität: Zwar erklären viele gute und detaillierte Hinweistexte die Wirkung der verschiedenen Werte, wem aber die Gesamtheit der Mechanik nicht einleuchtet und nicht bereit ist, sich im Handbuch und den Hilfetexten einzulesen, wird bei jeder Talentsteigerung immer das Gefühl haben, etwas falsches auszuwählen.
Sobald dieses Punkt überwunden ist, wird es jedoch unglaublich flüssig: Interessante Gespräche wechseln sich ab mit spannenden taktischen Kämpfen, dem logischen und regelmäßigen Anwenden der zahlreichen Talente, um mehr zu bekommen, als die Welt auf dem ersten Blick anbietet, mit netten Geschichten gekoppelte Quests, ständigem Nachrüsten der eigenen Werte (Steigerungspunkte werden ständig gewonnen und können sofort eingesetzt werden), und so weiter, und so fort. So unterschiedlich die Spiele auch sein mögen: In meinen Augen beinhaltet Drakensang viele der suchtfördernden Mechaniken wie das einfachere und actionlastigere Diablo: ständig freut man sich über ein paar neue Punkte, die gesteigert werden können, über neue Gegenstände, über eine erfolgreiche Probe zum Entweiden erlegter Tiere, um aus den gewonnenen Materialien in der Stadt ein paar Bögen zu bauen, welche ich wiederum gewinnbringend verkaufen kann, um endlich das Geld für die begehrte Rüstung zu haben, die ich schon seit einiger Zeit anschiele ...

STORY:
Die Geschichte und ihre Erzählung in diesem Spiel ist ein seltsames Phänomen. Der Spieler verfügt über wenig Entscheidungsfreiheit, die Story ist linear, wird vor allem über (größtenteils unvertonte) Dialoge transportiert und handelt dabei über das für DSA recht typische Prinzip einer sehr einfachen "Gut-und-Böse"-Kategorisierung. Eigentlich faszinieren mich eher die düsteren Geschichten von zerrissenen Helden, eigentlich empfinde ich Entscheidungsfreiheit als ein Muss in einem Rollenspiel, eigentlich will ich selbst bestimmen, ob mein Held gut oder böse ist.
Eigentlich. Nur seltsamerweise: all dies bietet Drakensang nicht, und fesselt mich dennoch. Dies zu erklären ist schwierig: Dies mag zum einen daran liegen, dass die Dialoge hervorragend geschrieben sind und sehr lebendig wirken. Auch in Dialogen schlägt das Talentsystem voll zu und ich freue mich diebisch, meinen Gegenüber durch eine bestandenen Probe auf das Feilschen-Talent zur freiwilligen Herausgabe eines Gegenstandes überredet zu haben, der eigentlich meinen Dukatenbeutel stark hätte belasten sollen. Zum anderen lockt die Geschichte mit Andeutungen und Hinweisen, die Spannung aufbauen, und den Spieler dazu bringen, einfach weiterzuspielen, um zu erfahren, was als nächstes passiert - wie bei einem guten Buch, das zum Weiterlesen anregt. Exzellent ist darüber hinaus die Verflechtung zwischen Geschichte und Erlebtem: viele NPCs sind keine Statisten, die einen einzigen Zweck erfüllen, sondern tauchen stattdessen regelmäßig wieder im Geschehen auf. Viele Namen erscheinn nicht nur in den Dialogen - plötzlich steht man hier und da demjenigen tatsächlich gegenüber. Was die Leute sagen, trifft auf die Welt zu - wird ein Tempel gebaut, gibt es auch eine Baustelle zu besichtigen. Wird von einer Mordserie gesprochen, laufen auch viele Leute misstrauisch oder Befürchtungen murmelnd durch die Straße. Hat man jemandem zu helfen, stehen die Chancen gut, dass der- oder diejenige später anbietet, der Gruppe beizutreten. Und auch eine kleine Nebenquest, die zuerst völlig unwichtig erscheint, hängt dann plötzlich doch mit dem großen, ganzen zusammen und lässt einen bei den nächsten Aufgaben auf jeden Hinweis achten, um nichts zu verpassen.
Das Hauptproblem, auf das ein Spieler stoßen mag, ist die Welt an sich: wem die etwas eigenwillige, schwarz-weiß gezeichnete Welt von DSA mitsamt ihren teils komischen, kauzigen Charakteren und ihren kruden Namen nicht zusagt (denn "modern" ist das alles nicht), der wird seine Schwierigkeiten haben, zu der Handlung und der Welt einen Bezug aufzubauen. Kenner der Welt bekommen jedoch das, was sie erwarten, und ich muss zugeben, dass nach all den derzeitigen gefallenen Helden und Geschichten über Verrat und Lug und Trug ein deftiges, klischeehaftes Fantasy-Abenteuer auch mal wieder richtig Spaß machen kann.

FAZIT:
Drakensang ist auf den ersten Blick sperrig - viele Werte, viele Talente, viele Möglichkeiten, und nicht zuletzt eine Technik, die auf den ersten Blick high-end-verliebte Zocker zunächst die Stirn runzelnd lässt. Doch der Spaß kommt beim Spielen - tatsächlich ist die Technik weitmehr als zweckmäßig, das Spiel lässt sich dank durchdachter Steuerung flüssig spielen, und die ersten, gestreckt und belanglos wirkenden Dialoge gehen plötzlich in einem Gesamtkonzept der Präsentation von Welt und Handlung auf, die einen stundenlang an den Rechner fesseln. Ja, man muss ein wenig Geduld mitbringen, und muss eine Vorliebe dafür haben, selbst Hand anzulegen. Wer bereits bei "Knights of the Old Republic" sich dem "Auto-Level-Up"-Schalter bedient hat, sollte es sich genau überlegen, bevor er hier zugreift. Aber dann geht demjenigen auch eine Erfahrung verloren, die ich schon für ausgestorben gehalten habe: Ein Spiel, das den Spieler in einigen Belangen (aber nicht beim schnellen Tastendrücken) fordert, viele Möglichkeiten beim Charakter- und Party-Tuning bietet und einfach durch und durch stimmig ist. Kein Element für sich genommen ist das Beste aller Zeiten, aber es passt ausnahmslos alles so gut zusammen, so dass sich das Gesamtbild auf jeden Fall ganz oben sehen lassen kann.
Zuletzt möchte ich an dieser Stelle auf einen letzten Punkt eingehen: Seit Gothic 3 und vielen anderen unrühmlichen Beispielen haben Spiele (insbesondere Rollenspiele) aus Deutschland keinen guten Ruf. Abstürze, Bugs, nervige Fehler in den Quests, Balancing-Probleme und ähnliches trüben zu oft das Gesamtbild. Hhier ist es glücklicherweise anders: Ich habe in den mehr als zehn bisherigen Stunden keinen Absturz erlebt, keine Quest ist unerwarteterweise gescheitert, kein Dialog falsch verlaufen, kein Grafikfehler aufgetaucht, kein Gegenstand verschwunden, und kein Status erreicht, den die Entwickler nicht vorhergesehen und mit einer entsprechenden Reaktion des Spiels versehen hätten. Ja, die Geschichte ist linear und daher ist der Spielablauf wahrscheinlich einfacher auf Probleme abzuklopfen als der Ablauf eines Gothic 3. Aber ganz ehrlich: Lieber ein bisschen weniger und dafür richtig, als alles halbherzig. Daher ein dickes Lob von meiner Seite an die Macher für ein ungetrübtes und stressfreies Spielerlebnis!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Spielspass auch auf kleinen Systemen, 9. September 2008
Von 
EL. (DUDERSTADT Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
Über das Spiel ist ja nun schon zu genüge geschieben worden. Doch was ich mal loben muss ist, dass das Game schon auf meinem AthlonXP2400 mit Geforce6200 Grafik und 1GB Ram Klasse läuft. Ich kann die Leute nicht verstehen, die immer über die "nicht zeitgemäße Grafik" nörgeln. Die Grafik sieht doch super aus und die Spielwelt ist sehr lebendig. Was nutzten High-End Games die ruckeln wie sau, toll aussehen, aber keinen Spass machen. Auch ist es mal was Anderes, den Zeigefinger bei Kämpfen nicht wie blöd auf die "arme Maus" zu hauen. Wer so was will sollte die "Gothic-Reihe" spielen. Die macht übrigens auch Spass, ist ja auch mehr Action-Rollenspiel als klassisches Rollenspiel. Also wer das letzte "Neverwinter Nights" mochte, kann hier sicher nichts verkehrt machen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es hätte so schön werden können, 18. Juni 2009
Von 
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
Als ich mit Drakensang begann, war ich erst einmal begeistert. Das Design gefiel mir recht gut und auch die Atmosphäre sprach mich an.

Im ersten Kampf bekam ich jedoch sofort Probleme, da ich nicht wusste wie man die ausgewählten Attacken vom Charakter durchführen lassen sollte. Schließlich fand ich heraus, dass man einfach nur die automatische Pausenfunktion beenden musste. Simpel, aber man muss es wissen. Auch sonst fand ich die Erklärungen im Spiel sowie die Gebrauchsanleitung recht spärlich und unzureichend, selbst wenn dies nicht mein erstes Rollenspiel war.Nachdem ich mich dann aber eingespielt hatte, begann ich mehr Gefallen am Spiel zu finden. Die Geschichte gefiel mir, jedoch sind die Dialoge leider nur zum Teil vertont. Der eigene Charakter hat keine Stimme, was nicht gerade die Identifikation mit demselben zu fördern vermag. Dafür sind die Gruppenmitglieder tiefgehend dargestellt und wirken lebendig. Die Spielwelt an sich mit ihren Bewohnern ist auch ansprechend und man hat die Möglichkeit, im Spiel zu versinken. Die verschiedenen Quests sind abwechslungsreich gestaltet.

Ein sehr großes Manko am Spiel ist jedoch meiner Meinung nach, dass ein sehr großer Teil des Geschehens unter der Erde und/oder in Höhlen und Gängen stattfindet. Es wäre nicht so dramatisch gewesen, wenn diese wenigstens abwechslungsreich gestaltet wären, aber Pflanzen, Wasserfälle, Lichtspiele oder ähnliches sind gleichsam nicht vorhanden. Man fühlt sich des öfteren wie ein Maulwurf, der von Erdgang zu Erdgang kriecht und ab und zu mal einen Pilz oder abstützendes Holzgestänge "bewundern" kann. Zwar befindet man sich manchmal auch in Bierkellern o.ä. jedoch sind diese nicht reizvoller. Ich war jedes Mal erleichtert, wenn man sich wieder eine Weile über der Erde aufhalten konnte. Weiterhin hat man oft mit immer denselben Gegnern zu tun, wie zB Ratten und Spinnen. Auf die Dauer ist dies einfach langweilig.

Insgesamt bewerte ich das Spiel als durchschnittlich. Wer jedoch gern in Höhlen und Gängen unterwegs ist, der hält sicher mehr von Drakensang.;-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisches Rollenspiel!, 9. Januar 2009
Von 
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
Ein absolut fantastisches Rollenspiel!
Warum dieses Spiel bei manchen Tests "nur" 77% erhalten hat ist mir ein Rätsel. Am Anfang muss man sich erstmal an die frei verstellbare Ansicht gewöhnen, nach kurzer Eingewöhnungszeit findet man sich aber in einer interessanten Welt wieder. Die Bäume und Grässer bewegen sich im Wind und Wild durchstreift die Wälder.Die fehlenden Tageszeiten fallen für mich nicht im Geringsten ins Gewicht. Grafik und Sound sind gut, wenn auch nicht spektakulär.
Was an den ersten Teilen schon viel Spass gemacht hatte wurde hier noch verbessert. Es können Kräuter gesammelt werden, der Erfolg hängt wie bei vielen Aktionen von den eigenen Charakterwerten ab. Diese Kräuter können durch Rezepte und durch Alchimiekenntniss zu Tränken und ähnlichem verarbeitet werden. Getötete Tiere können ausgenommen werden um nützliche Gegenstände aus den Kadavern herzustellen. So kann z.B. ein getöteter Wolf zu einer Sehne führen, diese wiederum kann zum Bogenbau dienen. Selbstverständlich müssen die Kenntnisse erst für Geld von einem Händler, Alchmist oder Schmied erlernt werden.
Die Charakterwerte können nun nicht mehr nur beim Stufenanstieg verbessert werden, sondern durchgehend während dem Spiel. Man erhält separat zu Erfahrungspunkten auch Abenteuerpunkte für erfolgreiche Kämpfe und gelöste Rätsel, welche jederzeit zur Verbesserung der eigenen Charakterwerte und Talente genutzt werden können.
Die Kämpfe sind sehr interessant und eine gute Abwechslung zu anderen Rollenspielen. Die Lebensenergie steigt immer langsam auf ihren Höchstwert und nur kritische Wunden müssen durch Zauber, Kräuter, Tränke und Verbände geheilt werden. Die Helden besitzen noch einen Ausdauerwert, der für erlernte Kampffähigkeiten wie Wuchtschlag, Finte etc. genutzt werden kann. Diese Faktoren führen zu spannnenden Kämpfen und unterscheiden sich von den üblichen "Monster erlegen und Heiltrank nehmen" Rollenspielkämpfen. Die Gegner reichen dabei von Menschen, Orks, Goblins, Oger, Zombies, Skeletten, wilden Tieren, Harpyen bis hin zu einem Drachen.
Eine nette Automapfunktion gibt es ebenso wie ein immer aktualisiertes Questbuch. Zusätzliche Notizen auf Blättern brauchen somit nicht mehr gemacht werden, diese Zeiten sind nun wohl endgültig vorbei. Auf der Karte wird angegeben wo die Aufgaben zu erledigen sind, ähnlich wie bei Sacred. Hatte mich zuerst gestört, da dadurch die Spannung beim Suchen wegfällt aber schon bald wird auch dies als sehr positiv empfunden. Somit braucht man nicht mehr ewig durch die Landschaft laufen um nach einer Kiste oder ähnlichem zu suchen. Allerdings gibt es immer wieder versteckte Gegenstände die nicht auf der Karte gekennzeichnet sind.

Richtige Negativfaktoren sind mir bei dem Spiel bisher nicht aufgefallen. Die Story finde ich auch sehr gut und auch die Dialoge lassen nichts zu wünschen übrig. Der Handlungsablauf ist ziemlich geradlinig und regt somit vermutlich leider nicht sehr zum erneuten Spielen an. Das Intro (eine Erzählung) könnte vielleicht etwas spektakulärer sein, reicht aber auch vollkommen aus.

Jedem Rollenspielfan kann ich dieses klasse Game nur wärmstens empfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Rückblick (Spoiler), 1. Januar 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
So gerade habe ich das Spiel beendet und es ist an der Zeit Bilanz zu ziehen.
Im Großen und Ganzen ist Drakensang ein schönes und unterhaltsames Spiel, dass jedoch ein paar fürmich sehr große Kritikpunkte aufweist:

1. Der Hauptcharakter:
Das Problem fing für mich schon beim erstellen an. Man hat nicht wirklich die Möglichkeit den Charakter, den man durch das Spiel führt zu seinem zu machen. Es gibt vorgegebene Archetypen, die sehen aus wie sie aussehen und Ende. Als DSA Spielerin war mir die Auswahl auch zu klein. Sprechen kann die Person der Wahl auch nicht, es gibt für keinen einen Hintergrund, nichts. Ja, es wird noch nicht einmal in der folgenden Geschichte irgendwie auf die gewählte Figur eingegangen. (Ich spielte eine Mahgierin die doch tatsächlich nicht wußte was eine Thesis ist... SEHR enttäuschend). Großes Minus dafür. Es gibt keine individuelle Charakterentwicklung und mit der gewählten Magierin hatte ich nicht das Gefühl wirklich ein Teil der Geschichte zu sein. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich besser einen Krieger genommen hätte. Desweiteren kann man auch nicht wirklich so etwas wie einen Antihelden spielen und es drängte sich mir der Eindruck auf, dass das Spiel wirklich nur für einen Kriegercharakter ausgelegt ist. Alleinschon die schicke goldene Konservendose die man am Ende trägt. Passt weder zu einem magischen Charakter noch zu einem Elf oder Dieb. Das hat mich leider sehr enttäuscht, dass es da nicht einen etwas flexibleren Lösungsansatz für gab. Eine Magierin in goldener und leuchtender Vollplatte war jedenfalls nicht das was ich erwartet habe als ich das Spiel begann. Das hat mich von dem Konzept eine Magierin zu spielen noch weiter entfremdet, dann hätte man mir diese Möglichkeit zu Spielbeginn besser verwehrt als dass ich mich dann meinem Konzept immer weiter entfremdet fühle. Es wird definitiv zu wenig auf den gewählten Archetypen eingegangen.

2. Die Gefährten:
Diese drolligen oder düsteren Gesellen, die man mit sich führen kann waren eigentlich ein totales Ja, das gefälltmir, bis ich feststellte, dass die Interaktion mit meinen Mitstreitern fast überhaupt nicht vorhanden ist. Bis auf ein paar wenige Gesprächsoptionen, gibt es keine Gesprächsmöglichkeit. Das Zusammentreffen und die zusammen erlebten Abenteuer haben keinen Einfluss auf meine Gefährten. Es ändert sich ncihts und ich erfahre nur sehr wenig über sie. Sehr, sehr schade und ein echtes No Go für eche Rollenspieler. Das hätte sich anders gehört. Es handelt sich schliesslich um DIE Helden der Drachenqueste, die großes vollbringen. Dass ich auch nur 3 davon mitnehmen konnte, hat mich ebenfalls traurig gestimmt.

3. Ein NPC Problem:
Gut, das ist jetzt nichts großes aber mich hat es dennoch kollosal irritiert. In Tallon gilt es den Sohn eines reichen Händlers und seine Liebste zu retten, was mich daran nun gestört hat: Der reiche Händlerssohn war genau das gleiche Modell wie in Blutberge der Sumpfschönling. (Der nicht wirklich schön war, aber das ist wohl Geschmackssache)Ich kann das Bild eines reichen Händlersohns einfach nciht mit einem Kerl vereinbaren, der nackten Oberkörpers, zerschlissener Hose, ohne Schuhe und mit einem Grashalm im Mund durch die Welt geht. Das war ein echter Atmosphärekiller für mich.

4. Vertonung
Die Sprecher sind echt klasse, es wurde nur leider viel zu wenig vertont. Meist nur der erste Gesprochene Absatz und dann galt es nur noch lesen, wenn man doch nach mehr zu hören gelechzt hat. Da hat mir irgendwie etwas gefehlt.

5. Dialoge
Die haben es mir, wenn auch gut geschrieben und für macnh Charakterklasse passend, nicht ermöglicht mich mehr in meine Figur hineinzufinden. Eher im Gegenteil. Die Auswahl war sehr begrenzt und passt eher zu einem ehrenhaften Krieger als zu sonst etwas. Es fehlte eindeutig auswahl. Auch ein Held will mal frech sein oder genervt oder gar unhöfflich. Da aber alles sehr geradlinig verläuft war das wohlleider nciht machbar.

6. Das Ende
Das hat mich beinahe maßlos enttäuscht. Viel zu aprupt. Man steht wirklich auf dem Berggipfel wie bestellt und nicht abgeholt. Was wird aus dem Hauptchar? Was aus den Zwergen? Gibt man Rakorium seinen Kristall zurück? Bleiben die Gefährten bei einem? Setzt sich der Held zur Ruhe in Ferdok? Nach so schönen Szenen wie der überreichung des Ordens in Ferdok hatte ich da mehr erwartet. Es war ein bisschen so als kriegt man zum Nachtisch eine Packung Eis gereicht mit Löffel nur um fest zu stellen, dass schon alles aufgegessen ist.

Das sind die Dinge, die es für mich an Drakensang zu bemängeln gibt, es gab aber auch viel Gutes. Die Grafik hat mir sehr gut gefallen und hat viel zu einer schönen Atmosphäre beigetragen, man konnte sich als Teil Aventuriens fühlen. Die Figuren sind alle sehr gut gemacht und schön Detailverliebt und man hat die Möglichkeit ein paar echte aventurische Größen kennen zu lernen wie die Störrebrandts und Meister Rakorium, der geradezu göttlich umgesetzt ist. Ich liebe den alten verrückten Zausel. Die Questen sind nicht stumpf und die Gegner genaus so mit Liebe zum Detail gestaltet wie alle anderen Figuren. Ich konnte viel Lachen und man lernt so einiges über Aventurien, wenn man sich die Zeit nimmt. Wenn die Kritikpunkte nicht wären, wäre es ein echtes Spitzenspiel.
Ich persönlich hoffe auf ein Add-On oder eine Fortsetzung in der die guten Dinge hoffentlich erhalten und die Kritikpunkte ausgemerzt sind.
Ich werde jedenfalls noch einmal mit einem Kriegercharakter anfangen und sehen ob ich Drakensang so ohne Unterbrechung der Atmosphäre durch unpassende Dialog"patzer" spielen kann. Ein Krieger weiss ja meist wirklich nciht was eine Thesis ist und was es mit Magie so auf sich hat.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne von einem Gelegenheitsspieler, 10. November 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Auge: Drakensang (Computerspiel)
Meine Rezension geht von meinen eigenen Anforderungen an ein Rollenspiel aus, und die lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

- meine Zeit für Computerspiele ist durch Beruf, Familie und allerlei weiterer Interessen begrenzt, deshalb
- möchte ich schnell in eine Geschichte eintauchen können und
- langsam in die Spielmechanik eingeführt werden und
- auch nach längeren (Tage/Woche) Pausen wieder leicht ins Spiel finden und
- lieber eine intensive, lineare Geschichte als vielfältige Handlungsalternativen, die zum mehrmaligen Durchspielen anregen (was ich dann sowieso nicht mache/schaffe) und
- trotzdem Möglichkeiten, meinen Charakter nach Belieben zu erschaffen und zu spielen

Alles in allem muss ich sagen, dass bis auf den letzten Punkt alle Anforderungen vollständig erfüllt werden.
Natürlich haben auch die anderen Bewertungsschreiber teilweise recht (Kamera nicht optimal, keine komplette Vertonung der Sprachausgabe usw.), aber als Gelegenheitsspieler spielt das für mich keine Rolle.
Da ist mir schon wichtiger, dass ich dank des gut gemachten Questbuchs immer weiß, was als nächstes zu tun ist.
Nicht nachvollziehen kann ich das Argument, dass eine Identifikation mit dem Hauptcharakter nicht möglich wäre. Ich gebe zu, dass es durch die fehlende "Stimme" erschwert wird. Aber nach dem ersten Kampf mit einem "Zwischengegner", in der jeder Charakter perfekt seine Rolle ausfüllen muss (der Gegner ist im Verhältnis relativ schwer), sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen.
Hinzu kommt, dass man schon einige Möglichkeiten hat, seinen Helden zu gestalten (auch wenn das besser geht).
Mit meinem Elfen-Kämpfer habe zumindest ich meinen gewünschten Hybrid zwischen Nahkampf und Unterstützungszauberer (der Paladin lässt grüßen) gefunden, auch wenn diese Kombination vielleicht nicht gerade optimal war (nur Lederrüstung möglich, nur schwache Schilde)
Identifikation findet im Kopf der Spielers statt, nicht zwischen zweil Zeilen Programmcode.

Als Fazit kann ich das Spiel allen Spielern, die ähnliche Anforderungen wie ich haben, nur empfehlen. Die jederzeitige Pausierungs- und Speichermöglichkeit leistet das Übrige dazu.
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Das schwarze Auge: Drakensang
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