Kundenrezensionen


17 Rezensionen
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leipziger Allerlei !!!
Puh, was soll man blos dazu sagen ??? Damit haben sicherlich die wenigsten gerechnet. Nach ihrem Weltklasse-Debut "Back to times of splendor" hätten es sich DISILLUSION aber wirklich leichter machen. Stattdessen legt das Trio aus Leipzig ein Werk vor, dass sich rein musikalisch fast gar nicht mit dem Erstling vergleichen lässt. Mehr noch...war "Back to times of...
Veröffentlicht am 27. November 2006 von kwichybo

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Miese Scheibe!
Ich ärgere mich über diesen Fehlkauf! Bis auf einen Song totale Scheiß-Scheibe! Der Song heißt:Dont go any further! Kaufe keine CD mehr von dieser Band!:-(
Vor 15 Monaten von Dr.Jan veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leipziger Allerlei !!!, 27. November 2006
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Puh, was soll man blos dazu sagen ??? Damit haben sicherlich die wenigsten gerechnet. Nach ihrem Weltklasse-Debut "Back to times of splendor" hätten es sich DISILLUSION aber wirklich leichter machen. Stattdessen legt das Trio aus Leipzig ein Werk vor, dass sich rein musikalisch fast gar nicht mit dem Erstling vergleichen lässt. Mehr noch...war "Back to times of splendor" noch eine Blaupause aus Bands wie PAIN OF SALVATION, IN FLAMES, PSYCHOTIC WALTZ und OPETH, so ähnelt "Gloria" einem stilistischem "Ritt auf der Rasierklinge", der viele Metalheads übelst vor den Kopf stoßen dürfte.
Auffällig hierbei ist vor allem, dass der Elektro-Anteil höher denn je ist. DISILLUSION müssen in den vergangenen zwei Jahren echt viel Musik im Stile von DIE KRUPPS oder sogar FRONTLINE ASSEMBLY und THE PRODIGY gehört haben. Ansonsten lässt es sich kaum erklären, dass beinahe alle Tracks auf "Gloria" auf Synthesizer-Effekten, EBM-Loops oder Trip-Hop-Beats basieren. Allein durch diese Tatsache rutschen die 11 Tracks automatisch in die Schiene Crossover oder gar Nu-Metal, wenn gleich das Aggressionslevel auf Songs wie "Don't go any further" , "The black sea" , "The hole we are in" , "Too many broken cease fire" , "Save the past" oder dem fantastischen Titelsong durchgehend am oberen Limit gehalten wird. Lediglich der atmosphärische Rausschmeißer "Untiefen" bringt den verdutzten Zuhörer - am Ende der mitreißenden 50 Minuten - wieder zur Beruhigung.
Aber wie beschreibt man denn nun den neuen Stil von DISILLUSION ? Tja, das ist wahrhaft ein schwieriges Unterfangen. Wie beschreibt man den Musikstil einer Band, die mit ihrer neuen Veröffentlichung praktisch einen neuen Stil "erfindet" ?
Man nehme die groovigen Gitarrenriffs von CLAWFINGER...addiere hierzu die einprägsam hymnischen Refrains von den FARMER BOYS...ein Schuss feinster Melodic-Metal á la SOILWORK darf natürlich auch nicht fehlen...diese Melange garniert man noch mit herrlich verrückten Songideen im Stile von SYSTEM OF A DOWN oder FAITH NO MORE...und diese Songs werden dann in ein hyper-modernes Soundgewand gepackt, welches auch Bands wie RAUNCHY oder den LOSTPROPHETS gut zu Gesicht gestanden hätte. Fertig ist die neue Leipziger Wundertüte !!! Ich gebe offen zu, dass man die neue musikalische Ausrichtung von DISILLUSION nicht zwangsweise mögen muss. Und ich kann sogar nachvollziehen, dass sich viele traditionsbewusste Metaller - die den Vorgänger "Back to times of splendor" vergöttert haben - angewidert von "Gloria" abwenden. Aber meiner Meinung nach sollte jeder aufgeschlossene Rockmusik-Liebhaber diese Scheibe mal gehört haben. Ärgern könnt ihr euch hinterher noch...Von mir gibts jedenfalls 5 Sterne !!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Took some time to figure out..., 10. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Hatte mir anno dazumal aufgrund guter Kritiken die Back to times of splendor zugelegt und gehörte wohl zu den wenigen, der die Platte überhaupt nicht zusagte. Durch Zufall kam ich erst vor kurzem in den Genuss, in die Gloria reinzuhören und war kurz irritiert: Ist das wirklich die gleiche Band? Mit Metal hat das so gut wie nichts mehr zu tun...

Aber verflixt, sie gefällt mir. Hier herrscht genau das vor, was mir wahrscheinlich auf dem Vorgänger fehlte, nämlich großer Unterhaltungwert und viel Abwechslung. Die Leipziger scheren sich nicht um irgendwelche Genre-Schranken, sie loten alles aus und greifen überall mal rein - orchestrale Chöre sind genauso vertreten wie rhythmisch gesprochene Stimmparts, Synthesizer generierte Soundflächen wechseln sich mit straight gespielten Gitarren ab, Trent Reznor guckt ein ums andere mal vorbei, ja nicht einmal das Till Lindemann Gedächtnis R fehlt;-)

Nichts für eingefleischte Metaller, es sei denn, sie gucken auch gern mal neugierig ums Blech. Halbwertzeit ungewiss, aber für den Moment bin ich begeistert...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Power und Hirn, 16. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Boah...geht das Ding ab. Endlich mal nicht der übliche Einheitsbrei.

"Gloria" ist der lebende Beweis dafür, dass sich Power und Hirn nicht ausschließen müssen.

Für mich hört sich das Album in etwas so an, als ob "Rammstein", "Radiohead" und "Kraftwerk" zusammen eine Nacht durchgezecht und dann ihrem Ärger, über die, in den aktuellen Charts notierten musikalischen Peinlichkeiten Luft gemacht haben.

Kaum zu glauben, dass das Jahr 2006 noch so ein Pfund auf Lager hat...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leipziger Experimentierfreude - don't go any further?!, 4. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Während ich diese Rezension schreibe, sind schon gute zweieinhalb Jahre seit der Veröffentlichung von "Gloria" ins Land gegangen. Und genauso, wie ich mich heute auf den nächsten Output der Leipziger freue, ersehnte ich mir damals diese Platte herbei. Was durfte man erwarten, nachdem Disillusion mit "Back To Times Of Splendor" eines der für mich großartigsten Alben des Progressive Deathmetals eingespielt hatten - man denke nur einmal an den grandiosen epischen Titeltrack, der ein musikalisches Universum zwischen brachialem Gitarrengewitter und gefühlvollsten Akustikgitarrensolos vor dem Hörer ausbreitet, das Ganze garniert mit Streichern und Natursounds! Ja, quo vadis also, meine Herren?

Wenn ich mich recht entsinne, war der erste Höreindruck von "Gloria" etwas verstörend, was vor allem an der oftmals durch einen Verzerrer verfremdeten Stimme von Andy Schmidt, dem Sänger und Gitarristen der Band, lag. Als Untermalung kannte ich so etwas bereits von anderen Gruppen, aber ganze Songs damit einzusingen, war mir neu und daher etwas fremd. Auf der anderen Seite waren sofort typische Trademarks von Disillusion auszumachen: Einsatz von Streichern, Elektroelemente und natürlich jede Menge genial groovende Riffs.

Nach mehrmaligem Hördurchgang kann man jedem der elf Songs seine Berechtigung auf dem Album zusprechen, kommt aber nicht umhin, das Material insgesamt als zwar komplex, aber eher inhomogen zu bezeichnen. "Gloria", zugleich Titeltrack des Albums, besticht beispielsweise durch den kongenialen Einsatz eines orchestralen Chors im Refrain, nur um im Bruchteil einer Sekunde in einen Strophenteil mit rhythmisch gesprochenem Stimmpart und abgedreht experimentellen Gitarren hinüberzuschwenken. Genauso hin- und hergerissen fühlt man sich zwischen dem fast als Ambient zu bezeichnenden "Untiefen" und dem mit harten Elektrobeats untermauerten Instrumentalstück "Aerophobic". Die Laut-leise-Dynamik, die bisher eher innerhalb der Songs zu finden war, scheint nun in einen Kontrast zwischen den jeweiligen Einzeltracks verlagert. Epische Songs à la "The Sleep Of Restless Hours" (17:02 Min.) oder "Back To Times Of Splendor" (14:39 Min.) vom gleichnamigen Vorgängeralbum sucht man demzufolge vergeblich, leider - "Gloria" ist mit knapp über sechs Minuten das längste Stück der Platte.

Was nach über zwei Jahren Höreindruck bleibt, ist das Wissen darum, dass Disillusion wohl noch einzigartiger - in einem positiven Sinne - geworden sind. Sie hatten den Mut, in Zeiten musikalischer Mainstream-Unterwürfigkeit viel Neues und Extremes auszuprobieren, und damit wahrscheinlich auch den ein oder anderen Anhänger ihrer treuen Fangemeinde ein wenig vor den Kopf zu stoßen. Im direkten Vergleich liegen "Back To Times Of Splendor" und die Debut-EP "Three Neuron Kings" bei mir immer noch um einiges vorn. Fazit: Was die Experimentierfreudigkeit anbelangt, sollte für die nächste Veröffentlichung doch lieber das Motto gelten: Don't go any further, please!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super-Bolzen, 29. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Also was die Herren aus Leipzig da abgeliefert haben ist ja ein Hammer-Teil geworden! Daß es etwas völlig anderes werden würde, hat sich ja schon im Vorfeld abgezeichnet und bei mir nicht gerade für Wohlbehagen gesorgt. Allerdings haben die ersten Töne von "The Black Sea" aus einem der Trailer der Band-Homepage schon so hypnotisierend gewirkt, daß sich das Gefühl schnell in Neugier verwadelte.

Und dann konnte ich den Track und sein Gefolge endlich in voller Länge hören. Wahnsinn! Dieses Album ist nicht jedermanns Sache, was sich in hitzigen Diskussionen in meinem Freundeskreis deutlich macht. Aber wenn man sich die Ruhe nimmt, sich mit der Unruhe dieser Scheibe zu beschäftigen wird schnell klar, daß es selten ein Album gab, bei dem alles in sich so stimmig ist wie bei diesem.

Auch wenn ich selber der Meinung bin, daß das Voice-Filtering mit Distortion mittlerweile jeder Band verboten gehört (ich hoffe Steven Wilson liest das nicht...), sollte man Disillusion noch einmal die Ausnahme gönnen, da es bei Tracks wie "Don't Go Any Further" oder dem Titelsong einfach passt und für wunderbare Kontraste sorgt, von denen es auf dieser Platte nur so wimmelt.

Was gibt es instrumental zu erwähnen? Also gitarrenmäßig gibt es eine Fülle von Sounds zu hören. Produktionstechnisch kommt die Platte eh einiges klarer rüber, als der zeitweilig etwas dumpfe Vorgänger. Aber jedes Riff klingt vom Grundsound her anders. Während die beiden oben erwähnten Songs mit eher Industrial-mäßigen Wänden daher kommen, erinnert mich Avalanche an Anfang 90er Black-Metal Epen aus Norwegen. Diese Eindrücke bleiben aber nie lange bestehen, da sich die Songs im Halbminuten-Takt weiterentwickeln und dann ist auch schon wieder alles vorbei.

Viele Gitarren-Verfremdungen und Keyboard-Sounds sorgen für einen sehr modernen Gesamt-Eindruck. Am Anfang war ich etwas entäuscht,daß Chöre, Streicher und Bläser ebenfalls synthetisch sind. Allerdings hätte alles andere dieses Album zu fett und überlaufen gemacht und die Tatsache, daß es Samples sind, passt in das Gesamt-Konzept.

Eine geniale Spielerei sind die Wassertropfen bei "Untiefen", die eine kleine Melodie zu spielen scheinen.

Also liebe Leute, wagt Euch doch bitte einmal an diese Platte ran. Diese Band ist so wichtig für progressiv ausgerichtete Musikliebhaber! Es lohnt sich. Ich hoffe diese Band dieses Jahr noch live sehen zu können, da ich sehr gespannt auf die Bühnen-Umsetzung dieses Super-Bolzens bin.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist das hier denn bitteschön???, 21. März 2008
Von 
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Also, da ist man nach ein, zwei Hördurchläufen dieser Platte aber erstmal schwer irritiert. Eine skurrile Mischung kriecht aus den Boxen, mit Zutaten verschiedenster Art. Und auch nach einigen Versuchen scheitert noch jeglicher Versuch einer Kategorisierung. Wir haben Soundtrackelemente, gesprochene Intros, hymnische Refrains, viel Pathos, jazzige Passagen. Ich habe manchmal den Eindruck, eher einem Hörspiel beizuwohnen denn einem Rockalbum. Viele Fragen sich vor dem Kauf einer Platte auch immer zuerst: Wie klingt der Sänger? Er hat eine tiefe, klare Stimme, die zum Gesamtgefüge der sperrigen Songs einen Kontrapunkt setzt, gerade deshalb, weil sie irgendwie so gewöhnlich ist. Das alles ist mir auch heute noch unheimlich, denn noch nie zuvor habe ich solche Musik gehört. Das seltsame ist aber: Einer ersten Abneigung gegen diese bunte Mischung ist einer große Sympathie gewichen, die mich nun die Platte rauf und runter hören lässt. Ich habe auch bisher noch keine andere Rezension dieser Platte gelesen und schreibe unverblümt von der Leber weg. Wenn man diesem Album mit der nötigen Offenheit begegnet, offenbaren sich, und das sage ich ohne Augenzwinkern, Musikmomente für die Ewigkeit. Man muss sie nur erstmal finden zwischen den Gothic- , Riff- und Hörspieleinsprengseln.
Fazit: Hört die Platte ohne Erwartungen, interessiert und mit wachem Geist und ihr werdet Zeuge eines klasse Stückes ostdeutscher Musikgeschichte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gloria in excelsis Disillusion, 2. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
"back to times of splendor" ist an mir vorübergegangen, ohne irgendwie in meinem gedächtnis zu bleiben. das erste review der neuen cd "gloria", welches ich gelesen hatte, war negativ bis dorthinaus. schlechte vorzeichen, bis ein alter freund zu mir meinte: "mir gefällt die neue disillusion ausgesprochen gut". disillusion? wer war das noch mal? na egal, hören wir mal rein... und der erste eindruck war eher beim ersten review als bei meinem freund. nur das rhythmisch leicht daneben gesetzte intro von "the black sea" hatte es mir angetan und ich hab dem ganzen noch eine chance gegeben. und ich habe es nicht bereut. mittlerweile kenne ich die cd doch schon ein einige zeit und hab sie oft gehört. gleichzeitig greife ich aber zwischen all den anderen neuerscheinungen immer wieder gerne auf sie zurück. diese musikachterbahnfahrt ist so erfrischend anders und klischeefrei, dass es nur so eine freude ist. man bedient sich quer durch den metal-und-elektronik-garten, lässt die sau mächtig raus, wenn es angebracht ist und bietet stimmungsmäßige abwechslung zwischen phobien, wut und melancholie. progressiv, aber nicht überladen. musikstil? vorgeschichte der band? schubladen? einfach vergessen und sich drauf einlassen. wem es nicht gefällt, auch ok. für mich ist es einfach das highlight 2006 und mittlerweile ist auch 2007 noch nichts für mich vergleichbares auf den markt gekommen. im gegenteil gewinnt diese cd auch noch nach jedem weiteren hören. mit solchen bands wird der metal noch auf lange zeit nicht umzubringen sein - und das ganz ohne sich dabei selbst kopieren zu müssen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mehr davon!, 3. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Bis vor kurzem dachte ich, allein in der elektronischen Musik passieren die interessanten Neukonzeptionen, doch seit einiger Zeit habe ich Metal und Artverwandtes (neu-) entdeckt und bin begeistert, was sich da in den letzten Jahren getan hat. Ein Beispiel sind Disillusion mit Gloria. Ein wirklich spannender und fabelhafter Mix aus Metal mit elektronischen Versatzstücken und smples aus zum Teil Streichern und Chören. Obwohl vom Stil völlig eigenständig sind Disillusion damit durchaus auf der Höhe von Bands wie Tool angelangt. Einziges Manko: Die Songs sind mit 3-5 Minuten zu kurz, dabei hätten alle das Zeug dazu gehabt, sich auf 8 und mehr Minuten noch besser zu entfalten. Zum Trost: Man kann die Platte einfach ununterbrochen hören und hört immer wieder neues.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Disillusion - Gloria, 22. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Die ewige Kontroverse zwischen musikalischem Stillstand und künstlerischer Weiterentwicklung erscheint, betrachtet man es nüchtern, ein Streitpunkt wie auch Standpunkt zu bleiben, Ausdruck persönlicher Geschmäcker, musikalischer Gewohnheit und sicher auch künstlerisch-selbstdarstellerischen Kalküls. Innovation scheint nur allzu gerne in Formen gegossen, als ein Ausdruck progressiver Schaffenskunst verbalisiert und letzten Endes zweckentfremdet zu werden. So gesehen wundert es kaum, dass das neue Werk der Metaller von Disillusion, mag man es zurückhaltend ausdrücken, mit geringer Begeisterung von der Hörerschaft aufgenommen und sogar regelrecht zerrissen wird, lässt sich doch die Schablone „Weiterentwicklung“ in all ihren doch starren Ausprägungen nicht so ohne Weiteres auf „Gloria“ anwenden. Nein, Disillusion haben nicht dort angesetzt wo „Back To The Times Of Splendor“ den musikalischen Zenith eines einzigartigen Stilmix erreicht hatte und nur schwerlich durch eine lineare Weiterentwicklung zu schlagen gewesen wäre: So lässt sich auf „Gloria“ nicht ein einziger Titel ausmachen, der die magische Zehn-Minuten-Grenze überschreiten würde, die produktionstechnischen Spuren wurden auf ein Minimum zurückgenommen und die einst warme und ausufernde Atmosphäre eines vernebelten Tages am See scheint der kühlen Atmosphäre einer industriellen Progression gewichen zu sein – auf den ersten Blick wohlgemerkt, denn der Disillusionklang erscheint nach einer gewissen „Einarbeitungsphase“ vielschichtiger denn je zuvor. Anstelle einer grenzenlosen Naturromantik erscheinen die Lieder auf „Gloria“ im Lichte einer aufgehenden Sonne hinter dichtem Großstadtnebel, schweben über grünen Flecken im rötlichen Grau und bieten dem geneigten Hörer das ambivalente Bild einer Begegnung zwischen Technik und Natur. Verzweifelt und doch ruhig erheben sich melancholische Gesangslinien, untermalt mit dezenten Chören und hypnotisierenden Soundspielereien, über sterilen Gitarrenriffs, die hin und wieder auch filigran die Grundlage einer einnehmend beruhigenden als auch trostlosen Atmosphäre bilden. Disillusion wildern munter in verschiedenen Genres, verweben Dark Rock Anleihen, industrialartiges Stakkatoriffing, ambient-ähnliche Soundcollagen und progressive Elemente zu einer einzigartigen Mischung. Vermag man die Produktion im ersten Moment zu kritisieren, so zeigt sich auch diese nach und nach als eigenständiges Stilelement, gibt weder den Gitarrenwänden noch dem beschwörenden Gesang eine primäre Rolle und integriert auch die ungemein dichte Kulisse an ungewöhnlichen Soundexperimenten gekonnt in das Gesamtbild und ist keineswegs so steril, wie es den Anschein erweckt, sondern vielmehr der ausgeglichenen Ambivalenz im neuen Soundgewandt. Waren bei BTTTOS einige Passagen noch hektisch, wirkten ungestüm und unausgeglichen, so bewegt sich „Gloria“ schwerelos zwischen beiden Polen, insofern ein Vergleich der beiden Werke überhaupt angebracht ist, denn: Disillusion haben hier tatsächlich das seltene Kunststück geschafft sich soweit von ihren bisherigen Stücken zu entfernen, ohne jemals den Eindruck zu erwecken dies sei bloßer Selbstzweck und weniger Ausdruck künstlerischer Notwendigkeit. Einzig und allein der Stampfer „Don’t go any further“ wirkt trotz guter Ideen an manchen Stellen etwas plump und erscheint mir der einzige wirklich kritisierenswürdige Titel auf „Gloria“. Trotz der relativ kurzen Spielzeit der einzelnen Titel schafft es das Album jedoch spielend einen atmosphärischen Gesamtzusammenhang zu kreieren, der einen erst wieder loslässt wenn der letzte Takt des wunderschön leichten und doch melancholischen Titels „Untiefen“ verklungen ist.

„Disillusion“ haben hier etwas geschaffen, an dem sich die Geister scheiden werden. Aber mit etwas Geduld und musikalischer Offenheit eröffnet einem „Gloria“ eine ganz spezielle Welt und vermag es in den Bann zu ziehen, wie kaum eine andere Veröffentlichung der letzten Monate und vielleicht sogar Jahre. Aber das wird sich zeigen, denn das Album braucht Zeit, viel Zeit, kann dann aber durch Progressivität und frische Ideen jenseits der ausufernden Songs, endlosen Gitarrensoli mehr als nur begeistern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GAAANZ anders als Back to Times of Splendor, 13. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
So, die neue CD von Disillusion ist da. Bereits im Vorfeld ist viel spekuliert und diskutiert worden, was sich alles ändern würde: Viel hat sich geändert, aber nicht alles.
Verschwunden sind die epischen, viertelstündigen Tracks, verschwunden sind die Growls und fast alle Death-Metal Elemente. Dafür wurde viel mit technisch verfremdeten Stimmen und elektronischen Elementen experimentiert.
Fans der ersten Platte werden sich umgewöhnen müssen. Die neue CD ist gradlinier, kommt eher auf den Punkt. Man ist versucht zu sagen, sie ist "simpler". Aber das stimmt nicht. Die geniale Gitarrenarbeit ist geblieben, es gibt in jedem Stück tolle Melodien bis zur Gänsehaut.
Alles in allem klingt die CD sehr frisch und modern. Ich möchte schon sagen, so muss aktueller Metal klingen. Neu, ohne "Nu-Metal" zu sein und klassisch ohne sich an bestehende Regeln zu halten. Disillusion musizieren und mischen sind munter durch die Stile, dass es eine wahre Freude ist.

Tim
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Gloria
Gloria von Disillusion (Audio CD - 2006)
Klicken Sie hier für weitere Informationen
Gewöhnlich versandfertig in 2 bis 4 Wochen.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen