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Kundenrezensionen

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am 19. November 2006
Spannend, was Tom Waits da zusammengebraut hat! Was auf den ersten Blick wie ein Karriererückblick wirkt, entpuppt sich beim Studium der Songliste (56 Titel!) als eine höchst faszinierende Mischung aus „old and new, borrowed and blue(s)“. Immerhin 30 Songs wurden für Orphans neu eingespielt, der Rest sind echte Waisenkinder, Songs die seit langer Zeit auf Compilation und B-Sides verbuddelt, für andere Musiker geschrieben oder einfach irgendwo im Keller verschollen waren, teilweise im Original, teilweise neu eingespielt.

Um uns mit dieser Wagenladung an kaum bis gar nicht Bekanntem nicht zu überfordern, hat Waits die versammelten Schätze netterweise thematisch auf die 3 CDs gepackt. CD1, Brawlers, bringt gitarren- und blueslastigere Stücke die, grob gesprochen, im Bone Machine Stil daherrumpeln und das traditionelle Panoptikon der Waitsschen Gestalten gekonnt um einige weitere Eigenbrötler und Sonderlinge erweitern. CD2, Bawlers, dürfte die Traditionalisten unter den Waitsianern am meisten freuen, findet sich hier doch eine Sammlung jener steinerweichenden, oft am Piano eingespielten Balladen, wie sie Waits vor seinem Abdriften in lärmigere und experimentellere Gefilde so unnachahmlich aus dem Ärmel schüttelte. Die spannendste CD ist aber die dritte, Bastards, mit Songs die, wie der Titel andeutet, nirgendwo so richtig dazugehören. Hier finden sich vorwiegend experimentellere Stücke, Shanties, sardonische Sprechtexte, Vertonungen von Kerouac und Bukowski, ein faszinierender Monolog über die ekligeren Eigenschaften diverser fieser Insekten und einige höchst amusante Anekdoten.

Die meisten Songs der quer duch alle 3 von Waits’ Stimme und Vision (und bewährten Kräften wie Marc Ribot, Larry Taylor, John Hammond, Ralph Carney, Greg Cohen und Michael Blair) zusammengehaltenen CDs stammen wie üblich von Waits/Brennan. Dazu gibt’s aber auch noch diverse höchst eigenwillige Versionen diverser Werke von Leadbelly bis Ramones plus ein paar Traditionals, die Waits sich so zu eigen gemacht hat, dass selbst Kenner zur Identifikation schon mal die Credits konsultieren müssen.

Und als ob das alles nicht genug wäre, gibt’s Orphans auch noch als limtierte Auflage mit einem dicken Buch (fast 100 Seiten) voller Texte und Photos, die sich heuer unter so manche Weihnachtsbaum gut ausnehmen würde, sowohl für altgediente Fans als auch als Einführung in das Werk eines der eigenständigsten und unverwechselbarsten Musiker unserer Tage – Empfehlung!
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am 25. Dezember 2006
man kann nicht alle 3 cds in einem durchhören, aber deswegen sind es auch 3 cds! - auf der anderen seite ist für jede waits-stimmung etwas dabei. die erste scheibe bedient den nach-vorne-geschmack. kein thema: mit einem glas scotch kann man dazu solo tanzend zuhause abhotten. das wäre die "brawlers". dann gibt es noch die zweite cd "bawlers", und hier wähnt man sich am besten an der bar eines sinkenden schiffes, leichte schlagseite, die kellnerin ist schon im rettungsboot, aber irgendwie hat man die band noch überzeugt ein paar stücke zu spielen und man hat noch eine letzte happy-hour... wunderbar! und weil es zum glück auch noch "bastards" gibt, die 3. cd, wird zudem die literarisch-künstlerische seite waits-musikalisch bedient. somit ist "orphans" nicht nur ein weiteres goldenes sammlerstück für die alten waitsianer, sondern eignet sich auch hervorragend zum einstieg into the world of waits.
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am 15. Januar 2007
Ein neues Waits Album? Jahrelange Gerüchte in der Szene, Spekulationen, Vermutungen, welch anderer Künstler kann bei seinen Hörern derartige Reaktionen hervorrufen? Ich war gar nicht mal so gespannt. Waits begleitet mich von Anfang an. Und ich erwartete nicht all zu viel. Nicht, dass der Meister mich nicht mehr an den Lautsprecher bannen würde, aber: Der Stoff aus dem die Träume sind, der wird bei Waits, zumindest seit er trocken ist, nur noch in ziemlich kleinen Dosen verabreicht. War Closing Time noch ein stiller Anfänger und Rain Dogs oder Bone Machine geniale Kultalben, so kam nach Mule Variations eine Art Wende. Waits wurde experimentierfreudiger und die basslastigen, emotionalen, von seiner einzigartigen Stimme geprägten Stücke verschwanden fast ganz von den Silberlingen. Alice oder Real Gone brachten Neuigkeiten, die faszinierend aber, jedenfalls für mich, nicht immer hundertprozentig gefühlsecht waren. Jetzt kommt Orphans als eine Art Sammelsurium verlorener, seltener, zur Seite gelegter Stücke daher und raubt einem vom ersten Augenblick an den Atem. Ein poetischer Dampfhammer der dich von den Füssen haut und in eine Art berauschter Trance versetzt. Wenn das, was auf diesen drei CDs zu hören ist, so eine Art Ausschussware mit B-Seiten-Potential war, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Früher begrüßte ich jedes Waits Album mit einem Glas in der Hand und dem Lautstärkeregler ganz weit rechts. Da vibrierten die Knochen im Leib und das Herz ging ganz weit auf. Bis jetzt dachte ich, dass diese Gefühle der Vergangenheit angehören...Wie schön kann es sein, wenn man sich irrt. Orphans ist eine stimmige Trilogie des vielleicht kreativsten Künstlers der Musikszene der vergangenen Jahrzehnte. Es gibt Schriftsteller, deren Worte einem wie Musik vorkommen und es gibt Waits, dessen Musik einem wie eine spannende Geschichte unter die Haut geht. Die Genreaufteilung in die CDs Brawlers, Bawlers und Bastards ist stil- und passgenau. Waits blättert seine Facetten mit unnachahmlicher Präsenz vor uns auf und wir müssen einfach zuhören. Ehe ich mich noch mehr verliere und vor Begeisterung Purzelbäume schlage, die Anspieltipps: Never let go, Down there by the train, 2:19 und Fish in the Jailhouse. Das sollte reichen, um sehr viel Lust auf mehr zu bekommen. Zu einem berauschenden Akustikgenuss kommt bei Orphans noch hinzu, dass einige wirkliche Raritäten in der Box vorhanden sind, nach denen sich mancher Sammler schon seit Jahren die Finger leckt. Ich bin kein Hellseher oder Musikwissenschaftler, allerdings wage ich schon jetzt zu behaupten: Orphans ist ein Stück Musikgeschichte für die Ewigkeit. Diese Box wird halten und Standards setzen für alles, was danach kommt. Mag sein, dass ich mich wieder irre, aber wer weiß das schon...
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Diese 3CD-Box bietet das gesamte, bisher bekannte Waits Spektrum: auf CD1 gibt es Rock (oder besser, was Tom Waits darunter versteht), auf CD2 Country (die beste Cd dieser Box) und auf der letzten CD hören wir Theatermusik, wie wir sie aus all den Wilson Inszenierungen kennen. Man sieht die Bilder vor dem inneren Auge. Auf der Country Cd allein kann man die ganze emotionale Waits Bandbreite hören: schwermütig, verzweifelt, melancholisch, grenzenlos roh und mit großem Melodienreichtum.
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am 24. November 2006
Spannend, was Tom Waits da zusammengebraut hat! Was auf den ersten Blick wie ein Karriererückblick wirkt, entpuppt sich beim Studium der Songliste (56 Titel!) als eine höchst faszinierende Mischung aus „old and new, borrowed and blue(s)“. Immerhin 30 Songs wurden für Orphans neu eingespielt, der Rest sind echte Waisenkinder, Songs die seit langer Zeit auf Compilation und B-Sides verbuddelt, für andere Musiker geschrieben oder einfach irgendwo im Keller verschollen waren, teilweise im Original, teilweise neu eingespielt.

Um uns mit dieser Wagenladung an kaum bis gar nicht Bekanntem nicht zu überfordern, hat Waits die versammelten Schätze netterweise thematisch auf die 3 CDs gepackt. CD1, Brawlers, bringt gitarren- und blueslastigere Stücke die, grob gesprochen, im Bone Machine Stil daherrumpeln und das traditionelle Panoptikon der Waitsschen Gestalten gekonnt um einige weitere Eigenbrötler und Sonderlinge erweitern. CD2, Bawlers, dürfte die Traditionalisten unter den Waitsianern am meisten freuen, findet sich hier doch eine Sammlung jener steinerweichenden, oft am Piano eingespielten Balladen, wie sie Waits vor seinem Abdriften in lärmigere und experimentellere Gefilde so unnachahmlich aus dem Ärmel schüttelte. Die spannendste CD ist aber die dritte, Bastards, mit Songs die, wie der Titel andeutet, nirgendwo so richtig dazugehören. Hier finden sich vorwiegend experimentellere Stücke, Shanties, sardonische Sprechtexte, Vertonungen von Kerouac und Bukowski, ein faszinierender Monolog über die ekligeren Eigenschaften diverser fieser Insekten und einige höchst amusante Anekdoten.

Die meisten Songs der quer duch alle 3 von Waits’ Stimme und Vision (und bewährten Kräften wie Marc Ribot, Larry Taylor, John Hammond, Ralph Carney, Greg Cohen und Michael Blair) zusammengehaltenen CDs stammen wie üblich von Waits/Brennan. Dazu gibt’s aber auch noch diverse höchst eigenwillige Versionen diverser Werke von Leadbelly bis Ramones plus ein paar Traditionals, die Waits sich so zu eigen gemacht hat, dass selbst Kenner zur Identifikation schon mal die Credits konsultieren müssen.

Und als ob das alles nicht genug wäre, gibt’s Orphans auch noch als limtierte Auflage mit einem dicken Buch (fast 100 Seiten) voller Texte und Photos, die sich heuer unter so manche Weihnachtsbaum gut ausnehmen würde, sowohl für altgediente Fans als auch als Einführung in das Werk eines der eigenständigsten und unverwechselbarsten Musiker unserer Tage – Empfehlung!
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HALL OF FAMEam 29. November 2006
Unser liebster Exzentriker mit einem dicken Werk. Mit seinem neuen 3er-Album "Orphans" incl. Buch ist er über das Ziel hinaus geschossen. Auf drei CD`s - stilistisch eingeteilt in Streithammel, Schreier und Bastarde - wird jeweils einer Kategorie musikalisch entsprochen.

Auf CD1 rumpelt es wie gewohnt, auf der zweiten CD finden sich die krächzenden Balladen und auf CD 3 kommt seine künstlerische Ader im Bereich Theater zur Geltung. Hier sind komische Erzählungen und seltsame Collagen tonangebend. Mit insgesamt 54 Tracks + zwei Bonustiteln ist das eine ganze Menge Holz, durch das man sich da durchhören muss. Die meisten Songs sind neu, knapp ein Drittel ist neu eingespielt bzw. von Waits erstmals auf CD veröffentlicht.

Nun ist bei "Orphans" fast jeder Song für sich gesehen ein Kleinod, doch in der Menge wird man von diesem Werk erschlagen. Auch ist es immer wieder schön, die vertrauten Sounds zu hören, doch sollte man sich diesem Werk in homöopatischen Dosen nähern.
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am 24. November 2006
Spannend, was Tom Waits da zusammengebraut hat! Was auf den ersten Blick wie ein Karriererückblick wirkt, entpuppt sich beim Studium der Songliste (56 Titel!) als eine höchst faszinierende Mischung aus „old and new, borrowed and blue(s)“. Immerhin 30 Songs wurden für Orphans neu eingespielt, der Rest sind echte Waisenkinder, Songs die seit langer Zeit auf Compilation und B-Sides verbuddelt, für andere Musiker geschrieben oder einfach irgendwo im Keller verschollen waren, teilweise im Original, teilweise neu eingespielt.

Um uns mit dieser Wagenladung an kaum bis gar nicht Bekanntem nicht zu überfordern, hat Waits die versammelten Schätze netterweise thematisch auf die 3 CDs gepackt. CD1, Brawlers, bringt gitarren- und blueslastigere Stücke die, grob gesprochen, im Bone Machine Stil daherrumpeln und das traditionelle Panoptikon der Waitsschen Gestalten gekonnt um einige weitere Eigenbrötler und Sonderlinge erweitern. CD2, Bawlers, dürfte die Traditionalisten unter den Waitsianern am meisten freuen, findet sich hier doch eine Sammlung jener steinerweichenden, oft am Piano eingespielten Balladen, wie sie Waits vor seinem Abdriften in lärmigere und experimentellere Gefilde so unnachahmlich aus dem Ärmel schüttelte. Die spannendste CD ist aber die dritte, Bastards, mit Songs die, wie der Titel andeutet, nirgendwo so richtig dazugehören. Hier finden sich vorwiegend experimentellere Stücke, Shanties, sardonische Sprechtexte, Vertonungen von Kerouac und Bukowski, ein faszinierender Monolog über die ekligeren Eigenschaften diverser fieser Insekten und einige höchst amusante Anekdoten.

Die meisten Songs der quer duch alle 3 von Waits’ Stimme und Vision (und bewährten Kräften wie Marc Ribot, Larry Taylor, John Hammond, Ralph Carney, Greg Cohen und Michael Blair) zusammengehaltenen CDs stammen wie üblich von Waits/Brennan. Dazu gibt’s aber auch noch diverse höchst eigenwillige Versionen diverser Werke von Leadbelly bis Ramones plus ein paar Traditionals, die Waits sich so zu eigen gemacht hat, dass selbst Kenner zur Identifikation schon mal die Credits konsultieren müssen.

Und als ob das alles nicht genug wäre, gibt’s Orphans auch noch als limtierte Auflage mit einem dicken Buch (fast 100 Seiten) voller Texte und Photos, die sich heuer unter so manche Weihnachtsbaum gut ausnehmen würde, sowohl für altgediente Fans als auch als Einführung in das Werk eines der eigenständigsten und unverwechselbarsten Musiker unserer Tage – Empfehlung!
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am 18. November 2006
Nein, "Waisenknaben" sind es nicht, verwaist waren diese prächtigen Balladen, die jetzt in sauber arrangierten Einspielungen vorliegen, weil Waits sie für andere Interpreten komponiert hat, und sie nun erstmals komplett selbst vorträgt. Dieser Compilation - oder ist das Set nicht eher als Konzeptalbum zu betrachten? - ist eine wohltuend zurückhaltende Melancholie zueigen, die Distanz zur aktuellen Popmusik hält, aber ebenso eine klare Gegenposition zu den üblichen Altstar-Retrospektiven behauptet.
Die Präsentation schafft die Illusion einer intimeren Session in kleiner Gesellschaft, die Liste der beteiligten Musiker kann sich sehen lassen, und ein Abend, an dem man vielleicht das komplette Album hört, ersetzt mit Leichtigkeit einen weitgefächerten Back-Catalogue verschiedener Musikstile.
Ein Booklet mit sämtlichen Texten und einigen stimmungsvollen Fotos rundet das Album ab.
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am 11. Dezember 2009
Vorweg, ich bin so oder so ein unheilbarer Waits-Maniac, so möge mir man verzeihen, wenn ich etwas abdrifte bezüglich der Wertung. Aber es ist nun mal wie's ist: "Wer diese 'LP-BOX' nicht sein Eigen nennen kann, hat definitiv eine Fehlentscheidung getroffen!" Zumal ich diese für spottbillige lumpige 106,95 Euronen hier gekauft habe. Amazon hat diesen Preis gleich wieder erhöht, was auch kein Wunder ist bei der Fülle die diese Box beherbergt. Da wäre erst einmal das ausführliche, in Vinylformat Booklet zu nennen. Ausführlich deshalb, weil alle Texte mit abgedruckt sind und man diese auch ohne Lupe lesen kann. Diese sind in der CD-Box Fassung nicht enthalten (die ich natürlich auch besitze). Jede Vinylscheibe wiegt seine 180 g, und klanglich stehen diese der CDs in nichts nach. Die Box selber ist sehr stabil gemacht und an den Stellkanten geraut, sodass die Box nicht einfach mal wegrutschen kann. Hinzu kommt, dass noch eine Extrascheibe dabei ist, mit 6 zusätzlichen bislang unveröffentlichten Tracks. Auch das war ein Kaufkriterium für mich. Über die Songs an sich muss ich an dieser Stelle nichts weiter sagen, da dies Andere schon recht ausführlich getan haben. Tom Waits bleibt eben Tom Waits, man muss ihn nicht mögen ... aber wenn man ihn mag, dann darf diese Box auf keinen Fall in der Sammlung fehlen. Da ich hier leider nur 5 ***** vergeben kann, füge ich eben auf diese Weise noch ***** hinzu - einfach der Haptik wegen.
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"Orphans" ist schon jetzt ein Jahrhundertwerk. Satte 190 Minuten Melodien, Instrumente, Klänge und Geräusche faszinierendster Art, stimmlich variierend von beängstigendem Gebrüll über genuscheltes Geflüster bis hin zu vielfach herzzerreißendem Singsang. Tom Waits, der Mann mit den 1000 Stimmen, deckt die ganze Palette seiner unverwechselbaren Kunst ab und lässt dem von uns allen so verachteten Mainstream keine Sekunde eine Chance. Bei den traurigen Balladen auf der "Bawlers"-CD, bei denen er wie gehabt seine Stimme auf alt und versoffen stellt, erfasst mich ein Gefühl der Ehrfurcht, das mich unweigerlich auf die Knie fallen lässt, weswegen ich zum "Orphans"-Hören immerzu Knieschoner anziehen muss.
Dieses Gebirge von einem Album, thematisch aufgeteilt in 3 Einzel-CDs, ist für mich nicht nur die genialste aller bisherigen Tom Waits-Veröffentlichungen - es ist auch insgesamt von all meinen vielen Musikalben eins der fünf größten Heiligtümer - nur mit Samthandschuhen anzufassen.
Wird Tom Waits in seiner nunmehr über 30-jährigen Karriere dieses Wunderwerk noch übertreffen können? Dem Mann ist alles zuzutrauen!
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