Kundenrezensionen

15
4,2 von 5 Sternen
Magic Potion
Format: Audio CDÄndern
Preis:7,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. September 2006
Irgendwie muss man den Black Keys ja wohlgesonnen sein, allein schon deswegen, weil sie sich dem Blues verschrieben haben. Jene Richtung, die schon textlich tausend Tode gestorben ist und von Hip Hop und modernem R’n’B längst in die zweite Liga der Black Music verdrängt wurde.

Sie scheinen gut zu frühstücken, da oben in Ohio, schließlich besteht die Band aus lediglich sechs Augen, ein Brillengestell inklusive. Dan Auerbach und Patrick Carney produzieren einen so kraftvollen Sound, dass man die karge Besetzung glatt anzweifeln möchte. "Magic Potion" ist das vierte Album der Pianotasten, und erneut kommen die beiden nur mit E-Gitarre und Schlagzeug aus.

Die maßgeblichen Zutaten ihrer Frühstücksflocken sind reichlich Yardbirds, ein Schuss Led Zeppelin und oben drüber noch eine Menge Jimi Hendrix. Dies alles erwacht dann aber erst mit der typischen Black Keys-Leidenschaft zum Leben. Auerbachs rohe Stimme und der Lo-Fi-Sound - die perfekte Hülle für feinsten Urban-Blues, wohl am stärksten vertreten durch die Single "Your Touch". In seiner Verzweiflung verschluckt er die meisten Worte, doch sind sie auch nicht alle besonders wichtig; die Hauptaussage – "I need your touch" – kommt rüber und Sehnsucht, Verlangen und Begehren werden greifbar. Die Ballade "You’re The One" dagegen könnte, mit Orchester eingespielt, sogar 14jährige Verliebte zum ersten Knutschgelage treiben.

Wieder einmal zeigt eine Band, dass sie im falschen Jahrzehnt geboren wurde. Im Gegensatz zu den viel zitierten White Stripes verweilen die Black Keys auf der Blues-Schiene, biegen nie in die Garage ab und bleiben auf ihrer Wellenlänge. Bietet der Verlauf der Platte an sich kaum Abwechslung, so tut es das Genre, und das genügt auch. - Frank Schwalm -
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2008
... ähnelt sehr stark dem, was einen auf diesem Album erwartet.

Ich kenne diese Band erst seit einem knappen Jahr, hab auf LastFM zufällig "Just Got To Be" von eben diesem Album gehört, und mich sofort in diesen rohen, schmutzigen und himmlisch simplen Sound verliebt. Wochen später hatte ich dann darüber hinaus sowohl "Thickfreakness", als auch "Rubber Factory" in meinem Regal stehen, wobei mir besonders letzteres sehr imponiert. Wer die Radiergummifabrik kennt, der wird auf diesem Album, so meine einzige Kritik, ein bisschen die Unbeschwertheit, die Leichtigkeit der Songs vom Vorgängeralbum vermissen.

... und je weiter und intensiver der Dreck fliegt, desto größer das Leuchten in den Augen

Ein weiterer, weit verbreiteter Fehler ist es, die schwarzen Tasten mit den weißen Streifen zu vergleichen. Das sind einfach zwei verschiedene Sounds. Man stelle sich die beiden Bands mal kurz als Klopapier vor.

The White Stripes: Oh, ein hip gestreiftes Klopapier in den Orignalfarben Rot, Weiß und Schwarz. 5-lagig, aus 50% recycletem Papier. Es gibt einem bei der Benutzung jederzeit ein recht gutes Gefühl, auch wenn es teilweise schon fast zu soft, zu nachgiebig ist. Es macht das, was man erwartet. Nach der Benutzung wirft man es brav in die Schüssel, spült es runter, und nimmt wieder seine normalen Tätigkeiten auf.

The Black Keys: Autsch. Graues Klopapier mit rustikalen Noppen. Erinnert an ein runtergekommenes Motel (am besten in Akron, Ohio). 1-lagig, zerfleddert und zerrissen vom Vorgänger. Besteht aus 90% recycletem Papier, die restlichen 10% müssen wohl Sägespäne sein... Schon bei der ersten Benutztung "brennt" sich dieses rauhe Etwas ein. Es zwickt und beißt - und erfüllt komplett seinen Zweck. Mit dem Unterschied, das man dieses gewisse "Zwicken" auch noch einige Zeit nach der Benutztung an den bestimmten Stellen spürt. Und bei Gott - sollte man sich nicht die Nase damit putzen. Was ich damit sagen will:

... jeder, der auch nur einen Funken Blues im Blut hat, wird sich Augenblicklich in diesen rohen, urigen Sound der Keys verlieben, auch wenn deren Amps und Verstärker ein Zehntel derer der Stripes gekostet haben. Ein Schuss ins Herz, ein dickes saftiges Steak für die Seele. Der wahrlich nicht schlechte, aber lange nicht so ehrliche, teilweise auch überoptimierte und angepasste Sound der White Stripes bietet schlicht nicht so eine gute Identifikationsfigur wie "The Black Keys".

... und insgeheim hofft man, dass die nächste Pfütze noch tiefer, noch derber, noch viel schmutziger ist, auch wenn Mama das Wäschewaschen hasst.

Zum Album selbst. Keys typisch ist weiterhin der unglaublich füllende, dynamische Sound, wenn man bedenkt, dass hier eine 2-Mann Kapelle am Werk ist. Carney's Schlagzeugspiel gleicht einer alten, rostigen Dampflokomotive, deren Kufen scharf wie Rasierklingen sind und unaufhaltsam einen eingängigen Rhytmus nach vorne peitschen ("Your Touch"). Dan's Klampfenspiel hingegen personifiziert den alten, erfahrenen, rußigen, mit Narben und Verbrennungen gesegneten, Bourbonwhiskey-getränkten Lokführerfuchs, der genau weiß, wie und wann er sein Ungetüm auch mal sanfter anpacken muss (brilliant: "You're the One"). Dass sie zusammen unschlagbar sind, niemals zu spät kommen und immer genau da sind, wenn man sie braucht, weiß dabei ein jeder Fahrgast.

Fazit: 5 Sterne, absolut verdient, auch wenn imo "Rubber Factory" noch ein wenig besser ist. So roh, dreckig und dabei zutiefst ehrlich, wie es guter Bluesrock nur sein kann.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...geht es auf dem Black Keys Album -Magic Potion- zur Sache. Ich bin bei der Band aus Akron auf ihrem letzten Album -El Camino- eingestiegen und war begeistert. Zur Zeit zeigen Dan Auerbach und Patrick Carney was sie live zu bieten haben. Der Gig in Berlin am letzten Wochenende war dabei hochgelobt und umjubelt. Ehrlich, erdig, hart und ohne Schnörkel, das sind die Attribute, die The Black Keys auszeichnen. Da wunderte ich mich schon bei den Besprechungen, dass die Musik der Band mit den White Stripes verglichen wurde. Als ich jetzt jedoch das 2006er Album -Magic Potion- in den Player beförderte, verstand ich.

Der Opener -Just got to be- hört sich tatsächlich an, als ob die White Stripes zusammen mit Jimi Hendrix eine Platte gemacht hätten. Danach geht es mit -Your touch- ebenso kompromisslos weiter. Erst -Your the one- lässt ein wenig Zeit zum Luft holen. -Give your heart away- ist so bluesig, wie es ein Song nur sein kann. Bei -Strange Desire- und -Modern Times- kreischt und schrammelt sich Auerbachs Gitarre wie eine Kettensäge durch die Melodie, während Carney das Schlagzeug mit Macht bearbeitet. Ein Song wie -Goodbye Babylon- könnte direkt aus den Sechziger oder Siebzigern stammen. Bei -Black Door- wird es dann wieder ruppig und hart. Der Rausschmeißer -Elevator- beginnt mit einer übersteuerten Gitarre und landet dann sicher im Bluesrock-Fahrwasser der Black Keys.

Wer auf Bluesrock steht und es dabei auch gern eine Spur härter und lauter mag, der wird -Magic Potion- lieben. Nicht umsonst halten einige Fans dieses Album, für das beste der Black Keys. Mir persönlich war -Magic Potion- eine Spur zu hart und dabei nicht so abwechslungsreich wie -El Camino-. Aber sie wissen ja: Die Geschmäcker sind verschieden und am Ende müssen sie ohnehin selbst entscheiden, ob ihnen das gefällt oder nicht...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Oktober 2008
Eine Band, die mir bis dato völlig unbekannt war, bis ich auf theberrics.com davon hörte, hat es selten (vielleicht The Pixies) beziehungsweise noch nie geschafft, mir derart aggressive und nachhaltige Ohrwürmer einzupflanzen. Das haben die Black Keys in solcher Perfektion mit Magic Potion getan, dass sie für kurze Zeit alles andere in Obsoletion stellten. Filigrane Gitarrenriffs von Gitarrist Dan Auerbach gepaart mit den polymetrischen und unorthodoxen Rhythmen aus Patrick Carneys drumset erschaffen ein rundes Produkt, das sich nicht gerne in Schubladen stecken lässt, man mag es Bluesrock nennen wenn es sein muss. Vergleiche zu den White Stripes sind vielleicht strukturell möglich, allerdings wird sich der kontrastierende Stil der beiden Bands jedem Testhörer sehr schnell erschließen.
Magic Potion, ein Dauergast in meinem CD Player.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2012
...bin nun seit ca. zwei Wochen auf dem Black-Keys-Trip und seit Vorgestern höre ich die MAGIC POTION :)...in einer hier aufgeführten Rezension wird diese Scheibe als "Gitarren-Krach" betitelt...es ist alles andere als Krach...ich glaube schon behaupten zu können, dass wenn man eine Black Keys Scheibe bestellt, auch die Gitarre in Kauf nehmen muss, sie ist da und sie ist gigantisch...alles andere wäre, als wenn man sich ein Schnitzel bestellt und sich wundert das es nach Fleisch schmeckt...

Also nicht abschrecken lassen, was ihr zu hören bekommt ist absolute Spitze :)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 13. März 2012
Bin erst seit El Camino so richtig bei den Black Keys angekommen, aber war so begeistert das ich direkt mehrere Ablen bei amazon bestellt habe.
Magic Portion...was für ein Glücksgriff, dreckiger Gitarrensound, Blues, Rock...alles dabei. Kompromisslos...gut.
Ich liebe das Album, halte ich persönlich für das beste.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 22. Oktober 2011
Ich mache es kurz: Einfach super Musik! Tolle Scheibe, einmaliger Garagensound! Alle Daumen hoch.
P.S.: "Your touch" live in dem Plattenladen unbedingt auf Youtube ansehen!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 27. April 2013
Ach, das waren Zeiten, als The Black Keys noch im Keller ihre CDs aufgenommen haben. Obwohl mir auch die Studio-Alben sehr gut gefallen, ist auch diese CD top!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. September 2006
Wenn das kein Rock'n'Roll ist, was die Kollegen Auerbach und Carney da vorgelegt haben, dann hab ich noch nie welchen gehört. Ich persönlich finde das Album toppt sogar die Vorgänger, obwohl ich als Fat Possum Fan aufgrund des Labelwechsel da so meine Bedenken hatte. Ich befürchtete schon fast eine smoothe Major-Produktion, völlig zu unrecht, wie man schön im Booklet illustriert sieht. Genauso schön dreckig wie die Waschküche ist auch der Sound. Also Leute da gibt's bloß eine Empfehlung: kaufen!!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 9. Februar 2014
Genial einfach, einfach Genial. Schöne Mischung von Blues und Rock. Wer Gitarren mag sollte hier mal in Ruhe reinhören. Los geht's.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
El Camino
El Camino von The Black Keys (Audio CD - 2011)

Brothers
Brothers von The Black Keys (Audio CD - 2010)

Thickfreakness
Thickfreakness von The Black Keys (Audio CD - 2010)