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79
4,4 von 5 Sternen
Hooligans
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am 21. Juli 2009
ZUM INHALT DES FILMS (SPOILER-WARNUNG: Wer den Ausgang im Film sehen, aber hier nicht lesen will, sollte diese Rezension nicht lesen!)

Der Handlungsverlauf ist einfach und geradlinig; es gibt keine überraschenden Wendungen.

Der amerikanische Journalismus-Student Matt Buckner bekommt an der Elite-Universität Harvard von seinem Zimmergenossen (und Sohn eines reichen und einflussreichen Politikers) Jeremy van Holden kurz vor einer Drogenrazzia im Wohnheim dessen Drogen untergeschoben und wird zwangsweise exmatrikuliert. Mit 10.000 $ Schweigegeld des Täters in der Tasche reist er nach London, wo seine Schwester Shannon mit Steve Dunham, dem ehemaligen Anführer der gefürchteten Hooligan-Vereinigung GSE verheiratet ist. Die GSE, unter der Führung von Steves charismatischem Bruder Pete, sieht sich selbst als Fan-Vereinigung des Fußballclubs West Ham United und prügelt sich landauf und landab mit anderen Fan-Gruppen, Firmen genannt. Besonders groß ist die Rivalität zwischen der GSE und den Anhängern des Lokalrivalen Millwall, deren Anführer Tommy Hatcher noch eine persönliche Rechnung mit Steve Dunham zu begleichen hat: zehn Jahre zuvor wurde Tommys Sohn bei einer Auseinandersetzung zwischen Millwall- und West Ham-Hooligans getötet. Steve, der sich (trotz seiner persönlichen Unschuld) für den Tod des Kindes verantwortlich fühlt, zog sich darauf hin aus der Hooligan-Szene zurück, und Shannon sagte ihrem Mann klar und deutlich, dass sie ihn verlassen würde, wenn er noch einmal in die Szene zurückkehren sollte.

Pete weiht den Neuankömmling aus den Staaten in die Fußball-Kultur und auch -Subkultur ein, zunächst mit einer gewissen Portion Widerwillen und Herablassung, später dann immer herzlicher und vertrauensvoller. Dabei prägt er dem nach Orientierung, Vorbildern und Prinzipien im Leben suchenden Matt die Grundsätze der GSE ein: Weiche keinem Kampf aus, gib niemals auf und lasse vor allen Dingen niemals deine Kameraden im Stich. Matt entdeckt in sich eine Faszination für die gewalttätigen Auseinandersetzungen der sogenannten "dritten Halbzeit" und entwickelt sich zu einem respektablen Straßenkämpfer, der sich die Achtung seiner GSE-Kameraden im wahrsten Sinn des Wortes erkämpft.

Als jedoch durch einen Zufall herauskommt, dass Matt in den USA Journalismus studierte und beim Betreten des Verlagshauses einer großen Londoner Zeitung beobachtet wurde, misstrauen Matts neue Freunde dem vermeintlichen Spion und verdächtigen ihn nunmehr, als Undercover-Journalist gegen die Hooligan-Szene tätig zu sein. Nur Petes Bruder Steve hält noch zu ihm. Um die Situation zu entschärfen, bevor sie endgültig eskalieren kann, entschließt sich Steve, der ehemalige GSE-Anführer, Matt zu unterstützen und während eines Treffens im Vereinslokal der GSE seinen Bruder Pete und die übrigen Mitglieder von Matts Unschuld zu überzeugen.

Doch es ist bereits zu spät. Bovver, ein enger Vertrauter Petes, ist eifersüchtig auf Matt und glaubt nun, die Stunde der Rache an dem "Yankee-Emporkömmling" sei gekommen. Um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen, verrät er Ort und Zeit des Treffpunkts seiner Kameraden an die rivalisierenden Millwall-Hooligans und ihren nach Rache dürstenden Anführer Tommy Hatcher. Beim Überfall der Millwall-Hooligans wird Steve von Tommy lebensgefährlich am Hals verletzt und für sterbend liegen gelassen. Die GSE bringt ihren ehemaligen Anführer eilig ins Krankenhaus, wo sein Leben gerettet werden kann. Auch wenn Shannon ihren Mann besucht und froh ist, dass er überleben wird, so teilt sie ihm jedoch mit, dass sie mit dem gemeinsamen Kind zu ihren Eltern nach Amerika zurückkehren wird.

Der weilen ist es Pete und den übrigen GSE-Mitgliedern klar geworden, dass nicht Matt, sondern Bovver der Verräter ist. Bovver wird von Pete aus der GSE verstoßen. (Dass er bereits am nächsten Tag schon Vergebung findet, als er sich mutig in den Kampf gegen die Millwall-Fans stürzt, ist eine andere Geschichte.) Dann arrangiert Pete für den nächsten Tag einen Entscheidungskampf zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen der GSE und der Millwall-Hooligans.

Gegen Petes Willen schließt sich auch Matt der GSE zur Hilfe im vermeintlich "letzten Gefecht" an. Während der Auseinandersetzung, die von beiden Seiten mit hasserfüllter Brutalität ausgetragen wird, wird Pete von Tommy Hatcher schwer verletzt. Dann eskaliert die Situation endgültig, als Matts Schwester mit ihrem Kind eintrifft, um ihren Bruder abzuholen und mit in die USA zu nehmen. Tommy, noch immer vom Gedanken an Blutrache für seinen Sohn beseelt, versucht, sich Shannons und des Kindes zu bemächtigen, doch Pete stellt sich Tommy in den Weg und provoziert ihn solange, bis Tommy vollends die Beherrschung verliert, sich auf den verletzten Anführer der GSE stürzt und ihn zu Tode prügelt noch ehe jemand eingreifen kann.

Shannon und Matt kehren in die USA zurück, wo Matt auf einer Restaurant-Toilette seinen ehemaligen Zimmergenossen beim Koksen erwischt und ihm bezüglich der damaligen Drogengeschichte ein Geständnis entlockt, das er heimlich aufzeichnet und als "Rückfahrkarte nach Harvard" benutzen will. Als der Erpresste versucht, Matt das Diktiergerät mit Gewalt abzunehmen, begnügt sich Matt damit, den Angriff abzuwehren statt den Angreifer "aufzumischen," wie er es während der "dritten Halbzeit" in England oft genug tat. Mit der Hymne von West Ham United auf den Lippen spaziert Matt die Straße hinunter...

KRITIK AM FILM

Was mir gefallen hat:

+ die Atmosphäre der englischen Fußball-Kultur und -Subkultur, ihre Vorstellungen, ihr Verhaltenskodex, wie sie bis in die 1990er galten, werden m. E. recht authentisch dargestellt.

+ die beiden Hauptcharaktere sind in der Art ihrer Darstellung glaubwürdig und haben genügend Tiefgang.

+ die soziale Struktur englischer Hooligan-Gruppierungen wurde m. E. sehr gut berücksichtigt. Es ist ja eben das Erschreckende an dieser Subkultur der Gewalt, dass sich in ihr durchaus nicht nur der gesellschaftliche Bodensatz wiederfindet, sondern auch beruflich erfolgreiche Menschen. Dies gilt umso mehr, je höher diese Leute in der Hooligan-Hierarchie stehen.

+ filmisch wurden vor allem die Kampfszenen extrem realistisch dargestellt. Da prügelt man nicht, wie in vielen Spielfilmen, stundenlang aufeinander ein und kann dann noch ganz normal laufen, sondern da bleibt man nach ein paar Schlägen auf den Kopf auch am Boden liegen, trägt blutende Wunden und Blutergüsse davon, da benötigt man mit einer schweren Verletzung auch tatsächlich ärztliche Hilfe und sogar sterben kann man, wenn man zu hart geschlagen oder getreten wird. In ihrem Realismus halte ich die Kampfszenen für deutlich gelungener als z. B. die in dem Film "Gangs of New York."
Wer meint, die äußerst brutale Schlägerei zwischen den Millwall-Hooligans und der GSE sei "eine typische Hollywood-Übertreibung", der sei darauf hingewiesen, dass die Realität noch viel dramatischere Drehbücher schreibt: Bei der Tragödie im Brüsseler Heysel-Stadion am 29.05.1985 verursachten Hooligans des Liverpool FC den Tod von insgesamt 39 Menschen: die meisten Opfer waren Fans von Juventus Turin.

+ Charlie Hunnam ist der schauspielerische Lichtblick des Films. Er spielt nicht den charismatischen Anführer der GSE; man hat den Eindruck, er IST ganz einfach der Anführer der GSE. Elijah Wood mag als Schauspieler bekannter sein, aber in "Green Street Hooligans" spielt Charlie Hunnam ihn glatt an die Wand. Und er ist ein Charakter mit Tiefgang, beileibe kein dummer Raufbold. Von Beruf ist der von Hunnan verkörperte Pete Dunham ein bei seinen Schülern beliebter Geschichts- und Sportlehrer, im gesellschaftlichen Umgang mit seinen Mitmenschen (außerhalb der "dritten Halbzeit") höflich und zuvorkommend, ein wenig lässig im Umgang mit Geld, aber insgesamt jemand, den man gerne zum Freund hat, der Typ "dufter Kumpel" halt. Zieht er dagegen mit den übrigen Hooligans von der GSE los, verwandelt sich Pete in einen gewalttätigen, zu jeder Brutalität fähigen Schläger. Eine erschreckende und durchaus glaubwürdig gezeigte Wandlung, die übrigens in beide Richtungen funktioniert. Nachdem alle Gegner krankenhausreif geprügelt und die eigenen Wunden versorgt wurden, ist Pete wieder der liebenswerte und charmante Lehrer von nebenan - sozusagen Dr. Jekyll und Mr. Hyde, bloß ohne den Zaubertrank.

+ Der Film glorifiziert Gewalt nicht, und auch nicht das Dasein als Hooligan. Es geht wohl eher darum, "Gewalt" in ihren diversen Erscheinungs- und Steigerungsformen zu zeigen:

1. Institutionelle Gewalt: Matt wird exmatrikuliert, weil man in seinem Kleiderschrank Drogen gefunden hat. Ein Angehöriger der Campus-Polizei ist anwesend, als Matt seine Sachen packen muss. Diese Art von Gewalt ist genau reglementiert und gilt als einzige gesellschaftlich voll umfänglich akzeptierte Form der Gewalt.

2. Informelle Gewalt (Nötigung/Erpressung): Matt wird von Jeremy van Holden mit Geld und dem unmissverständlichen Hinweis auf die politisch wie wirtschaftlich mächtige Familie van Holden dazu genötigt, auf eine detaillierte Untersuchung und Aufklärung des Falls zu verzichten und still und leise aus Havard abzureisen. Diese Form der Gewalt ist illegal, aber praktisch nur schwer nachzuweisen. Sie ist viel häufiger als man gemeinhin glaubt.

3. Einsatz körperlicher Überlegenheit: Vor dem Besuch des ersten gemeinsamen Fußballspiels demonstriert Pete Matt sehr eindrucksvoll seine körperliche Überlegenheit. Wie beim institutionalisierten Kampfsport eine Art von Gewalt, die solange akzeptiert wird, wie es zu keinen schweren Unfällen kommt.

4. Einsatz körperlicher Gewalt zur Selbstverteidigung und aus Nothilfe: Matt wird auf dem Heimweg vom Stadion von gegnerischen Fans überfallen; Pete und seine Kollegen eilen zur Hilfe. Zum ersten Mal in seinem Leben setzt Matt körperliche Gewalt ein, wenn auch nur zur Verteidigung.

5. Einsatz körperlicher Gewalt "aus Spaß", aber nach gewissen Regeln: Bei den Prügeleien während der "dritten Halbzeit" wird körperliche Gewalt regelrecht zelebriert. Hier wird Gewalt natürlich zur illegalen Körperverletzung; das Risiko, dass Menschen schwer verletzt oder sogar getötet werden, wird bewusst ausgeblendet und verdrängt.

6. Einsatz körperlicher Gewalt aus Hass und Rache: Eine völlig neue Dimension erreicht die Gewalt in den beiden Szenen, als die Millwall-Hooligans die Kneipe der GSE überfallen und als sich die Millwall- und die West Ham-Hooligans zum Kampf auf freiem Feld treffen: hier gelangen auch unmittelbar tödliche Waffen wie Molotow-Cocktails, abgebrochene Flaschen und stählerne Teleskop-Schlagstöcke zum Einsatz. Hier werden alle von den Hooligans selbst gegebenen Regeln gebrochen: es wird nicht mehr gekämpft, um die eigene Überlegenheit zu demonstrieren, sondern um den Gegner schwer zu verletzen und sogar zu töten. Auch vor völlig Unbeteiligten wird dabei nicht mehr Halt gemacht. Hier wird nun endgültig die Grenze von der Körperverletzung zu den Tötungsdelikten (Totschlag und Mord) überschritten.

Interessant ist, dass Matt am Ende des Films nicht etwa zu körperlicher, sondern zu informeller Gewalt (Nötigung) greift, um Ex-Kommilitone van Holden davon zu "überzeugen", Matts Rehabilitierung in Harvard nicht im Wege zu stehen. Als van Holden verzweifelt versucht, Matt das Beweismittel mit Gewalt wegzunehmen, greift Matt zum Mittel der Demonstration körperlicher Überlegenheit. Er hätte van Holden mit Leichtigkeit krankenhausreif prügeln können, weiß aber, dass die Beweise gegen seinen ehemaligen Kommilitonen nur solange als Druckmittel zu gebrauchen sind, wie man ihm selbst kein Verbrechen zur Last legen kann.

Man kann durchaus sagen, dass ein Lernprozess stattgefunden hat: Am Anfang war Matt ein Feigling, der jeden Kampf schon aufgab noch bevor er überhaupt angefangen hatte. Dann lernte er, sich im Straßenkampf zu wehren, nicht aufzugeben und auch, für seine Kollegen einzustehen und sich seinerseits auf diese zu verlassen. Durch Steves schwere Verletzung und Petes Tod wurde ihm allerdings auch klar, dass der Einsatz körperlicher Gewalt nicht die allzeit beste Lösung darstellt.
Matt hat also gelernt, sich zur Wehr zu setzen (was er vor seinem England-Aufenthalt nicht tat), dabei aber die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu wahren (was er während seiner Hooligans-"Karriere" nicht tat).

Was mit nicht gefallen hat:

- die deutsche Synchronisierung ist einfach miserabel, denn der größte Teil der "Eastend-Atmosphäre" geht dabei unter. Und wer ist bloß auf die Schnapsidee gekommen, die melancholische Hymne des West Ham United FC durch ein erbärmliches Gegröle von "arbeitsscheu und trinkfest" zu ersetzen? "I'm forever blowing bubbles" ist der "dienstälteste" und wohl auch berühmteste Stadiongesang der Welt und fast schon als Bestandteil einer globalen Fußball-Kultur zu bezeichnen.
Hier kann man nur dringend empfehlen, den Film nach Möglichkeit auf Englisch zu sehen, ggf. mit deutschen Untertiteln.

- außer den beiden Hauptdarstellern wirken die anderen Charaktere im Film etwas zu zweidimensional. Vor allem Marc Warren enttäuscht; ihm nimmt man nicht ab, dass er den ehemaligen GSE-Anführer Steve "the Major" Dunham darstellt, der quasi schon zu Lebzeiten zur Legende wurde. Und während drei Vierteln des Films findet Claire Forlani als Steves Frau Shannon überhaupt nicht statt, obwohl sie eigentlich eine wichtige, eine tragende Rolle zu spielen hat. Doch sie bleibt ziemlich blass und ohne echtes Profil.

- die Haltung des Films zum Thema Gewalt. Zu einseitig und zu unkritisch wird hier m. E. mit dem Thema Gewalt als Mittel der Konfliktlösung umgegangen. Einem Jugendlichen, der noch keine klare Orientierung hat, sollte man einen solchen Film nicht ohne entsprechende Erklärungen zeigen, auch wenn er das 16. Lebensjahr schon vollendet hat. Als "Botschaft" aus dem Film nimmt ein unbedarfter Zuschauer mit, dass es durchaus in Ordnung ist, seine Gegner "um der Ehre willen" oder "um die Kameraden zu schützen" zu Brei zu schlagen, solange man nicht tötet. "Stand your ground" ist als Haupt-Botschaft für einen Film von 104 Minuten Spielzeit zu wenig. Trotzdem ist der im Film gezeigten Umgang mit brutaler Gewalt m. E. nicht als gewaltverherrlichend zu bezeichnen.

Insgesamt kann ich den Film aufgrund seines authentischem Londoner Eastend-Lokalkolorit, der realistischen Action und trotz seiner inhaltlichen und schauspielerischen Schwächen charakterlich gefestigten Zuschauern durchaus empfehlen und vergebe vier Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 25. August 2011
Der junge Matt Buckner (Elijah Wood) studiert in der Eliteuniversität Harvard Journalismus und teilt mit seinem Kommilitonen Jeremy van Holden (Terence Jay) ein Zimmer.
Der stammt aus gutem Hause und seine Familie verfügt über Kontakte im ganzen Land, daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Matt sich nicht zur Wehr setzt, als in seinem Schrank Kokain, das von Jeremy dort versteckt wurde, gefunden wird.
Er wird mit 10.000 Dollar Schweigegeld abgespeist und fliegt von der Schule.
Mit diesem Geld fliegt er zu seiner Schwester Shannon (Claire Forlani), die in London lebt. Dort trifft er auch zum ersten Mal seinen Schwager Steve Dunham (Marc Warren) und dessen jüngeren Bruder Pete (Charlie Hunnam).
Da Matt ziemlich überraschend zu Besuch kam und Steve mit Shannon an diesem Abend ein Musical besuchen, fällt Pete die Rolle zu, sich um seinen amerikanischen Schwager zu kümmern.
Pete ist begeisterter Fußballfan und nimmt den Ami eher zähneknirschend mit. Er geht mit ihm zu seinem Pub der GSE, der Green Street Elite, einer landesweit bekannten Hooligangruppierung seines Vereins West Ham United und so kommt Matt zu seinem ersten Stadionbesuch. Sehr schnell wird aus dem Interesse am "Soccer" ein neuer Fußballfreak, aber auch die Kameradschaft unter der Gruppe und deren Zusammenhalt faszinieren Matt. Nach seiner ersten Teilnahme an einer Schlägerei ist er bei "der Firma" integriert. lediglich Bower (Leo Gregory) mag den Neuling nicht besonders.
Sehr stark wird die langjährige Feindschaft mit der Hooligangruppe des FC Millwall gepflegt, der dortige Anführer Tommy Hatcher (Geoff Bell) hat gar in einem dieser Konkurrenzkämpfe seinen 12jährigen Sohn verloren.
Und das Schicksal will es, dass nach vielen Monaten endlich wieder ein Spiel zwischen dem FC Millwall und West Ham United ausgetragen wird...
Lexi Alexander drehte "Hooligans" im Jahr 2005. Dabei darf man keinen sehr kritischen Film über die gewaltbereiten und aggressiven Gruppierungen erwarten, jedoch einen sehr spannenden und straff inszenierten Genrefilm.
Auch Elijah Wood gelingt es, sich erfolgreich gegen sein "Frodo" Image aufzulehnen und sehr schnell ist aufgrund seiner guten, glaubwürdigen Leistung Mittelerde vergessen und der raue, selbstgewollte Kampf der Straße ist entbrannt.
Sehr gut dargestellt ist auch die Figur von Pete durch Charlie Hunnam, der im Laufe des Films immer mehr bürgerliche Konturen erhält und es mich als Zuschauer dann schon überrascht, dass dieser junge, sympathische Lehrer in der Freizeit diesen brutalen Ausgleich sucht und auch nicht den Sinn und Zweck dieser aufgesetzten Männlichkeitsrituale hinterfragt.
Die Botschaft, die der Film dann aber am Ende suggeriert, sollte man auch nicht ernsthaft deuten wollen, hier haben die Genregesetze gegenüber der kritischen Distanz gesiegt.
Aber spannend war das Ganze trotzdem....
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. August 2007
Der Film zählt zu meinen absoluten Lieblingstiteln in meiner Sammlung, und das aus mehreren Gründen. Wie hier schon mehrfach angesprochen wurde sind die Schauspieler und deren Leistung erste Klasse, was für einen relativ unbekannten (zumindest meiner Erfahrung nach) Film alles andere als selbstverständlich ist. Alle Charaktere wirken genau so, wie sie sollen, insbesondere mit dem Hauptcharakter Matt, der exakt so herüberkommt, wie es die Regisseurin im Making-Of betont. Mein persönlicher Charakterfavorit ist aber der von Charlie Hunnam gespielte Pete, der zuerst die Rolle des oberflächlichen Schlägers innehat, später jedoch zeigt, dass mehr dahinterstecken kann als es den Anschein hat - wie im richtigen Leben eben.
Die Gewaltdarstellung ist weder unter- noch übertrieben, das passende Word ist sicherlich 'interessant'. Selbst friedlichere Naturen dürften Gefallen an diesem Film finden, da die Gewalt gleichzeitig im Verdergrund steht, aber nicht allgegenwärtig ist. Die letzten Szenen, über die jetzt nichts verraten werden soll, sind meine persönlichen Lieblingsszenen, da sie alles verkörpern, was den Film ausmacht und einem gleichzeitig die starken Bande verdeutlicht, die die GSE ausmachen.

Das Gewalt nicht für alles die Lösung sein kann ist klar, das ist allerdings keine Ausrede, um diesen Film nicht zu sehen. Ein vorbildliches Storytelling und die exzellente Charakterbesetzung machen den Film wieder und wieder zu einem Film, den man dem Rest der DVD-Sammlung vorzieht.
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am 21. Oktober 2013
Zugegeben, ich habe mir diesen Film gekauft, wegen Charlie Hunnam, den ich echt super finde. Was ich nicht erwartet habe, war ein Film, der mich gefesselt hat und zugleich berührte. Zu Hooligans mag man stehen wie man will, aber der Film zeigt eine Gruppe Menschen, die fest zusammenhalten und miteinander durch dick und dünn gehen. Explizit die Freundschaft der beiden unterschiedlichen jungen Männer, die sich stetig entwickelt und festigt, hat mich sehr berührt.
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am 5. Juli 2012
Hooligans ist und bleibt das Vorbild für alle Filme dieses "Genres". Klasse und glaubhafte Charaktere, intensive Kampfszenen und eine recht gute und hintergründige Story machen diesen Film zur klaren Nummer 1.
Der heimliche Star dieses Films ist für mich weder Elijah Wood noch Charlie Hunnam, sondern Leo Gregory in der Rolle von "Bovver". Schön geisteskrank, verlogen und draufgängerisch, das verleiht dem Film eine besonders gute Note.
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. November 2012
Obwohl ich Gewalt zutiefst verabscheue (erst recht wenn der Auslöser etwas so Nebensächliches wie die Anhängerschaft zu einem Fußballverein ist), hat mich dieser Film extrem in seinen Bann gezogen.

Hier werden die einzelnen Figuren sehr gut herausgearbeitet und dargestellt, dass Hooligans keine Prekariatsangehörigen mit der Intelligenz einer Kartoffel sind, sondern dass sie durchaus ganz bürgerliche Berufe haben. So sehen wir in einer genial gemachten Montage die Jungs an ihren Arbeitsplätzen die Auslosung von Spielpaaren beobachten: Der Werkstattmeister ist ebenso vertreten wie der Lehrer, ein Telefon-Hotline-Mitarbeiter ebenso wie der Steward einer Fluglinie. Also augenscheinlich ganz normale Jungs, die sich am Wochenende gerne aufs übelste prügeln.
Diese Darstellung dürfte - soweit ich das als komplett Außenstehender beurteilen kann - der Realität entsprechen (auch wenn man sich beim Film fragt, wie wohl der Arbeitgeber reagiert, wenn der Steward montags mit Veilchen die Fluggäste bedient).

Insgesamt ist dieser Film von einer unglaublichen Dichte gekennzeichnet. Die schauspielerischen Leistungen sind ebenso wie die Regie herausragend, so dass ein bedrückendes Zeugnis einer - gottlob kurzen - Hooligan-Karriere entsteht. Insbesondere das - Achtung, Spoiler! - Happy-End hat absolut nichts Kitschiges, sondern stellt dar, wie die Hauptfigur einer anderen Figur, die ihr früher extrem geschadet hat, zunächst nach erlernter Hooligan-Manier ein paar "auf die Zwölf geben" will, dann aber davon Abstand nimmt und die damalige Ungerechtigkeit lieber dadurch auflöst, dass er das Gespräch mit seinem ehemaligen Zimmergenossen per Diktiergerät auf Band aufzeichnet.

Durch diesen Schluss kann ich mich auch nicht dem Urteil anschließen, dass der Film Gewalt verherrliche. Die Hauptfigur schwört zum Schluss deutlich der Gewalt ab - und selbst der vielzitierte "Major", die ehemalige Führungs- und immer noch Vorbildfigur der Hooligans, hat sein Gewalttäterleben für Frau und Kind drangegeben.

Auf jeden Fall fünf dicke Sterne für diese filmische und schauspielerische Meisterleistung!
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am 15. November 2013
Ein kleiner Ausflug in die Szene der Hooligans gefällig? - Dann diesen Film anschauen! Er ist so echt und man ist so nah dabei und dazu kommt noch eine Familiengeschichte des Hauptcharakters mit dem man durch den Film geht und alles entdeckt.
Schonungslos und brutal und super gedreht!!! Tolle Schauspieler - Elijah Wood ist die perfekte Besetzung hierfür.
Ein ganz super Film.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juni 2010
Der Film ist zwar sehr gut, aber die DVD einfach miserabel verarbeitet.
Wenn man die englische Tonspur wählt sind die deutschen Untertitel NICHT ausblendbar...

Gerade bei diesem Film halte ich es für sehr wichtig, ihn auf Englisch sehen zu können - habe mir auch nur deswegen die DVD gekauft....leider versaut einem der deutsche Untertitel den ganzen Film.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. November 2006
Dieser Film lässt uns in eine Welt blicken von der wir zwar wissen, dass es sie gibt, jedoch haben die meisten nie mit ihr zu tun.
Es geht um die Welt der Hooligans, was der Titel schon vermuten lässt, um deren Menschen, deren Angehörige und um die Wut, die sie in sich tragen.
Man bekommt einen genauen Einblick darin, was sie fühlen und warum sie manche Dinge tun. Es ist eine düstere und traurige Geschichte, welche zugleich mit Liebe erfüllt ist.
Elijah Wood spielt einen amerikanischen jungen Mann, welcher zu seiner Schwester nach England zieht, nachdem er von der Uni geschmissen wurde. Dort lernt er die Welt der Hooligans kennen und verliert sich gar in ihr. Doch er muss erkennen, dass es auf Dauer nicht so weitergehen kann.
Elijah Wood und Claire Forlani spielen das gesplitterte Geschwisterpaar sehr überzeugend und bringen deren Ängste und Hoffnungen sehr glaubwürdig rüber.
Dieses Drama ist von der ersten bis zu letzten Minuten packend.
Ich kann es nur empfehlen und wünsche viel Spaß beim Schauen!
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am 25. Februar 2013
Dieser "Fußballfilm" erzählt eine Geschichte ganz abseits von Sommermärchen und Co., denn wie der Titel schon richtige vermuten lässt geht es hier eher um die unschönen Seiten des Profifußballs.

Auf recht schonungslose und brutale Weise erzählt der Film die Geschichte eines sanftmütigen amerikanischen Studenten welcher der Faszination der englischen Hooliganszene erliegt.

Doch auch Abseits der zahlreichen, ziemlich real wirkenden, Kämpfe nimmt sich der Film auch Zeit für die ruhigen Momente. Die Hooligans werden nicht als dumme ungebildete Raufbolde poträtiert sondern als ganz gewöhnliche Menschen in ganz gewöhnlichen Jobs. So wirken sämtliche Chraktere glaubwürdig und interessant. Besonders beeindruckt war ich von der Leistung Elijah Woods der den Wandeln vom schüchternen Studenten zum Hooligan glaubwürdig verkörpert und so den Zuschauer in seinen Bann zieht.

Doch nicht nur die Bildsprache und Handlung dieses Films hat mich beeindruckt, sondern auch die gelungene musikalische Untermalung. Besonders der Song (One Blood) der das bewegende Finale des Films begleitet ist wohl einer der besten Filmsongs überhaupt. Wer bei dieser Szene und dem Song keine Gänsehaut bekommt ist wohl nicht mehr zu helfen.

Nach Möglichkeit empfehle ich den Film im englischen Original anzuschauen, denn dann wirkt er um ein vielfaches authentischer. Doch auch die deutsche Synchro ist in meinen Augen durchaus gelungen.
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