Kundenrezensionen

99
4,6 von 5 Sternen
Thank you for smoking
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2009
"Thank you for Smoking" ist eine grandiose Satire mit beißendem Witz und einem sensationellen Darsteller, der uns wunderbar Anschauungsunterricht in Sachen "moralische Flexibiltät" gibt.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Christopher Buckley und handelt von einen Mann, mit einem außergewöhnlichen Job: Nick Naylor (Aaron Eckhart) arbeitet für die Tabakindustrie und muss dafür sorgen, dass deren dauergefährdetes Image keinen Schaden nimmt. Mit viel Wortgewandheit und Überzeugungskraft schafft er es, sich aus jeder Krise herauszureden. Nebenbei muss er sich auch noch um die Erziehung seines Sohnes kümmern, was sich als nicht leicht herausstellt. Denn wie soll jemand, der die Menschen von der Unschädlichkeit des Rauchens überzeugen soll, ein gutes Vorbild für ein Kind sein?

Als absolut genial kann man die One-Man-Show von Aaron Eckhart bezeichnen. Sein gutes komödiantisches Timing und sein charmantes Auftreten sind in diesem Film wirklich perfekt aufgehoben. Gepaart wird das ganze mit einer süffisanten Erzählerstimme. Aber auch die Nebendarsteller machen ihre Sache gut, allenvoran Cameron Bright, der Nick Naylors Sohn spielt. Auch William H. Macy, als Senator Finistirre und Naylors Gegenspieler, sorgt für Freude. Dabei gehört er doch eigentlich zu den "Guten", aber auch ihn spielt Naylor bravurös an die Wand, so dass man die Tabakindustrie schon fast wieder gern hat ;o)

Fazit:
"Thank you for Smoking" sprießt nur so vor schwarzhumorigen, satirischen Wortwitz und ist dazu politisch absolut inkorrekt. Der Film unterhält durchgehend prächtig - ein lustiger, außergewöhnlicher Film der absolut sehenswert ist - 5 Sterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. April 2011
Ich hab schon viele Filme gesehen und muss sagen das mich bis jetzt kein anderer so beeindruckt hat wie dieser. Ich hab immer gedacht das schwarzer Humor was mit schlechten Manieren zu tun hat, doch der Film hat mich in diesem Punkt doch belehrt. Was ich an diesem Film auch gut finde ist: das er sich auf keiner der beiden Seiten stellt. Und so bleibt dem Zuschauer nichts anderes übrig als selbst darüber nachzudenken, was ich sehr Genial finde. Aber in dem Film ist das Rauchen eigentlich nur Mittel zum Zweck um dem Zuschauer eins zu sagen: FANG SELBST AN ZU DENKEN!". Der Film stellt einfach alles in Frage: Loyalität, Solidarität, Moral und natürlich die Gesundheitsfanatiker wie auch die Raucher. So weiß der Zuschauer eigentlich gar nicht mehr was er glauben oder denken soll.

Unterm Strich bleibt ein PERFEKTER Film wo eigentlich keine Szene so abgedroschen wirkt, und wenn dann ist das gewollt. Jeder der Gern über Filme nachdenkt und darüber reden will und der keine Abscheu dem schwarzen Humor gegenüber hat, der sollte sich den Film unbedingt angucken. Ich war begeistert und gleichzeitig enttäuscht das der Film nie so Publik wurde und das ich ihn erst nach 6 Jahren von einer fremden Person Empfohlen bekommen habe.
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Februar 2007
Die Inhaltsangabe auf der Rückseite der DVD-Hülle endet mit dem Satz: Eine teerschwarze Satire und bitterböse Abrechnung mit den Machenschaften der Tabakindustrie!

Falsch! Ganz so einfach ist es nämlich nicht. Es geht hier vielmehr um das Problem des Lobbyismus überhaupt. Der Film zeigt auf brillante Weise, dass "jede" Seite skrupellos in die gewünschte Richtung "argumentiert" und dabei zu Fundamentalradikalismus neigt. Insofern ist es völlig gleichgültig, ob es ums Rauchen, Alkohol, Schusswaffen oder - das neue Betätigungsfeld der Hauptfigur am Schluss des Films - um (vermeintlich!) krebserzeugende Handystrahlung geht.

Satirische Glanzpunkte sind Momente wie dieser, in dem es heißt, Humphrey Bogart, Bette Davies und andere permanent rauchende Hollywoodgiganten würden heutzutage in ihrer Vorbildfunktion keinesfalls mehr im Film rauchen. Klar - und Marlon Brando hätte heute Solarzellen auf dem Dach seines Südseedomizils und statt den Oscar abzulehnen, ein vergoldetes Windrad entgegen genommen!

Fazit: Wer die politisch korrekten Schwarz-Weiß-Kategorien gründlich satt hat, wird sich mit diesem Film in jedem Fall prächtig amüsieren.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Vielleicht hat Premierminister Benjamin Disraeli diese klugen Worte niemals geäußert - die einen sagen so, die anderen so. Womit wir ebenfalls wieder beim Thema wären: "Thank You for Smoking", ein filmisches Meisterstück von Jason Reitman aus dem Jahre 2005, zeigt uns, daß man so ziemlich alles beweisen kann, wenn man in der Kunst des Argumentierens geschult ist und unter nicht allzu großen Skrupeln leidet.

Nick Naylor (Aaron Eckhart) ist Lobbyist der Tabakindustrie, und seine Hauptaufgabe ist es, die von Ärzten und Politikern geschürten Befürchtungen, nach denen Rauchen die Gesundheit ruiniert, rhetorisch geschickt zu widerlegen, gleichsam Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Und sein Feuer ist brillant, denn eigentlich - so sollte man meinen - ficht er doch auf verlorenem Posten, denn wer zieht eigentlich noch die verheerenden Folgen übermäßigen Tabakkonsums in Zweifel? Und doch gelingt es Naylor immer wieder, durch (psycho)logische Winkelzüge die so sicher geglaubten Binsenweisheiten arg tonfüßig erscheinen zu lassen. Welchen abgrundtiefen Zynismus er dabei anwendet, wird dem Zuschauer recht schnell deutlich, wenn er miterleben darf, wie der aalglatte Lobbyist in einer Talkshow, in der er anfangs noch alle Anwesenden gegen sich hat, einen krebskranken Jugendlichen geschickt für sich vereinnahmt. Naylors alltägliche Lügen und Logikmanöver rechtfertigt er vor sich und seinen Vertrauten damit, daß er doch ein Haus abzubezahlen habe, in dem nun allerdings seine geschiedene Frau mit ihrem neuen Lover wohne. Ein wenig zu sicher fühlt er sich gleichwohl, denn allzu vertrauensselig plaudert er über seine Prinzipien - oder vielmehr deren Mangel - mit der jungen Journalistin Heather Holloway (Katie Holmes), die sich seine Offenheit ganz einfach erschläft und dann einen vernichtenden Artikel über ihn schreibt, weil ja auch sie ein Haus abzubezahlen hat. Zu allem Überfluß steht auch noch eine Anhörung mit dem überzeugten Anti-Raucher Senator Ortolan Finistirre (William H. Macy, den wir aus "Fargo" als glücklosen Ränkeschmied kennen) an, und außerdem erhält er von unbekannten Aktivisten Morddrohungen.

Eine Handlung im klassischen Sinne hat dieser hervorragende Film eigentlich nicht, und doch langweilt er keine einzige Minute, denn zu geschickt wird unser bisheriges Denken über die Unsitte - oder die Kulturtechnik - des Rauchens ins Wanken gebracht. Senator Finistirre beispielsweise ist der eigentliche Unsympath der Non-Story: Selbstzufrieden, aber beseelt von seiner Mission, das Rauchen zu verbannen, kommt auch er als übler Zyniker daher, etwa wenn er seinem Untergebenen erklärt, daß man, wenn man krebskranke Jugendliche als warnende Beispiele gegen das Rauchen in Talkshows holt, man darauf achten müsse, daß diese nicht mehr richtig sprechen können und auf jeden Fall im Rollstuhl sitzen. Da fragt man sich doch sofort, inwieweit es gerechtfertigt ist, Einzelschicksale für die gute Sache medienwirksam zu instrumentalisieren - wie dies ja auch Michael Moore schon oft tat. Völlig absurd tritt Finistirre dann gegen Ende des Filmes auf, als er fordert, aus alten Filmklassikern die Zigaretten herauszutricksen, und auf die Frage der Journalistin, ob man damit denn nicht die Vergangenheit verändere, erwidert, nein, man v e r b e s s e r e sie lediglich (es folgen dann auch ein paar nett entstellte klassische Filmbilder). Big Brother und Minitru lassen hier übrigens grüßen.

Wie ein echter Diamant, so hat auch "Thank You for Smoking" jede Menge kleiner Schliffe, in denen sich das Licht der Erkenntnis spiegelt. Achten Sie einmal auf die Lamellen vor den Fenstern von Naylors Boß. Na, wie sehen die aus? Auch die Namen der Akteure sind ziemlich klug gewählt. "Naylor" könnte beispielsweise eine Anspielung auf (Sarg)nägel sein, und Finistirre ruft den alten Lateiner auf den Plan und klingt gleichzeitig ein wenig wie unser deutsches Wort "finster". Auch der Name "Holloway" paßt, denn am Ende steht die Journalistin ziemlich blöde da ...

Dann gibt es jede Menge Arabesken, wie beispielsweise die Episode, in der Naylor dem inzwischen an Krebs erkrankten Malboroughmann (Sam Elliott - brillant) ein Bestechungsgeld überbringen muß. Wie er das tut und dabei den aufrechten Cowboy korrumpiert, bereitete mir wirklich diebisches Vergnügen. Sam Elliott, ganz der ehrliche und gerade Westerner, den er stets spielt, wollte übrigens nicht, daß seine Figur das Geld annimmt, aber so, wie der Film ist, ist er schon passender. Auch Hollywood bekommt sein Fett weg, wenn Naylor die Möglichkeiten auslotet, Schauspieler - auch die Helden, nicht nur RAVs, d.h. "Russen, Araber und Verbrecher" - in Filmen wieder mehr rauchen zu lassen.

Ein weiteres Bonbon sind die Abendessen von Naylor und zwei anderen Lobbyisten, die die Waffen- und die Alkoholindustrie vertreten; absurd wird es, wenn die zwei Männer und die Dame sich um die zweifelhafte Ehre streiten, die Industrie zu vertreten, die die meisten jährlichen Todesopfer verursacht, und der Waffenlobbyist abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt.

Trotz seines Zynismus ist Naylor eigentlich kein unsympathischer Charakter, denn er bemüht sich redlich - nein, redlich wohl nicht -, seinem heranwachsenden Sohn (Cameron Bright) ein guter Vater zu sein, indem er ihn gegen die scheinbar so einleuchtenden und unumstößlichen Wahrheiten, die ein guter patriotischer Amerikaner nachzuplappern hat, zu feien versucht und ihn lehrt zu argumentieren. Das kann der Sohn denn auch hervorragend.

"Thank You for Smoking" ist ein viel zu kluger Film, als daß er am Ende in larmoyante Moralphrasen abglitte - das muß auch Senator Finistirre zu seinem Leidwesen erkennen, als er gegen Naylor ein traditionelles argumentum ad hominem ausspielen will. Naylor setzt auf die Kraft des menschlichen Verstandes - den er mit seinen Schachzügen doch eigentlich gewohnheitsmäßig überrumpelt - und die von dieser getragene autonome Entscheidung und Eigenverantwortung des Individuums, im vorliegenden Falle seines Sohnes. Insofern ist diese absolut gelungene Satire denn auch wieder pädagogisch, auch wenn diese Pädagogik der Eigenverantwortung manchem so herb wie unverblendeter Latakiatabak schmecken dürfte.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Man kann sich heiklen Themen mit Dokus nähern. Siehe zum Beispiel Supersize me; einer herrlich schrägen Anklage gegen Fast Food. Oder aber man dreht einen Spielfilm. Unverschämt, zynisch, bitterböse und absolut treffend. So jedenfalls hat es Jason Reitman gemacht. Und das mit Hilfe von Schauspielern wie Maria Bello, Robert Duvall, Katie Holmes und William Macey. Nicht zu vergessen natürlich Aaron Eckhardt, der die Hauptfigur Nick Naylor spielt. Naylor ist der Toplobbyist der Tabakindustrie. Er argumentiert alles in Grund und Boden und wäre genau der richtige Typ, um Eskimos Kühlschränke zu verkaufen. Das Rauchen schädlich ist, kann man nur glauben, wenn man sich noch nicht mit ihm unterhalten hat. Im Haifischbecken der medialen Vermarktungswelt ist er der größte Fisch von allen. Bis er im Bett einer kleinen Reporterin landet, die noch geschäftssüchtiger ist als er. Zudem will Naylor seinem Sohn ein guter Vater sein, und das, ohne seinen Geschäftspraktiken auch nur den Hauch von Unseriösität angedeihen zu lassen. Unmöglich? Nicht für Naylor, denn der wurde fürs Reden geboren. Er kann einfach alles erklären, wenn er nur will.

Thank yor for smoking ist eine herrlich überdrehte Satire über den American Way of life. Intelligenter Witz ohne Maulkorb. Wäre da am Ende nur nicht das Gefühl, dass die Wirklichkeit vielleicht doch nicht viel anders aussieht...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 18. Juni 2007
Eine wirklich extravagante Komödie ist Regisseur
Jason Reitman mit "Thank you for Smoking" gelungen,
mit einigen sehr starken Darstellern.

Vor allem Hauptdarsteller Aaron Eckhart verkörpert den
Lobbyisten der Tabakindustrie, Nick Naylor, absolut glaubwürdig.
Die Argumentationen wie er die Zigarettengegner in die
Schranken weißt sind gleichermaßen genial wie komisch.

Man könnte ihm fast glauben Zigaretten seien gesund,
wenn da nich die herrlichen Vergleiche im Film wären,
dass Zigaretten nun mal alles andere als Gesund sind,
wie zum Beispiel der an Lungenkrebs erkrankte Marlboro Cowboy.
Eigentlich ist nur Hauptdarsteller Aaron Eckhart das
einzige Proargument im Film, dass für Zigaretten spricht,
doch dies so überzeugend, dass es einfach Spaß macht ihm
seine Meinung abzukaufen, auch wenn es nur für den Film ist.
Bemerkenswert ist auch, dass in einem Film rund ums Rauchen,
nicht eine Zigarette tatsächlich geraucht wird.

Trotz all den treffsicheren Gags bietet Reitman von der
Handlung her leider nicht genügend Tiefgang um den Film
zu mehr zu machen als nur eine reine Komödie.
Trotzdem sind die Gags so stark, dass man ihm dieses Manko
gerne verzeiht.

Denn insgesamt ist "Thank you for Smoking" eine richtig
nette Komödie mit tollen Darstellern und einer ordentlichen
Portion schwarzem Humor.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. April 2007
"Thank You for Smoking" ist eine bitterböse und doch so geniale Satire auf Lobbyistentum und Tabakindustrie. Rauchen ist schädlich? Von wegen! Aaron Eckhart brilliert als aalglatter Tabak-Lobbyist, der jedem Krebskranken das Wort im Mund verdreht und jede Gesundheitsgefährdung wegdiskutieren kann. In einer der größten Szenen des Films spielt er wie Mephistopheles auf der Klaviatur der menschlichen Gier, um den krebskranken Marlboro-Man zu bestechen, der droht, an die Öffentlichkeit zu gehen. Dass ein dermaßen eloquenter und rücksichtsloser Egoist selbst nach schlimmsten Niederlagen ein Stehaufmännchen ist, versteht sich dann schon fast von selbst...

Genial, witzig, böse. 6 Sterne.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2007
Nick Taylor lebt getrennt von seiner Frau. Es herrscht Einvernehmen und sein Sohn darf Nick regelmäßig besuchen. Sein Beruf stellt ihm allerdings größere Herausforderungen. Er ist Lobbyist für die Tabakindustrie. Denn was Nick wirklich gut kann, ist die Muttersprache. Rhetorik, Überzeugen, überreden und ganz einfach nur nachdenklich stimmen, sind die Instrumente mit denen Nick himmlisch umzugehen weis.

Zunächst mag man glauben, das Nick schwerlich Gleichgesinnte findet. Doch weit gefehlt. Er trifft sich regelmäßig mit den Lobbyisten aus der Waffen- und Alkoholindustrie. Und neue Anwärter sind bereits in Sicht, z.B. jene die die Gefahren der Handybenutzung relativieren. Die Lobbyisten scheinen in einer filigrane Symbiose mit gefährlichen Produkten und den damit verbundenen Ängsten eingegangen zu sein.

Eines der Höhepunkte des Films ist das Gespräch mit dem Malboro-Mann, einem von Krebs gezeichneten Mann, der der großzügigen Exfirma nicht wirklich böse sein kann oder zmindest darf. Nur verrückte schlagen Geld aus.

Die Geschichte wird humorvoll in Szene gesetzt. Doch die Erkenntnis, tagtäglich selbst ein Opfer jener Lobby zu sein, stimmt nachdenklich. Vielleicht lässt sich das Leid nur mit einer großen Packung Humor ertragen. Ein gelungener Film mit ausgezeichneten Schauspielern und vielen unverbrauchten Ideen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Inhalt: Nick Naylor arbeitet als Lobbyist für die Tabakindustrie und ist wirklich gut in seinem Job, doch seine Gegner sind hart. Regelmäßig trifft er sich mit seinen zwei besten Freunden aus der Waffen- und Alkohol Lobby. Inoffiziell nennen sie sich dann "Merchants of Death". Nick ist äußerst Redegewand und so schafft er es in Talkshows und anderen öffentlichen Auftritten immer wieder die Tabakindustrie ins rechte Licht zu rücken....aber als eine knuddelige Reporterin (Katie Holmes) in seinem Leben auftaucht, beginnen sich die Dinge zu entwickeln. Basierend auf Christopher Buckleys noch weitaus abgefahrenerem Roman erweist sich Thank You for Smoking als Leuchtfeuer für Filmfreunde, die von der mutlosen Konfektionsware Hollywoods ermüdet sind ...

Fakt:Der Begriff Wahrheit verliert in diesem Film seine Bedeutung. Wahrheit steht hier nicht als universelles Gut, Wahrheit ist eine Frage des Standpunktes. Mit dieser Aussage und der Tatsache, dass Moral breit gefächert werden kann, ist dieser Film zwar als Satire gedacht, dabei aber zu realistisch und erschreckend zeitgemäß.Als gängige Argumentation gegen seine ständigen Gegner, nennt Nayler die Mündigkeit eines jeden Bürgers und das Recht auf Selbstbestimmung. Die Forderung nach dem Prinzip der Demokratie birgt auch die Forderung nach eigenen Entscheidungen jedes Menschen. Wählen diese selbständig, oder beschränken sich die Entscheidungen lediglich auf die Ausübung einer tagesaktuellen Moral. Informiere dich über alles, über jeden, von allen Standpunkten jeder Mensch muss selbst entscheiden, was er davon annimmt, was er verwirft, was er glaubt, was er glauben will.Regisseur Jason Reitman ist mit diesem Film eines der Komödienhighlights der letzten Jahre gelungen. Also liebe Raucher: Kippe ausdrücken und ab ins Kino, denn dieser Streifen ist wirklich sehenswert. Aber natürlich kommen auch (oder gerade) die Nichtraucher voll auf ihre Kosten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 28. Oktober 2008
Testbericht zu THANK YOU FOR SMOKING:

Schauspieler: Wenn Aaron Eckhart nicht Schauspieler wäre, er könnte wirklich Lobbyist werden. Der Mann könnte selbst mich wieder zum Rauchen bringen. Und J.K. Simmons hat den großkotzigen Part in Filmen wohl gepachtet ;). Naja, da passt er ja auch hin! Und auch die Rolle der Heather Holloway ist mit Katie Holmes perfekt besetzt.

Story: Eine nicht ganz ernst gemeinte Hommage an die Lobbyisten der 'Todesindustrien' von Amerika die man gesehen haben sollte.
Ob es darum geht was solche Leute in ihrer Freizeit tun (TAG-Team), wie sie ihre Kinder erziehen (argumentieren statt diskutieren) und was bei ihnen moralische Bedenken (Stichwort: Cheddarkäse) sind, erfährt man in diesen Meisterwerk des sarkastischen Zynismus.
Hier werden Worte zu Waffen und Sympathie zum entscheidenden Pluspunkt für die Öffentlichkeit. Aber auch über die Methoden der Journalisten erfährt man in diesen Werk einiges. Und es ist teilweise schwer zu unterscheiden ob das jetzt Gag ist oder die reale Vorgehensweise. Wobei letzteres wohl erschreckend häufig näher dran sein wird.

Ich hab den Film überstanden ohne wieder mit dem rauchen anzufangen! ;)
Der Film ist einfach genial gut gemacht, der Film sprüht vor Sarkasmus, Zynismus und guter Laune. Selbst der Mordanschlag ist irgendwie witzig!
Nicht nur für abgedrehte Freaks empfehlenswert, hier kann jeder reinschauen um gute Laune zu kriegen! Kaufen? Aber gerne doch. Ein Geheimtipp!
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