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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Oktober 2006
Nicht zu fassen - diese CD, diese Band. Alle Vergleiche und Schubladen, die sonst zur Einordnung einer Platte nützlich sind, passen bei den Guillemots und diesem traumhaften, berauschenden, süchtig machenden Album nicht.

Was man so liest: Eine Gänsehaut-Stimme, die Rufus Wainwright, Ed Harcourt und Jeff Buckley aufs Schönste vereint; Musik zwischen Pop, Rock, Jazz und weißem Soul, ja sogar Klassik und einem Hauch Avantgarde; jede Menge teils herrlich schräge Ideen, manchmal so viele, dass ein Song wie "Sao Paulo" fast 12 Minuten dauert und doch keine Sekunde zu lang ist. Und obwohl das hier ein wilder, wagemutiger Stilmix ist, passt alles zusammen.

Zu den Fakten: Die Guillemots (Fachausdruck für einen Klippenvogel, die Trottellumme) sind ein junges Quartett aus London. Eine bunte Truppe: britischer Sänger und Pianist, schottischer Drummer, kanadische (Kontra-)Bassistin, brasilianischer Gitarrist mit Metal-Vergangenheit. Vor "Through the windowpane" erschien im Frühjahr die hochinteressante, aber noch etwas unausgegorene 40-Minuten-EP "From the cliffs". Das echte Guillemots-Debüt wurde nach viel Medien-Hype auf der Insel für den renommierten Mercury-Preis nominiert. Kopf der Band ist Fyfe Dangerfield.

Die Songs: Eigentlich unbeschreiblich. Unbeschreiblich schön. Trotzdem ein Versuch:

"Little Bear": Eine Art Ouvertüre. Gaaanz leise geht's los, mit Streichern wie aus einer Symphonie, dann gesellen sich Piano-Tupfer und Dangerfields hier noch zart-melancholische Vocals hinzu. Fünf Minuten Wohlklang ohne jeden Anflug von Pathos. Ein Traum von einem Song.

"Made-up lovesong # 43"/"Trains to Brazil": Zwei euphorische Pop-Songs wie aus dem Lehrbuch. Beim stampfenden "Trains..." werden Motown- und Samba-Einflüsse deutlich, die Bläser erinnern aber auch an den britischen Northern Soul der legendären Dexy's Midnight Runners.

"Redwings": Die zweite große Ballade des Albums, mit wunderbar feierlichen Bläsern, fabelhaft gesungen von Dangerfield im Duett mit Joan Wasser (alias "Joan as Police Woman"). Ergreifend. Für Fans von Japan oder The Blue Nile.

"Come away with me"/"Through the windowpane": Der erste Song ist eher ein Intro zum Titelstück, bei dem die Guillemots in jeder Hinsicht alles geben. Pop im Cinemascope-Format - und endlich mal wieder ein Sänger, der "from a whisper to a scream" die große Geste riskiert.

"If the world ends": Noch eine Über-Ballade. Wenn die Welt schon untergeht, dann soll wenigstens die Liebste an seiner Seite sein, wünscht sich Dangerfield. Solche Torch-Songs knapp diesseits von Kitsch kann sonst nur Paddy McAloon von den legendären Prefab Sprout.

"We're here": Wieder ein klassischer Popsong, der mit seiner wunderbaren Hookline den direkten Weg ins Herz sucht - und findet.

"Blue would still be blue": Nach so viel Plüsch ein geradezu spartanisches Liebeslied. Dangerfield fast a capella, nur mit sparsamer Keyboard-Begleitung. Das einzige Stück mit Längen (knapp 5 Minuten sind etwas happig), aber zumindest interessant und exzentrisch interpretiert. Also: Kein Schwachpunkt, eher eine kleine Atempause bis zum großen Finale.

"Annie let's not wait": Wieder POP!!! zum Niederknien, am Ende Samba-Getriller und -Getrommel. "Carnival 2000" von Prefab Sprout ist der Vergleichsmaßstab. Ja, so gut ist das.

"And if all..."/"Sao Paulo": Ein atmosphärisches, ruhiges Intro, dann der überwältigende Schlusspunkt eines Meisterwerks. So etwas wie "Sao Paulo" darf's nach Punk ja eigentlich gar nicht mehr geben. Progressive Pop? Rock-Oper oder zumindest 12-Minuten-Musical? Irrsinn oder Genie? Egal: Wer mit diesem Opus magnum der Guillemots nicht glücklich wird, der hat sein Ohr für ambitionierte Pop-Musik verloren. Dominantes Piano, Kontrabass, jazziges Schlagzeug, Riesen-Orchester. Mindestens fünf Song-Teile, die schwerelos ineinander fließen: Ballade, Filmmusik-Elemente, gewaltige Strings- und Bläser-Attacken, am Ende wieder Brazil-Flair, dann wahrhaftig Kirchenglocken, ehe "Sao Paulo" mit einer Spieluhr-Melodie zerrinnt. Und wieder ein Gesang, der mit seiner ehrlichem Emotionalität sprachlos macht. Alles in allem eine experimentelle Pop-Suite, die Chris Martin von Coldplay oder Thom Yorke von Radiohead blass machen dürfte.

"Through the Windowpane" - beste Platte des Jahres 2006? Gegenfrage: Welche sonst?
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. August 2006
Nicht zu fassen - diese CD, diese Band. Alle Vergleiche und Schubladen, die sonst zur Einordnung einer Platte nützlich sind, passen bei den Guillemots und diesem traumhaften, berauschenden, süchtig machenden Album nicht.

Was man so liest: Eine Gänsehaut-Stimme, die Rufus Wainwright und Jeff Buckley aufs Schönste vereint; Musik zwischen Pop, Rock, Jazz und weißem Soul, ja sogar Klassik und einem Hauch Avantgarde; jede Menge teils herrlich schräge Ideen, manchmal so viele, dass ein Song wie "Sao Paulo" fast 12 Minuten dauert und doch keine Sekunde zu lang ist. Und obwohl das hier ein wilder, wagemutiger Stilmix ist, passt alles zusammen.

Zu den Fakten: Die Guillemots (Fachausdruck für einen Klippenvogel, die Trottellumme) sind ein junges Quartett aus London. Eine bunte Truppe: britischer Sänger und Pianist, schottischer Drummer, kanadische (Kontra-)Bassistin, brasilianischer Gitarrist mit Metal-Vergangenheit. Vor "Through the windowpane" erschien im Frühjahr die noch etwas unausgegorene 40-Minuten-EP "From the cliffs". Das echte Guillemots-Debüt wurde nach viel Medien-Hype auf der Insel für den renommierten Mercury-Preis nominiert. Kopf der Band ist Fyfe Dangerfield.

Die Songs: Eigentlich unbeschreiblich. Unbeschreiblich schön. Trotzdem ein Versuch:

"Little Bear": Gaaanz leise geht's los, mit Streichern wie aus einer Symphonie, dann gesellen sich Piano-Tupfer und Dangerfields hier noch ganz zarte, melancholische Vocals hinzu. Fünf Minuten Wohlklang ohne jeden Anflug von Pathos.

"Made-up lovesong # 43"/"Trains to Brazil": Zwei euphorische Pop-Songs wie aus dem Lehrbuch. Beim stampfenden "Trains..." werden Motown- und Samba-Einflüsse deutlich, die Bläser erinnern aber auch an den britischen Northern Soul der legendären Dexy's Midnight Runners.

"Redwings": Die zweite große Ballade des Albums, mit wunderbar feierlichen Bläsern, hinreißend gesungen von Dangerfield im Duett mit Joan Wasser ("Joan as Police Woman"). Ergreifend. Für Fans von Japan oder The Blue Nile.

"Come away with me"/"Through the windowpane": Der erste Song ist eher ein Intro zum Titelstück, bei dem die Guillemots in jeder Hinsicht alles geben. Pop im Cinemascope-Format - und endlich mal wieder ein Sänger, der "from a whisper to a scream" die große Geste riskiert.

"If the world ends": Noch eine Über-Ballade. Wenn die Welt schon untergeht, dann soll wenigstens die Liebste an seiner Seite sein, wünscht sich Dangerfield. Solche Torch-Songs knapp diesseits von Kitsch kann sonst nur Paddy McAloon.

"We're here": Wieder ein klassischer Popsong, der mit seiner wunderbaren Hookline den direkten Weg ins Herz sucht - und findet.

"Blue would still be blue": Nach so viel plüschiger Ausstattung ein geradezu spartanisches Liebeslied. Dangerfield fast a capella, nur mit sparsamer Keyboard-Begleitung. Das einzige Stück mit Längen, aber zumindest interessant und exzentrisch interpretiert. Also: Kein Schwachpunkt, eher eine kleine Atempause bis zum großen Finale.

"Annie let's not wait": Wieder POP!!! zum Niederknien, am Ende famoses Samba-Getriller und -Getrommel. "Carnival 2000" von Prefab Sprout ist der Vergleichsmaßstab. Ja, so gut ist das.

"And if all..."/"Sao Paulo": Ein atmosphärisches, ruhiges Intro, dann das große Finale. So etwas wie "Sao Paulo" darf's nach Punk ja eigentlich gar nicht mehr geben. Progressive Pop? Rock-Oper oder zumindest 12-Minuten-Musical? Irrsinn oder Genie? Egal: Wer mit diesem Opus magnum der Guillemots nicht glücklich wird, der hat sein Ohr für grandiose, ambitionierte Pop-Musik verloren. Dominantes Piano, Kontrabass, jazziges Schlagzeug, Riesen-Orchester. Mindestens fünf Song-Teile, die schwerelos ineinander fließen: Ballade, Filmmusik-Elemente, gewaltige Strings- und Bläser-Attacken, am Ende wieder Brazil-Flair, dann wahrhaftig Kirchenglocken, ehe "Sao Paulo" mit einer Spieluhr-Melodie zerrinnt. Und wieder ein Gesang, der mit seiner ehrlichem Emotionalität sprachlos macht. Alles in allem eine experimentelle Pop-Suite, die Chris Martin von Coldplay oder Thom Yorke von Radiohead blass machen dürfte.

"Through the Windowpane" - beste Platte des Jahres 2006? Gegenfrage: Welche sonst?
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Januar 2007
Himmelstürmende Melodien einer Multikulti-Band. Faszinierende Songs zwischen White Soul, Indie-Rock, Streicher-Pop, Piano-Ballade und Samba - glückselige und glücklich machende Euphorie, sanfte Melancholie und Trauer, mutiges Experiment und selbstbewusste Ausschweifung (die knapp 12 Minuten "Sao Paulo" sind die wohl hemmungslos-fantastischste Pop-Klangreise des Jahreszehnts). Ein fabelhafter Sänger in der Nähe von Jeff Buckley, Rufus Wainwright und Ed Harcourt. Das Mann/Frau-Duett des Jahres: Auf "Redwings" schmachtet Fyfe Dangerfield mit "Joan As Policewoman" Wasser. Schräge Soundeffekte, zum Beispiel: Drillbohrer trifft auf Gitarre, Schreibmaschinen klappern Rhythmus. Ein Kontrabass, bedient von einer schönen Frau namens (festhalten!) Aristazabal Hawkes. Begeisterte Fans und Kritiker in Großbritannien (leider kaum Resonanz in Deutschland - was war da los bei Universal?). Wild-exzessive Konzerte.

Kurz: Guillemots - die beste britische Melodie-Pop-Band seit Prefab Sprout. Eine Gruppe, die der Stagnation den Kampf angesagt hat. "Through the windowpane" - ein Geschenk des Jahres 2006. Und vielleicht sogar die schönste Platte des Nuller-Jahrzehnts.
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am 17. August 2006
Diese CD ist ein absolut betörendes Meisterwerk, Gänsehaut pur!

Selten so was ergreifend Schönes gehört !
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Januar 2007
Himmelstürmende Melodien einer Multikulti-Band. Faszinierende Songs zwischen White Soul, Indie-Rock, Streicher-Pop, Piano-Ballade und Samba - glückselige und glücklich machende Euphorie, sanfte Melancholie und Trauer, mutiges Experiment und selbstbewusste Ausschweifung (die knapp 12 Minuten "Sao Paulo" sind die wohl hemmungslos-fantastischste Pop-Klangreise des Jahreszehnts). Ein fabelhafter Sänger in der Nähe von Jeff Buckley, Rufus Wainwright und Ed Harcourt. Das Mann/Frau-Duett des Jahres: Auf "Redwings" schmachtet Fyfe Dangerfield mit "Joan As Policewoman" Wasser. Schräge Soundeffekte, zum Beispiel: Drillbohrer trifft auf Gitarre, Schreibmaschinen klappern Rhythmus. Ein Kontrabass, bedient von einer schönen Frau namens (festhalten!) Aristazabal Hawkes. Begeisterte Fans und Kritiker in Großbritannien (leider kaum Resonanz in Deutschland - was war da los bei Universal?). Wild-exzessive Konzerte.

Kurz: Guillemots - die beste britische Melodie-Pop-Band seit Prefab Sprout. Eine Gruppe, die der Stagnation den Kampf angesagt hat. "Through the windowpane" - ein Geschenk des Jahres 2006. Und vielleicht sogar die schönste Platte des Nuller-Jahrzehnts.
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am 2. August 2006
Bitte hört euch nur einmal "We're here", die Nummer acht dieser betörenden CD, an! Ich glaube, so etwas Schönes ist mir überhaupt noch nie zu Ohren gekommen. Keine Ahnung, wie die Kulturkritik mit den jungen Guillemots und ihrem wagemutigen kosmischen Stilmix umgehen wird. "Through the Windowpane" ist ein harmonisches Meisterwerk, für mich das Beste seit "OK Computer" von Radiohead.
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am 25. Juni 2008
Oft zitiert, selten erreicht.
Hier aber allemal.
Da ja schon soviel Lob verschüttet wurde, möchte ich mich den
Rezensenten anschliessen und natürlich die Höchstnote vergeben.
Ganz grosse Klasse, auch wenn das neue Album vielleicht doch nicht so gut sein soll - von dieser Band werden wir noch einiges hören, hoffen wir, dass sie nicht zu "gross" werden!
Mein Favorit hier ist ganz klar die 9 Minütige Ausklangsnummer "Sao Paolo", einen Song für die Ewigkeit und darüber hinaus!
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am 30. August 2009
Da meine Vor-Rezenseenten wohl aus dem Parallel-Universum stammen, das was in diesem Universum wahrgenommen wird:
Himmelstürmende Nelodien ??, betörendes Meisterwerk ??
Keins von beiden, einzig richtige Darstellung ist der Vergleich mit Prefab Sprout . genauso fad und belanglos.
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