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4,6 von 5 Sternen
Der Schrecken der Medusa
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. März 2012
Ein Katastrophen-Film, der es krachen lässt. Eine Horror-Story, die zur Abwechslung mal wirklich Gänsehaut erzeugt. Ein origineller, die Klischees ad absurdum führender Krimi-Thriller. Eine Polit-Satire, die keinen Minister, Polizeichef oder Justizbeamten verschont. Eine ironische Schelte für die Religion und ihre bornierten Vertreter. Eine gallige Kritik an einigen heiligen britischen Kühen wie Erziehung, Literatur, Schule, Militär und Nachbarschaft. Das eigentlich melancholische Portrait eines einsamen Mannes, der über unglaubliche Fähigkeiten verfügt, für die selbst die Kirche keine Erklärung hat.

Kann ein solches Sammelsurium an Themen und Aspekten einen gelungenen Streifen hervorbringen? Einen der Art, den man auch nach dreieinhalb Jahrzehnten auf Silberscheibe konserviert noch goutieren kann, ohne nostalgische Gefühle zu bekommen? Eigentlich nicht. Doch ein einziges Mal in der Filmgeschichte hat es eine Ausnahme gegeben.

"Der Schrecken der Medusa" ist eine englisch-französische Co-Produktion. Auf dem Papier. Denn abgesehen von der Mitwirkung einer französischen Aktrice und des Kino-Urgesteins Lino Ventura ist Jack Golds Film so englisch wie Sherlock Holmes, James Bond und Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen {von denen ja auch einige Ausländer sind und ein Mitglied - shocking - gar eine Frau ist}. Das französische Element von "Der Schrecken der Medusa" besteht in dem Kunstgriff, den ermittelnden Polizisten - Ventura - einen Ausländer sein zu lassen; einen französischen Austauschkommissar.

Für Lino Ventura ist "Der Schrecken der Medusa" neben den italienisch-amerikanischen Werken "Die Valachi-Papiere" und "Zwei Fäuste des Himmels" sowie den kanadischen Lichtspielen "Ein Mann in Wut" und "Sword of Gideon" {dem Vorläufer von Spielbergs "München"} der einzige Ausbruch aus den Gefielden der französisch-italienischen Kinoproduktion. Zuvor hat er zwei Jahre pausiert. Die Drehbücher der intellekuell angehauchten romantisch-neurotischen Welle à la Sautet oder Lelouch (in deren früheren Regiearbeiten er mitgewirkt hat) sagen ihm nicht zu. Stephen Spielberg gibt er bei "Unheimliche Begegnung der dritten Art" einen Korb. Francis Ford Coppola bei "Apocalypse Now" gleichfalls. Eine Rolle in Friedkins Remake von "Lohn der Angst" lehnt er ab {Originalton Lino: "Wen kann man heutzutage mit Nitroglitzerin noch erschrecken?"}. Die Geschichte des John Morlar scheint Venturas Auswahlkriterien zu erfüllen.

John Morlar wird gespielt von Richard Burton. Nachdem zwei Scheidungen von Elisabeth Taylor und der Karriereknick in der ersten Hälfte der siebziger Jahre den stets trinkfreudigen Burton vollends in den Suff getrieben haben, ist von dem einst jugendlichen Helden und gut aussehenden 'Spion, der aus der Kälte kam' nur noch ein charmantes Lächeln übriggeblieben. Immerhin bahnt sich Ende der Siebziger ein Comeback an. "Der Exorzist II - Der Ketzer" spielt bei verherrenden Kritiken passables Geld ein. Und die Theater-Verfilmung "Equus - Blinde Pferde" bringt Richard Burton seine x-te Oscar-Nominierung. Sein Morlar ist einerseits ein dämonisch wirkender Zyniker, andererseits ein zutiefst verunsicherter Getriebener seiner eigenen Fähigkeiten. Er ist 'Der Mann, der die Macht besitzt Katastrophen auszulösen'.

Die Triangel, welche die Besetzung von "Der Schrecken der Medusa" anführt, wird von Lee Remick komplettiert. Die Remick, eine schlanke, blauäugige Blondine, die hinter ihrer Eiseskälte emotionale Abgründe erahnen lässt, ist die Idealbesetzung für die Rolle der Psychaterin Morlars. Sie ist das Bindeglied zwischen Venturas unermüdlichem Inspektor und Burtons diabolisch-verzweifeltem Schriftsteller. Die Remick ist schon neben Jack Lemmon und Paul Newman ganz ausgezeichnet gewesen. Sie gehört zu den unterbewertetsten Schaupielerinnen Hollywoods. Ihre berühmteste Rolle hat sie in "Das Omen" gespielt. Dieses Horror-Stück kann der Geschichte über John Morlar nicht das Wasser reichen.

Es gibt viele Schlüsselszenen innerhalb der Handlung. Eine beschreibt Morlar/Burtons Besuch bei einem Wahrsager. Nach dem Tod seiner Frau, den er selbst herbeigeführt hat {wie auch immer...}, sucht Morlar das Milieu auf, in das er ja auch irgendwie hineingehört. Der Wahrsager soll ihm sein Schicksal deuten. Echte Magie trifft auf Scharlatanerie. Der Scharlatan, gespielt vom wunderbaren Michael Hordern, bekommt Zustände, denn er bemerkt genau, mit wem er es zu tun hat. Hier, wie auch bei den Dokumentaraufnahmen, die sich Inspektor Ventura ansieht, kommt man ins Nachdenken über die wahre Existenz von Begriffen wie Telekinese oder Telepathie. Der Gedanke liegt nahe, es gibt außerhalb unserer materiellen Raffsucht und unseres naiven Esoterik-Bedürfnisses noch etwas. Etwas, das kommerziell verwertet nur als Scharlatanerie bezeichnet werden kann, weil man sich sonst in seinem Urteil lächerlich machen würde.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Dezember 2003
Rückblickend betrachtet könnte es gerade dieser Film sein, der meine Leidenschaft für das Thema Kino und die Macht der bewegten Bilder entfacht hat. Jedenfalls hat mich dieser Film in meiner Jugend extrem fasziniert und er tut es heute noch. Im Film gab es ein bestimmtes Geräusch das mich noch Jahre danach verfolgt hat und selbst heute werde ich bei einem ähnlichen Geräusch sofort an diesen Film erinnert. Ich halte ihn mittlerweile für einen Klassiker, ein Meisterwerk, dem zu unrecht nie der große Erfolg vergönnt gewesen war.
John Morlar, ein mäßig erfolgreicher Schriftsteller (atemberaubend intensiv: Richard Burton) verfügt über eine teuflische Gabe: Mit der Kraft seiner Gedanken kann er Personen und Gegenstände beeinflussen. Er begibt sich in Behandlung bei der Psychaterin Dr. Zonfeld (Lee Remick), die ihm natürlich zunächst nicht glaubt. In Rückblenden wird Morlars rätselhaftes Leben geschildert und zahlreiche Unfälle zeigen, das es sich nicht nur um Zufall handeln kann. Doch auch in der Gegenwart ereignen sich Tragödien die sich niemand erklären kann. Während Zonfeld zu ahnen beginnt, wen sie dort als Patienten hat, kümmert sich der französische Austauschkommisar Brunel (herrlich bärbeisig: Lino Ventura) um die Lösung der unerklärlichen Fälle. Er wird verstrickt in einen Sumpf aus Lügen und Abgründen, die besser nie das Licht der Wahrheit erblickt hätten.
Der Schrecken der Medusa ist eine einzigartige Mischung aus Psychothriller, Horrorfilm und Katastrophenepos. Ich denke ohne Übertreibung sagen zu können: Vergleichbares hat es vorher und auch danach nicht wieder gegeben. Allein die beeindruckende Darstellung Richard Burtons reicht aus, um diesen Film 5 Sterne zu verleihen. Aber jede noch so kleine Rolle ist perfekt und überzeugend besetzt. Lee Remick, Harry Andrews, Gordon Jackson - sie alle zusammen verleihen der Geschichte eine fantastische Präsenz. Schade, das mittlerweile alle 5 Hauptdarsteller tot sind - ein weiterer Grund, sich dieses kleine Meisterwerk anzusehen, den Typen wie Ventura oder Burton gibt es im Kino der Gegenwart nicht mehr. Natürlich kommt auch der britische Humor nicht zu kurz - die Scharmützel zwischen Brunel und dem englischen Inspector Barrister sind ein gelungener Kontrapunkt zu der ansonsten rabenschwarzen Story. Ein Film nach meinem Geschmack. Schade nur, das auf dieser DVD nur die deutsche Tonspur zu finden ist. Die volle Punktzahl gibt es trotzdem: Für ein cineastisches Erlebnis der Extraklasse und eine Geschichte die von der ersten bis zur letzen Minute fesselt.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. April 2005
Rückblickend betrachtet könnte es gerade dieser Film sein, der meine Leidenschaft für das Thema Kino und die Macht der bewegten Bilder entfacht hat. Jedenfalls hat mich dieser Film in meiner Jugend extrem fasziniert und er tut es heute noch. Im Film gab es ein bestimmtes Geräusch das mich noch Jahre danach verfolgt hat und selbst heute werde ich bei einem ähnlichen Geräusch sofort an diesen Film erinnert. Ich halte ihn mittlerweile für einen Klassiker, ein Meisterwerk, dem zu unrecht nie der große Erfolg vergönnt gewesen war.
John Morlar, ein mäßig erfolgreicher Schriftsteller (atemberaubend intensiv: Richard Burton) verfügt über eine teuflische Gabe: Mit der Kraft seiner Gedanken kann er Personen und Gegenstände beeinflussen. Er begibt sich in Behandlung bei der Psychaterin Dr. Zonfeld (Lee Remick), die ihm natürlich zunächst nicht glaubt. In Rückblenden wird Morlars rätselhaftes Leben geschildert und zahlreiche Unfälle zeigen, das es sich nicht nur um Zufall handeln kann. Doch auch in der Gegenwart ereignen sich Tragödien die sich niemand erklären kann. Während Zonfeld zu ahnen beginnt, wen sie dort als Patienten hat, kümmert sich der französische Austauschkommisar Brunel (herrlich bärbeisig: Lino Ventura) um die Lösung der unerklärlichen Fälle. Er wird verstrickt in einen Sumpf aus Lügen und Abgründen, die besser nie das Licht der Wahrheit erblickt hätten.
Der Schrecken der Medusa ist eine einzigartige Mischung aus Psychothriller, Horrorfilm und Katastrophenepos. Ich denke ohne Übertreibung sagen zu können: Vergleichbares hat es vorher und auch danach nicht wieder gegeben. Allein die beeindruckende Darstellung Richard Burtons reicht aus, um diesen Film 5 Sterne zu verleihen. Aber jede noch so kleine Rolle ist perfekt und überzeugend besetzt. Lino Ventura, Lee Remick, Harry Andrews, Gordon Jackson - sie alle zusammen verleihen der Geschichte eine fantastische Präsenz. Schade, das mittlerweile alle 6 Hauptdarsteller tot sind - ein weiterer Grund, sich dieses kleine Meisterwerk anzusehen, den Typen wie Ventura oder Burton gibt es im Kino der Gegenwart nicht mehr. Natürlich kommt auch der britische Humor nicht zu kurz - die Scharmützel zwischen Brunel und dem englischen Inspector Barrister sind ein gelungener Kontrapunkt zu der ansonsten rabenschwarzen Story. Ein Film nach meinem Geschmack. Schade nur, das auf dieser DVD nur die deutsche Tonspur zu finden ist. Die volle Punktzahl gibt es trotzdem: Für ein cineastisches Erlebnis der Extraklasse und eine Geschichte die von der ersten bis zur letzen Minute fesselt
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Januar 2004
da "Der Schrecken der Medusa" in der für Deutschland bestimmten DVD-Version ausschließlich mit deutscher Sprache ausgestattet ist, habe ich den Film über Amazon England unter dem Titel "The Medusa Touch" bezogen, was sehr zu empfehlen ist, da der Film durch die Originalsprache sehr gewinnt.
Bemerkenswert ist die wirklich gute Bildqualität dieses aus den 70ern stammenden Filmes, der neben der faszinierenden Handlung von der schauspielerischen Leistung Richard Burtons und Lino Venturas lebt - ein hervorragender Film, der ungeachtet der völlig unterschiedlichen Inhalte sowohl im Stil als auch in der Atmosphäre an den "Schakal" erinnert.
Wer den Film bislang nur aus dem Fernsehen mit der dort gegebenen Bildqualität und in Deutsch kennt, wird begeistert sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juli 2010
Einer der wohl meist unterschätzten Filme und weiterer Beweis, welch packendes und gleichzeitig intelligentes Kino in den 70ern gemacht wurde. Und man stellt sich die Frage, warum bei der andauernden Remake-orgie noch niemand ein Remake von diesem Meisterwerk gemacht hat oder plant (mit aktuellen technischen Möglichkeiten ließen sich endlich einmal perfekte katastrophenszenarien in eine echte spannungsgeladene, intelligente Story einbauen und wären nicht einfach nur Selbstzweck á la 2012). Das Problem wäre nur, wer aktuell die schauspielerische Klasse v.a. eines Richard Burton besitzt. Und wenn man dann an Remakes wie Rollerball denkt....... ist dann doch ganz gut, dass wir uns nur an diesem originalen Meisterwerk erfreuen können.
Wie sehr dieser Film offensichtlich auch von der Medienbranche unterschätzt wird zeigt die tatsache, dass der DVD selbst und ihrer Ausstattung offensichtlich keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Bei meiner Ausgabe war man sich sogar nicht einmal sicher, ob der Film "Die Schrecken der Medusa" oder "Der Schrecken der Medusa" heißt. Deshalb hat man mal zur Sicherheit beide Versionen (eine auf der Rückseite, eine auf der Front) verwendet.
Aber der Film und seine Macher haben dennoch min. die 5* verdient.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Dezember 2006
"Der Schrecken der Medusa" ("The Medusa Touch", UK/F, 1978) ist für mich ein "phantastischer" Film. Ihn in die Kategorie "Horror" einzuordnen, wäre übertrieben. Ich kenne nur wenige Filme, die das (umstrittene) Thema "Telekinese" so konzentriert behandeln.

- Handlung: Der Schriftsteller John Morlar (Richard Burton) wird von einem Unbekannten in seiner Wohnung erschlagen. Er hat den Anschlag schwer verletzt überlebt, und liegt nun klinisch tot auf der Intensivstation, wobei sein Gehirn erstaunlicherweise völlig aktiv weiter arbeitet. Der französische Austauschpolizist Brunel (Lino Ventura) wird mit dem Fall beauftragt. Die Ermittlungen ergeben, dass Morlar sich seit längerer Zeit in psyschicher Behandlung bei Dr. Zonfeld (Lee Remick) befindet. Sie erzählt Brunel von den Sitzungen und dem geistigen Zustand Morlars, der - wie er meint - die Fähigkeit besitzt, per Telekinese Katastrophen zu verursachen. Brunel bekommt den Verdacht, dass Morlars Gehirn sich für die Zerstörung der Minster Kathedrale, in der ein Dankgottesdienst statfinden soll, noch am Leben erhält. "Wir werden sehen..."

Zugegeben die darstellerischen Leistungen von Remick und Ventura wirken etwas flach. Das Drehbuch konzentriert sich eher auf die psychologische Tiefe von Burtons Charakter. Dafür macht aber die Musik (Michael J. Lewis), die Kamera (Arthur Ibbetson), die Effekte (Brian Johnson) und vor allen Dingen der Schnitt alles wieder wett. Kein Wunder beim Schnitt, denn Anne V. Coates (Cutterin bei "Lawrence von Arabien", "Der Elefantenmensch", "Erin Brockovich" etc.) hat nicht nur den Schnitt überwacht, sondern den Film auch mitproduziert.

Leider gibt es hier Szenen mit klassischen Schockeffekten. Diese sind zwar spannend, wenn man den Film noch nicht gesehen hat, verlieren aber an Wirkung, wenn man den Film zum wiederholten Male sieht. Es hätten mehr solche Szenen ausgearbeitet werden müssen, die einen latenten Grusel verursachen: das Bild der Medusa an der Wand von Burtons Wohnung, die gesammelten Archive der Katastrophen, der Blick von Burton beim Wahrsager usw. Vielleicht hätte es ein Regisseur wie Alfred Hitchcock besser gemacht. ;-)

- Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph)

- Ton: Deutsch, Englisch (beide Dolby Digital 2.0)

- Untertitel: nur Deutsch (!)

- Specials: Programmtipps (Die Wolke, Francois Truffaut Collections, Cinema Paradiso)

Die DVD hat nur ein zweiseitiges Booklet mit der Kapitelübersicht auf einer Seite.

Alles in allem kann ich den Film nur jedem empfehlen, der auf gruseliger Unterhaltung mit überraschenden Wendungen steht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2008
Der Film ist ziemlich genau 30 Jahre alt - aber man merkt es ihm nicht an....

Die Handlung ist von der 1. Minute an spannend und lässt über die gesamte Filmlänge nicht nach. Eine gut gedrehte Katastrophe jagt die andere und es gibt spannende Filmwendungen. Übrigens hab ich noch nie eine Kathedrale so beängstigend "schön" einstürzen gesehen, wie in diesem Streifen.

Die Schauspieler zählen zu den Granden - ob Burton, Ventura oder Remick, allesamt glaubwürdig und gut.

Der Film vereint viele Genres: Mystery, Horror, Thriller, Psycho... - es gibt nur ganz wenige Streifen, die das von sich behaupten können und genau das macht die "Schrecken der Medusa" zeitlos gut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 3. November 2013
Zwei große Mimen in einem Film und keine einzige gemeinsame Szene:

Lino Ventura contra Richard Burton. Hätte man sehr gerne gesehen, wie die beiden verbal die Klingen kreuzen.

Aber ach, als Ventura als französischer Austauschpolizist Brunel in der Wohnung von Schriftsteller John Morlar eintrifft, liegt dieser bereits leblos im Wohnzimmer, mit eingeschlagenem Schädel.

Zur Verblüffung des Franzosen und seines englischen Kollegen jedoch weigert Morlar sich zu sterben. Vielmehr zeigt sein Gehirn noch Aktivität, weshalb er ins Krankenhaus kommt und an Maschinen angeschlossen wird.

So ist die Ausgangslage dieses 1978 entstandenen, in London spielenden,Thrillers.

Richard Burton hatte hier eine seiner besten Rollen, und nach "Königin für tausend Tage" ist das mein Lieblingsfilm von ihm.
Die deutsche Synchronstimme ist ähnlich tief wie das Original, was man u.a. beim Soundtrack zu "War Of The Worlds" hören kann.

Natürlich schwenkt die Kamera sehr oft auf seine Augen, um das von ihm Gesagte nochmal zu unterstreichen, denn eigentlich passiert dann immer etwas.
Wie man weiß, reichte ein Blick in Medusa's Augen, um zu Stein zu werden.
Burton verkündet Unheilvolles, ätzt gegen Gott und die Welt, ist durch die Bank weg ungemütlich und humorlos, aber: Irgendwo liegt viel Wahrheit in dem, was er sagt. Während er sich aufs moralische hohe Ross schwingt, lachen ihn andere aus oder wenden sich von ihm ab.

Was man durch Rückblenden und durch die Mitwirkung seiner Therapeutin Dr.Zonfeld ( Lee Remick )erfährt, verstärkt den Eindruck, er wäre für viele Katastrophen ( auch private )verantwortlich.

Darum dreht es sich hier: Kann ein einzelner Mensch mittels Telekinese Unheil anrichten und wieviel?

Der Film hat seinen Platz in der Filmgeschichte sicher. Es ist der soliden Arbeit aller Mitwirkenden zu verdanken, dass es niemals lächerlich wird, sondern permanent Spannung in der Luft liegt und man fasziniert dem Geschehen und den Figuren folgt.
Dazu trägt vor allem die superbe Musik von Michael J. Lewis bei, die durchaus auch ein Jerry Goldsmith
(Oscar für "Das Omen" ) gemacht haben könnte.

Punktabzug gibt es von mir für das alberne Cover dieser DVD-Ausgabe, wo man die Augen Burtons extra mit roter Farbe betont.
Weniger ist mehr! Auch das Bild hat allenfalls für mich VHS- Niveau ( und dabei gucke ich DVDs schon auf meinem Blu-Ray- Player, um nochmal das Optimale herauszuholen ! ). Aber ich finde, das sollte Fans gutgemachter Thriller und Liebhaber guter Schauspielkunst nicht vom Kauf abhalten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Schriftsteller Morlar liegt nach einem Mordanschlag im Koma. Klinisch tot kämpft sein Gehirn jedoch ums Überleben. Inspektor Brunel, der mit dem Fall beauftragt ist, ergründet auf der Suche nach dem Attentäter Morlars Leben und dessen telekinetische Fähigkeiten...
Dient die Kraft von Telekinese heute eher für humorige Filme, wie zuletzt in Männer, die auf Ziegen starren", entstanden Ende der 70er mit Teufelskreis Alpha" und eben Der Schrecken der Medusa" zwei exzellente Thriller zu dieser Thematik. Im Horrorbereich wurde sie bei Stephen Kings Carrie" verarbeitet.
Die Inszenierung von Der Schrecken der Medusa" ist einfach exzellent. Katastrophen, die die Katastrophenfilme der 70er zelebrierten, wie Flugzeugabstürze, Reaktorstörfälle, Raumfahrtkatastrophen finden hier nur in Form von Medienberichterstattung statt, bis zum Finale. Desto mehr sich Brunel in die Nachforschugen um Morlar vertieft, desto unheimlicher und spannender wird der Film.
Der Mix aus Krimi, Katastrophenstimmung, Mystery, Spannung, Dramatik und gelungen platzierter Action macht diesen Thriller unheimlich packend.
Technisch präsentiert sich dieser Film in Punkto Bild und Ton für sein Alter in guter Qualität. Ein paar Bonis wären aber wünschenswert gesesen. Peter van Greenways Romanvorlage lies sich seinerzeit nämlich von realen Telekieneseexperimenten inspierieren, von denen einige im Film erwähnt werden. So ist auch Morlars Frage im Film: Warum immer nur destruktiv?" durchaus hintersinnig. Denn im kalten Krieg arbeiteten sowohl Russen, als auch Amis an solchen Experimenten, um sie eventuell als Waffe einsetzen zu können, wie man in diversen Sachüchern nachlesen kann.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2006
Habe "Den Schrecken der Medusa" vor kurzen gesehen und muss sagen: "Der Film ist super!" So einen beklemmenden, spannenden und meisterhaft gespielten Thriller habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Nicht nur der überraschende Anfang ist genial auch der Spannungsbogen ist genau wie es sich gehört - es fängt langsam an und zieht sich bis zur letzten Sekunde, dem vor Spannung kaum auszuhaltenden Finale. Morlar, der Mann mit dem bösen Blick, ist wirklich das personifizierte Böse ohne dabei unmenschlich oder gar lächerlich zu wirken. Der Kommisar Brunel ist in seiner Art und mit seinen Sprüchen ein seltsamer Kauz, der gut kombiniert und hartnäckig an der Lösung seines Falls arbeitet. Bleibt noch die Hauptdarstellerin Dr. Zonfeld, gespielt von Lee Remick: Diese Frau ist der Wahnsinn. So manch eine Hollywood-Diva der heutigen Zeit sollte sich Lee Remick zum Vorbild nehmen.

Der Retrolook (Kleidung, Einrichtung, die Apparaturen im Krankenhaus etc.) macht den Film nochmal besser.

Alles in allem bleibt das Fazit: Ein Muss für alle Thriller-Fans mit etwas höherem Anspruch.
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