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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein furioser Abschied
Mit Bedauern nahm ich den Abschied vom Künstler Chris Rea zur Kenntnis und erlebte den großartigen bescheidenen Künstler ein letztes mal auf der Bühne.
Seit dem grandiosen Konzert der Auberge Tour im Jahre 1991- für mich immer noch das beste Konzert aller Zeiten- wartete ich vergeblich auf einen Konzertmitschnitt auf CD. Um so...
Veröffentlicht am 28. September 2006 von stonyroad66

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grottiger Sound?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob mein Vorrenzensent jetzt genau die CD

"The road to hell and back" von Chris Rea mit seiner Rezension meint. Von grottigem Sound ist diese Scheibe nämlich soweit entfernt, wie Ontario/Kanada von Wellington/Neuseeland. Es ist ein schöner livehaftiger Klang der diese Scheibe prägt. Die Drums kommen zum...
Veröffentlicht am 11. Januar 2007 von Thorsten Harder


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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein furioser Abschied, 28. September 2006
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Limited Edition) (Audio CD)
Mit Bedauern nahm ich den Abschied vom Künstler Chris Rea zur Kenntnis und erlebte den großartigen bescheidenen Künstler ein letztes mal auf der Bühne.
Seit dem grandiosen Konzert der Auberge Tour im Jahre 1991- für mich immer noch das beste Konzert aller Zeiten- wartete ich vergeblich auf einen Konzertmitschnitt auf CD. Um so größer die Freude als ich von dieser angekündigten CD erfuhr. Die letzte Konzertreise von Chris Rea im Jahre 2006 bescherte den Fans den besten Chris Rea aller Zeiten. Das Konzert wird den Fans ewig in Erinnerung bleiben, zumal es eines seiner besten war. Eine ideale Mischung aus neueren Stücken und aus Klassikern, die er schon seit langem nicht mehr live spielte. Kein Stück gleicht der Studioversion auf CD- doch das war bei Chris Rea immer so. Er ist einer der wenigen Künstler, die live besser spielen als im Studio (von der eher misslungenen Tour "Blue Cafe" mal abgesehen).
Die CD bietet neu interpretierte Klassiker wie I CAN HEAR YOUR HEARTBEAT, STAINSBY GIRLS, ON THE BEACH (excellente Version), JOSEPHINE, LETS DANCE, ROAD TO HELL, FOOL IF YOU THINK ITS OVER. Absoluter Höhepunkt ist seine neue Version von Julia, bei der während des Konzertes kaum ein Auge trocken blieb. Die restlichen Songs sind aus seiner Blues Area, die ihn seit seiner schweren Erkrankung begleitet. Jeder Song ist eine Perle- ohne Ausnahme.
Warum diese Doppel CD jedoch limitiert erscheint bleibt mir ein Rätsel. Auf der "normalen" Veröffentlichung sind nur eine kleine Auswahl seiner Livesongs vertreten und einige Perlen bleibt dem Publikum verborgen. Ein sinnloses Konzept.
Aber das Management hinter Chris Rea war da schon immer etwas träge. Auf Anfrage hieß es früher, das kein Livealbum geplant ist, weil keine Nachfrage besteht. Da fehlen einem die Worte.....
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Live-Album!, 8. November 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Limited Edition) (Audio CD)
Chris Reas erstes Live-Album! Und was für eins! Ein komplettes Konzert (wenn auch die verwendeten einzelnen Aufnahmen von unterschiedlichen Konzerten stammen) seiner letzten Europatournee 2006. Das Album bietet definitive Interpretationen einiger seiner besten Songs. Los geht's mit "Jazzee Blue", einem tollen Chicago Blues Shuffle, der als Opener hervorragend geeignet ist. Es folgt das jazzig angehauchte "That's the way it goes". Hier greift Chris Rea zur Bluesharp, die er allerdings nicht mit der gleichen Virtuosität wie die Slidegitarre spielt. Mit dem nächsten Titel "Where the blues come from" erreicht die CD ihren ersten Höhepunkt. Im Gitarrensolo beweist Rea einmal mehr, dass jeder einzelne Gitarrenton zählt. Leider endet das Slide-Solo etwas abrupt (ich hätte mir noch viele Chorusse mehr gewünscht), wird aber unmittelbar gefolgt von einem Keyboard-Solo. Danach geht das Stück nahtlos und überraschend in "Josephine" über. Rea hat inzwischen zum Banjo gewechselt und man hört im Song ein weiteres Keyboard-Solo. "Work Gang" ist ein Titel der durchaus auf einem so genannten Work Song basieren könnte. Vielleicht existiert dieser sogar, denn ich habe ihn im Ohr als "Long gone, yes you're long gone ..." Im Mittelteil wird das Stück jedoch rockiger, behält den Rhythmus aber bei. Hier wird die Adaption von Work-Song Rhythm in der Rock Musik sehr deutlich.
"Head out on the highway" ist ein sehr sparsam und leise instrumentiertes Stück. Die Slide-Gitarre erinnert hier ein wenig an Lap-Steel Gitarristen wie Reverend Lonnie Farris. "Easy Rider" beginnt als reiner Country Blues. Robert Ahwai spielt hier einen Riff der an John Lee Hooker erinnert. Der folgende zweite Höhepunkt der CD "'Til the morning" beginnt mit einem grandiosen meditativen 2 1/2-minütigen Slidegitarren-Solo. Erinnerungen an Blind Willie Johnsons "Dark was the night" werden wach. Die folgenden Gitarrensoli des Songs zelebrieren den singenden Gitarrenton von Tampa Red oder Robert Nighthawk. "Stony Road" basiert auf einem schier unendlich klingenden Groove und ist weniger melodieorientiert. Das Gitarrensolo ist eher rockorientiert angelegt. "KKK Blues" ist ein sehr düsteres Stück. Die beängstigende Atmosphäre passt jedoch vollkommen zur inhaltlich ernsten Thematik des Stücks. Diesmal spielt Chris Rea ausschließlich Mundharmonika, die hier sehr effektvoll eingesetzt wird. Sylvin Marc übernimmt die Gitarre und am Ende des Stücks hört man ein brillantes Dobro-Solo von ihm. Ein weiterer Höhepunkt der CD ist die fast akustisch klingende Version von "Julia". "Stainsby Girls" bildet den Abschluss der ersten CD und übertrifft ebenfalls die Studioeinspielung.
Die zweite CD startet mit dem wunderschönen "Somewhere between Highway 61 and 49". Das Stück beginnt ganz im Stil eines Country Blues. Reas und Ahwais Gitarren bilden hier ein tolles Tandem mit kurzen Einwürfen, die z.T. wie Frage und Antwort wirken. Nach Roberts Gitarrensolo folgt Reas Gitarrensolo und arbeitet sich langsam bis zum abschließenden Höhepunkt des Stücks hoch. Eine der größten Überraschungen der CD ist das völlig umarrangierte "I can hear your heartbeat". Es beginnt zunächst als klassische Soulnummer die den frühen 1970er Jahre entstammen könnte. Nach einem Piano-Break wandelt sich das Stück zu einer Ballade mit einem einfühlsamen Slide-Solo, um dann nach einem kurzen Ausflug in Reggae Gefilde schließlich zum Originalriff des Songs zu finden. Die unterschiedlichen Stilistiken zeigen nicht etwa eine musikalische Unentschlossenheit, sondern weisen vielmehr auf das musikalische Potential des hervorragenden Songs hin. "Road to hell" mit seinen angeschliffenen und schneidenden Slidetönen im Intro war schon während der Tournee ein Höhepunkt der Konzerte, akustisch genauso wie optisch. Die auf der CD verwendete Version ist schlichtweg grandios! Das nächste Stück "On the beach" überzeugt wieder mit einem überragenden Arrangement gegenüber den beiden bislang veröffentlichten Studioeinspielungen. Vor allem Robert Ahwai brilliert mit einem jazzig angehauchten Solo. Mit "Let's dance" folgt ein Rock'n'Roll Song der das offizielle Konzertprogramm beendet. Als Zugabe (bzw. als Bonus Track auf der CD) folgt dann noch "Fool if you think it's over". Das Original auf Reas erstem Album ließ bereits das musikalische Potential des Songs erahnen. Hier liefert er nun live eine gereifte und definitive Version, gepackt in ein soulig-jazziges Gewand.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Chris Rea mit seiner neuen Live-CD ein Album vorgelegt hat, das alle Facetten seines Könnens zeigt und einen sehr guten Überblick über sein Gesamtwerk bietet. Kaum ein anderer heutiger Slidegitarrist verfügt über Reas musikalische Flexibilität und seine unglaubliche Virtuosität. Für mich gehört er mittlerweile zu den führenden Bluesmusikern weltweit, auch wenn ihm in Blueskreisen leider noch immer nicht die gebührende Achtung widerfährt. Weiterhin auch erstaunlich mit welcher Leichtigkeit es Chris Rea gelingt, im positiven Sinne musikalische Sounds vergangener Tage wieder zu beleben ohne die damaligen Songs zu covern.

Abschließend kommt mir ein Vergleich in den Sinn: "Je älter, umso besser!" Auch Chris Rea scheint ähnlich einem guten Wein mit den Jahren zu reifen und liefert hier ein definitives Live-Album, an dem es nichts auszusetzen gibt!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdammt gut!, 26. November 2006
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Limited Edition) (Audio CD)
wie ein guter wein...je älter,je besser!!

einfach spitze,dass er lange mit seinem ersten live-album gewartet hat!

somit präsentiert er einige seiner bekannten hits,in neum aber musikalisch hochwertigen versionen,mit vielen neuen songs(vorzugsweise blues).
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein intensivstes Konzerterlebnis auf CD, 20. November 2006
Von 
Andreas Camino (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Limited Edition) (Audio CD)
Im März durfte ich das Abschiedskonzert von Chris Rea in Düsseldorf erleben. Für mich war es das bisher intensivste, eindringlichste und schönste Konzert, das ich je erlebt habe: der Ausnahmekünstler Chris Rea mit seinem überwältigendem Spiel an der Gitarre, die fantastischen Songs und vor allem seine ausdruckstarke Stimme. Ich habe viele Konzerte von ihm gesehen, aber ich muß sagen, daß dieses eindeutig heraussticht. Er hat in diesem Auftritt seine enormen Gefühle und Stimmungen und sein ganzes Herzblut in seine Musik und seine Stimme gelegt. Ich kenne keinen Interpreten, der mich mit seiner Stimme und vor allem mit seinem wunderschönen Slidegitarrenspiel so tief berühren kann.
Bei Live-CD's oder DVD's bin ich bisher immer skeptisch gewesen, da diese die Atmosphäre des Konzerts selten wiedergeben oder zurückholen können. Bei dieser Doppel-CD (und auch bei der genauso empfehlenswerten DVD) ist dies gelungen. Beim Hören der CD gingen meine Gedanken wieder an den Tag im März zurück und man spürt und hört wieder diese tollen Songs. Natürlich kann eine CD ein Konzerterlebnis nie ganz ersetzen, aber diese Live CD ist wirklich extrem nahe dran. Vielleicht gut, daß wir so lange auf eine Chris Rea Live CD warten mussten.
Zu den Stücken will ich gar nicht viel sagen, es ist das komplette Konzert (weswegen ich auch von der Einzel CD abrate), einer meiner Vor-Rezensenten ist schon ausführlich auf die Stücke eingegangen. Die Songsauswahl ist eine Mischung von alten Hits im aktualisierten Bluesgewand und Blues-Stücken von seiner Blue Guitars Box sowie Stony Road. Herausstellen möchte ich nur das grandiose "Til The Morning Sun" mit einem langen Gitarrensolo, das sehr packende Stück "Easy Rider", "Where The Blues Come From" und "Road To Hell" mit Gitarrentönen, die unter die Haut gehen.
Fazit: Wer das Konzert verpasst hat, sollte es mit der DVD nachholen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beinahe Live!, 8. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Road To Hell And Back (MP3-Download)
Am 6.3.2010 war ich auf dem Konzert in der Westfalenhalle Dortmund und wollte unbedingt die Musik dieses fantastischen Konzertes von Chris Rea noch einmal erleben. Habe gesucht und fand diese CD mit Live-Auschnitten aus seinem Abschiedskonzert. Die meisten Stücke seiner gegenwätigen Tourneé sind ebenfalls darauf. Und genausogut gepielt... Wer Chris Rea und Band "Live" hören möchte in seinen besten Jahren: Für mich hat es sich gelohnt diese zu kaufen!
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5.0 von 5 Sternen T-Rex, 10. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Limited Edition) (Audio CD)
Eine wirklich sehr schöne CD mit überdurchschnittlicher Klangqualität und außergewöhnlich guter Interpretationen seiner (Chris Rea's) songs. Nicht vergleichbar mit den Studioaufnahmen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live ein Genuss, 9. November 2006
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Limited Edition) (Audio CD)
Ich hatte die Ehre Chris Rea auf seiner Abschiedtournee in Luxemburg live zu erleben. Die Qualität seines Gitarrenspiels und seiner Stimme, welche wie ich finde live rauher, aber auch besser klingt als auf seinen Studioaufnahmen, ist phänomenal! Beim hören dieser CD habe ich jedesmal das Gefühl wieder im Konzertsaal zu sein. Danke Chris....
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grottiger Sound?, 11. Januar 2007
Von 
Thorsten Harder (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Audio CD)
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob mein Vorrenzensent jetzt genau die CD

"The road to hell and back" von Chris Rea mit seiner Rezension meint. Von grottigem Sound ist diese Scheibe nämlich soweit entfernt, wie Ontario/Kanada von Wellington/Neuseeland. Es ist ein schöner livehaftiger Klang der diese Scheibe prägt. Die Drums kommen zum großen Teil sehr druckvoll rüber. Die Gitarre(n) sind sehr direkt aufgenommen. Und vor allem, extrem wichtig, n i c h t komprimiert. Der Originalklang der Instrumente ist bestechend eingefangen. Für mich eine der besten Liveaufnahmen überhaupt. Über die Musik muss man, glaube ich, nicht mehr viel sagen. Da sollte man sich die guten Fünf-Sterne-Renzension von der Doppel-CD durchlesen. Wobei, wir nämlich jetzt an dem Punkt angekommen

sind, weswegen ich nur 3 Sterne vergebe. Nämlich:

Warum um Himmels Willen hat man neben der Doppel-CD auch noch eine Single Disk Edition veröffentlicht?

Absolut überflüssig! Darum geht meine Empfehlung klar an die 2-Disc-Edition.
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5.0 von 5 Sternen Gitarrenmusikfan, 13. April 2010
Rezension bezieht sich auf: The Road To Hell And Back (MP3-Download)
"The Road To Hell & Back" gehört definitiv zu den besten Live-Alben, die ich zwischenzeitlich als CD und als DVD im Regal stehen habe.

Ein begnadeter, virtuoser Gitarrist mit einer hervorragenden Begleitband. Die Konzeraufnahmen sind absolut phantastisch, stimmungsvoll, beeindruckend und extrem ausdrucksstark. Für Gitarrenfans - und ich rede nicht von "eingefleischten Chris Rea-Fans" - ein absolutes MUSS. Klar ist, dass die angesprochenen, emotionalen Eindrücke und Empfindungen in vollem Umfang nur beim Ansehen der DVD gewonnen werden können.

Hervorzuheben ist aber auch die zweite DVD mit der "Documentary". Durch Interviews etc. hat man die Möglichkeit, Chris Rea, die Begleitmusiker und die gesamte Crew persönlich kennenzulernen (einschl. Aussagen zu seiner Krankheit usw.). Leider gehöre ich nicht zu den von Chris Rea angesprochenen Konzertbesuchern, die durch das Live-Konzert erkannt haben, dass er ein so guter Gitarrist ist. Ich habe dies erst durch die o. a. CD und DVD, d. h. nach Abschluss der "Farewell Tour", erfahren. Hoffentlich ist es Chris Rea gesundheitlich vergönnt, trotz der offiziellen Abschiedstourne noch viele Konzerte zu geben (und seine anderen Ideen und Vorhaben umzusetzen). Dann werde ich dieses "Versäumnis" in jedem Fall nachholen. Dieser persönliche (egoistische) Wunsch dürfte aber auch im Sinne der Begleitmusiker und der Crew sein, die zum Teil seit Jahrzehnten mit Chris Rea zusammenarbeiten.

In der Zwischenzeit weiß ich aber auch, warum mir der jetzige Chris Rea im Vergleich zu den älteren Aufnahmen viel besser gefällt. Die Antwort hierauf gibt Chris Rea auf der "Documentary" selbst. Vor dem Hintergrund seiner Krankheit und den damit einhergehenden Veränderungen (...) konzentriert er sich auf das Wesentliche. Laut seiner Aussage verzichtet er auf den früheren, zum Teil vorgegebenen, sicherlich kommerziell ausgerichteten "Produktionskram". Der Wunsch, den Chris Rea bei dieser Abschiedstourne geäußert hat, lautet: "Ich würde gern glauben, dass ich 100 % Chris Rea gegeben habe". Dies ist ihm mit 100 %iger Sicherheit gelungen! Ein unglaubliches Konzert! Wundervolle Aufnahmen!
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5.0 von 5 Sternen Ein Multitalent nimmt Abschied auf seine Weise..., 20. Mai 2008
Von 
T. Lange "TieL" (DARMSTADT) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Road to Hell and Back (Limited Edition) (Audio CD)
...vom aufreibenden Tourneeleben, vom Rund-um-die-Uhr-Streß, vom weltweiten Erfolg und vom Dasein als Popidol. Chris Rea musiziert künftig nur noch im kleinen Rahmen, als Mitglied der "Fabulous Hofner Bluenotes". Für einen Künstler seiner Größenordnung sagt der Brite vergleichsweise bescheiden Adieu. Mit einer Gastspielreise, die ihn 2006 noch einmal durch Europa führte.

Ein Blick in Reas umfangreiche Diskografie genügt, um verblüfft festzustellen: Der Sänger, Gitarrist und Komponist, der sich vor allem auf der Bühne besonders zu entfalten weiss, gönnte sich und seiner Fangemeinde in drei Jahrzehnten keine einzige Live-Aufzeichnung. Zum nicht ganz freiwilligen Karrierefinale gestattet Chris Rea erstmals, was er zuvor niemals erlaubte: einen Konzert-Mitschnitt. Unter dem Titel "The Road To Hell And Back" liegt das Fan-Souvenir in gleich vier Formaten vor: als Einzel-CD, Doppel-CD im Digi-Pack (Limited Edition) und 2-DVD-Set inklusive 80-minütiger Tourtagebuch-Doku, welches ebenfalls nur als limited Edition erhältlich ist.

Schmal ist er geworden. Rapide gealtert, auf der steinigen Straße eines intensiven Künstlerlebens. Gezeichnet sieht er aus, wenn er mit scheuem Blick am Mikrofon steht und sein unglaublich rauchiges Stimmtimbre erklingen lässt. Das volle dunkelbraune Haar im herben Kontrast zum ausrasierten Bart um den dünnlippigen Mund, der nur selten ein Lächeln andeuten mag. Die ersten Szenen der DVD-Road-Dokumentation "The Road To Hell And Back" erschüttern. Unter die Räder geraten ist der 55-Jährige vor langer Zeit. Auf eben jener "Strasse in die Hölle", wie er seine jahrzehntelange, mittlerweile ausgestandene Alkoholsucht einst in poetische Worte fasste.

Überlebt hat Rea so einiges. Vor sieben Jahren einen heimtückischen Tumor: Bauchspeicheldrüsenkrebs - gesund ist er allerdings nicht. Die Folgen der Totaloperation, bei der auch Teile des Magens entfernt wurden, sind weitreichend: der schwere Diabetiker benötigt täglich fünf Insulinspritzen, zahlreiche weitere Medikamente, einen strikt eingehaltenen Diätplan, ausreichend Bewegung und wesentlich weniger Arbeit. Letzteres will dem in Middlesbrough geborenen und aufgewachsenen, erst im späten Alter von 19 Jahren zur Gitarre konvertierten Musikus noch nicht so recht gelingen. Immerhin findet die tiefgreifende Veränderung seines konsequenten Rückzugs Ursprung im Bewußtsein, dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen zu sein. Unter solchen tragischen Umständen verblasst auch der in seiner Glanzzeit mehr als 30 Millionen Mal verkaufte Schmusepop mit Dauerkuschelfaktor, den seine Manager in den Jahren vor dem gesundheitlichen Supergau immer vehementer von ihrem Goldjungen forderten. Geblieben sind ihm ein ansehnliches Vermögen, sein seit mehr als zwanzig Jahren andauerndes Familienglück sowie seine Liebe zur Musik und Malerei.

Ein letztes Mal zelebriert der Vollblutkünstler alter Schule, was ihn in seiner drei Dekaden währenden Karriere am meisten faszinierte und die Musikwelt seit mehr als einem Jahrhundert antreibt: Blues. Chris Rea stellt sein Talent ganz in den Dienst des rhythmischen Wehklagens, das im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven auf den Baumwollfeldern am Ufer des Mississippi Deltas ersonnen wurde. Eine ergreifende Hommage an legendäre Pioniere wie Robert Johnson, John Lee Hooker und Blind Lemon Jefferson, aber auch eine Studie in puristischer Komponierkunst - denn Rea, so sehr er auch die Originale liebt, zieht Selbstverfasstes vor. Aber in seinem Konzert-Repertoire meidet er konsequent die meisten seiner rund zwei Dutzend Publikumsrenner. Wenn er mit "Josephine", "On The Beach", "I Can Hear Your Heartbeat", "Let's Dance" oder "Fool (If You Think It's Over)" dann doch auf hymnische Klassiker zurück greift, ertönen sie als elegisch ausgewalzter 12-Takter oder rocken ungewohnt harsch.

Noch lieber hält Chris Rea mit seinem kompetenten Begleitquartett intensive Zwiegespräche nach Noten. Bei jedem Song wechselt er die im offenen E-Tuning gestimmten antiken Gitarrenmodelle. Zupft, schlägt und fingerpickt er. Lässt ein am kleinen Finger seiner linken Hand übergestreiftes Glasröhrchen virtuos am sechssaitigen Steg auf- und abgleiten. Den Bottleneck selten vom Finger nehmend, malt er Melodien von beängstigender Schönheit, vermittelt Hoffnung, aber auch grenzenlose Ernüchterung.

In seiner Musik stromern hartkantige Bluesromantik, instrumentale Virtuosität und die Reife eines Künstlers und Menschen, der gelernt hat, zwischen oberflächlichem Ruhm und ideelem Reichtum, zwischen gesichtslosen Fliessbandproduktionen und persönlicher Aussage, zu unterscheiden. Chris Reas Suche nach dem Blues, ist auch eine Suche nach dem Sinn des Lebens, die tiefe Einblicke in seine Seele ermöglicht. Eindringlich verdeutlicht er, dass hier ein zur Schlichtheit Bekehrter zugange ist. Ob introvertiert schmerzvoll oder meditativ sakral - Rea findet unaufhörlich prägnante Akkorde, um zum allerletzten Mal der Musiker zu sein, der er schon immer sein wollte.
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