Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen159
3,8 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:19,03 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 30. Mai 2001
"Im Geheimdienst Ihrer Majestät" gehört zu den am meisten unterschätzten Bond-Filmen und ist auch gleichzeitig der unbekannteste. Kaum jemand kennt George Lazenby oder den Filmtitel. Tja,denen die ihn nicht kennen, entgeht einer der drei besten Filme der ganzen Serie - ich nenne ihn das "Schmuckstück" unter den 007-Movies. Denn dieser Film bietet etwas, was sonst kein anderer bietet: Ein Bond, der Gefühle zeigt, sich ernsthaft verliebt, sogar heiratet - und als einziger Film der Serie kein Happy-End. Dazu kommt ein prächtiges Bond-Flair, das den ganzen Film durchzieht: Die Schauplätze sind in Portugal an der Atlantikküste, in Bern und Mürren in der Schweiz. In Portugal bekommt Bond im Hotel das "Fürsten"-Appartement, spielt im Casino und fährt einen neuen Aston Martin. Wieder daheim in England kündigt er (!) seinen Job und besucht daraufhin M in dessen Privathaus, einer alten viktorianischen Villa. Das schönste Bond-Flair entwickelt der Film dann in der Schweiz, im winterlichen Mürren: herrlich der Hubschrauberflug zu Blofelds Alpenfestung "Piz Gloria", unterlegt mit der phänomenalen Musik von John Barry, herrlich allein schon die Namen der dortigen Bediensteten bzw. Gangster: Grunther, Irma Bunt, Dr. von Zahn, herrlich Bonds Auftritt im schottischen Kilt, herrlich die Gondel-Szene, herrlich die Skiverfolgungsjagd (auf die spacigen Skibrillen achten!) und die Flucht durch Mürren und Grindelwald. Dann Szenen, die es vorher und nachher nie wieder gab bei Bond: Er macht Tracy, der einzigen Frau, die er jemals wirklich liebte, einen Heiratsantrag, man sieht romantische Szenen mit dem wunderbaren "We have all the time in the world", von Louis Armstrong gesungen. Ungewohnt (aber sehr wohltuend) ist auch, dass Regiesseur Peter Hunt fast völlig auf technisches Spielzeug verzichtete. Nur in einer Szene benutzt Bond ein tragbares Tresorknack- und Kopiergerät, leider wurde diese spannende Szene für die deutsche Version herausgeschnitten. Toll auch die Mode in diesem Film: Wer hat Bond schon mit orangenem Hemd oder rosa Krawatten gesehen, oder Gangster mit lila Schlips? Besonders muss auch noch auf die Musik von John Barry hingewiesen werden, die die beste der ganzen Serie ist. Also: Ihr habt es wohl gemerkt, hier schrieb ein enthusiastischer Bond- und "Im Geheimdienst Ihrer Majestät"-Fan. Wer dieses Highlight der Serie, in meinen Augen nach "Goldfinger" und "Liebesgrüsse aus Moskau" der drittbeste Bond-Film überhaupt, nicht mag oder nicht kennt - selber schuld.
0Kommentar|38 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. August 2003
Im Geheimdienst ihrer Majestät ist der Bondfilm, der der Romanvorlage am ähnlichsten ist. Zwar ist George Lazenby, der nur einmal die Rolle des Doppelnullagenten spielte, nicht gerade eine Idealbesetzung für den smarten Bond, dafür ist der Film ansich aber umso besser.
In der deutschen Sprachfassung wird Lazenby sogar von Connery's Synchronstimme vertont. Damit wären wir auch schon beim größten Manko der DVD. Denn auf der deutschen Scheibe befindet sich auch leider nur die deutsche Synchronfassung, das englische Original wurde weggelassen. Der Grund dafür ist, daß im Englischen eine anders geschnittene Version gibt. Die deutsche ist zwar die bisher längste in Deutschlandveröffentlichte Fassung doch die englische ist etwas länger.
Der wahrscheinlichste Grund, warum Im Geheimdienst ihrer Majestät bei weitem nicht die Einspielsummen erreicht hat wie alle anderen Filme, ist wohl, daß James Bond am Ende des Films heiratet und kurz darauf seine Frau verliert. Dieses traurige Ende kam wohl beim Publikum nicht sonderlich gut an, ich persönlich finde aber, daß es auch eine andere Seite Bonds zeigt. Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juli 2010
Zuerst muss ich sagen, dass dieses Bond-Abenteuer eindeutig zu den besten überhaupt zählt, da sind sich alle Fans und Kritiker einig.
Dies liegt vor allem an der unvergleichlichen Story die natürlich wieder auf einer Romanvorlage von Ian Fleming basiert. In diesem Fall jedoch hat man sich so nah an die Vorlage gehalten wie sonst noch bei keinem anderen. Dadurch kommt auch Bonds gefühlvolle Seite zum Vorschein und man sieht ihn nicht immer nur als Ein-Mann-Armee, welche ab und an einen coolen Spruch draufhat. Neben "Casino Royale" hat nur dieser Film das so überzeugend rübergebracht.

Dass George Lazenby diesmal den 00-Agenten mimt, ist meiner Meinung nach ein echter Glücksfall. Irgenwie kann ich mir Sean Connery nicht wirklich in der Rolle des einfühlsamen und verletzlichen Bond vorstellen. Lazenby spielt dies aber hervorragend und wird in diesem Film grandios von den beiden anderen Hauptdarstellern unterstützt. Diana Rigg und Telly Savalas sind perfekt für ihre jeweiligen Parts und verleihen dem sechsten Bond-Film einen eigenen Flair.

Wenn man den Streifen das erste Mal sieht, mag er einem vielleicht ein bisschen langatmig und an manchen Stellen zu uninteressant vorkommen. Diese Meinung sollte man durch ein erneutes Anschauen revidieren. Denn die Details sind es die diesen Film so liebenswert machen. Es wird sich Zeit genommen um sowohl die Beziehung Bonds zu Tracy auszuführen, als auch den eigentlichen Auftrag Ihrer Majestät zu dokumentieren. Der Film ist einer der wenigen, welcher immer besser wird, je öfter man ihn ansieht.

Das einzige, was man wirklich ankreiden muss, hat mit dem eigentlichen Werk eigentlich gar nichts zu tun. Denn da alle James Bond Filme neu überarbeitet wurden, sowohl die Ton- als auch die Bildspur, gibt es natürlich einige Veränderungen im Vergleich zur VHS Version. Diese sind in allen Bond-Streifen selbstredend positiver Natur. Nur in diesem leider nicht. An dem Bild ist nichts auszusetzen, man erkennt den Unterschied zwischen den Originalen und dieser überarbeiteten Version und sie ist fantastisch. Doch die Tonspur ist miserabel! An einigen Stellen wurden Textdialoge, welche man in der ursprunglichen deutschen Kinoversion nicht vernahm, hinzugefügt. Doch leider mit einer total anderen Stimme. Auch wenn man den Synchronsprecher der Figuren nicht überreden konnte diese kurzen Sequenzen zu sprechen, gibt es doch heutzutage die Technik um es ein paar Worte lang wenigstens so anhören zu lassen. Dies ist im ganzen Film vielleicht in ca. 10 Sätzen der Fall und es nervt leider richtig.

Für mich aber dennoch kein Grund diesem Klassiker aus dem Jahre 1969 keine 5 Sterne zu geben.
11 Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2003
Lazenby ist wohl die tragischste Figur in der Riege der Bond Darsteller. Nach den fünf sehr erfolgreichen Connery Bonds konnte er nur scheitern. Ich betrachte ihn als "Bauernopfer"
der nur eingesetzt wurde, weil kein etablierter Schauspieler die Rolle übernommen hätte.
Trotzdem ist "Im Geheimdienst" einer der besten Bond Filme und wäre mit Connery wahrscheinlich zum Kultfilm avanciert, zumal der Film dicht an der Romanvorlage bleibt.
Trotz allem bleibt für mich Lasenby nach Connery der glaubwürdigste Bond Darsteller.
Er und nur er ist der einzige der Bond Darsteller, der ähnlich wie Connery in den Action Sequenzen glänzt. Allein die Ski Sequenzen (gefilmt von Willy Bogner) sind schon ihr Eintrittsgeld wert.
Vor allem aber ist der Film spannend, was man von den letzten vier Bond Filmen nicht mehr behaupten kann.
Hätte Lazenby die Chance bekommen weitere Bond Filme zu drehen, wer weiß, vielleicht
hätte er Connery den Rang abgelaufen. Zum Teil ähnelt Lazenby übrigens Cary Grant, der ja auch mal als Bond vorgesehen war.
Auch die Musik ist (wieder von John Barry) grandios.
Deshalb fünf Sterne obwohl er mindestens 10 verdient hätte.
22 Kommentare|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 11. Oktober 2011
Leider wurde Bond Nr. 6 lange wie das schwarze Schaf der Serie behandelt. Wer ihn sich zulegen möchte, sollte daher auf die Ultimate Edition zurückgereifen, denn diese hat als erste DVD-Veröffentlichung auch die englische Tonspur, die der Einzel-DVD als einzigstem (!) Bond fehlte. Übrigens ist es ein Gerücht, dass "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" ein Flop war. Bei einem 7 Mio. $-Budget wurden weltweit ca. 60 Mio. Dollar eingepielt. Als Flop gilt der Film, weil er etwa auf das Einspielniveau von "Dr. No" zurück fiel und im Vergleich zu "Man lebt nur zweimal", der bei nahezu identischem Budget weltweit 112 Mio. einspielte, eben nicht mal ansatzweise mithalten konnte.
"Im Geheimdienst Ihrer Majestät" ist jedoch einer der Bond-Filme, die am schnellsten Atmosphäre aufbauen. Musik, Drehorte, Spannung, alles paßt von Anfang an perfekt zusammen. Und so früh wie nie zuvor bekommt man die elementare Frauenfigur des Films präsentiert. Diana Rigg war damals ohne Frage die bis dahin schönste Darstellerin eines Bond-Girls und hatte bis heute die wichtigste aller Frauenrollen bei Bond.
Perfekt ist die erste Kampfszene des Films. Was bei Sonnenuntergang an einem Strand gefilmt wurde, gehört noch heute zu den besten derartigen Szenen bei Bond. Schnelle Schnitte, toll choreografiert und das Ganze mit einer ironischen Bemerkung von Lazenby gekrönt. Ein Einstand nach Maß.
Die Titelsequenz von Maurice Binder schlägt alles vorangegangene in der Art, wie hier nochmal die ersten fünf Bond-Filme Revue passieren. Zum letzten Mal in der Bond-Serie gabs auch keinen Titelsong, sondern ein geniales instrumentales Intro, das Kraft und Feuer hat.
Auch George Lazenby finde ich als Bond absolut gelungen, kehrt sein Bond doch wieder angenehm zum härteren Stil der ersten Bond-Filme zurück. Eine Hammerszene z.B. wenn Bond kündigen will, M das kommentarlos hin nimmt und man die Wut in Bonds Gesicht sieht. Wohl selten war Moneypenny so wertvoll wie hier.
Doch auch Diana Rigg verleiht ihrer Tracy derart viel Schönheit, Charakter, Tiefe und Format, dass das lange Zeit seinesgleichen suchen sollte.
Auch in Punkto Tiefe bei den Dialogen auf Dracos Geburtstagsfeier, sowie den romantischen Szenen, nachdem Bond Tracy seine Liebe gestanden hat, sie Zeit verbringen und der Song "We have all the time in the world" erklingt, ist dieser Film einmalig normal und menschlich hat man Bond in diesem Ausmaß erst annähernd bei "Casino Royale" wieder erlebt.
Doch bei aller Erdung der Bond-Figur kommen natürlich Spannung und Action nicht zu kurz, wie bei einem Einbruch bei einem Schweizer Anwalt. Übrigens eine Szene, die erst Anfang der 90er wieder in den Film gelangte. Im Kino schnitt man sie heraus, weil man Stress mit der Neutralität der Schweiz befürchtete.
In einer Szene des Films sticht Lazenby seinen Vorgänger Connery sogar locker aus. Er verwandelt sich glaubhafter in einen Wissenschaftler, als Connery in "Man lebt nur zweimal" in einen Japaner.
Optimal genutzt wurden die Schweizer Drehorte, angefangen von herrlichen Luftaufnahmen, bis hin zum Anblick des Piz Gloria.
Verzeihbar ist ein Schnitzer in der Handlung. Seit "Man lebt nur zweimal" müßten sich Bond und Blofeld kennen, doch treten sie sich hier gegenüber, ohne einander zu erkennen. Doch verzeiht man das gern nicht zuletzt durch die Tatsache, dass Telly Savalas der beste aller Blofelds ist. Der Fehler kam übrigens dadurch zustande, dass Flemings Romane in anderer Reihenfolge verfilmt wurden. Denn als Roman kommt "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" vor "Man lebt nur zweimal".
Klasse ist auch, dass Bond sich mit seiner Intelligenz aus einer misslichen Lage befreien muss und keine Tricks von Q parat hat.
DAS Actionhighlight des Films sind die Skiszenen, die makellos perfekte Action bieten und ab da gehts hier auch Schlag auf Schlag mit einem Autorennen auf Eis und weiteren Skiszenen, inklusive einer Lawine, was nur kurz unterbrochen wird für eine tolle, absolut einmalige Szene zwischen Bond und Tracy - einen Heiratsantrag.
Und gerade diese Szene gibt dem Film nochmal Glaubwürdigkeit, wenn ein besorgter Bond wütend M anblafft und einen Befehl missachtet. Hat sich das Connery je getraut? Nein.
Kürzer gehalten, als in den letzten Filmen, aber rasant und actionreich ist die Schlussschlacht.
Einzigartig sind bei diesem Film auch die Hochzeit und das bitter bitte böse Ende. Dieses Ende, das original vom Roman übernommen wurde, ist das kompromissloseste und emotional niederschmetterndste der Bond-Filme und Lazenby hat hier eine der besten Szenen, die ein Bond-Darsteller je hatte.
Zusammengefasst kann man sagen, dass dieser Film alle Vorgänger in Punkto Einmaligkeit und Klasse überflügelt mit der menschlichsten Version James Bonds, der facettenreichsten, komplexesten Story, John Barrys oscarwürdiger Musik, einem der schönsten Bond-Girls, fesselnder Action, emotionaler Tiefe und einem mutigen knallharten Ende. Für mich ist "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" bis heute einer der drei besten Bond-Filme, der die Messlatte sehr sehr hoch legte und in Punkto Emotionalität erst von "Casino Royale" erreicht wurde.
22 Kommentare|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. September 2001
Nach "Goldfinger" und "Liebesgrüße aus Moskau" ist OHMSS der wohl beste Bond-Streifen, und dass, obwohl Sean Connery nicht mehr dabei war. George Lazenby wird aber unrecht getan, wenn man nur wegen ihm den Film nicht gut findet. Von seinem Äußeren her gesehen ist Lazenby der ideale Bond, und auch seine Darstellung passt in den Bond-Charakter. Insgesamt bietet OHMSS einige wunderschöne Szenen und Aspekte aus der Welt des James Bond. Die ganze Stimmung, die den Film trägt, ist perfekt für einen James-Bond-Film. Gerade dadurch, dass 007 sich verliebt und Gefühle zeigt, wird der Bond-Charakter glaubhaft ausgestaltet. Ideal passt auch die Szenerie in den Schweizer Alpen - Bonds Mutter war Schweizerin und er ist leidenschaftlicher Skifahrer. Gepaart mit den wunderschönen Kameraeinstellungen und der genialen Musik John Barrys erreicht dieser Film so bestes Bond-Niveau. Eine klassische Szene ist auch Bonds Besuch im Privathaus von seinem Chef M, der Schmetterlinge sammelt. Auch die Beschäftigung mit Genealogie trägt zu dem ganz besonderen Flair des Films bei. So zählt OHMSS auch ohne Connery zu den besten Bonds.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Januar 2005
Ausnahmsweise mal ein Bond-Film, bei dem es nicht nur sensationelle Verfolgungsjagden und Bettszenen gibt. Ja es gibt hier die Wirkliche Liebe zwischen dem Titelhelden und der damals aus "Schirm, Chrame und Melone" bekannten Diana Rigg.
Warum man dem Schauspieler Lazenby keine weitere Rolle angeboten hat, wird wohl für immer verborgen bleiben, wenn es nicht an dem damaligen regelrechten Sean Connery Kult lag.
Die Bergaufnahmen in St. Moritz und auf dem Schilthorn (Nest des Bösewichts) sind ebenso sehenswert, wie die Schiszenen des Modemachers Bogner, der selbst in St. Moritz ein Haus und eine Boutique besitzt.
Eigentlich ist dieser James-Bond-Film zwei Filme.
Einmal der übliche James-Bond-Film mit der Jagd nach einem Bösewicht. Ein anderesmal ein romantischer Liebesfilm mit schönen Naturaufnahmen aus der Alpenwelt.
Während die Jagd nach dem Bösewicht das übliche gute Ende nimmt, erfährt der romantische Liebesfilm ein trauriges Ende.
Man sollte also mit Taschentüchern gut eingedeckt sein.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. November 2006
Ich hatte bereits das Vergnügen, eine Verleihversion des Films zu haben.

Zunächst kam der Trailer von fast 1:30 Minuten zur neuen Edition. Ich hoffe nur, dass auf den Verkaufsversionen der UE die Trailer verschwunden sind, denn wer braucht sie insgesamt 20x, wenn sie eh schon im Besitz des Einzelnen sind.

Das Menü ist meiner Ansicht nach ansprechend gestaltet, aber einen Zeitgewinn zur SE konnte ich beim besten Willen nicht feststellen, da die einzelnen Bilder zum Film einige Zeit durch das Bild laufen, bevor das eigentlich Anwählmenü erscheint.

Das Bild ist absolut in Ordnung, auch wenn ich keinen nennenswerten Unterschied zur SE feststellen konnte. Ich möchte mir in diesem Punkt aber kein abschließendes Urteil darüber erlauben, da ich derzeit noch nicht im Besitz eines Beamer, geschweige denn eines LCD/Plasma-Fernsehers bin.

Der Sound hat mich angenehm überrascht, so habe ich beispielsweise Louis Armstrong noch nie in dieser schönen räumlichen Qualität auf DVD vernommen. Auch die Qualität des restlichen Score war um Längen besser als der auf der SE. Gestört haben mich lediglich einige neue Toneffekte, wie beispielsweise die Erschießungsszene am Ende des Films. Ich hatte da andere, effektvollere Geräusche in Erinnerung...

Der absolute Schwachpunkt bleiben die zum Teil neusynchronisierten Szenen bzw. die Tonqualität der alten Synchro, wobei ich zum letzteren sagen muss, dass mir dann der etwas blecherne Klang immer noch lieber ist, als eine völlige Neusynchro. Natürlich muss man wissen, dass einzelne Sätze damals einfach nicht synchronisiert wurden, wie bspw. Irma Bunt, die ihren Mädchen bei der Geschenkübergabe ein schönes Weihnachtsfest wünscht, aber das ganze Passagen neu eingedeutscht wurden, macht mich ziemlich wütend. Das waren die Szenen bevor Bond von Irma Bunt überrascht wurden, der erste Dialog zwischen Blofeld und Tracy, die Hochzeitsszene mit Q und die Szene am Schluss als Bond den Wagen von den Blumen befreit. Zudem gab es noch den Satz von Tracy nach dem Stock-Car-Rennen "Den ersten Preis können sie uns hinterherschicken", der ebenfalls unsinnigerweise neu synchronisiert wurde. Noch unsinniger, und das hat Ivo auch schon ausgeführt, läuft die Musiksequenz in Feldkirch erst im Originalton und wechselt dann mir nichts Dir nichts bei Einsetzen der deutschen Stimmen auf die deutsche um. Genauso verhält es sich, als Bond nach seiner Flucht Tracy wiedersieht. So etwas ist einfach nur Pfusch und technisch nicht nachvollziehbar, zumal der deutsche Ton dafür ja auch vollständig existiert.

Alles in allem eine mittelprächtige Leistung der Verantwortlichen, die des "Guten" etwas zu viel getan haben und an zwei Stellen schlichtweg gepennt haben müssen.

Der Film ist und bleibt natürlich top, sodass ich nur einen Stern abziehen kann.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 2006
Viele von Euch schauen sich jedes Jahr zu Weihnachten bestimmte Filme an. Ob nun "Die Weihnachtsgeschichte", "Ist das Leben nicht schön" oder "Der kleine Lord". Ja, ich schaue die auch.

Doch bei mir steht auch jedes Jahr pünktlich zu Weihnachten "Im Geheimdienst ihrer Majestät" auf dem privaten Spielplan, seit 20 Jahren. So geschehen gerade eben wieder. Und, noch ganz berauscht von dem gesehenen verfasse ich diese Rezension.

Jetzt werden manche Sagen: Bond und weihnachtlich? Passt das? Und ich sage: JA! Die malerische Kulisse (das verschneite Bergdorf), der Weihnachtsmarkt, überall die Dekorationen und ein Weihnachtslied - da muß einem doch einfach Weihnachtlich ums Herz werden. Also als ich kleiner war habe ich immer davon geträumt, einmal im Leben Weihnachten so zu erleben wie Bond in diesem Film. Und, ganz ehrlich, ich träum immernoch davon. :)

So viele unsterbliche Momente sind in diesem Film, die sich in mir eingebrannt haben. Da wäre der Moment, als Bond vom Piz Gloria am Heilig Abend auf Skiern flieht ("DER ENGLÄNDER IST ABGEHAUEN!"), und der darauf folgende Kampf mit einem seiner Verfolger am Hange eines Abgrundes oberhalb des Dorfes, von wo aus die Klänge einer weihnachtlichen Eislaufgala hinaufschallen und sich in den tief verschneiten Bergen verlieren. Und dann der wirklich wundervolle Moment, den schon jemand in seiner Rezension erwähnt hat: Als sich Bond unter den Zuschauern der Schlittschuhläufer versteckt, und auf Tracy trifft ("MAN IST HINTER MIR HER"). Das ist wirklich berührend.

Aber selbstverständlich mag ich diesen Bond nicht nur wegen seines weihnachtlichen Flairs. Nein, in seiner Gesamtheit ist er für mich immer der beste aller James Bond Filme geblieben, und nicht nur das, sondern auch einer der besten Filme überhaupt. Und da liegt es nicht fern, das ich natürlich immer auf die Frage nach meinem liebsten Bond-Darsteller sofort sage: George Lazenby! Und jeder antwortet dann immer: WER??? :))

Lazenby wurde damals von der Presse zerissen ähnlich wie heute Daniel Craig. Klar, es war schon komisch, das ein australischer Dressman, der bisher nur Werbespots gedreht hatte, nun Hauptdarsteller einer Großproduktion wurde. Doch gerade deshalb ist Lazenbys Leistung um so erstaunlicher! Er spielt perfekt, das er praktisch ein Laie war, merkt man ihm in keiner einzigen Szene an. Nein, man merkt förmlich: Dieser Typ gibt alles!! Und vielleicht liegt es an seiner "Unerfahrenheit", das er den wohl menschlichsten, und auch symphatischten James Bond aller Zeiten darstellte. Das der Film dann auch noch floppte, besiegelte Lazenbys Schicksal, und so ist er der einzigste der Bond Darsteller, der nur ein einziges Mal in der Rolle zu sehen war (er war dananch nur noch in einer Handvoll billiger Actionfilme und zuletzt in Filmen der "Emmanuelle" Serie zu sehen). Sein Regiesseur teilte dieses Schicksal. Es war der einzigste Bond-Film, den Peter Hunt, der bei den anderen Filmen als Cutter beteiligt war, selber drehen durfte.

Aber nicht nur das lässt den Film aus allen anderen der Serie rausstechen. So vieles ist anders als sonst: Neben Dr. No ist es der einzigste Bond-Film ohne gesungene Anfangsmusik (dafür erklingt aber die wohl markanteste Komposition, die John Barry neben dem "James Bond Theme" je komponiert hat), Bond kommt ohne Q's technische Spielereien aus, man sieht ein einziges Mal James Bond's Büro und das Zuhause von M. Und nicht zuletzt natürlich Bond's Heirat. Und diese Heirat sorgt für eine weitere Besonderheit: Es ist der einzigste James Bond Film ohne Happy End. All das macht den Film einzigartig, mitunter hat man das Gefühl, als schaue man gar keinen Bond-Film, sondern ein großartiges, sehr menschliches "Geheimdienst-Drama". Der fehlende Titelsong wird übrigens mehr als wettgemacht durch die musikalische Einlage im Film, wenn Louis Armstrongs' "We have all the time in the world" erklingt.

Neben George Lazenby glänzt die beste Besetzung, die ein Bond-Film jemals hatte: Diana Rigg ist mehr als nur ein Bond-Girl, war die erste Frau an Bonds Seite, die ihm auf Augenhöhe steht. Telly Savalas als Blofeld ist einfach nur herrlich (ich liebe allein die Art, wie er seine Zigaretten raucht). Und auch Gabriele Ferzetti als Bonds zukünftiger Schwiegervater und die deutsche Ilse Steppat sind fantastisch.

Nun zur "Ultimate Edition": Es ist erfreulich, das "Im Geheimdienst" nun ENDLICH in seiner kompletten Fassung auf deutsch vorliegt und auch eine englische Tonspur enthalten ist (bei der letzten Edition war es der einzigste Film, der nur deutschen Ton hatte!) Die fast schon berühmte "Fehlende Szene" im Anwaltsbüro der Gebrüder Gumbold war ja schon der alten DVD zugefügt worden. Nun sind auch endlich die Szene, in der Bonds namenloser Kollege mit der Seilbahn zum Piz Gloria hinauffahren will sowie ein paar kurze Schnipsel eingefügt worden, womit der Film nach 37 Jahren endlich komplett auf deutsch vorliegt.

Doch zu was für einem Preis!! Also das erwähnte fehlende Szenen billigst nachsynchronisiert werden, ist ja noch verständlich, doch viel zu viele Szenen sind neusynchronisiert worden, ich denke mal, wie so oft weil die deutsche Tonspur sich nicht restaurieren lies. Trotzdem hätte man darauf verzichten sollen! Es irritiert einfach, wie oft die Stimmen der Sprecher plötzlich wechseln, mitunter mitten in einer Szene!! Und die neuen deutschen Stimmen sind katastrophal, klingen, als ob die Verantwortlichen eben schnell jemanden von der Straße geholt haben, ihm 50 € in die Hand drückten und ihn "synchronisieren" liesen. Eine Szene zwischen Telly Savals und Diana Rigg wirkt durch die Neusynchronisation wie eine Komödie!

Aber das schlimmste kommt noch: Während Bond auf dem Weihnachtsmarkt flieht, hören wir nicht mehr Katja Ebsteins Lied "Wovon träumt ein Weihnachtsmann im Mai", sondern die Originalfassung "Do you know how christmas trees are grown" von Nina! Wie kann man sowas tun?? Es war eine große Besonderheit, die es nur in der deutschen Fassung gab, diese deutsche Version des Songs...Und jetzt hört man gerade noch den Schluß, als das Lied ohne Übergang vom englischen ins deutsche wechselt. Also so fantastisch die Tonspur nun auch klingen mag, solch krasse Ton-Schnitte sind Stümperei ohne Gleichen. So rate ich jedem, der die vorige DVD noch besitzt, sie für immer in Ehren zu halten, denn die komplette alte Synchro und den Song wird man sonst wohl nie mehr bekommen.

Das Bild ist wirklich großartig, glasklar und leuchtende Farben! Die Verpackung jedoch ist billig, und einer 20 € DVD nicht wert. Die Extras dieser DVD wurden nur ein wenig gegenüber der alten Fassung erweitert, doch das neue Material ist, so kurz es auch sein mag, für einen Fan faszinierend.

Abschließend kann ich nur noch einmal sagen, das dieser Bond-Film etwas ganz besonderes ist, was nicht nur ich so sehe. Viele Menschen überall auf der Welt halten ihn für den besten Film der Reihe. Selbst Quentin Tarantino äußerste kürzlich ja den Wunsch, einen Bond-Film zu drehen. Und er sagte, er würde ihn direkt an die Geschehnisse in "Im Geheimdienst" ansiedeln...
44 Kommentare|36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Dezember 2006
Zuerst einmal - dieser Film ist einer meiner Lieblings-Bondfilme und wirklich ein Highlight. Dafür gibt es die zwei Sterne. Aber leider ist diese DVD wie ich finde sehr lieblos gemacht, was auch die zusätzlichen Filmszenen nicht herausreißen. Hier die Gründe:

- Die Personen sprechen teilweise von einer Minute zur nächsten in völlig anderen Stimmen. Bevor man das geschnallt hat, fragt man sich jedesmal, wer das gerade war, der da gesprochen hat. Besonders auffällig ist es bei Bond selbst, dessen Zweit-, bzw. Drittstimme irgendwie stark nach versoffenem Penner klingt. Durch diese abrupten Wechsel entstehen Brüche im Film, bzw. beim Filmgenuß, die nicht wiedergutzumachen sind.

- Dieser Trailer vor JEDEM Film der Ultimate Edition ist sehr nervig. Und als ob das noch nicht reichen würde, wird man auch noch in der Menüführung und im Vorspann auf eine Geduldsprobe gestellt. Nichts für ungeduldige Menschen!

- Das Lied auf dem Weihnachtsmarkt hört man erst in englischer Fassung und dann abrupt dass Ende wieder in Deutsch. Dazu kommt, dass die Tonspuren so unterschiedlich klingen, dass es auch extrem stark auffällt und stört.

- Der Ton ist insgesamt teilweise furchtbar dumpf und hört sich schlimmer als die normale Mono-Fassung an.
0Kommentar|35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden