Kundenrezensionen


15 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitdokument
Im Juli 1969 pilgerten eine halbe Million Menschen in den Londoner Hyde Park, um einem Freeconcert der Rolling Stones beizuwohnen. Zwei Tage vorher war Brian Jones gestorben und so widmeten die Stones dieses Konzert dem ehemaligen Bandmitglied, indem Mick Jagger einige Gedichtzeilen vortrug und einige tausend weiße Schmetterlinge aus Kartons freigelassen wurden,...
Veröffentlicht am 2. Mai 2007 von Pete Thrope

versus
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum?
Das geplante Free-Concert der Stones stand von Anfang an unter einem schlechten Zeichen. Geplant als Opening-Act einer anstehenden Welttornee, als Neuvorstellung des Neo-Gittaristen und Brian Jones-Nachfolger Mick Taylor (der technisch brilliant die Stones bis 1975 verstärkte) ging dieser Gig ziemlich daneben. Brian Jones, seit ca. 1 Monat bereits nicht mehr bei der...
Veröffentlicht am 23. August 2002 von Thomas Garnitschnig


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitdokument, 2. Mai 2007
Im Juli 1969 pilgerten eine halbe Million Menschen in den Londoner Hyde Park, um einem Freeconcert der Rolling Stones beizuwohnen. Zwei Tage vorher war Brian Jones gestorben und so widmeten die Stones dieses Konzert dem ehemaligen Bandmitglied, indem Mick Jagger einige Gedichtzeilen vortrug und einige tausend weiße Schmetterlinge aus Kartons freigelassen wurden, bevor die Band mit der Musik begannen.

Um es kurz zu machen, die Stones spielten katastrophal. Das hatte mehrere Gründe: Zum einen war der neue Gitarrist Mick Taylor überhaupt noch nicht richtig integriert, zum anderen hatten die Stones, auch durch die Drogenprozesse bedingt, eine lange Konzertpause hinter sich, so dass sie das Zusammenspiel erst mal wieder lernen mussten. Drittens war es einer jener Tage, bei denen Keith Richards aussah, als hätte man ihn gerade erst aus dem Bett gezogen und genauso spielte er auch. Den meisten Songs fehlte es an Tempo, wobei besonders negativ "I'm Free" auffällt, das ungeheuer lahm herüber kommt . Man kann Mick Jagger ansehen, dass er über das gesamte Konzert mehr Tempo fordert. Jagger ist es auch, der als Einziger eine überzeugende Vorstellung liefert. Dabei dürften die Zuschauer ihren Augen nicht getraut haben, als er auf die Bühne kam. Mit dem Fummel, dem er da anhatte, passte er eher in eine Ballettstunde als in ein Rockkonzert (das dürfte der Anfang des zeitweiligen Flirts Jaggers mit der Bisexualität gewesen sein), aber als es dann losging, zeigte sich, welch großartiger Entertainer er war und ist.

Das Konzert wird nur in Auszügen und nicht chronologisch gezeigt: Dazwischen finden sich immer wieder Interviews mit Jagger und Szenen aus der Vorbereitung und anderen Teilen des Hyde Parks wie das berühmte "Speaker's Corner". Da sieht man z. B. Tom Keylock, den Sicherheitsmensch der Stones, mit der englischen (weit harmloseren) Ausgabe der Hell's Angels diskutieren oder Marianne Faithfull mit ihrem Sohn Nicholas.

Also, das Konzert war nicht so besonders. Was aber gut herüberkommt , ist die Stimmung, die damals im Swinging London geherrscht hat. Locker, beschwingt, voller Zuversicht. Das Drama von Altamont kurze Zeit später sollte einige wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. "The Stones In The Park" ist also mehr als Zeitdokument zu verstehen, auch in Hinsicht auf die sich entwickelnden neuen Stones, die später auf der Tournee so kraftvoll wie nie zuvor rocken sollten.

Ach ja: Ironie des Schicksals...Unter den Besuchern war auch Ron Wood, der hier genauso wie alle anderen erstmals Mick Taylor bei einem Auftritt sah, dessen Posten er Jahre später beerben sollte

Als Stonesfan sollte man diese DVD unbedingt besitzen und zwar genau diese Ausgabe. Warum? Weil Jaggers Genuschel bei den Interviews endlich mal deutsch untertitelt ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


48 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bombenleger im Hyde Park, 11. Juli 2006
Donna Clara! Für unselige Nachgeborene erscheint es einfach zu irre, was sich damals tatsächlich zugetragen haben muß. Zu einem Konzert einer solchen Truppe abgefreakter Bombenleger kommen eine halbe Million Leute in den ehrwürdigen Hyde Park in London. London, England, wo es (& nicht nur da) noch völlig an der Tagesordnung war, daß sich anständige Männer in Anzügen bewegten, lümmeln sich 5 langhaarige, verpennte Freaks auf die Bühne, um ein ganz zwangloses Getöse von sich zu geben. Ihr Sänger erscheint in einem weißen Rüschenröckchen, einer transvestierenden Ballerina gleich, und versucht sich Gehör zu verschaffen, denn er hat etwas Ernstes zu sagen. Es geht um den Abschied von Brian Jones, der 3 Tage zuvor starb. Jagger rezitiert ein Gedicht, zum Geleit Jones ins Jenseits. Gute Gedanken sollen ihn begleiten, wie es das tibetanische Totenbuch empfiehlt. In den Sequenzen, die die Stones außerhalb des Konzerts zeigen, kann man schon eine bedrückte Stimmung ausmachen. Doch Jones war ein Partymacher, und eine solche soll es heute auch werden. Aber er war auch zerbrochen an den Quärälen zwischen ihm, Jagger und Richards. Und so spielen die Stones grottenschlecht, eben wie eine Band, die sich neu finden muß und wo man meinen könnte, ein fieser Geist verdirbt jedes Ansinnen, ein vertretbares musikalisches Zusammenspiel hin zu bekommen. Man erkennt die Betroffenheit in Wymans Gesicht, die ungewohnte Aggressivität in der Art, wie Watts das Schlagzeug bearbeitet. Richards steht völlig dicht vor einer Verstärkerwand, die ihm seine brachialen Akkorde um die Ohren pustet. Und ein scheuer Jungspund gibt sich Mühe mitzuhalten, Mick Taylor. Allein Jagger versucht sich von der dunklen Wolke, die über ihnen schwebt, nicht beeindrucken zu lassen und läßt nach Kräften die Sau raus. Auf dem Bootleg, auf welchem das komplette Set dieses Konzerts vorliegt, kann man hören, daß es die ruhigen und gefühlvollen Stücke sind, die rüberkommen. In diesem Film ist leider davon nur eins vertreten: Love in vain. Dies ist ein echtes Manko des Films, daß nur eine kleine Auswahl an Stücken dargeboten wird. Andererseits ist es ein Dokument, in dem die Jugendkultur dieser Zeit skizziert wird: Rocker, Mods, Hippies. Die Stones, die alle vereinen, gegen das Establishment. Die Stones, die noch für etwas standen. Und darum geht es auch in diesem Konzert: eine Demonstration, daß eben nicht mehr die Anzugträger das Straßenbild, und vor allem das Denken bestimmen, sondern das, wofür die Jungen stehen. Scheißegal, wie heftig sie sich verspielen, wie schräge ihre Aufmachung vielleicht rüberkommen könnte, sie lassen sich nicht beirren.

Von heutiger Warte aus gesehen mutet es beeindruckend an, denn sie haben wirklich Schockierung und Empörung verursacht. Wer kann das heute noch? Wer kann noch polarisieren? In dem Plastikbrei, der uns heute um die Ohren und Augen gehauen wird, läßt sich sowas nicht mehr finden. Dafür die 4 Sterne. Für den kurzen Film mit geschnittenen Stücken, die nur ein kleiner Teil des Konzerts sind, einen Punkt Abzug.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum?, 23. August 2002
Das geplante Free-Concert der Stones stand von Anfang an unter einem schlechten Zeichen. Geplant als Opening-Act einer anstehenden Welttornee, als Neuvorstellung des Neo-Gittaristen und Brian Jones-Nachfolger Mick Taylor (der technisch brilliant die Stones bis 1975 verstärkte) ging dieser Gig ziemlich daneben. Brian Jones, seit ca. 1 Monat bereits nicht mehr bei der Band, verstarb wenige Tage vor dem Konzert, Mick Jagger stimmlich durch Grippe gehandicapt, die ganze Band verunsichert durch Brian's (nicht ganz unerwarteten) Tod. Die Band liegt meilenweit neben Ihrer Höchstform und ist bestensfalls "die Beste aller schlechten Bands". Was übrig bleibt ist ein Zeitdokument, höchstens für echte Fans als solches empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hyde Park, London, 5.7.1969 - Remaster 2006, 30. Juni 2010
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Durch Brian Jones' Tod zwei Tage zuvor wurde dieses schon länger geplante Gratiskonzert der Rolling Stones im Hyde Park in London am 5.7.1969, einen guten Monat vor Woodstock, zu dessen Gedenkfeier und gleichzeitig zu Mick Taylors Einstand vor rund einer halben Million Menschen. P.A.s und Monitorsysteme befanden sich noch in ihrer Embryonalphase, aber dieser erste öffentliche Liveauftritt der Rolling Stones seit gut zwei Jahren zeigte unabhängig davon, wie eingerostet sie als Liveband noch waren: zwar spielen zwar alle dieselben Songs, aber nicht unbedingt gemeinsam; schade, dass sie nicht so gut waren wie beim Rock'n'Roll Circus im Dezember '68, und selbst da waren sie nicht richtig zufrieden mit ihrem Auftritt gewesen. (Aus dieser Erkenntnis heraus machten sie bei der anschließenden Amerika-Tournee im darauf folgenden Winter keine halben Sachen mehr und spielten einige ihrer besten Shows überhaupt, wie im Film "Gimme Shelter" dokumentiert.) Wer die Band an jenem Tag live sah, kam wohl schwerlich auf die Idee, dass sie zeitgleich im Studio an ihrem Jahrhundertalbum "Let it bleed" werkeln könnte, von dem sie mit Midnight Rambler und Love in vain zwei unveröffentlichte Songs präsentierte.

"The Stones in the Park" dokumentierte bereits 1969 53 Minuten lang dieses historische Konzertereignis, leider ohne jegliches Einbeziehen der Vorgruppen. Vom Konzert selber hört man die zweite Hälfte von Midnight Rambler und mehr oder weniger lange Auszüge aus Street Fighting Man, Satisfaction und I'm free; Jumpin' Jack Flash und die damals brandneue Single Honky Tonk Women kommen ungekürzt. Sympathy for the Devil ist mit 10 Minuten Laufzeit immer noch um fast die Hälfte gekürzt und hat dank seiner zahlreichen afrikanischen Gasttrommler schöne hypnotische Passagen, allerdings habe ich von Keith Richards selbst auf Bootlegs selten so viele Patzer gehört. "Unbekümmert" trifft es nicht ganz; passend zu seiner gerade beginnenden Heroinsucht präsentierte er seinen neuen, beeindruckenden Totenkopf-Look.

Nach Jaggers Elegie auf Brian Jones steigt die Band, möglicherweise auf Mick Taylors Anregung hin, mit Johnny Winters I'm yours and I'm hers ein (eine Quelle erwähnt den Song als einen von Brian Jones' Lieblingssongs); ich finde es bezeichnend, dass der Band, trotz längerer Interviewpassagen mit Mick Jagger, keinerlei Betroffenheit oder gar Trauer über Brian Jones' Tod anzumerken ist - einiges wird mit Hippiegequatsche übertüncht, der Rest wird einfach überrockt. Musikalischer Höhepunkt des Films ist Love in vain, das im Vergleich mit der Liveversion auf "Get yer Ya-Ya's out!" (und Bootlegs von dieser Tour) zeigt, wie einfallsreich Mick Taylor sein Solo variierte.

Leider enthält uns der Film die auf Bootleg erhältlichen Songs No Expectations, Mercy Mercy, Stray Cat Blues und Live-Raritäten wie Down Home Girl und eine frühe Version von Loving Cup vor, auf das man bis zum Erscheinen von "Exile on Main Street" warten musste. Dafür, dass Charlie (in "According to the Rolling Stones") diesen Auftritt als einen der wenigen in Erinnerung hat, bei denen er so richtig Spaß hatte, drischt er ungewohnt aggressiv auf sein Schlagzeug ein. Wie zu erwarten, zeigen die Konzertszenen überwiegend den Frontmann Jagger und leider nur kurze, schnelle Schnitte seiner Bandkollegen.

Neben den Konzertmitschnitten zeigt der Film Szenen im Park, Hippies, britische Hell's Angels (die als Bühnenordner ungleich friedlicher agieren als ein halbes Jahr später ihre kalifornischen Kollegen beim Altamont-Konzert), Jaggers damalige Noch-Freundin Marianne Faithful mit Sohn Nicholas und längere Interviewauszüge mit Mick Jagger, in denen dieser u.a. äußert, er habe die Beatles immer als bessere Komponisten und Studioband empfunden und die Stones eben als bessere Live-Band (selbst wenn das für diesen einen Gig nicht zutreffen mag). Im Abspann ist sogar für Sekunden Konzertbesucher Paul McCartney auszumachen.

Einer der berühmtesten Stones-Gigs war auch gleichzeitig einer ihrer schlechtesten (wenn man mal davon absieht, dass sie auf ihren Tourneen davor schon wegen der kreischenden Fans ziemlich wüst geklungen haben müssen); bei den damaligen Beschallungsanlagen wird man es nicht so genau genommen haben, und immerhin war das Konzert eine gigantische Werbeveranstaltung für die Stones zum Beginn ihrer neuen Blütezeit.

Fans brauchen die DVD natürlich schon als historisches Dokument, gerne auch in Bild und Ton remastert. Die ausschließlich deutschen Untertitel sind etwas fahrig übersetzt. Fast entschuldigend bietet die 2006 remasterte DVD als Bonusmaterial ganze 2 (!) Minuten lang einen Vorher-/Nachher-Vergleich bei der digitalen Bildrestauration und bleibt somit eine vertane Chance, wenigstens im Bonusteil das Konzert in ganzer Länge zu zeigen, da nützt auch die metallene Packung nichts.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fernsehbeitrag, 30. September 2006
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese DVD zeigt den unveränderten - knapp einstündigen - seinerzeitigen Fernsehbericht über das Hyde-Park-Konzert der Stones. Es ist KEIN durchgehender Konzertmitschnitt - sondern eher ein interessantes Zeitdokument. Musikalisch ist es unbefriedigend. Die Tonqualität ist schlichtweg schlecht (wie eine billige Cassettenrekorder-Aufnahme) - sie wurde leider auch nicht durch ein digitales Remastering verbessert (sehr enttäuschend). Und die Stones spielen teilweise einfach dilettantisch.

Phantstisch eingefangen wurde die Stimmung des Publikums und der Zeitgeist. Im Grunde ist es ein Film über ein gigantisches "Happening" - bei dem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt stand und nicht die Stones.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da wäre man gern gewesen..., 5. Februar 2006
Von Ein Kunde
Dieses Stones Konzert ist für mich eines der besten, die ich je gesehen habe!! Die DVD beginnt etwa in der Mitte des Konzertes und fängt die Stimmung im Park auf einmalige Weise ein. Midnight rambler, Hammer! Der Ton ist nicht der beste, das ist wahr. Jedoch handelt es sich um einen Live Mitschnitt und ein relativ einfach ausgestattes Konzert, was doch gerade den Charme ausmacht!
Die Akteure kommen zwischen den Songs zu Wort und es ist einfach nur herrlich! Diese Typen! Und dann das Publikum; einige Spezis kommen auch zu Wort, ebenfalls klasse! Hab die DVD bestimmt schon 10 Mal angesehen und immer wieder auch nicht Stones Fans angesteckt: So ein authentisches Video, vom Feinsten!! Tja. Unbedingt angucken!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Highlight, 8. Juli 2009
Anläßlich Brian JonesŽTod haben sie dieses Free-Concert im Hyde-Park gegeben. Fast eine halbe Million Menschen sind gekommen um die Stones zu hören. Eine Band die mit Ihrer Musik Werte für Millionen von Menschen vermittelt hat. Unvergessen ist dieser Gig nichtsdestotrotz nur deshalb weil er wegen Brian JonesŽTod zur Gedenkfeier umfunktioniert wurde. Musikalisch gesehen haben die Stones wohl einer ihrer desaströsesten Konzerte in ihrer Laufbahn gegeben, hier stimmte wirklich nichts, das Zusammenspiel war genausowenig vorhanden wie ein halbwegs annehmbarer Sound. Und trotzdem bleibt dieses Ereignis für den echten Stones-Fan ein Highlight, nicht zuletzt weil es Mick TaylorsŽ Debut war. Und die Stones haben die Menschen trotzdem mitgerissen, die Tatsache nicht außer Acht lassend das sie das auch heute noch tun. Und welche Band aus dem ganzen Mainstream heute kann das schon von sich behaupten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hyde Park, London, 5.7.1969, 30. Juni 2010
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Durch Brian Jones' Tod zwei Tage zuvor wurde dieses schon länger geplante Gratiskonzert der Rolling Stones im Hyde Park in London am 5.7.1969, einen guten Monat vor Woodstock, zu dessen Gedenkfeier und gleichzeitig zu Mick Taylors Einstand vor rund einer halben Million Menschen. P.A.s und Monitorsysteme befanden sich noch in ihrer Embryonalphase, aber dieser erste öffentliche Liveauftritt der Rolling Stones seit gut zwei Jahren zeigte unabhängig davon, wie eingerostet sie als Liveband noch waren: zwar spielen zwar alle dieselben Songs, aber nicht unbedingt gemeinsam; schade, dass sie nicht so gut waren wie beim Rock'n'Roll Circus im Dezember '68, und selbst da waren sie nicht richtig zufrieden mit ihrem Auftritt gewesen. (Aus dieser Erkenntnis heraus machten sie bei der anschließenden Amerika-Tournee im darauf folgenden Winter keine halben Sachen mehr und spielten einige ihrer besten Shows überhaupt, wie im Film "Gimme Shelter" dokumentiert.) Wer die Band an jenem Tag live sah, kam wohl schwerlich auf die Idee, dass sie zeitgleich im Studio an ihrem Jahrhundertalbum "Let it bleed" werkeln könnte, von dem sie mit Midnight Rambler und Love in vain zwei unveröffentlichte Songs präsentierte.

"The Stones in the Park" dokumentierte bereits 1969 53 Minuten lang dieses historische Konzertereignis, leider ohne jegliches Einbeziehen der Vorgruppen. Vom Konzert selber hört man die zweite Hälfte von Midnight Rambler und mehr oder weniger lange Auszüge aus Street Fighting Man, Satisfaction und I'm free; Jumpin' Jack Flash und die damals brandneue Single Honky Tonk Women kommen ungekürzt. Sympathy for the Devil ist mit 10 Minuten Laufzeit immer noch um fast die Hälfte gekürzt und hat dank seiner zahlreichen afrikanischen Gasttrommler schöne hypnotische Passagen, allerdings habe ich von Keith Richards selbst auf Bootlegs selten so viele Patzer gehört. "Unbekümmert" trifft es nicht ganz; passend zu seiner gerade beginnenden Heroinsucht präsentierte er seinen neuen, beeindruckenden Totenkopf-Look.

Nach Jaggers Elegie auf Brian Jones steigt die Band, möglicherweise auf Mick Taylors Anregung hin, mit Johnny Winters I'm yours and I'm hers ein (eine Quelle erwähnt den Song als einen von Brian Jones' Lieblingssongs); ich finde es bezeichnend, dass der Band, trotz längerer Interviewpassagen mit Mick Jagger, keinerlei Betroffenheit oder gar Trauer über Brian Jones' Tod anzumerken ist - einiges wird mit Hippiegequatsche übertüncht, der Rest wird einfach überrockt. Musikalischer Höhepunkt des Films ist Love in vain, das im Vergleich mit der Liveversion auf "Get yer Ya-Ya's out!" (und Bootlegs von dieser Tour) zeigt, wie einfallsreich Mick Taylor sein Solo variierte.

Leider enthält uns der Film die auf Bootleg erhältlichen Songs No Expectations, Mercy Mercy, Stray Cat Blues und Live-Raritäten wie Down Home Girl und eine frühe Version von Loving Cup vor, auf das man bis zum Erscheinen von "Exile on Main Street" warten musste. Dafür, dass Charlie (in "According to the Rolling Stones") diesen Auftritt als einen der wenigen in Erinnerung hat, bei denen er so richtig Spaß hatte, drischt er ungewohnt aggressiv auf sein Schlagzeug ein. Wie zu erwarten, zeigen die Konzertszenen überwiegend den Frontmann Jagger und leider nur kurze, schnelle Schnitte seiner Bandkollegen.

Neben den Konzertmitschnitten zeigt der Film Szenen im Park, Hippies, britische Hell's Angels (die als Bühnenordner ungleich friedlicher agieren als ein halbes Jahr später ihre kalifornischen Kollegen beim Altamont-Konzert), Jaggers damalige Noch-Freundin Marianne Faithful mit Sohn Nicholas und längere Interviewauszüge mit Mick Jagger, in denen dieser u.a. äußert, er habe die Beatles immer als bessere Komponisten und Studioband empfunden und die Stones eben als bessere Live-Band (selbst wenn das für diesen einen Gig nicht zutreffen mag). Im Abspann ist sogar für Sekunden Konzertbesucher Paul McCartney auszumachen.

Einer der berühmtesten Stones-Gigs war auch gleichzeitig einer ihrer schlechtesten (wenn man mal davon absieht, dass sie auf ihren Tourneen davor schon wegen der kreischenden Fans ziemlich wüst geklungen haben müssen); bei den damaligen Beschallungsanlagen wird man es nicht so genau genommen haben, und immerhin war das Konzert eine gigantische Werbeveranstaltung für die Stones zum Beginn ihrer neuen Blütezeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Nett und aufschlussreich, 27. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schönes Konzert, auch und vielleicht gerade mit den deutlichen technischen Mängeln. Und recht treffende Darstellung einer Zeit, in der für Unbefangenheit - keine erkennbare Ausrichtung von Machern und Publikum an den Maßstäben von Sollen und Erfolgsstreben - noch Platz war. Und Nachweis, dass die späteren Geschäftsleute freundlich anfingen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stones breit und neben der Spur, 12. November 2001
Tja, liebe Ex-Kollegen,
auch wenn ich grad gestorben bin ist das ja nu kein Grund, hier wie die Rentnerband aus dem Altersheim meiner Oma zu spielen.
Keith ist offenkundig so breit wie ein Bieberschwanz, deshalb macht die Kamera einen sehr breiten Bogen um ihn.
Der Sound des Konzert macht auf VHS auch nicht recht Laune, aber der echte Fan freut sich über dieses Stück Zeitgeschichte, zumal historische Stones-Performances auf Film wirklich rar, rar rar sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

The Rolling Stones - The Stones in the Park
The Rolling Stones - The Stones in the Park von Leslie Woodhead (DVD - 2006)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen