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4.0 von 5 Sternen eine traumhaft schöne garbo und sehr viel kunstschnee
Dieser eher selten zu sehende Film mit Greta Garbo bietet eine traumhaft schöne Hauptdarstellerin (fast noch schöner, als in der Kameliendame!) und wirklich sehr viel Kunstschnee. Polen im Winter, und alle sind mit dem Schlitten unterwegs. Ein perfekter Herbst- und Winterfilm, alles im Studio in Hollywood gedreht. Dass gegen Ende des Film das Drehbuch und die...
Veröffentlicht am 5. November 2006 von J. Fromholzer

versus
3.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk trotz GG
Es war der drittletzte Film der Garbo.
Danach folgten der viel erfolgreichere "Ninotschka" und der Flop "Die Frau mit den zwei Gesichtern".

Erzählt wird die Affäre der polnischen Gräfin Marie Walewska und des Kaisers Napoleon .

Manchmal sieht man Szenen von seltener Schönheit und Magie, dann wieder denkt man: Mann, ist der...
Vor 2 Monaten von movie victim veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine traumhaft schöne garbo und sehr viel kunstschnee, 5. November 2006
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Maria Walewska (DVD)
Dieser eher selten zu sehende Film mit Greta Garbo bietet eine traumhaft schöne Hauptdarstellerin (fast noch schöner, als in der Kameliendame!) und wirklich sehr viel Kunstschnee. Polen im Winter, und alle sind mit dem Schlitten unterwegs. Ein perfekter Herbst- und Winterfilm, alles im Studio in Hollywood gedreht. Dass gegen Ende des Film das Drehbuch und die Liebe zwischen Maria und Napoleon zu wünschen übrig lassen, stört nicht ernstlich. Was mich jedoch gestört hat: es gibt keinen Zugriff auf einzelne Filmszenen. Das ist in der Tat dürftig!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Er hat einen Stern, dem muss er folgen...", 31. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Maria Walewska (DVD)
... so die letzten Worte der Titelheldin zu ihrem Sohn, während die beiden dem ehemaligen Geliebten und Vater Napoleon Bonaparte auf dem Weg nach St Helena ein letztes Mal nachsehen.

Nahezu metaphorisch könnte man diese Worte auch auf den Film, seinen Star und seine Entstehungsgeschichte übertragen.
Nach "Königin Christine", "Anna Karenina" und "Camille" sollte Greta Garbo auf Wunsch von MGM und auf Anraten zahlreicher Berater, Freunde und Bekannten eigentlich eine zeitgemäßere Rolle übernehmen, beharrte aber erneut auf einem historischen Stoff, nämlich der Liebesgeschichte zwischen Napoleon und seiner "Polnischen Gemahlin" Marie Walewska.
Das Projekt soll über ein Dutzend verschiedener Drehbuchautoren verschlissen haben, die einen Wust einzelner, zum Teil wenig einheitlicher Szenen verfassten, Greta Garbos bevorzugter Kameramann William Daniels stand nicht zur Verfügung und die Dreharbeiten und mit ihnen die Kosten eskalierten in einem Maße, daß "Marie Walewska" letztlich der teuerste Film MGM's seit "Ben Hur" wurde - was ja nicht weiter schlimm gewesen wäre, wenn der Film die Kosten zumindest eingespielt oder besser übertroffen hätte.
Leider hatte das damalige amerikanische Publikum aber kein allzu großes Interesse an der dort zu wenig bekannten Geschichte, und so wurde der Film zu dem bis dahin größten finanziellen Desaster in der Firmengeschichte MGM's.
Greta Garbos Stern begann zu sinken, sie wurde als "Kassengift" verschrien und sollte nur noch zwei Filme drehen, nämlich Lubitsch's noch einmal sehr erfolgreichen "Ninotschka" und die scharf kritisierte "Frau mit den zwei Gesichtern", nach deren Misserfolg sich die "Göttliche" endgültig ins Privatleben zurückzog.

Wenn man sich den Film "Marie Walewska", der im Original den eher nichtssagenden Titel "Conquest" - "Eroberung" trägt, ansieht, kann man auch durchaus einige mögliche Kritikpunkte ausmachen.
Im Gegensatz zu der historischen Gräfin Walewska, die erst 20 Jahre alt war, als sie Napoleon kennenlernte, war Greta Garbo bei den Dreharbeiten immerhin 32 Jahre alt, was man aufgrund der recht realistischen Kameraarbeit Karl Freunds, der weniger mit Weichzeichner und mehr mit akzentuierten Licht- und Schatteneffekten arbeitete als Greta Garbos bevorzugter Kameramann William Daniels, auch recht deutlich sieht.
Auch wurden die tatsächlichen historischen Gegebenheiten teilweise abgeändert, so wurde Marie Walewska tatsächlich auch von ihrem Ehemann zu einer Affäre mit Napoleon gedrängt und er erkannte auf persönlichen Wunsch Napoleons auch das Kind Maries und Napoleons als sein eigenes an, obwohl er und Marie zu der Zeit bereits seit langem getrennt waren.
Allerdings sind ja nicht immer unbedingt die Filme die besten, welche die historischen Gegebenheiten am akribischsten nachzeichnen, genausowenig wie die Literaturverfilmungen die besten sind, welche sich am sklavischsten an die Vorlage halten.

Die wahren Gründe für das Scheitern des Filmes dürften also eher woanders liegen, möglicherweise in einer gewissen Überdrüssigkeit des damaligen Publikums an historischen Greta-Garbo-Filmen.

Wenn man sich den Film aus heutiger Sicht ansieht, lässt sich dessen grandioses Scheitern jedenfalls absolut nicht nachvollziehen:
Greta Garbo ist -wenn auch etwas gereift und nicht wie eine 20jährige wirkend- wunderbar in der Rolle, Ausstattung, Kostüme und Kameraarbeit stehen "Anna Karenina" und "Camille" in nichts nach -im Gegenteil!- und was die anderen Darsteller betrifft, hat "Marie Walewska" diesen gegenüber sogar einen deutlichen Vorteil aufzuweisen:
Während "Anna Karenina" ganz und gar Greta Garbos Film war und der sonst von mir sehr geschätzte Fredric March ("Die besten Jahre unseres Lebens") neben ihr etwas unterging und Robert Taylor in "Camille" neben ihr ohnehin recht blass blieb, hat sie in "Marie Walewska" mit Charles Boyer als Napoleon einen wunderbaren Gegenpart zur Seite.
Auch die Nebenrollen sind mit May Whitty, Maria Ouspenskaya und Reginald Owen hervorragend besetzt.
Vielleicht lag ja sogar gerade hier das Problem:
Während man zuvor gewohnt war, Greta Garbo in einzig und allein auf sie zugeschnittenen Starfilmen zu sehen, die sie wunderschön, ewig jung und perfekt ausgeleuchtet in weichzeichnender Kameraarbeit zeigten und in denen alle anderen Darsteller, die Ausstattung und die Kostüme lediglich den Rahmen für sie bildeten, ist "Marie Walewska" ein ausbalanciertes Gesamtkunstwerk, in welchem sie zwar immer noch der Star, aber nicht mehr das allein funkelnde Juwel ist.
Nicht ganz zu Unrecht wurden in den zeitgenössischen Kritiken denn auch eher die Leistungen Charles Boyers und Marie Ouspenskayas gewürdigt.
Charles Boyer wurde für seine Darstellung Napoleon Bonapartes wie auch im darauffolgenden Jahr für "Algiers" für den Oscar nominiert, unterlag aber leider beide Male Spencer Tracy (in "Manuel" und "Teufelskerle").

Auch der enorme Aufwand, der in dem Film steckt und dessen Kosten man ihm auch ansieht, dürfte damals seinesgleichen gesucht haben.
Neben der verschwenderisch ausgestatteten Ballszene bleibt vor allem die Szene im Gedächtnis, in der berittene Kosaken zu Pferde in das Schloss eindringen.

Aus heutiger Sicht ist "Marie Walewska" für mich neben "Königin Christine" einer der besten aller Garbo-Filme, den ich somit nur empfehlen kann und außerdem ein Denkmal für eine Frau, die in den Geschichtsbüchern nur eine Fußnote ist.
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3.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk trotz GG, 2. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Maria Walewska (DVD)
Es war der drittletzte Film der Garbo.
Danach folgten der viel erfolgreichere "Ninotschka" und der Flop "Die Frau mit den zwei Gesichtern".

Erzählt wird die Affäre der polnischen Gräfin Marie Walewska und des Kaisers Napoleon .

Manchmal sieht man Szenen von seltener Schönheit und Magie, dann wieder denkt man: Mann, ist der Film aber schlecht.

Die historischen Begebenheiten werden nicht richtig dargestellt, das nennt man wohl künstlerische Freiheit.

Die Darsteller sind teilweise gut.
Die Garbo war hier zehn Jahre älter als die tatsächliche Marie zum Zeitpunkt ihres Zusammentreffens mit Napoleon.
In ruhigen Szenen ist sie am besten, da zieht sie nur eine Augenbraue hoch oder verändert ihren Blick, dann ist man schon gefesselt.
Wut- Szenen konnte sie nie besonders gut spielen. Sie fuchtelte dann unbeholfen mit den Händen herum.
Aber zum Beispiel wenn sie Napoleon vorhält, was er für ein Charakter ist, dann ist sie gut. Streng, aber gut.

Maria Ouspenskaya als verwirrte Gräfin Pelagia ist ein Highlight. Wenn sie den Kaiser-Korporal vorführt, das ist Masterclass.

Reginald Owen hat mich am meisten verwirrt. Der nicht unattraktiv wirkende Stiwa aus "Anna Karenina" von 1935, ebenfalls mit GG, war hier tatsächlich Talleyrand, habe ihn nicht wiedererkannt.

Alan Marshal spielt hier Graf d'Ornano. Dieser wurde später Ehemann der Waleswka.

Fazit: Für Garbo- Fans wie mich ein Muss, außerdem musste die Geschichte mal erzählt werden.

Die Schwedin allein ist die Anschaffung des Films wert, die Geschichte war oft nur Beiwerk. In der ersten Hälfte ist der Film erstaunlich lustig.
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Maria Walewska
Maria Walewska von Clarence Brown (DVD - 2006)
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