• Yuva
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4
4,0 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
2
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. April 2012
Deutlicher als andere Ratnam-Filme erinnert Yuva an ordinäres Bollywood. So gibt es eine öde Techno-Tanznummer in einer Studio-Disko und alberne Prügeleien, bei denen Fäuste in die Luft hämmern, "Dishoom" machen, am anderen Ende des Raums jemand zusammenbricht und anderntags mit einem Pflaster am Hals wieder lachend herumläuft. Ein Kaliber für sich ist allerdings die rasante Prügelei mitten im rauschenden Verkehr auf Kalkuttas Howrah-Brücke - sie wirkt in der Tat dramatisch, auch wenn die letzte Einstellung auf den herannahenden Lkw überdramatisiert (Hauptdarsteller Oberoi brach sich hier ein Bein, die Arbeiten wurden um drei Monate verzögert).

Ebenfalls typisch Bollywood - und an einen anderen Studentenrebellenfilm erinnernd, an Rang de Basanti: Manche Darsteller erscheinen zu alt für Ihre Rolle, insbesondere Ajay Devgan als Studentenführer (und umgeben von zahlreichen Jünglingen im echten Studentenalter). Abhishek Bachchan muss einen chronisch aggressiv brodelnden Ganoven simulieren; er grimassiert zwar nicht so over-the-top wie in anderen Streifen, dennoch wirkt er als Brutalo unplausibel und sollte sich auf Zuckermandelgeckrollen beschränken (wie in Dostana oder Khabi Alvida Na Khena, auch als Unternehmer in Ratnams Guru passte er besser). Bachchan bleibt sehr weit entfernt vom angry young man, den sein Vater Amitabh Bachchan in den 70ern so hinreißend verkörperte.

Um so besser - überraschend - Rani Mukherjee: Sonst gern die Prinzessin Porzellantasse von Bollywood, spielt sie hier eine ordinäre Hindu-Hausfrau sehr geerdet, sehr nüchtern. Vielleicht die beste Leistung im Film, ich hätte ihr gern länger zugesehen; aber auch Om Puri als durchtriebener Politico überzeugt. (Ratnam versammelt in Yuva so viele Bollywoodstars, dass man unwillkürlich den sonst allgegenwärtigen Anupam Ker sucht.)

Meistermusiker A.R. Rahman (der auch bei Rang de Basanti dabei war) verdiente mit Yuva zu recht keinen Oscar. Ein, zwei Nummern bezaubern halbwegs, die anderen bleiben charakterlos. Besser als Bombay (1995, Regie Mani Ratnam), doch weit weniger markant als Dil Se (1998, Regie Mani Ratnam). Abgesehen von der Diskonummer gibt es keine echten Bollywood-Tänze. Die anderen Lieder untermalen Handlung. Und so wirkt Yuva doch im Vergleich zu üblicher Bollywoodware deutlich realistischer, zumal Ratnam nie superreiche Figuren erfindet und das das Thema Liebe weniger im Vordergrund und weniger verklärt behandelt wird; für Ratnam-Verhältnisse zeigt der Film aber relativ wenig Momentum, und das trotz der brisanten Materie.

Obwohl Anurag Kashyap für die Hindi-Dialoge verantwortlich zeichnet, gibt es hier wenig Markantes - wohl, weil er schon aus dem Tamilischen ins Englische übersetzte Vorgaben zu beachten hatte. Kashyap sagt, er habe besonders die Bachchan-Figur, den Ganoven Lallan, geprägt; der darf für Hindi-Film-Verhältnisse relativ ordinär schwadronieren. Meisterfilmer Ravi K. Chandran zeigt eine solide Leistung an der Kamera, will aber (bewusst?) nicht betören.

Yuva hat eine schöne Struktur. Das Zusammentreffen der drei Hauptakteure auf der Brücke wird mehrfach abgespielt. Nach jeder Wiederholung erscheint eine lange Rückblende auf eine bestimmte Filmfigur. Mehr und mehr laufen die Einzelschicksale aufeinander zu - über insgesamt 160 Minuten. Ob Politik in Indien so funktioniert, wie Ratnam in Yuva insinuiert, wisst Ihr sicher besser als ich.

Ratnam betont Kalkutta und Bengalen. Unentwegt sieht man die Wahrzeichen der Stadt - Hoogly-Brücke, Maidan, Straßenbahn, auch mal das Victoria Monument. Dennoch schien mir Yuva weit weniger "Kalkutta" oder "Bengali" zu sein als bestimmte Filme von Satyajit Ray, Aparna Sen, Aniruddha Roy Chowdury oder sogar das gelackte Parineeta. Und schließlich wurden einige "bengalische" Szenen erkennbar in Südindien gedreht (wo Ratnam zudem eine separate Tamil-Variante mit zumeist ausgewechselten Schauspielern produzierte).
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2006
Auf der zweiten Hoogly-Br'cke in Calcutta treffen drei Männer aufeinander: Lallan Singh (Abhishek Bachchan) schiesst auf Michael Mukherjee (Ajay Devgan) und Arjun (Vivek Oberoi) wird Zeuge davon. Lallan stammt aus einer armen Familie. Nach seiner Freilassung aus dem Knast zieht er mit Sashi (Rani Mukherjee) zusammen. Doch selbst sie und ihre Schwangerschaft können Lallan nicht von der Kriminalität abhalten. Bald begibt er sich in die Dienste des Politikers Projonjit Bannerjee (Om Puri) und führt für ihn Morde aus. Ein Ziel ist Michael. Der ist Studentenführer und sieht mit seiner Geliebten Radhika (Esha Deol) einer rosigen Zukunft entgegen. Gleiches gilt für den unentschlossenen Casanova Arjun, der aus reichem Hause stammt. Er hat ein Stipendium für die USA ergattert und sich in Mira (Kareena Kapoor) verliebt. Doch das Ereigniss auf der Hoogly-Brücke wirft das Leben der drei Männer über den Haufen.

Na ja! Am Anfang muss ich sagen, hat der Film mich echt begeistert. Zum einen, weil Mani Rathnam so viele bekannte Bollywood Schauspieler, unter anderem Ajay Devgan, Vivek Oberoi, Abhishek Bachchan, Kareena Kapoor, Rani Mukherji und Esha Deol, in dem Film zuordnen konnte, und und zum anderen, weil Action, Liebe, Kriminalität und Politik einfach nicht zusammen passen aber auch doch. Mani Rathnam hat alles durchdacht und alles perfekt zusammmen gebracht.

Im Film geht es eigentlich hauptsächtlich um Politik. Es gibt auch einige gewalt Szenen, am meisten mit Abhishek Bachchan, der immer wieder einige Leute auf einen haufen prügelt. Aber es ist doch ein sch'ner Boolywood Streifen mit der wunderbaren Rani Mukherji(die mir eigentlich im Film sehr Leid tut), und den anderen Bollywood Stars.

Mine 5 Sterne sind auf jeden Fall garantiert...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 3. Februar 2015
Dieser Film ist wirklich gut. Sicherlich geht es dort auch um Politik, aber vorrangig doch eher um das Schicksal welches hinter jedem Menschen dort steckt. Das Vorher - das Jetzt und das Nachher wird genau "durchleuchtet".
Gespielt werden die Rollen von einer Erstklassigen Besetzung. Abhishek Bachchan, Vivek Oberoi und Ajay Devgan sind die männliche Besetzung und allesamt richtig gut, Hammer! Rani Mukherji und Kareena Kapoor liefern genauso überzeugende Charakteren ab. Einzig und alleine Esha Deol wirkt völlig deplaziert in diesem Film. Sie schafft es nicht wirklich ihre Rolle glaubhaft darzustellen. Sie paßt überhaupt nicht rein, so mein Empfinden.
Gesang und ein wenig Tanz ist mit enthalten... insgesamt ein Klasse Film. ☺
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. September 2006
Die o.g. Beschreibung des Film ist treffend.

Die Schauspieler allen voran Rani Mukherjee sind wirklich gut.

Man darf allerdings hier keinen typischen Bollywood-Film mit viel

Tanz und Singen erwarten. Der Streifen zeigt, wie korrupt doch viele

Politiker sind und wie sie ihre "Mitarbeiter" aussenden um vorhandene

Rebellen mundtot zu machen. Und das mit einer unglaublichen Brutalität.

Der Film zeigt auch, wer einmal in diesem Netz und in der Gewaltspirale

gefangen ist, hat kaum noch die Möglichkeit sich daraus zu befreien und

reißt evtl. Unschuldige mit hinein.

Das ist mal ein anderer Bollywood-Film.

Zu meinen Lieblingsfilmen zählt er aber nicht.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen

Umrao Jaan
Umrao Jaan von Aishwarya Rai (DVD - 2008)
EUR 6,49

Omkara (OmU)
Omkara (OmU) von Ajay Devgan (DVD - 2010)
EUR 11,49