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am 17. August 2006
Diesmal hat Universum Film einen etwas weniger bekannten, aber nicht weniger gelungenen Titel von Hayao Miyazaki herausgebracht. Er ist dafür bekannt das in jedem seiner Filme das Element Fliegen eine große Rolle spielt und in allen seinen Meisterwerken einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Doch bei Porco Rosso ist es am deutlichsten zu beobachten und daher Hayao Miyazakis bisher persönlichster Anime da dort wie schon bereits angedeutet seine Begeisterung für alte Flugzeuge unverkennbar ist. Die Flieger wurden mit enormer Detailverliebtheit gestaltet und bewegen sich mit einer unglaublichen Eleganz durch die Luft und Wolkenszenarien. Ebenso sind auch die Figuren und andere Szenen wunderbar animiert. Untermalt wird "Kurenai no Buta" wie der Film in Japan heißt mit der gelungenen Musik von Joe Hisaishi welche passend zur Dramatik, Action und Humor die idealem Klänge beiträgt.

In der Zeitspanne zwischen den beiden Weltkriegen wird der Italienische Luftraum von Piraten beherrscht. Nur ein unbeugsames Schwein, das in der Vergangenheit ein Mensch gewesen war und nun als Porco Rosso von den Freibeutern gefürchtet wird, macht sich mit seinem Wasserflugzeug auf, diesen Menschen das Leben schwer zu machen, wenn auch nicht ganz uneigennützig. Er selber lebt von der Außenwelt abgeschieden auf einer Insel im Meer und verdient sein Geld als Kopfgeldjäger. Erst wenn ein neuer Auftrag ruft oder die Sehnsucht nach seiner Jugendfreundin die das Hotel Adriano betreibt, verlässt er diesen Ort um seiner Tätigkeit nachzugehen oder den einen oder anderen Drink an der Hotelbar zu sich zu nehmen. Nicht selten treffen sich dort auch einige Schurken des Mittelmeerluftraums in diesem ansonsten edlen Etablissement. Um den Piratenjäger los zu werden engagiert die Freibeutervereinigung den Amerikaner Donald Curtis der ebenfalls wie Porco ein guter Pilot und noch obendrein sehr von sich überzeugt ist. Dummer Weise wirft dieser auch noch ein Auge auf die attraktive Gina die bisher für Porco mehr als vielleicht nur eine Freundin war, und somit für ihn zum Rivalen wird. Leider unterliegt er in einen Luftzweikampf diesem amerikanischen Flug-Ass und muss sich mit seinem angeschlagenem Wasserflugzeug zurückziehen. Obendrein werden noch die Polizeibeamten auf ihn aufmerksam die unverkennbar faschistisch orientiert sind da der Film immerhin in dieser Zeit angesiedelt ist, während er bei seinem alten Kumpel Meister Piccolo und dessen Tochter seinen Flieger reparieren lässt.

Seit beginn des Films stellt sich der Zuschauer die Frage warum ausgerechnet ein Schwein die Hauptrolle spielt oder wieso sich ein Mensch so verwandeln konnte. Warum hat Porco Rosso mit seiner Vergangenheit als Mensch abgeschlossen obwohl er ein anerkannter Weltkriegsveteran ist? Nur in wenigern Rückblicken wird die Antwort darauf angedeutet und so viel Sympathie der Hauptcharakter ausstrahlt, soviel Rätsel über seine Vergangenheit gibt der auch gleichzeitig dem Zuschauer auf. Die Antwort auf dieses Geheimnis ist irgendwo im Film verborgen.
Da Hayao Miyazaki einige Jahre zuvor entsetzt über die Kürzungen und Schnitte in seinem Film Nausicaä gewesen ist als dieser außerhalb Japans veröffentlicht wurde, sind seitdem für eine lange Zeit nur wenige seiner Filme dem westlichen Publikum gezeigt worden. Dennoch kennt man diesen Anime hier beispielsweise in Frankreich und Italien schon seit ende der 90er. Deutschland gehört zu den letzten Ländern die diesen Film nun endlich mit vielen Jahren Verspätung auf DVD herausbringen was leider auch für die werteren Titel des Studio Ghibli gilt. Als Trost für die lange Wartezeit wurde auf die Umsetzung großen wert gelegt und man fügte auch hier dem Film noch wertvolle Sammelkarten bei. Lediglich die Bonus DVD bietet wie gewohnt nur wenig Extras, trotz allem wurde hier noch ein Interview mit dem Produzenten beigelegt. Lediglich das Motiv welches die DVD Hülle prägt sieht nicht so gelungen aus wie beispielsweise das der australischen Auflage. Dennoch kann man mit der Umsetzung zufrieden sein, vor allem mit der Tatsache das dieser Titel überhaupt hierzulande auf DVD erschienen ist. Zudem steigert er noch die Vorfreude auf die kommende Special Edition von Prinzessin Mononoke die im Dezember erscheint.
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am 18. September 2013
PORCO ROSSO

von Hayao Miyazaki von 1992, 93 Minuten, aus dem berühmten japanischem GHIBLI-Filmstudio

Der italienische Begriff Ghibli (ausgesprochen gibli) hat drei Bedeutungen:

1. Der heiße Aufwind der Sahara

2. Der italienische Bomber "Caproni Ca.309 Ghibli"

3. Während des 1. Weltkrieges (1914-1918) waren die "GHIBLI" eine Spezialeinheit italienischer Bomberpiloten, die Aufgrund ihrer halsbrecherischen Akrobatik gefürchtet waren

HANDLUNG:
Italien nach dem 1. Weltkrieg. Der ehemalige GHIBLI-Pilot Marco Porcellino Rosso hatte sich einst selbst verflucht. Seitdem ist er halb Mensch, halb Schwein und wird gehasst - doch nicht von der hübschen Chanson-Sängerin Gina, denn sie liebt ihn! Um sich über Wasser zu halten (im wahrsten Sinne des Wortes), nimmt der Pilot alle Aufträge an, die er mit seinem geliebtem roten Bomber annehmen kann. Doch seine Leidenschaft ist der Kampf gegen Luftpiraten, die ihr Unwesen über der Adria treiben. Das amerikanische FliegerAs Donald Curtis fordert Marco zu einem Duell auf und gewinnt. Marco stürzt getroffen ab und fordert Revanche, die Curtis annimmt. Marco bringt seinen zerschrotteten Flieger zu seinem Erbauer. Doch dieses Mal wird die Enkelin Fiona (kurz Fio) den Bomber, dank neuer Ideen aufmotzen. Währenddessen trifft Marco einen ehemaligen Freund, der immer noch beim Militär arbeitet. Marco soll als Bomberpilot dem faschistischem Regime dienen. Doch Marcos Antwort ist eindeutig!

"...bin lieber ein Schwein als ein Faschist!"

Nun steht Marco auf der Abschussliste. Als der Bomber fertig ist, wird er genötigt, sich der süßen Fio anzunehmen, wiederwillig nimmt er an. Verfolgt vom italienischem Geheimdienst gelingt den beiden die Flucht und so fliegen sie zu Marcos Geheimversteck; einer Laguneninsel. In einer ruhigen Minute erzählt der Haudegen dem Mädchen von dem Zeitpunkt, als er in einem Luftgefecht all seine Kameraden verlor. An diesem Tag hätte er eigentlich auch sterben müssen, und fühlt sich deshalb als Kameradenschwein!

HABT IHR DAS GEWUSST?
Diejenigen unter Euch, die ihre Kindheit in den 70er und 80er Jahren verlebten, haben Animes geschaut, noch bevor dieser Begriff in Deutschland populär wurde!
Beispiele:
- Wickie
- Biene Maja
- Sindbad
- Pinochhio
- Tao Tao
- Marco
- Anne mit den roten Haaren
- Captain Future
- Saber Raider - And The Star Sheriffs

DER REGISSEUR:
Der Anime-Zauberer Hayao Miyazaki (geb.: 5. Januar 1941) gab am 1. September 2013 bekannt, daß er nun in Rente geht! Ein trauriger Moment für die Anime-Fans weltweit und der Zeitpunkt auf Japanisch zu sagen

Arigato - Danke

Hayao Miyazaki sah sich nie als Frauenrechtler, aber...

In all seinen Filmen feierte er junge Mädchen und Frauen stets als Antiheldinnen; stark zu sein im Leben aber auch sich selbst treu! Für diese Einstellung wurde er oft verspottet aber alte und neue Fans geben seinem Denken recht!

Hier eine Auswahl seiner bekanntesten Filme:

- Nausicaä - Aus dem Tal der Winde
- Mein Nachbar Totoro
- Kikis kleiner Lieferservice
- Porco Rosso
- Prinzessin Mononoke
- Chihiros Reise ins Zauberland
- Das wandelnde Schloss
- Ponyo

DVD:
1.85:1 Bildformat, tolles Bild und die Farben sind nicht so übertrieben. Der Ton in Dolby Digital 2.0 (Stereo) haut zwar gut was raus, hätte mir aber mehr gewünscht! Die Sprachauswahl ist in Deutsch und Japanisch mit einblendbaren deutschen Untertiteln!

BONUSMATERIAL:
- Storyboards zum kompletten Film (fand ich eher Langweilig, ist eher was für Zeichenfreaks!)
- Producer Interview (viel zu kurz!)
- Original japanische TV-Spots (naja?!)
Das Bonusmaterial hat mich jetzt nicht aus den Socken gehauen!

PERSÖNLICHE BEMERKUNG:
Ich liebe die Animes aus dem Hause GHIBLI, auch noch nach dem hundertsten Male anschauen immer noch schön!

BEWERTUNG:
5 flugverliebte Sterne für diese lustige Flugschau mit Herz und Seele!

FAZIT:
Auch ich bin lieber ein Schwein als ein Faschist!

In dieser, meiner 100sten Rezension grüße ich meine Postingfreunde: APB-Girl, Franzi, Nici, Alex D. und Stephan (dem Mann mit den 1000 Namen)!
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am 18. Januar 2007
Miyazaki war in der japanischen Anime-Geschichte immer schon sehr beliebt, als einer, der herzliche Charaktere entwirft und die Stücke mit besten Details zu durch und durch unterhaltsame Filme macht.

Nachdem er mit einigen Lupin III - Kinoversionen mit besten Echo die Anime-Fans begeistert hatte, brachte er mit Nausicaa eine neue Ära in die Kino-Anime-Welt. Auch wenn davor auch reichlich viele Animes von den japanischen Erwachsenen als unterhaltsam akzeptiert waren, mit Nausicaa begann die Zeit, wo Anime nicht mehr als "nur für Kinder" abgestempelt wurde, sondern immer mehr Erwachsenen Unterhaltung darin fanden.

Nach Totoro, Laputa und einigen anderen Produktion kam Porco Rosso.

Während Totoro mit Niedlichkeit und mit den Szenerien aus den "guten, alten Zeit" bei den Erwachsenen die Erinnerung an ihre Kindheit weckte, Laputa mit ihrer dramatischen, spannenden Handlung sehr unterhaltsam ist, Porco Rosso war eindeutig eine neue Genre, die Ghibli dem Publikum öffnete.

Hier ist keine Botschaft wie Erhaltung der Natur oder Einnnerung an die gute, alte Zeit aus der eigenen Kindheit getragen, es geht auch nicht um Charaktere mit einem großen Traum oder einer Aufgabe, die unerschöpflich Ihre Ziele verfolgen.

Vielmehr wird hier die "Erwachsenenwelt" dargestellt, in völliger Entspanntheit, mit aufmerksamen Details und liebenswerten Nebenrollen - sei es ein "Bösewicht" oder ein "Ober-Cooler".

Porco Rosso, der Hauptfigur, ist ein Luftpiratenjäger, der sich (fast)niemals aus der Fassung bringen läßt, mit einem tiefen Selbstvertrauen und standhaften Ruhe. Gleich zu beginn erscheit er, und siehe da - sein Kopf ist einer eines Schweins. Kaum ist aber mit seiner Maschine auf den Weg, keiner scheint sein Äußeres kümmern, alle sehen in ihn einen verläßlichen Retter und heißgefürchteten Piratenjäger...

In diesem Film werden die Liebe der Männer zu Ihren Flugzeugen, Kameradschaften, Liebe und das Leben an Adria in einer Gelassenheit gezeigt. Dahinter sind dezent die Aufmerksamkeiten zueinander, Freudschaften, Mitgefühlen und Liebe versteckt.

In der Übersetzung bzw. Synchronisierung kommen mir persönlch die Raffinesse der Texte leider nicht hundertprozentig rüber wie in der Originalfassung (wie aber meistens so ist).

Trotzdem kommt die dufte Atomosphäre des Films wohl vermittelt, und man kan fast die warme Luft fühlen, die dort sanft das Leben streichelt.

Für mich ist dieser mein absolutes Ghibli-Lieblingsstück.

Auch in Japan, obwohl er einen riesigen Erfolg dort hatte, ließ es die Fans lange auf DVD warten. Endlich gibt es ihn auch hier auf DVD und meine Freude ist riesig, diesen meinen Freuden hier zeigen zu können.

Erwarten Sie von diesem Film keine so eine Spannung oder schwere (bzw. hohe) Message wie von Nausicaa, keine niedliche Kinder, die einem ein Lächeln zaubert.

Das ist ein Film, der einen entspannt und Urlaubsgefühl bringt.

Elegante Raffinesse für Erwachsene von Feinsten - und das ist rar in Anime.
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Der Italiener "Porco Rosso" ist ein verwegener Pilot. Er verdient sich mit Kopfgeldern und Fangprämien das wenige Geld, das er zum Leben braucht. Seine feuerrote Maschine ist den Luftpiraten, die die gesamte Mittelmeerküste unsicher machen, ein Dorn im Auge. Lieber heute als morgen würden sie ihn abschießen. Aber Porco ist unmenschlich gut. Und seit einem Vorkommnis in seiner Vergangenheit, über das er nicht redet, ein Schwein. Doch da Porco lieber ein Schwein als ein Faschist ist, geht das für ihn in Ordnung.
Da taucht ein neuer Pilot auf und gesellt sich zu den Luftpiraten. Es ist der Amerikaner Donald Curtis. Schnell wird klar, dass er in Porco Rosso einen Rivalen um die Gunst der schönen Restaurantbesitzerin Gina, einer Jugendfreundin des Schweins, sieht.
Die Piraten ergreifen die Chance, sich Porcos zu entledigen und beauftragen Curtis mit dem nicht ungefährlichen Job, die rote Maschine des Schweins abzuschießen. Was der Amerikaner nicht weiß ist, dass just in dem Moment, in dem er Porco Rosso ins Visier nimmt, dessen Motor stottert und ausfällt. Curtis jubelt über den vermeintlichen Abschuss und fliegt zu den Piraten zurück. Porco hingegen lädt seine Maschine auf einen Lastwagen und reist nach Italien, um sie reparieren zu lassen.
Sein Erstaunen ist groß, als er in der Werkstatt des Meisters nur Frauen vorfindet und die Mechanikerin, die seine Maschine reparieren soll, gerade mal siebzehn Jahre alt ist. Doch Porco hat keine Wahl.

Nach der Vorlage seines eigenen Mangas "Hikoutei Jidai" produzierte Hayao Miyazaki 1992 den Zeichentrickfilm "Porco Rosso". Zwar war der Film der erfolgreichste dieses Jahres in den japanischen Kinos, doch dauerte es bis Ende 2006, bis dieses spannende, oft lustige Abenteuer in Deutschland auf DVD erschien. Die Fans des großen japanischen Regisseurs erwarteten diese Veröffentlichung mit Freude, gilt "Porco Rosso" doch als sein lustigster, geradlinigster und spannendster Anime.
Zwar enttäuschen die Extras auf der zweiten DVD dieser Edition, doch der Film selbst ist sehr farbenfroh, in erstklassiger Bild- und Tonqualität digitalisiert. Die deutschen Synchronsprecher machen ihre Sache hervorragend und die für einen Anime beeindruckende Länge von sechsundneunzig Minuten vergehen wie im Fluge.
Doch Stirnrunzeln verursacht die Geschichte schon. Warum ist der Hauptdarsteller, eine verwegene Kopie von Humphrey Bogart, die direkt aus Casablanca zu stammen scheint, ein Schwein? Warum wird dies weder thematisiert noch spielt es überhaupt eine Rolle? Einzig die Tatsache, dass ein Schwein hier der "bessere Mensch" zu sein scheint im faschistischen Italien vor dem Zweiten Weltkrieg, ist für einen Gag gut, ansonsten aber bewegt sich der schweinegesichtige Mann wie jede andere Person in diesem Film. Bis zum überraschenden Ende ist der Zuschauer verwirrt und erstaunt über diesen skurrilen Einfall. Mag der Manga eine Antwort parat haben, der Film hält sich bewusst bedeckt.
Doch neben diesen Fragen überrascht der Film durch seine grandiosen Luftkämpfe, seine oft lustige Performance und die kuriosen Einfälle des Autors und Drehbuchschreibers.
Dieser "Kriegsfilm" ist ein köstliches Abenteuer, eine gelungene Persiflage auf Filme und Mythen à la "Der rote Baron". Doch ist hier der Krieg nur ein fernes Donnergrollen, eine gesichtslose Gefahr, ein Hintergrund für das Abenteuer dieses verwegenen Schweins.

Zweifellos ist es nicht Miyazakis bester Film, ihm fehlt Tiefgang, Dramatik und Komplexität, doch es ist einer seiner unterhaltsamsten und ganz sicher sein lustigster! Wäre nicht der sehr hohe Preis der Doppel-DVD, er wäre eine sichere Kaufempfehlung wert.

Stefan Erlemann
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am 22. Mai 2006
Ein Phänomen, wie Hayao Miyazaki immer wieder die bestehenden Grenzen des Erzählens

durchbricht und mit den fantastischen Elementen seiner Gedankenwelt durchzieht.

Allein der Plot: Wir begleiten einen in ein Schwein verwandelten Soldaten,

und dies ist selbst in der von Miyazaki geschaffenen Welt ungewöhnlich,

auf seinem turbulenten Weg zu Läuterung und Liebe.

Das Besondere an Miyazakis Filmen ist auch in diesem, seinem wohl "erwachsensten" Film,

zu finden: die Kunst gesellschaftliche und zwischenmenschliche Werte und Gefühle,

sich den Möglichkeiten des Mediums Anime bedienend, kulturübergreifend und zielgruppenfrei auszudrücken.

Für Anime-Fans ein Muß -

und für diejenigen mit Vorurteilen gegenüber diesem Format ein weiterer Grund,

diese endlich über Bord zu werfen.
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TOP 500 REZENSENTam 5. November 2015
Italien gegen Ende der 20er Jahre: Marco Paggot war einst ein berühmter Kampfpilot und Kriegsheld - doch er verwandelte er sich auf geheimnisvolle Weise in ein Wesen mit Schweinekopf. Porco Rosso, wie er seither genannt wird, lebt allein auf einer italienischen Mittelmeerinsel. Sein Geld verdient er als fliegender Kopfgeldjäger, der Handelsschiffe vor den gefürchteten Luftpiraten schützt. In der übrigen Zeit genießt Porco das Leben, döst am Strand oder trifft sich mit der schönen Witwe Gina. Doch die Zeiten ändern sich: Auf dem Festland sind die Faschisten auf dem Vormarsch, und eine Vorahnung von Unruhe und Krieg liegt in der Luft...

Mit “Porco Rosso“ schuf Hayao Miyazaki seinen wohl persönlichsten Film und setzte seine Liebe zur Fliegerei und zu historischen Fluggeräten in wunderschöne Bilder um. Nicht ohne Grund benannte er seine Zeichentrickfirma “Studio Ghibli“ nach einem italienischen Kampfbomber des Zweiten Weltkrieges (und ein Flugzeugmotor im Film trägt deutlich die Aufschrift “Ghibli“). Viele Leitmotive aus Miyazakis anderen Filmen sind in “Porco Rosso“ anzutreffen: Das nostalgische Mittelmeer-Europa aus “Das Schloss des Cagliostro“, die leicht verrückten Luftpiraten aus "Das Schloss im Himmel", die selbstständig ganz ohne Männer arbeitenden Frauen aus "Prinzessin Mononoke" und die auch aus "Chihiros Reise" bekannte Verwandlung von Menschen in Schweine.

Es ist eine Schande, dass uns ein Meisterwerk wie “Porco Rosso“ so lange vorenthalten wurde, obwohl ansonsten Unmengen von oft bestenfalls mittelprächtigen Animationsfilmchen aus Fernost ihre Wege in die DVD-Presswerke fanden. Der Film ist tricktechnisch ein (ganz ohne Computer entstandenes) Wunderwerk, dabei romantisch, witzig, temporeich, voller unvergesslicher Situationen und Figuren, hat somit alles was den Disney-Filmen schon eine Ewigkeit fehlt.

Bonusmaterial der Doppel-DVD: Storyboards zum kompletten Film mit deutscher Tonspur (93 min); ein sehr kurzes Interview mit Produzent Toshio Suzuki (3:20 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln; vier japanische Trailer (insgesamt 7:48 min); Studio Ghibli Trailer (11:43 min) mit gut gewählten Ausschnitten aus allen Filmen des Studios; Trailer zu "Prinzessin Mononoke", "Das wandelnde Schloss", "Das Schloss im Himmel" und "Chihiros Reise"
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am 24. März 2009
dann werden sie Fliegerasse.

Die liebevoll dargestellte Geschichte eines Schweins, dass sich nach Freiheit sehnt und doch nicht frei sein kann. Der Mensch mit Schweinegesicht ist immer hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu einer Frau und der Liebe zum Fliegen. Eben ein Schwein mit großem Herz. Es ist unglaublich wie Miyazaki seine Charakteren immer wieder zu solche Sympatieträgern macht.

Ein schöner Film über die Freiheit der Fliegenden und über ein Schwein das eigentlich kein Schwein sein sollte. :-)
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TOP 500 REZENSENTam 16. März 2014
Italien zwischen den beiden Weltkriegen, während der Regierungszeit der Faschisten. Der durch einen Fluch in ein Schwein verwandelte Kampfpilot Porco Rosso verdient seinen Lebensunterhalt als Piratenjäger. Prinzipiell beschreibt das dann auch schon die Handlung. Proco Rosso hat eine Fede mit einem amerikanischen Piloten namens Curtis am laufen, der ihn abgeschossen hat, so dass Porco sein Flugzeug in einer kleinen Klitsche reparieren lassen muss. Dabei fängt er sich eine der Enkelinnen des Mechanikers als Sidekick ein, aber Porco steht oder stand auf eine Barbesitzerin und noch mehr auf sein freies, ungebundenes Leben. Viel passiert nicht. Man zofft sich mit Curtis, Frauen himmeln Porco an, alles ziemlich ereignislos und in typischer Studio Gibli Art animiert. Der einsame Wolf, bzw. das einsame, coole Schwein, das von den Frauen angehimmelt wird und sie doch einsam und unglücklich zurücklässt, und so Frauenfreundschaften für die Ewigkeit schafft, deren Stärke in der gemeinsamen Erinnerung an ihn besteht.
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am 1. November 2010
denn... Es lohnt sich. Es ist wieder ein Film von Studio Ghibli (einem der Qualitativ besten Anime Studios in Japan ... wenn nicht das beste)...

In diesem Film geht es über Wasserflugzeug Piloten, Luftpiraten ... ein wenig Liebe ...und wie immer bei Studio Ghibli mit einer großen Portion Herz.

Der Hauptprotagonist ist Porco Rosso ein Mensch mit Schweinskopf...

Dieser Film bietet:

-Einen sehr schönen Soundtrack
-Eine intressante Geschichte
-Einige Szenen zum lachen
-Eine gute Portion Herz

Es ist einer der etwas Erwachseneren Filme von Ghibli aber dennoch können es auch Kinder gucken...

Wer Animes mag ZUSCHLAGEN... Wer seinen Kindern einen Qualitativ hochwertigen Film zeigen will (im gegensatz zu vielem was heute für Kinder angeboten wird.) Und für jeden der Zeichentrickfilme mag...

Fazit: 5 von 5 Grunzern

Euer Porco Mettylino
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am 17. Mai 2009
Porco Rosso reiht sich nahtlos in die Reihe der Meisterwerke von Studio Ghibli ein, auch wenn der Film mehr Schwächen als andere hat.
So bleibt am Ende nur Rätselraten, warum der Hauptdarsteller den Kopf eines Schweines hat. Auch die offensichtliche Beliebtheit dieses Protagonisten in weiten Teilen der Bevölkerung ist befremdlich, spielt die Handlung doch vor dem Hintergrund des aufkeimenden Faschismus in Italien vor dem 2. Weltkrieg.
Grundsätzlich also eher ein mehr solider denn genialer Streifen, der aber mit seinem Witz und den starken Hauptfiguren begeistert.
Allerdings sollte man, wenn man die Möglichkeit dazu hat, lieber die englische Fassung des Filmes anschauen, da die deutsche Synchronisation teilweise "unter aller Sau" ;) ist und auch einige Teile raus geschnitten wurden...
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