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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Modern Times Are A-Changin'
Nach fünf ewigen Jahren des Wartens hat es nun endlich das Licht der Welt erblickt – des Meisters 44. Album – das beste seit rund zwei Jahrzehnten. Dylan selbst sagte zuletzt der Musikpresse, dass er „schon seit 20 Jahren kein gutes Album mehr“ gehört hat. So ganz mag man ihm das natürlich nicht glauben, wenn man sich allein seine...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2006 von Jack Frost

versus
23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dylan als Traditionsverwalter
Glücklicherweise bedeutet der Titel "Modern Times" nicht, dass Dylan jetzt auf im Trend liegende Musik zurückgreift. Ganz im Gegenteil. Sie spiegelt quasi seine Sicht auf alte US-amerikanische Musiktraditionen wider. Er betätigt sich seit einiger Zeit als DJ und spielt auch da Lieder, die lange vor dem Rock`n`Roll entstanden sind. Das hat wohl...
Veröffentlicht am 5. November 2006 von Heino Walter


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Modern Times Are A-Changin', 23. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
Nach fünf ewigen Jahren des Wartens hat es nun endlich das Licht der Welt erblickt – des Meisters 44. Album – das beste seit rund zwei Jahrzehnten. Dylan selbst sagte zuletzt der Musikpresse, dass er „schon seit 20 Jahren kein gutes Album mehr“ gehört hat. So ganz mag man ihm das natürlich nicht glauben, wenn man sich allein seine Solowerke in dieser Zeit betrachtet, die mal mehr, mal weniger solide daherkamen.

Modern Times ist, was man gemeinhin ein spätes Meisterwerk nennt! Natürlich wird hier die Musik nicht neu definiert, keine Elektronik verwendet und auf Platitüden verzichtet. Dylan anno 2006 ist, wie auch vor 40 Jahren schon, jemand der nicht abgefahren sein will. Grundsolide wäre ein Wort das ihm Nahe kommt, oder weise. Ihm selbst würde es natürlich nicht gefallen ihn so zu bezeichnen.

Aber genau das ist es, was sein neues Album wieder einmal so unwiderstehlich macht. Keinen Moment klingt es aufgesetzt, überfordernd oder gar modern – und trotzdem so perfekt, wie seit 20 Jahren (fast) kein anderes. Songs wie „Spirit on the water“ oder „Ain't talkin'“ sind Juwelen, die sich einreihen in ein Lebenswerk das allein durch die Songtexte ganze Bücher füllen könnte. Musikalisch reihen sich fein akzentuierte Streicher in eine Reihe mit Mundharmonika, Slidegitarre und jazzigem Schlagzeug. Dazu Dylans einzigartig näselnde Stimme, verbittert, gebrochen und doch versöhnlich. Es ist berührend ihn wieder in einer solchen Höchstform zu hören!

Ja, es sind Geschichten die nicht abgefahren und überdreht sind, sondern das widerspiegeln, was einem jeden Morgen beim Blick in den Spiegel durch den Kopf geht, oder bei einer einsamen Heimfahrt von der Arbeit oder einem viel zu langen Abend in einer Bar, nachdem die letzten Freunde auch schon gegangen sind – es ist das ganz normale Leben, das ihn trotz all des Erfolgs und der Drogen immer wieder einholt. Das darf man einfach nicht verpassen!
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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fans sind nie neutral, 31. August 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Glück meiner Generation, einen Jugendhelden zu haben, mit dem man zusammen älter werden kann? Jedenfalls ist es mir überhaupt nicht peinlich, mich wie ein kleines Kinde auf die neue CD von Bob Dylan gefreut zu haben. Vorbestellt lag sie endlich in meinem Briefkasten. Und statt sie sofort aufzulegen (ja, so nennen es die in den Fünfziger Geborenen noch), öffnete ich einen guten Wein, stellte mir einen Antipastiteller zusammen, setzte mich auf die Küchenablage – und hörte.

Ich hörte den Folksinger, den Blueser, den Rocker, den Gospelsänger und den ewig Suchenden. Das war damals mein Irrtum, als auch ich es Dylan kurz übel nahm, seinen Stil zu wechseln. Ich meinte, er suche Antworten für mich. Und ich ertrug es damals schlecht, dass er Antworten für sich sucht. Von denen konnte ich mir ja aussuchen, was mir zusagte. Und jetzt, in seinem wunderschönen "Modern Times" sagt er mir, dass sich das Grundsätzliche nie ändert. Die neuen Zeiten sind die alten – der neue Mensch ist der alte. Die wichtigen Fragen sind immer die gleichen. Für eine solch banale Message braucht es außergewöhnliche Künstler, damit wir sie ertragen. Bob Dylan ist einer von ihnen. Die vier Videos auf der DVD sind dann einfach noch eine Zugabe, die mich ebenso berührte. Weil die Aufnahmen in ihrer Schrägheit dem ganzen Klimbim des Videozeitalters seine Selbstüberschätzung vor Augen führen.

Mein Fazit: Als Fan im Urteil alles andere als neutral, sage ich nur: kaufen, hören, sehen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Modern Times, 14. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
Mit "Modern Times" hat Bob Dylan ein hervorragendes Album veröffentlicht, welches sich hinter dem, was heutzutage als "modern" bezeichnet wird, keinsfalls zu verstecken braucht. Routiniert, jedoch mit viel Gefühl und Liebe zum Detail verbindet Dylan Einflüsse aus den verschiedenstens Genres - Rockabilly, Blues, Jazz, Rock'n'Roll, Swing - und fügt sie zu zehn wunderbaren Liedern zusammen, aus denen sich einige als unmittelbare Dylan-Klassiker hervortun - Spirit On The Water, Working Man's Blues #2 und Ain't Talking - alle anderen Lieder sind einfach nur ausgezeichnet und gehören mit zu dem Besten, was in der letzten Zeit an Musik veröffentlich worden ist.

Selten hat man Dylan so beschwingt und mit so viel Spaß an der Arbeit erlebt, von schnelleren, rockigeren Nummern bis hin zu langsamen, balladenhaften Stücken ist die gesamte Bandbreite vertreten und die "junge Generation" kann sich hier ausgiebig zeigen lassen, wie Musik wirklich gemacht wird.

Dylan folgt seinen Einflüssen zu seinen eigenen Wurzeln zurück und das in einem Gewand, welches weder überholt noch antiquiert wirkt, sondern mehr denn je zeigt, wie aktuell diese Art von Musik auch heute noch ist.

Dieses Album ist auf jeden Fall fünf Sterne und eine Kaufempfehlung wert!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kontrapunkt zu "Modern Times", 8. September 2006
Wer nach der langen Pause von Bob Dylan ein hochpolitisches Album erwartet hat, wird hier sicher enttäuscht. Aber warum sollte man Leute wie Dylan unbedingt in eine Schublade stecken? Uns erwartet eine Platte, die zwar nicht unpolitisch ist, sich aber tendentiell mehr mit Frauen als mit Gesellschaftskritik beschäftigt. Trotzdem ist "Modern Times" ein außergewöhnlich gutes Album, eines von der Sorte, wie man es heutzutage nur noch selten zu hören bekommt.

Musikalisch ist das neue Werk mit dem Titel "Modern Times" wohl eher ein Kontrapunkt zur zeitgenössischen Popkultur. Dylan schrieb nach eigenen Angaben alle Songs selbst (bei Rollin' And Tumblin' sind sicher Zweifel angebracht); produzierte unter dem Pseudonym Jack Frost und spielte Piano und Gitarre selbst, von der typischen Dylan-Harmonika ist jedoch nicht mehr viel zu hören. Mit dieser Machart sticht die Platte aus den meisten anderen Scheiben, die man heute zu hören bekommt, sicher positiv heraus.

Stylistisch macht Dylan an die "Modern Times" auch nicht viele Zugeständnisse, es handelt sich um einen Mix aus Country, Folk, Blues, Alternative Country/Americana und ab und zu einer Priese Western Swing. Was Dylan aus seiner kaputten Stimme herausholt und wie er mit ihr gestaltet, ist bemerkenswert.

Manche Songs erinnern an Cashs American Recordings Series ("Thunder On The Mountain", "When The Deal Goes Down" und "The Levee's Gonna Break"), auch wenn sie sicher nicht so spartanisch arrangiert sind wie es Rick Rubin getan hätte; die Gitarre erinnert ab und zu an Willie Nelson ("Spirit On The Water") und andere Songs klingen völlig unverkennbar nach Dylan ("Workingman's Blues #2", "Nettie Moore" und die tolle Ballade "Ain't Talkin'"). Es gibt bluesige ("Rollin' And Tumblin'", "Someday Baby" und ein wenig "The Levee's Gonna Break"), melancholisch-erzählerische Songs ("Workingman's Blues #2", "Nettie Moore" und "Ain't Talkin") sowie soft-jazzigen, z.T. fröhlichen Western Swing ("Spirit On The Water", "When The Deal Goes Down" und "Beyond The Horizon").

Insgesamt ein sehr solides Album, dass trotz seiner nur 10 Songs eine gute Stunde füllt, da die Lieder oft lang, aber nicht langweilig sind, und den Kauf durchaus lohnen.
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch nicht DeLuxe noch Deluxe, 31. August 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
Das Glück meiner Generation, einen Jugendhelden zu haben, mit dem man zusammen älter werden kann? Jedenfalls ist es mir überhaupt nicht peinlich, mich wie ein kleines Kinde auf die neue CD von Bob Dylan gefreut zu haben. Vorbestellt lag sie endlich in meinem Briefkasten. Und statt sie sofort aufzulegen (ja, so nennen es die in den Fünfziger Geborenen noch), öffnete ich einen guten Wein, stellte mir einen Antipastiteller zusammen, setzte mich auf die Küchenablage ' und hörte.

Ich hörte den Folksinger, den Blueser, den Rocker, den Gospelsänger und den ewig Suchenden. Das war damals mein Irrtum, als auch ich es Dylan kurz übel nahm, seinen Stil zu wechseln. Ich meinte, er suche Antworten für mich. Und ich ertrug es damals schlecht, dass er Antworten für sich sucht. Von denen konnte ich mir ja aussuchen, was mir zusagte. Und jetzt, in seinem wunderschönen Modern Times sagt er mir, dass sich das Grundsätzliche nie ändert. Die neuen Zeiten sind die alten ' der neue Mensch ist der alte. Die wichtigen Fragen sind immer die gleichen. Für eine solch banale Message braucht es außergewöhnliche Künstler, damit wir sie ertragen. Bob Dylan ist einer von ihnen.

Schön, dass ich noch eine limitierte DeLuxe Edition erwischte. Denn die vier Videos führen in ihrer Schrägheit dem ganzen Klimbim des Videozeitalters seine Selbstüberschätzung vor Augen. Aber da die zehn Songs so schön sind, haben die Käufer der Normalausgabe nicht Pech, sondern ebenfalls Glück. Das Glück, mit neuen Songs von Bob Dylan Freundschaft zu schliessen.

Mein Fazit: Als Fan im Urteil alles andere als neutral, sage ich nur: kaufen und sich freuen.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dylan in modernen Zeiten, 19. Februar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
Das Jahr 2006 war für Bob Dylan eines der Besten seit langem. Zum halbrunden Jubiläum war er in den Medien so omnipräsent, daß man meinen konnte, die 60er Jahre seien zurückgekommen, überall wurde dem Meister überschwänglich zum 65. gratuliert, er selbst ließ sich in schlicht hervorragenden Radiosendungen (was bei dem sonst extrem medienscheuen Dylan ein wahres Wunder ist) zu Themen des Lebens (Musik natürlich, Frauen, Knäste, Lyrik, Baseball usw.) vernehmen, gab Intervievs, führte seine "Neverending Tour" weiter und veröffentlichte im September zur Krönung ein hervorragendes Album, das den schon ausgezeichneten Vorgängern (das triumphale "Time Out Of Mind" und "Love And Theft) die Krone aufsetzt.

Auf "Time Out Of Mind" herrschte ein düsterer, pessimistischer, gar todessehnsüchtiger Ton zu spartanisch produzierter Musik vor, "Love And Theft" unternahm eine manchmal etwas chaotisch Reise quer durch die amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts.

"Modern Times" eröffnet mit dem klassischen Rocksong "Thunder On The Mountain", der den Hörer nach Hells Kitchen, Midtown Manhattan, entführt und ihm Alicia Keys an die Seite stellt, "Spirit On The Water" ist eine melancholische Hymne an eine vergangene Liebe (in langsamem Swing, so daß man dazu auch noch tanzen kann, aber nur ganz langsam), "Rollin' and Tumblin'" zitert, wie der Titel schon verspricht, virtuos und kongenial einige Bluesklassiker, "When The Deal Goes Down" ist ein melancholischer Walzer (Tanzsong Nr. 2) und ein hemmungslos sentimentales Liebeslied, wie man es von Dylan schon lang nicht mehr gehört hat, "Someday Baby" skizziert einmal mehr eine unglückliche Liebesgeschichte und damit ein ewig gültiges Bluesthema.

Einer der stärksten Songs, den Dylan je geschrieben hat, ist zweifelsohne der "Workingman's Blues #2", ein Song über den Niedergang, allerdings mit einer recht fidelen Altersweisheit und zu einer aufwärts strebenden Melodie mit Spieluhr - Piano vorgetragen, der dem Thema die Düsternis nimmt einen den Lichtstreifen am Horizont erahnen läßt. Mit "Beyond The Horizon" zitiert Dylan ein weiteres mal die mittlerweile liebgewonnene Swingmusik seiner Jugend (Tanzsong Nr. 3) und singt unsterbliche Zeilen wie "Beyond the horizon, in the springtime or fall, love waits forever for one and for all", einfach wunderschön, in "Nettie Moore" wird die Heldin eines Folksongs liebevoll gezeichnet, "The Levees Gonna Break" zitiert wieder bewußt einige Bluesklassiker und ruft hintergründig die Flut von New Orleans ins Gedächtnis zurück. Dylan schließt hier mit der majestätischen Western - Ballade "Ain't Talkin'", in der er einmal mehr die Rolle des aus dem Paradies vertriebenen, von aller Welt verlassenen und verratenen Outlaws übernimmt, ein Song über Einsamkeit und Verzweiflung, wie nur Dylan ihn schreiben kann.

Das wohl etwas ironisch betitelte Album orientiert sich also ganz an klassischem Material und jeder Song bringt das Künststück fertig, uralt und doch brandneu zu klingen, Dylan hat hier eine Platte voller Evergreens geschrieben, die man immer wieder mit größtem Genuß hören kann.

Man kann nur hoffen, daß der Meister uns noch sehr lange erhalten bleibt.

Unbedingte Kaufempfehlung.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Modern Times machte mich zum Fan!, 20. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
Ich muß zunächst gestehen, daß ich jahrzehntelang mit Bob Dylan überhaupt nichts anfangen konnte. Für mich war er ein 60s Relikt, mit einer Gitarre unterm Arm und einer Mundharmonika in der Hand, der "Blowing In the Wind" dahin "näselt". Als ich nach Jahren wieder einmal eine Dylan CD im Laden in die Hand nahm, war es diese: Die "Modern Times"! Hätte seine neue CD anders geheißen, hätte ich sie vermutlich erneut ignoriert wie all ihre Vorgänger. Ich setzte die Kopfhörer auf und lauschte den Songs. Lied Nr.1 "Thunder On The Mountain"! Was für ein gewaltig rockender & toller Song, brilliant instrumentalisiert, perfekt produziert und von Dylans einstigem "nasalen Gesang" war nichts mehr zu hören. Das Album rockt unglaublich, ist aber auch gefüllt mit unglaublich schönen melancholischen Balladen. Dieses Werk ist einfach nur faszinierend. Ich griff gleich zu dessen Vorgänger seiner "Love & Theft" Platte und stellte total überrascht fest, daß diese ebenso wunderbar rockig und gefühlvoll ist wie die "Modern Times" und kaufte sie gleich mit. Mir erscheinen diese beiden Werke (obwohl einige Jahre Pause dazwischen liegen) wie ein Volume 1 & 2 zu sein. Man kann nicht nur eine besitzen und hören, es müssen beide im Wechsel in Ihrem Player landen. Wenn es Ihnen ähnlich ergehen sollte, dann kaufen sie sich doch gleich noch die Scheibe, die Dylan davor fertigstellte, nämlich die "Time Out Of Mind". Ebenfalls ein außergewöhnlich gutes Rock Album, daß zwar einen Hauch düsterer und trauriger ist wie die beiden letzten, aber genauso faszinierende Songs beinhaltet. Ein neuer, ganz anderer Dylan. Ich sah ihn anschließend auf der 2007er Tour, wo er sehr viel Material seiner letzten Veröffentlichungen live spielte und war außerordentlich begeistert von diesem großartigen Mann!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Modern Times Are A-Changin', 6. November 2006
Nach fünf ewigen Jahren des Wartens hat es nun endlich das Licht der Welt erblickt – des Meisters 44. Album – das beste seit rund zwei Jahrzehnten. Dylan selbst sagte zuletzt der Musikpresse, dass er „schon seit 20 Jahren kein gutes Album mehr“ gehört hat. So ganz mag man ihm das natürlich nicht glauben, wenn man sich allein seine Solowerke in dieser Zeit betrachtet, die mal mehr, mal weniger solide daherkamen.

Modern Times ist, was man gemeinhin ein spätes Meisterwerk nennt! Natürlich wird hier die Musik nicht neu definiert, keine Elektronik verwendet und auf Platitüden verzichtet. Dylan anno 2006 ist, wie auch vor 40 Jahren schon, jemand der nicht abgefahren sein will. Grundsolide wäre ein Wort das ihm Nahe kommt, oder weise. Ihm selbst würde es natürlich nicht gefallen ihn so zu bezeichnen.

Aber genau das ist es, was sein neues Album wieder einmal so unwiderstehlich macht. Keinen Moment klingt es aufgesetzt, überfordernd oder gar modern – und trotzdem so perfekt, wie seit 20 Jahren (fast) kein anderes. Songs wie „Spirit on the water“ oder „Ain't talkin'“ sind Juwelen, die sich einreihen in ein Lebenswerk das allein durch die Songtexte ganze Bücher füllen könnte. Musikalisch reihen sich fein akzentuierte Streicher in eine Reihe mit Mundharmonika, Slidegitarre und jazzigem Schlagzeug. Dazu Dylans einzigartig näselnde Stimme, verbittert, gebrochen und doch versöhnlich. Es ist berührend ihn wieder in einer solchen Höchstform zu hören!

Ja, es sind Geschichten die nicht abgefahren und überdreht sind, sondern das widerspiegeln, was einem jeden Morgen beim Blick in den Spiegel durch den Kopf geht, oder bei einer einsamen Heimfahrt von der Arbeit oder einem viel zu langen Abend in einer Bar, nachdem die letzten Freunde auch schon gegangen sind – es ist das ganz normale Leben, das ihn trotz all des Erfolgs und der Drogen immer wieder einholt. Das darf man einfach nicht verpassen!

PS: Die Zusatz-DVD ist eine feine Sache für alle Dylan-Fans. Sie lohnt sich allerdings nur, da der Preis der Limited Deluxe Edition kaum vom Einzel-CD-Preis abweicht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinns Patte, 11. Oktober 2006
Das ist für mich wirklich mal was richtig Gutes von B.D. Was hab ich als Stift meinen letzten Groschen für den Kerl ausgegeben. Bis München bin ich geträmpt für ein Konzert, in dem der Kerl völlig lustlos auf der Bühne gelangweilt in die Klampfe haut. Egal. Es war Bob Dylan. Das Unplugged- Album fand ich schon bemerkenswert lebendig aufgenommen. Aber die Scheibe hier ist wirklich große Klasse. Jetzt wird der alte Knochen nochmal richtig vital. Jetzt, wo ich nicht trämpen muss. Klarer Kauf für alle Musik begeisterten Menschen!!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr bluesig..., 31. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
...kommt Dylan daher und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er richtig Spaß bei der Sache hat. Kam die "Time out of mind" von 2000 noch etwas düsterer rüber (begnaded "Love sick"), folgte mit der "Love and theft" (2004) ein etwas beschwingterer Dylan, was nun fortgesetzt wird. Das Album ist eine Mischung aus Songs über die Liebe, das Leben und oft ist viel Wut zu spüren.
Das erste Stück "Thunder on the mountain" scheint wie ein Pferd zu galoppieren und man kann nicht anders, als mitzuswingen (hier wird übrigens Alicia Keys erwähnt!). Etwas ruhiger gehts mit "Spirit on the water" weiter, entspannte Sofa-Atmo kommt bei diesem "Liebeslied" auf, die im dritten Stück prompt gebrochen wird: "Rollin'and tumblin'", das sehr nach vorne treibt; countryesk gehts weiter "When the deal goes down", die Pedalsteel jault, Dylan murmelt und zieht den Text, dass es eine Freude ist. Das Albumkonzept, der Wechsel zwischen schnellen und langsamen Stücken bleibt erhalten: Track 5 "Someday baby" macht richtig Spaß und swingt konsequent bis zum Ende; melancholisch dann Nr. 6, der "Workingman's Blues # 2" (eine Fortsetzung des Workin Mans Blues des Countrysängers Merle Haggard, z.B. auf der CD "A Portrait of Merle Haggard/Keep Movin' on"), mit wunderschöner Pianobegleitung! Wieder sehr swingend Nummer 7 "Beyond the horizon", ein Liebeslied: "Beyond the horizon, the sky is so blue, I've got more than a lifetime to live lovin' you", melancholisch gehts in die Nummer 8 "Nettie Moore", die er sehr vermisst, was man deutlich hört und wieder flotter die Nummer 9 "The levee's gonna break" - der Deich wird brechen. Entlassen werden wir aus diesem rundum gelungenen Album mit dem Schlusstrack "Ain't talkin", der mit 9 Strophen an den "alten" Dylan erinnert; der Refrain sagt alles über die Zukunft von Bob:
Ain't talkin', just walkin'
Walkin' ever since the other night.
Heart burnin', still yearnin'
Walkin' 'til I'm clean out of sight.
In diesem Sinne: Wir freuen uns auf das nächste Album!
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Modern Times
Modern Times von Bob Dylan (Audio CD - 2006)
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