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  • Django
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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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3,9 von 5 Sternen
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Oktober 2014
Ein Mann, ganz in Schwarz gekleidet wie Zorro, nicht so sauber, elegant und berühmt wie einst der Rächer der Armen und Schwachen, sondern staubbedeckt, stoppelbärtig und bedrohlich, einen Sarg hinter sich herschleifend, taucht während eines unglaublich guten Titelsongs bereits in der Anfangssequenz des Films, irgendwo im Schmutz der Einöde des Grenzgebiets zwischen den Staaten und Mexico auf.

Der Mann heißt, wie man bereits im Song erfährt, "Django". Django ist ein finsterer Typ. Im Lauf der Handlung spricht er wenig und reagiert schnell. Damit unterscheidet ihn aber noch wenig von den "alten" Western-Helden. Neu ist sein fehlender Idealismus, seine Cleverness, gepaart mit Zynismus und auch Brutalität. Er ist ein Mann mit Vergangenheit und er überlebt nicht, weil er mutiger, sondern schlauer ist als seine Gegner. Der Beobachter fragt sich zuerst, nach der Bedeutung des Sarghintersichherschleifens. Man erfährt es im Verlauf der Geschehnisse irgendwann. Django wird seinen Sarg öffnen, ein Maschinengewehr der alten, nichtsdestoweniger totbringenden Art herausholen und seine Gegner gleich reihenweise umpusten.

Verkörpert wird Django von dem unverbrauchten jugendlich-frischen Franco Nero und - um es vorwegzunehmen - dieser erste Django-Film wurde zum nie mehr erreichten Vorbild für alle folgenden "Django-Western" !

Vor "Django" hatte im Italo-Western nur Sergio Leone mit seinem Streifen "Für eine Handvoll Dollar" in den USA erstmals aufhorchen lassen und einen ungewöhnlichen finanziellen Erfolg, obwohl dieser erste "Dollar-Film" sich immer noch in etwa nach amerikanischem Vorbild richtete und erst später zum Kult-Western wurde. Mit Sergio Corbuccis "Django" schließlich, berfreite sich der "Italo" endgültig von seinem amerikanischen Vorbild.

Der schweigsame Held ist nicht länger ein asketischer Einzelgänger, sondern ein sinnlicher Typ. Erotik und Frauen gehören selbstverständlich zu seinem Leben. Die Braut blickt nicht mehr sehnsüchtig aus dem Fenster der Ranch ihrem Helden nach wie er davonreitet, träumend, dass er einst wiederkehrt - sie reitet im Italo-Western an seiner Seite, kämpft mit ihm oder gegen ihn, im Bett, in der Prärie oder wo auch immer.

Corbuccis bahnbrechendes Westernspektakel wurde zu einem der einflußreichsten Westernfilme seiner Zeit, zu einem Kultfilm für immer und prägte viele Filmemacher - nicht zuletzt Quentin Tarantino mit seiner verneigenden Hommage "Django Unchained".

Fazit: Egal ob man Anhänger des "klassischen Westerns", des "Italo-Westerns" oder "nur" "Sergio Leone-Fan" ist (übrigens, am besten man ist alles auf einmal), Corbuccis "Django" sollte man einfach gesehen haben...

Diese FSK 18 Veröffentlichung in ausgezeichnetem Bluray, brandneu und sorgfältig abgetastet vom komplett wiederhergestellten Filmnegativ, ungeschnitten und im Original-Look von Corbucci, ist die einzig wahre Version von Django - nie erreicht und unnachahmlich. Die "Extras" auf der Scheibe, Dokumentationen über den Film und Franco Nero mit Interviews von ihm, sind eine wunderbare Zugabe dieses außergewöhnlichen Westerns.
1111 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2006
Zweifelsohne ist Django einer der besten fünf Italo Western, ein Film der das Genre zum Kult avancieren ließ und Franco Nero zum Weltstar machte.

Zweifelsohne habe ich den Film schon zig mal gesehen, aber diese Version lässt nur übel aufstossen. Denn auf Grund der 16er Freigabe wurde hier mal wieder erbarmungslos die Schere angesetzt.

Ich kann von dieser Version nur abraten und auf die 18er Version verweisen, die man ebenfalls in jedem Kaufhaus bekommt.
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am 28. September 2006
Es ist ohne Zweifel absolut unakzeptabel, einen Film zu kürzen, für den Fans und Genreenthusiasten sowie DVD Labels viel Zeit, Energie und Geld investiert haben, um so einen Film endlich ungekürzt in seiner Originalfassung präsentieren zu können. Der Versuch, den Film jüngeren Zuschauern schmackhaft zu machen ist löblich, aber Zensur ist in keinem Fall gutzuheißen.

Django ist ein Klassiker, und die einzig richtige Art und Weise diesen Film zu genießen ist, in seiner ungekürzten, restaurierten, Originalfassung. ([...]
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am 31. Juli 2013
Leider lassen sich die Sterne und Bewertungen nicht aufteilen, denn hier geht meine Wertung stark auseinander.
Würde ich mich jeder 5-Sterne Auszeichnung zum Film als solches ohne Murren angeschlossen haben, so ist aber doch
die Umsetzung der BluRay auf keinen Fall 5 Sterne wert.
Sehr unstetes Flackern und eine Grobkörnigkeit, die noch nicht mal vom Negativ kommen muss, sondern auch locker durch übertriebenes Weich/Scharfzeichnen entstanden sein kann, sind für das Auge schon recht anstrengend. Zwar gibt es Sequenzen, in denen man Franco Neros Wimpern einzeln zählen könnte, trotzdessen ist der körnige Schleier sehr auffällig und hat das Sehvergnügen auf eine starke Probe gestellt. Hinzu kommt ein etwas nervige Kontrastkurve. Es werden Farben, vorallem Rot- und Grüntöne streckenweise viel zu stark hervorgehoben und heben sich zu unnatürlich vom Rest des Spectrums ab.
Zwar fehlt mir der Vergleich zur DVD Ausgabe, doch das werde ich voraussichtlich nachholen und mir die 3 DVD Box, ebenfalls uncut, besorgen. Schlechter kann es nicht werden, vielleicht sogar besser und der Preis ist in Ordnung !
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am 16. Februar 2016
Im informativen und launig erzählten "Making of" erwähnt Regisseur und Drehbuchautor Mario Lanfranchi in der Rückschau seine Herangehensweise: "Ich wollte keinen spektakulären Film drehen.". Das ist ihm im allerbesten Sinne gelungen, denn nicht ein Spektakel, sondern eine einfache, aber sorgfältig ausgearbeitete Geschichte sowie ausgefeilte Charaktere und stimmungsvolle Schauplätze stehen im Mittelpunkt.
Ungewöhnlich für das Western-Genre, erzählt Lanfranchi seinen Film in vier Episoden, die durch eine Rahmenhandlung miteinander verwoben sind.

Der deutsche Titel, der anders als das italienische Original den Namen "Django" trägt, ist eher ungelenk. Aber schon die erste Szene in der Wüste vermittelt dann doch seine Sinnhaftigkeit: der Held ist "Unbarmherzig wie die Sonne". Der Originaltitel ist trotzdem klangvoller: "Sentenza di morte" (zu Deutsch: "Todesurteil").

Überhaupt ist die erste Episode ein überaus starker Einstieg. Nach und nach erschließt sich dem Zuschauer durch knackig-knappe Rückblenden und aus Andeutungen in den Dialogen, warum sich die beiden Männer in Sichtweite voneinander durch die Wüste schleppen. Es mag zwar nicht übermäßig glaubwürdig sein, dass Diaz ohne Wasser ausgerechnet in die Wüste flieht. Hat man das jedoch akzeptiert, ist das folgende Geschehen in sich stimmig und sehr spannend ausgestaltet. Wie auch im weiteren Filmverlauf sind die Schießereien in der Hacienda hervorragend choreografiert. Auch der Kameramann Antonio Secchi hat ganze Arbeitet geleistet und fängt die abweisende Stimmung der Wüste und die sonnenverätzen Gesichter der beiden Männer meisterhaft ein.
Robin Clarke, der sicher nicht zufällig in seiner Erscheinung an Clint Eastwood erinnert und doch einen eigenständigen Darstellungsstil zeigt, spielt die Hauptrolle des Django (im Original Cash genannt). Schon bei seinem ersten Auftritt nimmt er den Zuschauer für den gebrochenen, wahrlich unbarmherzigen Helden ein. Er unterspielt seine Rolle gekonnt (und erinnert auch darin an Eastwood, ohne ihn nachzuahmen). Umso mehr wirken die wenigen Momente, in denen er seinen Django aus seiner lässig-kühlen Grundhaltung ausbrechen lässt. Es verwundert mich sehr, dass Clarke trotz seines Talents und seiner bemerkenswerten Ausstrahlung keine nennenswerte Karriere vergönnt war. Richard Conte, ein Schauspieler mit einer respektablen Hollywood-Karriere, spielt Djangos ersten Gegner glaubwürdig. Von allen vier Gegenspielern ist sein Diaz sicher der unscheinbarste (und auch der einzige reuig-einsichtige), was seine Verfolgung durch Django noch unerbittlicher wirken lässt und der vielschichtigen Dramaturgie des Films daher durchaus zuträglich ist.

Die zweite Episode wechselt die Szenerie radikal und ist fast ein Kammerspiel. Größtenteils spielt sich das Geschehen in einem einzigen Raum, einer Bar, ab. Django fordert Montero zum Pokerspiel heraus. Auch hier ist die Kameraarbeit hervorragend, besonders beeindruckend etwa der Wechsel in die Vogelperspektive mit Blick über den Pokertisch oder der elegante Kameraschwenk um den Hinterkopf von Montero während der Partie. Enrico Maria Salerno, ein ungemein wandlungsfähiger Schauspieler, zeigt seinen Montero als intellektuell-gewiefte Spielernatur, der der Sieg mehr bedeutet als der tatsächliche Gewinn. Salerno kann seine große Schauspielkunst insbesondere in den zahlreichen Nahaufnahmen zeigen, in denen sein Blick und seine Gestik Bände sprechen. Montero begegnet Clarkes' Django absolut auf Augenhöhe in diesem intensiven Psycho-Duell, der Ausgang scheint bis zuletzt offen. Nicht nur deshalb ist die Spannung groß. Auch der hinterhältige Angriff von Monteros Scherge ist klasse inszeniert. Er deutet sich für den Bruchteil einer Sekunde in Monteros Blick an, so dass Djangos schnelle Reaktion durchaus realistisch erscheint. Auch die Sterbeszene ist ungewohnt realistisch dargestellt, geht der Scherge nach dem Treffer doch noch ein paar Schritte, bevor er tot zusammenbricht. Tragisch, gerade weil nicht theatralisch inszeniert, ist der Tod der Bardame. Er lässt selbst Django für einen kurzen Moment die Beherrschung verlieren. Schließlich wird auch Djangos Markenzeichen eingeführt. Seine Vorliebe für Milch wirkt interessanterweise nicht aufgesetzt, erklärt sie sich doch schlüssig aus seinem zuvor im Film bereits erwähnten Alkoholismus.

Mit der dritten Episode findet die Religion Eingang in den Film. Das Gebaren des selbsternannten (?) "Padre" Baldwin und seiner Begleiter darf als satirische Kritik an der wohlbekannten Doppelmoral vieler Würdenträger der (hier katholischen) Kirche verstanden werden. Scheinheilig und mit großen Worten bezichtigt er drei einfache Bauern unchristlicher Verfehlungen, um sie anschließend erbarmungslos zu exekutieren. Charmanterweise verzockt sich Django in der Auseinandersetzung mit "Bruder" Baldwin. Er ist damit spätestens jetzt nicht mehr ein Über-Held, der das Geschehen dominiert.
Ein neuer, rätselhafter Aspekt ergänzt die Rahmenhandlung, denn Baldwin glaubt, dass Django um einen Goldschatz weiß. Baldwin begnügt sich daher vorerst damit, Django ins Bein zu schießen und in der Wildnis auszusetzen, um ihn später zum Reden zu bringen. Hier zeigt sich erneut die Klasse von Mario Lanfranchi, der den Film nicht nur inszenierte sondern auch das Drehbuch schrieb: Django erkennt seine scheinbar ausweglose Situation und ist sichtlich verzweifelt. Und die Auflösung, dass Django unter größten Schmerzen das Projektil aus seinem verletzten Bein wiederverwendet, mag technisch unsinnig sein (ich bin kein Arzt und kein Munitionsexperte), ist in sich aber sehr schlüssig ausgestaltet. Adolfo Celi verkörpert "Bruder" Baldwin angemessen diabolisch, ohne ins theatralische abzugleiten. Dadurch bleibt seine Figur bei aller satirischen Überhöhung durchaus glaubwürdig. Robert Clarke zeigt seinen Django in dieser Episode als - buchstäblich - verletzlichen Helden. Das Szenenbild und die Fotografie sind ein weiteres Mal erstklassig, insbesondere die Nachtszene mit den Fackel-Reitern und Baldwin als "schwarzer Dämon" im Hintergrund beeindruckt.

Zum Abschluss folgt die vierte Episode, die wohl in erster Linie zur parteiweisen Ablehnung des Films bei Kritik und auch Publikum führte. Der Literatur ist jedenfalls zu entnehmen, dass "Sentenza di morte" bei der zeitgenössischen Kritik heftig umstritten war und dabei insbesondere Djangos Auseinandersetzung mit O'Hara im Fokus der Filmrichter stand. Zweifellos ist die Figur des Albinos sehr theatralisch angelegt. In meinen Augen ist sie jedoch dank Tomás Miliáns Schauspielkunst ein eindrucksvoller Bösewicht. Denn Milián füllt die Rolle hervorragend aus: sein O'Hara ist ein hysterischer, psychopatischer Killer, dessen übermäßige Zuneigung einzig Gold und blonden Frauen gilt. Schon sein erste Auftritt verdeutlicht das: liebevoll und zugleich irre spielt O'Hara mit dem als Köder ausgelegten Goldstück und vergleicht es mit der Haut einer blonden Frau (!). Auch in kleinen Details, etwa die ohne Brille stark lichtempfindlichen und permanent zusammengekniffenen Augen, ist Miliáns Darstellung stimmig. Sicher überspielt er seine Figur. Doch gerade dadurch wirkt das Zusammentreffen mit Robin Clarkes unterspieltem Django faszinierend: zwei krasse Gegensätze treffen aufeinander.
Zuvor schon brennt sich ein Dialog für die Ewigkeit ins Gedächtnis ein:
Django: "Ich erwarte morgen eine Wagenladung Gold."
Barkeeper (lacht): "Werd' erstmal wieder nüchtern."
Django (schwenkt sein Milchglas und tippt darauf): "Ich trinke nur Milch."
So geht lässig-trockener Humor.
Eine weitere Szene entfaltet nur im italienischen Original Ihre Klasse. Django vergleicht hier die erwartete Ankunft von O'Hara mit dem Leeren einer Milchflasche: "Un'ora. Due ore. Tre ore. Arrivo O'Hara...". Ein schönes Wortspiel, das weder auf Deutsch noch auf Englisch funktioniert.
Das Szenenbild mit der verlassenen Klosterruine im Finale ist atmosphärisch düster. Und ist damit ein perfekter Schauplatz für die letzte Pointe des Films: O'Hara glaubt Django endgültig ausgetrickst zu haben und lässt Django spöttisch dessen eigenes Grab schaufeln. Tatsächlich aber wird es sein eigenes werden.

Für den deutschen Markt wurde der Film zwar textlich durchaus gelungen übersetzt, aber die deutschen Sprecher wirken fast durchgehend lustlos und ihr Tonfall ist größtenteils eintönig. Eine echte Fehlbesetzung ist Harald Juhnke (!) als Stimme von O'Hara. Er wird der exaltierten Figur überhaupt nicht gerecht. Leider geht dadurch viel Atmosphäre verloren. Ich empfehle daher dringend die originale italienische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln zu wählen (auf der DVD enthalten). Die italienischen Sprecher (der Brite Robin Clarke wurde beispielsweise synchronisiert) verstehen ihr Handwerk deutlich besser.

Der Soundtrack von Gianni Ferrio mag vielleicht nicht ganz so eingängig sein wie (einige) der Western-Scores des berühmteren Ennio Morricone. Im Grunde lassen sie sich die Arbeiten aber auch schlecht vergleichen, pflegt Ferrio doch anders als Morricone einen mehr am Jazz als an klassischer Musik orientierten Stil. Jedenfalls unterstützt seine Musik die Stimmung des Films ausgezeichnet. Auch der Titelsong "The last game" ist gelungen.

Das Bild und der Ton der DVD sind - eingedenk eines über 40 Jahre alten Ausgangsmaterials - technisch gut aufbereitet. Leider gibt es derzeit (2016) noch keine Aussicht auf eine HD-Veröffentlichung. Das Filmmaterial hat sicher noch Potenzial, so meine Hoffnung angesichts einiger starker HD-Veröffentlichungen von zeitgenössischen Italo-Western.

Insgesamt ein großer, einzigartig gebliebener Klassiker, der auf einer Stufe mit den besten Werken von Sergio Leone, Sergio Corbucci oder Sergio Sollima steht. Umso bedauerlicher ist es, dass Mario Lanfranchi nur diesen einen Western drehte.
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DJANGO von Sergio Corbucci aus dem Jahr 1966 zählt zu den großen Klassikern des Italo-Westerns. Ein Kultfilm der viele Nachahmer fand und dessen Name in vielen hierzulande veröffentlichten Filmen auftaucht, obwohl sie im Original nichts damit zu tun haben. Wichtig ist mir herauszustellen, ob sich die Blu-ray im Vergleich zur Kinowelt-DVD lohnt.

Der Ton der Blu-ray ist deutlich lauter geraten. Durch die etwas längere Laufzeit des Films auf Blu-ray aber auch etwas dunkler. Da hat beim Transfer mal wieder keine Tonhöhenkorrektur stattgefunden.

Das Bild hat auf der Blu-ray deutlich an Schärfe gewonnen, wodurch das Filmkorn sehr sichtbar ist. Das mag man mögen oder nicht, spricht aber für die gute Abtastung des Filmmaterials. Aber je besser die Abtastung des Ausgangsmaterials ist, desto deutlicher treten zwangsweise dessen Fehler zutage. Auf der DVD war vom Filmkorn überhaupt nichts zu sehen. Dort wirkte der Film aber weichgezeichnet.
Sehr auffällig ist die kältere Farbgebung der Blu-ray. Da wurde sehr an der Blauhelligkeit gedreht. Die DVD wirkt dazu wesentlich wärmer und natürlicher mit mehr Brauntönen.
Einige Szenen haben auf der Blu-ray dazu von der Helligkeit einen komplett anderen Look. So z.B zu Beginn, wenn Django mit Sarg in der Stadt ankommt, sieht das auf der DVD wie eine normale helle Tagesszene aus. Auf der Blu-ray dagegen geschieht diese Szene im Halbdunkel. Keine Ahnung welche Fassung davon so gewollt ist.

Bei der Kritik an der Blu-ray-Umsetzung muss vor allem beachtet werden, dass der Film von 1966 ein Low-Budget-Produkt war. Wie zumeist bei Italo-Western aus dieser Zeit wurde am Film gespart. DJANGO ist nicht auf hochwertigem Cinemascope oder vergleichbarem Filmmaterial gedreht worden, weswegen der Film sehr grobkörnig wirkt. Das kann zwar mit Rauschfiltern und weniger Schärfe nachbearbeitet werden. Dadurch verliert ein Film aber seinen natürlichen Look. Solche Nachbearbeitungen können bei den Einstellungen am eigenen TV auch selbst getätigt werden, wenn es denn unbedingt sein muss. Ich möchte aber das Filmmaterial unverfälscht sehen und nehme dafür gerne das Filmkorn in Kauf.
Was die Bildfehler, Verschmutzungen, Kratzer usw. angeht, ist das Bild der Blu-ray im Vergleich zur DVD besser geworden. Im Gegensatz zur DVD füllt die Blu-ray vom Bildformat nicht mehr den ganzen Bildschirm aus, sondern rechts und links sind schmale Balken vorhanden.
Das Bonusmaterial bietet im Vergleich zur DVD zwei kurze Interviews mit Franco Nero (zu anderen Filmen) mehr.

Fazit:
Das Optimum ist diese Blu-ray zwar nicht. Die fehlende Tonhöhenkorrektur ist ärgerlich. Trotzdem ist mir aktuell keine bessere Kaufversion des Films im deutschsprachigen Raum bekannt, so dass sich die Blu-ray durchaus lohnt.
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am 25. Februar 2007
Mit "Django" hat Corbucci dem Italo-Western Genre endgültig zur Eigenständigkeit verholfen. Waren Filme wie "Für eine Handvoll Dollar" und "Für ein paar Dollar mehr" die Wegebereiter des Genres so ist "Django" die Definition. Ein dreckiger, düsterer und brutaler kleiner Western, mit einem ehrenlosen Held dem es nur um Geld und Rache geht.

Franco Nero spielt Django wie kein anderer und ist neben Clint Eastwood Vorbild für viele zukünftige Western"helden" gewesen.

Die DVD von Kinowelt ist ungekürzt und hat eine sehr gute Bild (manche Szenen haben wie bei "Leichen pflastern seinen Weg" eine etwas schlechtere Qualität) und Tonqualität (manche Szenen wurden nicht auf dt. Synchronisiert und haben dt. Untertitel). Extras sind neben einigen Trailern eine ca. 13 Minuten lange, recht interessante, Dokumentation "Django - The One And Only".

Wer "Django" richtig genießen will, sollte ihn im italienischen Originalton mit dt. Untertiteln schauen, denn Franco Neros Stimme trägt einiges zum düsteren Grundton bei.
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am 2. August 2013
Der Film ist top, Kult und gehört einfach zu jedem Filmfan. Die Blu Ray nicht. Das Bild ist eine einzige Katastrophe: oft unscharf, verschleiert - manchmal auch grotesk nachgeschärft. Doppelkonturen, unruhige Bildstände und was für ein interessantes digitales Farbenspiel (einige Farben werden überbetont - andere versinken dagegen)- meistens handelt es sich jedoch über Beamer auf der Leinwand um einen bizarren Bildmatsch. So kann man nur den Kopf schütteln und seine DVD festhalten kann. Keine Ahnung was da schiefgegangen ist - aber hüten Sie sich vor Billigangeboten dieser Blu Ray - solange es keinen Austausch gibt.
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TOP 500 REZENSENTam 25. Mai 2013
,...da ist es also nun und sieht mit dem schwarzen Case und dem roten Cover richtig schick aus.

Es gab eine Zeit, da kamen aus Italien stilbildende Filme, das waren nicht nur die Italo-Western, sondern auch Horrorfilme, die sogenannaten "Giallos", dann waren da noch Bud Spencer & Terence Hill und auch Adriano Celentano gehörte dazu.

Das war eine schöne Zeit.
Was kommt heutzutage noch aus Italien außer schlechten Nachrichten über Berlusconi & Co.?
Leider nichts.

Für mich war Tarantinos großartiger "Django Unchained" Grund, sich mal mit seiner Inspiration "Django", der im Übrigen bis auf den Namen mit "Django Unchained" nichts zu tun hat, auseinanderzusetzen.
Die ebenfalls jetzt erhältliche "Django Trilogie" enthält ja bekanntermaßen einen Film, der vor "Django" gedreht und dann umbenannt wurde und einen Nachfolger, der von einem anderen Regisseur gedreht wurde, somit ist eigentlich nur das hier vorliegende Original von Interesse.
Der Film, eigenartigerweise ab 18 freigegeben, Tarantinos wesentlich blutigerer "Django Unchaied" ist ab 16 freigegeben, das verstehe, wer will.
Auch ein Kuriosum: In England war der Film 25 Jahre lang verboten.
Der Film ist in der 18er-Fassung ungeschnitten.

Zunächst aber einmal zur Bild- und Tonqualität der Blu-Ray:

Der Film ist aus dem Jahr 1966, somit fast 50 Jahre alt und wurde mit kleinem Budget realisiert.
Daher kann hier auch auf Blu-Ray natürlich nichts herauskommen, was von der Bild- und Tonqualität an aktuelle Filme heranreicht.
Man hat allerdings auch schon noch ältere Filme in besserer, aufpolierter Qualität als "Django" gesehen, das wird vermutlich am Ausgangsbildmaterial liegen.
Man muss aber davon ausgehen, dass der Verleih hier das bestmögliche herausgeholt hat, mehr wird einfach nicht drin sein.
Die Farben sind knackig, dafür rauscht es ordentlich, der Bildstand ist bisweilen unruhig und der Ton ist natürlich nur in Mono.
Das muss man vorher wissen, um nicht enttäuscht zu sein.
Damit muss man leben, besser hat man den Film noch nicht gesehen und das wird auch sicher in Zukunft nicht der Fall sein.
Dadurch hat das Ganze aber auch ein gewisses Retro-Flair.

Nun zum Film selbst:
Franco Nero, ein Künstlername für Francesco Sparanero, war damals gerade 23 (geboren 1941), als er für diesen Klassiker ausgewählt wurde.
Django (F. Nero) ist im Morast mit seinem Sarg im Gepäck unterwegs durch die Prärie, als er auf Maria (Loredana Nusciak) trifft, die gerade von ein paar Halunken mishandelt wird.
Django fackelt nicht lange und mit Maria und dem Sarg im Gepäck macht er sich auf den Weg in das nächste Kaff.
Dort ist nicht viel los, auch hier herrscht die gleiche Horde an Halunken.
Django macht es sich nun "gemütlich" im "Luxus"hotel vor Ort und es dauert nicht lange, bis sich sein Sarg öffnet und neue Särge klargemacht werden müssen...

Das Ganze hat Witz, eine ordentliche Portion Grundhärte, der Sarg macht das Ganze einzigartig und der Film ist nicht zu Unrecht Kult.

Wer ihn noch nicht kannte, kann also in Form dieser günstigen und hübschen Blu-Ray sein Versäumnis nachholen.
Wer ihn schon kennt, hat jetzt ebenfalls die Chance, ihn sich noch einmal als Blu-Ray in's Regal zu stellen.
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am 8. Oktober 2014
Der Film ist ein absolutes Highlight und ein echter Klassiker! Als ich den Film zum ersten mal gesehen habe und Django bei der hälfte des Films ungefähr seine riesen Wumme ausgepackt hat, fand ich das einfach nur klasse, wie er eine Truppe von 50 Mann fertig macht und in die Luft schlägt. Ein Film voller Action und Spannung. Gehört in Jede Western Sammlung!
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