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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Indochina, Vietnam unter französischer Kolonialherrschaft
Indochina (oder Vietnam) in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts. Nach dem Tod ihrer Eltern adoptiert Elaine Devries (Catherine Deneuve) die kleine Camille (Linh Dan Pan), eine ehemalige Prinzessin. Da ihr dadurch auch deren Länderein zufallen, besitzt Elaine nun eine der größten Kautschuk-Plantagen des Landes. Sie und ihr Vater Emile (Henri Marteau)...
Veröffentlicht am 15. August 2009 von K. Preuß

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ambitioniert"...
...habe ich in einer anderen Rezension gelesen. Ich finde, das trifft den Nagel auf den Kopf. Indochine ist handwerklich gut gemacht, Ausstattung, Schauspieler und Kamera sind ein Genuss. Aber leider kommt der Film nie so richtig in Fahrt und zieht sich dadurch sehr in die Länge. Auch sind viele der eigentlich schockierenden/dramatischen Szenen etwas zu flach...
Vor 11 Monaten von Don Segafredo veröffentlicht


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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Indochina, Vietnam unter französischer Kolonialherrschaft, 15. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Indochine (DVD)
Indochina (oder Vietnam) in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts. Nach dem Tod ihrer Eltern adoptiert Elaine Devries (Catherine Deneuve) die kleine Camille (Linh Dan Pan), eine ehemalige Prinzessin. Da ihr dadurch auch deren Länderein zufallen, besitzt Elaine nun eine der größten Kautschuk-Plantagen des Landes. Sie und ihr Vater Emile (Henri Marteau) gehören zu den wenigen Europäern und Kolonialherren, die hier akzeptiert sind.

Eines Tages kommt der Offizier Jean-Baptiste Le Guen (Vincent Perez) von der französischen Marine auf die Plantage. Er hatte einige Tage vorher ein Boot mit Opiumschmugglern abbrennen und versenken lassen, weil es nach 20 Uhr noch auf offener See war. Das Bild eines kleinen Jungen, der auf dem Boot war, verfolgt ihn aber seitdem und Jean-Baptiste ist glücklich, als er den Jungen gesund und munter auf Elaines Plantage antrifft. Allerdings ist er auch aus anderen Gründen glücklich, denn zwischen ihm und Elaine entspinnt sich eine heftige Romanze, die aber bald schon wieder ein Ende findet.

Aber auch sonst sind die Zeiten alles andere als ruhig, denn die Einheimischen erheben sich langsam gegen die französischen Besatzer. Bei einer Schießerei wird Camille schwer verletzt - und ausgerechnet Jean-Baptiste ist zur Stelle, um erste Hilfe zu leisten. Camille betrachtet ihn von da an als ihren Lebensretter und will ihn anstelle ihres Verlobten Tanh (Eric Nguyen) heiraten. Camille ahnt weder, dass ihr "Auserwählter" einmal eine Affäre mit ihrer Adoptivmutter hatte, noch, dass er nicht so empfindet wie sie...

Regisseur Regis Wargnier nimmt sich Zeit: In zweieinhalb Stunden stellt er gleich mehrere Akteure in den Mittelpunkt und erzählt deren Geschichten. Die Kamera lässt er dabei zwischen imposanten, großflächigen Aufnahmen Vietnams und intimen Portraits wechseln. Die politische Lage Indochinas bis zur Unabhängigkeit 1954 wird dabei zwar nicht im Detail beleuchtet, ist aber mehr als nur Staffage für das Geschehen auf der Leinwand. Auch den "OSCAR"-Gewaltigen gefiel "Indochine", der 1992 mit der Trophäe für den besten fremdsprachigen Film des Jahres ausgezeichnet wurde
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst"., 19. Dezember 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Indochine (DVD)
Die Handlung des 1992 entstandenen Films beginnt in den 1920er Jahren in Indochina, das sich damals unter französischer Kolonialherrschaft befand.
Die schöne Französin Eliane Devries (Catherine Deneuve) betreibt gemeinsam mit ihrem Vater eine Kautschukplantage und lebt ein luxuriöses aber zeitgleich sehr ernsthaftes Leben. Sie fühlt sich mit den Einheimischen in gewisser Weise verbunden, was sie jedoch nicht hindert sie auszubeuten und hat sogar die Tochter vietnamesischer, bereits verstorbener Freunde adoptiert. Sie liebt Camille wie ein eigenes Kind und möchte ihr den Weg in eine gute Zukunft bahnen.....
Anfang der 30er Jahre weiten sich die Aufstände seitens der kommunistischen Bewegung immer mehr im Land aus. Die französische Polizei aber auch die Besatzungsarmee versuchen die Verhältnisse in der Kolonie zu stabilisieren, wodurch der Widerstand sich verstärkt.
Mutter und Tochter verlieben sich in den französischen Offizier Jean-Baptiste, was für alle drei Beteiligten fatale Folgen hat...

Gezeigt werden in diesem packenden Film die Verhältnisse in Saigon aber auch im Landesinneren Vietnams in jenen Jahren, die sozialen Missstände und die Armut der einheimischen Bevölkerung, das elitäre Verhalten der Kolonialherren, die Selbstverständlichkeit mit der sie die Menschen dort für ihre Zwecke ausgebeutet haben, insbesondere auch die Brutalität mit der die Vietnamesen zur Arbeit gezwungen wurden.
Opium und das mondäne Leben der Franzosen vor Ort sind weitere Themen.
Wie groß muss der Druck auf ein Volk sein, bis es sich widersetzt?

Die wundervollen Landschaftsbilder bleiben ebenso unvergesslich wie die packende, unsentimentale Handlung.

Der Film endet 1954 in der Genf. Frankreich zog sich nach den Genfer Konferenzen damals aus Indochina zurück.

Das Leid der Vietnamesen , das dann folgte und in den zerstörerischen Bombenangriffen der Amerikaner mit Napalm und chemischen Mitteln endete, zeigt den ganzen Hochmut der westlichen Welt.

Die Bild - und Tonqualität sind sehr gut.

Ein überaus beeindruckender, tief bewegender Film.

Empfehlenswert.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Exellente Kolonialdarstellung Vietnams, 1. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Indochine [VHS] (Videokassette)
Dieser Film zeigt sehr gut die Alltagssituationen im kolonialen Vietnam dar. Er verherrlicht hierbei auch nicht die rigerose Bekämpfung der vietnamesischen Urbevölkerung durch die französischen Invasoren, die sich in einem eigenen Kulturkreis eingerichtet haben und die Schönheiten Indochinas genießen, ohne auf die religiösen und kulturellen Bedürfnisse der vietnamesischen Bevölkerung einzugehen. Catherine Deneuve überzeugt in der Hauptrolle als selbständige und selbstbewußte Plantagenbesitzerin, die sich mit einem gewissen Zynismus dem indochinesischen Alltagsleben mit Drogen und Affären hingibt, politische Veränderungen wahrnimmt, ohne grundlegend von Ihrer Rolle als "Französin" abzuweichen. Sie bleibt als Ausländerin Beobachterin der Veränderungsprozesse in Indochina, dem von ihr geliebten Land, daß sie zum Schluß doch verlassen muß, um in Frankreich noch einmal ein neues Leben zu beginnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "L'Indochine n'existe plus! Elle est morte!" (Camille), 11. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Indochine (DVD)
(Obwohl auf der Produktseite nicht vermerkt, enthält diese DVD eine deutsche und eine französische Stereo-Tonspur, ausserden deutsche Untertitel.)

Régis Wargniers Indochine (1991) ist einer der grossen Erfolge eines Genres, das man vielleicht als "cinéma d'héritage" bezeichnen könnte, ein Box Office Hit und Gewinner des Academy Awards als Best Foreign Language Film. Der Film repräsentiert auch ein höchst lukratives Franco-Vietnamesisches Abkommen, das es französischen Produzenten erlaubt, im Land zu filmen. Amerikanische Filmemacher müssen im Gegensatz dazu nach wie vor nach Thailand oder in die Philippinen ausweichen wie zuvor schon Filme wie Apocalypse Now, Platoon, The Deer Hunter u.a. zeigen. Die Vietnamesen wollen ihr Land nicht mehr als Reisfelder und Armut dargestellt sehen, schon gar keine Filme, die im Grunde der Rechtfertigung der Amerikaner dienen. Das Land befindet sich in einer Erneuerungsphase und die ehrliche Konfrontation Frankreichs mit seiner kolonialen Vergangenheit wurde deshalb wohl als konstruktive Cooperation empfunden.

Man muss anerkennen, dass Regisseur Régis Wargnier seiner Hauptdarstellerin eine kaum zu überbietende Kulisse bot, sowie einen der interessantesten und verführerischsten Charaktere, den sie seit langer Zeit gespielt hat. Kritiker überbordeten förmlich: "Le premier plaisir et la première d' "Indochine", c'est Catherine Deneuve... Quoi de plus mystérieux que ce visage, si pur, si parfait, si lisse?" Die Kraft und Erfahrung einer Deneuve waren aber auch dringend geboten, denn dieses Drama über 25 Jahre französischer Kolonialmacht droht manchmal auseinanderzufallen. Selbst eine charmante konstitutionelle Monarchin, die ihre Pflichten so ernst nimmt wie Catherine Deneuve, kann den Verlauf der Geschichte nicht beeinflussen und gewisse paradoxe narrative Entwicklungen kann auch sie nicht in Einklang bringen. Sie ist Éliane Devries, der wir 1930 begegnen als sie hauptsächlich damit beschäftigt ist, gleichzeitig einen Herrensitz in der Nähe von Saigon und eine kommerziell erfolgreiche Kaoutschouk Plantage mit, oder manchmal für ihren verwitweten Vater zu führen.

Der Titel Indochine wird mit viel Nostalgie verbunden, der eine verlorene Welt heraufbeschwört, mit der la France geradezu unteilbar verbunden ist. Tatsächlich ist dies ein Film über das Ende von Indochine, das von Éliane in verschiedenen retrospektiven Kapiteln erzählt wird und das Ende der genauen historischen Periode des Dramas erst deutlich gemacht wird, als die politischen Gefangenen befreit wurden. Dies geschah zwischen 1936 und 1937. Der weitaus grösste Teil der Handlung spielt in der entscheidenden Periode von 1928 bis etwa 1932, in der sich der vietnamesische Nationalismus entwickelte und die Kommunistische Partei, geleitet von Ho Chi Minh gegründet wurde.

Der Film wurde mit beträchtlichen Kosten hauptsächlich an Originalschauplätzen gedreht, was den historischen Details zumindest ästhetische Glaubwürdigkeit verleiht. Das Problem ist jedoch, dass es drei Drehbuchautoren in Zusammenarbeit mit Régis Wargnier schlicht und einfach nicht gelang, ein ebenso vielverprechendes wie vielschichtiges Thema in irgendeine Form guter Literatur zu giessen oder ab und zu Spass von Trash zu trennen. Das Thema ist reich an politischen und kulturellen Fakten, glücklicherweise spielt Mme. Deneuve mit überzeugender Hingabe und grosser Liebe zum Detail, sodass es ihr gelingt, die vergangenen 24 Jahre französischer Kolonialmacht mit befriedigender historischer Akkuratesse zu reflektieren.

Wir schreiben etwa das Jahr 1930 und Éliane geniesst das Leben der Oberklasse in einem Land das zwar schon im 17. Jahrhundert von französischen Jesuiten beeinflusst, aber erst nach dem Chinesisch-Französischen Krieg 1887 der Dritten Republik angegliedert wurde. Indochine entwickelte sich unter französischen Siedlern und einem gut ausgebildeten Beamtentum zu einer zwar politisch fragilen aber bestens "funktionierenden" Kolonie. Obwohl Éliane durch Geburtsrecht Französin ist, hat sie ihr Heimatland nie gesehen und betrachtet Indochine ebenso als ihre Heimat wie die anonymen Arbeiter auf ihrer Plantage. Sie ist auch nicht so heuchlerisch oder höflich herablassend wie so manche ihrer Landsleute. Im Gegenteil erzieht sie die adoptierte Camille (Linh Dan Pham) wie ihre eigene Tochter. Diese ist in Wirklichkeit eine Annamitische Prinzessin die nach dem tragischen Unfall ihrer Eltern (Elianes beste Freunde) zur Waise wurde. Da Éliane im Grunde genommen Frankreich repräsentiert, ist es nicht überraschend, dass auch ihr Leben früher oder später mit dem Kolonialsystem zusammenbrechen muss.

Dass diese Gefahr ernst zu nehmen ist, berichtet der Directeur de la Sûreté Guy (Jean Yanne) nach einer längeren Reise seinen Freunden in Saigon: die Nationalisten haben sich mit den Kommunisten verbündet - und dies mit ausdrücklicher Anerkennung Moskaus. Die Unruhen in der Bevölkerung nehmen zu und ein Gebäude der Devries Plantage wird niedergebrannt. Und dann wird ein Attentat auf einen Marktplatz verübt den gerade eine Gruppe von Schülerinnen überqueren möchte, unter ihnen befindet sich Camille, die von einer verirrten Kugel schwer verletzt wird. Der Marineoffizier Jean-Baptiste (dargestellt von einem eher farblosen Vincent Pérez), zufällig in der Nähe, rettet das Mädchen und pflegt notdürftig ihre Wunde. Camille wurde bereits während ihrer Kindheit Tanh (Eric Nguyen) versprochen, dem Sohn einer adligen und einflussreichen vietnamesischen Familie. Der junge Mann ist ihr zwar sympathisch, aber sie liebt ihn nicht, stattdessen schockiert sie unwissentlich ihre Adoptivmutter als sie sich unter dem Eindruck des Geschehens unsterblich in Jean-Baptiste verliebt denn dieser war früher der Geliebte von Éliane. Diese lässt sich jedoch nicht so leicht umwerfen, sondern tut was sie für das Beste für ihre Tochter hält und macht ihren Einfluss geltend, um Jean-Baptiste auf die entlegenen Tonkin Inseln versetzen. Aber Éliane hat ihre Tochter unterschätzt, diese entflieht dem Luxus und den Privilegien von Saigon um den Mann ihrer Liebe zu finden. Dies ist der Wendepunkt des Films, der Anfang vom Ende der vietnamesischen Heimat und Éliane. Ohne zu spoilern, muss man nun doch etwas Bewegung in die Story bringen und darauf hinweisen, dass sich Tanh in der Zwischenzeit zu einem überzeugten und rücksichtslos zuschlagenden Freiheitskämpfer und Kommunisten entwickelt hat. Camille entflieht der Welt der Kolonialherren und durchquert das Land in Richtung Norden. Auf ihrer Flucht sieht sie das Leid ihres unterdrückten Volkes. In der Halong-Bucht trifft sie Jean-Baptiste wieder. Das Schicksal der Liebenden ändert sich radikal, als Camille dort einen Soldaten tötet und nach einigen Abenteuern mit Jean-Baptiste untertauchen muss. Wir hören erst wieder von ihr als sie 1954 nach der Schlacht von Dien Bien Phu in Genf als Mitglied des Indochina Kommitees teilnimmt, wo über die Unabhängigkeit von Frankreich verhandelt wird. Bedauerlicherweise enthält uns Régis Wargnier einen entscheidenden Teil der Story vor, nämlich die Metamorphose von der zarten verwöhnten Camille zur charismatischen kommunistischen Führerin - "La Princesse Rouge".

Éliane hat ihre Schwächen, sie verliebt sich in den falschen Mann, sucht ab und zu Trost in einem Pfeifchen Opium, aber dies spräche für sie als Charakter, leider kann sie diesen nicht wirklich entwickeln und bleibt häufig die hinreissend schöne aber oft frostige Ikone. Ohne auch nur eine Spur zu altern durchwandert sie 24 Jahre Geschichte und wirkt oft wie eine Beobachterin weniger als Teilnehmerin. Als Fazit wäre dies jedoch unfair, denn sie verleiht dem Film auch einen grossen Teil ihrer instinktiven Intelligenz, man spürt, dass hinter der Star-Fassade eine echte Schauspielerin arbeitet. Es ist auch nicht ihre Schönheit, sondern die Kraft ihrer Persönlichkeit, die den Zuschauer durch das Drehbuch führt - und fasziniert.

Da der Film als Deneuve-Vehikel angelegt ist, bleibt den anderen Darstellern nur begrenzt Raum, sich als Charaktere einzubringen. Dies scheint Jean Yanne am besten zu gelingen. Sein Stil hat sich enorm entwickelt seit er in zwei herausragenden Filmen von Claude Chabrol (Que la bête meure, 1969 und Le boucher, 1970) überzeugend auftrat. Hier spielt der den abgestumpften Chef der Sûreté in Indochine, der halbherzig mit Éliane flirtet während er seinem brutalen Job nachgeht. Insgesamt bietet Indochine dem Zuschauer bedeutend mehr geschichtliche Details und mehr höchst interessante vietnamesische Landschaften als Jean-Jacques Annaud in The Lover (1992), der gekonnten, lakonischen Adaptation eines Romans von Marguerite Duras, der ebenfalls 1930 in Vietnam angesiedelt ist. Aber damit dürfte der Vergleich auch schon beendet sein, denn The Lover ruft subtile Wahrheiten über koloniale Beziehungen hervor, die in der epischen Phantasie von Indochine zwangsläufig nicht zutage treten können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ambitioniert"..., 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Indochine (DVD)
...habe ich in einer anderen Rezension gelesen. Ich finde, das trifft den Nagel auf den Kopf. Indochine ist handwerklich gut gemacht, Ausstattung, Schauspieler und Kamera sind ein Genuss. Aber leider kommt der Film nie so richtig in Fahrt und zieht sich dadurch sehr in die Länge. Auch sind viele der eigentlich schockierenden/dramatischen Szenen etwas zu flach inszeniert, um einen wirklich mitreissen zu können. Dem gegenüber sind viele Wendungen in der Handlung zu abrupt und überrumpeln den Zuseher fast. Im Großen und Ganzen habe ich den Eindruck, dass bei der Produktion von Indochine bei aller Liebe zum Detail irgendwann der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen wurde. Herausgekommen ist ein ästhetischer Bilderreigen mit einer umwerfend attraktiven Catherine Deneuve, der aber leider die Chance, sich in die Geschichte der großartigen Historienepen der Filmgeschichte einzureihen, verpasst hat. ds
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen OSCAR als "Bester ausländischer Film 1993"!!!, 24. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Indochine [VHS] (Videokassette)
"Rückblickend erzählt die Besitzerin einer Kautschuk-Plantage im Indochina der 30er Jahre von ihrer problematischen Beziehung zur Adoptivtochter & ihrem gemeinsamen Liebhaber vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen. Nach dessen Tod in einem Gefangenenlager der Kolonialherren reift die Tochter zur gefeierten "Roten Prinzessin" heran.
Ein durch die Darsteller & die tolle Fotografie überzeugendes Melodram!"
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19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in eine fremde Welt ..., 1. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Indochine (DVD)
Indochine bildet eine fremde Welt ab, und was mir als Deutschem (=Nicht - Franzosen oder Nicht - Engländer mit ihren Kolonien) noch bekannt erscheint, eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann und einer ziemlich erwachsenen Frau, eine weitere unglückliche Liebe, die furchtbare Erfahrungen bringt, ist in diesem Rahmen von "Indochina" ebenfalls so gut wie unverständliche, wie ausgesetzt. Erstaunen, Erschrecken, und Nicht - Vergessen sind meine Erfahrungen mit diesem Film. Die Darsteller sind mindestens gut, die Hauptdarsteller sogar sehr gut. Die photographische Leistung hervorragend. Selbst fast willkürlich herausgegriffene Szenen aus dem Film haben ihre Eigenleben, ihre eigene Bedeutung und ihre besondere bildhafte Formung.
Achtung: die DVD hat als einziges Bildformat Widescreen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino, 9. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Indochine [2 DVDs] (DVD)
Der Film "Indochine" zählt zu den besten Kinofilmen der 90er Jahre - ein aufwendiger Historienfilm und eine Familiensaga, angesiedelt im Vietnam der französischen Kolonialzeit (um 1930). Die Hauptrollen spielen Catherine Deneuve als Besitzerin einer Kautschukplantage, Vincent Perez als junger französischer Soldat und Linh Dan Pham als die vietnamische Adoptivtochter der Plantagenbesitzerin.

Der Film zeigt das Leben auf dem Lande in Vietnam, die Kämpfe der Kommunisten gegen die französischen Kolonialherren und die Liebe zwischen den Fronten. Der Film basiert auf einem hervorragenden Drehbuch, ist bis in die Nebenrollen glänzend besetzt, bietet große fotografische Klasse und ist aufwendig an den Originalschauplätzen gedreht.

Ansehen!
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5.0 von 5 Sternen Die große Catherine Deneuve, 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Indochine (DVD)
Eine tolle Geschichte, sehr einfülsam erzählt, packend... Toll dass es, neben der Hollywood Mist und Bollywood [...], auch dieses Kino gibt !
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5.0 von 5 Sternen Klassiker, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Indochine (DVD)
Für Freunde des Filmklassikers ein absolutes Muss. Auch nach Jahren immer wieder schön sich anzuschauen.
Qualität der CD ist o.K.
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Indochine [2 DVDs]
Indochine [2 DVDs] von Catherine Deneuve (DVD - 2006)
EUR 11,33
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