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am 30. Mai 2007
Dabei liegt hier kein Thriller, Krimi, Drama im üblichen Sinne vor. Mit geschickten Verwebungen des heute und gestern, wo sich die meisten Beteiligeten schon begegnet sind, wird hier sehr elegant eine im Grunde einfache Geschichte erzählt. Der unaufgeklärte Mord an einer jungen Frau in einer Hotelsweet die zwei damalige Showgrößen bekleideten. Doch der Stil und die Art des Erzählens so ruhig, fließend und doch in ihrer Dynamik mehr und mehr packenden Art ist hier ausgezeichnet gelungen. Hier liegt ein stiller Film vor bei dam man zuhören muss, der aber viel mehr Kritik an unserer Gesellschaft, damals wie heute, als ein Krimi ist. Unbedingt ein sehenswerter Film, fern all dieser Dialogschwachen Klamauk, Action Massenware die man sonst vorgesetzt bekommt und die viele auch noch gut finden.
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TOP 500 REZENSENTam 16. Juli 2011
Leider ließ sich der originale Filmtitel "Where the Truth Lies" (was gleichermaßen "Wo die Wahrheit liegt" und "Wo die Wahrheit lügt" bedeutet) nicht unter Erhalt dieser Doppeldeutigkeit ins Deutsche übersetzen, was umso bedauerlicher ist, als dieses titelgebende Wortspiel kein reiner Selbstzweck ist, sondern die Vielschichtigkeit des Filmes bereits äußerst treffend umreißt:
Es geht gleichermaßen um Lügen wie um Wahrheiten, um verschiedene und verschobene Wahrnehmungen, um berechnendes und um schützendes Schweigen, um Vermutungen, Ahnungen, Wissen und Halbwissen, Schuldgefühle und Schuldzuweisungen und nicht zuletzt natürlich um die Auswirkungen all dessen.

In den 50er Jahren sind Lanny Morris (Kevin Bacon) und Vince Collins (Colin Firth) Topstars im Showgeschäft und führen zwischen Nachtclubauftritten und Fernsehshows, Halb- und Unterweltkontakten, Drogen und Mädchen ein Luxusleben auf der Überholspur.
Nachdem jedoch in ihrer Hotelsuite das tote Zimmermädchen Maureen aufgefunden wird, trennen die beiden sich abrupt und die polizeilichen Ermittlungen verlaufen im Sande.
15 Jahre später will Vince für eine Million Dollar seine Memoiren veröffentlichen und der Verlag sendet daraufhin die junge Journalistin Karen (Alison Lohman) zu ihm.
Objektiv ist Karen jedoch nicht, ist sie doch aus ganz persönlichen Gründen seit ihrer Kindheit ein großer Fan von Vince und Larry und somit zwischen ihrem beruflichen Ergeiz und ihrer persönlichen Verehrung für die beiden ehemaligen Stars hin- und hergerissen.

Die Auflösung muss hier natürlich für diejenigen, die den Film noch nicht kennen, verschwiegen werden, aber soviel darf verraten werden:
Ja, Karen wird die Wahrheit herausfinden.
Sie und andere Beteiligte werden dafür aber auch -zum Teil sehr teuer- bezahlen müssen und zuletzt wird Karen zusammen mit dem Zuschauer erkennen, daß die "Wahrheit" -wenn es denn überhaupt eine allgemeingültige und objektive solche geben sollte- nicht immer erlösend sein muss, sondern eine Lüge bzw ein gezieltes Verschweigen oftmals sehr viel barmherziger sein kann und wird daraus ihre ganz persönliche Konsequenz ziehen.

Das erste, was bei "Where the Truth Lies" auffällt, ist die ungeheure Eleganz und Stilsicherheit der Inszenierung.
Hier stimmt einfach jedes Detail, jedes exquisite Ausstattungsstück, jede Bildkomposition und jeder Farbtupfer sowie jeder einzelne Ton von Mychael Dannas Musik.
Selbst die Bilder der toten Maureen, von welchen wir das erste bereits während des Vorspannes sehen, sind an filmischer Ästhetik nicht zu überbieten.
Beim zweiten Blick fallen dann erstaunliche, nicht nur inhaltliche, sondern auch und vor allem stilistische Film-Noir-Anleihen auf, so zum Beispiel ausführliche Voice-Overs der handelnden Personen.
Auch die Trance-Sequenz von Karen (ich nenne das mal ganz bewusst so, um nicht zu spoilern) ist eine meisterhafte, psychedelisch und geradezu surreal anmutende Komposition aus Bildern, Farben, Ausstattung und Musik.

Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit von Regisseur Atom Egoyan mit Rupert Holmes nach dessen gleichnamigem Roman.
Die Handlung springt hierbei geschickt zwischen den beiden Handlungsebenen hin und her, die äußerst effektvoll ineinandergreifen und wobei keine Bemerkung, keine Begegnung und kein noch so klein erscheinendes Detail der Handlung zufällig ist.
Auch filmisch wird hier mit äußerst effektvollen Mitteln gearbeitet, so zum Beispiel, wenn das Bild der toten Maureen in das der über die Umstände ihres Todes nachgrübelnden Karen übergeblendet wird.

Herausragend sind auch Colin Firth und Kevin Bacon in den Hauptrollen, die die strahlenden Showhelden zwischen Erfolg und Abgründen aus Sex und Drogen in den 1957er Szenen genauso überzeugend spielen wie die etwas gealterten Hauptprotagonisten der Handlungsebene von 1972.
Alison Lohman fällt gegen diese Leistungen etwas ab, was aber wohl weniger an ihrem schauspielerischen Vermögen liegt (welches sie ja schon als blutjunge Nachwuchskünstlerin in "Weißer Oleander" beeindruckend unter Beweis gestellt hatte), sondern vielmehr daran, daß die Rolle der Karen schon von der Geschichte her etwas hinter den Figuren von Larry und Vince zurückbleibt.

Der in Ägypten geborene kanadisch-armenische Regisseur Atom Egoyan gilt als Autorenfilmer und künstlerisches Chamäleon.
Mit "Where the Truth Lies" wagte er seinen ersten Ausflug ins hochbudgetierte Ausstattungskino für ein breites Publikum.
Da der Film jedoch in Amerika aufgrund recht explizierter Sexszenen in Verbindung mit der Drogen- und Homosexualitätsthematik eine NC-17-Einstufung erhielt, stand bereits im Vorfeld fest, daß der Film kommerziell kein überragender Erfolg werden konnte.
Bei uns war der Film ab 16 freigegeben.

Von Zuschauern und Kritikern wurde "Where the Truth Lies" damals gleichermaßen sehr gemischt aufgenommen, was sich zum Teil ja auch in den hiesigen amazon-Rezensionen spiegelt.
Insbesondere wurde an dem Film von diversen Kritikern eine gewisse Kühle und Künstlichkeit bemängelt.
Kühl und künstlich ist diese kühne Verbindung aus klassischem Film Noir, Melodram im Stil der 50er Jahre, Neo-Noir und Erotikthriller auch tatsächlich, was für mich jedoch ganz und gar kein Grund zur Kritik ist - im Gegenteil.
Ganz gewollt kühl und vor allem mit einem enormen Stilwillen seziert Egoyan hier das Gestrüpp aus "wahren Lügen" - und hat mich als Zuschauer fasziniert zurückgelassen.

Ich kann den Film allen Freunden ungewöhnlicher, vielschichtiger und elegant inszenierter Filme sowie allen Fans von Colin Firth und/oder Kevin Bacon, die hier beide herausragende Leistungen zeigen, nur empfehlen.
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am 22. April 2007
Die USA im Jahre 1957. Das Entertainer Duo Lanny Morris (Kevin Bacon) und Vince Collins (Volin Firth) sind auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Ganz Amerika verehrt sie und liegt ihnen zu Füßen. Doch die vor dem Publikum aufgebaute Fassade scheint trügerisch zu sein. Ein nicht ganz zufriedener Gast wird sich schonmal hinter den Kulissen mit den Fäusten entledigt und die Monogamie wird auch eher als Mysterium erachtet. Einem Mord traut man den beiden trotzdem nicht zu. Oder etwa doch? Zumindest wird in Ihrem Hotelzimmer eine Frauenleiche aufgefunden was aber nie mit den beiden so Recht in Verbindung gebracht werden konnte. Zumindest blieb aber die Frage offen warum die beiden sich kurz nach diesem Vorfall getrennt und ihre gemeinsame Karriere beerdigt haben.

15 Jahre später

Der Journalistin Karen O`Connor (Alison Lohman) die das Duo in Ihrer Jugend frenetisch verehrt hat, und zudem noch einen Auftritt als Kind in einer Ihrer Shows hatte, kommt die Ehre zu Teil ein Buch zu schreiben das ein mehrtägiges Interview mit Vince Collins vorsieht. Die ungeklärten Vorfälle stehen dabei im Vordergrund Ihres Interesses.

Regisseur Atom Egoyan hat hier einen Film erschaffen der wahrscheinlich für das durchschnittliche Mainstream Publikum schwer zugänglich sein wird. Er nimmt sich die Zeit den verschiedenen Charakteren genügend Raum für Ihre Entwicklung zu überlassen und setzt eher auf ruhige Bildkompositionen und Dialoge, was dazu führt das der ein oder andere Zuschauer diese wichtigen Sequenzen als langweilig bezeichnen könnte. Dem ist aber nicht so. Jede Charakterzeichnung hinterläßt beim Zuschauer ein gewisses Gefühl für Sympathie und Antipathie, was dazu führt nicht immer auf dem richtigen Weg zu sein. Geradezu genial sind die Einfälle komplette Handlungsstränge dem Publikum als Wahrheit zu verkaufen während gleichzeitig eine Stimme aus dem Off diese Wahrheit in sich zusammenfallen läßt. Oder lügt etwa die Stimme aus dem Off?

Wahre Lügen ist kein Hochspannungsthriller sondern eher ein Kriminaldrama. Zu keiner Zeit kann man sicher sein die Wahrheit entdeckt zu haben. Die Frage nach der Wahrheit entfernt sich im Verlauf des Films auch zunehmend vom Mittelpunkt und dafür rückt eine neue Frage ins Zentrum: Wer kennt die Wahrheit?

Handwerklich gibt es im Film absolut nichts auszusetzen. Die Alterung der Protagonisten ist perfekt, die Kulissen sorgfältig gewählt und die Darstellerriege spielt ausgezeichnet. Das einzige was mir etwas mißfallen hat, war der übertriebene Einsatz des Weichzeichners in den 50er Jahre Sequenzen.

Der Score ist behutsam gewählt worden und untemalt immer an der richtigen Stelle das Geschehen.

Fazit: Ein absolut gelungener Film der aber erst sein Publikum finden muß.
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am 8. Juli 2009
Eine sehr komplexe und detaillierte Darstellung von zwei Charakteren: Vince(Collin Firth) und Lanny (Kevin Bacon). Beide stehen als berühmte Showstars auf der Bühne und blödeln zwischen unverschämten Publikumsbeschimpfungen und schlüpfrigen Anzüglichkeiten hin und her, zwischen schnulzigen Sentimentalitäten und kohlebringenden Wohltätigkeitsveranstaltungen. Beide sind skrupellos, unmoralisch, vergnügungssüchtig, jähzornig und gefährlich. Und in einer Art Hass-Liebe mit einander verbunden. Wer von beiden hat die Gelegenheitsnutte Maureen umgebracht? Eine überraschende Lösung wird am Ende geboten, obwohl dies ein allseits bekanntes englisches Bonmot beschreibt. Nicht nur die äußerst verschachtelte Story verblüfft, sondern auch die optischen Überblendungen sollen bewusst verwirren. Man kann diesen spannenden Film durchaus zweimal genießen, so gut gemacht ist er, vor allem der lyrische Schluss ist typisch Egoyan.
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am 25. Januar 2011
"Wahre Lügen" ist ein über weite Strecken sehr eleganter, edel aufgezogener Film, der seine Zuschauer mit prächtiger Ausstattung, einem gut geschwungenen Spannungsbogem und geradezu hypnotischer Musik in den Bann seiner Illusion zieht.

Der hohe Unterhaltungswert des Films sorgt dafür, dass seine 108 Minuten wie im Fluge vergehen bis er schließlich aufhört -und das hat wirklich Seltenheitswert!-, wenn er am schönsten ist.

Auch schauspielerisch ist nichts auszusetzen. Ganz besonders Kevin Bacon changiert beindruckend zwischen ausgelassenem Erntertainment und kontrollierter Desillusionierung. Und Colin Firth steht ihm als gebrochenes Moralopfer in nichts nach.

Die Geschichte eines abrupten Karriereendes zweier Show-Stars würde zudem nahe legen, atemberaubend und dramatisch über einen kämpferisch-verzweifelten Sturz aus enormer Fallhöhe zu erzählen.

Doch Atom Egoyan geht die Sache anders an: Weiblicher, ruhiger, rezessiver. Das ist ein interessanter, ein faszinierender Ansatz, der den Film seine besondere, fast sanftmütige Note gibt - ihm aber auch etwas von seiner potentiellen Intensität nimmt: Der Zuschauer nimmt den Schmerz der Protagonisten ebenso wie sie nur noch gedämpft wahr - spürt dabei aber immer die traurig-trügerische Watte.

Inhaltlich und spannungstechnisch hat der Film also eine Menge zu bieten. Er bleibt - wohlgemerkt auf hohem Niveau - für meinen Geschmack leider dennoch etwas zu glatt und zu soft: Es wird ein Geheimnis aufgedeckt, aber Mühe, Schweiß und Rückschläge, die normalerweise den Weg einer solchen Aufdeckung begleiten, werden weitgehend ausgeblendet.

Dieser Hinweis soll allerdings niemanden davon abhalten, sich diesen wirklich gelungen durchkomponierten Film Noir moderner Bauart anzusehen.
Er soll aber erklären, warum ich Wahre Lügen nicht für einen Meilenstein der Filmkunst, sondern lediglich für einen ziemlich guten und spannenden Streifen halte, der mir knappe fünf Sterne wert ist.
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am 27. Juli 2014
Lanny Morris (Kevin Bacon) und Vince Collins (Colin Firth) sind Götter. In den 50er Jahren sind sie in Amerika die Stars schlechthin. Sie können alles machen und haben. Doch genau dies wird ihnen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere zum Verhängnis: Die junge Hotelangestellte Maureen wird in ihrer Suite tot aufgefunden. Zwar kann den beiden nichts nachgewiesen werden, aber ihre glitzernde Welt des vollkommenen Erfolgs findet ein jähes Ende. Ihre Partnerschaft zerbricht. 15 Jahre später rollt die junge Journalistin Karen O’Connor (Alison Lohman) den Fall noch einmal auf. Lanny und Vince ahnen nicht, dass Karen ihren Weg bereits einmal gekreuzt hat - in dem Augenblick, der ihrer aller Leben von Grund auf verändern sollte.

Obwohl ich absoluter Kevin Bacon-Fan bin, hatte ich noch nie etwas von diesem Film gehört. Warscheinlich auch zurecht:
Zu Anfang konnte mich "Wahre Lügen" zugegebenermaßen sehr gut unterhalten und ich hatte wirklich ein Gefühl davon, hier einen hochwertigen Film mit 5-Sterne Potenzial vor mir zu haben. Weit gefehlt!
Es scheint nach den ersten 20 Minuten so, als hätte der Film bereits sein ganzes gutes Pulver verschossen. Der Film driftet ab dort nämlich immer wieder in Langeweile, Zusammenhanglosigkeit und Wiederholung ab. Ich möchte dazu keine Beispiele geben, auf die Gefahr hin etwas vom Film zu verraten. "Wahre Lügen" scheint jedoch nach seinem starken Anfang nur noch vor sich hin zu plätschern und der rote Faden in der Geschichte, ist auch nur selten zu erkennen und geht im Hauptteil fast vollkommen verloren.
Von immer wiederkehrenden Sex-Szenen, einer Hauptprotagonistin die oftmals vollkommen unlogisch reagiert und Nebenhandlungen, die eigentlich gar nichts mit der Story an sich zutun haben, hat man einfach irgendwann genug. Bei der Inszenierung scheint man sich wirklich nicht viele Gedanken gemacht zu haben.
Jedoch gibt es auch noch Positives anzumerken:
Die schauspielerische Leistung ist absolut top. Auch wenn die Person der Journalistin Karen oft vollkommen unauthentisch wirkt, macht Alison Lohman ihren Job perfekt und versucht zu retten was sie kann, genauso wie Kevin Bacon und Colin Firth.
Außerdem fand ich das Ende sehr überraschend, mit dieser Auflösung hätte ich wirklich nicht gerechnet, hier erkennt man den roten Faden im Film wieder ganz deutlich.

Fazit:
Ein guter Anfang und ein gutes Ende machen noch lange keinen guten Film aus, da muss vor allem der Hauptteil stimmen. Das ist bei diesem Film leider ganz und gar nicht der Fall. Der Film ist viel zu oft in die Länge gezogen und konstruiert oftmals Nebenhandlungen, die absolut nichts mit dem Film an sich zutun haben oder wichtig für die Geschichte sind. Dadurch verliert der Film mehrmals den roten Faden und man verliert den Spaß am Film.
Trotz des guten Anfangs, des wirklich guten Endes und den tollen Schauspielern, kann ich deshalb, leider, auch nur 2 Sterne vergeben, da das allein noch lange nicht ausreicht für eine 5 Sterne Bewertung.
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Colin Firth und Kevin Bacon, das muss als allererstes gesagt werden, sind in ihren Rollen schlichtweg bärenstark. Das ist schon mal der erste Punkt, der den Kauf dieser DVD lohnt. An der Story sind in vielen Rezensionen, die ich gelesen habe, einige Zweifel aufgetaucht und das hängt in erster Linie wohl damit zusammen, dass sich der Film schwer einordnen lässt. Ganz kurz zur Story: Lenny Morris (Bacon) und Vince Collins (Firth) sind das Komikerduo der 50er, bis eine nackte weibliche Leiche im Bad ihres Hotelzimmers die Zusammenarbeit (und augenscheinlich auch noch mehr) jäh zerstört. Ein Jahrzehnt später will eine ehrgeizige Journalistin (Alison Lohman) das Geheimnis dieses Mordes enthüllen. Sie trifft auf die beiden gealterten Entertainer und bringt eine Lawine ins Rollen, die einiges aufdecken und anderes begraben wird…

Für mich ist „Wahre Lügen“ (ein etwas ungnädiger Titel, weil Billigkeit suggerierend im Gegensatz zum poetischeren „Where The Truth Lies“) eindeutig ein Daumen-nach-oben-Film. Zwar ist bei nacktem Lichte besehen die Story etwas dürftig und der Handlung auf Grund der verschachtelten Rückblenden und Erzählperspektiven nicht ganz so einfach zu folgen, aber das wird allemal wettgemacht durch die beeindruckende und berührende Performance vor allem von Firth und Bacon. Während Bacon gerade in seinen Voice-Overs brilliert (in diesem Zusammenhang: eindeutig FINGER WEG von der deutschen Synchronisation, die jegliche emotionale Nuancierung platt walzt), gibt Firth seinen komplexen Charakter unglaublich dicht und intensiv wieder. Seine Szenen bleiben am stärksten haften: Wie er den Kerl aus dem Publikum brutal und ansatzlos zu Brei schlägt, der Lenny beleidigt hatte, und danach den emotionalen Stau mit einem beängstigenden Parforceritt auf der Bühne abreagiert - und vor allem der „the truth revealed“ - Klimax in der Rückblende. Atom Egoyan liefert einige Szenen, die vor Energie förmlich vibrieren, und er erzählt eine tragische Geschichte, die keine Universalität beansprucht, sondern gerade im Für-sich-Bleiben eine große Kraft entwickelt. So sollte man sich auch beim Anschauen auf diese dramatischen Aspekte konzentrieren, denn dummerweise hat Egoyan das Ganze zum Schluss noch mit einem eher störenden Twist garniert, der für meinen Geschmack zu sehr nach Sensationsmache riecht und der intimen und todtraurigen Stimmung etwas die Konzentration nimmt. Tragik lässt sich nicht beliebig multiplizieren, ohne dass Spektakel daraus wird. Trotzdem: Egoyans Film ist - und damit zurück zum Anfang - darstellerisch ein Genuss (auch die in der Kritik meist abgestrafte Lohman hat eher das Problem, dass ihre Figur sich in der Konstellation schwer tut) und auch optisch stark. Anschauen lohnt sich!
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am 25. April 2011
Spätestens seit "Bridget Jones" spielt Colin Firth in der ersten Riege der Top-Schauspieler mit - eine Position, die er durch "The King's Speech" nur untermauert hat. In diesem 50er-Jahre-Thriller geht es um einen Mord an einem jungen Mädchen, das tot in der Hotelsuite eines Komikerpaares (Firth / Bacon) aufgefunden wird.
Jahrzehnte später versucht eine Journalistin die damals ungeklärten Umstände in einem Buch aufzuklären und tritt mit den beiden Ex-Komikern in Kontakt. Es entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel um die Wahrheit und um Schein und Sein des Showbusiness, das noch nie so rosig war, wie es auf der Leinwand immer scheint.
Eine Top-Leistung der Schauspieler, allen voran natürlich Colin Firth und Kevin Bacon; spannend und abwechslungsreich, wie man sich einen Thriller wünscht.
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am 25. April 2007
irgendwie dünn, kein thema von dem man sagen würde - toll muss ich sehen, weder krimi noch lovestory ....und trotzdem sehr sehenswert !

die geschichte handelt von zwei weltklasse entertainern der 50jahre (gespielt von kevin bacon und colin firth) die ihre karriere beenden nachdem ein totes mädchen in ihrer hotelsuite gefunden wurde.

warum - ?

15 jahre nach dem ungeklärt gebliebenen todesfall versucht eine junge journalistin (alison lohman = sehr hübsch!) die geschichte zu rekonstruieren und erschleicht sich anfänglich geschickt das vertrauen der beiden männer.

leider steuert alles auf einen, für meinen geschmack, etwas zu platten schluss zu -

trotzdem :

die schauspieler sind erstklassig und vermitteln wunderbar das flair der sonderbaren 50jahre-showbussineswelt

also

wenn mans einmal eher unspektakulär und doch spannend möchte, ein sehr empfehlenswerter film mit tollen schauspielern (ja, auch alison lohman)!
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am 18. Juni 2007
Wer auf einen 0815 Krimi wartet, wird enttäuscht. Es ist kein Film zum "runtergucken", er fordert die Gehirnzellen, damit man der Handlung gut folgen und die Zusammenhänge erfassen kann.
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