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am 14. September 2006
Am 25. September feiern wir den 100. Geburtstag des großen russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. Pünktlich zu diesem Feiertag erscheinen einige CD-Boxen, u.a. fünf von Decca. Aber diese zehn CD-Box von EMI sticht aus allen heraus. Hier finden sich sämtliche Symphonien unter dem Dirigat Mariss Jansons, der als absoluter Kenner von Schostakowitschs Werken gilt. Jansons besuchte in jungen Jahren Proben und Konzerte bei Jewgeniy Mrawinsky in Leningrad, bei dem er auch in die Lehre ging. Mrawinsky hat einige Uraufführungen der Schostakowitsch-Symphonien geleitet und war wie Jansons Vater Arvid ein bedeutender Dirigent der Leningrader Philharmoniker.

Es hat beinahe 17 Jahre gedauert, alle 15 Symphonien mit verschiedenen Spitzenorchestern der Welt einzuspielen. Jansons durfte die Symphonien mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Berlinern und Wiener Philharmonikern, dem Philadelphia Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orcherstra, dem Oslo Philharmonic Orchestra und London Philharmonic Orchestra einspielen.

Bei Jansons steht Schostakowitsch mehr als bei jedem anderen Dirigenten im emotionalen Mittelpunkt. Die Aufnahmen der fünfzehn Symphonien klingen alle packend und sind bei aller Detailbesessenheit geschlossen in den formalen Zusammenhängen. Mariss Jansons zeichnet sich wieder einmal mehr als souveräner Strukturalist jenseits aller Emotionalität aus. Man wird zurzeit keinen berufeneren Schostakowitsch-Interpreten finden.

Die fünfzehn Schostakowitsch Symphonien, welche zwischen 1926 und 1972 entstanden, sind ein musikalischer Spiegel der Geschichte der Sowjetunion. Die Symphonien erzählen vom stalinistischen Terror, vom Krieg gegen das faschistische Deutschland und vom Leben im Schatten der Diktatur. Dmitri Schostakowitsch spannt dabei einen Bogen von der Aufbruchsstimmung der jugendlich genialen Ersten bis zur resignativen Fünfzehnten. Die vierte Symphonie zog er kurz vor der Aufführung wieder zurück, weil die Uraufführung einem Selbstmord gleichgekommen wäre. Die vierte Symphonie ist voll von ironischen Walzern und zusammengeschnittenen Marschmotiven, Fugen, grellen Trompetenfanfaren, pathetischen Steigerungen und grotesken Zusammenbrüchen. Die Terrormaschine Stalins lief auf Hochtouren, die Abweichung von der sowjetischen Kunstdoktrin war für viele Künstler ein Todesurteil. Erst acht Jahre nach Stalins Tod wurde sie in Moskau zum ersten Mal gespielt. Man kann dieses Vierte durchaus für seine bedeutendste Symphonie halten, obwohl viele Künstler um sie auch weiterhin einen großen Bogen machen.

Man bekommt mit dieser Box einen umfassenden Überblick über das Werk von Dmitri Schostakowitsch und wird von keiner der Aufnahmen enttäuscht. Mariss Jansons hat sich so viel und intensiv mit der Musik und dem Leben von Schostakowitsch beschäftigt, dass dies die überzeugendste Gesamtdarstellung der Symphonien des großen russischen Meisters darstellt.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Dezember 2010
Als einer der produktivsten Komponisten des 20. Jahrhunderts lieferte der Russe Dmitri Shostakovich (1906-1975) auch einen bedeutenden Beitrag zur Gattung der Sinfonie. Nicht umsonst gilt er als der wichtigste Sinfoniker nach Gustav Mahler. Dabei sind seine 15 Sinfonien vom Stil her einer gemäßigten Moderne zuzuordnen. Trotz der teils filigranen und die Ränder der Tonalität erkundenden Verwendung des Orchesterapparats muss der geneigte Hörer nicht auf weit gespannte melodische Bögen verzichten.
Mariss Jansons, einer der besten zeitgenössischen Dirigenten, hat diese unvergleichlichen Sinfonien zwischen 1991 und 2005 mit verschiedenen Orchestern aufgenommen. Sämtliche Aufnahmen erfreuen sich zum einen bester Tonqualität und zum anderen müssen die jeweiligen Interpretationen stets als mindestens sehr gut bezeichnet werden. Obschon es immer noch verhältnismäßig wenige Gesamteinspielungen der Shostakovich Sinfonien gibt, handelt es sich bei der vorliegenden - auch respektive Barshai und Haitink - um die beste.

Da vielen Hörern die Sinfonien weniger geläufig sein dürften, sollten zunächst einige Worte zu denselben verloren werden: Bis heute gilt die erste Sinfonie f moll op. 10 als eine der beliebtesten Shostakovichs. Mit ihrem geistreichen, espritvollen Habitus ist sie durchaus zu vergleichen mit den jeweiligen Erstlingswerken eines Serge Prokofievs oder eines Igor Stravinskys. Obwohl es sich bei diesem Werk für mittelgroßes Orchester eigentlich nur um ein Studienwerk des Russen handelt, so erweist er sich doch bereits hier als Meister der Instrumentierung und der subtilen Klangfarben.
Die kurze zweite Sinfonie H Dur op. 14 mit dem Beinamen "an den Oktober" ist eine Auftragsarbeit gewesen. Zur Verherrlichung der Oktoberrevolution setzt Shostakovich zusätzlich einen Chor ein, der einen Text von Alexander Besïmensky vertont. Nicht zu Unrecht kritisiert man auch heute noch, dass es sich hierbei um eine weniger gelungene Sinfonie des russischen Komponisten handle.
Von ähnlicher Konzeption ist die dritte Sinfonie Es Dur op. 20 mit dem Beinamen "zum ersten Mai" mit einer Vertonung eines Textes von Semyon Isaakovich Kirsanov. Durch die vielen Tempowechsel und den majestätischen Schlusschor erweist sich dieses Stück allerdings als wesentlich zwingender und mitreißender.
Seinen individuellen Stil findet Shostakovich mit seiner vierten Sinfonie c moll op. 43. Dieses über einstündige Werk vereint bereits alles, was die Sinfonik des Russen ausmacht: Melodik, pittoreske Elemente, Avantgarde und Wucht. Auf politischen Druck hin zog Shostakovich das Stück bis weit nach Stalins Tod zurück.
Die fünfte Sinfonie d moll op. 47 mit ihrem erhebenden Kopfsatz und ihrem tiefsinnigen Largo ist die erste durch und durch gelungene Sinfonie des russischen Tonsetzers. Was er in der Vierten entwickelte, verknappt er hier, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen. Die Hörer der Erstaufführung wähnten im ersten Satz einen Triumphmarsch zur Verherrlichung der sozialistischen Diktatur. Aber Shostakovich und seine Anhänger wussten genaue, dass es sich hier um nicht mehr als erzwungene Freude - also eigentlich einen Trauermarsch - handelt.
Wesentlich frischer und lockerer ist die sechste Sinfonie h moll (!) op. 54. Shostakovich wollte hier ein unbeschwertes, lyrisches Bild der Jugend beziehungsweise des Frühlings entwerfen. Nach dem ausgedehnten, nachdenklichen Largo des Kopfsatzes folgen zwei beschwingte, heitere Sätze.
Besondere Popularität genießt die siebte, sogenannte "Leningrader" Sinfonie in C Dur op. 60. Mit einer Spielzeit von annähernd 70 Minuten ist sie zugleich die längste Sinfonie des Russen. Lyrik, packende Melodik und gelungene Orchestereffekte kennzeichnen das Gesicht dieses wundervollen Werkes. Dennoch verbergen sich unter dem größtenteils freudigen Gewand auch einige traurige, sinistre Passagen, die sich besonders im Allegretto des Kopfsatzes und im Adagio offenbaren.
Genauso wie die Siebte so entstand auch die achte Sinfonie in c moll op. 65 im Zweiten Weltkrieg. Sie ist durchzogen von schreiend intensiven Schmerzerlebnissen und der allgegenwärtigen Todesahnung. So eröffnet zum Beispiel der erste Satz mit einem Fortissimo der tiefen Streicher. Aber auch die anderen Sätze kennen kaum Versöhnung, obwohl im Finale immerhin ein Funken Hoffnung aufflammt.
Ungewohnt heiter und beschwingt gibt sich die neunte Sinfonie Es Dur op. 70. In Wirklichkeit handelt es sich hier jedoch um eines der doppelbödigsten Stücke des Komponisten. Das Sowjetregime forderte von Shostakovich eine Siegessinfonie, doch durch die strenge Handhabung der Themen und Sätze sowie die völlige Karikierung der Tonart Es Dur legte er ein derart provokatives Werk vor, dass die sowjetische Regierung ihn politisch verfolgen ließ.
Als Folge davon dauerte es bis nach Stalins Tod, bis Shostakovich seine zehnte Sinfonie e moll op. 93 veröffentlichte. Sie gilt bis heute als eine Abrechnung mit dem russischen Diktator. Während der erste Satz Leid und Trauer offenkundig betont, schielt dieselbe in den anderen Sätzen nur latent durch ein brutales oder aggressives Klangbild hervor.
Auch die elfte Sinfonie g moll op. 103 reflektiert die russische Geschichte. Mit dem Beinamen "Das Jahr 1905" setzt sie sich mit dem sogenannten "Petersburger Blutsonntag" auseinander. Das Werk besteht aus zwei schlichten Adagios und zwei aufbrausenden Allegros. Im Finale führt der Komponist den Hörer an der Nase herum, wenn er zunächst den Anschein erweckt, dass er einen feierlichen Kehraus zelebrieren will.
Auch wenn die zwölfte Sinfonie d moll op. 112 als weniger gelungen gilt, so hat doch auch dieses Werk seine Momente. Der Beiname "Das Jahr 1917" lässt erahnen, dass dieses Stück Lenin geweiht ist. Freilich erscheint die Konzeption an der einen oder anderen Stelle etwas oberflächlich, doch besonders Shostakovichs Hommage an die Menschlichkeit im Finale berauscht.
Die letzten drei Sinfonien stellen Shostakovich als vollkommenen Sinfoniker dar, der sich nicht scheut, Genregrenzen aufzubrechen. Die enorme 13. Sinfonie b moll op. 113 trägt den Beinamen "Babi Yar" und ist für Orchester, einen Solobass und Männerchor konzipiert. Vertont wird ein Gedicht von Yevgeny Yevtushenko, der offen den russischen Antisemitismus anprangerte, der es seit Jahren verhinderte, ein Denkmal an der Stelle des 1941 stattgefundenen Nazi Massakers von Babi Yar zu errichten. Aber nicht nur die Textgrundlage ist sehr mutig, sondern auch Shostakovichs Entschluss, das Gedicht - teils humoristisch, teils tiefernst - zu vertonen.
Der bemerkenswerteste Genrebeitrag ist die 14. Sinfonie op. 135 für Streichorchester, Schlagwerk, Sopran und Bass. Es handelt sich um eine Abfolge von elf Orchesterliedern nach Texten von Federico García Lorca, Guillaume Apollinaire, Wilhelm Küchelbecker und Rainer Maria Rilke, deren Hauptthemen der Tod oder der Selbstmord sind. Ein weiteres, interessantes Merkmal dieses wundervollen Stückes ist es, dass Shostakovich das Schlagwerk mehr und mehr zum Einsatz kommen lässt.
Ein Umstand, der auch für die 15. Sinfonie A Dur op. 141 von entscheidender Bedeutung sein würde. Dass diese Sinfonie derart stiefmütterlich behandelt wird, hat sie gewiss nicht verdient, indes es sich um ein gut gelauntes Spätwerk des russischen Meisters handelt, dessen letzter Satz durch seine stark perkussive Instrumentierung auffällt.

Als Zugabe gibt's einige kleinere Stücke aus der "leichten Klassik": Zunächst einen Auszug aus der Suite zur Filmmusik zum "Gadfly" op. 97a; weiterhin die "Jazz Suite", den berühmten Walzer aus der Suite für Varietéorchester und schließlich noch den sogenannten "Tahiti Trot" op. 16. Außerdem wartet die Box mit einer Probensequenz zur achten Sinfonie auf.

Jansons dirigiert - wie gesagt - mehrere Orchester, um seinem Anspruch, nicht nur irgendeine Gesamteinspielung auf den Markt zu bringen, sondern eine homogene und hervorragende, gerecht zu werden. Es spielen die Berliner Philharmoniker (1.), das London Philharmonic Orchestra (15./ "Gadfly"), das Oslo Philharmonic Orchestra (6./ 9.), das Philadelphia Orchestra (10./ 11./ "Jazz Suite"/ "Varieté Suite"/ "Tahiti Trot"), das Pittsburgh Symphony Orchestra (8. live), die St. Petersburger Philharmonie (7.), das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (2./ 3. mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks/ 4./ 12./ 13. mit dem Männerchor des Bayerischen Rundfunks und Sergei Aleksashkin, Bass/ 14. mit Larissa Gogolevskaya, Sopran, und Aleksashkin) und die Wiener Philharmoniker (5. live).
Die Darbietungen sind durchweg herausragend. Jansons' Dirigat ist stets farben- und facettenreich. Er wählt durchweg flotte Tempi, setzt treffende Akzente, vor allem durch die perfekt aufspielenden Blechbläser, und hält damit die Spannung wunderbar aufrecht. Dabei bleibt der Vortrag stets völlig transparent und differenziert.
Kein noch so langer Satz verliert jemals das Fahrwasser, die Linien sind klar zu erkennen, ohne dass die Interpretation an irgendeiner Stelle akademisch wirkte. Weiterhin kann Jansons auf brillante Solisten und Chöre zurückgreifen, die der Gesamteinspielung den letzten Schliff verleihen. Selten beispielsweise habe ich die 13. Sinfonie - die durchaus schwierig aufzuführen ist - klarer und zwingender erlebt als in dieser Aufnahme.

Fazit: Vielleicht die bedeutendste Neuveröffentlichung der EMI in den letzten zehn Jahren! Ebenso wie Jansons' Einspielung von Orchesterwerken Rachmaninovs von erstaunlicher künstlerischer Qualität!
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am 17. November 2006
"Jansons ist der zur Zeit beste Schostakowitsch-Dirigent". So oder ähnlich äußern sich die Medien, wenn von Mariss Jansons, den Chefdirigenten des Symphonieorchesters und Chors des Bayerischen Rundfunks sowie des Koninklijk Concertgebouworkests in Amsterdam die Rede ist.

Und das spürt man in jeder Aufnahme - eigentlich in jedem Moment - dieser CD-Sammlung. Das Zärtliche, Melancholische, Sarkastische, Verrätselte in Schostakowitschs symphonischen Werk: hier in dieser Sammlung ist alles auf maßstabsetzende Weise hör- und spürbar. Jansons jahrzehntelange Beschäftigung mit diesem bei uns immer noch völlig unterschätzten Komponisten ist für jeden Hörer seiner Interpretationen ein reiches und tiefes Geschenk.

Eine absolute Empfehlung und für mich die CD-Box des Jahres!
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am 8. März 2009
Vorweg: Ich mag Shostakovich sehr und - meiner unqualifizierten Meinung nach - ist die Interpretation der Symphonien von Jansons hervorragend. Das Booklet ist ok und die Aufmachung der CD-Box gefällt mir gut.

Nun zum Grund meines Ärgernisses und zur Grundlage meiner schlechten Bewertung. Ich habe mir vor einigen Monaten die CD bei Amazon gekauft. Bei 10 CDs kommt man ja nicht gleich dazu, alle sofort anzuhören. So hat es etwas gedauert, bis ich bemerkt habe, dass zwei CDs schadhaft gepresst sind. Insbesondere die Leningrad Symphonie ist nicht anhörbar vor lauter Knacken und Knirschen. Sechs Monate(!) nach dem Kauf hab ich mich entschlossen bei Amazon nachzufragen, ob ich die schadhafte CD umtauschen kann. Großes Lob: Amazon hat mir ohne viel Federlesens eine neue Box geschickt. Allerdings war ich nicht so begeistert, als ich herausgefunden habe, dass die gleiche CD in der neuen Box genau den gleichen Pressfehler hat (Knack, Knirsch, Krach). Gestern habe ich nun bei meinem Nachbarn die selbe Box rumliegen gesehen. Ich kam (naheliegenderweise) auf die Idee, mir eine fehlerfreie Kopie der CD der 7. Symphonie auf ähh private Weise zu besorgen. Nun läßt sich leicht erraten, wie sich die CD aus Nachbars Box anhört. Genau: Knack, Knirsch, Krach!

Was mich ziemlich erzürnt ist die Tatsache, dass offensichtlich eine ganze Charge dieser Box schadhaft in den Handel gekommen ist. Jedenfalls bin ich wenig begeistert von der Qualitätskontrolle bei EMI.
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am 2. Februar 2008
Bis vor kurzem gab es eine Referenzaufnahme der Schostakowitsch-Sinfonien, nämlich die Aufnahme des WDR-Sinfonieorchesters unter Rudolf Barshai, welche 2003 mit dem "Prix International du Disque" ausgezeichnet wurde. Doch Jansons übertrifft diese Referenzaufnahme mit seiner Einspielung bei weitem. Er interpretiert die Sinfonien wesentlich differenzierter und meiner Meinung nach auch musikalischer als Barshai. Dabei schadet es überhaupt nicht, dass die Sinfonien zum Teil von verschiedenen Orchstern eingespielt werden, sondern es sorgt für feine musikalische Unterschiede, die das Anhören attraktiv machen. Auch die geniale Audio-Qualität vermittelt einem das Gefühl, "näher dran" zu sein.
Insgesamt ist diese Gesamtaufnahme der Sinfonien allen Schostakowitsch- und Klassik-Fans uneingeschränkt zu empfehlen, es ist die wahrscheinlich beste, die man aktuell bekommen kann.
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am 20. September 2009
Im Gegensatz zu meinem Vorrezensenten S. Michaelis "Cebass" halte ich die WDR-Aufnahmen von Barshai nach wie vor für die Referenzaufnahmen der Schostakowitsch-Sinfonien. Ich möchte dies anhand der 8. Sinfonie kurz erläutern. Während Barshai eine unerhörte Spannung bis zur alles überrollenden Perkussions"Entladung" aufbaut, fällt dagegen bei Jansons sowohl der Aufbau der Spannung, wie auch die Entladung äußerst zahm aus, da er meines Erachtens zu analytisch, die Details zu sehr betonend musiziert. Dadurch geht das große Ganze verloren. Um diese meine Behauptung zu verifizieren, empfehle ich jedem beide Aufnahmen in hoher Lautstärke zu hören: in der Reihenfolge Barshai und dann Jansons, ist der letztere kaum mehr bis zum Ende anzuhören.
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am 19. Mai 2008
Ich liebe Shostakovich, ich verehre Jansons. Deshalb habe ich mir auch diese Kollektion besorgt. Allerdings lässt die Qualität meiner CDs sehr zu wünschen übrig. Die CDs sind extrem leise aufgenommen. Selbst bei richtig lauten, dynamischen Passagen (zB 7. Symphonie) muss ich den Lautstärkeregler äußerst hoch fahren um dann zwar laut zu hören, aber äußerst undifferenziert. An der Anlage kann es auch nicht liegen, habe bis jetzt drei verschiedene ausprobiert. Meine Kritik bezieht sich auf alle CDs, nicht nur auf vielleicht einen Produktionsfehler. Letztlich ein ärgerlicher Kauf. Werde die Box für den nächsten Flohmarkt spenden.
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am 31. August 2015
Ich bin ein Shostakovitch Fan und ein Bewunderer des Dirigenten Mariss Jansons, vor Allem auch in Werken von Dimitri Shostakovitch und auch hier war ich glücklich, das seine Einspielung der gesammte Sinfonien,in mustergültige Ausführungen und Klangqualität, jetzt schon so preisgünstig angeboten wurden, denn diese Einspielungen sind noch relativ "neu" ! Auch hier spielte die Kritiken in "Gramophone" eine wichtige Rolle, neben mein eigenes Wissen und Urteil über Shostakovitch' CD Diskografie
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am 18. Februar 2011
Janons hat das richtige timing für Schostakowitsch. Er überhitzt nicht und zerdehnt auch nicht. Höhepunkt ist für mich der erste Satz der 5. Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern. Die verschiedenen Orchester setzen sich von einander ab, sind aber immer präsent und virtuos. Ein günstiger Preis. Großártig!
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am 3. September 2009
Auch als (noch)nicht-Kenner Schostakowitschs kann ich verbindlich sagen: eine tadellose Einspielung mit einem hervorragenden Dirigenten. Ich schätze, wer kein Kenner ist, wird es mit dieser Edition. Einziger Minuspunkt ist die wie mir scheint ein wenig trockene Akustik des Konzertsaales (oder sind es verschiedene?), wo die Aufnahmen entstanden. Klingt eher wie ein großes Zimmer als wie ein Konzertsaal, was der üppigen Orchestrierung der Werke die Bombastik nimmt und ihr ungewollt etwas Kammermusikalisches verleiht.

Tipp für Klassik-Neueinsteiger; Wer noch nicht viel mit Musik des 20. Jahrhunderts zu tun hatte, sollte sich vielleicht vorher mit Spätromantik oder vielleicht auch mit Prokoffiev vorbereiten, bevor er sich an Komponisten wie Dmitri Schostakowitsch wagt. Wem schon Sibelius oder Mahler zu schwer ist, sollte davon die Finger lassen.
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