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Kundenrezensionen

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am 23. September 2006
Auch wenn die Meinungen über diesen Film unterschiedlicher nicht sein könnten, so ist es für meinen Geschmack einer der größten und besten, wenn auch einer der untypischsten Woody Allen Filme überhaupt. Auf die berühmt-witzigen Gags wartet man vergeblich. Dafür bekommt man eine brilliante Story, grandios besetzt und suchterzeugend. Eine einzige Überraschung, was die Handlung des Filmes und die Arbeit Woody Allens betrifft. Wer ihn lieber von der komischen Seite mag, sollte besser Manhatten oder Stadtneurotiker ansehen. Qualtitativ muß sich Match Point aber keinesfalls hinter Allens großen Erstlingswerken verstecken!
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am 3. Januar 2008
ein film der zeigt: nicht die millionen für special effects entscheiden über die qualität sondern vor allem die story und dann ihre umsetzung durch die schauspieler; hier: jonathan ryth meyers scheint wie für die rolle des mustersöhnchens mit skrupellosen zügen geboren zu sein (er kann einfach nicht der gute sein, z.B. "In der Klang des Herzens" wirkte er alles andere als authentisch), scarlett johansson - ohne dieser hervorageneden schauspielerin zu nahe treten zu wollen - ist das ideale edelflittlich für die höhere gesellschaft, das außer aussehen nichts zu bieten hat; großartig!
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am 12. September 2011
Chris Wilton (Jonathan Rhys Meyers) stammt aus armen Verhältnissen und stößt in London als Tenniscouch bald in die Kreise der High-Society. Dort trifft er auf Chloe Hewitt (Emily Mortimer), mit der er bald zusammenkommt und eine Beziehung beginnt. Schließlich heiraten die beiden, doch immer wieder wird Chris von der schönen Verlobten von Chloes Bruder Tom (Matthew Goode), der US-Amerikanerin Nola Rice (Scarlett Johansson), angezogen und um den Verstand gebracht. Schnell ist er gefangen zwischen dem angenehmen Leben in seiner neuen Familie und der leidenschaftlichen Beziehungen, die er mit Nola im Geheimen zu führen beginnt.

Regisseur Woody Allen gelingt die Porträtierung des jungen Chris Wilton ganz hervorragend. Dessen Weg durchs Leben, aus der Unterschicht in die obersten Geschäfts- und Familienkreise der Londoner Gesellschaft. Die innere Zerrissenheit zwischen Luxus und Leidenschaft und das Ringen um Entscheidungen, die ein Mann zu treffen hat, um eines seiner zwei Leben weiterführen zu können.

Es ist eine eingehende Charakterstudie, die von Jonathan Rhys Meyers in der Hauptrolle hervorragend getragen wird. Scarlett Johansson verkörpert die schöne Verführerin, mit eigenen Sehnsüchten und Wünschen, ebenfalls herausragend. Der gesamte Cast bildet ein stimmiges und atmosphärisches Gesamtbild, das man sich als Zuschauer gerne ansieht.

Woody Allen erschafft ein dramaturgisch überzeugendes Werk: Handlung, Charaktere, das Bild und auch der Ton, mit einem speziellen und faszinierenden Soundtrack, der dem Film eine zusätzlich, außergewöhnliche Note verleiht.

Die Spielzeit des Films beträgt knapp 119 Minuten. Als Sprachen sind Deutsch und Englisch im Ton (Stereo), sowie als Untertitel auswählbar. Das Bild präsentiert sich 1.78:1 (anamorphic widescreen). Beides ist von guter Qualität.
Als Bonusmaterial sind lediglich zwei Trailer enthalten.

"Match Point" ist ein überzeugendes Liebes Drama, das durch eine tiefsinnige Handlung, gute Darsteller und eine stimmige Atmosphäre überzeugt. In knapp zwei Stunden Spielzeit bleiben jedoch kleinere Strecken in der Erzählung nicht aus. Im Allgemeinen sollte man hier auf ein eher mäßiges Erzähltempo vorbereitet sein. Dramaturgisch überraschend präsentiert sich zudem das Ende des Films, welches das Gesamtwerk gut abrundet.

Insgesamt erhält "Match Point" daher eine Gesamtwertung von 4 Sternen und ist eher einem Publikum zu empfehlen, dass sich auch mit anspruchsvolleren Dramen auseinandersetzen möchte.
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am 27. Juni 2011
Der mittelmäßig erfolgreiche Tennisspieler Chris Wilton verdingt sich in einem Londoner Upper Class Tennisclub als Tennislehrer und lernt dort den reichen Tom Hewett kennen und freundet sich mit ihm an. Durch ihn lernt er auch dessen erfolgreiche Familie kennen, geht dort bald ein und aus und erobert das Herz von Tom's Schwester Chloe im Sturm.
Er bekommt einen Job in der Hewett'schen Firma, steigt schnell auf und heiratet Chloe. Alles könnte perfekt sein, wenn da nicht Tom's Exfreundin Nola, eine erfolglose Schauspielerin, wäre, mit der er schon vor der Hochzeit eine kleine Affäre hätte. Chris ist wie besessen von ihr und lässt sich immer mehr auf sie ein - bis sie schwanger wird und droht, alles zu verraten, wenn er nicht Chloe verlässt...

Mit diesem Film beweist Woody Allen, dass er nicht nur Komödien draufhat, denn Match Point führt tief in die Abgründe eines Menschen, der für Status und Geld alles tun würde.

Der Film ist die meiste Zeit über sehr ruhig, man erlebt mit, wie Chris vom Tennislehrer zum angesehenen Mitarbeiter einer großen Firma wird, wie er Chloe erobert und sie auch wieder betrügt.

Anfangs findet man ihn noch sympathisch, denkt, dass ihm alles zufliegt, ohne Absicht von ihm selbst. Dann wird er immer kälter, immer mehr auf seinen eigenen Vorteil bedacht: Zeit mit Nola zu verbringen. Aber zum Schluss zeigt sich doch, dass er mehr Menschlichkeit in sich trägt, als man erwartet hat. John Rhys-Meyers ist eine gute Besetzung, er beherrscht das Spiel zwischen den Welten (sympathisch und eiskalt) wirklich sehr gut, man kauft ihm alles ab.

Nola wird anfangs als kühle, unnahbare Schönheit gezeigt, die einfach nur ihren Traum von der Schauspielerei ausleben will. Sie wird von der Familie Hewett nicht respektiert, von Mutter Eleanor sogar drangsaliert und gedemütigt. Sie möchte auch nur ihr Stückchen Glück im Leben. Johansson spielt diese verwirrte und verletzliche Person sehr gut, mal überlegen und erotisch, mal verletzlich und einsam, mal hysterisch. Wirklich schönes, überzeugendes Spiel.

Der Film ist recht philosophisch angehaucht, mit viel Klassik untermalt (persönlich nicht mein Fall, aber im Film würde nichts besser passen)

Ein schönes Zitat vom Anfang des Filmes:

Man will nicht wahrhaben, wieviel im Leben vom Glück abhängt. Es ist erschreckend, wenn man daran denkt, wieviel außerhalb der eigenen Kontrolle liegt.
Es gibt Augenblicke in einem Match, da trifft der Ball die Netzkante und kann für den Bruchteil einer Sekunde nach vorn oder nach hinten fallen. Mit etwas Glück fällt er nach vorne und man gewinnt. Oder eben nicht und man verliert.

Bevor der Film aber ins Melodramatische abgleitet, befindet man sich in einem Krimifilm erster Güte, Allen hat die Gratwanderung wirklich klasse umgesetzt.

Für Fan's des ruhigen, tiefgehenden Filmes!
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WARNUNG - In dieser Rezension wird der Ausgang der Geschichte schon recht früh verraten!!!

Ich habe endlich "Match Point" gesehen, und einmal abgesehen davon, dass er gegen Anfang etwas lahm ist: hervorragend!!! Zwar London statt New York, zwar Opern statt Jazz (1 x Otello!!! - seltsamerweise auch im Opernhaus z.T. nur mit Klavierbegleitung), humorfrei, aber unverkennbar Woody, vor allem die extrem warmen Farbtöne (in etwas, das eigentlich auch Berührungspunkte mit dem Film Noir hat!!!) sowie die detailreiche Schilderung der Upperclass mit ihren kunstbeflissenen Vorlieben. So etwa sieht dieser Film aus, dies ist sein "Look".

Und der Inhalt? Also, aus dem Kapitel "Mörder, die davonkommen" kenne ich nur den Klassiker "Straße der Versuchung" von Fritz Lang, den Serienkillerthriller "American Psycho", und nun kommt also "Match Point" hinzu. In allen dreien ist das Nichtgeschnapptwerden KEIN Happy End - im Falle von Match Point verrät der Blick des Mörders, dass die Aussicht auf den Fruchtbarkeitsterror der Gattin schlimmer sein dürfte als noch so viele Jahre hinter Gittern... Der ganz normale Wahnsinn ist schlimmer als der Wahnsinn des Strafvollzugsapparates, und das, obwohl es ein wenig erstaunlich ist, dass der Mörder davonkommt, denn es ist beileibe kein professionell agierender Gewohnheitskiller. Wenn es in die Richtung "Thriller" geht, mag ich Geschichten aus dem Kapitel "Auch scheinbaren Normalos ist ALLES zuzutrauen" sowieso lieber, weil das zum einen stimmen dürfte und zum anderen bei Normalos eben immer viel mehr schief gehen kann als bei Profis. Alleine die göttliche Szene, in der der Mann ungelenk am Gewehr herumprokelt, das erzeugt ja viel mehr Spannung als wenn man die Überlegenheit des Verbrechers spürt und herumrätselt, wie er dann doch noch auffliegt. Wie schon erwähnt, versagt sich "Match Point" der Aufdeckung des Mordes, und das ist gerade deswegen interessant, weil der Film eigentlich vorher gezielt darauf hinarbeitet. Man sagt sich, "diese offensichtliche Tarnung als Beschaffungskriminalität, hab ich schon in 100.000 Krimis gesehen, das MUSS ja auffliegen" - tut es aber nicht, das war schon genial!

Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass es eigentlich in der ganzen Geschichte niemanden gibt, der einem so richtig sympathisch ist. Also, eigentlich bin ich da strunzkonservativ und mag wenige Filme, in denen nicht mindestens ein Sympathieträger, eine Identifikationsfigur vorkommt (das kann durchaus jemand mit Fehlern ohne Ende sein). Die Johansson weiß um ihre Wirkung auf Männer extrem gut und setzt das massiv ein, ist aber hinter dieser Fassade recht unsicher (warum wohl verpatzt sie jedes Vorsprechen?!?), was ja noch recht sympathisch ist, aber dann diese doch etwas naive Hörigkeit dem Lover gegenüber, naja... Etwas oberflächlich ist sie schon... Der Mörder (Name vergessen), der ist extrem leicht zum Mord bereit, halt extrem vernarrt in das Upper-Class-Leben, und da hat man wirklich schon gewichtigere Mordmotive gesehen als den drohenden Verlust dieses Lebens. Vielleicht ist es eine besondere Leistung des Films und des Schauspielers, dass man sofort glaubt, dass es FÜR IHN ein wahnsinnig starkes Motiv ist, weil er wahnsinnig schwach ist. Die Gattin des Mörders nervt einfach nur mit ihrer penetranten Fruchtbarkeitsplanung (so eine Art dunkles Gegenstück zu "Hannah und ihre Schwestern" von Woody), ihre Mutter ist versnobt, ihr Vater zwar wohlwollend gegenüber der Johansson, aber jemand, der Vetternwirtschaft mehr als nur duldet, um die Tochter mit einem scheinbar geeigneten Mann unter die Haube zu bringen, sie dadurch nicht minder elitär kontrollieren wollend.

Und dennoch ein Wahnsinnsfilm! Man billigt zwar die Handlungen der Personen nicht, aber nachvollziehen kann man sie schon, der Woody Allen hat einmal nicht seine eigenen Neurosen verfilmt, sondern einen genau hinschauenden intensiven Film über diverse Besessenheiten und damit vielleicht über Besessenheit im Allgemeinen gemacht, dem es gelingt, einem auch Gefühlsabgründe nahe zu bringen, die einem eigentlich ganz fremd sind - oder, so fragt man sich, vielleicht auch nicht?!? Allein dass man sich das fragt, dass man angeregt wird zu Gedanken, die man sonst nicht hätte, die auch schmerzen können, auf jeden Fall aber ungemein interessant sind, zeichnet den Film aus.
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The man who said "I'd rather be lucky than good" saw deeply into life. Im Englischen ist der Satz eindeutiger. Auf Deutsch bringt man die Begriffe schnell durcheinander: Glücklich ist der, dem dass Glück geneigt ist. Es ist der Zufall, der für Erfüllung im Leben sorgt, viel besser jedenfalls, als das menschliche Streben danach. Wir Deutschen sind nicht gut darin, das zu erkennen. Wir bringen schon die Worte durcheinander. Und wir wollen nicht wirklich an die Ungerechtigkeit der Welt glauben.

Man sollte den Einfluss des Glücks alias des Zufalls dabei nicht nur auf die (unterbleibende) Aufklärung des Mordes im Film beschränken. Hier geht es um einen Mann, der generell vom Glück begünstigt ist. Er sieht gut aus, ist sportlich und vor allem: Die Herzen der Frauen fliegen ihm zu. Und wenn er auch nicht in eine reiche Familie geboren ist, so findet er doch Zutritt zu den obersten Kreisen der britischen Klassengesellschaft, darf dort sogar als ein Niemand einheiraten. Kurz: Es läuft perfekt. Und eigentlich muss der Held noch nicht einmal etwas dafür tun. Er ist gescheiterter Tennisprofi, der sich mit dem Geben von Tennisstunden nur so über Wasser hält. Es scheint, dass das Glück gerade dem zufällt, der nicht darum kämpft.

Im Lauf der Handlung erläutert der Film seine These. Als unser Tennislehrer um sein Glück zu Kämpfen beginnt, lässt es nach. Denn als das Glück - im Sinne von Erfüllung - ihm in Gestalt der umwerfenden Möchtegernschauspielerin Nora begegnet (Scarlett Johannsen in einer ihrer überzeugendsten Rollen) kann er sich mit diesem Schicksal nicht abfinden. Er will sein eigenes Glück haben, es selbst gestalten. Und das heißt genau nicht eine glückliche Beziehung mit einer wunderbaren Frau und Kindern zu haben. Er will etwas anderes. Er will dazugehören, zu einer Gesellschaft, deren Status ihm wichtiger ist, als die Substanz des Lebens, als Erfüllung und persönliche Nähe. Und schon beginnen die Probleme. Statt Liebe entsteht ein Verhältnis, und als dieses für alle Beteiligten immer untragbarer wird, schlägt das Schicksal noch einmal zu: Die Geliebte ist schwanger. Auch das könnte Erfüllung sein. Mit der wahren Liebe entsteht ein Kind, in der Vernunftehe muss man dagegen zu Fruchtbarkeitsbehandlung. Das Glück mit Kind könnte also perfekt sein. Was macht unser Protagonist? Er bringt die schwangere Geliebte um. Ich verstehe den Film so, dass er zu diesem Zeitpunkt sein Glück verloren hat.

Kommt es darauf an, dass der Mörder nicht für seine Tat büßen muss? Ich würde sagen, dass dies nicht der Fall ist. Dieser Mann wird nicht mehr glücklich werden, denn am Ende sind zwar alle äußeren Zeichen des Glücks gegeben. Und Woody Allan kann die Ungerechtigkeit der Welt gut in seinem Film zeigen. Aber äußere Zeichen sind eben nicht Erfüllung - sondern nur zugefallenes Glück.

Klassische Dramen haben den Begriff der Hybris verwendet, um eine ähnliche Botschaft zu vermitteln. Woody Allan adaptiert hier das Thema wunderbar auf einen modernen Film, der auch Handwerklich wunderbar gelungen ist. Schöne Bilder, großartige Schauspieler, wunderbare Musik, und eine Regie, die sich dem Thema unterordnet, die Geschichte selbst in den Vordergrund stellt. Einer der klügsten Filme der letzten Jahre.
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am 18. März 2006
Wer als Fan der skurrilen Werke Woodys diesmal wieder etwas für die Lachmuskeln oder wenigstens für die Schmunzelwerkzeuge erwartete, musste zwangsläufig enttäuscht werden. ,Matchpoint' ist ein ernster, spannender und satirischer Thriller, der nicht mit psychologischen Zumutungen spart.
Ein junger Tennisspieler (Rupert Penry-Jones) wird als Trainer für einen englischen Tennisclub engagiert, lernt dort einen Jungen aus der höheren Gesellschaft kennen - und seine Verlobte (Scarlett Johansson), in die er sich unglücklicherweise unsterblich verliebt...
Allen lässt sich sehr viel Zeit mit diesem Film. Er beginnt sehr langsam, wächst sich zu einer Gesellschaftssatire aus und kippt gegen Ende in einen Thriller um. Der Zuschauer muss bereit sein, sich auf den dramatischen Faden einzulassen und sich in die Figuren hineinzudenken. Durch das gemächliche Tempo des Films gewinnt der Zuschauer den Eindruck, selbst der Handlung passiv beizuwohnen. Bei allen Intrigen, moralischen Verfehlungen, verwerflichen Plänen ist er Mitwisser und Mitschuldiger. So ist auch die Distanz zum gesellschaftskritischen Kern der Geschichte nach einiger Zeit nicht mehr möglich.
,Matchpoint' ist ein Film, den man gesehen haben sollte, auch dann, wenn manche der gezeigten Situationen weniger auf die englische als auf die amerikanische Gesellschaft zutreffen. Doch die Frage des Schauplatzes und des gesellschaftlichen Hintergunds bleibt Allen weniger wichtig als die psychologischen Verwicklungen, in die er seine Figuren bringt.
Möglicherweise nicht sein bester, aber einer seiner besten Filme.
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am 9. Dezember 2006
In den letzten Jahren hat Woody Allen ziemlich geschwächelt. Filme wie "Schmalspurganoven" oder "Jade Scorpion" waren zwar nett und ansehnlich, aber irgendwie hatte man das Gefühl, Woody Allen geht langsam die Puste aus. Mit diesem großartigen Film allerdings knüpft Woody Allen an alte Meisterwerke wie "Manhattan" an. Über die Handlung will ich mich gar nicht weiter auslassen, die ist ja hinlänglich beschrieben. Man kann ob dieses tollen Films nur frohlocken. Endlich wieder ein richtiger Woody Allen. Natürlich kann man Allen vorwerfen, immer wieder die gleichen Themen in neuen Variationen zu verarbeiten, und so erinnert "Match Point" ein wenig an "Verbrechen und andere Kleinigkeiten." Dennoch gelingt es ihm immer wieder, diese seine Themen neu zu beleben, ohne das sie abgeschmackt erscheinen und ohne das man abwinkend das Kino verläßt. Seine neue Muse, Scarlett Johanson ist übrigens eine großartige Schauspielerin, hinter der sich die eher unbekannten Darsteller allerdings nicht zu verstecken brauchen - ein tolles Ensemble. Das sich so gut wie sämtliche hochrangigen Schauspieler Film-Amerikas darum reißen, in einem Allen-Film mitzuwirken, und sei es auch für eine geringe Gage oder gar umsonst, sei nur am Rande erwähnt. Woody Allen meldet sich in alter Form zurück. Möge er uns noch lange mit seinen Herbstprojekten erfreuen.
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am 20. November 2013
Ein Tennislehrer steigt durch seinen Job in der vornehmen londoner Gesellschafft auf und heiratet in eine wohlhabende Familie ein, doch dann verkompliziert und verändert eine Affäre alles...

Eingefangen in wunderbaren Bildern, untermalt von stimmiger Musik und besetzt mit den passenden Schauspielern wird hier eine spannende Geschichte erzählt.
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am 18. September 2006
Eines muss man Woody Allen lassen: er bedient konsequent seine Zielgruppe - und dass die nicht unbedingt mit der großen Mehrheit der Kinogänger ident ist, zeigen schon die kontroversen Reaktionen in diesem Forum.

"Match Point" vereinigt in konzentrierter Weise einige von Allens Vorzügen: ein intelligentes Script, komplexe Charaktere und ein glückliches Händchen in der Führung seiner Schauspieler/-innen. Denn trotz hervorragender Einzelleistungen ist der Film ein Ensemblestück mit einer selten gewordenen lockeren Souveränität der Darstellungen.

Die Handlung bewegt sich bekanntlich in Londons Upper Class, die liebevoll-kritisch beäugt wird, ohne sie zu demaskieren. Auch die viel gescholtene Opernmusik ist doch nur ein stimmiges Symbol für die schöngeistige und traditionelle Gesellschaft, in deren Reihen - shocking ! - ein Verbrechen passieren kann. Bis zuletzt bleibt der Film interessant und bietet ein paar schöne inhaltliche Finten.

"Match Point" will nicht mehr sein als ein eleganter kleiner Krimi, genau im Detail, liebevoll im Setting. Es fehlen ihm äußerliche Brutalität sowie jegliche Hysterie in der Darstellung. Manchen mag das altmodisch erscheinen. In diesem Fall ist das kein Fehler.
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