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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Story hui, Artikelbeschreibung pfui
STORY:
Zur Story möchte ich mich hier nicht großartig äußern, da ich vielen meiner Vorrednern voll und ganz zustimme.
Der Film baut einen hervorragenden Spannungsbogen auf und zeigt erneut die Stärke von Woody Allen - die Charakterzeichnung.

Nun aber zu dem kleinen Kritikpunkt.
Die Artikelbeschreibung hier, wie auch auf...
Vor 21 Monaten von Damian veröffentlicht

versus
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Match Point - Eine Metapher für Zufall?, für Glück?
Ein Tennisball schlägt auf die Netzkante auf, verharrt in der Schwebe, und für einen winzigen Moment ist nicht klar, auf welche Seite des Netzes er fallen wird. Sicher ist nur, dass er fallen wird. Ist gewinnen oder verlieren letztendlich nur eine Sache des Glücks? Des Zufalls? Gibt es Gerechtigkeit im Leben? Wenn ja, kann man sie beeinflussen...
Veröffentlicht am 24. Juli 2006 von Helga Kurz


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Story hui, Artikelbeschreibung pfui, 25. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Match Point [Blu-ray] (Blu-ray)
STORY:
Zur Story möchte ich mich hier nicht großartig äußern, da ich vielen meiner Vorrednern voll und ganz zustimme.
Der Film baut einen hervorragenden Spannungsbogen auf und zeigt erneut die Stärke von Woody Allen - die Charakterzeichnung.

Nun aber zu dem kleinen Kritikpunkt.
Die Artikelbeschreibung hier, wie auch auf der Blu-ray Hülle selbst, gibt an, dass es sich bei den Tonspuren um DTS MA 5.1 handelt. Dies ist aber nicht der Fall. Woody Allen hat diesen Film in 2.0 Mono gedreht. Diese Fassung ist zwar 2.0 Stereo aber keinesfalls 5.1 Surround Sound.
Das tut dem Film selbst zwar keinen Abbruch, ist aber doch irreführend schlicht falsch.
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33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Klasse, 9. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
Es ist ca. 8 Jahre her, daß ich mir zuletzt einen Woody Allen-Film im Kino angesehen habe. War immer großer Fan, vor allem seiner älteren Filme, aber irgendwann hat's dann gereicht, mit dem Slapstick, den Neurosen, dem 90 Minuten-Durchgeplappere und vor allem mit dem eitlen Woody als Darsteller, der immer nur sich selbst spielen kann.

Match Point habe ich vorgestern eher aus Langeweile im Fernsehen angeschaut und bin nachhaltigst beeindruckt !!! Ich mochte den Mann schon immer, aber jetzt hat er meinen tiefsten Respekt.

Von der ersten Szene an war ich wie hypnotisiert (genial der Tennisplatz mit dem Netzball und dem Glücksmotiv, der Stimme aus dem Off). Souverän, wie sich unspektakulär, ohne großes geplapper, szene an szene reiht, alles andere als langatmig (!sry), stets schnelle szenenwechsel, nichts wird ausgewalzt oder einsuggeriert.

Von Anfang an hatte ich ein Gefühl der Bedrohung, das ich mir jetzt 2 Tage später noch nicht recht erklären kann. Zum einen sicherlich die Ausstrahlung von Jonathan Rhys-Meyers in der Hauptrolle, ein Gesicht, das Gefahr in Verzug meldet. Im Gegensatz dazu sein höfliches, bescheidenes Auftreten, das zunehmend opportunistischer, also unglaubwürdiger wird, ohne daß er jemals des Guten zuviel tut und zum Schleimer wird, dann wäre er bei den Herrschaften gleich durch. Allein diese Balance fand ich unglaublich spannend und war die halbe Miete des Films.

Wann wandelt sich Anerkennung in Verachtung ? Gar nicht, denn diese Upperclass-Familie ist - trotzdem Klischees wie Landhaus, Moorhuhnjagd und Oper aufgeboten werden - im Grunde durchweg sympathisch. Das Unheil geht nicht von ihnen aus. Genauso wenig, wie sich das Unheil am Schluß gegen sie richtet. Gerichtet wird das Ähnliche, Gleichartige, Vertraute, die Spiegelung des eigenen Ichs in Gestalt der zuerst so begehrten, dann benutzten, dann als Bedrohung empfundenen Nola.

Die Dynamik in dieser Beziehungsgeschichte fand ich atemberaubend. Scarlett Johannsen (als total erfolglose Möchtegernschauspielerin Nola) ist wirklich unglaublich schön und sinnlich, aber auch total verletzlich, und sie kommt von "unten", wie Chris. Natürlich gibt's da ein instinktives Verständnis. Nola kann sich in dieser Familie jedoch nicht durchsetzen, hat das Stigma des Underdogs, während Chris sie überflügelt, obwohl sie eher da war. Er macht ihr vor, wie's geht, der schlaue Hund. Und dann verschlingt er auch noch sie. Und zum Schluß wird sie gemeuchelt, Sinnbild der eigenen potentiellen Erfolglosigkeit. Nun ja, es stellt sich heraus, daß Chris weder romantisch noch liebesfähig ist. Das hat mir gefallen. Die Vorstellung, er hätte alle Brücken hinter sich abgebrochen und sich für Nola, das Kind, ein erstmal mittelloses Leben entschieden, fand ich schrecklich. Meine düstere Vermutung zu dem Zeitpunkt: die zwei hätten's keine 3 Monate miteinander ausgehalten.

Ich kann gar nicht sagen, daß mir dieser Tennislehrer Chris sympathisch gewesen wäre, aber ich habe bis zum Schluß mit ihm mitgefiebert, geradezu an den Nägeln gekaut. Allein die Szene, wo er sich in der Waffenkammer die Schrotflinte nimmt und seine Gattin permament nach ihm schreit, das gleiche dann nochmal, als er die Flinte wieder zurückstellen will. Ich dachte immer nur: was für eine Nervensäge !!!

Als Nola ihn ständig am Telefon nervt, dachte ich auch immer: was für eine Nervensäge !!! Als er sich zum Mord entschlossen hat, war ich richtig froh, nur die alte Dame hat mir leid getan ("Kollateralschaden..").

Ich kann mir meine Parteinahme gar nicht recht erklären. Ich hoffe, es ging noch anderen Zuschauern so. Das ist clever gemacht, es geht um das, was unter der Moral ist.

Erwähnenswert finde ich noch, daß nahezu alles am Set "schön" ist. Auch die Underdogs Chris und Nola haben - wenn auch keine luxuriösen - so doch "gemütliche" Wohnungen. Nirgends Bilder von Verfall, Verkommenheit, Düsternis, häßlichen, minderprivilegierten Menschen. Kein dusteres London, in dem es regnet. Das ist vollkommen unrealistisch, ein selektiver Ausschnitt aus irgendjemandes Wahrnehmung. Wenn hier Regen fällt, dann erfrischender Sommerregen auf Kornwiesen. Was geschieht, wird durch das äußere Umfeld ÜBERHAUPT nicht angedeutet.

Ein ganz toller Film ! Werde ich mir jederzeit wieder anschauen.
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37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Tragik erfüllter Wünsche!, 2. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Match Point [UK Import] (DVD)
Mit "Match Point" ist Woody Allen ein sehr ungewöhnlicher und ganz besonderer Film gelungen.

Er erzählt die Geschichte des Tennisspielers Chris Wilton, dessen Talent nicht für die große Karriere ausreicht und der sein Geld in einem Londoner Eliteclub als Tennislehrer verdient. Einer seiner Schüler ist Tom, mit dem Chris gleichzeitig die Leidenschaft für die Oper verbindet. Tom führt Chris in seine Familie ein und in der Darstellung der Gewohnheiten dieser typisch-englischen Upperclass-Familie blitzt Woody Allens Ironie und Spottlust immer wieder durch.

Chris gefällt das Leben zwischen Dinnerparties und Wochenenden auf dem Land und er freundet sich mit Toms Schwester an, die er schließlich auch heiratet. Nicht so gut ergeht es Toms Freundin Nola, die von Toms Familie als nicht standesgemäß abgelehnt wird und die auch schließlich von Tom verlassen wird. Chris aber ist hingerissen und beginnt mit Nola eine heiße Affaire.

Chris macht Karriere im familieneigenen Konzern, genießt den unbekümmerten Reichtum und die pflegeleichte Frau an seiner Seite und vorallem die Schäferstunden mit Nola, die jedoch immer unbequemer wird und droht, Chris Lügengebäude zum Einsturz zu bringen.

So sieht Chris nur eine Möglichkeit...

Woody Allen hat sehr geschickt einen mittelmäßigen Menschen portraitiert, der seine Chancen geschickt nutzt aber irgendwann allzu gierig wird und meint, sich nehmen zu können, was immer er will! Er erzählt von der Tragik erfüllter Wünsche und von einem gnädigen Zufall der jedoch nichts mehr daran zu ändern vermag, dass die Schuld schwerer wiegt als das Davonkommen!

"Match Point" ist ein sehr kalter Film, der eine ganz andere Grundstimmung als Allens ältere Filme hat. Mit Nachdruck legt er den Finger in die Wunden der besseren und emotional leeren Gesellschaft. Auch dank der starken und noch völlig unverbrauchten Darsteller ist "Match Point" ein wirkliches Erlebnis!
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34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesellschaftsdrama - Packendes "Schuld und Sühne" Sittengemälde, 13. Januar 2007
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
Der Film beginnt mit dem Bild eines Tennisballs, der in Zeitlupe die Netzkante touchiert, dann nicht auf der einen oder anderen Seite zu Boden fällt, sondern gen Himmel springt. Der Ball lässt sich dann einen ganzen Film lang Zeit ehe er schließlich fällt. Auf dem Centre Court beginnt nun gleich das böse Märchen des Zusammentreffens von Lower und Upper Class, der Neuen und der Alten Welt. . Woody Allen hat den Schauplatz des Films komplett von New York nach London verlegt. Entstanden ist ein intelligentes Porträt der Londoner Gesellschaft. Und man merkt welchen Spaß es dem von seinen Neurosen befreiten Woody Allen bereitet, das langweilige Leben der Londoner Upperclass und das inkonsequente Recherchieren der Londoner Polizei detailgetreu zu sezieren.

Zum Plot: Der irische Tennislehrer Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers), Kind aus einfachem Haus, ist einer jener Tennisspieler, bei denen es für eine Karriere als Profi nicht gereicht hat. Lieber Glück als Talent macht er zu seinem Lebensinhalt. So lernt der frisch gebackene Tennislehrer und Opernliebhaber, den aus einer englischen Oberschichtfamilie stammenden, steinreichen Tom (Matthew Goode) kennen. Der hat schnell einen Narren an ihm gefressen, und führt Chris in seine Familie ein. Auch Toms Schwester Chloe (Emily Mortimer), kann sich den Reizen des jungen Chris nicht entziehen. So bekommt Chris die Chance, in eine der reichsten Familien Englands einzuheiraten. Darüber hinaus erhält er einen Topjob in einer der Firmen des Schwiegervaters. Schnell hat er sich in der Oberschicht eingelebt, wo Jagdausflüge, Schloßwochenenden und Luxusautos zum täglichen Alltag gehören.

Doch die Beziehung der beiden Neuvermählten wird akut gefährdet durch Toms Verlobte, die gescheiterte amerikanische Schauspielerin Nola (Scarlett Johansson). Schon bei der ersten Begegnung der beiden erkennt man, dass zwischen Nola und Chris ein Feuer brennt, denn der Blick den Nola ihm zugeworfen hat, lässt keine Zweifel offen. Zur Freude der Mutter beendet Tom die Beziehung mit Nola.

Weder Hochzeit, noch Geld, noch Karriere hindern Chris daran eine schicksalsträchtige Affäre mit Nola zu beginnen. Und ausgerechnet in einem nassen Kornfeld auf dem Landsitz seines Schwiegervaters fällt Chris über Nola her. Eine Sexszene der besonderen Art, wie man sie von Scarlett Johansson bisher nicht kannte. Sie ist Hollywoods neues Sexsymbol und lässt Woody Allen zu neuer Höchstform auflaufen.

Es entsteht eine regelmäßige Affäre, bei der Chris nur Sex sucht, Nola aber, nach anfänglicher Zurückhaltung, will mehr und gefährdet zunehmend die finanzielle und gesellschaftliche Position ihres Liebhabers. Und während Chloes Kinderwunsch unerfüllt bleibt, wird Nola schwanger. Spätestens jetzt zwingt sie ihn zu konsequentem Handeln. So wird aus lodernder Liebe plötzlich ein verglühender Lebenstraum.

Der Film ist nicht als Melodram, sondern als Film Noir inszeniert. Denn der geniale Woody Allen, hat eher die Anatomie eines Mordes im Auge, denn die Leidenschaften der Protagonisten haben eine absolute Schieflage entstehen lassen, die schließlich eskalierend auf eine Katastrophe zusteuert.

Zwar liest der Held in einer frühen Szene des Films Schuld und Sühne" von Dostojewski, doch wir haben es hier wahrlich nicht mit einem Nachfolger von Raskolnikow zu tun. Denn Chris ist nicht ein zu Unrecht unterprivilegierter Übermensch", der eine Prätention hat, sich über die engstirnige Moral hinweg zu setzten, sondern er ist einfach nur ein Emporkömmling, der die Bequemlichkeiten seiner neuen gehobenen Existenzsymbole nicht aufgeben möchte. Er hat nur die Wahl zwischen einem goldenen Käfig und einem einfachen Gefängnis.

Viele Vorkommnisse und vor allem auch das überraschende Ende der Liebesaffäre sind gespiegelt durch Opernarien und Opernauftritte. Woody Allen führt, wie man es von ihm gewohnt ist, als Meister des Kriminalfilms, immer wieder auf falsche Spuren. Und so lässt er dann am Ende des Films einen goldenen Ring am Geländer der Themse hängen, der, wie am Anfang der Tennisball, in Zeitlupe in die Höhe springt. Damit will der Regisseur dem Zufall die Entscheidung überlassen.

Es ist irgendwie ein kalter, herzloser Film ohne entbehrliche Dialoge, eine finstere Weltsicht, getarnt durch humorvollen Pessimismus. Der Mörder entkommt vielleicht der Sühne, nicht aber der Schuld, denn Verbrechen sind keine Bagatellen. So findet denn auch die mysteriöseste Szene des ganzen Films kurz vor Ende statt. Da begegnet Chris den Geistern seiner beiden Opfer, doch das was sie ihm sagen, dass schließlich die Gerechtigkeit siegen wird und die Opfer gerächt werden, dieses Präsent hält uns Woody Allen, in einem seiner besten Filme, vor.

Am Ende des Films zitiert Chris, über sein Leben reflektierend, den Griechen Sophokles: Niemals geboren worden zu sein, mag der größte Segen von allen sein."
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi - elegant und konzentriert, 18. September 2006
Von 
Wolfgang Stroebl (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
Eines muss man Woody Allen lassen: er bedient konsequent seine Zielgruppe - und dass die nicht unbedingt mit der großen Mehrheit der Kinogänger ident ist, zeigen schon die kontroversen Reaktionen in diesem Forum.

"Match Point" vereinigt in konzentrierter Weise einige von Allens Vorzügen: ein intelligentes Script, komplexe Charaktere und ein glückliches Händchen in der Führung seiner Schauspieler/-innen. Denn trotz hervorragender Einzelleistungen ist der Film ein Ensemblestück mit einer selten gewordenen lockeren Souveränität der Darstellungen.

Die Handlung bewegt sich bekanntlich in Londons Upper Class, die liebevoll-kritisch beäugt wird, ohne sie zu demaskieren. Auch die viel gescholtene Opernmusik ist doch nur ein stimmiges Symbol für die schöngeistige und traditionelle Gesellschaft, in deren Reihen - shocking ! - ein Verbrechen passieren kann. Bis zuletzt bleibt der Film interessant und bietet ein paar schöne inhaltliche Finten.

"Match Point" will nicht mehr sein als ein eleganter kleiner Krimi, genau im Detail, liebevoll im Setting. Es fehlen ihm äußerliche Brutalität sowie jegliche Hysterie in der Darstellung. Manchen mag das altmodisch erscheinen. In diesem Fall ist das kein Fehler.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Remake (wenn auch ohne Quellenangabe), 2. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
"Filmexperte" Karasek verglich Allens wunderbaren Film selbstredend mit irgendwas von Billy Wilder, weil Karasek nur Wilder kennt und nicht die Filmgeschichte. Die ursprüngliche Story, George Stevens "A Place in the Sun", basierend auf Theodore Dreisers "American Tragedy" muss man eben nur als Cineast kennen, nicht als Dampflaberer. Recht hat Karasek diesmal immerhin mit seinem Geschmacksurteil: Match Point ist ein großartiges Stück Kino. Gönnt man sich nach Allens Bearbeitung der Stevens-Geschichte (Underdog schwängert falsche Frau und bringt diese Frau um) allerdings einen Blick durch das Original, wird man mit Genuss feststellen, wie zeitgemäß Woody Allen die Aussage des Stücks verändert hat. Denn während bei Stevens schon der Gedanke an unterlassene Hilfeleistung mit der Todesstrafe gesühnt wird, lässt Allen den Mörder und Zyniker triumphieren. Und das mit nach allen Regeln der Kunst, nicht nur der filmischen.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhaft!, 23. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
Auch wenn die Meinungen über diesen Film unterschiedlicher nicht sein könnten, so ist es für meinen Geschmack einer der größten und besten, wenn auch einer der untypischsten Woody Allen Filme überhaupt. Auf die berühmt-witzigen Gags wartet man vergeblich. Dafür bekommt man eine brilliante Story, grandios besetzt und suchterzeugend. Eine einzige Überraschung, was die Handlung des Filmes und die Arbeit Woody Allens betrifft. Wer ihn lieber von der komischen Seite mag, sollte besser Manhatten oder Stadtneurotiker ansehen. Qualtitativ muß sich Match Point aber keinesfalls hinter Allens großen Erstlingswerken verstecken!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino auf hohem Niveau, 25. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
Mit Sicherheit ist das der beste Allen Film, und das auch gerade weil er absolut Allen-untypisch ist.

Der Ex-Profitennisspieler Chris (brilliant Jonathan Rhys-Meyers) fängt in einem englischen Tennisclub als Trainer an und und ist alsbald berauscht vom Luxusleben der Reichen. Als smarter Sonnyboy findet er auch schnell Zugang zu dieser im bislang fremden Welt. Nach kurzer Zeit schon gehört er dazu und hätte alles was man sich nur wünschen könnte.

Aber Chris will eben alles, und ganz besonders die schöne Verlobte seines zukünftigen Schwagers, Nola (Scarlett Johansson). Und so beginnt eine heiße Affaire und die Tragödie beginnt ihren Lauf. Wehe was du dir wünschst - es könnte in Erfüllung gehen...

Die Qual der Wahl - ein armes Leben mit Liebe und Leidenschaft oder ein langweiliges, ruhiges Leben in vollem Luxus? Und wie reagiert man, wenn man die Kontrolle verliert??

Den Film sollte man konzentriert genießen, sonst entgeht einem was! Er ist intelligent, packend und überaschend, eine Mischung aus Drama, Erotik und Thriller mit einem famosen und vollkommen unerwartetem Ende - obwohl, ... wer am Anfang schon richtig aufgepasst hat ...

Fazit: Wer das langweilig findet, der hat da wirklich etwas nicht verstanden!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unschlagbar clever, 3. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
ein film der zeigt: nicht die millionen für special effects entscheiden über die qualität sondern vor allem die story und dann ihre umsetzung durch die schauspieler; hier: jonathan ryth meyers scheint wie für die rolle des mustersöhnchens mit skrupellosen zügen geboren zu sein (er kann einfach nicht der gute sein, z.B. "In der Klang des Herzens" wirkte er alles andere als authentisch), scarlett johansson - ohne dieser hervorageneden schauspielerin zu nahe treten zu wollen - ist das ideale edelflittlich für die höhere gesellschaft, das außer aussehen nichts zu bieten hat; großartig!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schönen und die Reichen, 15. Oktober 2008
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Match Point (DVD)
Alle Achtung, Woody Allen schafft es nach langer Zeit mich richtig zur überraschen: Der inzwischen 39. Film des Regisseurs fällt auf den ersten Blick derart aus der filmographischen Rolle. Wenn man den Film ohne Wissen über den Stab anschaut, kommt man im Leben nicht drauf, dass es ein Allen ist, so untypisch ist "Match Point". Auch wenn dann im zweiten Eindruck doch auch wieder "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" als Bezugspunkt in den Sinn kommt.
Woody Allen liefert einen über weite Strecken eleganten, am Ende bösen SexŽnŽCrime Thriller in der Welt der Reichen und Schönen ab, als Location hat er interessanterweise London gewählt und dies tut der Stimmung äusserst gut. Gelegentlich kommen sogar leichte Assoziationen zu den Hitchcock Classics "Bei Anruf Mord" oder "Der Fremde im Zug" auf, so perfekt gelingt Allens Hommage auf den guten Erzählkrimi mit langsam sich steigerndem Aufbau.
Es ist die Geschichte des mittellosen, aber talentierten Tennisspieler Chris Wilton (Jonathan Rhys Myers), der in London reichen Snobs Unterricht auf dem Tennisplatz gibt und auf diesem Wege den etwa gleichaltrigen, vermögenden Tom Hewett (Matthew Goode) kennenlernt. Die beiden Männer finden sich trotz unterschiedlicher Herkunft auf Anhieb sympathisch, Tom führt dann auch Chris sozusagen in die feine Gesellschaft ein und auf diesem Weg macht er Bekanntschaft mit Toms Schwester Chloe (Emily Mortimer) und mit dessen verführerischen Geliebten Nola Rice (Scarlett Johannson).
Mit Chloe beginnt er eine Beziehung, die geradezu nach Ehe und sozialem Aufstieg schreit...die stinkreichen Hewett Eltern sind angetan vom Schwiegersohn in Spe und verschaffen ihm auch noch eine lukrative Stelle im Büro. Nur dumm, dass Chris auch ein Auge auf die sexy Geliebte seines Freundes geworfen hat und mir ihr eine heimliche Liason beginnt....
Man sollte nicht mehr über den weiteren Verlauf verraten, denn Allen ist es trotz der äusserst angenehmen altmodischen Machart gelungen, eine dichte Kriminalgeschichte aus dieser Ausgangslage zu schaffen, in dem Chris vom netten Emporkömmling zum aggressiven Killerface mutiert und als "Match Point" liefert Allen noch ein geradezu geniales Kabintettstückchen am Schluss, also einen zur Abwechslung mal wieder richtigen guten Kinoplot.
Den sollte sich dann die konkurrenz mal ansehen, wenn man diese vielen unlogischen Drehungen, Konstruktionen und Wendungen anderer neuerer Filme mal vergleicht. Allen in seiner Leichtigkeit braucht eigentlich nur einen einzigen HitchcockŽschen MacGuffin für seinen Schlussakkord....
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Match Point
Match Point von Scarlett Johansson (DVD - 2006)
EUR 7,99
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