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57 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muse macht alles richtig - einfach fantastisch!
Black Holes & Revelations heißt also das vierte Album. Schon vor Monaten hat die Band angekündigt, dass dieses Album eine Reise durch verschiedene Musikrichtungen sein wird und jeder Song anders klingen soll, als bisher bekanntes. Aber keine Sorge - es ist immernoch Muse und zwar supergut! Muse war ja schon immer recht experimentell, was sich in teilweise...
Veröffentlicht am 15. Juni 2006 von A. Funk

versus
14 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neue Musen
In ganz neuem Gewand trifft man den neuen Muse Sound vor, elektronischer, tanzbarer, inovativer und massentauglicher als je zuvor. "Inovativ und massentauglich zugleich?", werden sich jetzt manche fragen. Aber genau so ist dieses Album am besten zu beschreiben.

Der Opener Take A Bow zeichnet sich durch einen beißenden Beat aus, den man so von Muse nicht...
Veröffentlicht am 11. Juni 2006 von A. Haas


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57 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muse macht alles richtig - einfach fantastisch!, 15. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Black Holes & Revelations heißt also das vierte Album. Schon vor Monaten hat die Band angekündigt, dass dieses Album eine Reise durch verschiedene Musikrichtungen sein wird und jeder Song anders klingen soll, als bisher bekanntes. Aber keine Sorge - es ist immernoch Muse und zwar supergut! Muse war ja schon immer recht experimentell, was sich in teilweise schrägen B-Sides gezeigt hat, aber nun gehen sie auch auf einer LP neue Wege und eröffnen sich damit neue Möglichkeiten und entgehen der Gefahr als Band abgeschrieben zu werden, die auf Nummer sicher geht.

Das Album ist hervorragend produziert. Es wurde viel mit Synths und Effekten gearbeitet, es gibt sehr viele Background Vocals - es klingt alles voll und rund.

Track 01: Take A Bow - 10/10
Der Song fängt recht ruhig an und baut sich dann ziemlich clever von Synthesizern dominiert Schritt für Schritt auf, wird immer stärker und intensiver, sowohl Instrumente als auch der Gesang, bevor er am Ende quasi explodiert! Ganz was neues von Muse mit herausragenden Lyrics, wie z.B. "our freedom's consuming itself, what we've become is contrary to what we want". Mit das beste, was Muse je gemacht hat!

Track 02: Starlight - 08/10
Eine sehr schöne poppige Nummer mit guten Lyrics, guter Bassline, sehr schönem Gesang und Ohrwurmcharakter. Wenn Matt "Hold you in my arms, I just wanted to hold you in my arms" singt kriegt man fast ein wenig Gänsehaut. Nur 08/10, weil der Song zu eingängig ist.

Track 03: Supermassive Black Hole - 09/10
Die erste Single in Europa und sicherlich ein Schock für viele Muse Fans. Textstellen wie "uuuh baby" kennt man nicht von Bellamy. Der Song wird durchgängig im Falsetto gesungen und ist sehr tanzbar und groovt total. Muse bedient sich eines anderen Genres (sagen wir mal Electro-Pop-Rock) und macht es fantastisch. Mutig!

Track 04: Map Of The Problematique - 10/10
Elektro-Piano und eine tranceartige Melodie, nach 40sek setzt die Gitarre richtig ein und Matt singt unnachahmlich "fear and panic in the air". Super Strophen, super Refrain, tolles Schlagzeugsolo und einfach ein Supersound. 1A!

Track 05: Soldier's Poem - 08/10
Ist nur 2:04 lang und könnte man schon fast als eine Art Interlude bezeichnen. Sehr schöner ruhiger Song gesungen aus der Perspektive eines Soldaten. Jede Menge Background Vocals singen am Ende dann: "There's no justice in the world. And there never was." Wirklich gut und ein gelungender Übergang zu..

Track 06: Invincible - 09/10
Fängt ruhig an und baut sich schön auf zum ersten Highlight, wenn Matt Bellamy singt: "during the struggle, they will pull us down" - ganz toll! Dann meldet sich der Bass und darauf setzt ein fettes Gitarrenriff ein, was in ein tolles Tapping-Solo übergeht, bevor wir nochmal in Matt's traumhafter Stimme aufgehen dürfen. Kritikpunkt: die lyrics "tonight we can truly sing, together we're invincible" sind ein wenig naja..

Track 07: Assassin - 10/10
Anschallen! Ein Knight-Rider mäßiges Intro setzt ein und nach ein paar Sekunden geht's richtig los. Gitarre und Bass machen mächtig Druck und Dom's Drums waren wohl nie besser. Die Riffs rocken ohne Ende! Strophen und Refrain sind super und recht clever mit vielen Background Vocals unterlegt. Genialer Song, der richtig Spaß macht. Ein wenig das Stockholm Syndrome dieses Albums.

Track 08: Exo-Politics - 09/10
Wie Assassin wurde dieser Song schon letztes Jahr auf der US Tour gespielt. Muse hat hervorragend daran gearbeitet und einen superguten Song daraus gemacht. Fettes Riff, das abwechselnd oder gleichzeitig von Gitarre und Bass gespielt wird. Sehr coole Lyrics "when the zetas fill the skies, it's just our leaders in disguise". Der Song groovt total und es fällt einem schwer dabei ruhig sitzen zu bleiben - macht einfach nur Spaß!

Track 09: City of Delusion - 10/10
Ein weiteres Highlight. Beginnt mit einer akustischen Gitarre, dann setzt eine supergute Bassline ein und ein südeuropäisch klingendes Orchester und Matt singt mit unglaublicher Kraft "I will avenge. Justify my reasons with your bloody hand." Dann kommt ein Break und man hört nur eine megagroovige Bassline die nach einigen Sekunden von einem coolen Gitarrenriff begleitet wird. Zweiter Refrain und wenn man denkt, jetzt ist gleich Schluss, bietet Muse noch ein Trompetensolo! Ganz großes Kino! Fantastisch abwechslungsreich und mit unglaublichen Vocals von Matt Bellamy!

Track 10: Hoodoo - 10/10
Die geniale zweite Hälfte des Albums geht weiter mit Hoodoo. Eine ruhige Nummer, die teilweise ein wenig wie "Bang Bang" von N. Sinatra klingt. Super Text - herrlich gefühlvoll gesungen. Nach dem ruhigen Anfang setzt dann im Mittelteil ein Klavier kräftig ein und Matt singt in einer majestätischen Art und Weise "Come to be, how did it come to be?" Wer da nicht Gänsehaut kriegt tickt nicht richtig. Aber wenn Matt kurz später "Don't be afraid" jault und dabei herrliche Streicher einsetzen, muss man Gänsehaut kriegen! Zum Ende wirds wieder ganz ruhig und zerbrechlich. Die beste 'Ballade', die Muse je gemacht hat.

Track 11: Knights Of Cydonia - 10/10
Für mich der ideale letzte Song! Das Intro mit dem "aaaah aaaaah aaaaaaaah" klingt so richtig nach einem Abschluss. Dann setzt dieses Western-artige galoppierende Riff ein und Matt Bellamy bringt ein megageniales Falsetto im besten "Micro Cuts-Stil" begleitet von Trompeten! Es klingt absurd, ist aber obergenial! Nun folgt ein wenig Gesang, bevor es einen Break gibt zum tollen Mittelteil, wo einem jede Menge Matt Bellamys in Queen-Artiger Manier "No one's going to take me alive..." ins Ohr schreien. Und dann spürt man schon, gleich muss es knallen. Die Drums werden schneller und dann setzt ein geniales Gitarrenriff ein um den Song und das Album auf einem absoluten Hoch zu beenden!

Fazit: Nach 50mal hören traue ich mich zu sagen, dieses Album ist meiner Meinung nach besser als Showbiz und Absolution und sehr nah dran an Origin of Symmetry! Fantastischer Gesang, die Drums waren nie besser, die Songs sind abwechslungsreich, intelligent aufgebaut und die Lyrics (teils recht politisch) weitestgehend überzeugend! Nur das Klavier ist sehr kurz gekommen, aber dafür gibt es viele neue Eindrücke! Also: Kaufen und vor allem mehrere Male hören - einige Songs erschließen sich einem nicht sofort, aber das kennt man ja! Viel Spaß :-)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muse - Ritter vom Mars, 3. Juli 2006
Was für ein Album! Oft habe ich mich gefragt, was nach den gelungenen Vorgänger-Alben noch kommen mag bzw. wie man diese noch steigern könnte, jedoch keine Vorstellung gehabt.. nun halte ich den Beweis in den Händen: Muse haben sich wieder einmal selbst übertroffen.

"Black Holes & Revelations" scheint dazu geschrieben worden zu sein, den Kritikern jeglichen Wind aus den Segeln zu nehmen - wobei sich die bissigesten unter ihnen natürlich niemals belehren lassen werden - aber was gibt es an dieser Scheibe denn schon zu kritisieren? Dieses Album ist einfach unheimlich vielseitig und originell, man wird beim Durchhören von einer Welt in eine andere geworfen und das z. T. auch während eines einzigen Songs! Als Beispiel wäre hier Hoodoo zu nennen - Dramatik pur, das Zusammenspiel von Matt Bellamys einzigartiger Stimme, seinem ausgezeichneten Klavierspiel und dem hervorragenden Riecher, wie man einen Song mit Spannung, Leben und Gefühl versieht, ist ein Markenzeichen des Frontmanns der nur 3(!)-köpfigen Band, die sich für mich nicht zuletzt mit diesem Album in den Olymp der Rockmusik katapultiert hat! Langeweile ist ein Attribut, dass hier einfach keine Platz findet, das Album ist sehr spielerisch, elektronische, orientalische und sogar Western-artige Elemente vermischen sich mit wohltuender Rockmusik, härtere Stücke gibt es eigentlich nur eines (Assassin) und auch dieses ist durch und durch melodisch und gelungen.

Belammy hat bei einigen Songs seine Stimme in 3 unterschiedlich hohen Spuren übereinandergelegt (Exo-Politics, Knights of Cydonia), was - wie schon häufiger erkannt und auch zurecht - sehr an Queen erinnert. Trompeten sind auf diesem Album erstmals zu hören und in Supermassive Black Hole kommt Matts geliebte Kopfstimme durchgehend zum Einsatz wie zuletzt in Microcuts!

Was einen zunächst etwas ratlos zurücklässt ist das seltsame Albumcover: 4 futuristischen Herren im Grand Canyon, die mit griesgrämigen Blicken auf Holzstühlen um einen Tisch mit Miniaturpferden sitzen, während hoch oben am Himmel die verblassende Erde mitsamt Mond zu sehen ist. Dieses Szenario ist wohl auf den letzten Song Knights of Cydonia bezogen (Cydonia = das legendäre Marsgesicht). Der Song beginnt mit Pferdegetrappel, es wird mit Laser-Waffen geschossen, im Hintergrund der Sound eines.. Ufos? Passt auf jeden Fall zum Bild, der Grand Canyon als Mars, Pferde sind zu sehen, und die 4 Herren - etwa die Knights of Cydonia persönlich? Würden man diesen Titel auf die 3 ebenso futuristischen Herren anwenden, die dieses Album erschaffen haben, so würde es wohl auch passen.

"You and i must fight for our rights, you and i must fight to survive" singt Matt in besagtem Titel, und die Band kämpft durchaus, nämlich den Kampf gegen die Unbekanntheit. 3 Leute habe ich in letzter Zeit gefragt, ob sie die Band Muse kennen, aber leider scheinen sie hier in Deutschland so sehr in der Alternative-Ecke festzusitzen, dass keiner etwas mit diesem Namen anzufangen wusste. Ich wünsche der Band jedenfalls, dass es ihr gelingt, über den Marskrater Großbritannien hinaus international bekannter und mehr als ein Geheimtipp zu werden. Viel Erfolg, Ritter vom Mars..
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Veränderungen im Hause 'Muse', die Songs lernen das Tanzen, 17. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Black Holes & Revelations (Audio CD)
Wie habe ich auf das neue 'Muse'-Album gewartet und immer wieder hin und herüberlegt, was die drei verrückten Bombast-Rocker aus England auf ihrem neusten Werk mal wieder alles ausgeheckt haben könnten.

Nun hatte ich die glückliche Gelegenheit, das Album die letzten Tage exzessiv unter die Lupe zu nehmen und was soll ich sagen, 'Muse' haben sich tatsächlich mal wieder verändert, allerdings stärker verändert, als ich es je erwartet hätte. Eine Veränderung, die auf sehr zwiespältige Ohren treffen wird...

Sänger Matthew Bellamy gab dazu in den Interviews oft genug an, dass die Band sich bei den nicht gerade geliebten Album-Aufnahmen bewusst weiterentwickeln bzw. wirklich etwas Neues ausprobieren wollte; Wir wissen ja alle, dass 'Muse' in erster Linie eine Live-Band ist.

Die gleichzeitig dezenten Hinweise an den Club-Sound von 'Franz Ferdinand' waren dabei nicht nur eben das, ein dezenter Hinweis (was ich mir eigentlich so dachte), sondern beschreiben tatsächlich gut den "neuen" Sound der Band; Er ist in der Tat viel clubtauglicher!

Schon der Opener 'Take a bow' stellt dies ziemlich unmissverständlich klar, denn das, was man da hört, muss man mit besten Willen als "Techno" bezeichnen. Aber keine Angst, es ist und bleibt trotzdem typisch 'Muse', das merkt man vor allem an dem SEHR dramatischen Songaufbau. Ich würde sogar sagen, dass dieser Song der dramatischste ist, den ich je von ihnen gehört habe. Diese Dramaturgie von sich immer weiter steigernden Gesangs-Oktaven und Synthie-Wellen bis zum explodierenden Schluss hat etwas sehr Orgasmisches...

Jedenfalls ist es die perfekte Überleitung zu der wohl größten Pop-Hymne auf dem Album, 'Starlight'. Das die Band fantastische Hymnen fabrizieren kann ist schon lange klar, aber hier haben sie sich wirklich selbst übertroffen! Sie erinnert von ihrer Songstruktur an 'Bliss' vom famosen 'Origin of Symmetry' Album. Fantastische Strophen, noch fantastischerer Refrain...der Song heftet sich sofort im Kopf fest und bleibt da!

Etwas rockiger wird es dann bei dem wohl schon allseits bekannten 'Supermassive black hole', aber nur ein wenig, denn auch hier wird durch den stoischen Drum-Beat im Hintergrund und dem ziemlich 'Prince'-mäßigen Gesang Bellamys etwas wirklich Tanzbares abgeliefert.

Bei mir persönlich dauerte es bei dem Song etwas; nach mehreren Hörgängen kann ich sagen, dass ich ihn mag, aber nicht sicher bin, ob das lange andauern wird...

Dafür folgt mit 'Map of the proplematiqué' einer der besten Songs des Albums. Ich muss allerdings zugeben, dass er mir bei den ersten Hördurchgängen nicht sonderlich gefiel, da er sehr stark an 'Coldplay' erinnert, eher unpassend für 'Muse'.

Mit der Zeit aber entwickelt er sich zu einer perfekten Mischung aus typischen 'Muse'-Rock und Brit-Pop Elementen, sehr ungewöhnlich aber grandios!

Ruhiger wird's dann zum ersten Mal bei 'A Soldier's Poem', eine sehr jazzig(!) vorgetragene Geschichte über die Gedanken eines Soldaten auf dem Schlachtfeld (Irak-Krieg lässt grüßen).

Die ausgestrahlte "Coolness" weiß zu gefallen, ist allerdings auch nur sehr kurz und nicht mehr als ein Zwischengeplänkel.

Das lässt sich damit erklären, dass er eigentlich als Intro für den folgenden Song 'Invincible' gedacht war, einer wieder einmal dramatisch aufgebauten Hymne mit militärischem Rhythmus, der sich famos zu einem bombastischen Höhepunkt hochschaukelt; Starker Song!

Für alle heftigen Rocker dürfte dagegen 'Assassin' die Erlösung sein. Besonders das Intro erinnert dabei stark an 'System of a Down', nur eben bombastischer. Hier sind dann auch zum ersten Mal so richtig knackige (und äußerst brutale!) Drum- und Gitarrenparts zu hören, trotzdem ist er gleichzeitig sehr tanzbar produziert, besonders im Refrain, eine kuriose Mischung zum Abgehen.

Ab diesem Zeitpunkt erhält das Album dann auch bis zum Ende einen etwas rockigeren Anstrich, was auch gleich das gnadenlos vor sich hin stampfende 'Exo-Politics' beweist ohne dabei die neuen Tanz-Schuhe abzulegen. Vor allem der Gesang Bellamys weiß hier sehr zu gefallen.

Weiterer Höhepunkt ist allerdings das superbe 'City of delusion', das mit einer Akustik-Gitarre beginnt und sich kongenial zu einer mannigfaltigen Rockoper aus mexikanischen Gitarren, Geigen und Trompeten hochschwingt, während Bass und Drums alles zusammenhalten; 'Butterflies & Hurricanes' lässt grüßen.

'Hoodoo' hingegen lässt einen glücklicherweise wieder etwas durchatmen; Sehr ruhige Instrumentierung und geschmeidiger Gesang treffen ab der Mitte auf ein letztes, großes, dramatisches Aufbäumen, bis es am Ende wieder melancholisch abebbt und so hervorragend zum finalen Song und absoluten Höhepunkt hinführt.

'Knights of Cydonia' bietet nämlich den perfekten, epischen Abschluss. Hier findet man einfach alle Elemente wieder, alt wie neu, die 'Muse' ausmachen.

Die erste Hälfte könnte dabei tatsächlich als Titelmusik für einen zeitgenössischen Spaghetti-Western laufen, die zweite Hälfte wandelt sich hingegen zu einem 70-er Bombast-Rock Epos der Marke 'Queen'; Eine äußerst irre Mischung, die einen komplett mitreißt, wow! Hier wandeln 'Muse' auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das neue Album wohl die größte bisherige Entwicklung bei 'Muse' darstellt und sehr ungewohnt daherkommt ohne komplett anders zu klingen.

Wichtigster Punkt ist hierbei, dass die neuen Songs sehr Dance-lastig bzw. elektrifizierter sind und so ohne Probleme in Clubs gespielt werden könnten; Der typische Bombast ist allerdings geblieben.

Dafür wurde die Rock-Schraube zum größten Teil etwas heruntergedreht; Die einzelnen Gitarren-, Piano- Drum- und Bass-Parts stehen nicht mehr so im Vordergrund wie früher, wirken manchmal bewusst verzerrt und fügen sich eher dem Gesamtkontext. Also weniger ein Album zum Abrocken, als zum Abtanzen.

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass Live ein rockigerer Sound gespielt wird und dem gegenüber das Album neue Schichten im Clubbereich ansprechen wird, sehr geschickt!

Wer also auf dem neuesten Album den unbedingten Rock-Sound von 'Muse' sucht, wird wohl ziemlich enttäuscht sein, das muss ich so klar sagen! Dafür dürfen sich hier Clubgänger und Dance-Liebhaber, auch die, die vorher nicht unbedingte Fans von 'Muse' waren, freudig an dem Album probieren.

Ich persönlich, als 'Muse'-Fan und gleichzeitiger Dance-Liebhaber, bin natürlich begeistert und kann kaum die Live-Aufmachung der neuen Songs abwarten!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MUSE: Wandelbarkeit auf sehr hohem Niveau!, 20. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Holes & Revelations (Audio CD)
Black Holes and Revelations von MUSE: ein Wort: KLASSE!
Sehr anders als alles Vorherige von den dreien und überraschend vielseitig - wie MUSE eben! Durchweg ist es ein "positiveres" Album als die drei Vorgänger, schon allein, weil die meisten Songs nicht in Moll geschrieben sind, aber auch wegen der ungewöhnlichen Rhythmen und elektronischen Verzerrungen - ein "tanzgeeignetes" Album ("Supermassive black hole"), das dann aber auch wieder viel zum Nachdenken bietet: Schon der Opener "Take a bow" (der, wie auf der HAARP-CD/DVD zu hören, ebenso gut als Closer funktioniert), legt die Messlatte hoch an und stimmt nachdenklich; wie auch "Soldier's poem", oder die drei großen hochpolitisch-brisanten Songs "Assassin", "Exo-politics" und "City of delusion" (die leider auf HAARP fehlen: waren die Texte etwa zu "gefährlich"??). Für "Invincible" braucht man Zeit - aber wer sich die nimmt und den Song in seiner vollen Länge auf sich wirken lässt, entdeckt den vielleicht opernhaftesten Song von Muse, der sich langsam aufbaut bis zum Höhepunkt des letzten Refrains... Ja, und dann "Knights of Cydonia": ein herrlich ironisch-komischer Hammer und eine Hommage voller Augenzwinkern auf die Italo-Western mit Morricone-Musik (siehe das Video dazu...). Bei all der mitgröhlfähigen (siehe HAARP) Musik übersieht man dabei aber fast, dass die Texte - wie immer bei Muse, und eine Seltenheit heutzutage! - durchweg alles andere als oberflächlich sind.
Black Holes and Revelations ist ein mehr als gelungenes Album, dem man anmerkt, dass es mit viel Zeit und Bedacht entstanden ist, und das für Muse-Fans der Beweis dafür ist, dass die Weiterentwicklung der Band auch in Zukunft noch Ungeahntes zu bieten haben wird... Wandelbarkeit auf sehr hohem Niveau eben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochgenuss, 27. Juni 2006
Von 
Ich hatte, noch bevor ich die Studioaufnahmen unter die Lupe nehmen konnte, bereits am letzten Samstag das große Vergnügen, Muse auf dem Southside Festival live erleben zu dürfen. Einer der Headliner, lief die neue Single samt Video schon vorher eines ums andere Mal über die Leinwände; zunächst standen die meisten Besucher, wie ich auch, ziemlich irritiert davor, denn DAMIT hatte man nun wirklich nicht gerechnet.

Ein zunächst für Muse eher ungewöhnlicher Sound fließt einem da entgegen, in dem man die Lieblingsband aber dann doch schnell wiederfinden kann; und da Muse nun mal eine geborene Liveband sind, gaben sie denn auch (mit Untermalung durch eine großartige Lightshow) einige der Stücke ihres neuen Albums zum Besten. War man nicht schon von den bereits bekannten Songs überwältigt, so blieb spätestens zu diesem Zeitpunkt keine Wahl mehr; ein Gewitter bombastischer Klangvielfalt, nicht überladen und doch überwältigend, wie immer in feinen, aber schneidend festen Fäden zusammengehalten von der überirdischen Stimme Matt Bellamys. Kein Lied ist wie das Andere, und so wird man sich eines ums andere Mal wieder im unnachahmlichen Muse-Sound verlieren können.

Ein wirklich wundervolles Werk, live noch eindringlicher als ohnehin schon. Definitiv mehr als empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Spitze des Eisberges, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Black Holes & Revelations (Audio CD)
Es ist anzunehmen, dass dank dem "Twilight"-Film und dem darin exzellent eingesetzten "Supermassive black hole" vermutlich etliche Exemplare dieses Albums neue Besitzer gefunden haben. Das ist gut und wünschenswert für Muse, gar keine Frage.
Zu hoffen bleibt allerdings, dass alle Zuhörer auch weiter als bis zu Track 3 kommen, stellt doch "Supermassive black hole" meiner Meinung nach lediglich die Spitze des Eisberges von "Black Holes & Revelations" dar - betrachtet man nämlich den Rest, so bleibt es eher etwas abgeschlagen und eintönig zurück. Und wer bereits "Micro cuts" (vom Album "Origin of Symmetry") kennt, wird davon ohnehin nicht allzu überrascht sein.

Abgesehen davon handelt es sich bei "Black Holes & Revelations" allerdings um ein typisches Werk von Muse: schlichtweg hervorragend. Wieder einmal balanciert die Band gekonnt zwischen Aggression und Melancholie, lässt Matthew Bellamy mit seinem Gesang sowohl klagen als auch augenzwinkern (selbst wenn es unmöglich klingen mag, er beherrscht es mühelos), und bietet Musik, die so vielschichtig wie unerwartet ist - wie anders wäre ein schräges, Western-angehauchtes Meisterwerk wie "Knights of Cydonia" sonst möglich?
Bereits "Take a bow" zu Beginn lässt einen beinahe augenblicklich den Titel befolgen, und spätestens beim Höhepunkt des ergreifenden "Hoodoo" rührt einen Bellamy ohnehin fast zu (zornigen) Tränen. Wieder einmal lebt er jedes einzelne, gesungene Wort, als wäre die Musik sein einzig wahres Ausdrucksmittel. Und wieder einmal bleibt sich Muse selbst treu, obwohl hörbar keine Scheu vor neuen Wegen und Richtungen besteht.
Die Muse scheint wohl während Entstehung des Albums in bester Laune gewesen zu sein - und das nicht zum ersten Mal.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen jeglichen Anachronismus ... so geht Zeitlos!, 7. November 2006
Von 
R. Stein "smartcore" (Mittelhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rock ist tot ... es lebe ... ja was denn eigentlich?

Seien wir mal ehrlich: Die klassische "Gitarrenmucke" hat ihren kreativen Zenit überschritten. Das Klangspektrum ist nun mal begrenzt (vom Variantenreichtum der menschlichen Stimme, falls vorhanden" mal abgesehen). Irgendwann reissen es die Gitarren-Effektgeräte dann auch nicht mehr raus. Und von abstrusen Versuchen die Klampfe mit der Bohrmaschine zu bearbeiten wollen wir mal gar nicht reden.
Ich bitte, das nicht falsch zu verstehen ... Ich mag den rauhen Sound gequälter Saiten und freue mich über jeden Ausbruch aus straighter Eintönigkeit. Es gibt großartige Bands die sicher noch nie versucht haben auch nur einen Ton aus einem Computer oder Sythie zu quetschen ... und das ist auch gut so ... aber innovativ ist das nicht (mehr)!

Also ... Qou Vadis, Rock?
Ganz einfach ... Muse zeigt uns den Weg! Da gehts in die Zukunft, Leute! Fernab von allen Konventionen und bei allen Brücken zu anderen (großartigen!) Künstlern doch ein eigener Weg. Beim Aufzählen der Bands, Sänger und Stilrichtungen die Muse angeblich auf diesem Album vereinen kommt man leicht ins Schwitzen ... also lassen wir das einfach! Irgendwann hat irgendwer bestimmt schon mal ein ähnliches Riff, einen ähnlichen Klang, eine ähnliche Stimmlage gehabt. Na und?
Meiner Meinung nach sollte man jedes neue Album, jedes neue Stück völlig unvoreingenommen anhören und erstmal mit nichts vergleichen. Nicht mit vorherigen Alben, nicht mit anderen Künstlern. Es gefällt, oder eben nicht.

Ich halte Muse für eine der innovativsten und unkonventionellsten Bands dieses Planeten und mit Black Holes and Revelations haben sie einen Meilenstein gesetzt! So!

Danke für euer Ohr;-)
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf zu neuen Ufern, 27. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Black Holes & Revelations (Audio CD)
Als Musefan der ersten Stunde und über die Journaille bereits informiert, dass sich Matt Belamy&Co auf ihrem neuen Album neu orientieren wollen (wie wäre der Bombast von Absolution auch noch zu steigern gewesen?) war ich natürlich nicht wenig gespannt auf BHAR und hatte auch schon ein wenig mit einer Enttäuschung gerechnet, nachdem ich als erstes Super Massive Black Hole zu hören bekam, aber dem war so NICHT. Schon der Opener liess es mir mit seiner permanenten Intensitätssteigerung kalt den Rücken runterlaufen und auch weiterhin konnte ich-abgesehen von einer wenig originellen Ballade mit Queen-like Gesang am Ende- kein schlechtes Lied auf der Scheibe entdecken. Die Musetypischen Harmonien sind nun auch mal im New-Wave-Gewand vorhanden, die allerdings Depeche Mode verblassen lassen. Und in nicht wenigen Liedern wartet, nachdem man dachte den Song durchschaut zu haben, nicht selten eine Überraschung, die der Musik ein ganz neues Gesicht gibt. Muse ist und bleibt die einzige Band, über die zumindest ich so schwelgerisch dahersülzen kann; poppige Rockmusik mit Hirn, Arsch und kitzeln im Bauch!! Viel zu selten heutzutage
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur mehr ist mehr! Muses Mut zur Megalomanie., 29. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Black Holes & Revelations (Audio CD)
Vermutlich gibt es auf diesem Planeten keine zweite Band, die es wagen würde ihr neues Album UND die 1. Single ("Supermassive Black Hole") nach für ihre galaktische Zerstörungskraft bekannten Weltraumphänomenen zu benennen, die nicht einmal Stephen Hawking ganz versteht; aber wenn man Muse eines nicht vorwerfen kann, dann dass es dieser Band je an Mut zur Megalomanie gefehlt hätte. Welcher sich musikalisch auch diesmal wieder manifestiert. Weswegen Fans von subtilem Understatement auch gar nicht mehr weiterzulesen brauchen. Denn Muse fahren auch diesmal wieder sämtliche schweren Geschütze auf, von Mehrfachgesangspuren über unzählige übereinander gelegte Gitarren, Keyboards, Streicher, brutale Bassgrooves, alles vermischt mit jenem für die Band so typischen Bombast-Pathos, der manche Hörer in Sekunden in die Flucht schlägt und dem andere ebenso schnell verfallen. Aber was ist eigentlich neu an Black Holes? Nun, es bietet zum einen Songs wie der sich langsam zu Orkanstärke steigernde Opener "Take A Bow", das etwas an "Bliss" erinnernde "Starlight", "Soldier's Poem" mit seinem Queen-mässigen Chor, das rockige "Assassin" (im Stil von "Stockholm Syndrom") oder die klassische Muse-Nummer "Invincible", die auch auf's letzte Album gepasst hätte und die allesamt den Fans gefallen werden. Kurz: wir hätten's mehr oder weniger mit einer Variation von Absolution zu tun, wäre das alles. Ist es aber nicht, denn da gibt's auch noch ganz anderes, und das macht Black Holes wirklich interessant: Zuerst wäre da mal die bereits erwähnte Single mit Dancebeat und Falsettgesang und gleich noch einem "oooh baby"-Refrain - unerhört von Mat Bellamy. Diese wird direkt gefolgt von einer weiteren höchst tanzbaren Nummer mit deutlichem Techno/Tranceeinschlag (!) - klingt zugegeben alarmierend, funktioniert aber erstaunlich gut. Und wer es wagt in das ohnehin schon üppige Arrangement von "City of Delusion" noch ein Mariachi-Trompetensolo reinzuwerfen, oder eine Surfgitarre in "Knighs of Cydonia", verdient Anerkennung - solchen "nicht weniger ist mehr, nur mehr ist mehr!"-Wagemut ohne Rücksicht auf Verluste (oder Vorwürfe von Masslosigkeit) hat man seit Phil Spectors "Wall Of Sound"-Tagen kaum mehr gehört. Kurz: überdreht, überladen, überproduduziert, übergeschnappt, überbordend vor Einfällen und überhaupt: Muse, man sie kennt und hasst oder, wie dieser Rezensent, mit jener Zuneigung liebt, die Mütter einem leicht retardierten aber deshalb nur umso liebenswerteren Kind entgegenbringen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Veränderungen im Hause 'Muse', die Songs lernen das Tanzen, 16. Juni 2006
Wie habe ich auf das neue 'Muse'-Album gewartet und immer wieder hin und herüberlegt, was die drei verrückten Bombast-Rocker aus England auf ihrem neusten Werk mal wieder alles ausgeheckt haben könnten.

Nun hatte ich die glückliche Gelegenheit, das Album die letzten Tage exzessiv unter die Lupe zu nehmen und was soll ich sagen, 'Muse' haben sich tatsächlich mal wieder verändert, allerdings stärker verändert, als ich es je erwartet hätte. Eine Veränderung, die auf sehr zwiespältige Ohren treffen wird...

Sänger Matthew Bellamy gab dazu in den Interviews oft genug an, dass die Band sich bei den nicht gerade geliebten Album-Aufnahmen bewusst weiterentwickeln bzw. wirklich etwas Neues ausprobieren wollte; Wir wissen ja alle, dass 'Muse' in erster Linie eine Live-Band ist.

Die gleichzeitig dezenten Hinweise an den Club-Sound von 'Franz Ferdinand' waren dabei nicht nur eben das, ein dezenter Hinweis (was ich mir eigentlich so dachte), sondern beschreiben tatsächlich gut den "neuen" Sound der Band; Er ist in der Tat viel clubtauglicher!

Schon der Opener 'Take a bow' stellt dies ziemlich unmissverständlich klar, denn das, was man da hört, muss man mit besten Willen als "Techno" bezeichnen. Aber keine Angst, es ist und bleibt trotzdem typisch 'Muse', das merkt man vor allem an dem SEHR dramatischen Songaufbau. Ich würde sogar sagen, dass dieser Song der dramatischste ist, den ich je von ihnen gehört habe. Diese Dramaturgie von sich immer weiter steigernden Gesangs-Oktaven und Synthie-Wellen bis zum explodierenden Schluss hat etwas sehr Orgasmisches...

Jedenfalls ist es die perfekte Überleitung zu der wohl größten Pop-Hymne auf dem Album, 'Starlight'. Das die Band fantastische Hymnen fabrizieren kann ist schon lange klar, aber hier haben sie sich wirklich selbst übertroffen! Sie erinnert von ihrer Songstruktur an 'Bliss' vom famosen 'Origin of Symmetry' Album. Fantastische Strophen, noch fantastischerer Refrain...der Song heftet sich sofort im Kopf fest und bleibt da!

Etwas rockiger wird es dann bei dem wohl schon allseits bekannten 'Supermassive black hole', aber nur ein wenig, denn auch hier wird durch den stoischen Drum-Beat im Hintergrund und dem ziemlich 'Prince'-mäßigen Gesang Bellamys etwas wirklich Tanzbares abgeliefert.

Bei mir persönlich dauerte es bei dem Song etwas; nach mehreren Hörgängen kann ich sagen, dass ich ihn mag, aber nicht sicher bin, ob das lange andauern wird...

Dafür folgt mit 'Map of the proplematiqué' einer der besten Songs des Albums. Ich muss allerdings zugeben, dass er mir bei den ersten Hördurchgängen nicht sonderlich gefiel, da er sehr stark an 'Coldplay' erinnert, eher unpassend für 'Muse'.

Mit der Zeit aber entwickelt er sich zu einer perfekten Mischung aus typischen 'Muse'-Rock und Brit-Pop Elementen, sehr ungewöhnlich aber grandios!

Ruhiger wird's dann zum ersten Mal bei 'A Soldier's Poem', eine sehr jazzig(!) vorgetragene Geschichte über die Gedanken eines Soldaten auf dem Schlachtfeld (Irak-Krieg lässt grüßen).

Die ausgestrahlte "Coolness" weiß zu gefallen, ist allerdings auch nur sehr kurz und nicht mehr als ein Zwischengeplänkel.

Das lässt sich damit erklären, dass er eigentlich als Intro für den folgenden Song 'Invincible' gedacht war, einer wieder einmal dramatisch aufgebauten Hymne mit militärischem Rhythmus, der sich famos zu einem bombastischen Höhepunkt hochschaukelt; Starker Song!

Für alle heftigen Rocker dürfte dagegen 'Assassin' die Erlösung sein. Besonders das Intro erinnert dabei stark an 'System of a Down', nur eben bombastischer. Hier sind dann auch zum ersten Mal so richtig knackige (und äußerst brutale!) Drum- und Gitarrenparts zu hören, trotzdem ist er gleichzeitig sehr tanzbar produziert, besonders im Refrain, eine kuriose Mischung zum Abgehen.

Ab diesem Zeitpunkt erhält das Album dann auch bis zum Ende einen etwas rockigeren Anstrich, was auch gleich das gnadenlos vor sich hin stampfende 'Exo-Politics' beweist ohne dabei die neuen Tanz-Schuhe abzulegen. Vor allem der Gesang Bellamys weiß hier sehr zu gefallen.

Weiterer Höhepunkt ist allerdings das superbe 'City of delusion', das mit einer Akustik-Gitarre beginnt und sich kongenial zu einer mannigfaltigen Rockoper aus mexikanischen Gitarren, Geigen und Trompeten hochschwingt, während Bass und Drums alles zusammenhalten; 'Butterflies & Hurricanes' lässt grüßen.

'Hoodoo' hingegen lässt einen glücklicherweise wieder etwas durchatmen; Sehr ruhige Instrumentierung und geschmeidiger Gesang treffen ab der Mitte auf ein letztes, großes, dramatisches Aufbäumen, bis es am Ende wieder melancholisch abebbt und so hervorragend zum finalen Song und absoluten Höhepunkt hinführt.

'Knights of Cydonia' bietet nämlich den perfekten, epischen Abschluss. Hier findet man einfach alle Elemente wieder, alt wie neu, die 'Muse' ausmachen.

Die erste Hälfte könnte dabei tatsächlich als Titelmusik für einen zeitgenössischen Spaghetti-Western laufen, die zweite Hälfte wandelt sich hingegen zu einem 70-er Bombast-Rock Epos der Marke 'Queen'; Eine äußerst irre Mischung, die einen komplett mitreißt, wow! Hier wandeln 'Muse' auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das neue Album wohl die größte bisherige Entwicklung bei 'Muse' darstellt und sehr ungewohnt daherkommt ohne komplett anders zu klingen.

Wichtigster Punkt ist hierbei, dass die neuen Songs sehr Dance-lastig bzw. elektrifizierter sind und so ohne Probleme in Clubs gespielt werden könnten; Der typische Bombast ist allerdings geblieben.

Dafür wurde die Rock-Schraube zum größten Teil etwas heruntergedreht; Die einzelnen Gitarren-, Piano- Drum- und Bass-Parts stehen nicht mehr so im Vordergrund wie früher, wirken manchmal bewusst verzerrt und fügen sich eher dem Gesamtkontext. Also weniger ein Album zum Abrocken, als zum Abtanzen.

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass Live ein rockigerer Sound gespielt wird und dem gegenüber das Album neue Schichten im Clubbereich ansprechen wird, sehr geschickt!

Wer also auf dem neuesten Album den unbedingten Rock-Sound von 'Muse' sucht, wird wohl ziemlich enttäuscht sein, das muss ich so klar sagen! Dafür dürfen sich hier Clubgänger und Dance-Liebhaber, auch die, die vorher nicht unbedingte Fans von 'Muse' waren, freudig an dem Album probieren.

Ich persönlich, als 'Muse'-Fan und gleichzeitiger Dance-Liebhaber, bin natürlich begeistert und kann kaum die Live-Aufmachung der neuen Songs abwarten!
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