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4,2 von 5 Sternen
Oliver Twist
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am 7. Januar 2014
Will man einen Klassiker der Weltliteratur verfilmen, so muss man entweder eine Serie entwerfen oder sinnvolle Kürzungen in Kauf nehmen. Bei seiner Ver-
filmung von Charles Dickens "Oliver Twist" hat sich Regiesseur Roman Polanski für die zweite Möglichkeit entschieden. Er konzentriert sich auf Olivers Le-
ben mit Fagin.
Der Waisenjunge Oliver Twist (Barney Clark) flieht vor beruflichen Zwängen nach London und gerät dort an den Anführer einer Diebesbande - Fagin (Ben
Kingsley). Der bildet Oliver zu einem geschickten Dieb aus. Fagin ist nicht ganz so schlimm wie sein sadistischer Kumpan Bill Sykes (Jamie Foreman), der
Oliver als Zeugen eines Verbrechens für gefährlich hält und verfolgt. Olivers Hoffnung liegt in dem soliden Buchhändler Mr Brownlow (Edward Hardwicke).
Polanski wollte mit seinem Film einen Kinderfilm machen, das ist aber nur bedingt gelungen, es gibt eine Menge Material, das für Kinder nicht wirklich
geeignet ist. Natürlich liegt das hauptsächlich an Dickens Romanvorlage.
Die Deluxe Edition verdient ihren Namen, schon die Aufmachung des Covers ist durchweg gelungen. Bild und Ton sind wirklich gut. Auf der ersten DVD wird
der Hauptfilm mit Untertitelung und verschiedenen Tonspuren geliefert. Auf der zweiten DVD finden wir eine Menge Bonusmaterial: 'Making Of', 'Twist by
Polanski', 'The Best of Twist', 'Kidding with Oliver Twist' und 'The Children's Making Of'. Außerdem gibt es Interviews mit Darstellern und anderen Betei-
ligten, Trailer und Fernsehspots, Informationen zu Beteiligten.
Für mich die von den unzähligen Oliver Twist Verfilmungen, die der Atmospäre des Romans am nächsten kommt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juli 2007
Bei kargem Essen und strenger Erziehung wächst die Waise Oliver Twist in einem englischen Armenhaus heran. Er wird sehr jung als Arbeitskraft an einen Bestattungsunternehmer verkauft. Obwohl dieser ihm wohlgesonnen ist, hat er dort als letztes Glied in einer harten Hackordnung einen schweren Stand. Als die Ungerechtigkeiten Überhand nehmen reißt er aus und geht nach London. Dort fällt er in die Hände von Fagin, einem bösen alten Mann, der als Chef einer Kinderdiebesbande seinen Lebensunterhalt verdient. Glückliche Umstände führen Oliver alsbald in das Haus eines wohlhabenden Mannes. Doch die Diebesbande verschleppt Oliver und zwingen ihn zum Einbruch in das Haus seines Gönners. Das Vorhaben misslingt und man will sich Olivers, als unliebsamen Zeugen, entledigen.

Der Film hält sich an die Romanvorlage und zeichnet in pittoresken Szenen ein viktorianischen London nach. Ganz ausgezeichnet in der Rolle des Fagin glänzt Sir Ben Kingsley. Die zu bekannte Erzählung von Charles Dickens gibt Polanski nur wenig Gestaltungsraum sein Potenzial zu entfalten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2011
This is an all-region blu-ray containing the English-language version of the film with optional subtitles. The picturesque set pieces look extraordinary in high definition and the color timing on this version is exceptional (notably in the transition from monochrome main titles to the classic color shot of Mr. Bumble walking Oliver to the workhouse). Polanski's take on the Dicken's tale has his sinister signature and manages to stay true to the story, which is now best known as a classic musical.
It's hard to fault the craftsmenship here, and this blu-ray is a dazzling, refreshing version of a literary classic. Highly recommended.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2006
Vor allem die Schauspieler sind wirklich gut gewählt. Sir Ben Kingsley hätte für seine Leistung als Fagin wirklich zumindest mal eine Oscar Nominierung verdient, denn der Mann ist sicher schwer zu spielen und die Gratwanderung zwischen Verbrecher der den Tod eines Kindes in Kauf nimmt und dem "Retter" von Oliver Twist gelingt ihm wirklich gut.
Zur Geschichte muss man nicht viel sagen. Die Roman Polanski Interpretation von Charles Dickens ist auf jeden Fall sehr sehenswert.
Fazit: Für die ganze Familie empfehlenswert!
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am 23. Februar 2015
Vorbemerkung:
Barney Clark (GE)
Sir Ben Kingsley (NE)
Edward Hardwicke (GE)
Wer Sir Ben Kingsley über die Maßen preist, kommt nicht an dem Darsteller des Oliver Twist vorbei. Leider ist die deutsche Synchronstimme auf Heiserkeit geschaltet, was wir bei dem Originalschauspieler nicht vorfinden. Dafür haben wir aber eine deutschsprachige Stimme, die versteht, was sie spricht.
Vorsicht, bei Fagin von einem Bandenchef zu tönen: Seine Organisation orientiert sich an dem Tagesbedürfnis, aber nicht an zielstrebig sich steigernder Schwere der Verbrechen. Er bildet Jungen zu Taschendieben aus und stimmt sogar einem Mord zu. Dafür wird ihm der Hals lang gezogen. Die Art, wie Kingsley die Rolle des Juden Fagin im England des 19. Jahrhunderts interpretiert, lässt bewundernd auf ihn schauen.
Die Handlung:
Das Gemeindekind Oliver Twist wird zwischen Heim und herrisch-höhnendem Ausbeutertum herumgestoßen, bis er sich verzweifelt nach London aufmacht, dort von einem jugendlichen Taschendieb aufgegriffen und dessen Meister, dem Juden Fagin, vorgestellt wird. Dessen Reich beherbergt weitere Jungen, die auf Diebstahl trainiert werden. Schon bei Olivers erstem „Einsatz“ wird er nur deshalb einer mehrjährigen Zwangsarbeit entrissen, weil ein Bestohlener samt dem Buchhändler bezeugen, dass der Junge unschuldig war. In der Obhut seines Gönners genießt Oliver Vertrauen, wird aber bei einem Botengange von Fagins Verbündeten wieder zurück entführt. Beim Einbruch in eben das Haus seines Retters, Mr. Brownlow, schreit Oliver um Hilfe und wird angeschossen. (Im Roman findet das so nicht statt). Die Verbrecher, Bill Sykes und ein zweiter Einbrecher, schleppen den Jungen mit sich, und Fagin pflegt ihn mit Hilfe der Freundin Sykes', der jungen Nancy, wieder gesund. Als aber Sykes plant, Oliver als lästigen Zeugen umzubringen, nimmt das Mädchen Verbindung zu Mr. Brownlow auf und bittet ihn, Oliver aus Fagins Fängen befreien zu lassen. Sykes erfährt von Nancys Alleingang und schlägt sie tot.
Aber jetzt entsteht ein Aufruhr in der Gegend, und Sykes, der sich bei Fagin im neuen Ver-steck verkriechen will, wird durch den Hund „Bullauge“, der seinem Herrn treu folgte, verraten. Bei der Flucht, Oliver als Geisel mit sich nehmend (im Roman anders!), verunglückt der Mörder, Fagins „Nest“ wird ausgenommen, und ihm wird der Prozess gemacht.
Oliver darf ihn in der Todeszelle ein letztes Mal sehen, bevor sich Fagins Schicksal erfüllt.
Der ethische Aspekt:
Roman Polansky kürzt die Romanhandlung, indem er den Rahmen, das eigentliche Kriminalstück gegen die high society, fortlässt und statt zweier nur den einen Wohltäter, Mr. Brownlow, für das anständige Bürgertum wirksam werden lässt.
Da der Film auch Kindern zugänglich bleiben muss, wird die Gesellschaftsstudie um jene Momente gekürzt, in denen das ganze Ausmaß des Grauens vor Augen treten könnte. Aber der Film soll die jungen Zuschauer gegen die Konfession der Prügler und Gossentreter aufbringen! Keinen Zweifel soll er an der Ohnmacht der Kinder lassen, auf denen herumgetreten werden darf. Allein die Unerbittlichkeit, vor allem der Justiz, soll der Rahmen für die Anklage gegen die damalige Gesellschaft sein. Und so rettet Oliver nur sein äußeres Erscheinungsbild eines außergewöhnlich beschaffenen Kindes vor dem Wegschauen und –hören. Zu dem, was darunter sich verbirgt, erklärt sich dann der bestohlene Mr. Brownlow ahnend bereit, das Schicksal dieses Jungen mitzugestalten. Er und der Buchhändler bezeugen, dass dieser Junge nicht der Dieb ist, und so kann ihn sein Retter aus dem Würgegriff der vorurteilsbefangenen Justiz befreien. Die Notlage der Waisen als Gemeindekinder muss schockieren, - da lässt der Regisseur auch nicht locker! - die schutzlos der Willkür ihrer sadistisch-„frommen“ Peiniger und deren Gehilfen ausgeliefert sind.
Dickens geht sehr viel weiter: Er spannt einen Rahmen widerlicher Intrigen um Oliver Twist. Dass Armut ein Politikum ist und bleiben wird, kann jeder begreifen. Dickens wendet sich an deren Verursacher, an die herrschende Klasse, an den Adel. Dem liegt ein Kuckucksei im Neste, das er loszuwerden versucht. Oliver Twist ist erbberechtigt, aber seine Mutter starb bei der Geburt, und sollte Oliver jemals kriminell werden, wird ihm das Erbrecht entzogen. Der Zynismus geht dahin, dass also die Verursacher der allgemeinen Armut dieses Milieu benutzen, um in sie ein Kind zu stoßen, damit ihm die Möglichkeiten vorenthalten werde, aus sich etwas zu machen und ein gesetzestreuer Bürger zu werden. Man weiß also, dass dieses Milieu, in welchem wir Oliver vorfinden, genau so gewollt war und für dieses Kind der absolut sichere Garant dafür werden sollte, dass der Junge zum Verbrecher verkomme! – Soweit Dickens – genial eingewickelt, aber von Polansky aus der Handlung genommen, weil das erlebnisreich geschilderte Umfeld eines Kindes in solchem sozialen Sumpf per se keine Chance hätte. Und damit ist Oliver Twist das Symbol für alle Millionen Kinder dieses Erdballs, denen nichts anderes gegönnt wird als der Stoß in den Dreck. Wem das nicht Skandal genug ist, hat kein Herz und ist eine Maschine in Menschengestalt – eine Schmeichelei der Natur also – etwa wie jene Juristen?
Der schöpferische Vollzug:
Polanskys Werk gewinnt in jedem Teil das Herz des Zuschauers, weil der Regisseur aus der Perspektive des Kindes erleben lässt. Das ist in jenen Passagen schwer möglich, wo Oliver nur peripher geistig beteiligt werden kann. Aber der Regisseur lässt den Dingen aus dem Herzen des Kindes ihren eigentlichen Wert zumessen. So sind die Jungen um Fagin trotz ihrer Überlegenheit in der Sache nicht seine Feinde, sondern Schicksalsgefährten. Durch sie erwirbt auch Fagin sein Vertrauen, und was auch immer er dem Jungen zukommen lässt, damit er nicht in der Gosse verrecken muss wie ein Tier, zieht sich in Oliver als Dankesgeste zusammen, als er den alten Gauner in der Todeszelle noch einmal aufsucht. Nur Mr. Brownlow hat ein unbeschreiblich höheres Maß an Dankbarkeit zu erwarten, je länger er dem Jungen hilft. – Oliver will jedoch zunächst diesen Strich unter die Rechnung ziehen, bevor er sein neues Leben mit neuendem Blicke beginnen kann.
Süßlich-kitschige Pseudoromantik lässt Polansky nirgend aufkommen. Seine Szenen der Brutalität sind so gehalten, dass Kinder sie verkraften können. Die Behausungen, in denen Kinder für das Leben heranreifen sollen, hält man dämmrig bis düster, und nur die Gesichter einer Nancy oder der Kameraden dürfen Olivers Phantasien am Krankenlager umwehen.
Jede dieser Figuren könnte man symbolisch für die von ihnen eingenommenen Standpunkte betrachten. Irgendwo hat jeder noch so arme Strolch etwas Gefühl. Nur Sykes bleibt in seiner Bösartigkeit gepanzert, und Fagin schwankt zwischen Widerstand und Ergebung. Doch dem gewalttätigen Einbrecher ist er nicht gewachsen.
Gern wird auf Fagins „Volkszugehörigkeit“ als Jude hingewiesen, und mancher Eiferer unterstellt gerne auch Misskreditierung des Judentums, sei es bei Dickens oder den verschiedenen Filmfassungen. Von solcher Absicht kann bei Dickens keine Rede sein, ebenso nicht bei Raabe (Hungerpastor). Man übersieht geflissentlich, dass Verbrecher nie als solche geboren werden, sondern Kinder mit der Gesamtfähigkeit ihrer Tugenden sind, dass aber das einflussnehmende, sozial ungünstige Umfeld alles darangesetzt hat, sie psychisch und meist auch physisch ins Elend manövriert zu haben!
Das Bürgertum wird von Mr. Brownlow vertreten, das eigentlich Kenntnis nehmen müsste, aber im Falle Grimwigs gar nicht will, sondern den bequemeren Weg der übelsten Prognosen für die beste Möglichkeit hält, sich jeder Vergewisserung eigenen Verschuldens eines Oliver zu entziehen. Zwischen Milch- und Mehlgesichtern will er unterscheiden, aber ein Herz für das, was sie dazu gemacht hat, wurde ihm nicht anerzogen. Als sich Olivers Unschuld herausstellt, ist der alte Steinbeißer allerdings bereit, sich zu entschuldigen.
Die ungerechte Justiz hat bei Polansky wie bei den großen Schriftstellern keine Chance. Sie überwacht den Rahmen der Unbarmherzigkeit, sie kontrolliert die Motivlage und deutet fehl, und ihr gelingt es nicht, ein menschliches Wesen zu zeigen, sondern agiert wie eine Maschine.
Gänzlich der Adel steht bei Polansky vor der Tür und darf nicht herein. Dickens hingegen stellt am Ende die Weichen für Olivers Kenntnisnahme seiner Herkunft richtig. Dieser Schritt wäre bei Einbeziehung der Rahmengeschichte nötig gewesen, aber dann hätte der Film noch eine Stunde länger sein müssen, denn das Rudel der Spitzel und Auftragserfüller jener Erbschleicher war durchaus im Bunde mit jenen Kreaturen, die sich Fagins als Hehler bedienten. Diese Verwobenheit wollte der Regisseur nicht auch noch wagen. Da muss man den Erfinder dieses Jungen Oliver Twist selbst befragen. Seine Armut belegt den strafenden Grad seiner Anerkennung.
Und was bedeutet Dickens uns heute – angesichts gewisser Trickfilm-Kompressoren aus fern und nah? Tut das wirklich not, trotz exzellenter Filme und komplizierter Lebensläufe üble Comic-Kaspereien den Kleinsten vorzukauen? Olivers Schicksal – in vielleicht schon bald siebzig Folgen als gemaltes Gezappel nicht mehr ernstzunehmen? – soll das die Antwort auf die Bedeutung eines Charles Dickens werden? Oder was soll das unlängst vom Stapel der BBC gelassene Possenspiel wildgewordener Frauenfetischisten, in deren Film Nancy die Hauptperson der Handlung wird und Oliver billiger Laufbursche der notwendigen Sensationsflicken?
Bei Oliver ging es darum, ihn charakterlich so zu ruinieren, dass er nachweislich nicht mehr erbberechtigt sein konnte. Bei der Interpretation eines Dickens geht es auf's Ganze: Was immer er schrieb, wird derart entstellt dargeboten, dass die eigentliche Sentenz wie ein Taschenspielertrick funktioniert, nämlich als Unterhaltungsgag ohne tiefere Bedeutung. Polansky hat die Kernprobleme nicht verniedlicht oder bagatellisiert, sondern sie in ihrer Funktion und Wirkung unzweideutig sich ausbreiten lassen.
In jedem Falle sollte sich der geneigte Filmenthusiast das literarische Original nicht vorenthalten lassen, denn zum faktischen Erörtern reicht uns Dickens die Kraft seiner bezugnehmenden Sprache, die zugleich die Sache beschreibt und ihren Charakter spiegelt.
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am 6. Dezember 2009
Oliver Twist ist solide Filmarbeit und Charles Dickens wurde meiner Meinung nach gut umgesetzt, Die sonst in diesem Genre
üblichen allzu langen Sentiments mit getragenen Geigen als Hintergrund Musik, sind erfreulicher Weise auf ein Mindestmaß
reduziert. Schon alleine dafür gebührt diesem Werk drei Sternchen. Ein weiteres Sternchen für den Schnitt, die Regie
und das Spiel des kleinen Oliver.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2010
Ich kenne das Buch und ich kenne eine ältere Filmversion. Polanski erzählt die Geschichte wesentlich freier und erfindet manche Zutat. Der Film ist spannend, unsentimental und überwiegend grotesk komisch. Das nimmt dem Thema die ihm innewohnende Schwere, die das Schicksal des Waisenjungen sonst kennzeichnet. Dafür wirken die Emotionen am Ende des Films umso authentischer.
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Ich habe mit meinem sechsjährigen Sohn zunächst das Buch in der Fassung des Arena-Verlages gelesen. Es ist eine sehr behutsam angepasste Adaption der Vorlage, die den Stil des Originals nicht veruntreut. Die Geschichte ist im Buch deutlich komplexer als im Film und die Auflösung der familiären Hintergründe des kleinen Helden sind selbst für einen Erwachsenen schwer nachzuvollziehen.
Das zwingt förmlich dazu, die Filmversion zu vereinfachen. Zudem vermittelt die Familiengeschichte Oliver Twists (Er ist ein Abkömmling aus einer Liaison in feiner Gesellschaft) das Gedankengut, dass sein Edelmut, seine Ehrlichkeit und Tugenden erblich bedingt seien. Das mag zur Zeit Charles Dickens unkritisch oder gar Absicht gewesen sein, doch heute möchte ich meinem Sohn solch Vererbungslehren nicht vermitteln. Entsprechend wird der Aspekt der Familiengeschichte in der sehr gelungenen Filmversion mit Ben Kingsley gänzlich ignoriert.

Auch wenn wir zu Beginn etwas irritiert waren, dass Rosa und ihre Tante, nicht auftauchten, waren wir beide am Ende begeistert. Es ist eine wunderschöne Verfilmung mit tollen Darstellern- Trotz toller Maske hat mein Sohn Ben Kingsley wiedererkannt, den er zuvor in dem Film Hugo schon gesehen hatte. Wenn man die Geschichte zuvor gelesen hat, ist die Verfilmung auch für einen Jungen in diesem Alter unkritisch. Er sollte es natürlich nicht allein anschauen und es sollte verstanden sein, dass hier geschauspielert wird und niemand wirklich erschlagen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2007
...kein typischer Roman-Polanski-Film. Roman Polanski hinterlässt bei seinen Filmen eigentlich immer seine eigene Handschrift. Bei "Oliver Twist" ist das jedoch nicht so. Wenn man wirklich ein Fan von Polanski ist, dann könnte man enttäuscht sein. Wer sich aber eher für den Film an sich interessiert und wer sich ohne große Erwartungen den Film ansieht, wird doch recht gut unterhalten.
Hat man den Roman vorher noch nicht gelesen, bietet der Film auch viel Spannung. Der kleine Oliver Twist, nur fremdbestimmt von der Gesellschaft, gerät von einer prekären Situation in die nächste und es wird zunehmend dramatischer. Die bedrückende Stimmung der damaligen Zeit, die gesellschaftlichen Unterschiede werden im Film gut vermittelt. Wer sich also auch gesellschaftskritisch mit der Geschichte Englands im 19. Jahrhundert auseinandersetzen will, sollte sich den Film ansehen. Zudem bietet er viele verschiedene, plastische Figuren wie z. B. den alten Gangster Fagin (ausgezeichnet von Ben Kingsley dargestellt), den rücksichtslosen Bill Sykes, aber auch den gutmütigen und intellektuellen Mr. Brownlow.
Der Film bietet insgesamt gute Unterhaltung und Spannung, aber es ist kein typischer Polanski-Film.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. August 2006
England Mitte des 19. Jahrhunderts: die industrielle Revolution hat schon weit um sich gegriffen und fordert nun ihren Tribut. Die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander, in der armen Schicht muss man sehen, wo man bleibt, oft bleiben nur die eigenen vier Wände als einziger Besitz. Auch die Kinderarbeit ist weit verbreitet und wird zu Beginn der Geschichte dem kleinen Oliver zum Verhängnis: als ein Waisenjunge landet er im zarten Alter von zehn Jahren im Waisenhaus und muss dort Reste von Seilen in die einzlenen Fasern zerlegen. Die wohlgenährten Herren, die das Heim leiten und von den billigen Arbeitskräften profitieren, stören die Belange der einzelnen Kinderheim wenig. Oliver fliegt schon nach kurzer Zeit aus dem Heim, da er es gewagt hat, nach mehr Essen zu fragen, was (paradoxerweise) den fetten, wohlgenährten Heimleiter sehr empört.

So wird Oliver kurzerhand weiterverkauft - an den Leichenbestatter Sowerberry, doch auch dort bleibt Oliver nicht sehr lange, denn eine Auseinandersetzung zwischen seinem Mitstreiter, der Olivers Mutter beleidigt hat, soll ihn wieder ins Kinderheim zurückbefördern. Oliver reist von den Sowerberrys aus und wandert aus nach London. Dort trifft er auf die Diebesgruppe um den Hehler Fagin (klasse: "Ghandi"-Star Ben Kingsley) und kommt in deren Quartier unter. Fagin wiederum untersteht dem brutalen Gauner Bill. Als die Jungs eines Tages beim Klau erwischt werden, wird Oliver jedoch nicht verhaftet, sondern landet bei dem netten Mister Brownlow, der Oliver gerne als seinen Sohn großziehen will. Doch Bill sieht die Anonymität der Diebesbande gefährdet und will Oliver lieber unter seinen Fittichen behalten...

Film-Mogul Roman Polanski verzichtet beinahe gänzlich auf Spezialeffekte, sondern erzählt die Geschichte von Oliver Twist in einer aufwendig rekonstruierten Kulisse mit aufwendigen Kostümen, einer einzigen Detailgetreue und tollen Schauspielern. Zwischen effektbeladenen und computergetricksten Filmen, die den Markt immer mehr dominieren, ist Oliver Twist in seiner bildprächtigen und "handgemachten" Machart eine willkommene Abwechslung und überzeugt in allen möglichen Bereichen, inklusive Musik, Atmosphäre und ist von vorne bis hinten gut besetzt.

Ein Polanski-Film, der die Erwartungen erfüllt.
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