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Kundenrezensionen

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am 8. August 2006
Hier einen Abriss der Handlung wiederzugeben, würde den Rahmen sprengen, denn der Film lebt von mehreren parallelen Handlungen, die zuerst unverständlich erscheinen, dann aber nach und nach ein Gesamtbild formen und zum Ende hin zusammengeführt werden.

Nun, hauptsächlich geht es um einen alternden CIA-Agenten mit Namen Bob (George Clooney), der nach einer misslungenen Aktion eine neue Chance bekommt: er soll Prinz Nasir, seines Zeichens designierter Nachfolger eines mächtigen Emirs im Libanon, töten.

Wie, warum und mit welchen möglichen Folgen, mit jenen Fragen bleibt der Zuschauer zunächst allein, um dann allmählich in den Nebenhandlungen "aufgeklärt" zu werden.

Die Darsteller, allen voran George Clooney als übergewichtiger schnuddeliger CIA-Agent mit Fehlern und Mut zur Heldendistanz, können fast ausnahmslos überzeugen. Regelrecht unspektakulär, fast sachlich und damit dem schwierigen Grundthema entsprechend, wird den Charakteren Leben eingehaucht. Viele Dialoge prägen die Arbeit der Darsteller, sie kommunizieren und handeln glaubwürdig. Auch Matt Damon als Finanzberater des o.g. Prinzen weiß zu überzeugen.

Ja, die Handlung: sie ist komplex, politisch geprägt und verlangt nach Konzentration. Diverse Charaktere, deren Verhältnis zueinander, die Nebenstränge und das politische Grundthema als solches machen es dem Zuschauer nicht leicht, durchzublicken. Hat man jedoch einmal den roten Faden aufgenommen, so bekommt man einen anspruchsvolles Polit-Drama geboten.

Handwerklich ist kaum etwas auszusetzen: die Bilder erzeugen eine authentische, bedrückende Atmosphäre, die Szenerien wirken auffallend unspektakulär und somit angemessen.

Als Fazit bleibt, dass Freunde des "schnellen" Filmes hier Abstriche machen müssen. "Syriana" gleicht vielmehr einer Mischung aus Politthriller und Drama, wenig actionlastig, nichtsdestotrotz unterhaltend und interessant. Einen Helden sucht man hier vergebens, (leider) ebenso zumindest am Anfang die klare Linie, die solch einen Film allgemeinverdaulich und verständlicher macht.

Der Film hat mir gut gefallen, da er zum Nachdenken anregt, so untypisch realistisch erscheint und gestern wie morgen aktueller ist als einem lieb sein kann.
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am 1. März 2006
Das der Film kein besonders großer Kassenerfolg werden wird dürfte klar sein. Denn er verknüft völlig unterschiedliche Handlungstränge zischen denen ständig hin und hergewechselt wird. Auch wenn die Gschichte fiktiv ist bekommt man ein Gefühl dafür wie es in der Realität zugeht.
Dass hier noch einige excellente Darsteller am Werk sind merkt man auch schnell. Allen voran der in ungnade gefallene CIA-Agent (grandios gespielt von George Cloony). Aber auch die Nebenrollen sind wirklich gut besetzt.
Wer die komplexe Geschichte von "Traffic - das Kartell" mochte, der muss sich einfach Syriana ansehen. Man darf keinesfalls erwarten, dass der Film "nur" Unterhaltung ist. Wenn man geistig nicht "am Ball" bleibt, dann kann man leicht den Faden verlieren.
Der Film ist nicht einfach eine Ansammlung von Verschwörungstheorien, er führt uns eindeutig vor, dass "Macht korrumpiert". Man bekommt eine Ahnung davon wie weit Sein und Schein auseinanderdriftet je "höher" man gelangt.
Fazit: Absolut empfehlenswert!
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am 29. November 2006
Nein, einfach ist es nicht, diesem Film zu folgen, wahrscheinlich nicht mal in der deutschen Synchronisation. Aber dafür gibt es ja die DVD-Auswertung, um sich den Film nochmal und nochmal anschauen zu können - und das sollte man nicht versäumen, denn der Film ist es in jeder Minute wert, gesehen zu werden.

Nein, einfach ist er nicht, aber wer TRAFFIC schon gesehen und gemocht hatte, der wird auch diesen Film des Regisseurs Stephan Gaghan mögen. Wie der Vorgänger, für den er das Buch schrieb, während Steven Soderbergh im Regiestuhl platznahm, sind es mehrere parallele Handlungsstränge, die der Zuschauer in diesem Film verfolgen kann/soll/will. Zum einen ist da die Figur des von Clooney sehr glaubwürdig gespielten Agenten, der nicht immer nur den Vorgaben seiner Organisation folgt. Zum andern gewährt der Film einen Einblick in die Chefetagen von Öl-Konzernen und von Herrschaftsfamilien im Nahen Osten. Gleichzeitig wird das Leben von scheinbar unbeteiligten geschildert - doch so unbeteiligt sind sie gar nicht...Durch die Vielzahl der Akteure bedingt sind auch die unterschiedlichen Interessen die sich manchmal im Wege stehen, manchmal gegenüber gleichen Gegnern verbünden, nur um sich kurz darauf erbittert zu bekämpfen.

Der Film gibt einen sehr guten Einblick in die Strukturen, Rituale und Wirkungen von Politik- und Wirtschaftsstrategien im Nahen Osten und er ist in jedem Fall eine Aufforderung, nicht nur Presseerklärungen zu glauben, sondern sich selbst Wissen und Meinung zuzutrauen.

Auch an der Umsetzung des Films auf DVD ist nicht viel auszusetzen. Zwar hat die Firma Warner bei der Steelbook-Ausgabe bislang immer etwas mehr Extras draufgepackt - hier ist es leider "nur" ein Booklet. Schade zwar, aber ein sehr packender Film, dessen Inhalt durch die beigefügten Kommentare auch ein wenig erhellt wird.
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am 15. August 2006
Also, erst einmal vorweg:

Die Handlung des Film ist nicht gerade einfach nachzuvollziehen. Ich wage mal schwer zu bezweifeln, dass man alles sofort beim ersten Mal versteht.

Syriana sollte man sich mindestens zweimal anschauen.

Syriana ist ziemlich schwere Kost und wenn man nicht politik-interessiert ist, sollte man sich den Film nicht anschauen. Das erklärt wohl auch die durchwachsenen Bewertungen.

Wer allerdings schreibt, dass der Film amerikanisch ist, der sollte sich tunlichst nochmal mit der Materie auseinander setzen, denn es ist eindeutig das Gegenteil der Fall.

Die US-Regierung ist eben nicht für die Etablierung der Demokratie, sondern für die Sicherung der Öl-Versorgung, auch wenn dadurch ein monarchisches Regime unterstützt werden muss. Wie das nun im einzelnen abläuft muss dann jeder selbst herausfinden.

Die Schauspieler aggieren sehr stark, wobei ich sagen muss, dass die Folterszene eigentlich nicht in den Film gehört.

Es ist schön, dass Hollywood noch so tiefsinnige Filme zustandbringt. Wenn man den Film allerdings nur wegen George Clooney und Matt Damon gucken will, dann wird man bitterböse enttäuscht werden!
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am 3. August 2008
Syriana ist ein absoluter Spitzenthriller, der mit einem richtig gut gecasteten Starensemble aufwartet. Die Thematik ist beängstigend "up to date", weil man nach dem Film unbewusst ans Grübeln kommt. Was ist fiktiv, was ist real, was ist nur etwas übertrieben??? Ich glaube persönlich fest daran, dass die Thematik eher noch untertrieben ist. Die Story ist genial verwoben, mehrere Handlungsstränge verdrehen sich im Film, andere laufen komplett parallel zueinander. George Clooney liefert in Syriana eine seiner besten Leistungen ab. Er spielt den vom Job ausgezehrten und desillusionierten CIA-Agenten einfach nur brillant. Aber auch Matt Damon zeigt hier deutlich, was er kann. Meiner Meinung nach spielte er in Syriana besser als Jason Bourne.

Jetzt widme ich wieder meinen speziellen Freunden von Warner Home. Jetzt mal im Ernst, könnt, wollt oder dürft ihr nicht mehr aus so einem Film machen?

Bonusmaterial:
1.) Gespräch mit George Clooey. Dauer: gut 9 Min.
2.) Filmdoku (Making of) Dauer: gut 11 Min.
3.) Zusätzliche Szenen Dauer: gut 6 Min. insgesamt.
4.) USA-Kinotrailer

Das wars dann mal wieder.....

Stop: Ein Goodie hätt ich ja fast vergessen: Das Booklet. Und das war mal absolute Spitze. Da lachte das Herz des Filmfans. Sehr, sehr gut gestylt.

So, Freunde der Nacht, jetzt ist es an euch, zu überlegen, ob euch das Booklet und das Steelbook den kleinen Aufpreis von gut 12 Euro gegenüber der Amaray-Version wert ist. Inhaltlich sind beide Versionen identisch.

Film: 5 Sterne
Bonus: 3 Sterne, wobei das Booklet allein schon für 2 Sterne gut war, die schäbig kurzen und knappen Dokus und der Trailer allein hätten von mir höchstens 1 Stern bekommen.

Gesamt: 4 Sterne
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am 16. November 2011
Gerade nach dem 11. September 2001 wurden wir aus Hollywood mit "Terrorismus- und Orientfilmen" überflutet. Syriana sticht hierbei meiner Meinung nach ganz erheblich herraus, da er kritischer vorgeht und nicht nach typischer Hollywood-manier das Thema flach angeht, wie beispielsweise "Operation Kingom". Es handelt sich also nicht um einen Action-Film, bei dem die "guten Jungs" die "Bösen" mit vielen Schießereien und wilden Verfolgungsjagten zur Strecke bringen. Hier erklären sich wohl auch einige der negativen Bewertungen: Die meisten Menschen wollen eben viel Action und interessieren sich überhaupt nicht dafür, was in der Welt wirklich vor sich geht - leider!

Abgesehen davon, dass die Besetzung absolute Klasse ist, greift der Film die Problematik im Nahen- und Mittleren Osten bzw. einen wichtigen Strang davon also sehr authentisch auf, und kann bzw. sollte dabei durchaus ernst genommen werden. Zudem wird dem aufmerksamen und aufgeklärten (!) Zuschauer auch vor Augen geführt, inwiefern "wir" in der "westlichen Welt" hiervon betroffen sind - ja sogar einen haaptsäcchen (Mit)Grund für die Lage in der Region darstellen.

An dieser Stelle muss aber leider auch erwähnt werden, dass das Ganze sehr komplex ist und der nicht so aufgeklärte (d.h. politisch interessierte) Zuschauer an vielen Stellen Schwierigkeiten haben dürfte, zu folgen. Dies sollte aber nicht als Grund genommen werden, den Film als "langweiligen Käse" abzustempeln, sondern sich schlau zu machen und zu schauen, was denn hinter dem Ganzen steckt.
Hier hätte ich dem Film fast einen Stern abgezogen, aber da die Thematik nunmal sehr komplex ist, ist es sehr schwierig dies in einem "Cheeseburger" zu verpacken und jedem in 90 Minuten auf Anhieb verständlich darzustellen.

Somit komme ich zu meinem Fazit: Syriana ist meiner Meinung nach einer der besten politischen "mainstream" Filme der letzten 10 Jahre.
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am 20. März 2006
Dass der Film so viele Handlungsstränge gleichzeitig verfolgt, führt dazu, dass er dem, was wir "Wirklichkeit" nennen, viel näher kommt. Der Film versucht ein bisschen, Nicht-Film zu sein und verwischt die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Ich habe mich danach gefragt, "wenn das Kino ist, was ist dann da draußen?". Der Film versucht nicht in ein Geschehen einen roten Faden einzubauen. Denn einen roten Faden, den gibt es ja nur in unserem Kopf. Und so überlässt es der Regisseur dem Zuschauer, sich einen Weg durch die vielen Bilder zu bahnen. So geht es uns doch auch, wenn wir uns ein Bild von einem Konflikt machen wollen. Da reicht es eben nicht, wenn man nur Tagesschau guckt. Man muss viele verschiedene Quellen zu Hilfe nehmen und aus dem Puzzle entsteht dann vielleicht ein Ganzes. Es ist gar nicht so schlimm, wenn man mal ein Detail verpasst. Denn, das Gefühl, die Wahrheit zu kennen, ist ohnehin trügerisch und subjektiv.
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am 22. Juni 2006
Eins mal vorweg, dieser Film ist Anspruchsvoll und nicht für den normalen Aktion-Junkie.

Auch ist der Film nichts für Leute die schöne Bilder sehen wollen und sich entspannen wollen. Die Geschichte ist am Anfang etwas komplex gestaltet, aber das ist nötig, denn so zeigt er die verschiedensten Ambitionen und Interessen verschiedener Nationen, Industrieller Firmen, Geheimdienste usw. . Natürlich befürchtet man das aus Amerika ein parteiisches Werk raus kommt was eine schwarz/weiß Malerei darstellet … Die Bösen und die Guten. Aber der Film besteht im wahrsten Sinne des Wortes aus Graustufen und kreidet sogar massiv Amerikas Politik im Ölkrieg an … vor allem die Sinnlosigkeit. Auch Methoden wie gezielte Tötung werden so realistisch dargestellt wie es der Wirklichkeit sehr nahe kommen muss. Man sieht amerikanische Militärs vor Ihren Computer sitzen, wie Sie eine ferngesteuerte Rakete in Arabien auf einen unerwünschten und vor allem idealistischen Thronfolger abfeuern. Nach dem erfolgreichen Computerspiel (so kommt es rüber) gratulieren sich die Militärs, bloß sehen wir im Film auch die Realität jenseits des sauberen Kriegs von Satelliten-Bildern: Brennende Wagen tote Frauen … unschuldige Opfer … der Grauen des Krieges um Öl. Auf der anderen Seite sehen wir einen Selbstmordattentäter von der Rekrutierung bis zu seinen Tod. Die Skrupellosigkeit der Rekrutierer und den reinen und verzweifelten Idealismus in Kampf gegen das übermächtige Amerika. Ein schwieriger Film der einen ewigen Kreislauf in einen Konflikt um Ressourcen zeigt. Am Ende bleibt die Sinnlosigkeit des ganzen und das nicht verstehen auf allen Seiten. Der Film ist dezent und nicht aufdringlich … man muss mitdenken, also nichts für die breite Masse, aber ich denke das wollte er auch nie sein.
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HALL OF FAMEam 2. September 2006
"Big oil means big money. Very big money." Wie man aus anderen Quellen erfährt, hat allein der Irak geschätzte Öl-Vorräte von ca. 2,5 Billionen Dollar. Die Zahlen sprengen nicht nur jegliche Vorstellungskraft, sie sprengen auch jegliche Moral. Diese Situation beschreibt der Film, und er liefert dabei ein grandioses Stimmungsbild von Nahost. Während sich die Gewinne in den Händen einiger weniger Superreicher konzentrieren, leben die Menschen vor Ort unter sklavenartigen Bedingungen.

Die drei Stars (George Clooney, Matt Damon, Jeffrey Wright) spielen drei völlig getrennte Handlungsstränge. So vermittelt der Film das Zentrum der Macht und der Korruption auf amerikanischer Seite, die Ausübung politischer Kontrolle vor Ort sowie die Armut der Menschen. Der Film eskaliert bis zu einem Attentat mit einer neuartigen Energiewaffe (gerichtete Energie), die anscheinend auch im Südlibanon eingesetzt wurde.

Die Handlung selbst ist sehr komplex und nicht leicht nachvollziehbar. Das ist die häufigste Kritik. Viele Szenen haben für die eigentliche Geschichte auch untergeordnete Bedeutung, so dass man den Film zum einfacheren Verständnis hätte entflechten können. Andererseits entsprechen das Chaos und die kafkaeske Stimmung, in der alle Beteiligten kleine Rädchen in einem kaum zu durchblickenden System der Macht spielen, durchaus der Realität. Der Film ist eher ein Stimmungsbild als eine Geschichte. Die Stimmung im Nahen Osten stellt der Film brillant dar. Drehorte sind Beirut, Saudi-Arabien, Iran, also brandaktuelle Krisenherde.

Interessante Hintergrundinformation:

Engdahl, "MIT DER ÖLWAFFE ZUR WELTMACHT" (Der Krieg um das Öl)

Richter, "TÖDLICHE BEDROHUNG USA" (Waffentechnologien)
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am 22. Juni 2012
'Syrinana' war nach 'München', der als jüdische Rachenummer und Vergangenheitsbewältigung völlig an mir vorbei ging und 'Walk the Line', der eigentlich nur eine Maxiportion amerikanischer Zuckerguss war, mein dritter Anlauf in Sachen Kino 2006 und der konnte ja nur gut gehen. Kein oberflächlicher Mord und Krawallstreifen, wie Spielbergs 'München' und auch keine cineastische Zuckertorte über das 'schöne alte Amerika', wie 'Walk the Line', sondern ein Film, der beim Thema so in die Tiefe ging, dass es gelegentlich schon ziemlich hart wurde. Den kurzen Plot liefert diesmal wieder Prisma-Online:

Bob Barnes gilt bei der CIA als Spezialist für den Mittleren Osten. So hat Bob schon des Öfteren im Auftrag seiner Regierung Personen liquidiert, ohne diese Aufträge zu hinterfragen. Als nun der amerikanische Ölkonzern Connex seine Bohrrechte in einem arabischen Emirat durch die Machenschaften des Prinzen Nasir bedroht sieht, weil dieser lieber mit den Chinesen verhandeln will, soll Bob Nasir ausschalten. Doch nachdem Bob durch ein doppeltes Spiel dem Terroristen Mussawi in die Hände gefallen ist und von diesem beinahe selbst getötet wurde, fällt er auch bei der CIA in Ungnade. Erstmals wird ihm klar, dass es nie um politische Entscheidungen ging, sondern dass stets finanzielle Aspekte entscheidend waren. Als er erkennt, dass Nasir in seinem Land demokratische Reformen durchführen will, die dem Volk, aber nicht der US-Industrie dienen und dass er genau aus diesem Grunde sterben soll, will Bob dies verhindern..

Es werden Bilder von Unterschieden gezeigt, wie sie größer hätten nicht sein können. Regisseur Steve Gaghan zeigt Szenen über Folter genauso ausführlich, wie Bilder von einem heilen Familienleben in den USA und die Vorbereitung eines Selbstmordattentäters, der sich für den Djihad, seinen heiligen Krieg opfert und vorher noch seinen Nachlass über Video regelt. Der Film geht auch recht ausführlich auf die Verwicklungen der amerikanischen Geheimdienste und Waffen und Mineralölkonzerne auf die Politik im Nahen Osten ein. Der Film selbst ist zwar fiktiv, beruht aber auf Tatsachen. So ist man am Ende des Films auch etwas beklemmt und gerät noch mehr ins Grübeln über die amerikanische Politik, als man es ohnehin schon macht. Ein sehr guter Film, den einen mit eindringlichen Bildern zum Denken zwingt und daher bei meiner persönlichen Wertung mit glatten 10/10 dabei ist. Nicht nur George Clooney ist ein Grund für die Anschaffung der Blu ray, sondern man muss sich einiges auch öfter ansehen, um einen noch besseren Zugang zu dem wirklich komplexen Themen zu bekommen, die der Film alle behandelt. Ein Film, der noch immer brandaktuell ist und der mit einer großartigen Besetzung und einer sehr soliden Story überzeugt. Zumindest hat er mich überzeugt, kommt auf 8/10 auf meiner persönlichen Wertung und einer Kaufempfehlung nicht nur für Fans von George Clooney, der für seine Rolle endlich seinen ersten Oscar bekam.
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