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94
4,0 von 5 Sternen
Stay
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
MEDIUM (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: solides, ordentliches Bild, Kontrast gut
- TON: kräftig und gut abgestimmt, Räumlichkeit wenig, aber wenn sehr gut ausgereizt, Blu-ray: DTS-HD 5.1!, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: sehr gut, ca. 70 Minuten: Audiokommentare, diverse Featurettes, Interviews, viele Trailer

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Ein Film der die Auflösung seiner zunächst verwirrenden Story mit höchsten Erwartungen schürt und die Auflösung erst in der Schlußszene serviert geht ein immenses Risiko ein. Scheitert der Storybogen an Glaubhaftig- und Nachhaltigkeit dann wird er durch die Zuschauer abgelehnt - schafft er jedoch diesen Spagat kann er zum Klassiker (z.B. SIXTH SENSE) werden. STAY ist als Design-Mysterythriller irgendwo zwischen diesen Extremen und jeder muss für sich entscheiden wo genau auf dieser Skala.

Die Story (OHNE SPOILER!) ist der Schlüssel zum Film, so daß hier nichts, aber auch gar nichts verraten wird. In kurzen Zügen nur so viel: Henry Letham (Ryan Gosling) ist durch einen Unfall traumatisiert und in der Behandlung von Dr. Sam Foster (Ewan McGregor). Er kündigt an sich umzubringen und es geschehen unglaubliche Dinge die für Sam Foster und seine Freundin (Naomi Watts) nicht mehr nachvollziehbar sind und die Ereignisse eskalieren zum Ende hin.......STAY bietet hohe Spannung und Kurzweiligkeit um das Rätsel zu entschlüsseln, auch die Einlösung geht an sich in Ordnung und man ist positiv überrascht über so manche Details und einige schauen den Film deswegen auch ein zweites Mal und entdecken nun diverse Anspielungen erst richtig.

Andererseits ist die Verquickung verschiedener Dinge zunächst konsistent, aber auf den zweiten Blick teils schon abenteuerlich konstruiert und STAY könnte dadurch die Überzeugung bei diversen Sehern verlieren. Was er auch tut. Ryan Gosling spielt den verwirrten, intelligenten und sensiblen Henry Letham in seiner eigenen variantenreichen Art sehr überzeugend und hat damit den Grundstein für seine späteren unglaublich überzeugenden Performances als "schräger Sonderling" in u.a. DRIVE, ALL BEAUTY MUST DIE, BLUE VALENTINE und HALF NELSON gelegt.

4/5 Nervenpaketen....äh,....Sternen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2014
Zwar rückt der Film nicht wirklich in die Nähe von "Dichtung und Wahrheit", jedoch schafft es dieser Film, die zwei Ebenen - subjektive Wahrnehmungsebene und objektive Realität - geschickt in Bezug zu setzen:

Dr. Forster ist Psychiater und erhält den außergewöhnlichen Fall des Henry Letham. Je tiefer er sich in den Fall stürzt, desto deutlicher sieht er, dass er selbst weit mehr mit der Krankheit des Henry verbunden ist als ihm lieb sein darf. Die Trennung zwischen Arzt und Patient zerfällt immer mehr, nicht nur, dass seine eigene Wahrnehmung keine klaren Antworten mehr zulässt, sondern auch, weil sein und Henrys Umfeld die Trennung nach und nach aufhebt. Die Schlusssequenz löst das Rätsel in meinen Augen schön und klar auf. Wenn man ein bisschen mitdenkt oder googelt, weiß man u.a. auch, weshalb Dr. Forster permanent diese furchtbaren Hochwasserhosen hat (nicht das eigentliche Rätsel, nur ein Randproblem).

Diese Detailverliebtheit macht den Film auch irgendwie schön. Die Welt, in der sich Dr. Forster wiederfindet, weist sehr viele bedeutende und weniger bedeutende Elemente auf, die eine Antwort verlangen und die am Ende auch einer Erklärung zugeführt werden können. Verdoppelungen, Flashbacks, Verwechslungen, komplett unpassende Aussagen etc. finden am Ende ihre Berechtigung. Wenn man sich die Rezensionen durchsieht, finden manche die Lösung unverständlich, andere aber auch zu simpel. Das zeigt in meinen Augen das Meisterhafte. Am Ende steht tatsächlich kein metaphysischen Konstrukt, und die Frage, wo der Sinn von so einem Film sein soll, stellt sich zu Recht. Meines Erachtens lässt sich die Frage aber gut beantworten: Die künstlerische Darstellung der subjektiven Wahrnehmung einer Person, der so etwas passiert wie dem Protagonisten, in Bezug auf das tatsächlich Wahrnehmbare, ist immer wieder eine Verfilmung wert. Und diese Darstellung, die Überleitung von Wahrnehmung zu Wirklichkeit, ist wirklich nicht schlecht gelungen.

Die schauspielerische Leistung von allen bekommt fünf Sterne, da schwächelt niemand, und das ist für den Film sehr wichtig und bei dieser Materie keine Selbstverständlichkeit. Was mir noch gefällt, ist die durchgängige Symbolik, die Querbezüge (etwa das Sehhundfoto in Culpeppers/Forsters Wohnung), das permanente verwirrende Eindringen der Realität in die subjektive Wahrnehmung des Protagonisten, die Klarheit der Lösung. Etwas zu arg empfand ich jedoch die Übergänge, das war mir doch zu auffällig. Den einen oder anderen tollen Übergang einbauen, gerne. Aber wie aus einem Foliensatz hundert Übergänge auszuprobieren - das fällt in die Schublade Geschmackssache. Aber ansonsten: Von solchen Filmen bitte mehr, das ist wirklich ein feiner Mitdenk- und Rätselspaß!

Ein Film, der mir wirklich Freude bereitet hat.

SPOILER: "Ich schlief und fuhr mit meinem ganzen Wesen in den Traum hinein. Ich warf mich in ihn so in Angst und Schmerz herein, dass er es nicht ertrug, mich aber auch nicht wecken durfte, weil die Welt um mich zu Ende war". Dieses leicht abgewandelte Kafka-Zitat konnte ich mir nicht verkneifen. Passt zwar nicht ganz auf den Film, besser ausdrücken kann ich es jedoch nicht.
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2006
Stay ist seit langer Zeit endlich wieder mal ein Film, der fasziniert, beeindruckt und zum Nachdenken anregt, kein hohles Popcornkino. Die filmischen Stilmittel und die Machart des Filmes sind großartig gelungen. Beim ersten Mal Gucken ist der Film (zugegebenermaßen)sehr verwirrend und man fragt sich zunächst was es soll. Aber das Ende klärt den Film auf und beim zweiten Mal gucken wird einem sehr vieles der bizarren Handlungsstränge und der optischen Surrealitäten klar.

******Wer das Ende noch nicht wissen will, lese meine Rezension nicht weiter ab hier!*****

Ryan Gosling zeigt eine herausragende schauspielerische Leistung,er ist ein junger Künstler, dem vor seinem Tod und nach dem alptraumhaften Unfall in Erinnerungsfetzten und verdrehten Charakteren sein bisheriges Leben und seine momentanen Wahrnehmungen durch den Kopf laufen. Er hört Ewan Mc Gregors Stimme, die real zu ihm spricht auf einem Anrufbeantworter, ihn quälen Schuldgefühle wegen des Unfalls, den er denkt verschuldet zu haben und seine Liebe zu seiner Freundin, die er heiraten wollte. Dies läuft alles in seinem Kopf zu einer Geschichte zusammen und wenn man im Sterben liegt, hat Zeit und Raum keine Bedeutung mehr. An kleinen Dingen während des Filmes erkennt man, dass sich Ryan Gosling nicht in der Realität sondern in seiner Vor dem Tod- Traumwelt befindet. Ewan Mc Gregors Hosen zum Beispiel sind durch den ganzen Film immer zu kurz, das macht Sinn, denn der auf der Strasse liegende Ryan kann ihn nur vor sich kniend sehen und dann haben die Hosen auch Hochwasser. In diesem Film wurden auf feine, kleine Dinge geachtet und bei jedem Mal sehen entdeckt man neue Sachen, die einen den Film noch besser verstehen lassen. Deshalb ein absolutes Muss für jeden Filmfan. Ich als erklärter Lynchianer sehe diesen Film als ebenbürtigen Nachfolger des großen Meisters David Lynch.
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55 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. September 2006
23:55 Uhr. Der Film ist gerade zuende. Das letzte Mal als mich ein Film so beeindruckt hat wie dieser, habe ich die ganze Nacht wachgelegen und versucht zu begreifen, was ich da gerade gesehen habe. Der Film hieß damals "Mulholland Drive" von David Lynch. Ich liebe diesen Film. Fesselnd, verwirrend - absolute Spitzenklasse...Seitdem habe ich den Film bestimmt schon 10 mal gesehen und bin jedes Mal wieder begeistert, wie anders und genial Kino sein kann.Jetzt das : Eigentlich habe ich den Film nur gekauft, weil mir die Story gefiel und Arthaus auf dem Cover stand..Meiner Meinung nach schon mal eine gewisse Sicherheit, das mich hier kein typisches Hollywood Kino Spektakel, sondern ein guter - vielleicht sonderbarer, aber in jedem Fall interessanter Film erwartet. Meine Erwartungen wurden aber so weit übertroffen, das ich mich jetzt noch mal an den Rechner setzen und allen mitteilen muss, wie gut, verrückt und genial dieser Film ist. Ryan Gosling ist der Oberhammer. Naomi Watts natürlich auch. Nach Mulholland Drive und 21 Gramm definitiv meine Lieblingsschauspielerin.Selten habe ich so gute Bilder, Schnitte, Übergänge und Kamerafahrten gesehen.Ich liebe Filme, die den Zuschauer verwirren und doch in ihren Bann ziehen ohne dabei in irgendeiner Form banal zu werden.Mich hätte es nicht gewundert, wenn auf dem Cover der DVD folgender Satz gestanden hätte : "Directed by David Lynch" Ganz großes Kino. Gerne morgen nochmal...
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2007
Ich kann mich den meisten meiner Vorgänger nur anschließen: Dieser Film gehört zu den gegenwärtig besten und intelligentesten Produktionen.
Ich wollte den Film sehen, weil ich Mystery-Filme mag und Ryan Gosling (seit "Mord nach Plan") einer meiner Lieblings-Jungschauspieler ist.
Im Nachhinein war ich dann nicht nur von seiner schauspielerischen Leistung beeindruckt, sondern vom Film in seinem Ganzen. Natürlich haben auch Ewan McGregor und Naomi Watts ihre Rollen perfekt verkörpert und umgesetzt. Noch mehr hervorgehoben werden, sollten jedoch die atmosphärischen Szenenwechsel, das Licht mit der dazugehörigen Szenerie und die Kameraführung an sich. Allein dadurch wirkt der Film intelligent und vielschichtig, ist seine Hintergründe und Handlung betreffend sogar mehr als das.
Die Story ist perfekt durchdacht, es werden unglaublich beeindruckende und nachdenkliche Zitate eingebaut (von dem Künstler, dessen Name mir grade nicht einfällt ;)), und unheimlich viel Raum für Interpretationen gelassen. Die Schauspieler tun wie gesagt ihr übriges.

Allein deshalb kann ich den Film jedem ans Herz legen, der nicht nur unterhalten , sondern mit den Gefühlen der Charaktere mit gerissen werden will und der die Handlung betreffend gern eigene Schlüsse zieht.

Sollte es beim ersten Mal noch Verständnisprobleme geben, zeigt das meiner Meinung nach nur, wie vielschichtig und intelligent die Story ist.
"Stay" ist eben ein Film, bei dem einem die Lösung nicht sofort präsentiert wird, sondern den man erst nach dem gucken durch nachdenken und interpretieren richtig versteht oder eben, indem man ihn sich ein zweites mal ansieht. Deshalb wird er für mich auch nie langweilig.

Wie schon meine Vorgänger erwähnten ist der Film aber nicht so komplex, dass ihn nur Superintelligente verstehen können... Er erfordert lediglich etwas Gehirnaktivität... ;-)

Also: UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT!! Ein psychodramatischer Mystery-Film, der Kenner des Mystery-Genres und Fans von Filmen wie "The Jacket" (mit Adrien Brody in der Hauptrolle) beeindrucken wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Dezember 2012
Zum DVD-Paket kann ich leider nichts sagen, da ich den Film damals im Kino gesehen habe. Meine Rezension beinhaltet daher keine Aussagen über Ton- und Bildqualität und/oder Features sondern berichtet über den Inhalt des Filmes.

Der Film beginnt und endet mit einem brennenden Autowrack auf der Brooklyn Bridge, das Teil eines Verkehrsunfalls ist. Dieser Handlungsbogen umspannt das eigentliche Geschehen des Filmes und stellt schlussendlich auch die Auflösung des Ganzen dar.
Dr. Sam Foster (Ewan McGregor) ist Psychiater in New York und vertritt kurzzeitig eine Arbeitskollegin, die aufgrund eines akuten Erschöpfungszustandes eine berufliche Auszeit nimmt. In dieser Zeit lernt er einen ihrer Klienten kennen: Henry Letham (Ryan Gosling). Henry ist ein blasser, stiller und introvertierter Kunststudent, mit dem sich die therapeutische Beziehung anfänglich sehr schwer gestaltet. Doch als Henry beginnt, Dinge vorauszusehen, weckt er Sams Interesse. Und als er schliesslich seinen Selbstmord ankündigt, ist Sam gezwungen zu handeln. Den Selbstmord plant Henry entsprechend seinem grossen Vorbild, einem berühmten Maler namens Tristan Rever, der sich zum 21. Lebensjahr auf der Brooklyn Bridge das Leben nahm.
Da Lila (Naomi Watts), eine Kunstdozentin und gleichzeitig die Freundin von Sam, ebenfalls einen Selbstmordversuch hinter sich hat, beginnt Sam, sich auf die Geschichte rund um Henry einzulassen. Doch je mehr sich Sam auf die Suche nach den Hintergründen von Henrys Geschichte begibt, desto kurioser werden seine Begegnungen und Erlebnisse im Alltag ...
Plötzlich beginnen sich Zeit und Raum zu vermischen. In einem Glückskeks liest Lila, was Henry einst auf einem Notizblock in Sams Praxis zu Papier gebracht hat. In einer Zeitschlaufe begegnen Sam und Henry wiederholt einem Jungen, der seine Mutter fragt, ob Henry sterben muss. Zweimal hintereinander begegnet Sam auf dem Arbeitsweg denselben Männern, die einen Klavierflügel aus dem obersten Stockwerk eines Hauses abseilen. Und plötzlich stammen die Werke von Lilas Kunststudenten, die sie benoten soll, allesamt von Henry Letham ...

Seit dessen Erscheinen zählt "Stay" zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Er gehört - trotz brillianter Starbesetzung - zwar nach wie vor zu den Gehimtipps, was eigentlich aber ganz gut passt. Denn die Story, die Schauspieler, die Schauplätze und vor allem die Kamera sind aussergewöhnlich, um nicht schon zu sagen ungewöhnlich! Herausragend ist dabei vor allem die Kameraarbeit. Hervorzuheben sind die Szenenwechsel, die clever inszeniert von einer Einstellung in die nächste wechseln. Sie karikaturieren eindrücklich die Vermischung von Fiktion und Realität, vom Hier und Jetzt und von Raum und Zeit. Kunst und Architektur, die eine grosse Rolle spielen (wie z.B. Sams Wohnung oder die Werke Lethams), betten nicht nur die Handlung entsprechend ein, sondern erlauben auch die ein oder andere Spielerei mit der Kamera an den düster in Szene gesetzten Drehorten. Auch die Beziehungen und die Dialoge zwischen Lila und Sam sowie zwischen Sam und Henry sind sehr fein ausgearbeitet und fügen sich in ihrer oft faglichen Sinnhaftigkeit in den Rest des Geschehens ein.

Zugegeben: Die Story geht - wenn man es ganz genau nimmt - zwar nicht einwandfrei auf. Das hat seinen Grund aber vor allem in den unzähligen Wendungen, den Stilelementen und der bizarren Inszenierung, die den Film nicht halb so sehenswert machen würden und sämtlichen Zauber nähmen, wenn sie logisch und ohne Widerspruch aufgebaut wären. Denn nur so decken sich nach dem Ende die Fragen von Sam Foster mit den Fragen des Zuschauers: "Was habe ich wirklich gesehen und was habe ich geträumt?"

Definitiv kein leicht verdaulicher Film. Ich bin selten nach einem Filmende so schwermütig sitzen geblieben, bis die letzte Zeile des Abspanns im Dunkeln verschwunden ist ...
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2006
"Stay" ist beileibe kein einfacher Film und eine endgültige Lösung gibt es nicht, jedoch eine Menge Stoff um darüber zu diskutieren. Nichts ist so wie es auf Anhieb zu sein scheint und nach und nach wird man immer mehr in diesen Strudel zwischen Wahn und Realität gezogen, bis man zu diesem verblüffenden Ende kommt. Ein Ende das man durchaus mit dem Wort "Mindfuck" bezeichnen darf, einfach grandios und atemberaubend.

Das Ende, da kann man nun allerhand drüber spekulieren, aber ich sehe es so: Henry Letham, schwebend zwischen Tod und Leben liegt verletzt am Boden, kurz vorm Sterben und sieht nun all die Menschen um ihn herum die versuchen sein Leben zu retten, all die Menschen die wir aus der Geschichte kennen. Geprägt davon verfällt er in den letzten Minuten seines Lebens in einen Traum aus Visionen, alles spielt sich nur in seinem Kopf ab, die ganze Geschichte die wir vorher sahen, alles in seinem Traum zwischen den Welten. Es gibt viele versteckte Hinweise darauf, ein Beispiel wären die Hochwasserhosen von "Sam", die er über den gesamten Verlauf der Geschichte trägt, denn aus der Sicht von Henry sieht er den über sich gebeugten Sam mit eben diesen Hochwasserhosen, da die Hose natürlich beim Beugen nach oben rutscht.

Der Regisseur des Films, ein Schweizer, mit dem schönen Namen Marc Foster, erweckte schon mit seinen beiden Vorgängerfilmen "Monsters Ball" und "Wenn Träume Fliegen lernen" aufsehen und begeisterte Kritiker weltweit. Und wieder packt Foster ein völlig neues Genre an und wieder gelingt ihm ein kleiner Geniestreich. Die Erzählweise in "Stay" erinnert in derart abgedrehter Weise an Filme, die man eher von Lynch gewohnt ist. So schafft Foster hier ein visuelles Meisterwerk, in einer unglaublich brillianten Optik wird die nervenaufreibende Geschichte erzählt. Geprägt sind die Bilder von einem düsteren Unterton, versetzt mit vielen verschieden Farbfiltern, mal besitzt das Bild einen rostigbraunen Schliff, mal kommt es grün und völlig kalt daher. Die Farbfilter richten sich je nach der im Film dargestellten Szene und schaffen damit eine unglaubliche Intensität. Auch lässt Foster die Bilder in einer außergewöhnlichen Form miteinander "spielen", so werden Fotos oder Bilder im Film elegant dazu benutzt um sich in ins Zentrum der Erzählung einzufügen. Eben noch nur ein "Element" und schon Bestandteil der Erzählung. Das alles wirkt dermaßen hypnotisch. Allein diese Optik ist schon der Eintritt wert! Die Schauspieler sind ein weiterer großer Pluspunkt. So spielt Ewan McGregor einen fantastischen Part, und zeigt eine Darstellung von glaubhafter Intensität und schafft es den Zuschauer mit in diesen Sog zu ziehen, erleben wir doch alles aus seiner Sichtweise. Dazu die bezaubernde Naomi Watts, die wieder einmal beweist, wie brilliant sie doch ist und ein Ryan Gosling, der allein mit seiner Mimik tief berührt, einfach herausragend.

Fazit:

Wer keine einfache Lösung will und sich von herausragenden Kinobilder angesprochen fühlt, dem darf dieser Film getrost empfohlen werden!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juli 2006
Von der Story bis zu zum Schnitt, von der Musik bis zu den schauspielerischen Leistungen ist mit seinem neuen Film Stay Regisseur Marc Forster ein kleines Meisterwerk gelungen. Zum Inhalt muss ich nicht viel sagen, das wurde ja schon erläutert. Was mich hauptsächlich an diesem Film berührt hat, ist die Mischung aus Thriller und Melancholie, welches es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Jede Szene hat die passende musikalische Begleitung, welche nicht selten eine Gänsehautatmosphäre schafft. Und Hut ab vor den Cutter dieses Films. Keine harten Schnitte, sondern weiche gleitende Szenenwechsel geben dem Film eine ungewöhnliche Note, als würde ein guter Dj von einem Lied aufs nächste wechseln, so dass man den Übergang einfach verpasst hat und weitertanzt. Das tolle an diesem Film ist auch der philosophische Aspekt, welcher jeder für sich herausfiltern kann. Ein film für alle Sherloks, Philosophen und vor allem für Träumer....
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Dezember 2007
Zuerst, wer sich ein nettes Filmchen mit ein paar Freunden und Bierchen ansehen will, der sollte sich besser einen anderen Film zu Gemüte führen.

Bei "Stay" handelt es sich um einen der intensivsten, spannendsten und ungewöhnlichsten Filme der letzten Zeit. Wer hier einen Mainstream-Blockbuster-Film erwartet, wird gewaltig versetzt, denn hier wird etwes benötigt, was man bei 99% der Hollywood Filme nicht benötigt: Hirn und ein bisschen Aufmerksamkeit.

Der junge Henry Letham (Ryan Gosling) ist irritiert, dass plötzlich ein neuer Psychiater vor ihm steht. Sam Foster (Ewan McGregor), will nicht so recht herausrücken mit der Wahrheit. Dennoch gelingt es dem Psychologen, langsam das Vertrauen von Henry zu erlangen - bis Sam durch einen Paukenschlag wachgerüttelt wird: Der begabte Künstler Henry will sich an seinem 21. Geburtstag umbringen. Foster hat noch drei Tage Zeit, ihn davon abzubringen. Diese Herausforderung belastet auch seine Beziehung zu der Künstlerin Lila (Naomi Watts), die Sam vor einiger Zeit nach einem Selbstmordversuch gerettet hat. Je mehr er in Henrys Welt eintaucht und Nachforschungen anstellt, desto verwirrter wird er. Sam trifft auf Personen aus Henrys Leben, die eigentlich schon tot sein müssten. Die Zeit drängt, um seinen Patienten vor dem Tod zu bewahren, aber Fosters Geisteszustand gerät immer mehr außer Kontrolle, die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung verschwimmen.

Marc Foster (Monster`s Ball, Finding Neverland und - demnächst - Bond 22) gelang hier ein kongenialer Film, der sich über alle vertrauten Regeln der Filmkunst hinweg und das ist hier die Kunst. Viele vergleichen "Stay" mit den Filmen von David Lynch und liegen dabei gar nicht so verkehrt.

Schauspielerisch lässt der Film keine Wünsche offen, Noami Watts und Ewan McGregor spielen gewohnt ihre Klasse aus, während der relativ unbekannte Ryan Gosling als suizidgefährdeter Henry eine Augenweide ist und seinen Filmpart meistert, mit dem alles steht und fällt.

Was in der einen Situation klar und deutlich wirkt, ändert sich augenblicklich ins Gegenteil und es wird nach dem Ansehen des Films ein langes Nachgrübeln auftreten, dem man sich nicht verweigern sollte. Es wird sicherlich 2-3 mal notwendig, "Stay" nochmal zu sehen, um alle einzelnen Details zu erkennen und (vielleicht) zu einer genaueren Erklärung zu finden.

Das wäre alles nicht das Gelbe vom Ei, wenn nicht der Score und der Schnitt nicht stimmig zu dem Film (sprich aussergewöhnlich) wären. Mehr kann und sollte man nicht darüber schreiben, damit sich jeder selbst noch seine Meinung bilden kann.

FAZIT: Wer einen Film jenseits der normalen Filmregeln erleben, genießen und ggf darüber diskutieren möchte, darf nicht fahrlässig an diesem Film vergehen. Wer zu gegebender Zeit hingegen auf plumpe Blockbuster-Mainstream-Unterhaltung "Hirn-raus-Film-rein" steht, ist dieser Film "Zeitverschwendung".
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2007
Stimmiger, schneller, eindringlicher Hollywoodfilm des in Ulm geborenen Regisseurs Mark Forster mit hohem Kultpotential. Geht unter die Haut! Fotografie und Schnitt/Editing sind darüber hinaus einer Oscar-Nominierung würdig.
'Stay' ist faszinierend inszeniert, fotografiert, editiert.
Nicht verpassen.

"Stay" ist ein Film über Unaussprechlichkeiten, die größtenteils erst am Schluss erklärbar werden. Durch seine Alptraumfantasien hat sich der spannende, schön unheilschwanger inszenierte Film bei Kritikern und Popcornfressern nicht eben beliebt gemacht. Ein beeindruckender, temporeicher Film, den man wiedherholt und auf vielen Ebenen genießen kann, ist Stay weder Mystery-Thriller noch Arthouse-Film. Allerdings: Sein Grundton ist von tiefem Ernst, und wer lieber auf Gemetzel oder Lovestory aus ist, wird ebenfalls enttäuscht sein.
Dabei enthält Forster - anders als David Lynch - seinem Zuschauer des Rätsels Auflösung nicht vor: Am Ende entpuppt sich das Filmthema als derartig direkt unserem Alltag entlehnt, dass sich darüber schon wieder die Filmrezensenten beschweren - dieses Mal weil sie 'Plattheit' zu erkennen glauben'. Mal zu unverständlich, dann zu flach? Verrückte (Filmkritiker-)Welt. Noch persönlicher als die von Stay kann eine Filmbotschaft übrigens nicht sein. Beunruhigend finde ich daher, dass kaum ein Rezensent das Thema des Filmes konsequent in den persönlichen Alltag fortdenkt, obwohl darüber ganze Bibliotheken geschrieben wurden. Vielleicht, weil es zu sehr ans eigene Eingemachte geht.

Roger Ebert, Rezensent der suntimes, vergibt Stay in seiner verständnisvollen Laudatio sieben von zehn möglichen Sternen (googeln, lesen, freuen!): Noch kein Meisterwerk, aber sehr gut gemacht und absolut sehenswert! Die meisten seiner Kollegen reicht es peinlicherweise schon, in epischer Breite verständnislos darüber abzulästern, dass Ewan McGregor in der Rolle des Psychiaters Sam nur Hosen mit viel zu kurzen Beinen trägt. Der Grund für diese Sichtschneisen auf McGregors Sockenränder wird am Filmende so verständlich, wie alles andere auch: Der Film erzählt durchgängig aus Sicht einer Person, welche Sam mit eigenen Augen nur aus der Froschperspektive zu sehen bekommt, ihn also gar nicht anders kennt. Das ist alles. Zumindest was das Hosenbeinrätsel betrifft! Mehr wird nicht verraten.

Die vorzüglichen Schauspieler nehemen sich allesamt lobenswert zurück, was viel schwieriger ist als zu klotzen. Umso gewichtiger wird die eigene Persönlichkeit und Interpretation des staunenden Filmzuschauers. Dieser Trick in der Schauspielerführung verleiht dem Film stellenweise interaktive Qualitäten - ganz ohne Joystick: Durchs Nachdenken landet man selbst in der soghaften Welt dieses Filmes. So zumindest ergeht es mir. Wer kann dabei unberührt bleiben?

Sein früh angedeutetes und erst am Ende vollends enthülltes Leitmotiv ist wie der ganze Film zeitlos, aktuell, allgemeingültig. Schon darum sollte Stay jeden Betrachter in den Bann ziehen. In der Verarbeitung dieser Schlüsselidee bleibt der Film von beängstigender Konsequenz, hieraus bezieht er die anrührende Endgültigkeit seiner zentralen Aussage. Form und Inhalt von Stay stimmen derart passgenau überein, wie es überhaupt nur in Musik, Poesie oder Film machbar ist. Die professionelle Kritik sollte Foster und seinem Drehbuchautor David Benioff zu Füßen liegen. Ist es noch immer so Bilanzen schädigend, wenn Filme für ein nicht anspruchsloses, aber ganz klar Hollywood-orientiertes Publikum kein Happy End haben?

FAZIT: Gut dass ich vorher nicht nach dem Film gegoogelt hatte.
Grundlos durch die Lappen gegangen wäre mir ein zugegeben nicht ganz leicht verdaulicher und auch lachfreier, aber inspirierender Hollywood-Leckerbissen, fantastisch fotografiert und editiert, mit einem herausragenden Drehbuch und spürbar von den Beteiligten mit viel Hingabe gemacht. Das Thema des Films ist so real wie das Leben selbst und hat einen derart starken Bezug zu Ihnen und mir, lieber Leser, das ich abschließend nur sagen kann: Persönlicher gehts nimmer.

ICH WERDE DIESEN FILM NOCH OFT GENIESSEN! ER KANN DEIN LEBEN RETTEN!
VERSPROCHEN!
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